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- Hat die CIA Kennedy ermordet? - Ist in Area 51 ein UFO versteckt? - Haben die Amerikaner die Mondlandung nur vorgetäuscht? und - gibt es Bielefeld wirklich? Diese und viele andere Fragen und die unwahrscheinlichsten Theorien um die Beantwortung dieser Fragen geistern seit Jahren durch die Medien, mit dem Einzug des Internets in die Informationsgesellschaft verstärkt sich der Trend weiter. Richter bringt mit dieser Zusammenfassung ein wenig Licht ins Dunkle
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Seitenzahl: 77
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Benno Richter
Die unglaublichsten Verschwörungstheorien
Könnte möglich sein...
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Vorwort
Die Bielefeldverschwörung
Die NASA – Mondlandungs-Verschwörung
Das HIV-Virus
Die „jüdische Weltherrschaft“
Ermordung Martin Luther Kings
Die Ermordung Kennedys
Die Vatikan-Mafia
Banco Ambrosiano ist eine ehemalige Mailänder Bank.
Area 51
Die Illuminaten auf der Dollarnote?
Nachtrag
Impressum neobooks
Hat die CIA Kennedy ermordet?
Ist in Area 51 ein UFO versteckt?
Haben die Amerikaner die Mondlandung nur vorgetäuscht?
und
gibt es Bielefeld wirklich?
Diese und viele andere Fragen und die unwahrscheinlichsten Theorien um die Beantwortung dieser Fragen geistern seit Jahren durch die Medien, mit dem Einzug des Internets in die Informationsgesellschaft verstärkt sich der Trend weiter.
Waren Sie schon einmal in Bielefeld? Oder kennen Sie jemanden, der schon mal dort war? Wenn nicht, vielleicht kennen Sie jemanden, der aus Bielefeld stammt? Auch nicht! Das ist auch nicht verwunderlich, denn wenn man den Erfindern der Bielefeld-Verschwörung glauben kann, gibt es Bielefeld gar nicht.
Die Anzahl von Indizien, die für diese These angeführt werden, ist groß.
Aber:
Die Bielefeldverschwörung ist natürliche nur eine Satire. Eine Idee, die die Existenz der Stadt Bielefeld anzweifelt, um die in sich geschlossene unangreifbare Argumentationsstruktur von Verschwörungstheorien auf humorvolle Weise herauszustellen.
Wir haben das Beispiel der Bielefeld-Verschwörung hier aufgegriffen, um uns mit der Materie möglicher Verschwörungstheorien und deren komplizierter Argumentationsstruktur spielerisch vertraut zu machen.
Inhalt und Kult
Die Bielefeldverschwörung wurde erstmals 1994 im deutschsprachigen Internet veröffentlicht, kursiert seither als running gag und wurde so Teil der Internet-Folklore.
Die Anhänger und Vertreter dieser Verschwörungstheorie stellen die Existenz der Stadt Bielefeld grundsätzlich in Frage.
Sie glauben, dass alle Hinweise auf diese Stadt künstliche Teile einer groß angelegten Verschwörung sind, der Bielefeldverschwörung. Diese Verschwörung soll die gesamte Menschheit von dem Dasein einer westdeutschen Stadt namens Bielefeld überzeugen.
Schon die Tatsache, dass es in der Abgelegenheit der Region eine Metropole mit über 100.000 Einwohnern geben soll, scheint Indiz genug für Absurdität einer solchen Existenz.
Die heutigen Anhänger dieser Verschwörungstheorie sprechen in Bezug auf die Urheber der Verschwörung grundsätzlich nur von IHNEN oder SIE. Einige vermuten als Urheber der Bielefeldverschwörung die CIA, den Mossad oder Außerirdische unter Führung von Ashtar Sheran, die ihr Raumschiff als Universität getarnt haben, also „übliche Verdächtige“ bei Verschwörungstheorien.
Eine andere Version dieser Verschwörung argwöhnt, dass sich in Bielefeld der Eingang zu Atlantis befindet. Um SIE nicht aufmerksam zu machen, werden statt Bielefeld oft die Termini B*e*e*e*d, B**l*f*ld, Blfd oder Bielefake verwendet, oder es wird schlicht von dem B-Wort gesprochen. Auch Lachen bei Berichten in Nachrichtensendungen über Ereignisse in Bielefeld gehört zum dokumentierten Verhaltens-Repertoire der Anhänger der Theorie.
