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Den ideal passenden Partner zu finden ist für die meisten Menschen wichtig. Wenn man ihn dann endlich gefunden hat, macht das Leben sehr viel mehr Freuden. Man ist glücklich. Ein Tipp möchte ich vorab geben: "Es ist sehr wichtig, dass beide Menschen den gleichen Musikgeschmack haben. Das heißt sie sollten die gleiche Musik lieben". Noch viel mehr wichtige Tipps im Buch. Aber jeder Mensch muss letzten Endes selbst entscheiden. Wie funktioniert die Marktwirtschaft? Warum wird vieles immer teurer? Warum brauchen manche Menschen zwei oder gar drei Jobs um ihre Familie ernähren zu können? Warum verbreitet sich die Armut auf unserem Planeten wie eine Seuche? Und noch eine ganze Reihe überlebenswichtige Fragen werden beantwortet.
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Seitenzahl: 274
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Die Liebe und Das Böse
Peter de Baer
Copyright: © 2014 Peter de Baer
published by: epubli GmbH, Berlin
www.epubli.de
ISBN 978-3-8442-9442-2
Ilse Tyroller
Peter de Bear
Fischer Medienteam
Burgau
Vorwort
„Die große Verheißung, das Ausbleiben ihrer Erfüllung und neue Alternativen. Das Ende einer Illusion“
Die ökonomische Notwendigkeit menschlicher Veränderung
Warum hat sich die große Verheißung nicht erfüllt?
Die Zeit mit Marlene
Dann kam Doris.
Ellen, meine erste Frau
Die Zeit mit Wanda
Die Liebe und... Die Gier nach irdischen Gütern
Habgier
Lieben und geliebt zu werden ist das höchste Glück auf Erden.
Testosteron
Bonobos
Die Gläschentheorie
Vom Gefühl zur Vernunft
Die Vernunft ist der Feind der Liebe
Ein starker Esser
Ein wohlhabender Mann
WICHTIG
Stellungen
Blind geboren
Seelische Befriedigung
Das Weibliche, das Männliche
Lesben, Schwule
Inzest
Inzucht
Basis Glück
Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3.
Testmethoden
Beispiel 4
Beispiel 5
Beispiel 6
Beispiel 7
Beispiel 8
Beispiel 9
Ein rührendes Gedicht
Idiosynkrasie
Kommentar zur Idiosynkrasie
Es kann gar nicht anders sein.
Ich sagte es bereits...
Manche Menschen möchten anders aussehen!
Orgasmus
Unterschiedliche Größen der Geschlechtsteile.
Eifersucht
Der schnelle Mann, die langsame Frau
Die glückliche Frau
Die Frau, der Männer bestes Stück.
Heiratsinstitute
Balsam für die Seele
Aus SÜDWEST PRESSE vom 11.03.99:
Gefühlsvolumen
Schwulen – Ehe
Nackte Tatsachen
Was lässt sich dazu sagen?
Wie kann ich den richtigen Partner suchen und finden?
Ein Kompromiss ist hierbei nicht gestattet
Gleichheit und Ungleichheit
Ohne Leistung, kein Reichtum
Folgen des Unglücks
…..Das Böse
Kapitalismus – Marktwirtschaft
Erpressung
Firma fördert Erze Beispiel 1
Das Geldsystem Kapitalismus
Meinung und Fakten
Fadenscheinige Argumente für Zinsen
Wie viele Zinsen
Der Diebstahl
Erstens: Druck auf Banken und Staat
Zweitens: Druck auf Unternehmen
Hier das erklärende Beispiel 2:
Kosten
Kosten mit klar definierter Leistung!
Kosten mit zweifelhafter Leistung
Kosten ohne Leistung
Die Probleme:
Fakt Nr.1
Fakt Nr. 2
Zunahme von Gewalt bei Jugendlichen und des Drogenkonsums
Ich fasse zusammen:
FOLGEN-Kette ohne Anfang aber mit bitterbösem Ende
Sie verdienen gut und werden trotzdem immer ärmer
Kaufen mit immer geringerem Gegenwert!
Zinsen im Preis eines Automobils
Die Zinsen im Preis eines Hauses
Keine Analphabeten mehr
Die Ist-Marktsituation
Der Weg in den Abgrund für bis zu 80 Prozent der Menschen
Zwang aller Unternehmen den Umsatz zu erhöhen!
Unsere Wirtschaftsfachleute sind klug und weise
Werbung
Fakt Nr. 3
Alle Menschen gleich?
Das läuft letzten Endes
Fakt Nr. 4
Ein bisschen Satire.
Fakt Nr. 5
Der Leibhaftige
Da sagte der Teufel
250 Millionen Kinder
Im April und Juli 2002 habe ich in der SÜDWEST PRESSE lesen können.
Einbruch bei Anzeigen
Fakt Nr. 6
Kalkulationen
Fakt Nr.7
Atomenergie, Atommüll, Nachfahren!
Geld macht Geld!
Die Ausbeuter
Die Ausgebeuteten
Wasser
Der Intelligenztest
Geld – Steuern – Zinsen
Steuern
Zinsen
Genmanipulation
Golfstrom
Von Dieter Petschow
Wie sinnvoll ist Geld?
Zinsen, richtig oder falsch?
