Die Nonne - Denis Diderot, - E-Book

Die Nonne E-Book

Denis Diderot

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Beschreibung

Ungezügelte Lust hinter Klostermauern: „Die Nonne“ von Denis Diderot jetzt als eBook bei dotbooks. Die junge Suzanne wird gegen ihren Willen in ein Kloster geschickt. Schon bald muss sie feststellen, dass es hinter den Klostermauern nicht so keusch zugeht, wie sie immer vermutet hat. Als ihr schließlich gar die Mutter Oberin ihre ganze Aufmerksamkeit widmet, ist die junge Frau zutiefst verunsichert. Sie spürt eine sexuelle Lust in sich erwachen, gegen die sie sich kaum zu wehren vermag. Sie weiß, dass es Unrecht ist, zu was sie hier verleitet wird. Doch sie ist ihrer Vorgesetzten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich in ihr Schicksal zu ergeben ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: „Die Nonne“ von Denis Diderot. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks – der eBook-Verlag. Jugendschutzhinweis: Im realen Leben dürfen Erotik und sexuelle Handlungen jeder Art ausschließlich zwischen gleichberechtigten Partnern im gegenseitigen Einvernehmen stattfinden. In diesem eBook werden fiktive erotische Phantasien geschildert, die in einigen Fällen weder den allgemeinen Moralvorstellungen noch den Gesetzen der Realität folgen. Der Inhalt dieses eBooks ist daher für Minderjährige nicht geeignet und das Lesen nur gestattet, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind.

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Seitenzahl: 396

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Über dieses Buch:

Die junge Suzanne wird gegen ihren Willen in ein Kloster geschickt. Schon bald muss sie feststellen, dass es hinter den Klostermauern nicht so keusch zugeht, wie sie immer vermutet hat. Als ihr schließlich gar die Mutter Oberin ihre ganze Aufmerksamkeit widmet, ist die junge Frau zutiefst verunsichert. Sie spürt eine sexuelle Lust in sich erwachen, gegen die sie sich kaum zu wehren vermag. Sie weiß, dass es Unrecht ist, zu was sie hier verleitet wird. Doch sie ist ihrer Vorgesetzten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich in ihr Schicksal zu ergeben ... 

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Neuausgabe Dezember 2015

Copyright © der Originalausgabe 2005 Helmut Werner

Copyright © der vorliegenden überarbeiteten

Neuausgabe 2015 dotbooks GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages

wiedergegeben werden.

Titelbildgestaltung und Titelbildabbildung: Nele Schütz Design unter Verwendung von shutterstock/carlo dapino

ISBN 978-3-95824-583-9

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Im realen Leben dürfen Erotik, Sinnlichkeit und sexuelle Handlungen jeder Art ausschließlich zwischen gleichberechtigten Partnern im gegenseitigen Einvernehmen stattfinden. In diesem eBook werden erotische Phantasien geschildert, die vielleicht nicht jeder Leserin und jedem Leser gefallen und in einigen Fällen weder den allgemeinen Moralvorstellungen noch den Gesetzen der Realität folgen. Es handelt sich dabei um rein fiktive Geschichten; sämtliche Figuren und Begebenheiten sind frei erfunden. Der Inhalt dieses eBooks ist für Minderjährige nicht geeignet und das Lesen nur gestattet, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind.

Denis Diderot

Die Nonne

Erotischer Roman

dotbooks.

