Die Leutasch-Klamm - C. Fichtl - E-Book

Die Leutasch-Klamm E-Book

C. Fichtl

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Beschreibung

Ein wunderschöner Wanderführer durch die Klamm und ihre Geschichte. Begehbare Klammen gibt es viele und Wasserfälle sind ebenfalls häufig in den Bergen zu finden. Aber die Klamm im Tiroler Leutaschtal vereint mehrere Kuriositäten, die es so im Alpenraum selten zu finden gibt. Länderverbindende Verträge, Geistergeschichten, millionenschwere Bauvorhaben, unerschrockener Pioniergeist… von diesen und weiteren Besonderheiten erzählt dieser moderne Wanderführer. Christian Fichtl betreibt mit seiner Familie seit Jahrzehnten den Klammkiosk am Wasserfallsteig. Schon als Kind wuchs er in die Aufgaben, die die Pflege dieses Ortes erfordert, hinein und half seinen Eltern bei der Erhaltung des Steigs. Durch dieses Buch hat er nun seiner Liebe zu diesem Ort Ausdruck verliehen und dem Mut und Pioniergeist seiner Vorgänger ein Denkmal gesetzt. Es beschreibt einen kleinen Fluss, der mitten im wunderschönen Grenzgebiet von Deutschland und Österreich fließt, die Leutascher Ache. Dieser nimmt seinen Lauf im Tiroler Leutasch-Tal und bahnt sich seinen Weg durch eine Klamm in das oberbayrische Isartal. Mit 1650 Metern Länge ist die Leutaschklamm die längste erschlossene Klamm der östlichen Kalkalpen. Immer wieder riss die Gewalt des Wassers die Holzkonstruktion mit sich, aber ab 1975 konnten durch eine Höherlegung des Steiges weitere Hochwasserschäden verhindert werden. Seither wird diese Perle der Natur sorgsam gepflegt und 2006 wurde sie durch eine groß angelegte Baumaßnahme im südlichen Teil der Klamm als Gesamtkunstwerk vervollständigt. In diesem 68-seitigen Naturführer finden sie genaue Beschreibungen zur Erschließung beider Klammteile, bebildert durch viele eindrucksvolle Fotografien. Wissenschaftliche Hintergründe sind genauso enthalten wie Informationen über das Leben rund um die Klamm. Ein jugendliches Layout erwartet den Leser und nimmt auch die Kleinsten mit in die Geschichte der Leutaschklamm.

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Seitenzahl: 31

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Die Leutasch-Klamm

Impressum

2020Autor: C. Fichtl Gestaltung: Irmi Schwarz - wunsthandwerk.deVerlag: SchwarzWeisses Thomas Schwarz, Mittenwald

Dieses E-Book ist auch gedruckt im Taschenbuch-Format erhältlich!

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Einleitung

„Griaß enk“ – Willkommen in der Klamm!

Mitten im wunderschönen Grenzgebiet von Deutschland und Österreich fließt ein kleiner Fluss, die Leutascher Ache. Er nimmt seinen Lauf im Tiroler Leutasch-Tal und bahnt sich seinen Weg durch eine Klamm in das oberbayrische Isartal.

Mit 1650 Metern Länge ist sie die längste erschlossene Klamm der östlichen Kalkalpen.

Von Leutasch aus ist die Klamm auf Gitter-Stegen zu besichtigen und bietet einen atemberaubenden Blick auf die spektakuläre Natur in der bis zu 75 Meter tiefen Klamm.

Von Mittenwald aus erschließt sich der nördliche Teil der Klamm, auf einem mit Holzbohlen ausgelegten Metallsteg. Dieser endet an einem beeindruckenden 23 Meter hohen Wasserfall.

Das Highlight ist, neben dem Wasserfall, eine große Metallbrücke, die die Klamm quert und so einen Rundweg im Bereich Leutasch ermöglicht.

Das gesamte Gebiet ist mit Stationen und Schildern nicht nur für Kinder ein Erlebnis. Es vermittelt Wissen über die Alpen, ihre Gletscher und die Entstehungsgeschichte der Klamm. Umrankt werden diese Informationen durch die Sage vom Klammgeist. Daher hat der Tiroler Teil der Klamm auch den Namen Geisterklamm erhalten.

Vom Ache-Fluss, seiner Geschichte, und von der Entstehung der beiden Klammsteige, erzählt dieses Buch.

Zurück in die Vergangenheit – anno 1880

Als der Mittenwalder Wasserfallsteig 1880 erschlossen wurde, hielt diese spektakuläre Bauinitiative sofort Einzug in die damals in Deutschland sehr populäre Illustrierte „Die Gartenlaube“.

Weil in der damals üblichen Sprache dieses Kuriosum so wunderschön beschrieben wurde, haben wir diesen Artikel für Sie angefügt.

Lassen Sie sich mitnehmen in die Begeisterung, die man schon damals beim Anblick des Wasserfalls und der schroffen Felsen empfinden konnte.

[…] Eine neue Sehenswürdigkeit des baierischen Hochgebirges. Die langgedehnte unzugängliche Schlucht, durch welche der Leutaschbach bei Mittenwald zur Isar hervorbricht und die bis jetzt meist als Leutaschklamm in den Büchern und Karten angeführt war, ist seit wenigen Wochen in ihrem schönsten Theile zugänglich gemacht worden. Niemals hat sie eines Menschen Fuß betreten.

Die Mittenwalder Bürger selbst, durch deren Aufopferung der finstere Wasserschlund jetzt auf bequemem Steg durchschritten werden kann, waren höchlich erstaunt über die von ihnen betreffs der Wildheit und Größe dieser Klamm gemachten Entdeckungen. Erschütternd wirkt namentlich der etwa hundert Fuß hohe Gesammtsturz des Leutaschbaches, der in Schaum aufgelöst in dem nächtlichen Tobel aufschmettert. Dieser Schlund, der von nun ab mit Recht Mittenwalderklamm genannt werden soll, gehört zu den allerersten Schaustücken der Hochalpen des deutschen Reiches.

Die Mittenwalderklamm ist von dem Ort, der ihr den Namen gegeben und den jetzt wegen der Oberammergauer Spiele so viele Reisende berühren, kaum eine Viertelstunde entfernt. Niemand sollte bei gegebener Gelegenheit den Gang dorthin verabsäumen; ja, ohne Uebertreibung gesagt, diese Naturscene ist eine eigene Reise werth. Namentlich sei auch auf den überaus malerischen Rückblick zum steilen Karwendelgebirge aufmerksam gemacht, welches den Felsenspalt zu sperren scheint.

Der Wasserfall an und für sich ist einer der bedeutendsten in den Kalkalpen. […]

Zitat aus „Die Gartenlaube“ Heft 30,

S. 496, Herausgeber: Ernst Ziel,

Verlag: Ernst Keil Leipzig, Autor: H. N.

Anfahrt

Anfahrt Geisterklamm-Steig

Anfahrt Kobold-Pfad

Routen

Überblick über die drei Routen

Geisterklamm-Steig

Kobold-Pfad undWasserfallsteig

Die Entstehung der Klamm

Wasser hat seit jeher das Gestein dieses Planeten geformt.