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Die Hauptstadt der Republik Irland hat sich zu einer der schönsten europäischen Metropolen entwickelt. Unzählige Museen, Kirchen, Kathedralen, Galerien und Theater beweisen, dass Dublin den Titel “Kulturhauptstadt Europas” zu Recht trägt. Historische Architektur ist eingebettet in pulsierende Einkaufs- und Flaniermeilen. Aber wenige Kilometer vom Zentrum entfernt beginnt bereits die Natur mit schroffen Klippen, atemberaubenden Blicken aufs Meer und grünen Wiesen. Die Autoren nehmen Sie auf einen Spaziergang durch die irische Metropole mit, die sich am besten zu Fuss erkunden lässt. Ausgedehnte Gespräche und gemütliche Plaudereien über Gott und die Welt sind in Dublins Wirtshäusern an der Tagesordnung, trotz oder gerade weil es in Irland die “drei grossen Lügen” gibt.
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Seitenzahl: 49
Veröffentlichungsjahr: 2024
Ingo Latotzki - Claudia Latotzki
Herausgeber: Jean-Paul Manzo
Text: Ingo Latotzki
Photographien: Claudia und Ingo Latotzki
Layout und Umschlagsgestaltung: Julien Depaulis
Redaktion: Amélie Marty
Wir bedanken uns bei der Irischen Fremdenverkehrszentrale für die grosszügige Unterstützung.
Weltweit alle Rechte vorbehalten.
© 2024, Parkstone Press International, New York, USA
© 2024, Confidential Concepts, worldwide, USA
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Das vorliegende Werk darf nicht, auch nicht in Auszügen, ohne die Genehmigung des Inhabers der weltweiten Rechte reproduziert werden. Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.
ISBN: 978-1-63919-825-2
Inhalt
Vorwort
I. Dublins geistiges Kraftwerk
II. Wenn es Nacht wird in Dublin
III. Einladung zu einem literarischen Spaziergang
IV. Ein pechschwarzes Bier als Nahrungsmittel
V. Der irische Konflikt in Dublin
VI. Dublin - vom Millionendorf zur Metropole
VII. Das georgianische Zeitalter prägt Dublins Architektur
Zeittafel
Karten
Abbildungsverzeichnis
1. Die Liffey im Gegenlicht.
Es gibt drei große Lügen in Irland.
Erstens: „Das ist wirklich das letzte Bier für heute.“
Zweitens: „Der Scheck ist bereits unterwegs.“
Drittens: „Wir treffen uns um halb neun.“
Voller Selbstironie wollen Iren damit ausdrücken, dass sie alkoholischen Getränken nicht abgeneigt sind, gerne flunkern und grundsätzlich zu spät kommen.
Mit diesem Wissen ausgestattet, kann man sich getrost auf den Weg nach Dublin machen. Die irische Hauptstadt hat sich vom verschlafenen Millionendorf zu einer der schönsten europäischen Metropolen entwickelt.
Keine andere Stadt hat so viele Literatur-Nobelpreisträger hervor gebracht. Unzählige Museen, Kirchen, Kathedralen, Galerien und Theater beweisen, dass Dublin den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ völlig zu Recht trägt.
Fast auf Schritt und Tritt ist die Geschichte der Küstenstadt zu spüren. Historische Architektur ist eingebettet in pulsierende Einkaufs- und Flaniermeilen, ein Resultat der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung in den 90er Jahren.
Wir möchten Sie mitnehmen auf einen Spaziergang durch die irische Metropole, die sich am besten zu Fuß erkunden läßt.
Zur Rast zwischendurch wird eines der mehr als tausend Pubs empfohlen, meist einladende Orte für zwischenmenschliche Begegnungen.
Ausgedehnte Gespräche und lauschige Plaudereien über Gott und die Welt sind ein Wert an sich in Dublins Wirtshäusern.
Trotz oder gerade weil es die drei großen Lügen in Irland gibt.
