Die Farben der Heilerin - Brigitte Inslicht - E-Book

Die Farben der Heilerin E-Book

Brigitte Inslicht

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Beschreibung

Farben bestimmen unser Leben, steigern unsere Kreativität und beeinflussen uns. Das geballte Wissen über die Wirkung von Farben auf Körper und Seele zusammen gefasst in diesem Buch. Entdecken Sie einen sanften, einfachen und effektiven Weg, um sich rundherum wohl zu fühlen. Die Werbung manipuliert Sie unbewusst, indem sie Farben gekonnt einsetzt. Setzen Sie dieses Wissen bewusst ein um Ihre Seele und Körper zu stärken und zu einem guten Lebensgefühl zu verführen. Farben bestimmen unser Leben, steigern unsere Kreativität und beeinflussen unser Wohlbefinden. Ständig umspült uns eine sanfte Welle aus Farben, deren kaum wahrnehmbares Gurgeln unserem Unterbewusstsein Geschichten über Liebe, Gesundheit und Entspannung, aber auch Ärger, Frust und Stress erzählt. Diesen ständigen Reizen ausgesetzt zu sein, bleibt nicht ohne Folgen -früher oder später reagieren Körper und Seele auf die konstante Belastung. In Die Farben der Heilerin finden Sie: Ständig umspült uns eine sanfte Welle aus Farben, deren kaum wahrnehmbares Gurgeln unserem Unterbewusstsein Geschichten über Liebe, Gesundheit und Entspannung, aber auch Ärger, Frust und Stress erzählt. Die Farbpsychologie befasst sich mit Heilverfahren, welche die Wirkung der Farben nutzt. In diesem Sachbuch der Diplompädagogin und Expertin für Farben und Wohlbefinden Brigitte Inslicht finden Sie eine Heilmethode unter Verwendung eines speziell entwickelten Farbtests. Unsere Lieblingsfarben und die Farben, mit denen wir uns täglich umgeben, verraten viel über unser Wesen. Farben verraten uns jedoch auch viel über unsere Gesundheit und welchen Reizen wir uns täglich aussetzen. Wenn wir die Psychologie der Farbe verstehen lernen, lernen wir auch effektive Methoden der Heilung kennen. Verstehen Sie die Welt der Farben und werden und bleiben Sie gesund. Ein lehrreiches Sachbuch für Erwachsene, das auch für Kinder einsetzbar ist. Mit Die Farben der Heilerin lernen Sie mehr über: Psychologie und Symbolik von Farben Typische Reaktionen auf Farben (von A wie Allergie bis Z wie Zuckerkrankheit) Farbtypen und deren Effekte auf uns Heilen mit Farben Farbeinfluss durch Werbung und Alltag Kultur und Mythologie der Farben U.v.m. ACHTUNG: Die Farbpads für die Tests befinden sich nicht, wie im angeben auf www.binslicht.com sondern auf https://www.sannehilf.com

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 110

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Die Farben der Heilerin

Die Farben der HeilerinEinführungAllgemeines zu FarbenKulturelle UnterschiedeWie Farben entstehenWas ist Licht?Kann die Haut Farben sehen?Farben in der NaturDie UrfarbenDie KomplementärfarbenWarme und kalte FarbenFarbenlehreFarbe im AlltagslebenFarbe und sprachliche KommunikationSignalfarbenLebensmittelGeschichte der FarbtherapieSchulmedizinDie Bedeutung der FarbenFarbpsychologieWirkung auf die PsycheWie Farben unser Bewusstsein beeinflussenFarben und TemperamentFarbtypenKinder lieben klare FarbenAssoziationenEine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön ...!Die Farbe BlauDie Farbe ViolettDie Farbe GelbDie Farbe WeißDie Farbe RotDie Farbe OrangeDie Farbe GrünDie Farbe TürkisDie Farbe SchwarzUrsachenforschungMein WegTest für allgemeine ProblemeDie AuswertungDie Ursachen ermitteln – Test 2AuswertungAlltagstippsFarbe als LebensstilUnterricht und LernenEinrichtungsfarbenSchlusswortImpressum

Die Farben der Heilerin

Von Brigitte Inslicht

Buchbeschreibung:

Farben bestimmen unser Leben, steigern unsere Kreativität und beeinflussen unser Wohlbefinden. Ständig umspült uns eine sanfte Welle aus Farben, deren kaum wahrnehmbares Gurgeln unserem Unterbewusstsein Geschichten über Liebe, Gesundheit und Entspannung, aber auch Ärger, Frust und Stress erzählt. Diesen ständigen Reizen ausgesetzt zu sein, bleibt nicht ohne Folgen - früher oder später reagieren Körper und Seele auf die konstante Belastung.

