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Die Weisheit der Pferde und was wir von ihnen für ein glückliches und erfülltes Leben lernen können Im vorliegenden Band werden die Grundlagen des Zusammenseins mit Pferden erläutert und was wir von ihnen lernen können, um glücklicher und erfüllter zu sein. Aufgrund meines vielschichtigen Lebenslaufes machte ich die außergewöhnliche Entdeckung, dass meine Liebe zu den Pferden, meine Erfahrung des Reisens, das Studium der menschlichen Verhaltensweisen so vieler Kulturen, des spirituellen Lebens mit allen Höhen und Tiefen plötzlich zusammenkam und ich merkte, wie Pferde Menschen helfen können, auch, weil die Pferde mir so sehr geholfen haben. Hochsensitiv, ähnlich den Delfinen, spiegeln Pferde den Menschen in seiner Gesamtheit und aktuellen Situation. Hierdurch kann man den Status Quo erkennen und auch, wie der weitere Weg aussehen könnte. Es hilft, die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu sehen - insbesondere, wenn diese noch nicht bewusst sind. Das Zusammensein mit Pferden ist besonders effektiv und kann tiefgreifende Veränderungen bewirken - selbst wenn es so aussieht, als würde man nur kleine Dinge verändern.
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Seitenzahl: 76
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Einführung
Wer bin ich?
Epona Quest - Linda Kohanov
Das Leben ist (k)ein Ponyhof
Theorie: Schwächen und Stärken
Übung: Schwächen und Stärken
Übung: Schwächen und Stärken
bei mir
Beispiel: Stolz - ungeahnte Stärke einer Seminarteilnehmerin
Theorie: Grenzen
Übung Grenzen: Mensch zu Mensch
Übung Grenzen: Mensch zu Pferd - Pferd zu Mensch
Gefühle
Verschiedene Gefühle und ihre Botschaften: Angst
Verschiedene Gefühle und ihre Botschaften: Verletzbarkeit
Verschiedene Gefühle und ihre Botschaften: Trauer
Verschiedene Gefühle und ihre Botschaften: Wut und Ärger
Wut - Baba Joe, mein Lehrmeister in Sachen Wut
Verschiedene Gefühle und ihre Botschaften: Frustration
Ziele erreichen
Aufgabe: Ziele erreichen
Ziel oder Ruf
Akzeptieren, was ist
Loslassen oder die Kunst des leichten Gehens
Allein die Liebe
Übung: Herzenswunsch - magische Momente
Beispiel: Herzenswunsch - erfüllte Partnerschaft
Beispiel Coaching: wie Verbindung entsteht
Im gegenwärtigen Moment sein
Übungen: im gegenwärtigen Moment sein
Nanuk oder die Leichtigkeit des Seins
Jaki oder die Freude an der Bewegung
Bodyscan
Bauchatmung
Gehmeditation
Geführte Meditation
Literaturverzeichnis
Was ist unsere Aufgabe im Leben? Worum geht es? Was ist der Sinn des Lebens?
Diese essentiellen Fragen bewegen uns ein Leben lang, oftmals ist es schwierig, darauf Antworten zu finden.
Mir ging es genauso. Immer war ich auf der Suche. Ganz viel habe ich auf meinem Weg gefunden. Doch scheint es, als höre das Suchen niemals auf. Für mich bedeutet dies auch, sich immer weiter zu entwickeln, immer diese Neugier beizubehalten, das Interesse dazu zu lernen. Dass das Leben nie „fertig“ ist, sondern, dass es immer weiter geht. Auf meinem Weg, auf dem ich bereits so vielen interessanten Dingen begegnet bin, traf ich auf eine hochinteressante Arbeit mit Pferden.
Doch zunächst zurück zu den Anfängen.
Die Liebe zu Pferden hat bei mir sehr früh begonnen.
