Die gestohlene Stadt - Herbert S. Walter - E-Book

Die gestohlene Stadt E-Book

Herbert S. Walter

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Beschreibung

Zusammenfassung des Inhalts Wenn wir heute durch die Straßen deutscher Städte gehen, sehen wir ein verändertes Erscheinungsbild und wir spüren ein anderes gesellschaftliches Verhalten als noch vor ein paar Jahren, verursacht durch fremdländische Einflüsse. Wir erfahren ein schlechtes Benehmen und fehlende Dankbarkeit der Gäste in unserem Land, uns gegenüber, den Hilfe leistenden Deutschen. Es ist schmutziger, lauter, respektlos, rücksichtslos, egoistischer geworden.Diese gravierenden Unterschiede der Deutschen zu den hier im Zuge von Asylantenströmen eindringenden fremden Völker, einer Invasion gleichend, werden kritisch aufgezeigt. Unter den Eindringlingen aus dem arabischen Raum oder Afrika befinden sich Wirtschaftsflüchtlinge, Kriminelle und so genannte Gefährder. Dieser Zustand ist mit einer tickenden Zeitbombe zu vergleichen, denn sie bringen auch die fremden Lebensweisen, ihre Religionen und ihre Werte mit, die mit unseren nicht kompatibel sind. Das muss zwangsläufig zu Konflikten führen, die nicht zu vermeiden sind. Dort, wo sich die Eindringlinge bisher niederließen, veränderten sie das Umfeld. Die Umgebung dieser Häuser verdreckte zunehmend und orientalisierte sich. Bezirke sind mittlerweile so verkommen, dass Deutsche bereits von dort wegzogen. Die entstandenen Lücken wurden aber schnell von Ausländern geschlossen. Ein Teufelskreis ist in Gang gesetzt. Die Bürger dieser Stadt, fühlen sich um ihre Parkanlagen, Häuser, Straßen und Bezirke und Traditionen bestohlen. Es ist zum Teil nicht mehr ihre Stadt. Die Berichte von den Schauplätzen basieren auf eigenen Beobachtungen, Recherchen und Befragungen. An ganz konkreten Fällen und im Detail werden in diesem Buch Ereignisse und Erlebnisse beschrieben, manchmal mit drastischen Ausdrücken, teils zynisch bis sarkastisch oder ironisch, so, wie es die angestaute Wut und der Ärger gerade erforderlich machten, oder so, wie es gerade zur Situation passte. In einem Ausblick wird die Reise in die Zukunft beschrieben, wohin der Weg dieser Stadt führen kann, dabei wird die Problematik Klimaschutz und überbordende Bevölkerungsentwicklung ganz deutlich und kritisch angesprochen. Manche Passagen in diesem Buch sind nichts für feine Ohren und nichts für schwache Nerven.

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Seitenzahl: 169

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhalt

Vorwort

Kapitel 1:

Was macht eine deutsche Großstadt aus?

1.1 Die Geschichtete

1.2 Die Infrastruktur

Kapitel 2:

Was macht die deutsche Bevölkerung aus?

2.1 Die Herkunft

2.2 Die Werte

2.3 Die Erziehung

2.4 Das Mentalität

2.5 Das Bildungssystem

Kapitel 3:

Kann man eine Stadt stehlen?

3.1 Definition „stehlen“ im Allgemeinen

3.2 „stehlen“ im rechtlichen Sinne

3.3 „stehlen“ als Redewendung

3.4 „stehlen“ durch Verdrängung

Kapitel 4:

Invasion in einheimische ökologische Systeme und Populationen

4.1 ökologische Systeme, Populationen

4.2 Invasion in Populationen der Pflanzenwelt

4.3 Invasion in Populationen der Tierwelt

4.4 Wachstum und Invasion in menschliche Populationen

Kapitel 5:

Gestohlene Elemente einer Stadt

5.1 Parkanlagen

5.2 Häuser

5.3 Straßen

5.4 Bezirke

5.5 Tradition, Identität

Kapitel 6:

Statistiken, Grafiken, Zahlen, Daten

6.1 Deutschland

6.2 Meine Stadt

6.3 Muslime

6.4 Korruption

Aktuelles, Ausblick :

Fazit:

Anhang:

Vorwort

Damit Sie sofort wissen, mit wem Sie es zu tun haben: Geboren wurde ich in den fünfziger Jahren in dieser Stadt. Meine Eltern waren nicht reich, nach heutigen Verhältnissen waren sie eher arm. Mein Vater war Arbeiter und meine Mutter war Hausfrau, wie das zu dieser Zeit üblich war. Als mein Vater leider im Alter von nur siebenundzwanzig Jahren an einer Nierenkrankheit starb, war ich gerade vier Jahre alt. Wegen der fehlenden verwandtschaftlichen Unterstützung konnte meine Mutter anfangs nicht arbeiten gehen, weil meine jüngere Schwester und ich noch viel zu jung waren, um allein bleiben zu können. Erst später, als sie uns schon zeitweilig allein lassen konnte und eine Nachbarin auf uns aufpasste, wenn wir aus der Schule kamen, verdiente sie in einer Näherei gerade so viel, dass wir keine Unterstützung mehr von der Wohlfahrt brauchten.

Seit ich mich bewusst erinnern kann, ging es mir zu dieser Zeit immer gut, obwohl wir weniger Geld als andere Familien hatten. In einer Straße, praktisch um die Ecke gelaufen, wie man bei uns sagt, wohnten meine Großeltern. Meine Großmutter hat mich übertrieben geliebt, sagt meine Mutter heute, und diese „Sonderbehandlung“ bekam mir jedenfalls gut. Ihr damaliges Verhalten mir gegenüber kann ich aber jetzt als Erwachsener nachvollziehen und verstehen, da sie in mir ihren einzigen Sohn sah, der viel zu früh verstorben war. Mein Großvater hat nie viel geredet, daran kann ich mich gut erinnern, aber immer dann, wenn ich Fragen hatte, war er für mich da und beantwortete alle meine Fragen geduldig. Aus heutiger Empfindung würde ich sagen, dass er distanziert liebevoll war. Dass er nicht so lebensfroh wie meine Großmutter war, diesen Grund erfuhr ich erst viel später. Er hatte nämlich Magenkrebs, und starb daran als er gerade sechzig Jahre alt war und ich gerade einmal zehn. Wie ein Taschenmesser funktioniert, wie man ein Schwein füttert, wie der Hühnerstall ausgeharkt wird und was ein Junge noch so alles wissen muss, das zeigte er mir nach und nach. Unmerklich für mich vermittelte er mir dabei Werte, die mein Leben prägen sollten. Werte wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Respekt anderen Menschen gegenüber und mehr. Zu meinen Großeltern ging ich immer gerne hin, unter anderem weil dort zwei Freunde von mir im gleichen Alter wohnten. Zwar ging ich auch manchmal zu anderen Schulkameraden zum Spielen, aber hier hatte ich die zwei richtigen Freunde, das ist ein großer Unterschied. Mit richtigen Freunden teilt man Geheimnisse, tut verbotene Dinge, die einander zusammenschweißen, verteidigt seinen Freund vor Feinden, tickt gleich.

Was aus uns Freunden geworden ist, erzähle ich noch später.

Nach meiner Schulzeit ging ich in die Lehre, denn ich wollte Fernsehtechniker werden. Ich hatte zwar keine Ahnung, was mich in einer Handwerkerlehre erwartet, aber Fernsehtechniker hörte sich erst einmal gut an. Mein Chef fragte mich beim ersten Vorstellungskontakt, was für eine Note ich im Rechnen hätte, mehr nicht. Ich sagte, dass ich die Note „gut“ auf dem Zeugnis hätte. Das war es, mehr nicht, mehr wollte er nicht wissen. Ich durfte die Lehre beginnen. Mein Chef war streng, und ich lernte neben der Fernsehelektronik unter anderem auch Geduld, korrektes Arbeiten, Disziplin und Ordnung. Nach der Lehre, ich war jetzt Geselle, wurde ich zur Bundeswehr eingezogen und kam in eine technische Einheit bei der Luftwaffe, wo es mir gut gefiel. Ich entschied mich, Zeitsoldat zu werden. Mit einundzwanzig Jahren heiratete ich meine jetzige Frau und wir bekamen zwei Söhne. Während einer sechzehn Monate währenden Ausbildung in den USA, bezogen wir dort ein kleines Haus in dem wir uns wohl fühlten. Im Anschluss zogen wir nach Niedersachsen an den Standort meiner militärischen Einheit. Auch an diesem Ort hatten wir ein schönes Leben, es gefiel uns gut mit netten Freunden. Nach der Bundeswehr, ich war zwölf Jahre dabei, absolvierte ich ein Studium der Nachrichtentechnik mit Abschluss als Diplom-Ingenieur. Direkt im Anschluss arbeitete ich bei der Deutschen Telekom AG in der Technik und im Qualitätsmanagement bis zu meiner Pensionierung.