In Die Farben der Heilerin finden Sie:

Die Farbpsychologie befasst sich mit Heilverfahren, welche die Wirkung der Farben nutzt. In diesem Sachbuch der Diplompädagogin und Expertin für Farben und Wohlbefinden Briggitte Inslicht finden Sie eine Heilmethode unter Verwendung eines speziell entwickelten Farbtests.

Unsere Lieblingsfarben und die Farben, mit denen wir uns täglich umgeben, verraten viel über unser Wesen. Sie verraten uns jedoch auch viel über unsere Gesundheit und welchen Reizen wir uns täglich aussetzen. Wenn wir die Psychologie der Farbe verstehen lernen, lernen wir auch effektive Methoden der Heilung kennen.

Mit Die Farben der Heilerin lernen Sie mehr über:

Psychologie und Symbolik von Farben

Typische Reaktionen auf Farben (von A wie Allergie bis Z wie Zuckerkrankheit)

Farbtypen und deren Effekte auf uns

Heilen mit Farben

Farbeinfluss durch Werbung und Alltag

Kultur und Mythologie der Farben

U.v.m.

Einführung

Fast ständig umspült uns eine sanfte Welle aus Farben deren leises Gurgeln unserem Unterbewusstsein Geschichten über Liebe, Gesundheit und Kampf erzählt. Ich heiße Sie herzlich willkommen in der nur scheinbar magischen Welt der Farben. Lassen Sie sich inspirieren, oder mehr noch: Sehen Sie in den Farben eine sprudelnde Quelle für Gesundheit und Wohlbefinden. Hier ein kleines Beispiel, wie das funktioniert: Leider machen wir im Alltag zu wenige Pausen. Das ist ein Grund, warum das tägliche Allerlei uns manchmal aussaugt wie ein Vampir und uns am Tagesende oder Wochenende leer zurücklässt. Der ständige Tanz am Limit bleibt nicht ohne Folgen. Früher oder später reagieren Körper und Seele auf die konstante Belastung. Die Palette der Reaktionen reicht von A wie Allergie bis Z wie Zuckerkrankheit. Aber es gibt eine gute Nachricht: Mit einer großzügigen Ration Grün können Sie Ihr Stresslevel binnen Minuten senken. Wenn Sie es einrichten können, schlendern Sie durch den Wald und nehmen Sie seine Einladung zur Entschleunigung an. Ihre Gedanken werden ruhiger und Sie können Ihren beschaulichen Bahnen folgen, wodurch Ihr Herz zur Ruhe kommt und sich im Endeffekt auch der Blutdruck reguliert. 

Allgemeines zu Farben

Da wir Farben intuitiv verstehen, reagieren wir sofort und ohne viel nachzudenken. Das ist gut so, denn eine zügige Reaktion kann unter Umständen Ihr Leben retten. Lebensmittel, die eine komische Farbe haben, würden Sie zum Beispiel nicht freiwillig essen, oder? Eindrucksvoller lässt sich das Phänomen am Beispiel der Farbe Rot erklären. Rot warnt alle Menschen vor Feuer und Gefahr. Es ist eine Signalfarbe, die sofort auf sich aufmerksam macht und zu einer interessanten Reaktion führt. Der Muskeltonus des Betrachters erhöht sich ebenso wie die Herzfrequenz. Jede Körperzelle wird mit zusätzlichem Sauerstoff vollgepumpt. Im Bruchteil einer Sekunde sind wir bereit zum Kämpfen oder Fliehen. Erst nach dieser Stimulation entscheiden wir, welches der bessere Weg ist. Genau aus diesem Grund sind Warnschilder rot. 

