Dienstag geh ich ins Theater - Michel Stermann - E-Book

Dienstag geh ich ins Theater E-Book

Michel Stermann

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Beschreibung

In seinen Kieler Jugendjahren hatte Ernst Busch (1900-1980) zahlreiche Bekannte seiner Generation; eine ganz besondere Freundschaft verband ihn jedoch mit der um zwei Jahre jüngeren Elsa Anna Adam, genannt Else. Das Band steigerte sich bis zur Liebe, blieb aber stets platonisch. In dieser Broschüre wird etwas näher auf die Einzelheiten der Beziehung zwischen Ernst und Else eingegangen, die den Werdegang vom Werftarbeiter zum Schauspieler und Sänger bedeutend beeinflussen wird. In der Hoffnung, so ein genaueres Porträt des angehenden Künstlers zu zeichnen. Zum Abschluss werden einige bisher unveröffentlichte Briefe von der Hand des jungen Ernst Busch wiedergegeben.

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EPUB

Seitenzahl: 23

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Anlass für diese Publikation war die Beschäftigung mit den Aufzeichnungen meiner Großmutter Elsa Adam. Die Ernst Busch-Gesellschaft in Berlin (www.ernst-busch.net) schließlich regte an, Auszüge aus dem Tagebuch Elsas und die die dabei gefunden Briefe von Ernst Busch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

INHALT

W

ORUM ES GEHT

B

USCH UND ICH

A

US MEINEM

B

UCH

E

RSTE

B

EGEGNUNGEN ZWISCHEN

E

RNST UND

E

LSE

D

IE BESONDERE

F

REUNDSCHAFT

V

OM

A

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K

ÜNSTLER

D

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T

RENNUNG

B

RIEFE VON DER

H

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E

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B

USCHS

Worum es geht

In seinen Kieler Jugendjahren hatte Ernst Busch zahlreiche Bekannte seiner Generation; eine ganz besondere Freundschaft verband ihn jedoch mit der um zwei Jahre jüngeren Elsa Anna Adam, genannt Else. Das Band steigerte sich bis zur Liebe, blieb aber stets platonisch.

Ich, Michel Stermann, bin Franzose, Jahrgang 1951, Elses Enkelsohn und lebe in Paris. Wie meine Geschichte mit Ernst und Else zusammenhängt, habe ich bereits im Buch geschildert, das ich im Oktober 2016 veröffentlicht habe1. Deshalb komme ich hier nicht darauf zurück. An dieser Stelle möchte ich jedoch etwas näher auf die Einzelheiten der Beziehung zwischen Ernst und Else eingehen, die den Werdegang vom Werftarbeiter zum Schauspieler und Sänger bedeutend beeinflussen wird. In der Hoffnung, so ein genaueres Porträt des angehenden Künstlers zu zeichnen.

Meine Informationsquelle ist dabei eine unschätzbare Dokumentation. Nämlich die in meinem Besitz befindlichen, unveröffentlichten Tagebücher von Else Adam, später verheiratete Meitmann, die sie 1917 mit 15 Jahren begann und bis 1943 führte. Daraus werde ich gewählte Abschnitte zitieren.

Busch und ich

Doch zunächst einmal meine eigene Sicht. In meiner Familie wurde Ernst Busch sehr hoch geschätzt. Seine Lieder wurden vorgespielt und gesungen, besonders von meinem Opa Karl Meitmann, der zwar SPD-Politiker, jedoch von der revolutionären Sorte war. Besonders gern sang er die Worte „Die Heimat ist weit“ sowie „Vorwärts Internationale Brigade, hoch die Fahne der Solidarität!“. Auch mir singt Ernst Buschs Stimme im Kopf und seine Lieder in der Kehle. In Person machte er großen Eindruck, mit seiner kräftigen Stimme und seinem großartigen Auftreten. Wenn er bei Meitmanns während meiner Sommerferien zu Besuch kam, war es immer wie ein Fest. Und meine Großmutter war so fröhlich! Eigentlich schwärmten wir alle für ihn. Und nett war er zu uns Kindern.

Ich glaube, zwei Besuche von ihm habe ich miterlebt. Einmal im Sommer 1958 mit Baden am Strand in Laboe an der Kieler Förde, wovon sich Fotos in meinem Archiv befinden.

Ernst Busch, Karl Meitmann, Michel Stermann, Buschs Gefährtin (wahrscheinlich Margarete Körting) und Catherine Stermann am Laboeer Kurstrand, Sommer 1958.