Die Kunst der Aquarellmalerei – das große Watercolor-Grundlagenwerk - Rabiyat Alieva - E-Book

Die Kunst der Aquarellmalerei – das große Watercolor-Grundlagenwerk E-Book

Rabiyat Alieva

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Beschreibung

Die strahlende Schönheit der Aquarellmalerei von Rabiyat Alieva – vielen besser bekannt als "rabi__rabi" bei Instagram (360.000 Follower) – zieht Betrachter*innen automatisch in ihren Bann. Mit ihrem neuen Buch können Anfänger*innen und auch Fortgeschrittene die Kunstwerke von ihr nun endlich nachempfinden. Mit dem praktischen Grundlagenteil zu Farbtheorie, Perspektive bis hin zu Proportionen ist man bestens vorbereitet, um sich den traumhaft schönen Porträts, Stillleben und Landschaften zu widmen. Jedes Motiv wird Schritt für Schritt erklärt und die hilfreichen Tipps führen einen sicher zum Erfolg. Aquarell-Mal-Spaß garantiert! 20 beeindruckende Motive von der bekannten Künstlerin Rabi Alieva malen Mit detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen und vielen Tipps zur Aquarellmalerei Das umfassende Grundlagenwerk ist bestens für alle Anfänger*innen sowie Fortgeschrittene geeignet Zusätzlich sindGutscheincodes für zwei Online-Workshops der Autorin in dem Buch enthalten

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 144

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Rabiyat Alieva

Die Kunst der Aquarell malerei

Das große Grundlagenwerk

Beeindruckende Bilder malen – Alles zu Porträt, Landschaft, Natur

Mit 7 neuen Motiven

Impressum

Alle in diesem Buch veröffentlichten Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Verlags gewerblich genutzt werden. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung der Inhalte des Buchs ist untersagt und wird zivil- und strafrechtlich verfolgt. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die im Buch veröffentlichten Aussagen und Ratschläge wurden von Verfasserin und Verlag sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie für das Gelingen kann jedoch nicht übernommen werden, ebenso ist die Haftung der Verfasserin bzw. des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen.

Bei Fragen zur Produktsicherheit wenden Sie sich an

Edition Michael Fischer GmbH

Kistlerhofstr. 70

81379 München

[email protected]

Bei der Verwendung im Unterricht ist auf dieses Buch hinzuweisen.

Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß § 44b UrhG („Text und Data Mining“) zu gewinnen, ist untersagt.

EIN EBOOK DER EDITION MICHAEL FISCHER

1. Auflage 2025

© 2025 Edition Michael Fischer GmbH

Cover, Layout & Satz: Yvonne Witzan, Anna Fiedler, Johanna Knauer

Redaktion und Lektorat: Franziska Klorer, Saskia Hauck, Alexandra Eckl

Herstellung: Vivienne Koehn

Bildnachweis: alle Bilder von © Rabiyat Alieva, mit Ausnahme von: Lavendelstrauß S. 58: © LillGraphie/iStock; Kiefer S. 88: © Nosyrevy/iStock; Holzhintergrund: © Mike_O/Shutterstock; Blauer Aquarellklecks: © Le Panda/Shutterstock; Texturierter Hintergrund: © Texture background wall/Shutterstock.

ISBN 978-3-7459-3513-4

www.emf-verlag.de

Inhalt

Grundlagen

Material

Aquarellpapier

Aquarellfarben

Pinsel

Weitere Materialien

Farbe und Farbton

Der Farbkreis

Der Farbton

Farben mischen

Farben

Meine Farbpalette

Aquarellfarben verstehen

Das Wasser

Die Zeit

10 Aquarelltipps

Perspektive und Komposition

Perspektive

KOMPOSITION

projekte

Blätter und Blumen

Einführung: blätter

Lavendelstrauß

Magnolien

Pfingstrose

Bäume

Einführung: Bäume

Ein Baum mit Krone in der Nass-in-Nass-Technik

Fichte

Kiefer

Landschaft

Einführung: Himmel und Wolken

Sonnenuntergang am Strand

Berge im Nebel

Landschaft mit kleinem Haus

Birken im Wald

Lichtdurchfluteter Herbstwald

wasser

Einführung: Wie malt man Wasser?