Ein Horror Szenario, welches wir gemeinsam stoppen könnten.
Zinsen, die tödliche Macht
Auch die Kommunen sind pleite.
Bodenbesitzrecht heute und morgen
Boden gehört uns allen
Gibt es eine Alternative zur Katastrophe?
Schlusswort und Prognose
Ich widme dieses Buch
meiner Tochter Sabine
meinen Enkelkindern
Annalena
und
Moritz
Versucht den Menschen zu vermitteln, dass er ohne Liebe so nicht weitermachen darf. Sein Verhalten führt mit Sicherheit zu einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Katastrophe.
Peter de Baer erblickte im Januar 1934 das Licht dieses schönen Planeten. So wie es vielen Menschen im Leben erging, so ging es auch in seinem Leben oft kräftig rauf und runter.In diesem manchmal recht turbulenten Leben hat Peter de Baer herausgefunden, dass nur eine Fehlkonstruktion des Geldes für bis zu neunzig Prozent der Problem in unserer Welt verantwortlich sind.
Wirklich bewiesen ist bis heute noch gar nichts. Weder dass wir Menschen vor einigen Millionen Jahren von einer höher stehenden Rasse aus dem Universum auf diesem Planeten ausgesetzt wurden, damit wir uns mit Neandertalern oder sonstigen menschenähnlichen Lebewesen vermischen, diese sozusagen veredeln. Noch dass wir uns aus einem Affenzweig entwickelt haben, noch dass wir von Adam und Eva abstammen. Wie dem auch sei, irgendwoher müssen wir schließlich kommen und irgendwann muss sich in uns die Seele, was das auch immer sein mag, entwickelt haben.
Viele Menschen, mit denen ich so im Laufe meines Lebens gesprochen habe, behaupten ja steif und fest, dass Tiere ebenfalls eine Seele haben. Mag sein, dass einige Tiere ein seelenähnliches „Ding“ in sich haben, ich denke da an Hunde, Affen, Katzen oder Pferde, aber diese ist ganz sicher nicht so „leistungsfähig“ wie die unsere.
Wenn Krokodile, Kühe oder Hühner wirklich so eine leistungsfähige Seele hätten wie wir Menschen, müssten sie depressiv werden, bei dem Leben welches sie führen (müssen).
Nun weiß kein Wissenschaftler exakt was eine Seele ist. Niemand kann erklären wo sie sitzt. Niemand hat sie je gesehen, gehört, gerochen oder sonst irgendwie wahrgenommen. Und trotzdem ist sie vorhanden. Ich glaube, dass die Seele es ist, die uns befähigt Gefühle zu zeigen. Wobei ich nicht das Gefühl meine, welches körperliche Schmerzen auslöst, sondern das Gefühl welches sich z.B. in Tränen oder herzhaften Lachen ausdrückt. Eines möchte ich aber behaupten: Die Seele ist es, die uns einerseits viel Freude bereitet und uns glücklich sein lässt, aber anderseits auch Frust und Ärger. Kurz; sie ist etwas in uns, dass uns u.a. vom Tier unterscheidet. Oder haben Sie vielleicht schon mal einen lachenden Ochsen gesehen?
Ich denke, dass wir der Seele zu wenig Zuwendung, Bedeutung, Anerkennung und vor allem Liebe angedeihen lassen. Weder in der Kindheit noch dann später als Erwachsene untereinander, und dass uns der Liebesstau so grausam werden lässt wie einige auf unserem Planeten geworden sind.
Erich Fromm (1900-1980) Psychoanalytiker und Sozialphilosoph. Studium der Psychologie, Philosophie und Soziologie in Frankfurt, Heidelberg und München. Ab 1930 im Kreis der „Frankfurter Schule“ um Max Horkheimer. 1933 Emigration in die Vereinigten Staaten, später nach Mexiko, wo er als Universitätslehrer, Psychoanalytiker und Schriftsteller arbeitete.
Der bekannte Autor Erich Fromm schrieb bereits im Jahr 1976 folgenden Artikel:
Die große Verheißung unbegrenzten Fortschritts – die Aussicht auf Unterwerfung der Natur und auf materiellen Überfluss, auf das größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl und auf uneingeschränkte persönliche Freiheit – das war es, was die Hoffnung und den Glauben von Generationen seit Beginn des Industriezeitalters aufrecht erhielt. Zwar hatte die menschliche Zivilisation mit der aktiven Beherrschung der Natur durch den Menschen begonnen, aber dieser Herrschaft waren bis zum Beginn des Industriezeitalters Grenzen gesetzt. Von der Ersetzung der menschlichen und tierischen Körperkraft durch mechanische und später nukleare Energie bis zur Ablösung des menschlichen Verstandes durch den Computer bestärkte uns der industrielle Fortschritt in dem Glauben, auf dem Wege zu unbegrenzter Produktion und damit auch zu unbegrenztem Konsum zu sein, durch die Technik allmächtig und durch die Wissenschaft allwissend zu werden. (...)
Eine neue Gesellschaft kann nur dann entstehen, wenn sich parallel zu deren Entwicklungsprozess ein neuer Mensch entwickelt oder, bescheidener ausgedrückt, wenn sich die heute vorherrschende Charakterstruktur des Menschen grundlegend wandelt.
