Drei Wünsche - Stefanie Gegenfurtner - E-Book

Drei Wünsche E-Book

Stefanie Gegenfurtner

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Beschreibung

Ein Mädchen namens Vasaria fühlt sich zu Hause nicht mehr wohl. Sie geht in den Wald, wo ihr erstes Abenteuer beginnt. Mehrere interessante Wesen reichen ihr die Hand, um ihr Mut zu machen und Neues zu entdecken. Auf diesen Wanderungen gibt es Höhen und Tiefen, welche Antworten geben, Sehnsüchte, Träume und Wünsche wecken. Dies ist ein Märchen, das mein vergangenes Leben widerspiegelt. Das Buch kann Mut und Kraft erzeugen, um sich selbst nicht aufzugeben. Manch einer könnte sich selbst in verschiedenen Situationen wiederfinden. Dieses Buch ist für Betroffene und Angehörige.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 145

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Stefanie Gegenfurtner geboren im Jahre 1977 in Rosenheim. Dort beendet sie die Fachoberschule und startet anschließend eine Ausbildung zur Masseurin und medizinischen Bademeisterin. Neben ihrer Berufsausbildung absolviert sie die Aerobic-Trainer B-Lizenz. Ihr Studium zur Hundepsychologin und - verhaltenstherapeutin beendet sie im Mai 2015.

Der erste Klinikaufenthalt ist 2003 und sie zieht anschließend in eine therapeutische Wohngemeinschaft. Seit 2011 lebt sie mit ihrer besten Freundin in München zusammen.

Der erste Teil des Märchens entsteht während ihrem ersten Klinikaufenthalt. 12 Jahre lang lebt sie mit der Diagnose Borderline-Störung, die sie 2012 erfolgreich bekämpft. Im Jahre 2006 wird die Diagnose komplexe posttraumatische Belastungsstörung festgestellt, welche sie heute noch begleitet. Sie kämpft und dennoch genießt sie jeden einzelnen Tag aufs Neue.

Dieses Buch widme ich Waldtraud S., die mir die Inspiration zu diesem

Inhalt

Teil I

Der Weg zum Herzen

Teil II

Die Suche nach Liebe

Teil III

Träume in dir

Teil IV

Der Weg der Entscheidungen

Teil V

Dürre des Lebens

Teil VI

Lichtblicke

Teil VII

Schwere Zeiten

Teil VIII

Sie kommen immer wieder

Teil IX

Gemeinsamkeit

Teil X

Die Erfüllung

Drei Wünsche

Teil I

Der Weg zum Herzen

Vasaria ist ein kleines Mädchen mit langen schwarzen Haaren. Sie lebt mit ihren Eltern und ihrem Bruder in einem Haus. Vasaria fühlt sich zu Hause wie das Aschenputtel aus dem Märchen. Sie muss alle Arbeiten erledigen und ihr Bruder wird wie ein König behandelt. Egal was auch geschieht; Vasaria wird für alles von ihrer Mutter bestraft.

Eines Nachts entscheidet Vasaria wegzulaufen, da sie es schon lange nicht mehr in ihrem Elternhaus aushält, und läuft in den dunklen Wald. Denn nichts konnte schlimmer sein, als weiterhin bei ihrer Familie zu bleiben. Nachdem sie einen Tag im Kreis gelaufen ist, ist sie enttäuscht von sich selbst, sie denkt sich, dass sie nicht einmal zum Weglaufen in der Lage ist.

Vasaria blickt umher, um eine Orientierung zu bekommen oder ob sie jemanden nach dem Weg fragen könnte. Verwirrt läuft sie dennoch weiter, bis ein kleiner Hase ihren Weg kreuzt. Vasaria hält ihn auf und sie kommen ins Gespräch. Vasaria erzählt dem Kleinen, dass sie einen Weg nach draußen sucht, und fragt, ob er ihr vielleicht sagen könne, welcher der richtige ist. Der Hase überlegt nicht lange und führt sie eine Allee entlang. Kurz vor der Dunkelheit sehen sie eine Lichtung und der Hase sagt zu ihr, dass sie nun alleine weitergehen müsse, denn er selbst muss wieder zu seiner Familie zurückkehren. Vasaria spaziert frohen Mutes Richtung Ausgang und macht sich Gedanken, wo sie abends schlafen kann.

