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Im Jahr 2016 erhielt der japanische Zellforscher Yoshinori Ohsumi für seine Erkenntnisse zur Autophagie den Medizin-Nobelpreis. Seine Entdeckungen sind so simpel, wie sie genial sind. Und das Beste an ihnen: Sie können jedem Einzelnen von uns zu einem gesunden, schlanken und längeren Leben verhelfen. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Lassen Sie sich überraschen! Vera Moosbrugger gibt in ihrem Buch 'Die Nobelpreis-Diät' mit Hilfe von unterhaltsam aufbereiteten Forschungsergebnissen sowie ihren persönlichen Erfahrungen die Vorzüge des Intervallfastens weiter. Das Prinzip ist simpel: Sie essen während 8 Stunden ganz gewöhnlich und fasten dann 16 Stunden. Zumindest ist das eine von vielen Möglichkeit dem Intervallfasten nachzugehen. Und das Resultat? Ein besseres Immunsystem, weniger überflüssige Kilos und die besten Voraussetzungen für ein längeres, vitales Leben. Dieser Ratgeber bietet ein breites Hintergrundwissen zu den verschiedenen Aspekten rund um das Intervallfasten und beantwortet Ihnen folgende Fragen: - Warum wird es Zeit für eine wissenschaftliche Herangehensweise beim Abnehmen? - Welche positiven Auswirkungen hat das Intervallfasten auf mein Gewicht? - Wie verbessert sich dank des Intervallfastens mein Immunsystem? - Welcher Fastentyp (16/8-Rhythmus, 5/2-Rhythmus,... ) ist der richtige für mich? - Was hat der Medizin-Nobelpreis mit einer Diät zu tun? Ihre Wunschfigur sowie ein gesundes Leben liegen nur eine Buchlänge von Ihnen entfernt. Seien Sie gespannt, wie die Erkenntnisse des Nobelpreisträgers Yoshinori Ohsumi auch Ihr Leben verändern werden!
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Seitenzahl: 99
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Vorab
Ein FAQ für Zweifler
Meine Beweggründe und warum Sie dieses Buch lesen sollten
Klassische Diäten scheitern, es ist Zeit für eine wissenschaftliche Herangehensweise
Was Sie zum Intervallfasten wissen sollten
Fasten ist nichts Neues
Müllentsorgung in der Zelle: Die Autophagie
Die positiven Auswirkungen des Intervallfastens
Das Körpergewicht: Meine Wunschfigur
Der Alterungsprozess: Anti-Aging
Das Immunsystem: Resistenter gegen Krankheiten
Das Gehirn: Glücksgefühle am laufenden Band
Ihr Weg zum Intervallfasten
Fastenstart: Es kann losgehen …
Baukastensystem: Für jeden die richtige Variante
16/8-Rhythmus
18/6-Rhythmus
5/2-Rhythmus
24-Stunden- oder 10in2-Rhythmus
Ihr individueller Rhythmus
Fasten leicht gemacht: Tipps & Tricks
Ein Blick über das Fasten hinaus
Die optimale Ernährung
Hochwertige & frische Lebensmittel
Kohlenhydrate: Ja, Nein, Vielleicht?
Die unterschätzte Bedeutung der Proteine
Fette sind nicht gleich Fette
Optimale Ernährung beim Intervallfasten
Der unterstützende Sport
Muskelaufbau lohnt sich
Krafttraining vs. Ausdauersport
Der richtige Trainingszeitpunkt
Achtsamkeit für den Körper
Legen Sie eine Pause ein
Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl
Gönnen Sie sich Zeiten der Entspannung
Ein Fazit: Kurzzeitfasten für Langzeiterfolg
Wahrscheinlich möchten Sie gleich zu Beginn wissen, ob die sogenannte „Nobelpreis-Diät“ auch für Sie die richtige Form ist, um langfristig Ihr Wunschgewicht zu halten und energiegeladen, gesund und länger durchs Leben zu gehen? Die Chancen stehen gut.
An dieser Stelle finden Sie die häufigsten Bedenken, denen diese neue Art der Ernährungsweise oft begegnet:
Muss ich bei dieser Diät auf bestimmte Lebensmittel verzichten, Kalorien zählen und mich möglichst von Essenseinladungen fernhalten?