E.F.Schumacher, ebenfalls ein Wirtschaftswissenschaftler, macht das Überleben der Menschheit von einer notwendigen, radikalen Veränderung der Menschen abhängig. Richtig leben heißt nicht länger, nur ein ethisches oder religiöses Gebot zu erfüllen.
Zum ersten Mal in der Geschichte hängt das physische Überleben der Menschheit von einer radikalen seelischen Veränderung des Menschen ab.
Es ist leicht, einen jungen Vergewaltiger zu verurteilen und sicherlich auch richtig. Wir, die „Fachleute“ haben sich auch Gedanken darüber gemacht, warum ein junger Mann ein Mädchen vergewaltigt, und die klugen Leute wissen natürlich auch, dass es sehr oft an zerrütteten Familienverhältnissen liegt. Meines Wissens gibt es noch keinen klugen Psychologen oder evtl. auch einen Wirtschaftsfachmann, der sich Gedanken darüber gemacht hatte, warum und wie es überhaupt zu zerrütteten Familienverhältnissen kommt. Das hat auch einen Grund. Den gilt es zu erforschen.
Würde ich Ihnen hier an dieser Stelle sagen, dass es die Existenz der Zinsen und die Bodenbesitzverhältnisse sind, würden Sie es mir nicht glauben. Richtig? Vermutlich würden Sie fragen:
„Was haben Zinsen mit Liebe und/oder zerrütteten Familienverhältnissen zu tun?“
Vermutlich verspürt Ihre Seele hier sogar ein starkes Lachgefühl. Warten Sie ab. Sie werden es erleben.
„Das sich die große Verheißung nicht erfüllt hat, liegt neben den systemimmanenten ökonomischen Widersprüchen innerhalb des Industrialisiert an den beiden wichtigsten psychologischen Prämissen des Systems selbst, nämlich
1. dass das Ziel des Lebens Glück, das heißt ein Maximum an Lust sei, worunter man die Befriedigung aller Wünsche oder subjektiven Bedürfnisse, die ein Mensch haben kann, versteht (radikaler Hedonismus).
2. dass Egoismus, Selbstsucht und Habgier – Eigenschaften, die das System fördern muss, um existieren zu können – zu Harmonie und Frieden führen. Radikaler Hedonismus wurde bekanntlich in verschiedenen Epochen der Geschichte von den Reichen praktiziert.“
Hat sich nun die große Verheißung nicht erfüllt weil wir unter Liebesstau leiden, oder leiden wir unter Liebesstau, weil sich die große Verheißung nicht erfüllt hat. Fest steht, dass wir Menschen sehr wohl spüren, dass uns etwas fehlt. Aber erstens wissen wir nicht, was es ist, und zweitens, wüssten wir es, würden wir es nicht glauben. Wir würden nicht glauben, dass Liebesstau solche Folgen haben kann.
Mit der Meinung, dass sich der Mensch radikal ändern muss, stehe ich nicht allein da. Es wäre schön, wenn wir irgendwo nachlesen könnten, wohin oder wie wir uns ändern sollten. Ich bin der Überzeugung, dass sich die Änderung fast ganz von selbst vollziehen würde, wenn wir Menschen begreifen würden, dass die Liebe mit allen ihren Höhen und Tiefen das A und O ist. Deswegen leben wir auf diesem Planeten.
E.F. Schumacher, so scheint es mir, gehört zu den Wenigen, die erkannt haben, dass wir uns seelisch ändern müssen. Ich habe das so verstanden, dass wir unserer Seele so viel Liebe geben sollten, wie sie braucht, nicht mehr und nicht weniger.
Gerade mal 12 Jahre alt waren Marlene und ich, als wir die Liebe mit ihren zarten Anfängen zum ersten Mal erleben durften.
Wie alles begann, weiß ich heute nicht mehr genau, aber ich weiß noch sehr genau, wie es weiter ging. Da Marlene eine Klasse unter mir in die Schule ging, brauchten wir einen Liebes-Briefträger. Diesen Liebesdienst übernahm eine Schulfreundin von Marlene, die in demselben Haus wohnte wie ich.
Heute, als alter Mann, versetzt mich der Gedanke an Marlene immer noch in Entzücken. Wie konnte ein junges Mädchen so faszinierende, unter die Haut gehende Liebesbriefe schreiben? Nicht mehr an den ganzen Brief, sondern nur noch an vereinzelte Satzstücke kann ich mich erinnern.
„...du bist mein Heiligtum, mein einziges Bestes auf der Welt.“
Dies war und ist der Satz, den ich bis heute nicht vergessen kann.
Ein paar Tage später, als ich mich mal wieder heimlich aus dem Haus schlich, stand ich dann frierend, es war Januar, mit kalten Füßen, im Dunkeln vor ihrem Fenster parterre. Sie wusste nicht, dass ich vor ihrem Fenster stand, denn wir hatten uns nicht verabredet, aber sie schien es zu ahnen. Denn immer wieder konnte ich sehen wie sie in Abständen durchs geschlossene Fenster nach draußen sah.
Dann, ganz plötzlich entdeckte sie mich und winkte mich heran. Mit klopfendem Herzen ging ich zu ihr ans Fenster. Sie öffnete es und reichte mir eine Postkarte heraus. Auf der Bildseite war ein Hochzeitspaar zu sehen, und auf der Rückseite standen die Worte in Schönschrift
„Peter, ich liebe Dich“.