Als die Sonne untergeht, entdeckt Vasaria auf einer Wiese mit vielen Blumen einen großen Baum. Sie macht es sich bequem und schmiegt sich erschöpft an den Baum. Er soll ihr Geborgenheit und Schutz für die Nacht gewähren. Durch die Anstrengung des Tages schläft sie schnell ein.

Am nächsten Morgen, als die ersten Sonnenstrahlen an Vasarias Augen kitzeln, wacht sie erholt und munter aus ihrem Schlaf auf. An den Augen gerieben und leicht geöffnet, kann sie nicht glauben, was sie sieht. Nochmals reibt sie sich ihre Augen und erblickt viele kleine Elfen, die über einen See schweben und im Wasser planschen. Dem Mädchen huscht ein Lächeln über die Lippen und im selben Moment spürt sie etwas an ihrem Ohr zupfen. Sie schaut auf die Seite und sieht eine zierliche und lächelnde Elfe auf ihrer Schulter sitzen. Die Elfe Nile stellt sich mit ihrem Namen vor und bittet sie mit ihnen im Wasser zu spielen. Das Wasser lockt Vasaria, sie zögert keinen Moment und springt gemeinsam mit Nile ins Wasser. Nach dem ausgedehnten Badespaß legen sich beide in die Sonne und lassen sich von den Sonnenstrahlen wärmen. Während sie so daliegen, fragt Nile Vasaria, was sie zu dem Elfensee gebracht hat. Vasaria erläutert der Elfe alles, warum sie von zu Hause weggelaufen ist und dass ihr der Hase half, aus dem Wald zu finden. Nile versteht die Flucht und will Vasaria helfen, diese in den Zauberwald zu bringen, um jemanden dort zu treffen. Wen Vasaria dort treffen wird, hat Nile ihr nicht verraten.

Nach mehreren Tagen des Wanderns kommen sie an der richtigen Stelle an und bleiben stehen. Nile wendet sich an Vasaria, dass sie hier alleine warten und nochmal ihre Qualen im Kopf und Herzen aufleben lassen muss, so dass sie mit einem kleinen Schritt näher zu ihrem Selbst findet. Vasaria weiß nicht, was sie davon halten soll, sie hat Angst, möchte nicht mehr an das denken, was ihr alles so wehgetan hat. Nile beruhigt sie, indem sie Vasaria in den Arm nimmt, und spricht ihr Mut zu. Vasaria vertraut Nile und möchte versuchen, dies alleine durchzustehen.

Als Nile nicht mehr zu sehen ist, packt Vasaria ihren ganzen Mut zusammen, setzt sich auf den Boden und fängt an sich nochmals in die Lage hineinzuversetzen. Schmerzen durchströmen sie und klare Tränen rollen über ihr Gesicht. Als der ganze Schmerz in ihr vereint ist und sie nicht mehr mit dem Weinen aufhören kann, kommt ein Schwarm von Feen, der einen Kreis um sie herum bildet. In diesem Kreis fühlt sich das kleine Mädchen auf einmal sehr geborgen und sicher. Die Feen fangen an zu tanzen und singen. Den Wortgesang kann Vasaria nicht verstehen, da er, wie es scheint, aus einer ganz anderen Welt stammt.

Bevor die letzte Träne zu trocknen beginnt, kommt Artraxa, die älteste Fee von allen, auf sie zu und nimmt die letzte Träne mit ihrem Finger auf. „Das ist die letzte Träne für die Schmerzen. Die Vergangenheit wird ruhen und dich nur noch selten einholen und verfolgen. Nimm diese Träne und trage sie zu deinem Herzen. Dieser Zauberstein wird dir in schwierigen Situationen helfen.“ Nach dem Gesagten fliegt Artraxa mit den anderen Feen davon. Vasaria hält die Träne in der Hand und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Sie möchte nicht aufgeben und folgt ihrem Herzen, welches sie führt. Ihr Weg ist steinig, sie fällt hin, steht auf, und gibt nicht auf.

