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Bereits als Student faszinierten mich die Reflexionen des französischen Jesuiten Pierre Teilhard de Chardin über das Universum, die er insbesondere in seinem Hauptwerk "Der Mensch im Kosmos" dargelegt hatte. Für Teilhard de Chardin stand fest, dass das Universum und seine Entwicklung mehr ist als nur ein rein physikalisch-chemischer Prozess. Es schien ihm, als ob der Kosmos von einer inneren Kraft getrieben sei, die ihn zu immer höheren Organisationsformen führe. Er nennt diesen Prozess Komplexifikation. Diese Vorstellung Teilhard de Chardins ließ mich seit vielen Jahrzehnten nicht los und regte mich immer wieder an, mir selbst Gedanken zur Entwicklung des Universums zu machen. Das nun hier vorliegende Buch ist ein Versuch diese Gedanken zu systematisieren.
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Seitenzahl: 152
Veröffentlichungsjahr: 2020
Johannes J. Urbisch
Die Psychedes Universums
Der Weg von Quarks zum Bewusstsein
Mein besonderer Dank gilt Frau Barbara Müller-Heiden für das Korrekturlesen. Danken möchte ich auch Herrn Lothar Steffens für sachdienliche Hinweise bei der Gestaltung der Umschlagsseite.
Impressum:
Johannes Urbisch,
„Die Psyche des Universums – Der Weg von Quarks zum Bewusstsein“
Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg,
E-Mail: [email protected], Telefon: +49 (0)40/28 48 425-0
Satz: Johannes J. Urbisch
Umschlag: Johannes J. Urbisch
Umschlagsfoto Quelle: CC-BY-03 ESO/M.-R. Cioni/VISTA Magellanic Cloud survey. Acknowledgment: Cambridge Astronomical Survey Unit
ISBN:
978-3-7497-8369-4 (Paperback)
978-3-7497-8370-0 (Hardcover)
978-3-7497-8371-7 (e-Book)
Einleitung
Teil I: Das Universum in der Wahrnehmung unserer Vorfahren
Die Kosmologie und Kosmogonie
Die Urmenschen
Die Ältesten Himmelsdarstellungen
Die frühen Hochkulturen
Indien
China
Mesopotamien
Ägypten
Das Weltbild der Bibel
Minoische Kultur
Antikes Griechenland
Vorsokratiker
Sokrates und seine Nachfolger
Hellenismus und Römische Kaiserzeit
Mittelalterliche Kosmologie
Die kopernikanische Wende
Die Neuzeit
Die modernen Naturwissenschaften
Zusammenfassung
Teil II: Das Universum in naturwissenschaftlicher Sicht
Vom Urknall bis zu den Galaxien
Das junge Universum
Bildung von Ursternen und Galaxien
Entstehung der Planetensysteme
Woraus besteht das Universum?
Andere Möglichkeiten
Die Entstehung und Entwicklung der Erde
Hadaikum
Archaikum – Das Leben entsteht
Proterozoikum
Phanerosoikum
Paläozoikum – Das Erdaltertum
Das Kambrium und Ordovizium
Silur
Devon
Karbon
Perm
Mesozoikum – Das Erdmittelalter
Trias
Jura
Kreide
Känozoikum – Die Erdneuzeit
Paläogen
Neogen
Quartär
Das bewusste Leben – Der Mensch
Die Vorfahren des Menschen
Die Vorfahren des Homo sapiens
Homo sapiens sapiens
Teil III: Die Komplementarität des Universums-Stoffes.
Der Prozess der Komplexifikation
Komplexifikation und Evolution
Die Komplexifikation ist ein immanentes Attribut des Universumsstoffes?
Offene Fragen
Dunkle Materie und Energie
Das Phänomen der Quantenverschränkung
Die Feldtheorie und Fernwirkung
Das Leben
Seine chemischen Grundlagen
Die Eigenschaften des Lebens
Das Bewusstsein
Was ist Bewusstsein?
Wie funktioniert das Bewusstsein?