Und dann folgte der erste Kuss. Es begann an einem Frühsommerabend, die Dämmerung hatte bereits eingesetzt. Ich war mit fünf etwa Gleichaltrigen auf dem Kirchhof. Eine sehr dicke alte Mauer trennte den Kirchhof vom Garten des Pfarrers. Durch diese Mauer führte eine kleine Torbogentür.
Die Holztür war auf der Seite des Gartens, so dass die Tür wie ein klitzekleines Schilderhäuschen wirkte. Genau in dieser Tür haben wir uns zum ersten Mal geküsst. Ja aber bevor es dazu kam, habe ich sie per Liebesbrief gefragt, ob sie etwas dagegen hätte, wenn wir uns küssen.
Auf dem Kirchhof nickte sie mir zu und blieb dann zurück als wir den Kirchhof verließen. Als wir an d er kleinen Tür vorbei kamen, flüsterte sie meinen Namen und winkte mich in die kleine Tür.
Marlene war kein gewöhnliches Mädchen, so wie die meisten in dem Alter. Als wir uns in der kleinen Tür zum ersten Mal küssten, spürte ich nicht nur ihre Lippen auf den meinen, sondern fühlte ihre Popeline Windjacke, die immer so rauschte, wenn sie sich bewegte.
Damals trugen die Mädchen noch keine Hosen wie heute fast alle, sondern nur Röcke oder Kleider. Ihrer reichte gerade bis zum Knie Sie hatte bereits eine Figur wie eine junge Frau. Wenn sie ging, drehte sie die Hüften. Ich konnte mich einfach nicht satt sehen an ihr.
Kurz vor dem Ende dieses kleinen Glücks, spielte sich, ja man könnte es fast so nennen, ein Drama ab. Ich spielte im Sandkasten, der an der alten, dicken Kirchhofmauer lag. Marlene kam mit ihrer Freundin. Immer wieder steckten sie die Köpfe zusammen, ich hatte so den Eindruck als würden sie etwas lesen, sie kicherten, so wie es Mädchen in dem Alter gerne tun. Dann kam Marlene zu mir in den Sandkasten und überreichte mir einen ganz klein zusammen gefalteten Brief. Ich freute mich, darüber, dass es vielleicht doch noch nicht zu Ende war.
Ich faltete den Brief auseinander und begann zu lesen. Die ersten Worte ließen mein Herz höher schlagen, aber dann schlich die Enttäuschung in mir hoch und ich wurde immer wütender. Dieses Luder, dachte ich. Den Inhalt des Briefes habe ich bis heute nicht vergessen:
Ich liebe Dich wie Apfelmus so zärtlich wie Spinat
mein Herz klopft wie ein Pferdefuß wenn ich Dich sehe, Du Aas
Ich stand da wie versteinert, beim Lesen mit dem Rücken zur Kirchhofmauer. Als ich gelesen hatte, knüllte ich den Brief zusammen und warf ihn hinter mir über die Mauer in den Garten des Pfarrers. Marlene erschrak. Ich war so zornig, dass ich den Kirchhof verließ, um die Kirche herum ging, eine schöne lange Rute abbrach und von der anderen Seite wieder kam. Marlene stand genau richtig für mein Vorhaben. In meiner Wut schlug ich Marlene einmal auf den Rücken. Sie schrie kurz auf, streckte mir dann die Zunge raus und lief davon.
Ich war traurig, wütend zugleich. Ich ärgerte mich über mich selbst. Wie konnte ich nur so etwas tun?
Die Zeit mir Marlene dauerte ein viertel Jahr. Sie hatte mir viel zu früh, eine Tür einen Spalt weit geöffnet, durch die ich mal schauen durfte, aber leider nur schauen. Durch diesen kurzen Blick durch die Tür der Liebe, hat sich in mir eine Sehnsucht aufgetan, die keine Befriedigung fand, weil die anderen Mädchen einfach noch nicht so weit waren wie Marlene. Es folgten sieben Jahre ohne andere weibliche Begegnungen.
Eigentlich müsste ich gar nicht darüber schreiben, denn wir sind uns nur dreimal begegnet. Wenn die Begegnungen nur nicht so wahnsinnig intensiv gewesen wären! Als ich auf dem Weg zur Straßenbahn war. Sah ich sie zum ersten Mal. Sie kam mir entgegen. Als wir ein paar Schritte von einander entfernt waren, trafen sich unsere Blicke.
Es war mir so, als ob ihre Blicke magnetisch waren. Ich konnte den Blick nicht von ihr wenden. Ihre himmelblauen Augen zogen mich in ihren Bann. Wir kamen uns näher. Es schien als ob sich unsere Schritte verlangsamten. Beide zögerten wir, ob wir vielleicht nicht doch stehen bleiben sollten um uns zu umarmen. Dann war sie vorbei. Was war geschehen? Ich konnte es nicht verstehen. Meine Knie wurden weich und zitterten. Ich musste mich auf das kleine Mäuerchen setzen, welches den Gehweg säumte.
Ununterbrochen musste ich in den nächsten Stunden und Tagen an sie denken. Bis ich sie dann zum zweiten Mal traf.
