Die weltweiten Gesetze des erfolgreichen Tradings - Brent Penfold - E-Book

Die weltweiten Gesetze des erfolgreichen Tradings E-Book

Brent Penfold

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29,99 €

Beschreibung

Essenzielles Wissen für alle Trader und Märkte Die großen und bekannten Trader, die tatsächlich Gewinne machen, müssen nicht unbedingt irgendwelche Tradinggeheimnisse kennen. Natürlich haben einige von ihnen sehr interessante Trade-Setups, Einstiegs-, Stopp- und Ausstiegstechniken. Es gibt aber auch andere, die mit erstaunlich simplen Ideen arbeiten. Mit sehr simplen Ideen. Trotz der verschiedenen Techniken, die diese Trader anwenden, kann man ihre Erfolge allgemein auf die universellen Prinzipien des erfolgreichen Tradings zurückführen. Diese Prinzipien sind allen beständig profitablen Tradern gemeinsam – also jenen rund 10 Prozent, die Gewinne machen. Sie unterscheiden die wenigen Gewinner von den vielen Verlierern. Ihre Profitabilität hängt weder von einem einzelnen magischen Indikator oder einer geheimnisvollen Tradingtechnik noch von den Märkten oder von bestimmten Finanzinstrumenten ab. Nein, man kann ihren Erfolg direkt auf die Prinzipien zurückführen, die die meisten Verlierer nicht kennen. Aus dem Inhalt: - Der Prozess des Tradings und seine universellen Grundlagen - Eigenständiges oder mechanisches Trading – welcher Ansatz ist profitabler? - Warum 90 Prozent aller Trader verlieren und wie Sie dies für sich umgehend ändern können

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Seitenzahl: 597

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Brent Penfold

Die weltweiten Gesetze des erfolgreichen Tradings

Für meine schöne Frau Katia, die mir die beiden großartigsten Geschenke gemacht hat, auf die ein Ehemann hoffen kann: meine zwei kleinen Söhne Beau und Boston.

BRENT PENFOLD

DIE WELTWEITEN GESETZE

DES ERFOLGREICHEN

TRADINGS

FBV

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie, detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen:

[email protected]

2. Auflage 2016

© 2012 FinanzBuch Verlag,

ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Original edition Copyright © 2010 John Wiley & Sons (Asia) Pte. Ltd. All rights reserved.

Die Originalausgabe erschein 2010 unter dem Titel The Universal Principles of Successful Trading: Essential Knowledge for All Traders in All Markets bei John Wiley & Sons (Asia) Pte. Ltd.

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Die im Buch veröffentlichten Ratschläge wurden von Verfasser und Verlag sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Ebenso ist die Haftung des Verfassers beziehungsweise des Verlages und seiner Beauftragten für Personen-, Sach-, und Vermögensschäden ausgeschlossen.

Übersetzung: Horst Fugger

Satz: HJR, Jürgen Echter, Landsberg am Lech

Druck: Florjancic Tisk d.o.o., Slowenien

Printed in the EU

ISBN Print 978-3-89879-663-7

ISBN E-Book (PDF) 978-3-96092-008-3

ISBN E-Book (EPUB; Mobi) 978-3-96092-009-0

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.finanzbuchverlag.de

eBook by ePubMATIC.com

Inhalt

Danksagung

Zur Einführung

Vorwort

Einleitung

Kapitel 1: Eine Realitätsprüfung

Warum verlieren 90 Prozent aller Trader?

Verbreitete Fehler – Erstes Jahr

Verbreitete Fehler – Zweites Jahr

Verbreitete Fehler – Drittes Jahr

Wie man zu den 10 Prozent der profitablen Trader aufsteigt

Zusammenfassung

Kapitel 2: Der Prozess des Tradings

Der Prozess des Tradings

Kapitel 3: Prinzip 1: Vorbereitung

Maximale Adversität

Emotionale Orientierung

Ein Spiel für Verlierer

Märkte, die sich zufällig entwickeln

Der beste Verlierer gewinnt

Risikomanagement

Tradingpartner

Finanzielle Grenzen

Zusammenfassung

Kapitel 4: Prinzip 2: Erleuchtung

Vermeidung des Pleiterisikos

Die Akzeptanz des Heiligen Grals des Tradings

Die Gewinnerwartung

Chancen

Das Bemühen um Einfachheit

Agieren, wo die Meisten Angst haben

Die Auswertung

Zusammenfassung

Kapitel 5: Prinzip 3: Der Tradingstil

Der Tradingmodus

Der Zeitrahmen

Die Wahl Ihres Tradingstils

Langfristiges Trendtrading

Kurzfristiges Swingtrading

Langfristiges Trendtrading versus kurzfristiges Swingtrading

Zusammenfassung

Kapitel 6: Prinzip 4: Die Märkte

Gute operative Attribute für das Risikomanagement

Gute Tradingattribute

Zusammenfassung

Kapitel 7: Prinzip 5: Die drei Säulen

Money Management

Methodologie

Psychologie

Kapitel 8: Money Management

Martingale Money Management

Anti-Martingale Money Management

Wichtige Konzepte

Die Geschichte

Anti-Martingale Money Management-Strategien

Das Trading eines einzelnen Kontrakts mit Forex_Trader ohne Money Management

Forex_Trader mit Money Management: fixes Risiko

Forex_Trader mit Money Management: fixes Kapital

Forex_Trader mit Money Management: fixe Relation

Soll man Gewinne von 18 Millionen oder von 1,5 Millionen Dollar anstreben? – Das ist hier die Frage

Forex_Trader mit Money Management: fixe Einheiten

Forex_Trader mit Money Management: Willams’ fixes Risiko

Forex_Trader mit Money Management: fixer Prozentsatz

Forex_Trader mit Money Management: fixe Volatilität

Welche Money Management-Strategie soll man wählen?

Das Trading des Kapitalmomentums

Zusammenfassung

Kapitel 9: Methodologie

Eigenständiges oder mechanisches Trading

Die Erschaffung einer Methodologie

Trading mit dem Trend

Nicht alle Indikatoren sind schlecht

Aber verändern sich die Märkte denn nicht?

Multiple Methodologien

Die wesentlichen Attribute gewinnbringender Methodologien

Ein Beispiel für eine gewinnbringende Methodologie: Die Tradingstrategie der Turtles

Ein Beispiel für ein objektives Trendwerkzeug

Fibonacci: Fakt oder Fiktion

Placebo-Trader

Zusammenfassung

Kapitel 10: Psychologie

Der allgemeine Konsens

Die Hoffnung managen

Die Gier managen

Die Furcht managen

Den Schmerz managen

Die maximale Adversität

Zusammenfassung

Kapitel 11: Prinzip 6: Trading

Alles zusammenfügen

Trading: Die Orderplatzierung

Zusammenfassung

Kapitel 12: Nur ein Ratschlag

Balance

Die Meister der Märkte

Ramon Barros

Mark D. Cook

Eine heterogene Gruppe von Tradern

Michael Cook

Kevin Davey

Tom DeMark

Lee Gettess

Daryl Guppy

Richard Melki

Geoff Morgan

Gregory L. Morris

Nick Radge

Brian Schad

Andrea Unger

Larry Williams

Dar Wong

Wertvolle Ratschläge

Kapitel 13: Ein Wort zum Schluss

Anhang A: Der Pleiterisiko-Simulator

Simulatorvariablen

Die Logik des Modells

Simulator

DIY-Simulator

Anhang B: Der Pleiterisiko-Simulator

Die Programmierung des VBA-Pleiterisiko-Simulators

VBA-Code für den Pleiterisiko-Simulator

Anhang C: Pleiterisiko-Simulationen

Danksagung

Obwohl dies mein Buch ist, und ganz allein meines, gehören seine Inhalte und sein Reichtum an Informationen nicht mir allein. Sie werden in diesem Buch einigen großartigen Tradern begegnen, die ich als die Meister der Märkte bezeichne. Sie sind erfolgreiche Trader, die mir großzügig erlaubt haben, ihre Erfahrungen und Erfolge mit meinen Lesern zu teilen. Ihre Erfahrungen und ihre Ratschläge gehören ihnen, nicht mir, und ich möchte ihnen für die Mitarbeit an diesem Buch danken.

Einige von diesen Meistern der Märkte kenne ich persönlich, viele andere aber nicht. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, einigen dieser Meister der Märkte zu danken, die mich großzügigerweise mit manchen der anderen Trader bekannt gemacht haben.

Zunächst gilt mein Dank Daryl Guppy, der mich Greg Morris vorgestellt hat. Dank Daryl hätte ich Ihnen auch beinahe die Gedanken von John Bollinger und Martin Pring präsentieren können. Aber leider hatte John in der Entstehungszeit dieses Buchs nur sehr wenig Zeit und konnte keinen Beitrag leisten, obwohl er meinte, das Konzept des Buchs sei exzellent. Und Martin Pring war zu beschäftigt mit seinem eigenen Buch und der Einrichtung eines Workshops. Ich danke Daryl nicht nur für seinen eigenen Beitrag zu diesem Buch, sondern auch dafür, dass er mein Buchprojekt Greg Morris präsentiert hat sowie für sein schmeichelhaftes Vorwort.

Ich möchte auch Larry Williams danken, der mich freundlicherweise Tom DeMark, Lee Gettess, Brian Schad und Andrea Unger vorgestellt hat. Ohne Larry hätten weder Sie noch ich die Möglichkeit gehabt, etwas über diese erfolgreichen Trader zu erfahren. Daher möchte ich herzlich für seine Beiträge danken.

Auch Andrea Unger gebührt großer Dank für seine Beiträge und dafür, dass er mich mit Kevin Davey und Michael Cook bekannt gemacht hat.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch den anderen meiner Meister der Märkte danken: Ray Barros, Mark D. Cook, Michael Cook, Tom Demark, Lee Gettess, Richard Melki, Geoff Morgan, Greg Morris, Nick Radge, Brian Schad und Dar Wong. Sie haben meine Einladung freundlich angenommen, sich an diesem Projekt zu beteiligen und dieses Buch besser zu machen.