2. Die Gebäude von Dublin schmücken sich beim Sonnenuntergang.
3. Die O’Connell Bridge.
4. Das Parlamentsgebäude in der Abenddämmerung.
5. Wandmalerei.
6. Kaffee-Pause im Powerscourt Center.
Es gibt einen Ort in Dublin, an dem Sie sich wirklich klein fühlen können. Das hat auch damit zu tun, dass Sie in einer langen und hohen Halle mit hölzerner Decke stehen. Aber nicht nur. Es hat vor allem damit zu tun, dass Sie von einer unglaublichen, nicht zu definierenden Menge Wissen umgeben sind: rund 200.000 Bücher, Texte und Handschriften in meterhohen Regalen und dies alles auf 64 Meter Länge.
Die Bibliothek trägt ihren Namen zu Recht: Long Room. Wir sind im Trinity College, Dublins altehrwürdiger Universität, die 1592 von der englischen Königin Elizabeth I. auf dem Gelände eines ehemaligen Augustinerklosters gegründet wurde.
Über Jahrhunderte hinweg durften nur Protestanten den Wissenschaften frönen; heute sind Katholiken aber nichts Besonderes mehr auf dem Campus der weltberühmten Hochschule. Das wissen die zirka 10.000 Studenten, die es gewohnt sind, dass täglich hunderte Touristen das 40 Morgen große Uni-Gelände besuchen.
Trinity College hat etwas Erhabenes an sich. Schon von außen fällt der sattgrüne penibel geschorene Rasen auf. Natürlich darf er nicht betreten werden.
7. Der Lesesaal (Long Room) der alten Bibliothek im Trinity College.
8. In der alten Bibliothek des Trinity College.
9. St. Stephen's Green.
10. Der Parliament Square in Trinity College.
11. Straßenszene (Springbrunnen vor dem Parlament).
12. Sphere within Sphere von Arnaldo Pomodoro, 1982, Trinity College (Schenkung des Künstlers).
13. Trinity College.
Durch den Torbogen am Haupteingang sehen Sie den Parliament Square; rechts des Platzes liegt die Alte Bibliothek mit dem „Long Room“, links der Speisesaal aus dem Jahr 1761, der nun auch schon mehr als 250 Jahre Geschichte miterlebt hat.
Was für ein Kontrast zu den vielen jungen Menschen, die sich offenbar völlig unbeeindruckt von den alten Fassaden auf dem Universitätsgelände aufhalten.
Wie viel von diesem akademischen Nachwuchs wohl später in Dublin bleiben wird?
Die Zeiten, in denen Irland das Auswandererland schlechthin war, sind längst vorbei. Vor allem in der Hauptstadt ist davon nichts mehr zu spüren. Schließlich sind Milliarden Mark aus EU-Mitteln geflossen und haben die Stadt aus dem Armenhaus Europas entlassen. Selbst das in Jahrhunderten gewachsene Rollenverständnis gehört der Vergangenheit an, denn in immer mehr Familien arbeiten beide Elternteile. Der Anteil der Frauen an den Beschäftigten hat zum europäischen Maß aufgeschlossen. Manche von ihnen haben vielleicht auch im Trinity College studiert, so wie vor ihnen die berühmten Schriftsteller Oscar Wilde und Samuel Beckett. Dass sie das „Book of Kells“ kennen, ist eine Selbstverständlichkeit.
Diese angeblich schönste mittelalterliche Handschrift der Welt stammt vermutlich von Mönchen, die 806 n. Chr. vor den Wikingern von Iona nach Kells flüchteten. Das Buch befindet sich schon seit dem 17. Jahrhundert im Trinity College und ist eine Art Heiligtum. Es liegt in einem besonders gesicherten Glaskasten und enthält die vier Evangelien in lateinischer Sprache. Die Autoren verzierten die Schrift mit kunstvollen Ornamenten sowie Tier- und Menschendarstellungen. Dafür wurden einige Farben extra aus dem Mittleren Osten herangeschafft. Ständig bilden sich lange Menschenschlangen vor dieser literarischen Kostbarkeit, aus der jeden Tag mit der gebotenen Vorsicht eine Seite umgeschlagen wird. Niemand darf das Buch fotografieren.
