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Überarbeitete Ausgabe 2023 Stell dir vor, es gäbe einen Ort voller Sinnlichkeit, an dem du verschiedenste Facetten deiner Lust leben könntest - ohne Scham oder Angst, aber mit Konsens, Sicherheit und gleichgesinnten Menschen. Einen Ort, der dafür bestimmt ist, wieder Knistern und Abwechslung in deine Beziehung zu bringen. Erfahre alles über die vielfältigen Gründe, das Abenteuer Swingerclub zu wagen. Themen sind u.a.: - als Neuling den Mut dafür finden - deine Wünsche kommunizieren, um deine*n Partner*in - mit ins Boot zu holen - Vorbereitungen, die dir helfen, einen fanstastischen Abend zu haben - den passenden Swingerclub für deine Bedürfnisse und Fantasien finden - als Single oder Paar leicht Anschluss finden und diese neue Erfahrung verarbeiten Die überarbeitete Ausgabe 2023 enthält neue und erweiterte Kapitel zu - Alternativen zum klassischen Swingerclub - mehr Abwechslung, ohne gleich die Beziehung zu öffnen - Umgang mit körperlichen Besonderheiten und Handicaps - Gesundheit und Verhütung - LGBTQIA+ in der Swingerwelt - aktualisierte und erweiterte Buchtipps u.v.m. Wie viel lebendiger würdest du dich fühlen, wenn deine Bedürfnisse nach Verführung und Lust endlich Raum bekämen? Dieses Buch begleitet dich auf dem Weg, das herauszufinden. Mit vielen persönlichen Tipps aus dem Erfahrungsschatz der Autorin.
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Veröffentlichungsjahr: 2018
Leserstimmen zur Swinger-Bibel
„Ich habe das Buch in einem Ritt durchgelesen und bin begeistert. Ich werde noch ganz oft reinschauen und nochmal nachlesen, aber kann jetzt schon sagen, dass mich alleine die erstmalige Lektüre viele, viele Schritte weiter gebracht hat. Klare Kaufempfehlung für jeden, der schon immer mal wissen wollte, was es mit dem ‚Swingerclub-Dingens‘ auf sich hat, oder der sich auch schon mal darüber hinausgehende Kopfkino-Gedanken in diese Richtung gemacht hat.“ (Stephanie)
„Ich habe das Buch mit großem Gewinn und Vergnügen gelesen. Die Autorin nimmt den Leser mit schöner Sprache an die Hand und führt ihn in die Welt des Swingens ein. Welche Wünsche werden oft damit verbunden? Und wie können sie umgesetzt und was muss dabei bedacht werden? Das Buch ist voller Erfahrung und Hinweise, die Sprache humorvoll und direkt. Das Buch ist eine große Hilfe, die Hemmschwelle zu überwinden und sich in diese unbekannte, verführerische Welt zu wagen.“ (O.)
„Über die Swingerszene wird viel geschrieben. Aber niemand hat das bislang so persönlich, kenntnisreich und unterhaltsam gemacht wie die Autorin.“ (Inge)
„Meine Erwartungshaltung an das Buch wurde übertroffen! Wer denkt, beim Swingen geht's nur um Sex – falsch! Lotta schreibt über viel mehr als nur über Sex. Ich war noch nicht mal bei der Hälfte des Buches, schon stand ein spontaner Club-Besuch am Plan. Ich war nur halb so nervös, wusste ich doch ein bisschen, was mich erwarten könnte – Lottas Zeilen haben mir definitiv einen großen Teil meiner Angst genommen und mich mit mentaler Sicherheit begleitet! Danke Lotta!“ (Peter)
„Ich hoffe sehr, dass die Swingerbibel einen Part 2 bekommt, gefüllt mit Anekdoten und Geschichten aus Lottas reichem Erfahrungsschatz. Von der Theorie zur Praxis quasi. Das Erstlingswerk empfehle ich auf jeden Fall allen, die sich auch nur ansatzweise mit dem Gedanken befassen, sich aufs Swingen einzulassen.“ (Celsy)
Die Swinger-Bibel
Von Lotta Frei
Überarbeitete Ausgabe 2023
Über den Inhalt
Stell dir vor, es gäbe einen Ort voller Sinnlichkeit und Erotik, an dem du verschiedenste Facetten deiner Lust leben könntest - ohne Scham und Angst, aber mit Konsens, Sicherheit und gleichgesinnten Menschen. Einen Ort, der nur dafür da ist, wieder Knistern und Spannung in deine Beziehung zu bringen.