Einer meiner beiden Jugendfreunde arbeitete bis zu seiner Rente als Schlosser bei einer ortsansässigen Firma, der andere wurde Realschullehrer in unserer Stadt. Unsere Wege kreuzten sich im Laufe unseres Lebens mehrmals, aber die unterschiedlichen beruflichen Laufbahnen führten uns leider immer wieder auseinander, so dass es nur noch bei gelegentlichen freundschaftlichen Treffen blieb.

Ich gehöre keiner Partei an und denke eher konservativ als dass ich politisch zu einem linken oder extrem rechten Flügel tendiere.

In einigen Passagen des Buches könnte man den Eindruck gewinnen, ich sei mit meiner Einstellung gegen Ausländer gestimmt, aber das ist nicht so.

Ich habe überhaupt nichts gegen Ausländer, ganz im Gegenteil. Im Studium harmonierte ich sehr gut mit Kommilitonen, die Ausländer waren. In den USA hatte ich Afroamerikaner als Ausbilder, die ich respektierte und Mexikaner waren dort meine netten Nachbarn. Sympathische Holländer und Belgier lernte ich als Lehrgangsteilnehmer kennen und meine jetzigen Nachbarn sind Polen, mit denen wir uns regelmäßig zu freundschaftlichen Gesprächen treffen.

Ich habe auch nichts gegen andere Religionen. Jeder darf beten an wen oder was er will, solange er mir nicht seinen Glauben aufzwingen will und so lange er unser Grundgesetz achtet und dieses vor seine Religion stellt. Ich fühle mich trotz meiner christlich geprägten Erziehung jetzt als Erwachsener eher als Agnostiker. Das schließt das Leben nach unseren Traditionen, die ich achte und lebe, nicht aus.

Mir geht es hier in meinem Buch unter anderem erstens um das von mir in letzter Zeit festgestellte schlechte Benehmen, dem fehlenden Anstand, der fehlenden Achtung und der fehlenden Dankbarkeit der „Gäste“ in unserm Land uns gegenüber, den Hilfe leistenden Deutschen.

Meine Berichte basieren auf eigenen Beobachtungen, Befragungen und Erfahrungen der letzten Jahre in meiner Stadt.

Und wenn das Negative in den Beschreibungen auffälligerweise Menschen betrifft, die mehrheitlich aus muslimischen Ländern stammen, dann ist das eben eine Tatsache. Was soll ich daran schön schreiben, so dass dieser Eindruck nicht entsteht?

Man soll die Dinge beim Namen nennen und nicht rumeiern, wie es hier in der Region heißt.

Und zweitens geht es mir um die spürbaren und messbaren negativen äußeren Entwicklungen in meiner Stadt. Beide Ursachen waren dann auch der Anlass für dieses Buch.

Und darum geht es im Folgenden:

Einiges in dieser Region und in meiner Stadt entwickelte sich gut, das war der Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau und das war die Reduzierung der Schwerindustrie im Allgemeinen. Die Luft wurde messbar besser und die Städte wurden grüner. Waldgebiete, Revierparks und begrünte ehemalige Abraumhalden entwickelten sich immer mehr zu Naherholungsgebieten. Den Menschen des Reviers und dieser Stadt ging es immer besser. Der Strukturwandel vollzog sich positiv und entwickelt sich immer noch weiter.

Anderes jedoch in dieser Region entwickelte sich dagegen nicht so positiv, eher negativ, nein eher sehr schlecht. Das sollte dann auch der Grund für mich werden, diese Veränderungen aufzuschreiben.

Ich meine damit die negativen fremden (nicht deutschen) Einflüsse, die in unserer Wertegemeinschaft, bildlich gesprochen, wie eine schleichende Krankheit, wie Krebs, mehr und mehr Wirkung zeigen.