Ich erinnere mich: Ich laufe, nein, renne Wiesenwege entlang. Ich bin in der Ramsau in Österreich, im Urlaub mit meinen Eltern und meiner Schwester. Die Bergluft riecht nach Heu und Gras. Links und rechts Holzzäune. Vor mir das Massiv des Dachsteins.
Ziel ist der Reitstall unweit unseres Hotels.
Ich schwebte auf Wolken, habe meine Bestimmung und meinen Traum gefunden.
Tagsüber genießen wir es, die Pferde zu putzen, auszureiten.
Am Abend kommen wir glücklich und müde im Hotel an.
Damals beschließe ich nach Österreich in die Berge zu ziehen, sobald ich es selbst bestimmen kann. Heidi war mein Lieblingsfilm gewesen. Im Film zieht Klara, das Mädchen aus Frankfurt, wo auch ich herstamme, in die Berge und erfährt Heilung.
Pferde als meine Berufung, lange habe ich mir dies nicht gegönnt, geglaubt, dass ich unbedingt noch etwas „Richtiges“ machen müsste. Nun, das hab ich dann zur Genüge getan. Organisiert, ein Zentrum aufgebaut, endlos renoviert, umgebaut, mich mit Buchhaltung und Rechtlichem beschäftigt.
Irgendwie hatte ich dann immer unbewusst das Mantra: wenn ich mal Krebs habe, nehme ich mir die Zeit zu reiten, etwas mit den Pferden zu machen.
„ES IST UNSERE TIEFSTE SEHNSUCHT, EINEN WEG ZU FINDEN, DER NICHT IN WIDERSPRUCH ZU UNSEREM LEBEN STEHT, UND EIN LEBEN ZU LEBEN, DAS NICHT IN WIDERSPRUCH ZU UNSEREM WEG STEHT.“ DANIEL ODIER
Die Pferde kamen tatsächlich in mein Leben, der Krebs leider auch.
Erst die Pferde, doch nahm ich mir nicht wirklich viel Zeit für sie, dann der Krebs.
Manchmal brauche ich die Dinge etwas drastisch. Ich hatte von daher auch keine Angst. Mir war klar, dass es meine Heilung sein würde, mir Zeit für die Pferde zu nehmen, für das, was ich wirklich liebe. Für andere Menschen kann das etwas ganz anderes sein, aber ich bin fest davon überzeugt, dass uns immer das heilen wird, was wir lieben und was wir wirklich machen möchten. Ich habe mir mehr Zeit für die Pferde, mein ganz besonderes Pferd genommen. Das war nicht leicht und ich musste mir diese Zeit mit Baba Joe erkämpfen.
Pferde berühren etwas tief in mir, das sonst kein Wesen vermag. Meine Seele ist mit Pferden verwandt. Das war von Anfang an so, bei den ersten Begegnungen mit Pferden, als ich acht Jahre war. Meine Mutter führte uns auf Ponys. Meine Schwester und ich schrien vor Freude, es konnte uns nicht schnell genug gehen, meine Mutter rannte atemlos nebenher.
Da hatten wir wohl ein Gefühl von Freiheit, wir bestimmten und Mutter rannte.
Eine Bindung, schwer zu erklären.
Meine Eltern versuchten mich davon wegzubringen, schenkten mir einen Tennisschläger, Tennisstunden, den Eintritt in einen teuren Frankfurter Tennisclub. Zwei Stunden ging ich brav hin, danach weigerte ich mich. Sie konnten noch so viel auf mich einreden.
Mit 12 Jahren begann ich Jugendreiterprüfungen mitzureiten, da ich sehr stolz darauf war zu reiten, saß ich auch ganz stolz und gerade auf dem Pferd und gewann des Öfteren.
Mit 13 Jahren bekam ich dann ein eigenes Pferd. Der totale Mädchentraum. Grottenbrav und doch ein wenig eigenwillig, noch dazu bildhübsch. Es war Liebe auf den ersten Blick. Er hieß Potz oder Potztausend und war zwei Jahre. Er war noch recht klein und etwas zurück geblieben, von daher ging er sozusagen mit einem anderen Pferd mit, das als Springpferd verkauft worden war.