Segelboot

Leuchtturm

stadtansichten

Einführung: die Stadtlandschaft

Morgens in Prag

Stadtstimmung – mit skizzenhaftem Charakter

Eine alte Tür aus Holz

Die alte Tür

Madeira

Die Laterne

Porträt

einführung: Porträt

Die Augen

Die Nase

Der Mund

Fünf Tipps für das Porträt

Die hautfarben

Lebendiges Porträt

Die junge Frau

Älterer Mann

Über die Autorin

Danksagung

Grundlagen

Als ich 14 Jahre alt war, suchte ich, wie alle Teenager, nach mir selbst, stellte Fragen und malte düstere Bilder. Dazu hat mein Vater einmal gesagt: „Es passieren ständig viele schlimme Dinge in der Welt. Wenn du also etwas erschaffst, warum schaffst du dann nicht etwas Schönes, das gute Emotionen und gute Gedanken auslöst.“ Seitdem sind viele Jahre vergangen. Diese weisen Worte trage ich jedoch immer noch als Leitfaden für meine Bilder in meinem Herzen und im Kopf.

Ich möchte dieses Buch meinem Vater widmen, dessen Liebe und Unterstützung mir geholfen haben, an mich selbst zu glauben.

Material

Im Folgenden möchte ich anhand meiner persönlichen Erfahrungen und Vorlieben eine kleine Einführung zum Material beim Aquarellmalen geben. Diese Materialkunde dient zur Orientierung und Inspiration, denn natürlich hat jeder Künstler seine eigenen Vorlieben für die Materialien, mit denen er oder sie gerne arbeitet. Die Wahl des richtigen Papiers oder Pinsels kann Ihnen viel Arbeit ersparen und ist für gewisse Techniken auch entscheidend.

Aquarellpapier

Aquarellpapier unterscheidet sich in Zusammensetzung, Textur und Dichte. Insbesondere sollten Sie darauf achten, dass das Papier naturweiß ist, d. h. ohne optische Bleiche, und damit auch ohne Säuren hergestellt wurde, denn auf naturweißem, säurefreiem Papier bleibt Ihre Arbeit länger erhalten.

Die Zusammensetzung

100 % Zellulose

Dieses Papier ist nicht teuer und es eignet sich gut für Studien, Skizzen und zum Üben. Die Farben werden von Zellulosepapier kaum absorbiert, weshalb sie sehr hell stehen bleiben.

Gemischte Papiere

Es gibt zwei Sorten von sogenanntem gemischten Papier: Baumwolle + Zellulose und Baumwolle + Bambus

100 % Baumwolle

Dieses Papier nimmt Wasser gut auf und speichert Feuchtigkeit für eine lange Zeit. Baumwollpapier kann mehrschichtige Technik, insbesondere auch die Nass-in-Nass-Technik, gut vertragen. Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, kann die Farbe leicht einfach wieder vom Baumwollpapier abgewaschen werden.

Die Farbe verliert jedoch an Glanz, da das Pigment in das Papier einsinkt. Dies ist bei der Festlegung der Farbe oder dem Auftragen einer zweiten Schicht zu berücksichtigen.

Aquarellpapier kann als Einzelblatt, Block, in Form von Klebebindungen, Skizzenbüchern und Rollen in verschiedenen Größen erworben werden. Ich bevorzuge Aquarellpapier in professioneller Qualität, 100 % Baumwolle, 300 g/m

2

, kaltgepresst.

Dichte

Die (Papier-)Dichte, auch als Papiergewicht oder Papierstärke bezeichnet, bemisst sich als Masse pro Fläche. Aquarellpapier wird in verschiedenen Dichten von 185 g/m2 bis 640 g/m2 hergestellt. Papier mit einer Dichte von 300 g/m2 gilt als optimal. Von Papier unter 250 g/m2 rate ich Ihnen ab, da es sich beim Farbauftrag leichter verformt und so unschöne Wasser- bzw. Pigmentflecken entstehen können.

Textur

Kaltgepresstes Papier

ist das beliebteste Aquarellpapier bei Künstlern. Es besitzt eine universelle, eher rauere Struktur, die für jede Technik geeignet ist.

Heißgepresstes Papier

eignet sich besonders gut für akribische Detailmalerei, Porträts, botanische Aquarelle und Lasuren. Unter anderem auch durch die heiße Pressung formt sich eine eher glatte Struktur.