Es war etwa vier Wochen vor Weihnachten. In der Wohnung meiner Mutter trafen sich meine beiden Schwestern und das Mädchen mit den himmelblauen Augen, Doris mit Namen, zur Weihnachtsbastelei. Als ich nach Hause kam, ich wohnte vorübergehend bei meiner Mutter, und das Wohnzimmer betrat, traf ich alle vier um den Esstisch sitzen. Ich bekam einen Riesenschreck, denn ich hatte nicht damit gerechnet, die blauäugige Schönheit hier beim Basteln zu treffen.
Nach der Begrüßung meiner beiden Schwestern und meiner Mutter, gab ich jetzt Doris die Hand. Das da geschah, ist mit Worten wohl nie ganz genau beschreibbar. Ihre kleine Hand passte so in die meine, dass man meinen konnte sie seien extra füreinander gemacht. Es war ein überwältigender Energieschub der uns durchfloss. Wir wollten die Hände nicht wieder loslassen, dabei standen wir nur da und sahen uns in die Augen. Wir vergaßen unsere Umgebung. Es war, als ob uns ein Zauber umgab. Unbeschreiblich schön. Bis eine meiner Schwestern sich eine stichelnde Bemerkung nicht verkneifen konnte. Erst dann fanden wir wieder zurück in die Wirklichkeit. Zögernd lösten sich unsere Hände voneinander. Aber was dann kam war schon fast unheimlich, weil ich mir im Leben nicht hatte träumen lassen, dass es so etwas überhaupt gibt. Im Treppenhaus war ein Poltern zu hören, so als ob jemand die Treppe herunter fällt. Meine Mutter und meine beiden Schwestern stürzten, von unbändiger Neugierde getrieben, aus dem Wohnzimmer ins Treppenhaus. Nur Doris blieb sitzen. Kaum dass wir alleine waren, sahen wir uns in die Augen. Es war so, als saugten sich unsere Blicke ineinander. Vielleicht eine Sekunde oder zwei, dann stürzte ich mich auf die auf dem Stuhl sitzende Doris. Mit unbändiger Kraft zog es mich zu ihr. Ich küsste sie heftig. Es war für Sekunden wie ein Rausch. Unkontrollierbar. Dann kamen die Anderen wieder zurück und wir mussten uns gewaltsam trennen.
Ich war bemüht meine Männlichkeit zu ordnen, so dass die Hereinkommenden nichts sehen konnten und Doris strich sich über den Busen um ihre Bluse zu ordnen. Bis heute habe ich nicht begriffen, welche Kräfte da mit uns spielten. Oder war das vielleicht das Normale? War das vielleicht das, was zwischen den Menschen, die ein ganzes Leben zusammen sein wollen, sein sollte? Diese Energie, die das ganze Leben halten kann, die man Liebe nennt? Es beschäftigt mich bis heute. Es lässt mich nicht los. Die dritte Begegnung war nur sehr kurz, aber trotzdem sehr intensiv. Doris kam zu uns in die Wohnung mit dem Vorwand, meine kleine Schwester Reglindis sprechen zu wollen. Sie war ihre Schulfreundin. Ich öffnete die Wohnungstür, als ob ich geahnt hätte dass sie es ist,
Beide Schwestern verhinderten eine Verbindung mit Doris. Sie redeten auf mich ein, sie sei doch erst 14 und ich käme mit dem Gesetz in Konflikt. Diese Angst war es dann auch, die mich zwang, mich nicht weiter um Doris zu bemühen. Bis zum heutigen Tag bereue ich diese Entscheidung.
Ganze 20 Jahre alt war ich, als ich Ellen auf einem Tanzboden kennen lernte. Solche wunderbaren Tanzcafes gab es zu meiner Zeit noch. So richtig mit Kapelle. Heute muss man sie suchen. Sie trug ein enges, türkisfarbenes auf Taille sitzendes Kleid, in dem ihre sexy Figur ganz besonders gut zur Geltung kam, kastanienbraune Haare und blaue Augen. Ich konnte meine Blicke nicht von ihr lassen. Mit klopfendem Herzen schritt ich mutig mitten über die Tanzfläche um sie zum Tanzen aufzufordern. Die Angst, einen Korb zu bekommen hat mich bis heute nicht verlassen. Aber sie lächelte und nickte gnädig.
Ein halbes Jahr später waren wir verheiratet. Heute weiß ich dass ich diese Frau sehr begehrt habe denn sie gefiel mir, hat eine aufregende sexy Figur, und war sehr leidenschaftlich. Trotzdem hat es sexuell nicht so richtig geklappt wie es eigentlich sein sollte. Dass sie eine sehr vernünftige Frau war, habe ich in meinem jugendlichen Leichtsinn erst viel später bemerkt. Ja heute weiß ich, da wo die Vernunft herrscht, kann sich die Liebe nicht so recht entfalten. Ja, und als dann Wanda kam, war alles zu späte. Die erste Scheidung in meinem Leben.
Nein, so leicht habe ich nicht aufgeben wollen. Wir sind sogar, einzeln und zusammen, zu einem Psychiater gegangen. Weil ich glaubte, dass es an mir liegt. Es hat leider nichts gebracht. Vorbei ist vorbei.