Zur Einführung

Ganz allgemein gesagt verliert jeder beim Trading.

Und ich meine damit: jeder.

Jeder verliert, ganz egal ob er die FOREX tradet, Aktien, Rohstoffe, Optionen, Optionsscheine, Futures oder CFDs. Sogar die großartigen Trader, die mit vielen ihrer Trades Gewinne machen, verzeichnen zahlreiche Verlusttrades. So etwas wie eine Trefferquote von 100 Prozent gibt es nicht.

Die ernüchternde Wahrheit über aktives Trading: Weniger (möglicherweise viel weniger) als 10 Prozent aller aktiven Trader sind langfristig beständig erfolgreich. Vielleicht überrascht Sie das, wenn man mal an den Marketing-Hype im Bereich des Tradings denkt.

Im Gegensatz zu all dem Glamour, der mit Trading in Verbindung gebracht wird, steht die enttäuschende Wahrheit, dass nur sehr wenige Trader langfristig beständig Erfolg haben. Das gilt für alle aktiven Trader, unabhängig von den Märkten, Zeitrahmen oder Finanzinstrumenten, auf die sie sich konzentrieren. Nur sehr wenige Trader sind auf lange Sicht ständig erfolgreich.

Vergessen Sie alle diese Gespräche bei Dinner-Partys, wo sie neidisch zugehört haben, wenn andere über ihre riesigen Börsengewinne erzählten. Ignorieren Sie den Klang ihrer triumphierenden Stimmen, wenn sie über ihre Siege beim Trading erzählen. Solche Börsenkrieger sind in der Regel eher Trottel als Champions. Sie verbreiten Halbwahrheiten und sind Meister der Ablenkung. Sie erzählen nur von ihren Siegen, nicht aber von ihren Katastrophen. Von ihren Missgeschicken sagen sie nichts. Sie erinnern sich nicht an ihre Dummheiten. Sie erzählen nichts über ihre großen Verluste. Und glauben Sie mir: Die meisten von ihnen haben große Verluste erlitten, so wie alle anderen auch. Man sollte solche Leute ignorieren.

Das ist die schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht lautet: Die großartigen Trader, die tatsächlich Gewinne machen, müssen nicht unbedingt irgendwelche Tradinggeheimnisse kennen. Natürlich haben einige von ihnen sehr interessante Trade-Setups, Einstiegs-, Stopp- und Ausstiegstechniken. Es gibt aber auch andere großartige Trader, die mit erstaunlich simplen Ideen arbeiten. Mit sehr simplen Ideen. Trotz der verschiedenen Techniken, die diese großartigen Trader anwenden, kann man ihre Erfolge allgemein auf die universellen Prinzipien des erfolgreichen Tradings zurückführen. Diese Prinzipien sind allen beständig profitablen Tradern gemeinsam – den kaum 10 Prozent, die Gewinne machen. Die Prinzipien sind allen Gewinnern gemeinsam. Sie unterscheiden die wenigen Gewinner von den vielen Verlierern.

Ihre Profitabilität hängt nicht von einem einzelnen magischen Indikator oder von einer geheimnisvollen Tradingtechnik ab. Sie hängt nicht von dem Markt oder den Märkten ab, die sie traden oder von den Zeitrahmen, die sie beobachten. Ihre Profitabilität hängt auch nicht von den Finanzinstrumenten ab, die sie traden. Nein, man kann ihren Erfolg direkt auf die universellen Prinzipien des erfolgreichen Tradings zurückführen – Prinzipien, die die meisten Verlierer nicht kennen.

Wenn Sie ernsthaft ein beständig erfolgreicher Trader werden wollen, müssen Sie die universellen Prinzipien erlernen, verstehen, akzeptieren und anwenden, die jeder beständig profitable Trader versteht und befolgt. Sie zu ignorieren garantiert Ihren Misserfolg als Trader.

Unabhängig davon, was und wo Sie traden – um beständig erfolgreich zu sein, müssen Sie sich nach einigen Grundprinzipien des Tradings richten. Sie müssen daran denken, dass ein Markt ein Markt und ein Chart ein Chart ist. Das Wichtigste beim erfolgreichen Trading ist die Akzeptanz und Anwendung eines guten Tradingprozesses – egal an welchem Markt Sie traden, welchen Zeitrahmen Sie beachten oder welche Wertpapiere Sie traden. Die Auswahl der Märkte und der Finanzinstrumente ist weniger wichtig als die Akzeptanz und die Anwendung eines guten Tradingprozesses – und genau darum geht es bei den universellen Grundsätzen des erfolgreichen Tradings. Wenn Sie beim Trading Erfolg haben wollen, müssen Sie daher die einfache Wahrheit akzeptieren und verstehen, dass nicht persönliche Einstiegs- und Ausstiegstechniken die Gruppe der erfolgreichen Trader von der Mehrheit unterscheidet, sondern die Übernahme der universellen Prinzipien.

Die Verlierer wissen das nicht. Sie sind sich der universellen Prinzipien nicht bewusst. In völliger Ignoranz traden und verlieren sie weiter. Sie konzentrieren sich weiterhin auf die Suche nach dieser perfekten, risikolosen und zu 100 Prozent zutreffenden Einstiegstechnik. Sie wissen nicht, dass es entscheidende Prinzipien gibt, an die man sich beim Trading halten muss.

Meiner Meinung nach sind die universellen Prinzipien des Tradings für Ihren Erfolg entscheidend, egal ob Sie Währungen traden, Aktien, Anleihen, Energie, Metalle oder agrarische Rohstoffe. Und das gilt für jeden – für Daytrader ebenso wie für kurzfristig oder mittelfristig agierende Trader und für langfristige Positionstrader. Die universellen Prinzipien des Tradings sind entscheidend für Ihren Erfolg. Man kann ihnen nicht entkommen. Die universellen Prinzipien des Tradings sind entscheidend für Ihren Erfolg – ob Sie Optionen traden, CFDs, Futures, Aktien, FOREX oder Optionsscheine. Ich kann das gar nicht genug betonen. Die universellen Prinzipien des Tradings sind entscheidend für Ihren Erfolg – ob Sie auf Basis der traditionellen technischen Analyse traden, der fundamentalen Analyse, Elliott-Wellen, W. D. Gann, Candlesticks, Fibonacci, Indikatoren, mechanischer Systeme, saisonaler Faktoren, Mustererkennung oder Astrologie.

Kurz gesagt: Wenn Sie traden, egal wo, wie oder warum, die universellen Prinzipien des Tradings sind entscheidend für Ihren Erfolg. Sie zu ignorieren heißt die Wahrheit zu ignorieren. Sie zu ignorieren ist gleichbedeutend mit dem Ignorieren der Verluste auf Ihrem Tradingkonto.

Meiner Meinung nach gibt es nur eine universelle Wahrheit beim Trading, und zwar diese: Wenn Sie die Grundprinzipien des Tradings richtig umsetzen, werden die Gewinne folgen. Das müssen sie. Punkt. Wenn Sie diese Grundprinzipien aber missachten, werden Sie weiterhin verlieren. Punkt. Keine Widerrede. Keine Diskussion. Kein Wenn und Aber. Sie werden weiterhin verlieren. Punkt.

Und würden Sie nicht gern aufhören, so beständig und miserabel zu verlieren? Möchten Sie nicht gern lernen, was einen Trader wirklich beständig profitabel macht? Möchten Sie nicht anfangen, beständig und zuverlässig Geld zu verdienen? Möchten Sie nicht gern aufhören, von einer gescheiterten Tradingtechnologie zur nächsten zu springen und wirklich lernen, was eine Tradingtechnologie robust und zuverlässig macht? Wenn ja, dann ist dieses Buch das richtige für Sie.

Wenn Sie mit Trading Geld verdienen möchten, werde ich Ihnen zeigen, wie das geht. Ich werde Sie zurück zu den Grundlagen führen, indem ich Ihnen die universellen Prinzipien des Tradings beibringe.

Zunächst aber einige Warnungen. Wenn Sie hier nach einer neuen Einstiegs-, Stopp- oder Ausstiegstechnik suchen, dann ist dieses Buch nichts für Sie. Wenn Sie nach einer neuen Technik für die Analyse der Marktstruktur suchen, dann ist dieses Buch nichts für Sie. Wenn Sie nach einer simplen Lösung suchen, um profitabel zu werden, dann ist dieses Buch nichts für Sie, und ich kann Ihnen auch nicht helfen. Wenn man das Trading und die universellen Prinzipien erst einmal verstanden hat, sind sie zwar relativ simpel, aber einfach sind sie nicht. Es gibt keine einfachen Abkürzungen auf dem Weg zum beständigen, langfristig profitablen Trading.

Wenn Sie nach Sicherheit in Ihrem Trading suchen, dann ist dieses Buch nichts für Sie, und ich kann Ihnen auch nicht helfen. An den Märkten gibt es keine Sicherheit – und erst recht nicht beim Trading. Es gibt nur 100 Prozent Wahrscheinlichkeit. Wenn Sie nur in einem Umfeld mit hoher Sicherheit agieren können, zum Beispiel in einer sicheren Beziehung oder in einem sicheren Job, dann ist Trading nichts für Sie.

Wenn Sie ein Intellektueller sind, der nur selten zugibt, sich geirrt zu haben, dann ist Trading nichts für Sie, denn die Märkte neigen regelmäßig dazu, Sie zu erniedrigen und Ihnen Fehler nachzuweisen. Intellektuelle haben ein Problem damit, die korrekte Antwort nicht zu kennen, keine Kontrolle ausüben zu können und sich regelmäßig zu irren.