Wie schätzen Sie Ihre Reaktion auf ein Ihnen unbekanntes giftgrünes Tier ein, das friedlich auf einem Stein liegt und die Sonne genießt? Streicheln oder nicht streicheln, das ist die Frage. Ich nehme an, Sie beobachten das Tier aufmerksam aus sicherer Distanz und gehen dann weiter. Hüpft hingegen ein dunkelgrünes Tier direkt vor Ihre Füße, werden Sie sich nicht viel dabei denken. Das Angenehme ist, dass wir Wissen wie dieses nicht mühsam erlernen müssen, da es bereits fest in unseren Genen verankert ist. So wie uns ein dunkles Grün Frieden bringt, lässt uns Blau eintauchen in die Ruhe der Unendlichkeit. Eine Ruhe, die zu einem langsamen und gleichmäßigen Puls führt. Im Gegensatz dazu erinnert uns Gelb daran, dass alles vergänglich ist. Die Empfindungen, die Rot, Grün, Gelb und Blau in uns auslösen, ziehen sich wie ein Faden durch alle Kulturen. Sind sich Menschen aller Rassen und Hautfarben im Grunde doch ähnlicher, als mancher wahrhaben will? Bei aller Übereinstimmung trennen sich jedoch in vielerlei Hinsicht auch die Geister. Denn was in einer Kultur ein No-Go ist, kann für eine andere das Non-plus-Ultra sein.

Und in Kombination bekommen Farben noch einmal eine andere Wirkung. So können Farbkombinationen unterschiedlichste Emotionen auslösen. Die Wirkung eines dunklen Rots in einer rosafarbenen Umgebung hat mit einer rot-schwarzen Kombination kaum etwas gemeinsam. Untersuchungen über die Wirkung von Farben gibt es wie Sand am Meer. Was besonders, wen wundert das, die Werbebranche glücklich macht. Ein Konsument, der ein Waschmittel kaufen möchte, wird automatisch an einer braunen Verpackung vorbeigreifen, um sich bei einem teureren hellblau verpackten Produkt zu bedienen. 

Kulturelle Unterschiede

Mit magischen Ritualen, in denen Farben eine wichtige Rolle spielen, werden seit jeher gute Geister gnädig gestimmt und Dämonen auf Distanz gehalten. Dieses geheime Wissen hüteten Medizinmänner dermaßen streng, dass nur sie bunte Körperbemalungen und Talismane herstellen konnten. Im Mittelalter war die Herstellung von Farben extrem aufwändig und daher teuer. Für das bekannte Purpurrot der kaiserlichen Mäntel ließen viele der gleichnamigen Schnecken ihr Leben. Das damit verbundene Statussymbol war den Aufwand allerdings wert. 

Dank verschiedener Verfahrenstechniken sind Farben heute leicht herstellbar und erhältlich. Ihre Wirkungsweise hat jedoch nicht nachgelassen und nichts an ihrer Faszination eingebüßt.

Wie schon gesagt, sprechen Farben in verschiedenen Volksgruppen jeweils eine eigene Sprache und den Schlüssel zu ihrem Verständnis hat oft nur die jeweilige Kultur. Trauernde in Mitteleuropa kleiden sich Schwarz, Chinesen hingegen Weiß und Mexikaner greifen zu Gelb, um ihren Verlust auszudrücken. Es gibt also gravierende kulturelle Unterschiede. Kratzt man jedoch ein bisschen an der Oberfläche, befördert man ein gemeinsames Muster zu Tage. Die Farbe Weiß symbolisiert eine Veränderung und einen Neubeginn. Die Farbe Gelb erinnert uns an die Vergänglichkeit des Lebens und Schwarz steht für etwas Negatives. Wer, wenn nicht der Tod, vereint beides in sich? Hauptsächlich machen Farben unser Leben jedoch bunt und abwechslungsreich, darum sind sie besonders an Festtagen unverzichtbar. Wir verstecken bunt gefärbte Ostereier und denken sofort an Weihnachten, wenn wir durch ein in Tannengrün und Rot dekoriertes Geschäft gehen. Beim indischen Holifest heißen die Menschen den Frühling auf besondere Weise willkommen. Sie bestreuen sich gegenseitig mit farbigem Pulver. Es ist aber nicht nur Glückseligkeit, die durch Farben zum Ausdruck gebracht wird, auch Regeln und Tabus können einfach und unmissverständlich formuliert werden. Hätte man Sie früher in China gelb gekleidet erwischt, hätten Sie das mit dem Leben bezahlt. Es war nur Mitgliedern der kaiserlichen Familie gestattet, Gelb zu tragen. Die Farbe Grün hat im Islam eine besondere Bedeutung. Für den Propheten Mohamed war das Betrachten von Grün bereits Gottesdienst. Darum kleidet sich kein gläubiger Moslem in Grün. Sogar die Fahne Saudi Arabiens ist grün. Die Ursache dafür ist aber eher darin zu finden, dass Grün dort wie auch in Israel die Farbe des Siegers ist. Der Schleier einer orientalischen Braut ist nach alter Tradition hingegen rot. Farben klären uns ohne vieler Worte darüber auf, was anständig oder sogar verboten ist. In katholischen Ländern kommt diese Aufgabe oft der Farbe Blau zu. Da Blau die Farbe der Gottesmutter Maria ist, steht sie in engem Zusammenhang mit Reinheit und Keuschheit. In England mussten Prostituierte in der Öffentlichkeit Rot tragen. Ein interessantes Phänomen, welches ein Überbleibsel aus dem Mittelalter ist, beeinflusst die Europäer bis heute: Viele meiden die Kombination aus Blau und Grün. Denn im Mittelalter erkannten die Menschen Gaukler, Artisten, Narren und Schauspieler an diesen Farben. Um im Mittelalter zu bleiben, die damaligen Ärzte kleideten sich rot. Nicht um, wie man meinen könnte, Blutflecken zu verdecken, sondern um die Dämonen zu verjagen, die für die Krankheit verantwortlich waren. Denn die Farbe Rot schlug diese dunklen Genossen in die Flucht. Gelb hingegen stand für heimtückische Krankheiten und irrsinniges Leid. Darum war auch die schreckliche Pestfahne gelb. Kamen jedoch Bosheit und Tod ins Spiel, war Schwarz die Farbe der Wahl. Wer kennt sie nicht, die berühmt-berüchtigte Piratenflagge? Auch der Karren des Henkers fuhr in Schwarz durch die Straßen. Und es gilt immer: andere Länder, andere Sitten. In Indien verknüpfen die Menschen die Farbe Rot in gewisser Weise seit jeher mit dem Grauen. Deshalb, wen wundert es, wird Kali, die Göttin des Todes und der Zerstörung, rot dargestellt. Eine Schutzfarbe hingegen ist Türkis. Es schützt besonders vor Krankheiten und dem sogenannten „bösen Blick“. Darüber hinaus fungieren Farben als Erkennungsmerkmal. Sportteams zum Beispiel tragen farbenfrohe Trikots. Jedes Land hat eine farbige Flagge und viele Berufsgruppen tragen Uniformen, an denen andere sie sofort erkennen.