Es war Sommer 1956. Zu dieser Zeit waren die Jahrmärkte noch nicht so stramm organisiert wie es heute 2012 der Fall ist. Ich war als 22 jähriger gerade mal ein Jahr mit Ellen verheiratet.
Vormittag um etwa 11:00 Uhr konnte man noch ungestört mit dem Auto über den Vergnügungsplatz fahren. Als ich ein paar Meter auf dem Platz gefahren war, hielt ich an, kurbelte das Fenster herunter, legte den Ellenbogen ganz angeberisch aus dem Fenster und wartete der Dinge die da kommen sollten. Nach einigen Minuten kam sie. Ich starrte auf die auf mich zu kommende Erscheinung und dachte, das muss ein hula-hula Mädchen sein, das hier beschäftigt ist. Denn genau so sah sie aus. Lange dunkle fast schwarze Haare, sie trug ein beige Kostüm, lila Handschuhe und lila hochhackige Schuhe und sie trug einen kleinen Koffer. Ich muss sie wohl ganz entsetzt angeschaut haben, denn als sie unmittelbar an meinem Wagen vorbei ging, glaubte ich ein ganz leichtes Lächeln um ihren schön geschminkten Mund zu bemerken. Im Rückspiegel sah ich ihr nach. Mein Herz klopfte bis zum Hals. Ich war ganz fürchterlich aufgeregt. Was mache ich denn jetzt nur? Wie lerne ich diese Frau kennen? Mein Testosteronspiegel schnellte in die Höhe.
Mit zitternden Händen startete ich den Motor. Beim Umdrehen des Autos fuhr ich fast noch ein paar Passanten um. Dann hatte ich es geschafft. Als ich neben ihr ankam öffnete ich die rechte Wagentür und traute mich sie anzusprechen, ob ich sie fahren dürfe, wohin auch immer. Ich durfte.
Ich redete oder besser quasselte ununterbrochen über alles Mögliche, was mir gerade so einfiel. Sicherlich nur aus Verlegenheit. Damals hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass mich eine Frau so fürchterlich aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Ich habe Dinge getan, die man eindeutig als verrückt bezeichnen kann. Sie sagte mir, dass ihre Eltern bereits in Kanada seien und sie nur wegen eines Mannes hier geblieben sei. Und dieser, ein Schausteller, hatte sie enttäuscht. Nun wollte sie ihren Eltern nach reisen. Jetzt aber kam ich und habe ihr Vorhaben vereitelt, weil ich mich ganz haltlos in diese Frau verliebt hatte. Es dauerte genau ein Jahr. Ein wunderschönes Jahr, das ich auf keinen Fall vermissen möchte. Aber dann war es vorbei.
Es schien mir damals so als ob sich der Schlager von Conni Franzis „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ bewahrheiten würde.
Heute weiß ich, dass es etwas anderes war, was unsere Liebe zerbrechen ließ.
hindert uns daran, den zu uns passenden Lebenspartner zu finden und der fehlende, passende Lebenspartner lässt die Gier weiter wachsen! Eigentlich ist es vollkommen egal, woher wir Menschen kommen. Wir sind da und nur das zählt. Jetzt müssen wir halt mit den Problemen fertig werden, die wir haben. Wie groß sie auch immer sein mögen. Und unsere Intelligenz sollte doch wohl auch ausreichen, Probleme zu lösen. Manchmal habe ich da aber so meine Zweifel. Rein biologisch sind wir ein Säugetier, aber sonst unterscheiden wir uns doch erheblich vom vierbeinig laufenden Säugetier. Nicht nur dass wir aufrecht gehen, denken und sprechen (können), nein, auch unser Liebesleben ist ein anderes, als das der Tiere. Man weiß auch heute noch nicht ob der Bulle, Hengst oder Hund einen Unterschied beim Geschlechtsakt zwischen den verschiedenen Kühen, Stuten, oder Hündinnen bemerkt. Oder ob es überhaupt einen Unterschied gibt, den er bemerken könnte. Während wir Menschen sehr wohl einen Unterschied zwischen verschiedenen Geschlechtspartnern bemerken, auch weil es tatsächlich einen gibt. In der „Machart“ sowie in der Größe der Geschlechtsteile, der Frau wie des Mannes.
Ja, und dann ist da noch die Zeit, in der das männliche Tier darf und wie oft. Das bestimmt ganz allein die Natur des Weibchens.
Ich denke, dass das Liebesleben des Menschen grundsätzlich erst in zweiter Linie der Fortpflanzung dient und in erster Linie dem Genuss und der Befriedigung der körperlichen Lust und der Entspannung der Sinne, vor allem der Seele.
Wenn die Befriedigung auch der Seele bei uns zueinander passenden Menschen nicht eine „Tatsache“ wäre, wir also den Geschlechtsakt nur eben mal so vollziehen würden, wie es die Tiere tun, und auch nicht weiter darauf achten würden, ob es vielleicht die Mutter, die Schwester, der Bruder oder Vater ist, mit dem wir „es“ tun, also nur um Nachkommen zu zeugen, dann wären wir auch nichts weiter als Tiere und keine Menschen.
Ich kann mir vorstellen, dass diese Aussage dem großen Mann in Rom nicht gefallen wird.
