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Erden Sie sich - Erdkontakt verbessert Ihre Gesundheit! Entdecken Sie, wie der direkte Kontakt mit der Erde sich positiv auf Ihre Gesundheit auswirkt und Ihr Wohlbefinden steigert - ganz ohne Anstrengung! Clinton Ober und seine Koautoren zeigen Ihnen hier, wie Sie die elektromagnetische Qualität der Erdoberfläche für Ihre Gesundheit nutzen können. Als "Erden" bezeichnet er es, wenn wir auf der Erde sitzen oder barfuß stehen oder laufen und so durch diesen Kontakt der naturgegebene bioelektrische Grundzustand unseres Körpers wiederhergestellt wird. Denn dieser gesunde, natürliche Grundzustand wird im Laufe eines Tages durch verschiedene Lebens- und Umwelteinflüsse aus dem Gleichgewicht gebracht, z.B. wenn wir uns in geschlossenen Räumen aufhalten, an und mit elektrischen Geräten arbeiten oder elektrischen Feldern ausgesetzt sind. Der Kontakt mit der Erde im Freien stellt dieses Gleichgewicht wieder her. Erden, das heißt Barfußgehen auf der Erde, am besten im feuchten Gras oder am Strand. Wenn das nicht geht, können wir uns auch erden, indem wir auf einer speziellen leitfähigen Unterlage sitzen oder schlafen, die an die Erdleitung einer Steckdose angeschlossen ist. Fehlt uns der direkte Erdkontakt, wird unser Körper anfällig für Fehlfunktionen, Erkrankungen und wir altern schneller. Diese ebenso spektakuläre wie einfache Entdeckung ist wissenschaftlich belegt und hat schon Tausenden Menschen geholfen. Dieser erste deutschsprachige Ratgeber zum Thema bietet Ihnen: ● Alles Wissenswerte über den gesundheitlichen Nutzen von direktem Erdkontakt ● Praktische Tipps für die Umsetzung im Alltag ● Schnelle Hilfe bei vielen Beschwerden und Erkrankungen Erden erzielt erstaunliche Wirkungen: Es beseitigt Entzündungen und chronische Schmerzen, verbessert den Schlaf, erhöht das Energieniveau, beschleunigt die Wundheilung und die Regeneration nach intensiver sportlicher Betätigung und schützt den Körper vor Elektrosmog. Erden ist ein neuer, genial einfacher Weg für jeden, um voller Energie zu sein und gesund zu bleiben! ☞www.earthing-info.de
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Seitenzahl: 403
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Clinton Ober
Dr. Stephen Sinatra
Martin Zucker
Earthing – Heilendes Erden
Gesund und voller Energie mit Erdkontakt
Vorwort von
Dr. James Oschman
VAK Verlags GmbH
Kirchzarten bei Freiburg
Titel der amerikanischen Originalausgabe:
Earthing
© Clinton Ober, Dr. Stephen T. Sinatra, Martin Zucker, 2010
ISBN 978-1-59120-283-7
Erschienen bei Basic Health Publications, Inc., Laguna Beach (Kalifornien)
Das Buch wurde 2011 in den USA mit dem NAUTILUS BOOK AWARD ausgezeichnet, einem Buchpreis für innovative Ideen, die einer besseren Welt den Weg bereiten.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
VAK Verlags GmbH
Eschbachstraße 5
79199 Kirchzarten
Deutschland
www.vakverlag.de
© VAK Verlags GmbH, Kirchzarten bei Freiburg 2012
Abbildungen: W. Peter Pauley jr. (The Design Partnership, Colorado Springs)
Übersetzung: Isolde Seidel
Lektorat: Norbert Gehlen
Layout: Karl-Heinz Mundinger, VAK
Umschlagdesign u. Motiv: Hauptmann & Kompanie Werbeagentur, Zürich
Herstellung: Satzweiss.com, Saarbrücken
ISBN: 978-3-95484-003-8 (epub)
ISBN: 978-3-95484-004-5 (Mobi)
ISBN: 978-3-95484-005-2 (ePDF)
Hinweise des Verlags
Dieses Buch dient der Information über das Erden als Methode der Selbsthilfe und Gesundheitsvorsorge. Wer sie für sich anwendet, tut dies in eigener Verantwortung. Autor und Verlag beabsichtigen nicht, Diagnosen zu stellen oder Therapieempfehlungen zu geben. Die hier vorgestellten Vorgehensweisen und Hilfsmittel sind in keiner Weise als Ersatz für professionelle Behandlung bei ernsthaften Beschwerden zu verstehen.