Nach einigen Tagen kommt sie im Trolle-Land an und weiß nicht, was sie dort erwartet. Sie möchte sich mit den Trollen unterhalten, bekommt aber zu spüren, dass diese ihr nicht wohl gesonnen sind und nur ihre Träne haben wollen. Sie gäbe den Trollen große Macht. Mit dieser könnten sie großen Schaden und viel Leid in der Welt anrichten. Vasaria ist im ersten Moment wie gelähmt. ‚Was soll ich nur tun?‘, geht ihr durch den Kopf. Die Trolle versammeln sich und kommen ihr mit großen Schritten immer näher. Umso geringer der Abstand zwischen Vasaria und den Trollen wird, desto ängstlicher wird sie.

Plötzlich fällt Vasaria ein, dass sie noch den Zauberstein hat und holt ihn aus der Tasche. Sie blickt ihn erwartungsvoll an. Nur ein ganz gewöhnlicher Stein, wie soll der ihr denn helfen? Während sie überlegt, reibt sie unbewusst an dem Zauberstein und schon kommen viele Feen und Elfen angeflogen. Sie legen Vasaria den Weg frei und die Trolle kommen nicht gegen sie an. Vasaria traut sich zuerst nicht, den Weg zu gehen; aber Nile tritt neben sie heran und sagt: „Vertraue dir und uns, gehe voran und beweise deinen Mut. Du kannst es. Wir geben dir Sicherheit.“ Zögerlich geht Vasaria den Weg entlang. Rechts und links von ihr sieht sie springende Trolle mit grimmigen Gesichtern und davor Feen und Elfen, die sich machtvoll an den Händen greifen, um die Trolle fernzuhalten. Nur noch wenige Schritte und sie hat es geschafft. Erleichtert, die Trolle hinter sich gelassen zu haben, winkt sie dankend den Elfen und Feen zu und geht ihren Weg.

Nachdem Vasaria das Trolle Land hinter sich gelassen hat, erscheint eine große, duftende Blumenwiese, die von der Dämmerung in den schönsten Farben erblüht. Vasaria ist schon längst müde, aber sie hat zu viel Angst, dass die Trolle sie doch noch einholen. Sie läuft weiter und weiter, während die Sonne langsam untergeht. Sie blickt zu ihrer Hand, sieht, wie die Träne die Nacht erhellt, und beschließt noch einige Meter hinter sich zu bringen, um genügend Abstand zu den Trollen zu bekommen.

Während sie vor sich hermarschiert, verflieg ihre Müdigkeit und sie möchte gar nicht mehr stoppen. Nach einer Weile bleibt Vasaria vor einer riesigen Höhle stehen. Sie spricht sich Mut zu, denn sie will nicht mehr leiden, sie muss es durchziehen und es schaffen. Vasaria setzt vorsichtig einen Fuß vor den anderen, die Träne erleuchtet die Höhle, die nun beängstigend auf sie wirkt. Spitze Zapfen hängen von der Decke herunter. Teilweise sind die Stellen so eng, dass Vasaria sich auf den Boden legen muss, um überhaupt voranzukommen.

Dass dieser Weg so hart ist, hätte sie niemals gedacht, und doch gibt sie nicht auf. Sie kämpft, um ihren Frieden zu finden. Ihre positiven Gedanken treiben sie an. Durch Höhen und Tiefen getrieben, hört sie es in der Ferne plätschern. Endlich Wasser! Einige Zeit später wird das Plätschern immer lauter und es zeigt sich ein mächtiger Wasserfall. Fasziniert steht sie vor dem Wasserfall, da sie derartiges noch nie zuvor gesehen hat. Fröhlich tobt sie in dem kühlen Nass und vergisst völlig die Zeit. Es tut ihr gut, ausgelassen zu sein und Spaß zu haben. Währenddessen leuchtet ihre Träne am Boden kräftiger und kräftiger, Vasaria bemerkt es erst Minuten später. Sie wird wieder daran erinnert, weshalb sie hier ist. Sie nimmt die Träne an sich und lässt sich vom Wasser aus der Höhle weitertragen. Die Zeit verfliegt und Vasaria gelangt in einen Ozean und lässt sich von den einzelnen Wellen Richtung Ziel treiben. Unbekümmert blickt sie in den Himmel und genießt kurz den Augenblick.