Liebesstau erzeugt Habgier. Im übertragenen Sinne könnte man nun folgern: „Habgier macht böse“. Nun denke ich, dass der Mensch von Natur aus nicht böse ist, sondern dass er, von wem, wo durch und wie auch immer, erst böse gemacht wird/wurde.
Jedes Lebewesen auf unserem Planeten braucht mehr oder weniger Zuneigung, Anerkennung und doch wohl auch Liebe. Nun sind Tiere untereinander möglicherweise in der Lage sich gegenseitig Liebe und Anerkennung zu geben. Aber wenn das so ist, ist das Ganze sicherlich so fein gesponnen, dass wir Menschen es nicht bemerken (können) und auch sonst keine Möglichkeit haben, dieses zu messen oder sonst irgendwie festzustellen. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht tatsächlich stattfindet. Einigen Tieren kann der Mensch Liebe und Anerkennung geben und bekommt diese Gefühlsäußerungen oft von den Tieren doppelt und dreifach zurück.
Doch der Mensch, als Krone der Schöpfung (ha, ha) braucht, so meine ich, besonders viel Liebe, Zuneigung und Anerkennung, ist aber auch gleichzeitig in der Lage viel zu geben, wenn er will und sich traut.
Dass der Homo Sapiens ein ausgesprochen kompliziertes Lebewesen ist, lässt sich auch daran erkennen, dass wir nicht jeden Menschen lieben können, schon gar nicht so wie es in der Bibel geschrieben steht „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.“ Wobei sich mir persönlich die Frage stellt: „Wie liebt man sich selbst?“
Ich glaube, dass der Schöpfer es nicht vorgesehen hat wie wir es interpretieren. Interessieren würde mich in diesem Zusammenhang doch, wen der Schöpfer damit gemeint haben könnte. Meinen nächsten Nachbarn, zu dem ich so gut wie keinen Kontakt habe, oder vielleicht meine nächsten Verwandten, die allerdings räumlich weit von mir entfernt wohnen. Oder gar beide? Obwohl es große Unterschiede zwischen Mensch und Tier gibt, gibt es doch auch recht intensive Kontakte und Parallelen, manchmal auch gegenseitiges Verständnis zwischen diesen beiden Spezies. Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier wird sich wohl auch zukünftig nie ändern können. Denn in dem Maße, wie wir Menschen uns weiter entwickeln (wenn überhaupt), wird sich auch das Tier entwickeln. Das bestehende Verhältnis (die Differenz) bleibt folglich unverändert. Dass wir Menschen uns dieser Differenz bewusst sind, halte ich für sehr wichtig, denn nur dann werden wir die Tiere wieder mit dem notwendigem Respekt behandeln. Und nicht so, wie wir es heute tun, aus reinem Eigennutz, Egoismus und Geldgier (Hühnerknast, Tiertransporte).
Wir Menschen sind manchmal schon komisch. Einerseits stellen wir die Saatkrähen unter Naturschutz, obwohl reichlich vorhanden. Außerdem ist die Krähe ein Nesträuber. Gerne frisst sie die Eier und Jungen anderer kleinerer Vögel. Anderseits schaffen wir es nicht, Feldlerchen, Kiebitze und Rebhühner zu schützen. Alle drei Vogelarten sind Bodenbrüter. Sie brühten gerne in Kornfeldern und werden so von den Bauern vergiftet.
Auf diesem Planeten zu leben ohne zu lieben und ohne geliebt zu werden gehört wohl mit zu den schlimmen und qualvollen Dingen, die der Mensch erleben kann. Menschen, die es im Leben fürchterlich erwischt, z.B. durch einen Unfall, können meiner Meinung nach nur überleben, oder besser, neuen Lebensmut fassen, wenn sie geliebt werden und auch selbst lieben können. Einen Schwerbehinderten zu pflegen und ihm den Hintern zu putzen ist für viele Menschen nur möglich, wenn sie den Betreffenden lieben. (Außer man muss es beruflich tun.)
Liebe zu erleben, zu erspüren, durch seinen Körper fließen zu lassen, Liebe zu „trinken“ ja fast darin zu ersaufen, gehört sicherlich zu den schönsten Gefühlen, die der Mensch erleben kann. Aber auch mit der Liebe ist es so wie mit dem Essen und Trinken. Allzu viel ist ungesund. Vor allem dann, wenn man bereits ausreichend Liebe genießt, sollte man sich nicht „überlieben“ (im Sinne von überfressen) sozusagen. Wenn man aber schon einige Zeit, vielleicht sogar schon Jahre, keine Liebe mehr erfahren, erlebt hat, staut sich das Liebesbedürfnis ganz gefährlich auf. D.h. der Wunsch, endlich wieder lieben zu dürfen und geliebt zu werden kann fast unerträglich werden. Meistens drückt sich das bei uns Menschen dadurch aus, dass wir „näher am Wasser“ gebaut haben. Wenn sich dann mal eine Gelegenheit bietet zu lieben und/oder geliebt zu werden, meint man nicht genug davon zu bekommen, bis einem dann endlich der „Liebesdruck“ genommen ist
Ich bin der absoluten Überzeugung, dass die Liebe mit allen Tiefen und Höhen, mit allem Drum und Dran, zum Menschen gehört wie Essen und Trinken. Allerdings, wenn er nicht lieben kann, sind die dann entstehenden Mangelerscheinungen nicht so offensichtlich wie z.B. bei Wassermangel. Die Schäden, die sich der Mensch bei einem Liebesstau zuzieht, sind langfristiger Art. Ich denke, dass Depression eine typische Erscheinung ist, die auf Liebesstau zurückzuführen ist..