Wenn wir heute durch die Straßen deutscher Städte gehen, sehen wir ein anderes Erscheinungsbild als noch vor ein paar Jahren.

Woher kommt der Wandel? Wer hat den Wandel verursacht?

Diese Fragen werde ich hoffentlich in diesem Buch beantworten.

Dieses Buch ist nicht so sehr von Messungen, Beweisen und Gesetzen gestützt, sondern wie ich schon erwähnte, eher von persönlichen Beobachtungen, Befragungen, Zitaten und meinen Schlussfolgerungen daraus. Ein paar statistische Zahlen möchte ich Ihnen allerdings dennoch nicht vorenthalten.

Von Beginn an war es meine Absicht, so verständlich zu schreiben, dass es jeder verstehen kann, denn: Das Buch ist für die Straße geschrieben und nicht für das Regal.

Doch dazu im Einzelnen mehr in den folgenden Kapiteln.

Kapitel 1

Was macht eine deutsche Großstadt aus?

1.1 Die Geschichte

Um deutlich zu machen, was und von wem etwas in einer deutschen Stadt gestohlen werden kann, denn der Buchtitel heißt ja: „Die gestohlene Stadt“, muss ich die wesentlichen Merkmale einer deutschen Großstadt und deren Bevölkerung voranstellend beschreiben.

Dazu ist es nötig, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, sowohl bei der Entwicklung der Stadt, als auch bei den Deutschen als Volk.

Da Deutschland bis ins neunzehnte Jahrhundert noch aus vielen eigenständigen Königreichen und Herzogtümern bestand, waren auch dementsprechend die Baustile der Städte dadurch sehr unterschiedlich geprägt. Je nach Landesteil oder Himmelsrichtung, wurden entweder Steinbauten oder Fachwerkhäuser mit den unterschiedlichsten Bedachungen errichtet.

Wir finden unter den Großstädten Hauptstädte der Adelsherrscher wie Dresden oder die Handels- und Hansestädte wie Hamburg, Bremen und Leipzig wieder oder auch Domstädte, wie Köln.

Die heutigen Großstädte sind häufig durch das Zusammenwachsen kleinerer Ortschaften, Vororte oder Dörfer entstanden, wobei die Ortsteile der heutigen Großstädte oft ihren eigenständigen Charakter behalten haben. Meistens hat sich einer dieser Ortsteile dann zu einem gemeinsamen Stadtzentrum entwickelt.

Die Großstädte im Ruhrgebiet entwickelten sich rasant, so rasant, dass sie sozusagen ineinander wuchsen. Es verläuft eine Stadtgrenze an der anderen Stadtgrenze, so, als sei es nur noch eine einzige riesige Großstadt an Rhein und Ruhr, einer Metropole gleichend. Es gibt zwar hier und da einen Städte übergreifenden Verkehrsverbund und einen Regionalverbund Ruhr, aber die selbstständigen Großstädte haben immer noch eigene Verwaltungen und eigene Oberbürgermeister. Es herrscht hier also leider immer noch ein gewisses Kirchturmdenken. Das Wachstum geschah in dieser Region deshalb so schnell, weil die Steinkohlezechen wie Pilze aus dem Boden schossen und dadurch der Bedarf an Bergleuten enorm groß war. Durch das Anwerben von Gastarbeitern, so nannte man damals die angeworbenen Arbeiter aus anderen Ländern, konnte aber dieser Bedarf gedeckt werden.

Diese so genannten Gastarbeiter wiederum heirateten in vielen Fällen deutsche Frauen und siedelten sich logischerweise dann hier auch an. Dadurch wurde zwangsläufig immer mehr zusätzlicher neuer Wohnraum gebraucht und die Folge war, die Städte wuchsen und wuchsen.

Was sind die Hauptmerkmale einer gewachsenen Großstadt im Ruhrgebiet?

Was haben diese Städte in der Region gemeinsam? Und schließlich: Was sind die Unterschiede zu Städten im Ausland, die unsere Städte so stehlenswert, so attraktiv macht?

