Die Kunst des wirkungsvollen Abgangs - Jürg Amann - E-Book

Die Kunst des wirkungsvollen Abgangs E-Book

Jürg Amann

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Beschreibung

"Die Kunst des wirkungsvollen Abgangs": Siebzehn Erzählungen in vier Abschnitten: tragisch und ernsthaft, aber gleichzeitig ironisch, doppelbödig und voller Humor.

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Die Kunst des wirkungsvollen Abgangs

Jürg Amann

Die Kunst des wirkungsvollen Abgangs

ErzählungenHAYMON

© 2013HAYMON verlagInnsbruck-Wienwww.haymonverlag.at

Originalausgabe: Verlag Sauerländer, Aarau, Frankfurt am Main, 1979

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder in einem anderen Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Abhängig vom eingesetzten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.

ISBN 978-3-7099-7328-8

Umschlag: hœretzeder grafische gestaltung, Scheffau/Tirol

I

Der Fallensteller

Sie interessieren sich ernsthaft für mich? – Das erstaunt mich ebensosehr, als es mich freut. Das macht mich sogar ganz aufgeregt. Das erschreckt mich. Fast fürchte ich mich ein wenig vor Ihnen. Mein Herz, Sie werden das spüren, schlägt heftig und wild. Es ist heutzutage selten, daß Fallensteller auf Interesse stoßen, weder beim weiblichen noch beim männlichen Geschlecht. Beim weiblichen noch eher. Die Männer können sich meistens gar nicht mehr vorstellen, ja haben oft nicht die geringste Ahnung, welcher Berufung wir Fallensteller folgen, auch nur schon, wie man sich so zurückziehen und, allen fremden Blicken verschlossen, im stillen und geheimen wirken kann. Vor allem auch, weil für sie wie für alle Außenstehenden von der Wirkung kaum etwas zu sehen ist. Das weibliche Geschlecht, sagte ich schon, zeigt zwar mehr Interesse, doch geht ihm das Verständnis noch vollständiger ab. Auch ist mir in der Zeit meiner eigenen Berufsausübung kein einziger Fall eines weiblichen Vertreters unseres Berufes zu Ohren gekommen. Glücklicherweise, möchte ich sagen, denn ich wüßte nicht, ob meine Existenz weiterhin gesichert wäre, wenn eine Frau befähigt wäre, in mein Handwerk zu pfuschen. Auch wäre zu befürchten, daß sie, nach Art ihres Geschlechts, unser Berufsgeheimnis, sobald sie es einmal verstanden hätte, ausplauderte, und auch von da her also ein erfolgreiches Weiterpraktizieren in Frage gestellt wäre, was bei unserer kränklichen, Unsicherheit sehr schlecht vertragenden Wesensart leicht das Aussterben des Berufs zur Folge haben könnte. Doch sind das unnötige Befürchtungen, und es ist kaum vorstellbar, daß, trotz des manchmal beunruhigenden Interesses, das auch Sie mir wieder entgegenbringen, unsere Methoden, so einfach und zwingend sie uns selber vorkommen, je von Uneingeweihten ganz verstanden werden. Selbst wenn sie aber eines Tages durchschaut werden sollten, ist ihre Natur derart, daß das Durchschautwerden selbst zu ihnen gehört, solange nämlich die Basis, auf der sie sich entwickelt haben, verborgen bleibt. Und gerade diesbezüglich besteht nun gar keine Gefahr, insofern diese Basis nämlich, einmal erkannt, von solcher Evidenz ist, daß keiner, der sie jemals entdecken sollte, sie sich nicht auf der Stelle zu eigen machen und selber unseren Beruf ergreifen müßte. Auch das geschieht aber leider allzu selten oder überhaupt nicht, wenn ich von den falschen und eingebildeten Fallenstellern einmal absehen will, diesen Scharlatanen und Kurpfuschern, von denen gleich noch die Rede sein soll, die in der Öffentlichkeit natürlich – das allein schon könnte sie überführen – besser bekanntgeworden sind.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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