Wie Farben entstehen

Bevor wir uns dem praktischen Teil der Farbpsychologie und dem Heilen widmen, habe ich hier noch ein bisschen Theorie für Sie. Farben entstehen in unserem Gehirn. Lichtstrahlen, die auf die Netzhaut des Auges treffen, setzen den Prozess des Farbsehens in Gang. Die dabei entstehenden Signale werden über die Nervenzellen an das Sehzentrum in der Großhirnrinde weitergeleitet, wo sie aufgeschlüsselt werden. Diese Meisterleistung des Gehirns lässt uns Farben sehen oder besser gesagt: empfinden. Effekte, die entstehen, wenn die Wahrnehmung nicht wie üblich über die Augen läuft, beweisen das. Ein kräftiger Druck auf den Augapfel oder ein heftiger Schlag auf den Hinterkopf lösen zum Beispiel auch ein prächtiges Farbenspiel aus. Ein wunderbarer Traum, ein Rausch oder manche Krankheit können das Farbempfinden komplett verändern. Die Netzhaut des Auges, besteht aus ca. 100 Millionen Stäbchen, durch die wir Helligkeitsstufen unterscheiden können, und ca. 6 Millionen Zäpfchen, die das Farbsehen ermöglichen. Im Prinzip bestehen diese Zapfen aus winzigen Zellen, die auf die Farben Gelbgrün, Gelb und Ultramarin reagieren. Da die Zäpfchen für ihre Arbeit mehr Licht benötigen als die Stäbchen, wirkt in der Dunkelheit alles farblos. Versuchen Sie einmal, in der Nacht die Farbe eines Autos zu erkennen. 

Was ist Licht?