Erfahre alles über die vielfältigen Gründe, das Abenteuer Swingerclub zu wagen. Wie du als Neuling den Mut dafür findest und welche Vorbereitungen dir helfen, ein fantastisches Erlebnis zu haben. Wie du den passenden Swingerclub für deine Bedürfnisse und Fantasien findest. Wie du gute von schlechten Etablissements unterscheiden kannst. Wie du als Single oder Paar leicht Anschluss findest und diese neue Erfahrung verarbeitest.
Wie viel lebendiger würdest du dich fühlen, wenn du deinen Bedürfnissen nach Erotik, Verführung und Lust endlich Raum geben könntest?
Dieses Buch begleitet dich auf dem Weg, das herauszufinden.
Mit vielen persönlichen Tipps aus dem Erfahrungsschatz der Autorin.
Über die Autorin
Ich bin Lotta, 43 Jahre alt und lebe in Aichach bei Augsburg. Die längste Zeit meines Lebens war ich monogam. Während meiner letzten langen Beziehung passierte das, was die meisten Paare kennen: die Lust ging verloren. Als wir uns nach 15 Jahren dazu entschieden, die Beziehung zu öffnen, brach meine verloren geglaubte Lust wie eine Flutwelle über mich herein. Ich besuchte unzählige Swingerpartys und lernte fantastische Männer und Frauen kennen. Die neugierigen und unbedarften Fragen meiner Freundinnen inspirierten mich schließlich, das Buch “Die Swinger-Bibel” zu schreiben. Diese Tür zu einer unerwartet sinnlichen Welt steht allen Menschen offen. Ich möchte mit dem Buch Mut zum ersten Schritt machen. Heute lebe ich als freie Autorin mit meinem Partner in der Nähe von Augsburg und schreibe auf meinem Blog über offene Beziehung, Swingerclubs und weibliche Lust.
© 2018 Alle Rechte vorbehalten.
ISBN 978-3-00-062812-2
Lotta Frei Blog
Jägerndorfer Str. 1a
86551 Aichach
Deutschland
www.lottafrei.de
Inhaltsverzeichnis
Teil 1: Warum überhaupt swingen?10
Wer braucht ein Buch übers Swingen?11
7 Gründe für einen Besuch im Swingerclub15
Grund Nr. 1: Neue Räume für deine Träume18
Grund Nr. 2: Flotter Dreier, Pärchentausch oder Gangbang - finde passgenaue Spielpartner!19
Grund Nr. 3: Steigere dein Selbstbewusstsein - All eyes on you!21
Grund Nr. 4: Probiere spielerisch Neues im Bett aus!23
Grund Nr. 5: Lerne Menschen außerhalb Deines Horizonts kennen23
Grund Nr. 6: Trainiere dein Bauchgefühl – und das ‚Nein‘ sagen24
Grund Nr. 7: Stärke deinen Mut-Muskel25
Teil 2: Was es vor dem Spaß zu bedenken gilt28
Voraussetzungen für den Besuch eines Swingerclubs29
Muss ich aussehen wie ein Model?29
Du bist Single?30
Ihr geht es als Paar an?31
Über den achtsamen Umgang mit Eifersucht33
Bändige deine Erwartungen!36
Interview mit Philipp (54), seit 25 Jahren Swinger37
Teil 3: Vorbereitung auf den ersten Abend im Swingerclub42
Vorbereitung auf die Nacht der Nächte43
Welcher Club darf’s denn sein?43
Lottas Tipp43
So findest du eine Begleitung45
Themenabende & Vorlieben46
Was ziehe ich an?53
Mach’s Dir einfach und orientiere Dich am Thema53
Normaler Swinger-Abend, Wifesharing-Event und HÜ-Party54
CMNF und CFNM55
Fetisch und BDSM: Was hast Du auf der Party vor?56
Soll es schmutzig werden?57
Auf die Schuhe schaut doch eh niemand – oder?57
Wo finde ich die schönsten Outfits?59
Am Tag davor - oder: Ich ahne, was du gestern zu Mittag gegessen hast!60
Ich packe meine Clubtasche und nehme mit...60
Gesundheit, Verhütung & Hygiene62
Ein paar Gedanken zur Hygiene im Club66
Swingen als Mensch mit Menstruation67