Kennzeichnend für diese deutschen Städte ist es, dass sie eine kompakte Form der Innenstadt besitzen, oft ist es die Altstadt, in der sich die Geschäftsstraße befindet, meist ist es eine Fußgängerzone. Dementsprechend alt – weil Altstadt - ist auch die Bausubstanz der Häuser in diesen Straßen. Die Häuser wurden so umgebaut, dass unten die Geschäfte mit großen Schaufenstern die Kaufwilligen einladen und in den oberen Etagen befinden sich dann die Mietwohnungen. Mit ihrer Vielzahl an unterschiedlichen Geschäften ist die Einkaufsmeile wie ein Magnet in der Stadt. Filialen großer Modeketten, Parfümerien und Schuhgeschäften, finden wir hier ebenso wie kleinere Einzelhandelsläden, Eisdielen und Imbissbuden. Kaufhäuser, wie es sie früher in jeder Großstadt gab, sterben dagegen langsam aus. Der Onlinehandel verändert das Einkaufsverhalten und damit auch die Charakteristik der Geschäftswelt in den Städten.

Die Straßen der Innenstädte sind in der Regel engmaschig angelegt und haben in vielen Fällen nur wenige Parkmöglichkeiten. Zur Lösung oder Abmilderung dieses Problems wurden deshalb Parkhäuser direkt in und in der Nähe der Innenstädte gebaut.

In allen Stadtteilen finden wir sowohl reine Wohnsiedlungen, als auch Gewerbegebiete und Mischgebiete, weil die Stadtteile ja in der Vergangenheit jeweils eigene Entwicklungen durchliefen.

Nach dem Bombenhagel im zweiten Weltkrieg, der das Ruhrgebiet stark getroffen hat, sind aber trotzdem noch viele alte Häuser unversehrt geblieben. Ganze Stadtbezirke existieren noch unzerstört.

An den Stadträndern, in der Nähe von Freiflächen oder auch in Bezirken mit erhaltener alter Bausubstanz stehen sogar noch einzelne Fachwerkhäuser mit eingearbeitetem Errichtungsjahr, ansonsten sind es in diesen alten Vierteln Altbauten aus Stein, die geschätzt hundert Jahre alt sind und teilweise jetzt noch mit Steinkohle beheizt werden. In manchen Häusern wurden Nachtspeicheröfen eingebaut, die den preiswerteren Nachtstrom nutzen. Diese alten Häuser sind dann auch nicht gegen Wärmeverlust gedämmt. In den Treppenhäusern sind noch die original alten Holztreppen unter den Schuhsohlen spürbar, weil sie mittlerweile doch schon sehr ausgetreten sind. In diesen Häusern leben die ärmeren Bürger der Stadt, die sich gerade noch die Miete leisten können. Moderne Wohnungen sind für sie unerschwinglich.

Agrarflächen finden wir nur noch selten in den Großstädten, und wenn, dann sind es kleinere Flächen, die noch nicht in Bauland umgewidmet worden sind.

Moderne Wohnsiedlungen, die auf eben diesen ehemaligen Agrarflächen entstanden, sind nach den neuesten Standards erbaut worden. Diese Häuser sind mit dem Wissen und den letzten Erkenntnissen der modernen Technik gegen Wärmeverlust gedämmt. Sie werden zum Beispiel mit Gasthermen in der so bezeichneten Brennwerttechnik beheizt.

Sehr gut erhaltene Zechensiedlungen oder auch Bergmannssiedlungen genannt, mit ihren charakteristischen Baustilen, finden wir als Vorzeigeviertel auch in dieser Stadt. In einer solchen Siedlung hat sich ein Bekannter von mir ein Haus gekauft. Die ganze Siedlung steht unter Denkmalschutz, weil man diese charakteristische Bauart unbedingt der Nachwelt erhalten will. Hier steht ein Stück Geschichte, aber nicht wie in einem Bildband beschrieben, sondern wirklich zum anfassen. Es sind Backsteinhäuser mit Kohlenkellern und den typischen Ställen im Hof hinter den Häusern. An allen Häusern hier in dieser Siedlung dürfen ohne Genehmigung natürlich keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Die Fenster sind zwar modern und gut gedämmt, müssen aber der Optik der damaligen Zeit der ersten Errichtung entsprechen. Jedes Haus hat auch ein Stück Land, auf dem man früher Kohl, Bohnen, Möhren Kartoffeln für den Eigenbedarf angebaut hat, heute sind es Gärten mit einer Rasenfläche, einem Gartenhäuschen und auf jeden Fall mit Grillecke. Wenn man in diese Siedlungen hinein fährt, glaubt man sich zeitlich zurück versetzt. Nur die modernen Autos vor den Häusern holen einen in die Jetztzeit zurück.