Der Witz war, daß Potz, wie wir ihn meist nannten, später ein super Springpferd wurde und bis Klasse M erfolgreich.
Für mich war dieses Pferd die totale emotionale Erfüllung. Er spielte mit mir und meiner Schwester. Als er drei war, setzten wir uns einfach auf seinen Rücken und ritten mit Halfter durch die Gegend, sehr zum Schrecken der Erwachsenen. Aber es war klar, dass Potz nie auch nur einen kleinen Satz gemacht hätte. Es war einfach ein Spiel. Wir spielten reiten und er spielte mit. Wenn ich dachte, ich müsste ihn trainieren und auf dem eingezäunten Reitplatz über Cavalettis springen lassen, dann sprang er einfach über die 1.20 Meter hohe Umzäunung und stellte sich dann draußen hin und graste. So ganz „normales“ übliches Training, wie über Cavalettis traben fand er irgendwie doof. Auch so „normal“ am Zügel zu gehen war nicht sein Ding. Er lief lieber mit etwas erhobenem Kopf durch die Gegend. Im Gelände konnte man sich auf ihn 100% verlassen. Bloß beim Springen, da nahm er die Hindernisse nicht immer so ganz ernst. Einmal wollten wir im Wald über einen recht dicken Baumstamm springen. Von der Höhe für ihn kein Thema. Doch er probierte aus, wie das ist, wenn man mit einem Fuß auf dem Baumstamm aufsetzt. Da lagen wir dann beide im Wald.
Zum Glück war nichts passiert. Er hatte nur mal was ausprobiert. Man konnte ihm das nicht übelnehmen.
Als ich an einem A-Springen mit ihm teilnahm, sprang er als sei es ein M-Springen und ich hatte als wenig erfahrene Springreiterin Mühe, seinen riesigen Bewegungen zu folgen. Ein Zuschauer war so beeindruckt von seinem Springvermögen, dass er ihn sofort kaufen wollte.
Doch das wollte ich auf keinen Fall.
Leider wurde er dann im Stall verletzt (vermutlich mit einer Mistgabel), bekam eine Phlegmone (Entzündung), die zunächst nicht bemerkt wurde und sich dann auf das gesamte Bein ausbreitete.
So musste er 6 Wochen in der Box stehen und wurde behandelt. Es blieb ihm ein permanent leicht dickes Bein, das er häufig entlastend hochstellte.
Seine Liebe zum Springen war von der Verletzung nicht beeinträchtigt. Meine Eltern kauften mir noch ein Dressurpferd und dann wurde Potz verkauft, da er nicht so gut Dressur ging. Ich habe mich nicht dagegen gewehrt und es hat mir das Herz gebrochen und jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, treibt es mir die Tränen in die Augen. Die Liebe zu diesem Pferd und das Gefühl, meine Liebe verraten zu haben, das blieb. Ich habe wohl oft, zu oft „vernünftig“ gehandelt und bin nicht meinem Herz gefolgt. Von daher war dies ein für mich sehr einschneidendes Ereignis. Und dann waren da diese Träume, die ich immer wieder hatte, von Potz, der in einer Box in einem Stall steht und den ich dort vergessen hatte. Im Traum suche ich ihn, gehe zu der Box, oft werden die Bilder dann verschwommen, wie im Nebel. Wenn ich ihn rausholen will oder reiten will, wache ich auf.
Diese Träume hatten eine tiefe Bedeutung, das war mir klar. Pferde hatten zu meinem Leben gehört und drängten sich in der Nacht immer wieder in mein Leben. Insbesondere, weil ich sie nicht in mein Leben integriert hatte. Von daher war mir klar, dass dies für mich ein wesentlicher Punkt war. Auch im Alltag.
Interessanterweise wurde mir dann die Leitung eines Reitstalls übertragen, zusammen mit dem Aufbau eines Amma gewidmeten sspirituellen Zentrums.