VORWORT

Für Diderot steht das Wort Goethes, vom einzig Individuum, an dessen Sachen zu mäkeln den Philister kennzeichnet; es mag heute noch nötig sein, sich diesen Ausspruch ins Gedächtnis zu rufen, wo Bedenklichkeiten fast immer an der falschen Stelle stehen, und man die Fähigkeit, den Geist eines Dinges reinlich zu erkennen, nicht allerorten findet. Gewählt wurde aus dem Werk dieses bedeutsamen originalen Mannes La Religieuse, die Nonne, eines der lebendigsten Bücher des 18. Jahrhunderts; wahrer und künstlerischer Bericht; entsprechend seinem Bekenntnischarakter in einem einzigen großen Zuge geschrieben; aufrichtig, von innerer Wahrheit des Geschehens, ergreifend im Dokumentären, dessen Wert die äußere Entstehungsursache des Buches nicht mindert. Der angefügte Briefwechsel gibt über dieses Moment hinreichend Aufschluß. Dieses Buch des »ersten modernen Geistes« — ein Wort der Goncourt, das mehr und mehr gültig wird — bezeichnet im Schaffen Diderots einen Höhepunkt, menschlicher Art, weil reiner das Pathos der Anklage gegen die Gesellschaft niemals tönte, künstlerischer Art, da in ihm der geistreiche, einfallszersprengte, anekdotenhafte Stil seiner anderen Prosa zum erstenmal sich zu wirklicher Einheit, natürlicher Abfolge und gemessener Komposition zusammenfindet. Seine »Bijoux indiscrets«, weniger spitz und graziös als Crébillon, sind wohl erotischer, wie in der Nonne das erotische Moment überhaupt zu einem nur geringen und durch die Anlage des Werkes logischen Moment zurücktritt, »Jaques le Fataliste« ist witziger, besteht indessen zwischen dem Sterneschen Yorick und dem Voltaireschen Candide nicht als originales Gebilde; so konnte also für diese Sammlung nur die Nonne gewählt werden, und sie mag dies mit ihrem inneren Gewicht, ihrem ernstmachenden Naturalismus, jedem verständigen Geschmack gegenüber erklären. Das Buch steht überdies in dieser Reihe als ein Beispiel der streng moralischen Erotika; dies in einem Sinne, daß es mit dem größten Werk des französischen Immoralismus, mit Laclos: »Liaisons dangereuses«, keinen Zusammenhang mehr hat; auch andere Luft als Voltaires helle skeptische Geistigkeit atmet, der zu diesen Argumenten gegen Religion, Staat usw. sich nur dialektisch verhielt, im Ganzen in seiner eigenen Sphäre der Souveränität unerreicht verblieb. So ist Diderots Werk bürgerlicher Herkunft; ein Rationalist hat es geschrieben und die Untiefe dieser Epoche europäischer Kultur bezeichnet es. In unserer Reihe war es als Zeugnis aus dieser Zeit und diesem Kreis unersetzbar, und über allem Für und Wider besagt es sich durch die Gewalt seiner Schilderung, die jenseits jeder Theorie noch heute zum Gefühl des Lesers spricht.

Die Übertragung bringt die revidierte Arbeit Carmers von 1798, die stil- und sprachgerechte Verdeutschung eines in Paris lebenden Buchdruckers und Buchhändlers, der Mittel seines schriftstellerischen Handwerks umso mächtiger, als er, sie zu üben, mehr Muße als die Professionellen haue. Die Anmerkungen des Übersetzers, für die heutige Einsicht von nur bedingtem Wert, blieben fort; Änderungen beschränkten sich auf einige Wortersetzungen und Stilkorrekturen.

Walther Petry.

DIE ANTWORT DES MARQUIS VON Croismare, falls ich eine von ihm erhalte, wird mir die ersten Zeilen dieser Erzählung an die Hand geben. Ehe ich von ihm schreibe, habe ich ihn kennen wollen. Er ist ein Mann aus der großen Welt; er hat sich Ruhm im Dienste erworben; er hat seine Jahre; er ist verheirathet gewesen; er besitzt eine Tochter und zwey Söhne, die er liebt, und von denen er geliebt wird. Er ist von Geburt, hat Kenntnisse Geist Frohsinn; findet Geschmack an den schönen Künsten und liebt vornehmlich Eigenthümlichkeit. Man hat ihn mir als einen Mann von Empfindung, von Ehre, von Rechtschaffenheit gerühmt und ich habe, durch alles, was man mir von ihm gesagt hat, gesehen, daß ich keinen mir nachtheiligen Mißgriff that, indem ich mich an ihn wendete; indeß steht es nicht zu erwarten, daß er an meinem Schicksale thätigen Antheil nehmen werde, wenn er nicht weiß, wer ich bin; und dieser Bewegungsgrund bestimmte mich, meine Eigenliebe, meine Abneigung zu überwinden und diese Denkschrift anzufangen, in der ich einen Theil meines Unglücks, ohne Kunst und Talent, mit der Natürlichkeit eines Mädchens meines Alters und der Offenherzigkeit meines Charakters verzeichnen will. Da mein Beschützer es vielleicht fordern, oder mir auch einst die Lust kommen könnte, zu einer Zeit meine Erzählung zu vollenden, wenn die Thatsachen vielleicht aufgehört hätten, meinem Gedächtnisse gegenwärtig zu seyn: so habe ich gedacht, die kurze Inhaltsanzeige, womit ich sie beschließe, und der tiefe Eindruck, der mir von meinen Begegnissen, so lange ich lebe, übrig bleiben wird, würden hinreichen, sie meinem Gedächtnisse zurückzurufen.