Plötzlich tut sich ein Strudel auf, der Sog ist so stark, dass Vasaria nicht dagegen ankommt und von ihm verschluckt wird. Ganz verwirrt kommt sie in einer Unterwasserwelt an. Dies war nicht so geplant! Kurz darauf spürt sie jedoch, dass sie diesen Weg hier gehen muss, um am richtigen Ort anzukommen. Viele Fische schwimmen fragend an ihr vorbei. Vasaria hört auf ihre innere Stimme und weiß intuitiv, wo sie entlangschwimmen muss. Die Unterwasserwelt gefällt ihr, es ist angenehm still und alles sieht friedlich aus.

Gedankenverloren schwimmt sie in den tiefen Ozean und bemerkt die Algen unter sich nicht. Eine dieser Algen wird ihr zum Verhängnis, diese schlingt sich um ihren ganzen Körper. Zappelnd versucht sie herauszukommen, aber es will ihr nicht gelingen. Dieses Mal denkt sie gleich an den Zauberstein, denn warum sollte sie ihn nicht benutzen, wenn er ihr doch helfen kann. Sie reibt an dem Zauberstein und just kommt ein Seepferdchen und hilft Vasaria und stellt sich als Walli vor. Dankbar fragt Vasaria, ob sie ihr weiterhelfen kann, um schneller an ihr Ziel zu kommen. Walli möchte ihr helfen und bittet Vasaria, sich auf ihren Rücken zu setzen.

Walli schwimmt los und Vasaria zeigt ihr, wohin sie müssen. Beide verstehen sich gut, schnell entwickelt Vasaria Vertrauen zu Walli und beginnt ihr zu erzählen, warum sie hier unterwegs ist. Mir viel Verständnis gibt Walli den Rat, nie aufzugeben und sich für das einzusetzen, was ihr guttut. Das Gespräch macht die Reise erträglich und sie kommen flott an dem Felsen an. Vasaria bedankt sich und klettert auf einen Felsen, auf dem schon die große Fee Anabell vor einem Herzen steht. „Wenn du in dein Herz willst, musst du erst das Wichtigste für dich und dein Herz erkennen. Du musst es benennen können, später wirst du das Gefühl in dir haben. Wenn dir dies gelingt, darfst du herein und hast drei Wünsche frei.“ Vasaria überlegt angestrengt, sie hat etwas Angst, dass sie nicht die Lösung findet; aber sie will sich bemühen und beherrscht sich. Sie denkt nach, was ihr am meisten fehlt und welches Gefühl sie nicht kennt, sondern nur mit dem Namen.

„LIEBE“, schreit Vasaria. „Ist es die Liebe?“, bangt sie. Anabell umarmt Vasaria, beglückwünscht sie und öffnet ihr das Herz. Mit zittrigen Knien geht Vasaria in ihr Herz. Es ist dunkel, das beängstigt Vasaria, und es ist wirklich keine Wärme darin, nur Kälte. Anabell zeigt Vasaria, wo sie die Träne unterbringen soll. Sobald sie dies getan hat, wird es etwas heller und wärmer im Herzen. Die Vergangenheit ist nun integriert und jetzt kann Vasaria endlich in der Gegenwart leben. Drei Wünsche hat Vasaria nun frei und kann sich Zeit mit dem Aussprechen lassen.