In anderen Bereichen der Stadt stehen Häuserblocks, die kurz nach dem zweiten Weltkrieg errichtet wurden, um schnell neuen Wohnraum zu schaffen. Diese Häuser hatte man absichtlich kostengünstig konzipiert, drei- bis vierstöckig hochgezogen, einfach verputzt, ohne Wärmdämmung und sie besitzen keinen Komfort. Sie sind nicht sehr schön anzusehen, weil sie eben nur auf Funktion ausgerichtet erbaut wurden.

Schlimmer dagegen jedoch erscheinen die riesigen Wohnblocks oder Wohnviertel, die Kasernenanlagen gleichen und von großen Wohnungsbaugesellschaften gebaut wurden und verwaltet werden. Manche von diesen Wohnblöcken werden auch als Bausünden der sechziger Jahre bezeichnet. Diese gibt es in jeder Stadt der Region, und nicht nur in dieser Region sondern in ganz Deutschland.

In Mischgebieten und sogar in reinen Gewerbegebieten sieht man allerdings auch Straßenzüge mit Eigentumswohnungen in größeren gepflegten Wohnhäusern mit genau so gepflegten Grünanlagen darum, ebenso wie Reihenhäuser oder Doppelhaushälften.

Sehr gut Verdienende bis Wohlhabende in dieser Stadt wohnen natürlich in reinen Wohngebieten ohne Durchgangsverkehr in einzeln stehenden Architektenhäusern, die von großen, gepflegten Vorgärten umgeben sind.

Trotzdem die Großstädte, wie schon gesagt, im Ruhrgebiet nahezu zu einem einzigen Ballungsgebiet verschmolzen sind, so blieben sie politisch eigenständige Kommunen mit Theatern, Museen, Freibädern, besser gesagt Spaßbäder, Zoos, Kinos, Bibliotheken und anderen vielfältigen Kulturangeboten. Zur Naherholung können die Bürgern Parkanlagen und Grüngürtel nutzen.

Das soziale Gefälle in den Städten:

In manchen Städten haben sich so bezeichnete „Nordstädte“ oder „Südstädte“ gebildet. Diese Ausdrücke haben sich im Laufe der Zeit und je nach der jeweiligen Entwicklung dieses Stadtteils so festgesetzt. In der einen Welt lebt das Prekariat, die Unterschicht, das sind die gesellschaftlich Abgehängten, aber auch Alte mit kleinen Renten. In der anderen Welt wohnen die gut Situierten der Mittelschicht und gehobenen Mittelschicht.

Die „Nordstädte“ waren schon des Öfteren Kulisse in Kriminalfilmen, die in dieser Region spielten. Das Milieu wurde zwar oft zutreffend gut dargestellt, aber die schönen Bereiche des jeweiligen Stadtteils, die es auch gibt, wurden überhaupt nicht gezeigt. Das verfälscht selbstverständlich die gesamte Darstellung und hinterlässt beim Zuseher einen negativen Eindruck, der sich als Vorurteil festsetzen kann.

Und Vorurteile können sich lange halten.

Weitere Charakteristiken einer Großstadt im Ruhrgebiet und natürlich auch in anderen Städten Deutschlands sind:

* Der christliche Einfluss

* Halden, Industrie- und Zechenbrachen

* Der Einfluss der Stadtverwaltung auf die öffentliche Ordnung

Der christliche Einfluss:

Der christliche Einfluss ist überall zu spüren. Gehen Sie durch die Stadtteile und sie sehen Kirchen der beiden Konfessionen. Sie dominieren ihre Umgebung durch Größe und Erscheinung. Sie strahlen etwas Erhabenes aus, dem man sich nicht so ohne weiteres entziehen kann. Auf mich wirkt das wie ein drohender Finger, der uns an unsere christlichen Wurzeln erinnern soll und gleichzeitig auch wie ein Bunker, der uns Schutz anbietet. Wir sollten darauf achten, dass dieser Einfluss nicht durch unsere eigene Gleichgültigkeit verloren geht.