Kerniges, grobes oder handgeschöpftes Papier

eignet sich für große Formate, Landschaften und liefert schöne Effekte.

Aquarellfarben

Aquarellfarben sind in Tuben, Schalen und Näpfchen erhältlich. Die meisten professionellen Künstler arbeiten mit Farben in Tuben. Diese Farben sind bereits nass, was ihre Anwendung, insbesondere bei großformatigen Arbeiten, erleichtert. Farben in Schalen und Näpfchen sind klein und leicht, sodass sie sich gut für das Malen im Freien eignen – sie sind schnell eingepackt und Sie müssen kein großes Gewicht tragen.

Egal für welche Art von Farbe Sie sich entscheiden, ich empfehle Ihnen, professionelle Farben, d. h. Farben in Künstlerqualität, zu kaufen. Bevorzugen Sie das Arbeiten mit einer gut sortierten hochwertigen kleinen Palette (Farbauswahl) gegenüber einer großen Menge an minderwertigen Farben, denn professionelle Aquarellfarben bestehen aus gereinigten Pigmenten, wodurch die Farbe rein und satt auf dem Gemälde steht. Preiswerte Studienfarben enthalten in der Regel weniger Pigmente und, je nach Hersteller, auch Füllstoffe. Bei der Schmincke AKADEMIE® Studienfarben-Serie werden ausschließlich Pigmente, jedoch keine Füllstoffe, verwendet. Malanfänger greifen oftmals zu Studienfarben aufgrund des geringeren Preises. Deren geringere Pigmentdichte gegenüber hochwertigeren Farben lässt sie jedoch im Laufe der Zeit etwas verblassen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Lichtechtheit. Die Lichtechtheit ist eine Pigmenteigenschaft, bezieht sich auf die Beständigkeit einer Farbe bei längerer Beleuchtung, insbesondere bei Sonnenlicht, das einen hohen UV-Anteil hat, und kann nicht verändert werden. Je höher die Lichtechtheit, was bei professionellen Farben (Beispiel Schmincke HORADAM® Serie) der Fall ist, desto länger bleiben Ihre Farben brilliant. Es wäre sehr schade, wenn Ihre Meisterwerke aufgrund minderer Farbqualität schnell verblassen. Sie sollen Ihnen und den Betrachtern möglichst lange Freude schenken.

Ich verwende Farben verschiedener Hersteller. Es gibt Farben, die mir im Laufe der Jahre besonders gut gefallen haben. Auch Sie werden irgendwann Ihre Favoriten und Lieblings-Farbkombinationen haben.

AquarellFarben in Tuben

AquarellFarben im Kasten

Wir unternehmen nun einen kurzen Ausflug in die Welt der Pigmente: Pigmente sind unlösliche Farbpartikel, die sich unter anderem über ihre chemische Zusammensetzung, Farbe, Transparenz und Lichtechtheit definieren. Ein Pigment wird in der Regel von den Herstellern nach der folgenden Nomenklatur bezeichnet: Bsp. „PB28“, Kobaltblau hell (Farbcode Nr. 487 bei Schmincke HORADAM, wobei andere Hersteller für das gleiche Pigment eine andere Nummer verwenden). Hier bedeutet „P“ Pigment, „B“ Blau (als generelle Farbnuance) und „28“ eine von der American Society for Testing and Materials (ASTM) vergebene individuelle Indexnummer. Stehen mehrere solcher Abkürzungen auf einer Farbe, dann sind auch mehrere Pigmente enthalten.

Für das Malen im Freien benutze ich einen Satz Aquarell­farben im Kasten von Schmincke. Dabei habe ich zu etwa gleichen Teilen warme und kalte Farben im Satz, deren Position im Farbkasten ich nie verändere, da ich ihre Anordnung inzwischen im Gedächtnis habe und so beim Malen gar nicht mehr auf den Kasten schauen muss. Zudem rate ich Ihnen dazu, die Farben bereits, bevor Sie aufbrechen, mit Wasser zu besprühen, da Sie später dann direkt mit dem Malen beginnen können. Das Gute an diesem Set ist, dass Sie keine zusätzliche Palette mit sich herumtragen müssen, da sie sich bereits im Kasten befindet.

Beim Arbeiten mit Tubenfarben hingegen benötigen Sie eine Palette. Die Palette sollte ausreichend Platz zum Auspressen der Farben und zugleich eine große Fläche zum Mischen der Farben bieten – ich selbst verwende eine sehr günstige, dafür aber große und leichte Kunststoffpalette.