Die Antwort darauf lautet in allen drei Fällen: Nein! Denn diese Art der Ernährungsweise zielt in erster Linie nicht auf das Erreichen eines kalorischen Defizits ab und verbietet auch nicht eine spezielle Lebensmittelgattung. Kalorienreduzierte Diäten kursieren bereits mehr wie genug in unserem täglichen Umfeld, da erzähle ich Ihnen bestimmt nichts Neues. Die Nobelpreis-Diät ist keine Diät der herkömmlichen Art, genau genommen ist es sogar keine Diät. Aber mehr dazu erfahren Sie in diesem Buch.
Muss ich den JoJo-Effekt fürchten?
Auch dazu lautet die Antwort ganz klar: Nein. Wissenschaftliche Studien zeigen bei dieser kurzen Art des Fastens keine nachgelagerte Gewichtszunahme, nachdem das Fasten beendet wird. Der Prozess der sogenannten „Autophagie“ ist ein komplexer, doch dank jüngster Studienergebnisse erkennen wir immer mehr, was sich in den einzelnen Zellen während des Fastens abspielt und können die Erkenntnisse zu unseren Gunsten nützen.
Muss ich mir von der Arbeit frei nehmen, um diese Art des Fastens durchzuziehen?
Nein, ganz bestimmt nicht! Idealerweise setzen Sie das Intervallfastens auch nicht nur für eine Woche, sondern für mehrere Wochen oder gar Monate um - und so lange werden Sie wohl eher nicht von der Arbeit fernbleiben können. Das Intervallfasten können Sie ganz leicht an Ihre produktiven Stunden im Alltag anpassen und den Essbzw. Fast-Rhythmus nach Ihren individuellen Bedürfnissen ausrichten. Aus einer Anzahl an verschiedenen Fastenvarianten können Sie die für Sie perfekte auswählen. Die Auswahl ist wahrscheinlich größer, als Sie vermuten.
Muss ich mit teuren Kosten rechnen?
Nein, sogar das Gegenteil trifft zu: Sie werden Geld sparen! Für das Intervallfasten ist kein Kauf von exotischen Lebensmitteln, hochwertigen Pülverchen oder teuren Kapseln notwendig. Sie kaufen weiterhin Ihre gewohnten Nahrungsmittel, nur der Umfang des wöchentlichen Einkaufs wird weniger werden und das wird sich positiv auf Ihre Geldbörse auswirken.
Muss ich mein Chemieverständnis aus der Schule auffrischen, damit ich verstehe, wieso für diese neuen Fastenerkenntnisse der Medizin-Nobelpreis verliehen wurde?
Nein, glücklicherweise nicht! Ich selber habe mir das Wissen hinter dem vom Zellforscher Yoshinori Ohsumi erforschten Phänomen eigenständig und ohne großes Chemie- und Medizinwissen angeeignet. Die Erkenntnisse des japanischen Forschers, der im Jahr 2016 den Nobelpreis für seine Entdeckung erhalten hat, sind zwar komplex und vielschichtig, doch mit ein wenig Neugier sehr leicht verständlich.
Ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und die notwendige Achtsamkeit meinem Körper gegenüber, so würde ich meine derzeitige Lebensweise beschreiben. Doch das war nicht immer so. Auch wenn ich das Interesse an speziellen Ernährungsformen schon lange in mir trage, war das doch eine recht große Achterbahnfahrt in meinem Leben. Manchmal habe ich total gesund, ausgewogen und diszipliniert gegessen, dann wieder über Wochen dem Essen keine Zeit gegeben, am Arbeitsplatz zu Mittag und möglichst ohne (Koch-)Aufwand zu Abend gegessen. Auf Dauer konnte das ja nicht gut gehen. In Kombination mit wenig Schlaf und permanentem Arbeits- und Freizeitstress habe ich mich eines Tages mit akuten Verdauungsproblemen und einem deutlich geschwächten Immunsystem wiedergefunden. Ich wusste, dass ich etwas ändern sollte. Nur was?
Das war die große Frage. Von Blitzdiäten und Entschlackungskuren hatte ich noch nie viel gehalten, also machte ich mich auf die Suche nach einer längerfristigen und nachhaltigeren Lösung für meine Gesundheitsprobleme.