Earthing (Erden) – was ist das?
clear
Beim Lesen dieses Buches sollten Sie nach Möglichkeit mit Ihren nackten Füßen die Erde berühren; dabei ist es egal, ob Sie auf dem Erdboden im engeren Sinne oder auf Gras, Sand oder Betonboden sitzen.
So werden Sie das, was Sie lesen, gleichzeitig erleben – nämlich: wie der Kontakt mit der Erde den naturgegebenen elektrischen Grundzustand Ihres Körpers wiederherstellt.
Die positive Veränderung, die Sie spüren werden, ist nur der Anfang eines Prozesses, in dessen Verlauf die allgegenwärtige heilende Energie der Erde Ihren Körper allmählich wieder vollständig durchströmen wird.
Das ist Erden, ein erstaunlich einfacher, sicherer und natürlicher Vorgang, der neben vielen anderen Wirkungen auch Stress und Schmerzen lindert.
Dieses Buch widme ich Kay Wilson, der mir in der Anfangszeit eine große Hilfe war, und ebenso den vielen anderen Menschen, die erkannten, dass Earthing wirklich etwas Besonderes ist, und die mir Ermutigung und Unterstützung zukommen ließen, sodass ich dieses Wissen in die Welt bringen konnte (– die es dringend braucht).
Clinton Ober
Für meinen Sohn Step, der eine für ihn fast tödlich verlaufende Überempfindlichkeit gegen Elektrosmog überlebt hat, die ihn sechs Jahre seines Lebens kostete, und der durch Earthing wieder gesund wurde: Du lehrtest mich so viel über den Durchhaltewillen des menschlichen Geistes und darüber, wie wirkungsvoll eine positive Absicht und die Liebe den Heilungsprozess beeinflussen können! Ich bin dir zutiefst dankbar für das, was ich durch dich gelernt habe, und noch viel dankbarer für meine Freude darüber, dass du weiterhin mein Leben bereicherst.
Stephen Sinatra
Für Rosita, wie immer, und für die Chance, unseren Planeten zu „nutzen“ – zur Abwechslung mal auf eine ganz wunderbare Art und Weise.
Martin Zucker
Vorwort
D
ieses Buch handelt von der fast unglaublichen Geschichte einer Entdeckung, von einem Phänomen, das Sie, liebe Leserin, lieber Leser, beim Lesen der nachfolgenden Seiten selbst erleben werden.
Es ist ein seltenes, demütig stimmendes Erlebnis für einen Wissenschaftler, Neuland im wahrsten Sinne des Wortes erforschen zu können, also neuen „Grund und Boden“ – und diese Geschichte handelt von nichts anderem als dem Erdboden. An einem Forschungsprozess mitzuwirken, der die Menschen so viel gesünder und glücklicher zu machen verspricht, das faszinierte mich und war zugleich eine große Herausforderung. Ich sah mich veranlasst, Fragen zu stellen, die nie zuvor gestellt worden waren. Die Antworten reichten von faszinierend bis verblüffend und beleuchteten einige der wichtigsten ungelösten Fragen in Physiologie und Medizin.
Unter den vielen überraschenden Erkenntnissen, mit denen dieses Buch uns die Augen öffnet, ist eine offensichtlich und grundlegend, doch bisher übersehen, nämlich die Lösung für das Problem „Entzündung“. Es gilt als das zentrale Problem unserer Zeit, deshalb wird es sicher noch lange wissenschaftlich untersucht und es werden darüber noch zahlreiche Doktorarbeiten geschrieben werden. Ich sage das als erfahrener Zellbiologe und Biophysiker, der selbst Dutzende von Aufsätzen in den weltweit angesehensten Wissenschaftsjournalen geschrieben hat. Die in diesem Buch dokumentierte Forschungsarbeit führt aus einer völlig unerwarteten Richtung einen triftigen Grund für die Ausbreitung von Entzündungen an und – noch wichtiger – es zeigt, was wir dagegen tun können.