Gönn dir die Extradusche68
Kenne die Spielregeln - und befolge sie!70
Teil 4: Jetzt geht’s los! Wie läuft ein Abend im Swingerclub ab?74
Jetzt wird’s ernst - das erste Mal75
Ankommen im Club75
Erste Schritte aufs Parkett76
Wie verhalte ich mich, um sexuell Anschluss zu finden?79
Lottas Tipp für Kerle80
82
Lottas Tipp für Frauen82
Dein Recht zu kommen – Sexspielzeug im Swingerclub83
Teil 5: Geschafft! Und jetzt?85
Nach der Party ist vor der Party86
Lottas Tipp87
Knüpfe neue Kontakte und pflege sie88
Ich glaube, ich hab mich verliebt - was jetzt?89
Teil 6: Swingerclub ist doch nicht meins, was gibt es noch?92
Alternativen zum klassischen Swingerclub93
Sexpositive Partys93
BDSM-Treffs94
Wifesharing Events97
Private und Hoteltreffen und Gangbangs100
Swingen im Urlaub101
Wie finde ich sexpositive Ferien?106
Teil 7: Was sonst noch wichtig ist107
LGBTQI in der Swingerwelt108
Häufig gestellte Fragen zu persönlichen Besonderheiten und Handicaps110
Swingen, offene Beziehung und Alternativen113
Einseitig offene Beziehung114
Spielbeziehung114
Swingen ist nicht gleich Swingen115
Swingen für sensible Menschen116
Schafft in eurer Beziehung Raum für schwierige Gefühle.116
Erkunde die volle Bandbreite deiner Emotionen117
Feine Antennen erleichtern das Swingen117
Dein Partner ist sensibel?117
Handfeste Tipps für sensible Swinger118
Lottas Tipp119
Schlusswort120
Teil 8: Bücher, Links und Begriffserklärungen121
Lottas Lieblinge122
Weiterführende Buchtipps124
Begriffserklärungen (Glossar)128
Lass mir was da!133
Ich hab auch noch was für Dich!133
Danke, Philipp, für diesen Schlüssel zu einer neuen Welt.
Das Anrüchigste, das ich bisher in meinem Leben getan hatte, war nach dem Heimkommen nachts um 1 Uhr noch einen Topf Spaghetti zu kochen. Nudeln! Kohlenhydrate! Nach Mitternacht! Es ist nachvollziehbar, dass der Gedanke an den Besuch eines Swingerclubs mein Aufregungsbarometer enorm steil steigen ließ.
Schon vor Jahren hatten mein Freund und ich das Swingen in Erwägung gezogen, um zusammen etwas Neues auszuprobieren, unserem Sexleben einen Kick zu verpassen. Zunächst um durch das Verlassen der eigenen vier Wände Abwechslung zu bekommen. Aber auch als Möglichkeit, Intimität mit anderen als dem gewohnten Partner zu erleben. Ich träumte von heimlichen Beobachtern beim Liebesspiel, sogar vom Sex mit einem Fremden. Ich war sicher: Eines Tages würde ich all meinen Mut fassen und in einen Swingerclub gehen. Irgendwann mal - wenn ich erst etwas mehr Sport gemacht hätte, mich in knapper Kleidung oder gar nackt vor anderen wohler fühlen würde, überhaupt mit ein bisschen krasserem Selbstbewusstsein ausgestattet wäre, dann, ja dann... passierte erstmal gar nichts. Aus Unsicherheit und Angst vor dem Unbekannten hockten wir weiter in unseren vier Wänden und träumten lieber von erotischen Eskapaden, anstatt sie zu erleben. Das Projekt Swingerclub geriet erst einmal in Vergessenheit.
Dann trafen wir zusammen eine Entscheidung, deren Tragweite uns noch überraschen und vor allem mein Leben auf den Kopf stellen sollte: Wir beschlossen, unsere Beziehung zu öffnen und uns gegenseitig andere Sexpartner zu erlauben. Das Fundament unserer 15-jährigen Partnerschaft schien tragfähig genug für dieses Wagnis. Und der Reiz des Neuen war zu verlockend, um es unversucht zu lassen.