Teil II

Die Suche nach Liebe

Nach einem Jahr wacht Vasaria an einem schönen Wintermorgen auf und erinnert sich an die drei Wünsche, die ihr noch offen stehen. Sie will nicht daran denken, denn es gibt in ihren Augen nichts, was sie sich Gutes tun kann. Allein bei dem Gedanke daran sträubt sich ihr ganzer Körper. Seit dem Sommer gerieten ihre Wünsche in Vergessenheit. Die Träne ist nun in ihrem Herzen, sie hat den weiten Weg hinter sich gebracht, viele liebe Wesen getroffen und viel gelernt. Doch beinah vergaß sie, dass sie die Liebe finden wollte. Die Liebe ist das Schlüsselwort und dies soll für sie der nächste Weg sein. Sie hofft, auf dieser bevorstehenden Reise einen Schlüssel zu finden, um sich etwas Gutes tun zu können, so dass sie sich vielleicht endlich einen Wunsch erfüllt. Vasaria packt sich warm ein und geht durch das Schneegestöber. Es ist eisig kalt und die Schneeflocken wehen Vasaria ständig ins Gesicht. Mühsam schleppt sie sich durch die Tiefen. Wie lang ihr Weg sein wird, weiß sie noch nicht, trotzdem will sie weiter vorwärtskommen, um etwas zu erreichen. Sie will die Liebe finden und fühlen können. Endlich auch die Bedeutung des Wortes spüren können, anstatt es nur auszusprechen und nicht zu wissen, was dies bedeutet und wie es sich anfühlt.

Die Gedanken, die durch Vasarias Kopf gehen, lassen die Zeit schneller verstreichen und Vasaria erreicht das Schlummerland. Da es dort immer dunkel ist, weiß Vasaria nicht, ob es Nacht oder Tag ist. Aber der Schnee lässt es hell und freundlich erscheinen. Sie schaut sich um, sieht, dass Lichter in kleinen Wohnungen brennen, somit müssten die Menschen noch wach sein, und Vasaria sucht sich einen Platz zum Schlafen. In der Absteige „Schnarch dich frisch“ trifft sie auf Fridolin, den Besitzer dieser obskuren Bleibe. Als Vasaria ihn von oben bis unten mustert, macht sie große Augen, da ihr auffällt, dass er genauso klein ist wie sie. Jetzt fühlt sie sich zum ersten Mal normal.

Nachdem sich Vasaria ausgiebig ausgeschlafen hat, geht sie zu Fridolin in die Stube. „Fridolin, darf ich dich etwas fragen?“, erkundigt sich Vasaria vorsichtig. „Sicher, soweit ich dir diese Frage beantworten kann“, sagt Fridolin mit tiefer Stimme. „Meine Frage ist, was ist Liebe und wo kann ich sie finden?“ „Die Liebe ist ein warmes, kribbeliges Gefühl, das in dir durch und durch geht. Finden kannst du sie direkt nicht, denn die Liebe erwischt einen und du musst dich gar nicht auf die Suche begeben. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann du dieses Gefühl in dir hast, und du wirst es früher oder später bemerken“, antwortet der weise Fridolin. Vasaria bedankt sich für die Antwort und für die Unterkunft. Sie packt ihre Sachen und geht im Dunkeln einen langen, schmalen Weg entlang. Sie verlässt das kleine Schlummerland und merkt, wie es wieder langsam Tag wird. Das Schneegestöber hat nachgelassen und es fällt Vasaria leichter, voranzukommen.

Vasaria kommt nach einem langen Fußmarsch bei den Gletschern an. Sie bezweifelt stark, dass sie diese bezwingen kann. Zum Glück hat sie noch den Zauberstein, denn alleine kann sie sich jetzt nicht mehr anspornen, es sieht bedrohlich und schwierig aus. Sehr vorsichtig holt Vasaria den Stein aus ihrer Tasche hervor, betrachtet ihn und überlegt, ob er noch funktioniert. Sie hat Angst, dass sie enttäuscht sein könnte, wenn dem nicht so ist. ‚Wer nicht wagt, der nicht gewinnt‘, denkt sie sich und fängt an den Zauberstein zu reiben. Vasaria schaut sich um, es passiert nichts. ‚Wahrscheinlich hat der Stein schon seine Zauberkraft verloren. Während sie dies denkt, kommen die Feen und Elfen angeflogen. Nile setzt sich wie gewohnt auf Vasarias Schulter und zupft an ihrem Ohr. Beide sehen sich an, die Freude ist groß, sie haben sich schließlich schon lange nicht mehr gesehen.