Neue Nahrung erhielt die Bielefeldverschwörung durch einen Kartenfehler in der Darstellung von Google Earth. Dort, wo gemäß Karte und Suchfunktion die Innenstadt von Bielefeld liegen sollte, waren im Satellitenbild nur Wald und locker besiedelte Flächen zu erkennen. Dieser Fehler wurde erst im Oktober 2006 korrigiert und galt bis dahin vielen als gerne geglaubtes Indiz für die Nicht-Existenz von Bielefeld.
Unter Anhängern der Bielefeld-Theorie gilt das Nummernschild „BI“ an deutschen Kraftfahrzeugen nach wie vor als Fälschung, da es ein solches Nummernschild natürlich nicht geben kann. Das beweise auch, wie weit die Verstrickung in die Bielefeld-Verschwörung bis in höchste politische und wirtschaftliche Zweige gehe – schließlich sitz ja angeblich auch ein bekannter deutscher Pudding-Produzent in Bielefeld. Was da wohl produziert wird?
Ursprung
Die erste bekannte öffentliche Erwähnung der Bielefeldverschwörung stammt von dem deutschen Informatiker Achim Held und wurde am 15. Mai 1994 im Internet in einer newsgroup veröffentlicht.
Im Gegensatz zur Verschwörungstheorie um eine erfundene Stadt Namens Bielefeld selbst hat sich jedoch die Geschichte ihrer Entstehung nicht sehr stark verbreitet, und so sind im Internet viele, zum Teil gegensätzliche, Gerüchte umgegangen, wie die Bielefeldverschwörung entstanden sei.
Das ZDF hat zum zehnjährigen Geburtstag der Verschwörungstheorie ein Interview mit Achim Held geführt. Der war seinerzeit Informatik-Student in Kiel. In dem Interview gibt er an, dass die ganze Geschichte auf einer Studenten-Party entstanden sei. Und zwar von einem Bekannten von Held, der viele Esoterik-Magazine gelesen habe, und einem weiteren Gast, der eingeworfen habe: „Bielefeld gibt es gar nicht“.
Die Bielefeldverschwörung heute
Auch nach über 18 Jahren halten sich das Gerücht der Bielefeldverschwörung hartnäckig, und das nicht nur im deutschsprachigen Raum.
Inzwischen gibt es sogar ein Theaterstück zum Thema Bielefeld-Verschwörung, in dem ein Zug auf dem Weg nach Bielefeld unter mysteriösen Umständen liegen bleibt, wie soll er auch in einer Stadt ankommen, die es nicht gibt? Auch einer der bekannten Münster-Krimis um den Detektiv Wilsberg spielt auf die Bielefeld-Verschwörung an, weil zum Beispiel Zufahrtstrassen nach Bielefeld im Kreis verlaufen oder im Nirgendwo enden. „Nachtfahrt“ wurde von einer Theater-Jugendgruppe selbst geschrieben und erstmals im Frühsommer 2005 in Coburg aufgeführt.
Bei Einladungsaktionen und Werbefilmen für die Studikon, die Studentenkonferenz der Studentenmission in Deutschland, die Ostern 2005 mit fast 1.000 Teilnehmern in Bielefeld stattfand, wurde mehrmals auf die Bielefeldverschwörung angespielt. Die Konferenz fand übrigens unbeirrt von einer möglichen Verschwörung tatsächlich in Bielefeld statt.
Die Stadtverwaltung in Bielefeld ist sich zwar sicher, dass es die Stadt tatsächlich gibt, aber was soll sie auch sonst sagen. Mails, in denen sie mit der Behauptung konfrontiert werden, gar nicht zu existieren, erreichen sie jedenfalls immer noch.
Sind die Amerikaner und die Astronauten der NASA wirklich auf dem Mond gelandet, herumspaziert, und zur Erde zurück geflogen.
Ist das mit den technischen Möglichkeiten der Zeit überhaupt möglich gewesen. Sind die angeblichen Beweise der NASA echt oder hat Kennedy unter dem ernormen politischen Druck seiner Zeit den raffiniertesten Schwindel der Gegenwart vollbracht?
Am Beispiel der Verschwörungstheorien um die angeblich gefälschten Dokumente zur Vorspiegelung echter Mondlandungen soll detaillier der Prozess der Entkräftung der Vorwürfe gezeigt werden.
vorgetäuschte Mondlandung ?
Nach den Verschwörungstheorien um die amerikanische Mondlandung wird unter anderem der Raketenstart der Apollo-11-Mission als Mittel zur politischen Irreführung der Weltbevölkerung betrachtet. Die Verschwörungstheorien zur Mondlandung gehen davon aus, dass die gesamten Mondlandungen in den Jahren 1969 bis 1972 nicht wirklich stattgefunden haben, sondern von der NASA und der US-amerikanischen Regierung vorgetäuscht worden seien. Die Verschwörungstheorien haben seit den 1970er und verstärkt wieder seit 2001 Verbreitung gefunden.