Schnell zog es uns in verschiedene Richtungen: Mein Freund hatte seit jeher ein Faible für BDSM, das Spiel mit Dominanz und Unterwerfung, während ich in erster Linie vom Sex mit einem neuen Mann träumte. Über eine Dating-Seite im Internet fand ich einen sympathischen Mann, der mein erster Liebhaber nach 15 Jahren trauter Monogamie wurde. Und wie es der Zufall wollte, war er ein erfahrener Swinger! So wurde er zu meinem Lehrmeister in Sachen Liebe, mein Reiseführer in die Welt der Swingerclubs, Sexpartys und Orgien. Heute verbinden uns nicht nur die gemeinsamen Erfahrungen und Pläne für die Zukunft, sondern zusätzlich eine tiefe Freundschaft, die durch die Intimität schneller gewachsen ist, als gemeinhin üblich.
Im letzten Jahr habe ich einen intensiven Erfahrungsschatz angesammelt. Hatte sinnliche, erotische und hemmungslos geile Erlebnisse. Ich besuchte unzählige Partys, Hoteltreffen und Rendezvous und war in der glücklichen Lage, all meine bisher geheimgehaltenen Fantasien ausleben. Zu dem einen neuen Mann kam bald ein zweiter, beide gleichzeitig zeigten Dimensionen der Lust zu dritt, die mich völlig überwältigten.
Ich hatte Blut geleckt. Da hatte sich eine Tür geöffnet, hinter der eine wunderbare Neue Welt lag, von deren Existenz ich bisher nicht einmal geahnt hatte. Egal ob es die erste Begegnung mit einer Frau, die ersten Fesselspiele oder Sex mit Augenbinde und mehreren Unbekannten war – diese geheimnisvolle Welt hielt immer neue Überraschungen für mich bereit. Und das, obwohl ich mit meinem Sexleben bisher eigentlich ganz zufrieden gewesen war.
Wir können nicht alles haben im Leben. Aber was wäre, wenn wir viel mehr haben können, als wir glauben?
Niemand braucht Swingerclubs für ein erfülltes Sexleben. So wie man keinen Abenteuerspielplatz braucht, um ein bisschen zu schaukeln. Aber vielleicht macht es Spaß, auch mal die Wippe oder das Karussell auszuprobieren. Sich ganz hoch aufs größte Klettergerüst zu wagen. Oder erstmal den anderen Kindern beim Spielen zuzusehen und sich dann von der ausgelassenen Stimmung anstecken zu lassen.
Niemand braucht Swingerclubs, um glücklich zu werden. Aber sobald der Funke der Freiheit erst mal auf dich übergesprungen ist, wirst Du diesen Abenteuerspielplatz für Erwachsene nie mehr missen wollen.
In den letzten Jahren ist eine neue Generation von erotischen Etablissements entstanden, die mit dem alten Bild, das die meisten Leute dabei im Kopf haben, nichts mehr zu tun haben. Sicher mag es bis heute Läden geben, in denen ältliche Männer mit Handtuch um die Hüfte bei einem Weißbier an der im Südseeflair dekorierten Bar sitzen und auf Frischfleisch hoffen. Dieses Buch wird dir das Wissen an die Hand geben, wie du diese Schuppen geschickt umgehst und ohne Umwege in jenen Clubs landest, die sich lohnen. Außerdem erfährst du von aufregenden Alternativen, die es neben den klassischen Swingerclubs gibt.
Die Swinger-Bibel hilft dir, Klarheit zu erlangen, ob das Swingen überhaupt etwas für dich ist. Ich zeige dir, welche persönlichen Veränderungen und inneren Wachstumsprozesse dadurch möglich sind. Ich gebe dir praktische Hilfestellungen an die Hand - von der Auswahl der passenden Party und der dafür angemessenen Kleidung bis hin zum richtigen Verhalten, welches konkret zu einem geilen und befriedigenden Abend beiträgt. Nebenbei bekommst du hilfreiche Infos über dein Bauchgefühl und diese Sache mit der Eifersucht an die Hand – die Softskills für ein erfülltes und erfüllendes Liebesleben.
Egal, welchen Weg du am Ende der Lektüre einschlägst: Ob du gleich am nächsten Wochenende losziehst, oder ob du feststellst, dass das Swingen doch nicht deins ist – jede Entscheidung ist passend. Versprich mir nur eins: Nimm das Buch irgendwann wieder zur Hand und schau, ob du zum anderen Zeitpunkt neu davon profitierst. Denn wir sind morgen nicht mehr dieselben wie gestern, und genau darin liegt die größte Möglichkeit, die uns das Leben bietet. Du darfst dich jeden Tag neu erfinden!