Wenn Sie allerdings bereit sind, die erforderliche Arbeit zu tun, dann kann Ihnen das Trading unbegrenzte Möglichkeiten bieten. Heute ist Trading denkbar egalitär. Jeder kann mit gleichen Voraussetzungen am Wettbewerb teilnehmen. Es gibt keine Einstiegsbarrieren. Heute haben Institutionen gegenüber privaten Tradern keine Wettbewerbsvorteile mehr. Es gibt keine Grenzen der Dummheit, wenn institutionelle Trader ebenso ignorant und ratlos sein können, was an den Märkten funktioniert, wie private Trader. Es gibt keine Grenzen des Erfolgs, die gleiche oder eine höhere Profitabilität erreichen zu können wie einige der besten institutionellen Trader. Trading findet heute auf einem ebenen Spielfeld statt.

Wenn Sie geduldig sind, wenn Sie bereit sind, die Arbeit zu leisten und für Neues offen sind, dann denke ich, dass die universellen Prinzipien des Tradings Ihr Trading völlig verändern werden. Aber das hängt von Ihnen ab, allein von Ihnen und von niemand anderem. Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre Handlungen, dann werden Ihre Handlungen Ihr Tradingkonto transformieren.

Viel Glück, viel Spaß beim Studieren und sensibles Trading.

Brent Penfold

Sydney, Australien

Vorwort

Es dauerte mehr als 30 Jahre, bis ich genug Ersparnisse beisammen hatte, um an der Börse tätig zu werden. In diesen 30 Jahren hatte ich viel Spaß und erlebte viele Abenteuer. Ich arbeitete im Bergbau und bediente beim Straßenbau in sehr abgelegenen Gebieten des Northern Territory in Australien schwere Maschinen. Ich arbeitete auf den Torres Strait Islands und verwaltete Eingeborenengemeinden in der Wüste. Meine Eltern hielten dies größtenteils für eine Verschwendung einer guten Universitätsausbildung. Leider rann mir das Geld durch die Finger, wie Wasser nach einem Gewitter in der Wüste im Sand versickert. Meine teure Sucht, neue Bücher zu lesen, war auch nicht gerade hilfreich.

In Australien ist der traditionelle Weg zum Reichtum der Kauf eines Hauses – und dann eines weiteren Hauses. Mit meinen mickrigen Ersparnissen von $2000 und meinem erratischen Lebenslauf war ich aber keinem Bankmanager gut genug für einen Immobilienkredit. Ich musste das Geld für mich arbeiten lassen, statt selbst für Geld zu arbeiten. Etwa um diese Zeit wurde der Name Warren Buffett bekannt, und ich glaubte fest daran, aus meinen $2000 innerhalb kurzer Zeit eine beträchtliche Summe machen zu können, wenn ich Aktien einer Firma kaufte, über die ich etwas wusste.

Während ich mitten in der australischen Wüste lebte, kaufte ich also Aktien eines der führenden Bergbauunternehmen. Ich sah die Aktie steigen und fallen, einen Gewinn von 30% erreichen und ihn wieder abgeben. Ich realisierte einen dieser Gewinne von 30% und investierte einen Teil davon in eine andere führende Minenfirma – und zwar am Allzeithoch des Aktienkurses, das nie wieder erreicht wurde, ehe man das Unternehmen 12 Jahre später von der Börse nahm. Die Summe war gering, und daher behielt ich die Aktien, um mich daran zu erinnern, warum ich kein Investor war.

Die Wüste ist ein harter Lebensraum, und man überlebt nur, wenn man aus den Erfahrungen anderer lernt. Ich fand, dass die Börse ein ebenso hartes Umfeld war; das Überleben hing davon ab, dass man aus den Erfahrungen derjenigen lernte, die sich die Zeit genommen hatten, sie aufzuschreiben.

An Bücher über Trading war schwer heranzukommen, und in der riesigen australischen Wüste gab es keine anderen Trader, mit denen man reden und von denen man lernen konnte. Ich nährte meine seit Langem bestehende Sucht nach neuen Büchern durch Buchbestellungen per Post, hauptsächlich von amerikanischen Tradern geschrieben. (Die meisten dieser Bücher gingen leider verloren, als mein Büro 1998 durch ein Hochwasser zerstört wurde. Es ist nicht nur die Börse, die gibt und dann wieder nimmt). Mit einem Spreadsheet auf einem Apple-Computer bastelte ich rudimentäre Charts von Kursbewegungen und lernte zu verstehen, was sie über die Märkte und die Aktivitäten anderer Trader und Investoren an der Börse aussagten.

Im Lauf der Zeit entdeckte oder erlernte ich einige der universellen Prinzipien des Tradings. Ich wünschte, ich hätte damals dieses Buch gehabt, denn es hätte meinen Lernprozess beschleunigt. Diese Prinzipien sind das Herzstück jedes erfolgreichen Traders, obwohl die Mischung und die Proportionen so unterschiedlich sind wie die Chancen an der Börse. Vielleicht gibt es nur einen gemeinsamen Nenner. In dieser exzellenten Darstellung der universellen Prinzipien des Tradings wird er nicht erwähnt. Vielleicht weil er so offensichtlich ist, dass Brent Penfold und die von ihm interviewten Trader einfach annehmen, dass er selbstverständlich und daher nicht weiter erwähnenswert ist. Vielleicht auch deshalb, weil er nicht nur für den Erfolg beim Trading gilt.

Dieser gemeinsame Faktor ist die Leidenschaft für die Aktivität des Tradings. Man nimmt allgemein an, dass man mindestens 10.000 Stunden benötigt, um auf einem selbst gewählten Gebiet zum Experten zu werden. Brent Penfold und die Trader in diesem Buch haben ein Vielfaches davon hinter sich, und die Wirkung dieser Stunden wird verstärkt durch die Leidenschaft für das, was sie tun. Erfolgreiche Trader weisen Können und Leidenschaft auf. Meine begann in den Weiten der australischen Wüste, ursprünglich durch pure Notwendigkeit verursacht. Brent fand seine in den Handelsräumen. Andere entdecken ihre Leidenschaft an den unterschiedlichsten Orten und in den verschiedensten Situationen. Dieses Buch ist eines der Ergebnisse von Brents Leidenschaft für das Trading, für die Märkte und auch dafür, anderen auf dem Weg zum Börsenerfolg zu helfen. Wenn Sie die gleiche Leidenschaft entwickeln wollen, wird Ihnen dieses Buch helfen, die universellen Prinzipien des Tradings zu identifizieren – unabhängig von Ihrem Hintergrund.

Daryl Guppy

Trend Trading:

The 36 Strategies of the Chinese for Financial Traders

Shanghai, 2010

Einleitung

Dieses Buch entstand aus einer Reihe von Gründen.

Zunächst überraschte mich der Erfolg meines ersten Buchs Trading the SPI1. In diesem Buch ging es um das Trading des Futureskontrakts auf den australischen SPI oder Share Price Index. Ich wusste mit Sicherheit, dass es nicht genug Privatleute gab, die SPI-Indexfutures tradeten, um die Zahl der verkauften Bücher erklären zu können. Obwohl der australische Indexfutureskontrakt das bedeutendste Aktieninstrument im Land war, wurde der Handel von institutionellen und nicht von privaten Tradern dominiert. Daher war mir der Erfolg meines Buchs zunächst ein Rätsel, bis ich die Gründe herausfand. Und so kam mir der Gedanke, ein weiteres Buch zu schreiben. Mein erstes Buch bestand aus drei Teilen, und ich glaube, dass der zweite Teil, in dem es um die Vorbereitung ging, die man braucht, um ein erfolgreicher Trader zu werden, der Grund für den Erfolg des Buchs war. Trader hatten von dieser Botschaft gehört und kauften mein Buch, auch wenn sie kein Interesse daran hatten, Indexfutureskontrakte auf den SPI zu traden. Sie wollten mehr darüber wissen, wie man sich vorbereiten muss, um ein erfolgreicher Trader zu werden, denn Trading ist Trading, und die in Teil 2 erörterten Prinzipien galten für alle Märkte und alle Trader. Ich hielt Teil 2 schon immer für den besten Abschnitt des Buchs und denke, dass er der Grund für den Erfolg des Buchs war. Der erste Grund, warum ich das vorliegende Buch schrieb, war daher mein Wunsch, diese allgemeine Botschaft über die Vorbereitung zum Trading, die ich die universellen Prinzipien des erfolgreichen Tradings nenne, einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Ein Hinweis an die Leser meines ersten Buchs Trading the SPI: Vieles, was Sie hier lesen werden, wird Ihnen bekannt vorkommen. Ich hoffe, Sie akzeptieren meine Entschuldigung dafür, dass ich Ihnen hier teilweise bereits Vertrautes präsentiere. Ich hoffe, Sie verstehen meinen Wunsch, meine Ideen einem größeren Publikum mitzuteilen. Es liegt mir auch nicht, Inhalt um des Inhalts willen zu produzieren. Ich kann nur über das schreiben, woran ich glaube, was ich tue und von dem ich weiß, dass es funktioniert. Und das tue ich auch. Obwohl ich mich wiederholen werde, hoffe ich, dass mir dieses Buch die Chance geben wird, Ihnen die universellen Prinzipien des erfolgreichen Tradings nahezubringen.

Der zweite Grund entstand, als ich als Vortragender bei der Asian Traders and Investors Conference (ATIC) zu Gast war. Dort sprach ich mit Stuart McPhee, einem australischen Aktientrader, Ausbilder und Autor, der mir erzählte, wie schwer es für ihn war, die Leute zum Kauf seines Buchs Trading in a Nutshell2 zu bewegen. Das überraschte mich, weil ich viel von Stuarts Buch halte, und das schrieb ich auch in meiner Rezension der zweiten Auflage des Buchs in der Fachzeitschrift Your Trader‘s Edge. Stuart sagte mir, die Singapurer kauften nicht gern Bücher, auf deren Schutzumschlag »Australische Aktien« steht. Sie sagten Stuart, sie sähen nicht ein, warum sie ein »australisches« Buch kaufen sollten, da sie doch in Singapur lebten. Stuart und ich wussten zwar, dass es egal ist, mit welchen Wertpapieren man das Trading erlernt, weil ein Chart ein Chart ist und gute Tradinggewohnheiten sich an jedem Markt durchsetzen, aber für Neulinge konnte der Bezug auf einen ausländischen Markt auf dem Umschlag eines Buchs ein Hindernis sein. Das wurde zum zweiten Grund, warum ich dieses Buch schrieb. Ich wollte, dass die Zuhörer meiner Präsentationen ein Buch kaufen und mehr über meine Tradingmethode lernen konnten – egal in welchem Land diese Präsentationen stattfanden.