Halden, Industrie- und Zechenbrachen:

Speziell hier im Ruhrgebiet wurden viele Abraumhalden, die beim Kohleabbau entstanden, begrünt, aufgeforstet und für den Bürger zur Naherholung umfunktioniert. Oben auf jeder dieser Halden ist ein Blick zum Genießen über das Ruhrgebiet ein MUSS.

Neben den Halden hat jede Stadt auf ihrem Gebiet auch Zechenbrachen, die teilweise schon so umgestaltet wurden, dass sie als Freizeitparks fungieren.

Aber es gibt auch immer noch die Industriebrachen, die auf eine Umgestaltung warten. Auf den riesigen, verlassenen ehemaligen Werksgeländen stehen noch Bauruinen und heruntergekommene ehemaligen Werkshallen.

Die Stadtverwaltungen:

In allen Stadtverwaltungen sind in deren Organigrammen die Fachbereiche und Dienststellen für die öffentliche Ordnung, Ordnungsdienste, Straßenunterhaltung, Stadtgrün, Abwasser, Müllabfuhr fest verankert. In diesen Fachbereichen arbeiten die Spezialkräfte, um ein sauberes, sicheres, hygienisches Leben in den Städten zu gewährleisten. Finanziert wird das Ganze durch die verschiedenen Steuereinnahmen des Bundes indirekt, der Bundesländer und der Kommunen selbst.

Im Wesentlichen waren das aus meiner Sicht die kennzeichnenden Eigenschaften und Hauptmerkmale fast aller deutschen Großstädte und speziell der Städte im Ruhrgebiet. Trotz all der sich ähnelnden oder gleichenden Grundstrukturen, so haben sie doch noch alle ihr eigenes unverkennbares Profil.

Das Ausland:

Ein kleiner Blick auf die Städte in anderen Ländern soll die wesentlichen Unterschiede zu unseren Städten hervorheben. Dieser kleine Blick ist natürlich nur eine Stichprobe und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Das würde dann der Stoff für ein neues Buch sein.

Die Großstädte, zum Beispiel in den USA oder den arabischen Ländern, sind ganz anders aufgebaut. Sowohl in der Geometrie, der Infrastruktur, dem Baustil, als auch dem Baumaterial, unterscheiden sie sich von unseren Großstädten. Diese Unterschiede möchte ich, wie oben erläutert, aber nur kurz beleuchten.

Städte in den USA kenne ich aus persönlichen Besuchen.

In den USA, vor allem im Süden, sind die Häuser für unsere Verhältnisse in Leichtbauweise aus Stein errichtet, manchmal mit Holzskelett und manchmal nur aus Holz, nicht gegen Wärmeverlust gedämmt und in flacher Form. Die Klimaanlagen sind einfach und kühlen mit Wasser, weil das im trockenen Süden durch das Verdunstungsprinzip gut funktioniert. Schon ein zweistöckiges Haus in den Vororten oder Randbereichen der Städte nennt man Townhouse. Es gibt Straßen mit größeren Einfamilienhäusern, die in massiverer Steinbauweise etwas weiter entfernt von der Straße nach hinten gebaut sind. Die Flächen davor, ich nenne sie einmal nicht Vorgärten, sind gepflegte und gut gewässerte Rasenflächen. In der ursprünglichen Altstadt, der Downtown, stehen dagegen auch richtige Hochhäuser, so wie wir sie aus amerikanischen Filmen kennen. Die Straßen sind schachbrettartig und großzügig in der Breite angelegt. Die Flächen zwischen den Straßen sind mit Wohnhausblocks bebaut.

Die Infrastruktur, auch was Telefon und Stromleitungen angeht, ist oft oberirdisch angelegt, ganz anders als bei uns.

Ich habe dort auch Busse gesehen, aber der öffentliche Nahverkehr, so wie wir ihn aus unseren Städten kennen, den gibt es da nicht in der Weise, wie bei uns, außer in den ganz großen Städten mit U-Bahn. Dort, in diesem „freiesten“ aller Länder dominiert der Individualverkehr.

Schon allein nur diese wenigen kennzeichnenden Punkte heben die Unterschiede zu unseren Städten deutlich hervor.

Die Städte der arabischen Welt kenne ich nur aus Berichten meiner Verwandten, Bekannten und aus Reiseberichten, die im Fernsehen gesendet wurden.

Das soll dann auch die Basis für die folgende Beschreibung der wichtigsten Merkmale einer Stadt dieser Region sein.