Ein kurzer Hinweis zu gendergerechter Sprache:
Damit dieses Buch flüssig und angenehm zu lesen ist, nutze ich bei jeder Gelegenheit eine allgemeine Form. Bei Artikeln und Substantiven beschränke ich mich abwechselnd auf ein Geschlecht. Ich schreibe also „dein Partner“, auch wenn du natürlich auch eine Partnerin haben könntest – oder zwei, oder alles beides, wer weiß? Das soll keine Wertung oder Meinung darstellen, sondern lediglich den Text übersichtlicher machen und das Lesen erleichtern. Ich habe mich bemüht, diesen Ratgeber für alle Menschen zu schreiben, ganz egal, welcher Geschlechtsidentität du dich zuordnest. Solltest du dennoch über eine oder mehrere Stellen stolpern oder dich ausgeschlossen fühlen, schreib mir gern eine Nachricht an [email protected], ich werde es bei der nächsten Überarbeitung berücksichtigen.
Sexuelle Freizügigkeit ist keine Modeerscheinung. Die Orgien im alten Rom oder die lustvollen Abenteuer der griechischen Götterfiguren sind legendär. Mit den monotheistischen Religionen änderte sich das Klima. ‚Du sollst nicht begehren deines nächsten Weib’, raten die zehn Gebote in der Bibel. Abgesehen davon, dass von ‚der nächsten Boyfriend‘ keine Rede ist – wer im Anschluss ans eigene Ableben eine Suite im himmlischen Paradies zu beziehen gedachte, dem blieb keine andere Wahl als treu zu sein. Die Ehe wurde zur einzigen legalen Möglichkeit, an Sex zu kommen.
Wir wissen heute, dass längst nicht jeder sich daran hielt. Des nächsten Weib war schon immer eine Verlockung – künstliche Verknappung weckt Begehrlichkeiten – und Fremdgehen an der Tagesordnung. Entgegen aller Vorurteile schenkten sich Männer und Frauen da nichts (zum gepflegten Seitensprung gehören bekanntermaßen immer zwei), nur erwischen lassen sollte man sich lieber nicht. Denn über viele Jahrhunderte wurde diese Sünde mit dem Tod bestraft. Bis 1969 wurde ein außereheliches Techtelmechtel mit bis zu sechs Monaten Gefängnis geahndet.
Nach einer kurzen Welle der Freizügigkeit in den 70er Jahren schlug das Pendel wieder in die andere Richtung um. Heute herrscht vor allem unter Jugendlichen ein erstaunlich konservatives Beziehungsideal vor. Geheiratet wird früh, am besten schon die Jugendliebe. Und das romantische Ideal ist hoch – genauso wie der Anspruch an die Treue des Lebenspartners. Wir erwarten die sexuelle Ausschließlichkeit, als gäbe es keine Alternativen. Fremdgehen ist wieder zur moralischen Todsünde geworden.
Das klingt nicht nur lustbefreit, das ist es. Partner in langjährigen Beziehungen leiden häufig an zunehmender Lustlosigkeit und Flaute im Bett. Zumindest im eigenen Ehebett. Wer (zur reinen Recherche, versteht sich) den Begriff ‚Seitensprung‘ googelt, erhält über 5 Millionen Treffer – darunter Portale, die sich auf die unkomplizierte Anbahnung diskreter Abenteuer für anderweitig Liierte spezialisiert haben. Befragungen ergeben, dass jeder Zweite in seinem Leben schon einmal im Laufe einer Beziehung fremdgegangen ist. Der Göttinger Psychologe Ragna Beer stellte in einer Studie mit 2600 heterosexuellen Frauen und Männern fest, dass über 80 % der Fremdgänger Treue in einer Partnerschaft für ‚sehr wichtig‘ halten. Nach dem Grund für ihren Seitensprung befragt, gaben 85 % der Frauen und 79 % der Männer sexuelle Unzufriedenheit an. Das sind mehr als 4 von 5 Befragten. Doch wie soll man gemeinsam ein erfüllendes Liebesleben erschaffen, wenn nur 31 Prozent der Frauen und 25 Prozent der Männer dem Partner ihre sexuellen Wünsche mitteilen? Die Sprachlosigkeit in der Beziehung gefährdet am Ende die Beziehung selbst.