Hier noch ein kleiner Tipp: Zum Mischen Ihrer Farben empfehle ich eine weiße Unterlage (Palette) zu verwenden, da ein farbiger Untergrund Ihre Farbwahrnehmung verfälschen kann.

Zusätzlich zu den Aquarellfarben habe ich eine weitere „Assistentin“: weiße Gouache.Es gibt viele widersprüchliche Meinungen über die Verwendung von Gouache. Künstler treffen ihre eigenen, individuellen Entschei-dungen – Sie sind Künstler, also entscheiden Sie. Ich persönlich liebe Gouache und ver-wende sie gerne. Natürlich habe ich mit der Zeit gelernt, keinen großen Fleck Gouache auf meinen Aquarellen zu platzieren, der wie etwas Fremdes auf dem Gemälde aussieht. Übung macht den Meister.

Für die Aquarellmalerei gibt es viele verschiedene Pinsel. Sie sollten weich sein und Wasser gut abgeben und aufnehmen. Gleichzeitig ist Elastizität wichtig, damit die Spitze auch im nassen Zustand spitz bleibt. Aquarellpinsel variieren in Größe, Form und Haartyp. Die Pinselhaare bestehen aus Naturhaar oder aus Kunstfasern, die so hergestellt werden, dass sie die Eigen­schaften von Naturhaar imitieren.

Zusammensetzung

Die für mich besten Aquarellpinsel bestehen aus Feuerwiesel- und Zobelhaar. Sie halten das Wasser gut, er­möglichen perfekte Striche und haben zudem eine lange Lebensdauer.

Pinsel mit Kunsthaar haben eine sehr schöne Spitze, sind damit für die Ausarbeitung von Details geeignet und in der Anschaffung nicht teuer. Sie haben aber eine wesentlich kürzere Lebensdauer als Echthaarpinsel und halten auch nicht so viel Farbe wie reine Naturhaar- oder Mischpinsel, d. h. Pinsel, die zum Teil aus natürlichem Haar, das mehr Farbe halten kann, und zum Teil aus Synthetikhaar, das eine gute formgebende Eigenschaft hat, bestehen.

Meine Pinselauswahl

da Vinci Aquarellpinsel Rabi Alieva-Set

Kalligrafie-Pinsel

Französischer Aquarellpinsel aus Naturhaar #3

Französischer Aquarellpinsel aus Naturhaar #3|0

Runder Pinsel aus Naturhaar #12

Kleiner runder synthetischer Pinsel #6

Dünner synthetischer Pinsel #2

Flacher synthetischer Pinsel #10

Flacher synthetischer Pinsel #4

Synthetischer Pinsel mit abgeschrägter Kante #8

Formen

Rund:

Diese Form ist sehr vielseitig. Pinsel mit rundem Kopf eignen sich sowohl für große Flächen als auch für die Bearbeitung von Details.

Flach:

Mit solchen Pinseln können Sie breite, gleichmäßige Striche auftragen. Sie sind deshalb Ihr Hauptwerkzeug für große Flächen. Zusätzlich können mit dem schmalen, seitlichen Rand des flachen Pinselkopfes feine Linien gezogen werden.

Konturpinsel:

Aufgrund ihrer kurzen Haare sind sie besonders elastisch und Sie können mit ihnen sehr kontrolliert arbeiten, was die Qualität Ihrer Striche verbessert. Sie sind besonders zum Malen kleiner Details gut geeignet.

Kurzhaarpinsel:

Sie sind zum Anfeuchten des Papiers konzipiert. Ihr Kopf besteht aus weichem Eichhörnchenhaar und synthetischen Materialien.

Retuschierpinsel:

Wenn Sie einen sehr präzisen Abstrich benötigen, werden Sie keinen besseren Pinsel dafür finden. Er hat die Form eines abgewinkelten flachen Pinsels mit kurzem Haar. Die Spitze des Pinsels ermöglicht es Ihnen, schnell und sicher das Volumen der Haare oder Borsten, die die Farbe tragen, zu verändern.

