Die Geburt des Nexialismus - Edwin Gräupl - E-Book

Die Geburt des Nexialismus E-Book

Edwin Gräupl

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Beschreibung

Schon Robinson Crusoe sah sich vor der Aufgabe lebenswichtige Aufgaben lösen zu müssen. Dazu wäre ihm das Pfadfinder Handbuch der drei Neffen von Donald Duck sehr nützlich gewesen. Heute kann jeder mit einem Smartphone die Auskünfte erhalten, die früher den Besuch einer Bibliothek erfordert hätten. Davon wäre auch Sherlock Holmes begeistert gewesen, wie seine Nachfolger gern bestätigen. Was aber das Smartphone mit Robinson, Sherlock Holmes und Nexialismus zu tun hat, wird hier erzählt.

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Seitenzahl: 28

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Edwin Gräupl

Die Geburt des Nexialismus

Vorboten einer neuen Zeit

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Vorwort

Der Überlebenskünstler Robinson Crusoe

Zwischenspiel - die allgegenwärtige Desinformation

Die Zukunft von gestern

Die Evolution des Telefons

Gegen den Pessimismus

Wunder für TV Serien-Junkies

Glanz und Elend der Logik

Der Prozess

Hoffnung

Impressum neobooks

Vorwort

Hier soll es um alte Träume der Menschheit gehen, wie sie von so verschiedenen Menschen wie Athanasius Kircher und Gottfried Wilhelm Leibniz gedacht worden sind. Ramon Llull entwickelte – ähnlich wie in einigen Richtungen der Kabbalah – eine Methode durch Kombinatorik Neues zu erzeugen. Athanasius Kircher war ein Genie der Zusammenfassung und Integration von Details in das Ganze. Er war damit wahrhaft im ursprünglichen Wortsinn katholisch. Gottfried Wilhelm Leibniz ist aus unserer Sicht durch seine Erfindung des Binärsystems und einer mechanischen Rechenmaschine von größter Bedeutung.

Allen diesen Persönlichkeiten ist gemeinsam, dass ihr Interesse auf das Ganze gerichtet war und sie nach Mitteln suchten, dieses Ganze zu sehen, zu finden und darzustellen.

Diese Ideen europäischer Kultur wurden fruchtbar für die Phantasien der amerikanischen Science Fiction Literatur, die nach meiner Überzeugung in den vierziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts einen kreativen Höhepunkt erreicht hatte.

A.E. van Vogt erfand in seiner SF-Erzählung “The Voyage of the Space Beagle” in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Wissenschaft “Nexialismus”.

Darunter verstand er die Verbindung aller wissenschaftlichen Disziplinen zu einer praktisch anwendbaren Lösungsstrategie für Probleme aller Art.

Wenn sich auch die Philosophie als die wahre Universalwissenschaft versteht, so geschieht das üblicherweise immer im Versuch der Erzeugung eines umfassenden Erklärungsrahmens, der sich häufig als die “Antwort auf letzte Fragen”, nicht aber als anwendbare Technik versteht.

Die Naturwissenschaften bieten heute viele “effektive Theorien” an, die jeweils einen bestimmten Bereich der Realität mit hoher Genauigkeit (oft mathematisch) beschreiben, die aber über ihren Definitionsbereich hinaus nicht extrapoliert werden dürfen, da sie sonst Unsinn produzieren.

Es existiert keine umfassende Synthese dieser Theorien (“Theory of Everything”) und schon gar kein Konstruktionsrahmen für Problemlösungen.

Der Nexialismus müsste auf der Basis der kaum zusammenhängenden Einzelbilder der Realität, die von den “effektiven Theorien” geliefert werden, für gegebene Handlungsfragen einen Rahmen zur Erzeugung von Handlungsstrategien zur Verfügung stellen. Es geht dabei nicht um die epistemologische Universaltheorie, sondern um eine Anleitung, einen Weg zu einem gegebenen Ziel zu finden.

Also nicht “Wie sieht die Welt aus?” sondern “Wie gelange ich von hier nach dort?”

Der Nexialismus hat also nicht nur das Defizit der fehlenden Universaltheorie zu überwinden, sondern auch eine Strategie zu liefern, die jenseits des “Trial and Error” liegt, also eine “Erfindungswissenschaft”, wie sie sich Leibniz erträumt haben könnte.

Wesentlich ist für den Nexialismus seine Offenheit für Kreativität, bis hin zum Eklektizismus. Was zählt, ist der Erfolg.

In der griechischen Antike galt die Beschäftigung mit Mathematik oft als Wettbewerb kluger Männer der Oberschicht. Zu den Spielregeln dieser Elite gehörte es, das Arsenal der erlaubten Mittel genau festzulegen. Das entsprach ihrem Sinn für einen spannenden Wettkampf.

So sollte etwa ein beliebiger Winkel nur mit Zirkel und Lineal dreigeteilt werden, oder mit diesen Mitteln ein zu einem Kreis flächengleiches Rechteck konstruiert werden. Seit geraumer Zeit weiss man, dass das auf diese Weise nicht möglich ist; gerade deshalb lieferte es Denkspaß für Jahrhunderte.