Ist eigentlich schon mal untersucht worden, wann, wie oft und wann das letzte Mal, Mörder oder Vergewaltiger richtigen Geschlechtsverkehr hatten? Oder gar ernsthaft geliebt haben und geliebt wurden?
Das männliche Sexualhormon Testosteron kann für eine ganze Menge Dummheiten und sogar für noch schwerere Vergehen bis hin zum Verbrechen (z.B. Vergewaltigung) des Mannes verantwortlich gemacht werden. Die Beweise hierfür sind bei Tieren leicht zu erbringen. Schwerer und problematischer bei uns Menschen. Ein nicht kastrierter Bulle (und noch eine ganze Reihe weiterer Tiere) ist immer aggressiver als ein kastriertes Tier. Wir brauchen uns nur mal vorzustellen, man würde einen kastrierten Stier, also einen Ochsen, zum Stierkampf in die Arena schicken. Was würde wohl passieren? Absolut nichts! Oder, unser Kater durfte ein Jahr lang als vollwertiger Kater seine nächtlichen Runden drehen. Fast jeden Morgen waren Spuren eines Kampfes, vermutlich mit einem Rivalen, an ihm festzustellen. Wir haben uns dann schweren Herzens entschlossen, ihn kastrieren zu lassen. Ab da kam er dann jeden Morgen ohne Blessuren nach Hause.
Ich denke, je mehr der Mann fickt, desto ruhiger und ausgeglichener ist er. Ein erfolgreicher Mensch, und das trifft auch bei Frauen zu, hat meistens ein ausgeglichenes, harmonisches Liebes- und Sexualleben, natürlich mit Orgasmus.
Sicherlich ließen sich noch einige Beispiele über das dominante Testosteron anführen.
Schlicht und einfach bedeutet das, dass beide Spezies (Mensch und Tier) über ein mehr oder weniger ausgeprägtes Sexualleben verfügen (Tiere sind in der Regel dem Empfängnis Rhythmus des Weibchens unterworfen) und diesen Trieb befriedigen wollen / müssen. Tun sie es nicht, gibt’s Probleme, vor allem bei uns Menschen. Warum wir dieser Tatsache so wenig Beachtung schenken, ist mir unverständlich.
Meines Wissens ist der Mensch das einzige Lebewesen auf diesem Planeten, welches GV (Geschlechtsverkehr) in verschiedenen Stellungen und immer vollziehen kann. Das allein ist für mich Beweis genug, dass für uns Menschen, wie ich es bereits sagte, GV erst in zweiter Linie der Fortpflanzung dient. In erster Linie ist GV für uns ein Genuss, der dem Vermehrungsritual eines Tieres weit „überlegen“ ist. Also auch der Akt selbst ist mit dem eines Tieres nicht annähernd vergleichbar. Das hätte dem großen Mann aus Rom eigentlich auch schon auffallen müssen. Es ist schon verwunderlich, das wir Menschen, vorwiegend Menschen einer bestimmten Religion, uns von Männern Vorschriften machen lassen müssen, die GV nur aus Büchern kennen (dürfen). Genau genommen dürfen diese Menschen ja nicht mal onanieren, sofern sie überhaupt wissen was das ist.
Wenn sich diese Menschen streng an die Vorschriften halten, sie also den körperlichen Bedürfnissen nicht nachkommen, muss ihnen ja das Ganze irgendwann zu Kopf steigen. Es kann nicht sein, dass der Schöpfer diese Opfer mit solchen Folgen beabsichtigt hat. Solange wir Menschen unserem Schöpfer diese (angebliche) Anordnung unterstellen, können wir den Sinn des Glaubens nicht begriffen haben. Und noch eins, wer sagt mir denn, dass es den Schöpfer, so wie wir ihn uns vorstellen, überhaupt gibt.
Und was ist mit den anderen richtigen, wirklich großen Geistern anderer Religionen? Im Rahmen der Globalisierung sollte es doch möglich sein, sich auf einen einzigen großen Geist zu einigen.
Da ist z.B. die Beschneidung der Vagina von kleinen Mädchen. Wie und wann ist der Mensch überhaupt zu so einer fürchterlichen Sache gekommen? Das Gebot, die Beschneidung durchzuführen, kommt überwiegend von Männern. Diese Typen gehören schlichtweg kastriert.
Wenn es einen Schöpfer gibt, dann könnte es ja möglich sein, dass er alt und schwach geworden ist und sich aus diesem Grund nicht mehr gegen das Böse durchsetzen kann. Das wäre für mich eine Erklärung dafür, warum es auf unsrem Planeten so zugeht, wie es zugeht.
Dem Lebenserhaltungstrieb, nämlich zu essen und zu trinken, unterliegen alle Lebewesen. So ist es auch nicht notwendig besonders darüber zu sprechen, außer der Hinweis, dass Essen und Trinken manchmal auch als Liebesersatz gesehen werden kann. Nämlich dann, wenn man nur ganz besondere Sachen isst und davon mehr als man braucht.