Im Lauf der Jahre hatte ich das Glück, als Redner zu Präsentationen in China, Indien, Singapur, Malaysia, Vietnam, Thailand, Neuseeland und natürlich Australien eingeladen zu werden. Und während meiner zahlreichen Präsentationen und Workshops im gesamten asiatisch-pazifischen Raum wurde mir völlig klar, dass die Märkte nicht nach Tradern und Pässen unterscheiden. Alle Trader aus allen Ländern leiden gleichermaßen in der turbulenten Welt des aktiven Tradings. Ich wollte also ein Buch, das jeder Trader unabhängig von seinem Wohnsitz kaufen und daraus das lernen konnte, was ich für wichtig hielt, um ein dauerhaft erfolgreicher Trader zu werden. Ich wollte ein Buch schreiben, das Grenzen überschreitet. Ich wollte ein »grenzenloses« Buch, das jeder relevant finden konnte. Dies wurde zur zweiten Motivation, dieses Buch zu schreiben.

Der dritte Grund war die Herausforderung, ein herausragendes Buch zu schreiben, nach dessen Lektüre man nichts anderes mehr lesen muss, um ein erfolgreicher Trader zu werden. Ich wollte den Menschen eine wertvolle Anleitung für ihr Trading geben, unabhängig vom Markt, vom Zeitrahmen, vom Finanzinstrument oder der Technik, die der jeweilige Trader bevorzugt.

Am Ende dieses Buchs werden Sie eine Anleitung erhalten haben, wie Sie ein beständig erfolgreicher Trader werden können. Ich wünschte, ich selbst hätte eine solche Anleitung zur Hand gehabt, als ich vor über 27 Jahren mit dem Trading begann. Sicherlich wären mir jahrelange Enttäuschungen erspart geblieben. Als ich 1983 als Händler-Trainee bei Bank America anfing, wusste ich absolut nichts über Trading und die Märkte. Und selbst nach ein paar Jahren Erfahrung als institutioneller Trader wusste ich immer noch nicht, was tatsächlich funktionierte. Ich brauchte noch viele Jahre, bis ich es wusste.

Seit meinem ersten Trade 1983 habe ich wahrscheinlich jede Technik ausprobiert, die es beim Trading gibt. Wenn es ein Buch, ein Seminar, einen Workshop oder ein Softwareprogramm gab, das mein Trading verbessern konnte, dann kaufte ich es, nahm daran teil oder installierte es. In den 1990er-Jahren fühlte ich mich auf meiner Suche nach einem Vorteil, als ginge ich durch Drehtüren von einem Seminar zum nächsten. Ich nahm an vielen angesehenen Seminaren teil. Ich belegte das Turtles-Seminar mit Russell Sands, erlernte PPS mit Curtis Arnold, studierte Geometrie mit Bryce Gilmore und nahm an Larry Williams‘ Million Dollar Challenge (MDC) teil. Hier und dort pickte ich nützliche Dinge auf und Larry Williams‘ MDC-Seminar verstärkte meine Arbeit mit kurzfristigen mechanischen Kursmustern.

Ich trade weltweit Index- und Währungsfutures in mehreren Zeitrahmen mit einfachen mechanischen Modellen. Ich trade die möglicherweise liquidesten und volatilsten Marktsegmente der Welt: Indizes und Währungen. Ich trade ein Portfolio von 14 Märkten. Im Bereich der Indexfutures trade ich SPI, Nikkei, Taiwan, Hang Seng, DAX, Stoxx 50, FTSE, Mini-Nasdaq und E-mini S&P 500-Indexfutureskontrakte. Am Devisenmarkt trade ich die fünf wichtigsten Währungen gegen den US-Dollar: Euro, britisches Pfund, japanischer Yen, Schweizer Franken und australischer Dollar. Ich trade mein Portfolio fast rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche. Kein Tag vergeht, ohne dass ich eine Order für einen Index- oder Währungsfutureskontrakt irgendwo auf der Welt erteile.

Ich trade vor allem Muster. Ich konzentriere mich ausschließlich auf den Preis oder Kurs, abgesehen vom gleitenden 200-Tage-Durchschnitt, den ich zur Bestimmung des vorherrschenden Trends verwende. Der Tatsache, dass ich ausgerechnet den 200-Tage-Durchschnitt anwende, brauchen Sie keine große Bedeutung beizumessen. Ich habe ihn einfach immer schon verwendet. Ich weiß nicht, ob dies die optimale Zeitdauer ist, um den dominanten Trend zu bestimmen, und es ist mir auch egal. Das Letzte, was ich in meinem Trading einsetzen möchte, wären »optimierte« Variablen, denn das ist einer der schnellsten Wege ins Armenhaus.

Und beachten Sie bitte, dass ich den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt nicht dazu verwende, meine Trade-Setups zu finden. Ich setze ihn nicht ein, um Einstiegs-, Stopp- und Ausstiegsniveaus zu finden. Ich verwende ihn nur zur Bestimmung des vorherrschenden Trends, denn ich platziere nicht gern Trendtrades gegen den Trend.

Von Anfang an möchte ich klarstellen, dass ich mich nicht für einen Tradingexperten oder einen Börsenexperten halte. Und ich glaube auch nicht, dass eine solche Person existiert (ausgenommen vielleicht Larry Williams, der weltberühmte Trader und Ausbilder, der in seinen Seminaren vor den Teilnehmern live tradet). Allerdings gibt es ein Gebiet, auf dem ich mich mit den meisten Leuten messen kann, und das ist meine Erfahrung auf dem Gebiet des Geldverlierens. Wenn Sie etwas über die Fehler lernen wollen, die die Leute gemeinhin beim Trading machen, dann bin ich der Richtige für Sie. Ich habe mehr Narben und Beulen als jeder andere Trader, also darf ich guten Gewissens behaupten, dass ich auf diesem Gebiet ein Experte bin. Trotzdem habe ich überlebt und es geschafft, mir meinen Weg durch die verwirrende Welt der technischen Analyse zu bahnen. Hoffentlich kann ich auch Ihnen helfen zu überleben.

Obwohl ich rund um die Uhr fast weltweit 14 Index- und Währungsfutures trade, verbringe ich mit dem tatsächlichen »Trading« dieser Märkte relativ wenig Zeit. Ich bin nicht der Sklave meines Computers und beobachte nicht jede kleine Bewegung an den Märkten. Ich verwende Tagesbalken für mein Trading und brauche pro Tag nur eine Stunde, um meine Daten zu sammeln, meine Modelle zu prüfen und meinem Broker meine Aufträge zu übermitteln. Denken Sie daran, dass ich ein mechanischer Trader bin und einfache mechanische Lösungen trade. Ich habe meine Tradingmodelle in Visual Basic for Applications (VBA) auf Excel programmiert, sie liefern mir meine Orders automatisch. Ich schicke meine Orders per E-Mail an meinen Broker. Sobald der Broker ebenfalls per E-Mail den Eingang aller meiner Aufträge bestätigt hat, entspanne ich mich für 24 Stunden. Das Tradingbüro meines Brokers ist rund um die Uhr besetzt, meine Aufträge sind dort gut aufgehoben.

Als mechanischer Trader trade ich mit einer positiven Gewinnerwartung. Ich wende eine Tradingstrategie an, die mir klare Kauf- und Verkaufssignale liefert, die ich stets befolge. Ich vertraue darauf, dass meine Methoden trotz kurzfristiger Verluste auf lange Sicht Gewinne generieren. Abgesehen vom Trading und der Verwaltung meiner Website verbringe ich den größten Teil meiner Zeit mit Research und der Programmierung neuer Ideen.

Wie schon erwähnt: Ich bin kein Experte. Im Lauf der Jahre habe ich aber herausgefunden, was wirklich zählt, wenn man erfolgreich traden will und was meinen Erfolg ermöglicht hat. Hoffentlich werden Sie nach der Lektüre dieses Buchs wissen, was ich weiß und wirklich verstehen, dass es die universellen Prinzipien des erfolgreichen Tradings sind, die Gewinner und Verlierer trennen.

Wie ich schon sagte, ist es mein Ziel, ein einzigartiges Buch zu schreiben, das für Ihr Trading zu einer wertvollen Informationsquelle wird. Wenn Sie wirklich ernsthaft Geld an der Börse verdienen wollen, werde ich Sie wohl nicht enttäuschen.

Meiner Erfahrung nach verlieren unter anderem deshalb so viele Leute Geld beim Trading, weil sie glauben, was sie in Tradingbüchern und -zeitschriften lesen und was sie in Chartprogrammen sehen. Es ist eine traurige Wahrheit, dass das meiste nicht funktioniert, was über Trading geschrieben wird oder in Tradingprogramme eingeht. Geld verdienen damit nur der Autor, der Verlag und der Software-Entwickler.

Ich will damit sagen: Falls Sie noch keiner sind, dann werden Sie bitte zum Skeptiker, wenn Sie Tradingbücher lesen – einschließlich dieses hier. Nur weil ich oder ein anderer Autor etwas schreiben, muss es noch lange nicht zutreffend sein. Ich bin überzeugt, dass alle Trader für sämtliche Meinungen und Ideen zum Thema Trading offen sein sollten, von denen sie hören, die sie sehen oder lesen. Jeder Trader sollte die große Auswahl beim Trading begrüßen. Dennoch sollten sich meiner Meinung nach alle Trader, auch Sie, das Recht vorbehalten zu beurteilen, ob eine solche Idee wertvoll für sie ist. Was für mich oder einen anderen Autor funktioniert, muss nicht unbedingt auch für Sie funktionieren. Nachdem Sie alle Ideen zum Thema Trading offen aufgenommen haben, müssen Sie die Idee unabhängig für sich selbst bewerten, ehe Sie ein Urteil fällen. Verlassen Sie sich bitte nicht auf die Meinung anderer Leute über das Trading – auch nicht auf meine. Bleiben Sie bitte immer skeptisch, wenn Sie Tradingbücher wie dieses hier lesen und lernen Sie bitte, Ideen zunächst zu bewerten, ehe Sie akzeptieren, dass sie wertvoll sind. Skepsis beim Trading zahlt sich aus.