Mein Vater war Gerichtsanwalt. Er hatte meine Mutter geheirathet als er schon ziemlich zu Jahren gekommen war; aus dieser Ehe waren drey Töchter entsprossen. Sein Vermögen hätte mehr als ausgereicht, sie sämmtlich gehörig auszustatten; aber dazu müßte seine Zärtlichkeit unter sie gleich getheilt gewesen seyn; doch muß ich leider sagen: dieß war weit entfernt, der Fall genannt zu werden. Gewiß hat die Natur mir mehr Annehmlichkeit des Geistes und der Gestalt, mehr Character und Talent als meinen Schwestern verliehn; aber gerade dieß schien meinen Eltern zuwider zu seyn. Das was sie und angestrengter Fleiß mir vor meinen Schwestern vorausgegeben, hätte ich, da es für mich eine Quelle von Kränkungen war, gern vertauscht; um wie sie, von meinen frühen Jahren an gehegt, gepflegt, geliebkost und entschuldigt zu werden. Traf sichs, daß zuweilen zu meiner Mutter gesagt ward: Sie haben allerliebste Kinder, ... so wollte man das niemals auf mich gedeutet haben. Dann und wann freylich erhielt ich Ersatz dieser Ungerechtigkeit, durch andere; alsdann aber kam mir zu Hause, in der Einsamkeit das erhaltene Lob so theuer zu stehen, daß ich lieber hätte geschimpft worden seyn mögen; je mehr mich Fremde vorzogen, desto übellauniger war man zu Hause gegen mich, so bald die Fremden wieder weg waren. O, wie oftmals habe ich geweint, nicht häßlich, dumm, einfältig, hochmüthig zu seyn; kurz, nicht alle die Unarten zu besitzen, trotz deren meine Schwestern bey unsern Eltern gut angeschrieben standen. Häufig habe ich bey mir selber gefragt: woher denn doch dieß sonderbare Betragen von einem Vater, einer Mutter kommen könnte, die in andern Stücken rechtlich gerecht und fromm waren? Soll ich Ihnen meine Herzensmeinung sagen, mein Herr? Einige meinem Vater in seinem Zorn entschlüpfte Worte, denn er war sehr heftig, einige zu verschiednen Zeiten von mir aufgefaßte Umstände, verschiedentliches Gemunkel unsrer Nachbarn, Reden, die unserm Gesinde entfielen, haben mich eine Ursache davon argwöhnen lassen, die meine Eltern ein wenig entschuldigte. Vielleicht hatte mein Vater einige Ungewißheit über meine Geburt; vielleicht ward, — was weiß ich? — meine Mutter durch mich an einen Fehltritt, den sie einst begangen, oder an die Undankbarkeit eines Mannes erinnert, den sie allzusehr geliebt hatte. Selbst angenommen diese Vorstellungen wären unwahr, was schadete es, sie Ihnen anzuvertrauen? Sie werden diese Schrift verbrennen, und ich verspreche das Nämliche in Absicht Ihrer Antwort zu thun. Da wir drey Geschwister kurz auf einander zur Welt gekommen waren, so wurden wir auch alle zugleich groß. Es bemühten sich Freywerber um uns. Um meine älteste Schwester meldete sich ein sehr angenehmer junger Mann. Bald merkte ich, er zeichne mich aus, ich würde der Gegenstand seiner Aufmerksamkeiten; aber wohl fühlend was dieser gegebene Vorzug mir für Kränkungen zuwege bringen könnte, benachrichtigte ich meine Mutter davon. Dieß ist vielleicht das Einzige, was ich ihr mein Lebelang habe zu Dank machen können; Sie werden aber hören, wie ich dafür belohnt worden bin.

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