Die moderne Trauerfeier - Kathrin Bultmeyer - E-Book

Die moderne Trauerfeier E-Book

Kathrin Bultmeyer

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Beschreibung

Das Buch "Die moderne Trauerfeier" macht darauf aufmerksam, dass jedes Leben einzigartig ist. Jede Geburt, jeder Geburtstag so unterschiedlich, nur die Trauerfeiern sind es im Grunde alle nicht. Dieses Buch gibt dem Leser einen Einblick, wie man es schaffen kann, eine einzigartige Trauerfeier zu planen. Mit einzelnen Kapiteln wird auf unterschiedliche Sterbefälle eingegangen und die entsprechenden Möglichkeiten werden dem Leser aufgezeigt. Zusätzlich vermittelt das Buch noch viele Ideen, wie die Trauergäste aktiv in die Zeremonie involviert werden können. So dass am Ende ein würdevoller Abschied, so individuell und einzigartig wie jedes Leben, gestaltet werden kann. "Die moderne Trauerfeier" richtet sich an alle professionellen Trauerredner, ebenso an alle Bestatter, aber auch an interessierte Angehörige.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 43

Veröffentlichungsjahr: 2018

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WIDMUNG

DIESES BUCH MÖCHTE ICH MEINER

AUßERGEWÖHNLICHEN FREUNDIN DANA

WIDMEN.

OHNE SIE WÄRE ICH NIE ZU MEINER

TÄTIGKEIT ALS TRAUERREDNERIN

GEKOMMEN.

INHALT

DANKSAGUNG

EINFÜHRUNG

NACH EINEM UNFALL

DER SUIZID

NACH LANGER ERKRANKUNG

DAS KIND

NACH KURZER ERKRANKUNG

DIE TRAUERFEIER AM GRAB

DIE TOTGEBURT

IM DEZEMBER

NACH DER TRAUERFEIER

SCHLUSSWORT

DANKSAGUNG

AN DIESER STELLE MÖCHTE ICH MICH BEI

MEINEM EHEMANN GANZ HERZLICH

BEDANKEN.

DENN OHNE IHN WÜRDE ES DIESES BUCH

GAR NICHT GEBEN.

NICHT NUR EINMAL HAT ER MICH IN

MEINEM TUN BESTÄRKT.

ER HAT MIR AUCH DIE ZEIT GESCHAFFEN,

DIESES BUCH ZU SCHREIBEN.

DANKE, ICH LIEBE DICH!

EINFÜHRUNG

Als Erstes möchte ich mich Ihnen vorstellen. Ich heiße Kathrin Bultmeyer und bin von Beruf Trauerrednerin.

Durch meine Freundin, die Bestatterin ist, kam ich auf diese interessante Arbeit. Sie erzählte mir, dass sich immer mehr Angehörige für eine weltliche Trauerfeier entscheiden und es noch nicht genügend freie Redner bzw. Trauerredner gibt. Also dachte ich einige Tage über ihre Worte nach. Welche Anforderungen würde diese Arbeit wohl an mich stellen?

Schaffe ich es vor so vielen Menschen zu sprechen?

Aber vor allem: Wie bekomme ich eine gelungene Trauerfeier überhaupt hin?

Wie stelle ich mir gar meine eigene Beerdigung vor?

Fragen über Fragen. Da ich eher ein Mensch der Taten bin, absolvierte ich kurz darauf ein Seminar zur Trauerrednerin. In dieser Zeit konnte ich viele meiner Fragen klären und den Rest würde die Zeit und die Erfahrung schon noch bringen. Mutig und vor allem motiviert legte ich los...

Mittlerweile habe ich schon zahlreiche Trauerfeiern begleitet und doch ist jede Trauerfeier anders. Und das ist auch gut so. Denn jeder Mensch ist anders!

Und das macht diesen Beruf auch so interessant und aufregend. Die Arbeit mit den Angehörigen empfinde ich immer als sehr angenehm. Dabei bekomme ich meistens das Gefühl in einem Team zu sein, das gemeinsam das gleiche Ziel verfolgt: Eine würdevolle Trauerfeier für den Verstorbenen zu gestalten.