Seit der Einführung von CFDs und Margin-FX hat sich das aktive Trading kleiner Privattrader explosionsartig ausgebreitet. Die Leute können nun so gut wie alle in- oder ausländischen Aktien, Indizes, Währungen oder Rohstoffe ihrer Wahl am heimischen PC traden. Durch CFDs, traditionelle Futures und die Globalisierung der Finanzmärkte haben Sie Zugang zu jedem Markt Ihrer Wahl. Und mit dem Wissen durch das Erlernen der universellen Prinzipien des erfolgreichen Tradings in diesem Buch glaube ich, dass Sie dies zielgerichtet und mit Selbstvertrauen tun werden.

Und bitte denken Sie daran: Was ich schreibe, ist nur meine Meinung und sollte nicht als Wahrheit akzeptiert werden. Wenn Ihnen gefällt, was Sie lesen, dann bewerten Sie die Ideen bitte zunächst einmal unabhängig für sich selbst. Ich hoffe, dieses Buch wird Ihnen von Nutzen sein und Ihnen zu entdecken helfen, was einen Trader wirklich auf lange Sicht erfolgreich macht. Wenn Sie Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, mich über meine Website www.IndexTrader.com.au zu kontaktieren.

Die universellen Prinzipien

In diesem Buch werden Sie die Grundlagen des erfolgreichen Tradings erlernen. Im Lauf der Zeit werden Sie feststellen, dass diese Prinzipien für alle Trader und alle Märkte gelten. Egal welche Märkte Sie traden – seien es Aktien, Indizes, Währungen, Anleihen oder Rohstoffe –, egal welchen Zeitrahmen Sie beobachten – Daytrading, kurz-, mittel- oder langfristiges Trading – und egal welche Wertpapiere Sie an Ihren bevorzugten Märkten traden – Aktien, CFDs, Futures, FOREX, Optionen oder Warrants – Trading ist Trading. Punkt. Der Markt, der Zeitrahmen und das Finanzinstrument sind nicht so wichtig wie der Prozess des guten Tradings, den wir anhand der universellen Prinzipien des erfolgreichen Tradings in diesem Buch ausführlich erörtern werden.

Diese Prinzipien zeichnen die entscheidenden Schritte vor, die meiner Meinung nach jeder erfolgreiche Trader gehen muss, bevor er seinen ersten Auftrag erteilt. Die Prinzipien beschreiben die Bedeutung der Prozessorientierung beim Trading, egal ob man eigenständiges oder mechanisches Trading bevorzugt (beim eigenständigen Trading trifft der Trader selbst die endgültige Entscheidung, ob er traden will; beim mechanischen Trading muss der Trader die exakten Einstiegs-, Stopp- und Ausstiegsregeln seines Plans befolgen, ohne Zögern und persönliche Präferenzen). Die Prinzipien zeigen Ihnen alle Einzelheiten des praktischen Tradings. Wir werden Schlüsselkonzepte wie das Pleiterisiko, (meinen) Heiligen Gral, Erwartungshaltung, Chancen, Bewertung, TEST, Money Management, Methodologie und Psychologie erörtern.

Allein Kapitel 8 über Money Management ist den Preis dieses Buchs wert. Wenn Sie erst wissen, wie hoch ich die Bedeutung des Money Managements einschätze, werden Sie verstehen, warum es eines der umfangreichsten Kapitel ist. Ich denke, Sie werden kein anderes Buch finden, das für den durchschnittlichen Leser (der keinen Doktortitel in Mathematik hat) so leicht verständlich ist und in dem die verschiedenen Strategien des Money Managements so gründlich untersucht und erörtert werden.

Ich denke, jeder Trader wird von den universellen Prinzipien profitieren, ganz unabhängig von seiner Erfahrung. Sie zeigen, was man braucht, um vorbereitet und für den Erfolg gut positioniert zu sein.

Sie werden in diesem Buch einige erfolgreiche Trader kennen lernen. Ich nenne sie die Meister der Märkte; erfolgreiche Trader, die dazu bereit sind, Ihnen auf der Grundlage ihrer Erfahrungen und Erfolge Ratschläge zu geben. Manche von ihnen werden Sie kennen, von anderen haben Sie wahrscheinlich noch nie etwas gehört. Einige gehören zu den aktuellen Tradingchampions, andere sind Legenden der Märkte – die Weisen, die die Welt der technischen Analyse signifikant beeinflusst haben und seit den 1960er-Jahren an den Märkten traden. Einer der Meister der Märkte gehört möglicherweise zu den größten Einzeltradern des E-mini S&P 500 weltweit. Einige sind produktive Autoren und gehören zu den bekanntesten Ausbildern auf dem Gebiet des Tradings. Manche traden Investmentfonds. Manche sind Privattrader. Sie sind Repräsentanten einer vielseitigen Gruppe von Tradern aus aller Welt, aus Singapur, Hongkong, Italien, Großbritannien, Amerika und Australien. Sie alle sind erfolgreich. Und alle haben sich großzügig dazu bereit erklärt, Ihnen einen einzigartig bedeutenden Rat zu geben, um Ihnen zum Erfolg beim Trading zu verhelfen.

Nach der Lektüre des Buchs werden Sie hoffentlich das Wissen und das Selbstvertrauen erworben haben, um zu entscheiden, ob Sie bereit sind, aktives Trading zu betreiben. Viele von Ihnen, die ehrlich zu sich selbst sind, werden sich gegen das Trading entscheiden. Sie werden entscheiden, dass sie nicht dazu bereit sind, die harte Arbeit zu leisten, die für die Vorbereitung auf das Trading erforderlich ist. Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören, beglückwünsche ich Sie, denn Sie werden viel Geld und Kummer sparen.

Wenn Sie denken, Sie könnten die universellen Prinzipien unbeachtet lassen, kann ich Ihnen nicht helfen. Falls Sie nicht bereit sind zu hören, was ich zu sagen habe, verdienen Sie die Ergebnisse, die Sie erzielen. Ich kann Ihnen nur vorschlagen, sich an dieses Buch zu erinnern und es in sagen wir einmal 12 Monaten noch einmal zu lesen. Vielleicht sind Sie dann eher bereit, mit beiden Ohren zuzuhören.

Wenn Sie verstehen, dass es an der Börse keine Geschenke und keine Abkürzung auf dem Weg zum erfolgreichen Trading gibt, wünsche ich Ihnen das Beste. Sie wissen, dass Sie harte Arbeit vor sich haben. Und denken Sie bitte daran, dass es keinen Anlass zur Eile gibt, wenn Sie aktiver Trader werden wollen. Es gibt keine Goldmedaille für den Ersten, der einsteigt. Arbeiten Sie alle Schritte sorgfältig durch. Seien Sie von an Besessenheit grenzender Gründlichkeit, wenn Sie Ihre Ideen auswerten und vergessen Sie nicht, von Zeit zu Zeit eine Pause einzulegen, weil es sich um eine sehr anstrengende Arbeit handelt, das können Sie mir glauben. Wenn Sie erst einmal auf dem Gipfel stehen, werden Sie sich erinnern, wo Sie angefangen haben, und Sie werden froh sein, sich für die lange Route entschieden zu haben. Der Lohn Ihrer Mühe wird die Aufnahme in den Zirkel der Gewinner sein; eine Mitgliedschaft, die die meisten Trader niemals erreichen.

Fangen wir an.

ANMERKUNGEN

1. Penfold, Brent, Trading the SPI (Wrightbooks, John Wiley, 2005)

2. McPhee, Stuart, Trading in a Nutshell (Wrightbooks, John Wiley, 2001).

Kapitel 1

Eine Realitätsprüfung

Das einzige echte Geheimnis beim Trading ist …

Der beste Verlierer ist auf lange Sicht der Gewinner

– Phantom of the Pits

Ob Sie es glauben oder nicht, das ist wahrscheinlich das einzige echte Geheimnis des erfolgreichen Tradings. Vielleicht halten Sie es für ein Klischee, aber ich hoffe, dass Sie am Ende dieses Buchs verstehen werden, warum dies eine wichtige Wahrheit für eine dauerhafte Karriere als Trader ist.

Meiner Meinung nach fasst das Zitat von Phantom of the Pits zusammen, was man für den Erfolg braucht. Die meisten Trader sind schlechte Verlierer. Sie hassen die Realisierung von Verlusten, verändern ihre Stopps und suchen nach jeder erdenklichen Ausrede, um einen Trade am Leben halten zu können, wobei sie alle möglichen Gründe heranziehen, um ihr Handeln zu rationalisieren. Solange sie noch Geld auf dem Konto haben, ignorieren schlechte Trader eine Verlustposition, bis sie so groß wird, dass sie sie nicht mehr ignorieren können und sich mit einem katastrophalen Verlust ausstoppen lassen müssen. Sie schieben das Unvermeidliche auf die lange Bank, solange es noch Hoffnung gibt, dass der Trade die Richtung wechseln wird. Solange der Trade läuft, gibt es immer noch die Chance, dass sie letztlich Recht behalten. Solange der Trade läuft, müssen sie sich nicht eingestehen, sich geirrt zu haben, weil sie den Verlust noch nicht realisiert haben. Menschen hassen das Eingeständnis, sich geirrt zu haben. Die meisten Menschen sind nur deshalb schlechte Trader, weil sie schlechte Verlierer sind. Lernen Sie, dass das Akzeptieren von Verlusten untrennbar zum Trading gehört, dann haben Sie den ersten konkreten Schritt zum Erfolg schon getan. Wenn Sie weiterhin ein schlechter Verlierer bleiben, sind Sie auf dem besten Weg ins Armenhaus. Wenn Sie langfristig mit Erfolg traden wollen, müssen Sie ein guter Verlierer sein.