Letztmalig angefacht wurde die Diskussion nach den Anschlägen vom 11. September.
Sowohl in der Sowjetunion als auch in den Vereinigten Staaten wurde in den 60er Jahren viel Zeit, Geld und know-how in die Raumfahrt investiert. Die Öffentlichkeit der Welt aber konnte den Wettlauf zwischen den beiden konkurrierenden Weltraumnationen nur anhand von handfesten Beweisen wie zum Beispiel fertig gestellter Raketen oder Satelliten beurteilen. Das gewaltige und unüberschaubare Geflecht von ausschließlich im Hintergrund ablaufenden Vorgängen und die enormen Geldmengen, die aufgewandt wurden, ließ manche Bürger zweifeln, ob das gesamte Programm nicht eine reine PR-Arbeit gewesen sei. Dieser Verdacht wurde dadurch verstärkt, dass man selbst der amerikanischen Bevölkerung auf Grund der Geheimhaltung nur wenige Beweise vorlegen konnte.
1976 wurde daher Bill Kaysings Buch “We Never Went to the Moon: America’s Thirty Billion Dollar Swindle” veröffentlicht. Es suchte nach Widersprüchen in den der Öffentlichkeit vorliegenden Informationen, stellte diese oft ungeprüft als Tatsachen dar und tat die Mondlandung schließlich als gewaltige Fälschung ab. Damit begründete er eine komplexe Verschwörungstheorie rund um die Mondlandung, die über bisherige bloße Meinungsäußerungen hinausging.
2001 strahlte der US-amerikanische Fernsehsender Fox den Fernsehbericht „Did We Land on the Moon?“ aus. In Deutschland wurde dieser Bericht von Spiegel TV gesendet. Diese Dokumentation vertrat den Standpunkt, die Technik der 1960er Jahre habe eine tatsächliche Mondlandung niemals ermöglicht.
Vielmehr soll in der geheimen Militärbasis „Area 51“ ein Filmstudio aufgebaut worden sein, um dort die Mondszenen anzufertigen. Zum Beleg werden viele „Ungereimtheiten“ aufgeführt, so etwa „falscher Schattenwurf“ und „verdeckte Fadenkreuze“ auf den Fotos vom Mond oder eine „wehende“ Fahne; alles Belege für offensichtlich montierte bzw. gestellte Bilder. Tatsächlich konnten diese „Belege“ ohne weiterführende Recherche auf Laien sehr wohl überzeugend wirken.
Darüber hinaus seien die Saturn-Raketen immer unbemannt gestartet. Die drei Astronauten Chaffee, White und Grissom, die in der Kommandokapsel von Apollo 1 tragisch verbrannten, sind demnach zur Vertuschung getötet worden. Andere NASA-Mitarbeiter seien zum Schweigen verpflichtet worden, sieben weitere Astronauten und Piloten sollen ermordet worden sein, um sie am Verrat zu hindern.
Die NASA beachtete die Vorwürfe erst nicht. Sie verwies stattdessen darauf, dass die Beweislast für die Unmöglichkeit der Landung auf Seiten der Verschwörungstheoretiker liege.
Der Kinofilm „Unternehmen Capricorn“ aus dem Jahre 1977 griff das Thema der angeblichen Raumflüge noch einmal auf. Der Film handelte in ähnlicher Weise wie die Mondlandungs-Verschwörung von einer fingierten Expedition zum Mars.
Die ebenfalls fingierte Dokumentation „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond“ schien mit geschickt montierten Informationsbruchstücken aus anderen Filmen und Interviews zu beweisen, dass Stanley Kubrick die erste Landung auf dem Mond vorgetäuscht habe, um vom Vietnamkrieg abzulenken. Erst im Abspann wurde deutlich, dass der ganze Dokumentarfilm ein Scherz ist.
Für die Amerikaner galt ein technologischer „Sieg“ im Wettlauf um den Mond als wichtige Machtdemonstration gegenüber den Sowjets. Die Sowjetunion verfügte über geeignete Mittel wie unter anderem Radar, Richtfunk und Satelliten, um eine mögliche gefälschte Mondlandung der USA schonungslos aufzudecken. Sie konnte etwa den Funkverkehr der amerikanischen Astronauten mithören und orten. Sie hätte sich beim Wettlauf ins All mit der Schmach, nicht als Erster auf dem Mond gelandet zu sein, nicht abfinden müssen, wenn die Mondlandung tatsächlich gefälscht gewesen wäre.