Weitere Pinsel:

Neben der oben genannten Aufzählung gibt es noch viele weitere Spezialpinsel, die jeder für sich einen unterschiedlichen Zweck erfüllen. Lassen Sie sich am Besten bei Ihrem Fachhändler beraten. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Pinsel

Weitere Materialien

Neben den bereits genannten Materialien werden Sie im Verlauf dieses Buchs folgende Materialien benötigen:

Bleistift

Radiergummi

Sprühflasche

Malerband/Kreppband

Maskierflüssigkeit/Rubbelkrepp

Papierservietten/Küchenrolle

Haartrockner

Plexiglasplatte

Schwämme (Naturschwamm)

Schwarzer Fineliner für Konturen

Wassertankpinsel

Wasserglas

Ihr Arbeitsplatz

Denken Sie an die Beleuchtung und den Komfort, um sich den bestmöglichen Arbeitsplatz einzurichten. Genügend Platz ist essentiell bei der Arbeit mit Aquarellen. Es ist zudem wichtig, dass Sie Ihre Arbeit jederzeit anheben und neigen können. Ich befestige die Arbeit oft auf Plexiglas, lege eine Taperolle darunter, um eine Neigung zu schaffen. Manchmal hebe ich auch die Arbeit einfach vertikal an oder drehe sie so, dass ich die Farben verwischen oder ineinander verlaufen lassen kann.

Versuchen Sie, alle Materialien so zu platzieren, dass Sie sie leicht erreichen können. Positionieren Sie das Wasserglas so, dass Sie nicht über Ihre Arbeit greifen müssen. Zudem lege ich Ihnen nahe, der Empfehlung der meisten Aquarellkünstler zu folgen und zwei Wasserbehältnisse zu verwenden. Da ich eher bequem bin, habe ich selbst sogar immer eine ganze Flasche Wasser und mehrere leere Behälter neben mir stehen. So habe ich immer sauberes Wasser, ohne dafür meinen Arbeitsplatz verlassen zu müssen.

Natürliche Beleuchtung ist am besten, weil sie die Farbwahrnehmung nicht verfälscht. Für die Arbeit am Abend oder bei bewölktem Himmel benötigen Sie jedoch künstliche Beleuchtung. Achten Sie darauf, dass Ihr Arbeitsbereich gleichmäßig ausgeleuchtet ist.

Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass Sie einen bequemen Stuhl haben. Meiner Erfahrung nach ist es sehr praktisch, einen höhenverstellbaren Stuhl zu haben.

Warum ist der Arbeitsplatz so wichtig?

Sehr lange Zeit hatte ich keinen eigenen Arbeitsplatz. Ich arbeitete Vollzeit und konnte nur abends malen, wenn ich die Kinder ins Bett gebracht hatte. Für etwa 15 Minuten breitete ich meine Aquarellutensilien auf dem Esstisch aus und malte dort.

Dadurch hatte ich sehr wenig Zeit zum Zeichnen und musste anschließend immer aufräumen, um den Tisch für das Frühtück frei zu machen. Meine Motivation zum Zeichnen blieb durch das ständige Auf- und Abbauen meines Arbeitsplatzes nicht selten auf der Strecke. Manchmal habe ich monatelang nicht gemalt, nur weil ich keinen Arbeitsplatz hatte. In Folge begann ich, mich auch bei meiner Familie über die zu Hause fehlende Zeichenmöglichkeit zu beschweren, fühlte mich jedoch nicht wirklich gut danach. Die Lösung war dann das gemeinsame Einrichten einer eigenen Arbeitsecke für mich. Seitdem kann ich all meine Zeichensachen herumliegen lassen, ohne dass dadurch unser Familienleben in Mitleidenschaft gezogen wird. Nach und nach kamen dann auch noch eine Tageslichtlampe und eine Plexiglasplatte als Unterlage dazu. Ich konnte mit dem Zeichnen beginnen, die Arbeit unvollendet lassen und am nächsten Tag weitermachen. Seitdem zeichne ich fast jeden Tag mindestens eine halbe Stunde.

Warum ich das alles erzähle? Kümmern Sie sich um Ihren Arbeitsplatz. Es muss nicht sofort ein perfekter Ort sein, aber es ist wichtig, dass Sie sich jederzeit hinsetzen und malen können, ohne viel Zeit mit der Vorbereitung zu verbringen. Das motiviert Sie, öfter zu malen, und mit der täglichen Praxis entwickeln sich auch die eigenen Fähigkeiten am besten.