Das war vor knapp eineinhalb Jahren. In dieser Zeit kursierten in den Medien interessante Schlagzeilen zum Nobelpreis der Medizin, den der japanische Zellforscher Yoshinori Ohsumi für seine Erkenntnisse zum Fasten erhielt. Mich interessierte dieses Thema und ich begann mich genauer zu informieren. Stunde für Stunde und Artikel für Artikel tat sich für mich ein Themenfeld auf, das mich faszinierte und dem ich mit einer Mischung aus Skepsis und gleichzeitiger Neugier begegnete. Konnte es wirklich sein, dass Intervallfasten dem Körper soviel Gutes tat, das Körpergewicht regulierte, ein Jungbrunnen und Energielieferant darstellte und gleichzeitig auch noch das Immunsystem verbesserte? Die positiven Auswirkungen schienen für meinen Geschmack schon fast zu viele (oder besser gesagt: zu übertrieben) zu sein, doch ich wollte es genauer wissen. Und so war es nur die logische Konsequenz, dass ich mir Studien zu diesem Thema ansah, Experteninterviews las und mir mein Wissen zum Intervallfasten Schritt für Schritt aneignete.
Mein Bekanntenkreis reagierte erst skeptisch, was mich jedoch nicht verwunderte. Immerhin glaubte ich der ganzen Geschichte auch erst, nachdem ich es selber einige Wochen am eigenen Leib ausprobierte. Zwischenzeitlich praktiziere ich die 16/8-Regel des Intervallfastens schon über ein Jahr, und meine Begeisterung ist nicht kleiner geworden. Zu Beginn konnte ich mir nicht vorstellen, ganze 16 Stunden am Tag bzw. in der Nacht nicht zu essen und täglich nur ein Zeitfenster von 8 Stunden für diese überlebenswichtige Tätigkeit zu haben. Ich war damals definitiv die kleine „Snackerin“, die ohne kleine Zwischenmahlzeiten nicht überleben konnte. Zumindest habe ich mir das eingebildet oder es hat sich eben so angefühlt. Doch der Schritt hin zum neuen Ess-Fast-Rhythmus war nicht annähernd so dramatisch, wie ich es erwartet hatte. Meine größten Bedenken waren, dass mein Blutzuckerspiegel solche Fastenstunden gar nicht liebt und ich in dieser Zeit nur schwindelig und abgeschlagen in der Gegend umherirre. Interessanterweise war das Gegenteil der Fall. Nach ein paar Tagen schon stellte sich mein Körper auf den neuen Rhythmus ein und ich war in den Stunden des Fastens wesentlich konzentrierter und einsatzfähiger wie nach manch klassischem Mittagessen und dem mit ihm verbundenen Tief.
Heute bin ich an dem glücklichen Punkt, an dem ich dank des Intervallfastens…
über ein deutlich besseres Immunsystem verfüge.
mich in meinem Körper wohl fühle.
mein Wunschgewicht erreicht und gehalten habe.
wesentlich mehr Energie im Alltag habe.
mir keine Gedanken mehr über Kalorien mache.
und mir ein Leben ohne Intervallfasten nicht mehr vorstellen möchte.
Sollten meine euphorischen Erzählungen nun dezent unglaubwürdig klingen, dann verstehe ich Sie nur zu gut. Mir ging es zu Beginn ja, wie bereits erwähnt, genau gleich. Immerhin sind wir geprägt von den Reklamen unzähliger Hochglanzmagazine, in denen monatlich eine neue Wunderdiät auf uns einrieselt. Der große und bedeutende Unterschied bei dieser – von mir so genannten – Nobelpreis-Diät ist jedoch, dass sie auf einem breiten, wissenschaftlichen Fundament steht. Es handelt sich eben nicht um eine weitere Marketingidee der Ernährungs- und Medienindustrie, sondern um ein biochemisch untersuchtes Phänomen. Dieser Unterschied ist wichtig, zumindest aus meiner Sicht. Und glücklicherweise teile ich diese Meinung auch mit dem Komitee des Medizinnobelpreises. Immerhin hat dieses Komitee die wissenschaftliche Erkenntnis von Zellforscher Yoshinori Ohsumi als „den größten Nutzen für die Menschheit im Jahr 2016“ eingestuft. Genau das ist nämlich der Beweggrund für die Vergabe des jährlichen Nobelpreises.
Meiner persönlichen Meinung nach ist es nicht an der Zeit, die dreihundertste Diät auf den Markt zu werfen und zu hoffen, dass ein paar Abnehmlustige sich darauf stürzen werden. Vielmehr ist es an der Zeit, sich mit Hilfe von wissenschaftlichen Studien, neuesten Erkenntnissen und untermauerten Fakten auf die Suche nach einem passenden Ernährungsweg zu machen. Das ist auch der Grund, wieso ich am Ende des Buchs die Quellenangaben zu den von mir erwähnten Studien, Forschungsartikeln und Webseiten anführe und Sie einlade, sich bei auftauchenden Zweifeln oder einem besonders interessanten Themenaspekt gern die weiterführende Literatur zur Hand zu nehmen. Es erscheint mir wichtig, dass Sie sich selbst eine Meinung zu diesem Thema bilden und die Hintergründe zu verstehen versuchen.
Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen mit mir gemeinsam auf Erkundungstour zu diesem Thema zu gehen. Sollten Sie schon einiges zum Intervallfasten wissen, so werden Sie hoffentlich dennoch ein paar neue Studienergebnisse und hilfreiche praktische Tipps in diesem Buch finden. Und wenn Sie als Neuling in die Thematik einsteigen, dann werden die kommenden Kapitel für Sie umso spannender. Soviel traue ich mich ganz mutig zu versprechen.
B evor es nun in die Tiefen des Intervallfastens geht, werfen wir noch einen kurzen Blick auf das „Big Picture“, das große Ganze der Abnehmen- und Diätindustrie. Wieso um alles in der Welt kursieren so unglaublich viele Diät- und Abnehmtipps in unserer Gesellschaft? Und warum quält sich dennoch jeden Sommer (gefühlt) die gesamte westliche Zivilisation mit der begehrenswerten Strandfigur ab? Irgendwo liegt da doch ein Fehler im System. So viele Diättipps und gleichzeitig so unglaublich viele Personen, die mit Ihrer Figur unzufrieden sind: Wo liegt das Problem?
Dazu möchte ich Ihnen in aller Kürze vier Gedanken mit auf den Weg geben:
Kaum eine Diät steht auf wissenschaftlichen Beinen!
Was das bedeutet, können Sie sich wohl selber ausmalen. Unzählige Menschen sind im Laufe Ihres Lebens immer einmal wieder auf der Suche nach einem einfachen Weg zu Ihrer Traumfigur. Da kommen Schlagzeilen zur neuen Glyx-, Trennkost- oder basischen Diät gerade recht. Doch in Wahrheit verbergen sich dahinter leider oft nur große Marketingmaschinerien, mit Dollarzeichen in den Augen und dem gnadenlosen Wunsch ihre Schlankheitsprodukte und Unterhaltungsmagazine zu verkaufen. Die Bandbreite an kuriosen und kreativen Diäten ist groß, doch den Argumentationsketten dieser Konzerne fehlt meist die nötige Basis an wissenschaftlichem Fundament.
Und genau das möchte ich Sie bitten im Hinterkopf zu behalten: Trauen Sie keiner neuen Ernährungsform, wenn sie nicht auf einer soliden, breiten, wissenschaftlichen Basis steht! Immerhin sind wir im 21. Jahrhundert und müssen über viele Vorgänge in unserem Körper nicht mehr nur mutmaßen, sondern können Zahlen und Fakten an die Hand nehmen und anhand dieser entscheiden.
Manche Diät ist gar gesundheitsgefährdend!
Meine Skepsis gegenüber so manch abenteuerlicher Diät geht sogar noch weiter. Oft werden diese ohne ärztliche Begleitung im Eigenversuch angepriesen und enden „bestenfalls“ im so gut bekannten JoJo-Effekt und im schlimmsten Fall mit groben Gesundheitsproblemen im Bereich des Herz-Kreislaufsystems, Verdauungstrakts oder Hormonhaushalts. Die Auswirkungen von Diäten können von Vitamin- und Mineralstoffmangel aufgrund der einseitigen Ernährung oder einer Überlastung unseres Ausscheidungsorgans, der Niere, bis hin zu komplexen Irritationen des Stoffwechsels oder Hormonhaushalts reichen. Mit der Gesundheit ist nicht zu spaßen, und manche Diät bringt die Balance des Körpers so außer Takt, dass wir unserem Körper mehr Schaden wie nutzen.
Ärztliche Begleitung ist oft empfehlenswert!
Sich einer selbst verschriebenen Diät unterzuordnen ist jedenfalls nur für absolut gesunde Menschen zu empfehlen. Es versteht sich wohl von selbst, dass schwangere oder alte und gebrechliche Personen sich keinesfalls auf ein solches Experiment einlassen sollten. Genauso wenig dürfen chronisch Erkrankte oder Personen mit einer Essstörung solche Experimente in Eigenregie wagen.
Im Idealfall findet vor dem Start einer einschneidenden Ernährungsumstellung ein beratendes Gespräch mit dem Arzt statt, der den individuellen Körper am besten kennt und seine Belastbarkeit am besten einschätzen kann.