Bei meinem eigenen Trading verbringe ich offenbar den größten Teil meiner Zeit damit, Verluste zu verbuchen. Bei meinem kurzfristigen Trading beträgt die Trefferquote nur etwa 50 Prozent, beim mittelfristigen Trendtrading sind es etwa 30 Prozent. Weil ich nicht besonders oft gewinne, muss ich also ein guter Verlierer sein, um beim Trading zu überleben, denn sonst wäre mein Konto leer und ich könnte nicht traden. Ich hoffe, Sie schaffen es, ein guter Verlierer zu werden.

Als Übung ist es sicherlich der Mühe wert, wenn Sie sich alle Ihre früheren Trades noch einmal ansehen und prüfen, welche Ergebnisse erzielt worden wären, wenn Sie eine simple Stopp-Regel befolgt hätten. Eine einfache Stopp-Regel für Long-Trades (das Gegenteil gilt für Short-Trades) könnte sein, beim Bruch des tiefsten Tiefs innerhalb der drei letzten Balken auszusteigen. Sie können auch den Bruch des Tiefs der Vorwoche als Stopp verwenden. Welchen Stopp Sie wählen, spielt keine Rolle, solange er zu dem Zeitrahmen passt, den Sie traden. Sie werden bemerken, dass Ihre Verluste dadurch nicht zu Gewinnen werden, aber ich bin sicher, dass Ihr Konto gesünder aussieht, wenn Sie Stopps anwenden. Glauben Sie mir, es zahlt sich aus, ein guter Verlierer zu sein.

Wenn Sie derzeit mit Gewinn traden, können Sie diese kleine Diskussion überspringen. Wenn nicht, dann heben Sie den Kopf, legen Sie den Stift weg und passen Sie auf! Diese Diskussion wird Ihnen unmittelbar von Nutzen sein. Stellen Sie zunächst Ihr Trading vollständig ein.

Wenn Sie derzeit ohne Gewinne traden und versuchen, sich aus einem Drawdown herauszukämpfen – das heißt, dass Sie versuchen, einen Verlust Ihres Tradingkapitals aufzuholen –, dann ist es das Beste für Sie, das Trading zunächst einzustellen. Ich weiß, dass das schwer ist – vor allem, wenn es sich wie das Eingeständnis des eigenen Scheiterns anfühlt. Machen Sie sich darüber keine Gedanken. Sie sind nicht gescheitert. Sie unterbrechen lediglich Ihr Trading, bis Sie eine positive Erwartungshaltung entwickelt haben. Seien Sie nicht niedergeschlagen. Freuen Sie sich lieber, weil Sie wirkliche Hilfe bekommen. Verlieren ist keine Schande – das passiert jedem. Mir ist es oft passiert, und ich bin stolz darauf, dass ich gut darin bin (denken Sie daran: Der beste Verlierer ist auf lange Sicht der Gewinner!)

Wenn Sie ein Verlierer sind, sollten Sie sorgfältig zuhören, was ich zu sagen habe. Ein sehr wichtiger Grund für Ihre Verluste ist, dass Ihre Tradingtechnologie nicht funktioniert. Es ist nicht Ihr Denken, das Ihnen im Weg steht. Trotz allem, was viele Tradingausbilder dazu sagen würden, ist nicht die Psychologie Ihr größtes Problem. Sie kann ein Problem sein, aber nicht Ihr wichtigstes.

Ihr wichtigstes Problem ist Ihre Methodologie. Sie funktioniert nicht. Obwohl Ihr Tradingkonto Ihnen genau das sagt, ignorieren Sie seine Botschaft. Und ich weiß auch warum. Zweifellos haben Sie zahlreiche Bücher gelesen und an vielen Tradingseminaren teilgenommen, die sagten, dass man Ihre Methode oder Ihre Ideen beim Trading anwenden kann, aber leider kann man es nicht. Hören Sie auf Ihr Tradingkonto – Ihre Methode lässt Sie im Stich. Sie muss nicht völlig wertlos sein, aber insgesamt funktioniert sie nicht, sie bietet keinen Vorteil und die Gewinnerwartung ist nicht ausgewertet worden.

Sie müssen die Gewinnerwartung Ihrer Methode ermitteln. Ich bin sicher, dass das, was Sie finden werden, Ihr Tradingkonto widerspiegelt. Sie werden herausfinden, dass die Gewinnerwartung negativ ist. Wenn Sie schon vor dem Trading Ihre Methode unabhängig bewertet hätten, dann hätten Sie sie zudem niemals angewendet. Sie hätten sie verworfen und wieder mit der Suche nach einer Tradingmethode begonnen, die einen Vorteil bietet und die man korrekt bewerten kann, um zu einer positiven Gewinnerwartung zu gelangen.

Also atmen Sie tief ein und unterbrechen Sie zunächst einmal Ihr Trading. Sie werden nun echtes Wissen über Trading erwerben, und dies wird Ihnen unter anderem zeigen, wie man eine Tradingidee korrekt bewertet.

Und Sie sollten sich auch keine Sorgen machen, wenn Sie derzeit Verluste einfahren, denn Sie sind wirklich in guter Gesellschaft. Ich muss Ihnen eine unangenehme Wahrheit anvertrauen: Über 90 Prozent aller Trader verlieren! Ich möchte Ihnen nun meine Meinung darüber vermitteln, warum das so ist.

Warum verlieren 90 Prozent aller Trader?

Die einfache Antwort auf diese Frage lautet: Ignoranz.

Viele Analysten behaupten zwar, der wichtigste Grund sei die Psychologie, aber ich bin überzeugt, dass Leichtgläubigkeit und Faulheit hier eine wichtigere Rolle spielen. Es ist die menschliche Faulheit, die Trader dazu veranlasst, nach dem Weg des geringsten Widerstands zu suchen. Warum härter arbeiten, wenn man auch schlauer arbeiten kann, nicht wahr? Leider kann dies Trader leichtgläubig machen. Sie beginnen zu glauben, was sie lesen, was sie hören und was sie auf ihren Computern installieren. Der Grund dafür ist, dass Trader verzweifelt glauben wollen, dass es einen einfachen Weg zum Reichtum durch Trading gibt. Und diese Linie des geringsten Widerstands hindert sie daran, das korrekt auszuwerten, von dem sie glauben, es könnte an den Märkten funktionieren.

Diese Trader sind immer noch Ignoranten, obwohl sie zahlreiche Bücher gelesen und an vielen Seminaren teilgenommen haben. Es mag überraschend klingen, aber nicht viele Bücher oder Seminare decken auf, was beim Trading wirklich funktioniert. Das liegt daran, dass viele Autoren und Ausbilder selbst nicht wissen, was wirklich funktioniert; in der Regel sind sie gescheiterte Trader. Wenn man sich die riesige Menge der Finanzliteratur und der einschlägigen Produkte ansieht, dann bemerkt man, dass die meisten auf der »Theorie vom größeren Narren« basieren. Das heißt, die Kunden oder Käufer sind die »größeren Narren«, aber sie wissen es nicht! Denken Sie immer daran: Nur weil eine Tradingidee entweder aufgeschrieben oder in Form einer PowerPoint-Präsentation vorgestellt wird, muss sie nicht stimmen.

Wenn Sie aber das korrekte Wissen und die Geduld haben, eine Tradingidee auszuwerten, werden Sie kein Ignorant mehr sein – und ich habe vor, Sie mit diesem Wissen zu versorgen. Vielleicht verdienen Sie am Anfang noch kein Geld, aber Sie wissen wenigstens genug, um zu bemerken: Der Grund ist, dass Sie noch nicht genug wissen, um Erfolg zu haben.

Psychologie

Die Psychologie wird oft als Entschuldigung herangezogen, wenn ein Trader keinen Erfolg hat. Sie kann zwar einen gewissen Beitrag zum Misserfolg leisten, aber im Gegensatz zur Meinung mancher Kommentatoren ist sie nicht die einzige Ursache. Um beim Trading Erfolg zu haben, müssen Sie drei wichtige Gebiete abdecken:

Methodologie

Money Management

Psychologie

Sie sind (fast) gleich wichtig und später werde ich alle drei noch ausführlich erörtern. An diesem Punkt müssen Sie sich nur bewusst sein, dass es drei Komponenten des erfolgreichen Tradings gibt.

Bei meinen Präsentationen frage ich die Teilnehmer meist, welchen Teil des Tradings sie für den wichtigsten halten:

Methodologie – die Analyse und der Tradingplan bezüglich Ihrer Käufe und Verkäufe

Money Management – die Geldsumme, die man bei einzelnen Trades einsetzt

Psychologie – die Disziplin, den eigenen Tradingplan zu befolgen

Interessanterweise stimmen die meisten Leute für die Psychologie. Mich überrascht diese Reaktion nicht, denn die Hauptbotschaft der meisten verfügbaren Tradingmedien lautet, dass die Psychologie der schwierigste Teil des Tradings und der Schlüssel zum Erfolg ist.

Normalerweise klingt diese Botschaft etwa so: »Das Einzige, das Gewinner von Verlierern unterscheidet, ist die Psychologie, nichts anderes« … »die Gewinner haben keine besonderen Fähigkeiten als Trader, keine besonderen Tradinggeheimnisse und keine Geheimformeln, um beim Trading zu gewinnen« … »was die Gewinner von den Verlierer trennt, ist ihre Psychologie« … »Gewinner denken anders als Verlierer«.

Ich bin anderer Meinung. Den Verlierern steht im Weg, dass sie nicht wissen und nicht bewerten können, was für sie funktioniert. Obwohl die Psychologie wichtig ist, halte ich das Money Management und die Methodologie für noch wichtiger.