Um Farben wahrnehmen zu können, brauchen wir Licht. Licht, das unsere Sinne, in erster Linie natürlich die Augen, stimuliert. Farbiges Licht kann entweder direkt von einer Lichtquelle wie zum Beispiel einer Farblampe stammen oder indirekt seinen Weg zu uns finden, wie etwa ein heller Lichtstrahl, der von einer blauen Tapete reflektiert wird. Wie auch immer, in beiden Fällen handelt es sich um Licht. Für die moderne Physik ist Licht entweder eine Teilchenstrahlung oder eine elektromagnetische Schwingung. Die Wellenlänge jeder Farbe kann so exakt berechnet werden, dass mit ihrer Hilfe die Zusammensetzung von Molekülen oder die Anordnung von Himmelskörpern definiert wird. Manchmal tauchen im Zusammenhang mit Licht auch die Termini „Frequenz“ und „Energieniveau“ auf. Gemeint ist damit, dass hochfrequente Wellen zwar eine kurze Wellenlänge aufweisen, trotzdem aber über viel Energie verfügen. Niederfrequente Farben hingegen haben bei einem niedrigen Energieniveau eine große Wellenlänge. Farblich und vereinfacht ausgedrückt, heißt das, dass hochfrequentes blaues Licht über fast doppelt so viel Energie verfügt wie niederfrequentes rotes Licht. Die unterschiedlichen Farben gehen stufenlos ineinander über. Ein gesundes Auge ist in der Lage mehrere Millionen von Farbnuancen zu unterscheiden. Eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Gönnen Sie sich einen Blick durch ein Prisma oder gedulden Sie sich bis zum nächsten Regenbogen, um das gesamte Farbspektrum genießen zu können. 

Kann die Haut Farben sehen?

Ja, kann sie. Verschiedene wissenschaftliche Experimente belegen das eindeutig. Versuchspersonen reagieren auf Farben, ob sie diese direkt sehen oder nicht. Zum Beispiel entspannt ultraviolettes Licht die Muskeln, während Infrarot den Muskeltonus erhöht. In beiden Fällen handelt es sich um Frequenzen, die das menschliche Auge gar nicht wahrnehmen kann. Ein Lichtimpuls wird erst ab einer bestimmten Dauer vom Auge wahrgenommen. Projiziert man einen kürzeren Impuls auf die Haut, zeigen wir trotzdem die bekannten Reaktionen. Wissenschaftler führten hierzu Tests mit Blinden durch und auch sie zeigen die gleichen körperlichen Reaktionen wie sehende Menschen. Wir besitzen also die erstaunliche Fähigkeit, Farben über die Haut erspüren zu können. Besonders unsere Handflächen und Fingerspitzen, aber auch Ellenbogen, Nasenspitze und die Zehen sind in der Lage, Farben zu unterscheiden. 

Farben in der Natur

Der wissenschaftliche Zweig, der sich mit der Wirkung von Farben auf Flora und Fauna beschäftigt, ist die Biomedizin. Sie hat bewiesen, dass Pflanzen Farben benutzen, um Bestäuber anzulocken. Insekten können besonders gut blaue Farbnuancen wahrnehmen. Aus diesem Grund kommen ultraviolette und blauweiße Blüten besonders häufig vor. Eine Pflanze, die auf Vögel und Schmetterlinge wartet, bevorzugt rote Farbtöne. Der Kreativität mancher Blumen sind keine Grenzen gesetzt. Die besonders Raffinierten im Pflanzenreich wechseln, nachdem sie erfolgreich bestäubt wurden, kurzerhand die Farbe ihrer Blüten. Folglich halten sie weitere potenzielle Besucher auf Distanz. Bei den Tieren sind Farben insbesondere bei der Partnerwahl wichtig. So versuchen zum Beispiel  Vogelmännchen durch ein beeindruckend buntes Federkleid eine willige Partnerin anzulocken. Die Unauffälligkeit der Weibchen hingegen ist überlebenswichtig für die Brut. Ein dezentes Braun tarnt die Eier weitaus besser als ein betörendes Rot. Ist der Nachwuchs geschlüpft, entscheidet bei vielen Vogelarten die Kehlfarbe über das Fütterungsverhalten. Diese Taktik beherrscht besonders eindrucksvoll der freche Kuckuck, der deswegen häufiger gefüttert wird als seine Nestgenossen, obwohl er eigentlich nicht ins Nest und außerdem zu einer anderen Art gehört. Auffällig ist, dass das weibliche Geschlecht im Allgemeinen Farbnuancen exakter unterscheiden kann als das männliche, was auch für uns Menschen gilt. Nur 0,5 % der Frauen haben Probleme beim Farbsehen, aber ca. 10 % der Männer. Und hier noch ein paar wissenswerte Versuchsergebnisse, die ich Ihnen ebenfalls nicht vorenthalten möchte: Kresse wird durch eine Bestrahlung mit grünem Licht strohig, durch rotes Licht bitter und entwickelt sich unter der Farbe Blau am besten. Legehennen, denen vorgegaukelt wird, dass zwei Tagphasen hintereinander kommen, legen täglich zwei statt nur einem Ei. Sogar das Fell von Tieren entwickelt sich je nach Beleuchtung unterschiedlich.