Farbe und Farbton

Als ich in die Aquarellmalerei einstieg, kaufte ich mir ein Buch, wie Sie. Wie fast jedes Aquarellbuch bot es viele Informationen über Farbe und ihre Eigenschaften, Pigmente, Pinsel, Papier, etc. Damals erschien mir das aber nicht so wichtig, sondern ich fand es langweilig, mich damit zu beschäftigen. Die entsprechenden Kapitel überflog ich nur und begann stattdessen sofort, Motive zu malen. So malte ich etwa zwei Jahre. Während dieser zwei Jahre machte ich Fortschritte in der Technik und lernte, auf intuitive Weise, durch Ausprobieren mit Farben zu arbeiten. Das ging so weiter, bis die Farben, an die ich gewöhnt war, mich nicht mehr weiterbrachten. Bei den neuen Farben wollte ich kein weiteres Jahr damit verbringen, sie zu verstehen und mich an sie zu gewöhnen. So kam ich zurück zu dem Kapitel, das ich ignoriert hatte. Ich zog alle meine Farben heraus, studierte ihre Eigenschaften und organisierte meine Palette neu. Ich spürte sofort, dass dieser Schritt meine Entwicklung weiterbrachte. Das Ergebnis ist seitdem berechenbarer, und die entstandenen Aquarelle sehen viel luftiger und zarter aus, weil ich jetzt gleich von Beginn an die richtige Farbwahl treffen kann. Mehrschichtiges Malen und anschließendes, wiederholtes Korrigieren sind weggefallen. Aus diesem Grund möchte ich mit Ihnen auf den folgenden Seiten gemeinsam in die wunderbare Welt der Aquarellfarben eintauchen, mein Wissen dazu gerne an Sie weitergeben und Sie anhand ausgewählter Beispiele Schritt für Schritt in meine Leidenschaft, die Aquarellmalerei, einführen.

Hauptfarben

Viele von uns wissen, dass die Hauptfarben oder Grundfarben Rot, Gelb und Blau sind. Die drei Hauptfarben gibt es in verschiedenen Nuancen, die sich durch die Farbtemperatur (warm, kalt) unterscheiden und nicht weiter in Farbkomponenten zerlegbar sind. Sie können daher auch nicht durch das Mischen anderer Farben entstehen. Jedoch können Sie diese Hauptfarben in verschiedensten Verhältnissen miteinander mischen. Dadurch entstehen weitere Farben. Mischen Sie zum Beispiel zwei im Farbkreis nebeneinanderliegende Farben miteinander, so erhalten Sie Sekundärfarben. So ergibt sich die Sekundärfarbe Orange aus der Mischung einer gelben und einer roten Nuance der Hauptfarben, usw. Durch weiteres Mischen erhalten Sie alle übrigen Farben.

Aureolin

Alizarin

Kobaltblau

Praktische Aufgabe

Erstellen Sie mehrere Graufarbenoptionen, indem Sie die drei Hauptfarben in Ihrer Palette nach Belieben mischen. Probieren Sie mehrere Kombinationen verschiedener Farben in einem Farbkreis Ihrer Wahl aus.

warme und kalte farben

Wenn Sie den Farbkreis in zwei Hälften (wie auf der Abbildung links gezeigt) teilen, werden Sie feststellen, dass die Farben in der linken Hälfte wärmer wirken als jene in der rechten Hälfte. Aber auch eine kalte Farbe kann wärmer gemacht werden, indem man eine warme Farbe hinzufügt, z. B. Gelb zu Grün. Das Gleiche funktioniert in die entgegengesetzte Richtung: Durch Hinzufügen von Blau können Sie eine Farbe abkühlen.

Inzwischen kann man viele verschiedene Farben kaufen. Meist können Sie die gleiche Farbe in einer warmen und einer kalten Version finden. Tatsächlich ist es aber so, dass der gleiche Ton in verschiedenen Situationen warm oder kalt wirkt.

Praktische Aufgabe

Versuchen Sie selbst, die grüne Farbe aufzuwärmen und abzukühlen.

Farbsättigung

Die Farbsättigung ist eine weitere Farbeigenschaft, die angibt, wie rein die Farben sind. Sie beschreibt den Grad der Entfernung einer Farbe von Grau ohne Änderung der Helligkeit. Mit anderen Worten: Die Farbe ist gedämpft, aber nicht heller oder dunkler.