Ich habe bereits erwähnt, dass Ignoranz, Leichtgläubigkeit und Faulheit die Gründe sind, warum 90 Prozent aller Trader Geld verlieren. Um Ihnen zu zeigen, wie sich diese drei Übel im Tradingverhalten zeigen, werde ich ausführlich die verbreiteten Fehler erörtern, die Trader in den ersten drei Jahren ihrer Laufbahn begehen. Ich werde die häufigsten Fehler unter den drei Bausteinen des erfolgreichen Tradings zusammenfassen: Methodologie, Money Management und die Psychologie des Traders.

Nebenbei bemerkt: Wie Sie schon wissen, behaupte ich nicht, ein Tradingexperte zu sein, aber mit Sicherheit bin ich qualifiziert, diese verbreiteten Fehler zu erörtern, weil ich sie alle irgendwann einmal gemacht habe!

Verbreitete Fehler – Erstes Jahr

Willkommen in Ihrem ersten Jahr als Trader. Wenn Sie jemals an Ihrem Ignoranzniveau gezweifelt haben, dann seien Sie beruhigt: In Ihrem ersten Jahr als Trader sind Sie »König Ignorant!«

Methodologie

Auf andere hören und Tipps befolgen

Auf Nachrichten reagieren, die während der Nacht kommen

Andere nach ihrer Meinung fragen

Nachkauf bei Buchverlusten

Keine Stopps anwenden

Keinen Tradingplan haben

Money Management

Was ist Money Management?

Psychologie

Trading wegen der Spannung

Trading aus Rache oder zum Ausgleich von Verlusten

Methodologie

Auf andere hören und Tipps befolgen

Wenn Leute mit dem Trading beginnen, hören die meisten von ihnen stets auf andere und befolgen Tipps. Das ist ein Rezept für Enttäuschung. Manchmal bringt ein Tipp Erfolg, aber auf lange Sicht verliert man damit Geld. Sie sollten nur traden, was Sie selbst denken und nicht das, was Sie im Korridor oder an einem Tisch im Restaurant hören.

Auf Nachrichten reagieren, die während der Nacht kommen

Oft hören unerfahrene Trader Nachrichten, zum Beispiel dass die meisten Unternehmen gute Ergebnisse berichten oder dass das BIP-Wachstum im letzten Quartal höher war als erwartet. Am nächsten Tag gehen sie long, nur um mit Verlust ausgestoppt zu werden. Man braucht lange Zeit, um zu verstehen, dass eine Information schon alt ist, wenn sie abends in unseren Wohnzimmern ankommt. Der Markt hat sie bereits antizipiert und auf sie reagiert – und Tradingneulinge merken das nicht.

Andere nach ihrer Meinung fragen

Neulinge suchen oft die Meinung anderer. Wenn sie keine Idee haben, wohin der Markt tendieren wird, fragen sie in der Regel ihren Broker, ihre Freunde und ihre Familie nach deren Meinung. Wenn sie keine Vollzeittrader sind, ist die Meinung anderer leider auch nicht viel mehr wert als die des Neulings.

Nachkauf bei Buchverlusten

Neulinge sind in der Regel die schlechtesten Verlierer der Welt. Sie hassen Verluste und versuchen sie mit allen Mitteln zu vermeiden. Die übliche Reaktion ist, Verlustpositionen aufzustocken, um einen niedrigeren durchschnittlichen Einstiegskurs zu erreichen. Ein Beispiel: Sie haben eine Aktie zu $6,60 gekauft, die sofort auf $6,00 fällt. Neue Trader reden sich oft ein, es habe gute Gründe für den Rückgang auf $6,00 gegeben. Und sie reden sich auch ein, dass es nun noch bessere Gründe für eine Kurserholung gibt. Dann kaufen sie zusätzliche Aktien zu $6,00, senken ihren durchschnittlichen Einstiegskurs auf $6,30 und hoffen, von der erwarteten Erholung zu profitieren. Aber unter diesen Umständen ist eine Erholung unwahrscheinlich, und diese Trader haben nichts anderes getan, als ihre Verluste zu vergrößern. Zu $6,30 long zu sein hört sich vielleicht besser an, als zu $6,60 long zu sein, aber das gilt nicht, wenn man doppelt so viel Geld investiert hat. Mit dieser Vorgehensweise wird man nicht zum »besten Verlierer« – sie macht den Neuling zum »schlechtesten Verlierer«.

Keine Stopps anwenden

Wenn Sie nicht schon einige Erfahrungen beim Trading gesammelt haben, arbeiten Neulinge selten mit Stopps oder festgelegten Ausstiegspunkten. Sie bemerken nicht, dass sie verlieren könnten, bis es zu spät und zu teuer ist.

Keinen Tradingplan haben

Alles bisher Genannte kann man unter diesem häufigsten aller Fehler zusammenfassen. Auf Tipps hören, auf nächtliche Nachrichten reagieren, andere nach ihrer Meinung fragen, Verlustpositionen aufstocken und der Verzicht auf Stopps sind klare Anzeichen, dass ein Trader ohne klaren Plan tradet. Denken Sie daran: Ohne Tradingplan zu traden rächt sich früher oder später.

Money Management

Was ist Money Management?

In der Regel haben Neulinge nur eine Sorge, nämlich genug Geld aufzubringen, um einen Trade starten zu können. An das Konzept des Money Managements wird kaum ein Gedanke verschwendet. Neue Trader haben meist keine Vorstellung von ihrem »Pleiterisiko« (ich werde das später noch erklären), das entsteht, wenn sie einen zu großen Teil ihres Kontos für einen einzelnen Trade einsetzen.

Wenn Sie sich erinnern, wie ich die Bedeutung des Money Managements eingeschätzt habe, werden Sie verstehen, dass dieser häufige Fehler für Neulinge beim Trading fatal sein kann – und es in der Regel auch ist.

Psychologie

Trading wegen der Spannung

Viele Leute traden unter anderem aus dem Grund, weil dies eine aufregende Ablenkung von einem ansonsten vielleicht relativ geordneten und konservativen Leben bietet. Trading beschleunigt den Puls und setzt Adrenalin frei. Selbst wenn sie verlieren, bleiben manche Trader aktiv, weil der nächste Trade immer ein aufregendes Geheimnis ist – werden sie gewinnen oder werden sie verlieren?

Trading aus Rache oder zum Ausgleich von Verlusten

Wenn sie verlieren, werden Trader oft zornig und wollen es dem Markt »heimzahlen«. Verlieren heißt, zwei Schläge zu bekommen: einen gegen den Stolz und einen gegen die Brieftasche. Und wenn Neulinge getroffen werden, wollen sie gleich zurückschlagen! Nicht Logik, sondern Rache motiviert ihr Trading. Emotional zu sein ist bei Neulingen eine verbreitete Verhaltensweise. Aber es ist auch eine Abkürzung in Richtung Armenhaus!

Verbreitete Fehler – Zweites Jahr

Wenn Trader das erste Jahr überstanden haben, ohne ihr gesamtes Geld zu verlieren, beginnen die meisten ihr zweites Jahr mit ignoranter Entschlossenheit und durch nichts gerechtfertigtem Optimismus. Im ersten Jahr tradeten die meisten nur gelegentlich, aber im zweiten Jahr werden sie wirklich zu einer Gefahr für sich selbst. Wenn Sie allmählich ein wenig Wissen erwerben – oder was sie dafür halten –, starten die Trader im zweiten Jahr einen entschlossenen Feldzug der Selbstzerstörung.

Methodologie

Glauben, was man liest und hört

Glauben, dass Technische Analyse die einzige Antwort ist

Glauben, dass mehr besser ist

Glauben, dass »Trading auf dem Papier« hilfreich ist

In die Prognosefalle tappen

Kurshochs und -tiefs erraten wollen

Den Trend nicht erkennen und Stopps nicht beachten

Gewinne zu früh mitnehmen

Keinen Tradingplan verwenden

»Coat Tailing« anderer Trader

Die Methoden wechseln

Die Gurus wechseln

Die Märkte wechseln

Die Zeitrahmen wechseln

Die Kundenberater wechseln

Money Management

Übermäßiges Trading

Psychologie

Süchtig nach der Börse werden

Ungeduldig werden

Unrealistische Erwartungen hegen

Ein Rationalist sein

Methodologie

Glauben, was man liest und hört

Viele Trader begehen den Fehler zu glauben, was sie über Trading lesen oder hören. Die meisten Trader meinen, dass etwas wahr sein muss, wenn es aufgeschrieben oder gesagt worden ist, nur um später, wenn sie Geld verlieren, zu bemerken, dass dem nicht so ist. Trader wollen glauben, dass es stimmt, weil es den Weg des geringsten Widerstands zu leicht verdientem Geld darstellt. Denken Sie daran: Eine Tradingidee wird nur durch Ihre eigene Bewertung wahr, nicht durch die Bewertung eines anderen.

Glauben, dass Technische Analyse die einzige Antwort ist

Die Technische Analyse umfasst das Studium von Kursen aus der Vergangenheit, um Einsichten über zukünftige Kursbewegungen zu gewinnen. Im zweiten Tradingjahr machen jedoch viele Leute den Fehler zu glauben, die Technische Analyse sei alles, was sie brauchen, um Geld zu verdienen, und sie ignorieren Money Management und Psychologie.

Glauben, dass mehr besser ist

Da relative Neulinge meist Anhänger der technischen Analyse sind, machen sie häufig den Fehler zu glauben, Komplexität werde die Antworten liefern. Statt zu bemerken, dass die Technische Analyse allein nicht ausreicht, glauben sie, die Lösung bestehe darin, weitere technische Indikatoren hinzuzufügen.

Wenn sie Chartsoftware kaufen, machen Trader so gut wie immer den Fehler, ihren Monitor mit so vielen Indikatoren wie möglich zu beleuchten. Der Versuch, jede Marktbewegung erklären zu wollen, ist allerdings ein Rezept für die Katastrophe. Die Geschichte ist vertraut – wenn der Indikator eine große Kurslücke nach oben nicht erklären kann, sucht man einen anderen, der es kann. Man kennt das als ersten Schritt der »Kurvenanpassung«. Dabei versuchen Neulinge ihre Indikatorensammlung so zu positionieren, dass sie zu Daten aus der Vergangenheit passt.