Natürlich wird in diesem Rahmen oft geweint, aber manchmal auch gelacht und vor allem ganz viel erzählt. Meine Arbeit lebt davon. Ohne das Vertrauen der Angehörigen und ihren liebevollen Erzählungen könnte ich niemals eine einzigartige Trauerfeier formen.

Nun stellt sich einem vielleicht die Frage, was eine Trauerfeier denn einzigartig macht.

Privat war ich vorab schon auf einigen Beerdigungen gewesen. Doch bei dem Gedanken an meine eigene Trauerfeier, da stelle ich mir dann doch etwas anderes vor. Etwas mehr!

Ich würde mir wünschen, dass richtig über mich gesprochen wird und sich derjenige, der spricht an meinen Namen erinnert, ohne vorher in seiner Mappe zu blättern.

Ich würde mir wünschen, dass auf meine Angehörigen eingegangen wird, besonders auf meine Kinder. Gerade wenn sie noch klein wären.

Ich würde mir wünschen, dass jeder, der an meiner Trauerfeier teilnimmt, mich wenigstens einmal in den Erzählungen vor seinem geistigen Auge wieder sieht und innerlich nickt. Ja, so war sie oder ja, das habe ich mit ihr erlebt.

Am wichtigsten wäre mir jedoch, dass jeder, auch jemand Fremdes meinetwegen, nach der Trauerfeier beim Rausgehen eine grobe Vorstellung davon bekommen hat, wer ich war.

Und vielleicht auch ein Stück weit das Gefühl hat, mich gekannt zu haben.

Ja, das alles würde ich mir wünschen und ich denke so schwer ist das auch gar nicht umzusetzen.

Das Entscheidende für eine gelungene Trauerfeier ist das Vorgespräch mit den Angehörigen.

Am liebsten besuche ich die Angehörigen abends. Dann habe ich alle Zeit der Welt und muss nicht ständig gehetzt auf die Uhr schauen. Das bringt mir nichts außer Unruhe, die wiederum zur Folge hat, dass es die Angehörigen merken und sich dadurch nicht richtig öffnen.

Manchmal schicke ich vorab noch einen Leitfaden per E-Mail.. Daran können sich die Angehörigen orientieren, welche Fragen ich ihnen wohl stellen werde, wenn ich sie besuchen komme. So können sie sich dazu schon einmal ein paar Gedanken machen. Ich betone aber immer, dass es kein Muss ist, den Leitfaden zu lesen, sondern viel mehr als ein Angebot angesehen werden soll.

Beim Vorgespräch selbst sitze ich gerne an einem Tisch mit guter Beleuchtung, denn ich schreibe alles mit. Ich kann jeden nur davor warnen, zu glauben, sich alles merken zu können oder sich nur ein paar grobe Notizen zu machen. Wie schon gesagt, ich schreibe alles auf, jedes noch so kleine Detail. Auch Sachen, die mir die Angehörigen erzählen, aber nicht möchten, dass ich sie in der Rede verwende. Deshalb lese ich mein Geschriebenes auch meistens noch einmal vor. Das dient mir zum einen zur Kontrolle, falls sich doch einmal ein Fehler eingeschlichen hat. Dieses kann beispielsweise bei den Daten sehr schnell passieren. Außerdem muss noch nicht einmal mir der Fehler unterlaufen sein, manchmal irren sich auch einfach die Angehörigen und wenn ich ihnen das Hochzeitsdatum dann noch einmal vortrage, kommen plötzlich Proteste.

Zum anderen zeigt es auch den Angehörigen, was wir schon zusammen erarbeitet haben und oft lächeln sie dann. Sie freuen sich, wenn ich ihnen die Geschichten, die sie zuvor mir erzählt haben, noch einmal wiedergebe.

Das erfreut wiederum mein Herz.