Es gibt Zeitgenossen, die gemeinsam neue Beziehungsmodelle wagen. Die die sexuelle Exklusivität für überholt halten und ihre Beziehung öffnen. Das erfordert großes Vertrauen, ein gefestigtes Selbst und regelmäßige, ehrliche Kommunikation. Verständlicherweise ist das nicht für jeden Menschen das Wahre und sollte in seiner Radikalität deshalb nicht zum neuen Ideal erhoben werden. Warum nicht stattdessen im Rahmen der gesellschaftlich erlaubten Normen frischen Wind ins Schlafgemach lassen? Doch wenn weder Sexspielzeug noch ausgefallene Dessous die Lust neu anzufachen vermögen, was bleibt dann? Der Partner ist der alte. Das Schlafzimmer dasselbe.
Was, wenn die Sehnsucht nach fremder Haut, nach neuen Erlebnissen nichts wäre, für das du dich schämen müsstest? Wenn du deine Träume und Wünsche ernst nehmen und sie ausleben könntest? Unsere Begierden und sexuellen Fantasien sind nichts, für das wir uns schämen müssen. Die Realität zeigt doch, dass wir sie mit fast allen Menschen teilen. Aber wie und wo soll es möglich sein, das alles zu leben, ohne fremdzugehen? Jetzt sind wir beim Thema. Denn Swingerclubs sind dafür wie geschaffen. Es gibt dort nicht nur vielfältige räumliche Möglichkeiten, um Abwechslung in das Liebesleben mit deinem Partner zu bringen. Sondern obendrauf andere aufgeschlossene Menschen, die nur zu gerne eine Rolle in deinem privaten Film übernehmen. Die genau wie du auf der Suche sind - nach Berührung, Intimität und neuen sexuellen Begegnungen. Menschen, die Erfahrung in einer sexuellen Spielart haben, in der du Anfänger bist. Oder die bereit sind, gemeinsam mit dir Neuland zu betreten.
Swingerclubs sind geschützte Räume, in denen du Typen jeder Couleur triffst. Junge und alte, devote und dominante, freizügige und zurückhaltende. Die Chance ist groß, das zu dir passende Gegenstück zu finden. Und falls du gar nichts Konkretes suchst, umso besser! Betrete diesen Spielplatz für Erwachsene am besten frei von Erwartungen und lass dich überraschen, was passiert!
Wenn dir jetzt die Knie weich werden und du vor Angst das Buch wegzulegen sinnst: Chill mal. Nimm erstmal einen tiefen Atemzug. Du hast Zeit, darfst ein bisschen schmökern, bevor es ernst wird. Lass uns die Sache strategisch und Schritt für Schritt angehen. Ich werde dir Hilfestellung geben, den für dich passenden Club zu finden. Wir wägen zusammen ab, welche Voraussetzungen du dafür erfüllen solltest. Aber zunächst lass mich ein klein wenig schwärmen von den vielen Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen, die mit einem Besuch im Swingerclub vor dir liegen!
Grund Nr. 1: Neue Räume für deine Träume
Unsere Fantasien sind so vielfältig und bunt wie nächtliche Traumwelten. Ausgefallene Orte und Räume sind für manchen ein wiederkehrendes Thema. Womöglich kennst Du es vom Wellnessurlaub mit Deinem Partner: Allein ein Ortswechsel oder ein fremdes Bett kann das Verlangen nach Sex wieder neu entfachen.
Ich selbst stelle mir beim Masturbieren gerne Sex mit einem Unbekannten in der Sauna vor. Im echten Leben ein kaum umsetzbares Szenario, schon allein in Sachen Safer Sex. Aber fast jeder gute Swingerclub hat eine Sauna, in der sich diese Fantasie auf erlaubte und sichere Weise nachspielen lässt. Darüber hinaus gibt es Kammern voller Spiegel, die völlig neue Ein- und Aussichten gewähren. Solche mit ‚geheimen’ Gucklöchern für versteckte Beobachter. SM-Spielzimmer, Whirlpools und Darkrooms – Swingerclubs bieten ein Ambiente, das sich in den eigenen vier Wänden oder in der Mietwohnung nur beschwerlich, womöglich gar nicht herstellen lässt.
Ob es wirklich so stimulierend ist, dich ans Andreaskreuz gefesselt verhauen zu lassen? Probier es hier doch mal aus, bevor du zuhause große Umbaumaßnahmen startest. Dann dürfen die Schwiegereltern weiterhin unangemeldet zu Besuch kommen, ohne Gefahr zu laufen, in der ehemaligen Besenkammer auf ein Folterkabinett zu stoßen.
Grund Nr. 2: Flotter Dreier, Pärchentausch oder Gangbang - finde passgenaue Spielpartner!
Eine der gängigsten erotischen Fantasien ist der Sex mit einem Unbekannten.