Glauben, dass »Trading auf dem Papier« hilfreich ist

Viele unerfahrene Trader machen den verbreiteten Fehler zu glauben, dass »Trading auf dem Papier« hilfreich ist. Dabei führt man Trades nach den eigenen Tradingregeln durch – aber eben nur auf dem Papier. Wenn man mit den »Papier«-Ergebnissen zufrieden ist, kann man mit echtem Geld traden. Obwohl die Sache gut gemeint ist, halte ich sie doch für eine verwegene Übung.

Das Problem mit dem Trading auf dem Papier ist, dass es die reale Welt des Tradings nicht widerspiegelt. Es gibt keine neutrale und faire Methode zur Bewertung solcher Trades. Es ist manipulierbar. Beim Trading auf dem Papier kann man immer einen Verlusttrade löschen und seine Handlungen revidieren, weil man einen Filter entdeckt, den man zuvor nicht gesehen hatte. Es ist erstaunlich, was Menschen tun, um ihr empfindliches Ego zu schützen, und ich kann Ihnen sagen, dass ich in den 27 Jahren meiner Erfahrung als Trader nie einen »Papiertrader« gesehen habe, der Verluste verbuchte!

In die Prognosefalle tappen

Mein erster Einfluss beim Trading waren die Elliott-Wellen, dann kam die Geometrie. Das dauerte etwa 15 Jahre, bis ich zum einfachen Mustertrading wechselte. Aber nach 15 Jahren der Beschäftigung mit Elliott-Wellen und Geometrie bin ich wohl führend, was diesen Fehler betrifft! Was meine ich mit »Prognosefalle«? Einfach den Versuch vorherzusagen, wohin der Markt tendieren wird oder eine Meinung darüber zu haben, wohin er sich entwickeln wird, wie weit und wann. Jede Theorie über das Marktverhalten, die besagt, dass sich die Märkte nach einem festgelegten Muster bewegen, ist eine prognostische Theorie. Zwei der bekanntesten prognostischen Theorien sind die Elliott-Wellen und die Lehren von W. D. Gann.

Prognostische Theorien behaupten, dass Trader die Marktrichtung und die Wendepunkte prognostizieren können. Für Neulinge ist es eine verführerische Vorstellung, dass es möglich ist, stets zu wissen, wohin die Märkte tendieren werden. Das ist verlockend, weil die Möglichkeit der Sicherheit beim Trading in Aussicht gestellt wird, wenn man weiß, wann man billig kaufen und teuer verkaufen sollte. Auch dies stellt einen Weg des geringsten Widerstands zum problemlosen Erfolg beim Trading dar, der für Neulinge sehr verlockend ist.

Leider bemerken viele Trader, bis es zu spät ist, nicht, dass diese prognostischen Theorien vielleicht nicht die effektivste Art des Tradings sind. Erst wenn sie durch diese Erfahrungen Geld verloren haben, beginnen sie die von diesen Theorien präsentierten Ideen in Frage zu stellen. Sobald sie das tun und die Theorien entsprechend ihrer eigenen Interpretation auswerten, bemerken sie bald, dass diese Theorien, in ihren eigenen Händen, eine negative Gewinnerwartung aufweisen.

Kurshochs und -tiefs erraten wollen

Die meisten Trader begehen den verbreiteten Fehler, am Kurshoch verkaufen und am Tief kaufen zu wollen. Wenn ein Markt ein neues Allzeithoch erreicht, wollen unerfahrene Trader in der Regel verkaufen. Der Verkauf bei Kursen, die man für überhöht hält (die Auswahl von Hochs), scheint logisch und klug zu sein; es ist undenkbar, das Gegenteil zu erwägen. Leider machen Trader immer wieder den Fehler, bei extremer Schwäche zu kaufen und bei extremer Stärke zu verkaufen.

Den Trend nicht erkennen

Den Trend nicht zu erkennen ist meist mit dem eben erwähnten häufigen Fehler verbunden. Das Endergebnis ist das gleiche, weil Trader versuchen, gegen den Strom zu schwimmen, indem sie gegen den vorherrschenden Trend traden. Es ist allerdings nicht so einfach, den Trend zu definieren, weil er in Abhängigkeit vom zur Identifikation von Setups verwendeten Zeitrahmen (etwa monatlich, wöchentlich oder täglich) und von Tradingplänen (etwa wöchentlich, täglich oder stündlich) variieren kann.

Stopps nicht beachten

Wenn Trader das Glück haben, in ihrem zweiten Jahr mit Stopps zu arbeiten, begehen viele den Fehler, ihre Stopps zu verändern, um nicht ausgestoppt zu werden. Diese Tendenz ist Teil der Furcht, einen Irrtum zugeben zu müssen. Die Folge ist, dass Trader schließlich mehr Geld verlieren, als wenn sie den Stopp an der ursprünglichen Position belassen hätten. Wenn man seine Stopps verändert, wird man zu einem schlechten Verlierer und daher auf lange Sicht zum Verlierer!

Gewinne zu früh mitnehmen

Einerseits können Trader ihre Stopps nicht respektieren, indem sie sie verändern. Andererseits befürchten sie auch, erreichte Gewinne wieder einzubüßen. Diese Furcht bewegt Trader dazu, ihre Gewinne zu früh mitzunehmen. Trader sind nicht nur schlechte Verlierer, sondern auch schlechte Gewinner! Ist es ein Wunder, dass die meisten Leute beim Trading scheitern, wenn sie so schlecht darin sind, die beiden wichtigsten Punkte zu beachten, nämlich ihre Stopps und ihre Ausstiegspunkte?

Verluste nur langsam, Gewinne aber schnell zu realisieren ist ein Rezept für die Katastrophe. Es erfordert viele Jahre des Scheiterns, ehe Trader bemerken, dass erfolgreiches und profitables Trading davon abhängt, Verluste schnell zu realisieren und Gewinne langsam einzustreichen!

Keinen Tradingplan verwenden

Viele Trader machen den verbreiteten Fehler, ohne klar definierten Tradingplan zu arbeiten. Sie traden nur selten mit klar definierten und eindeutigen Regeln, die Einstiegsniveau, Stopp und Ausstiegsniveau bestimmen.

»Coat Tailing« anderer Trader

Obwohl die meisten Trader entschlossen sind, ihr zweites Tradingjahr anzugehen, kommt der Zeitpunkt, an dem sie wegen ständiger Verluste niedergeschlagen sind. Sie verlieren ständig an Selbstvertrauen, was sie zum verbreiteten Fehler des »Coat Tailings« verleitet. Das bedeutet, dass sie anderen Tradern blind folgen.

Die Methoden wechseln

Ich zögere, dies als verbreiteten Fehler zu bezeichnen, denn manchmal kann es auch der richtige Schritt sein. Wie soll man herausfinden, was beim Trading funktioniert, wenn man nicht danach sucht? Ich habe dies dennoch hier aufgenommen, weil viele die Methoden zu schnell wechseln, noch bevor sie eine bestimmte Methode gründlich untersucht haben. Trader können während ihrer Suche zu ungeduldig werden und nehmen sich nicht die Zeit, tief genug vorzudringen, um wirklich beurteilen zu können, ob eine Methode sinnvoll ist oder nicht.

Die Gurus wechseln

Gurus definiere ich als diejenigen Menschen, die von der Presse, bestimmten Institutionen und auf Internet-Chatseiten auf das Podest der Tradingweisheit gehoben werden. Wenn Trader einem bestimmten Guru folgen und damit scheitern, ersetzen sie ihn oder sie typischerweise durch einen anderen, statt herauszuarbeiten, was für sie selbst wirklich funktioniert.

Die Märkte wechseln

Wenn Trader nach dem Wechsel der Methoden und der Gurus immer noch kein Geld verdienen, kommen sie oft zu der Schlussfolgerung, der Markt stehe ihnen im Weg – und nicht ihre Zugangsweise zu diesem Markt.

Die Zeitrahmen wechseln

Viele Trader glauben, dass ein Wechsel der Zeitrahmen ihre Resultate verbessern wird. Sie denken, ein kürzerer Zeitrahmen werde ihre Risiken und daher auch ihre Verluste reduzieren. In der Regel führt dies dazu, dass sie es mit Daytrading versuchen. Die Verkürzung des Zeitrahmens reduziert die Risiken allerdings nicht. Wenn Trader zu einem kürzeren Zeitrahmen wie zum Beispiel zum Daytrading wechseln, verbessern sie, ohne sich dessen bewusst zu sein, ihr Risikomanagement und ihr Geldmanagement dadurch, dass sie Verlustpositionen am Ende des Handelstags glattstellen. Noch einmal: Nicht der Zeitrahmen steht ihnen im Weg, sondern ihr Money Management und ihre Methode.

Die Kundenberater wechseln

Man weiß, dass viele Trader die Schuld an ihren schlechten Resultaten ihren Kundenberatern in die Schuhe schieben. Sie beklagen sich über schlechte Orderausführung, auch wenn diese vom Markt erzwungen wurde. Wenn sie verlieren und weiterhin eine schlechte Orderausführung erhalten, wechseln sie den Kundenberater, weil sie glauben, dass nicht ihr Trading, sondern ihr Kundenberater für ihre schlechten Ergebnisse verantwortlich ist.

Money Management

Übermäßiges Trading

In ihrem zweiten Jahr stoßen viele Trader auf das Konzept des Money Managements. Obwohl viele glauben, dass sie dieses Konzept verstehen, ist dies in Wahrheit nicht wirklich so. Relativ zum Volumen ihres Kontos traden Neulinge weiterhin zu viel. Das heißt, dass sie bei jedem einzelnen Trade einen zu großen Teil ihres Tradingkontos riskieren.

Psychologie

Süchtig nach der Börse werden