Fazit
Der Universumsstoff und seine Eigenschaften
Vielfalt
Einheitlichkeit
Die „andere Seite“ des Universumsstoffes
Das Prinzip der Kausalität
Der andere Ansatz
Verschiedene Weltanschauungen
Der Dualismus
Der Physikalismus
Der Hylemorphismus
Materie und Geist – zwei Seiten der einen Wirklichkeit
Pierre Teilhard de Chardin
Die Psyche des Universums
Hinweise aus dem alltäglichen Leben
Schlussfolgerungen und Perspektiven
Nachwort
Literatur
Einleitung
Bereits als Student faszinierten mich die Reflexionen des französischen Jesuiten Pierre Teilhard de Chardin über das Universum, die er insbesondere in seinem Hauptwerk „Der Mensch im Kosmos“1 dargelegt hatte. Für Teilhard de Chardin stand fest, dass das Universum und seine Entwicklung mehr ist als nur ein rein physikalisch-chemischer Prozess. Es schien ihm, als ob der Kosmos von einer inneren Kraft getrieben sei, die ihn zu immer höheren Organisationsformen führe. Er nennt diesen Prozess Komplexifikation. Diese Vorstellung Teilhard de Chardin´s ließ mich seit vielen Jahrzehnten nicht los und regte mich immer wieder an, mir selbst Gedanken zur Entwicklung des Universums zu machen. Das nun hier vorliegende Buch ist ein Versuch diese Gedanken zu systematisieren.
Und in der Tat, wenn man die Entwicklung des Universums seit dem so genannten Urknall verfolgt, stellt man fest, dass der Stoff, aus dem der Kosmos aufgebaut ist, mit all seinen Erscheinungen in der Raumzeit immer höher organisierte Formen annimmt. Aus der Ursingularität wird das Urplasma aus dem sich dann die ersten subatomaren Teilchen bilden, diesen folgen die Atome, die sich dann zu Molekülen „organisieren“, aus denen sich anschließend die Ursterne und Protogalaxien zusammenballen u.s.w.
Dieser Prozess bleibt aber nicht auf der rein physikalischen Ebene stehen, sondern setzt sich fort, in dem, was wir das Leben nennen, das seinerseits wiederum in dem bisher vorläufigen Höhepunkt seine Fortsetzung findet, den wir als Bewusstsein bezeichnen.
Angesichts dieses offensichtlichen Prozesses stellt sich die Frage: Was treibt den Stoff des Universums dazu, sich zu immer höheren Formen zu organisieren und wie muss seine Struktur beschaffen sein, um all diese Phänomene zu erklären? Verfügt der Stoff des Universums über eine innere Kraft, die diesen Prozess antreibt? Da nach Ansicht der heutigen Naturwissenschaft die vorhandene, experimentell erfass- und messbare Materie- und Energiemenge nicht ausreichen, um die Entwicklung des Universums zu beschreiben, wird eine dunkle Materie und Energie postuliert. Welcher Art ist nun diese dunkle Materie und dunkle Energie, wenn sie nicht mit den heutigen naturwissenschaftlichen Instrumenten bewiesen werden können? Oder gibt es vielleicht andere Deutungsmöglichkeiten als nur rein physikalische?
Ich benutze ganz bewusst den Begriff „Stoff des Universums“ und nicht „Materie“ zur Bezeichnung des Grundbausteines des Universums. Der Begriff „Materie“ wird traditionell in der Naturphilosophie und später vor allem in den Naturwissenschaften als Bezeichnung für einen bestimmten Aspekt der Wirklichkeit verwendet, den man vereinfachend gesagt, auch als experimentell erfassbar und messbar bzw. beobachtbar bezeichnen kann.
Die eigene Existenz und die Reflexion über die Welt und uns selbst weist aber darauf hin, dass sich die Wirklichkeit nicht nur in rein „materiellen“ Kategorien beschreiben und begreifen lässt.
In mehreren Schritten soll hier deshalb untersucht werden, was die Wirklichkeit2, deren ein Teil wir selbst sind, letztendlich ist. Ich fasse sie zusammen in den folgenden drei Thesen:
These 1: Die physikalisch erfassbare Materie tendiert dazu, sich zu immer höheren Formen zu organisieren (Komplexifikation).
These 2: Die Kraft, die sie dazu treibt ist ihr immanent.
These 3: Der Stoff des Universums ist komplementärer Natur.
Wir werden uns den gestellten Aufgaben in mehreren Schritten nähern. Im ersten Teil versuchen wir zu erforschen, wie unsere Vorfahren das Universum gesehen und begriffen haben. Teil zwei ist der Darstellung des Universums gewidmet, wie es die heutigen Naturwissenschaften beschreiben. Im dritten Teil werden wir versuchen zu ergründen, ob es noch andere Deutungsmöglichkeit über den Stoff des Universums gibt als nur rein physikalisch-chemische.
Und eine letzte Bemerkung. Auch wenn wir uns mit physikalisch-chemischen Phänomenen befassen werden, ist meine Absicht nicht primär naturwissenschaftlicher Natur. Die Naturwissenschaften haben in meinen Überlegungen nur dienende Funktion. Mir geht es hier um eine allumfassende ontologische Herangehens- und Sichtweise.
Der Verfasser
1 Das französische Original erschien mit dem Titel „Le Phenomene humain“.
2 Damit ist gemeint das umfassendste Seiende