In diesem Buch werden Sie schon bald von einigen grundlegenden Tatsachen lesen, die Ihr Leben stark beeinflussen und von denen Sie bisher nichts wussten; sie betreffen unsere Beziehung zu dem Planeten, auf dem wir leben. Beispielsweise erfahren Sie, welch zentrale Rolle Elektronen in dieser Beziehung spielen. Die Rolle der Elektronen in der Biologie und für die Gesundheit ist schon seit Langem mein Lieblingsthema. Als ich untersuchte, welchen Stellenwert die Elektronen für das Leben als solches haben, war in den 1980er-Jahren die Zusammenarbeit mit der weltweit führenden Forschergruppe zu diesem Thema für mich besonders bedeutsam. Zu ihr gehörten der Nobelpreisträger Albert Szent-Györgyi und Kollegen aus der ganzen Welt; sie waren im Marine Biological Laboratory in Woods Hole (Massachusetts) tätig. Einige dieser hervorragenden Forscher waren Elektronikingenieure und Materialwissenschaftler, die ein Fachgebiet erforschen sollten, das er selbst „kreiert“ und „elektronische Biologie“ genannt hatte. Dr. Szent-Györgyi galt als einer der führenden Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts und seine Untersuchungen und Schriften sind eine Quelle der Inspiration und Erkenntnis. Ich habe mehrere Artikel und zwei Bücher darüber verfasst, wie sich Elektronen im menschlichen Körper bewegen können, und darüber, wie verschiedene Therapiemethoden die Bewegung der Elektronen beeinflussen. Die im vorliegenden Buch zusammengefasste Forschung erweitert unser Verständnis der elektronischen Biologie um eine ganz neue Dimension.
Dieses Buch beschreibt die Entdeckungen von Clint Ober, der eigentlich ein Pionier der Kabelfernsehtechnik war und der außerdem den gesundheitlichen Nutzen des Erdens erforschte. Als Earthing – „Erden“ – bezeichnet er es, wenn wir mit der Oberfläche unseres Planeten Verbindung aufnehmen, indem wir auf der Erde sitzen oder barfuß auf ihr stehen oder laufen. Wir erden uns auch, wenn wir auf einer speziellen leitfähigen Unterlage schlafen, die mit einer einfachen Metallstange verbunden ist, die außerhalb des Schlafzimmerfensters in der Erde steckt. Clint Ober hat mehrere solcher Hilfsmittel erfunden, die unsere lebenswichtige, aber bisher übersehene Verbindung mit der Erde wiederherstellen.
Viele Menschen berichten von einem Gefühl des Wohlbefindens, wenn sie auf der Erde barfuß laufen. Die in diesem Buch angeführten Geschichten und Untersuchungen beschreiben den Hintergrund, die Dynamik und die Folgen dieses Wohlgefühls – eine echte Erfahrung, die etwas sehr Tiefgreifendes und Wichtiges erkennen lässt, was den meisten von uns im Leben fehlt. Ja, dieses fehlende „Element“ (das Erden) ist so grundlegend, dass es viele Gesundheitsprobleme unserer Zeit beseitigen oder enorm verbessern kann: Schlaflosigkeit, die chronischen Schmerzen zahlreicher Krankheiten und Verletzungen, Erschöpfung, Stress, Angstgefühle und vorzeitiges Altern. Schnell fühlte ich mich zu diesen Untersuchungen hingezogen und war begeistert, als ich sah, wie viele Menschen vielfältigen gesundheitlichen Nutzen daraus zogen, dass sie einfach ihren Körper mit der Erde verbanden. Besonders beeindruckte mich die Erfahrung meines Freundes und Kollegen Dr. Jeff Spencer mit der spektakulären Siegesserie amerikanischer Radrennteams bei der Tour de France, deren bemerkenswerte Geschichte Sie weiter hinten lesen werden. Ich kann seine Beobachtungen bestätigen, weil ich persönlich bei vielen Freunden miterlebte, dass sie von der Anwendung der Erdungssysteme in ihrem Leben profitierten. Ein Beispiel: Als meine Masseurin ihre Klienten zu erden begann, erzielte sie solche Erfolge, dass die Ärzte der Umgebung ihr die schwierigsten Fälle schickten. Meine eigene Herausforderung bestand darin, genau festzustellen, wie das Erden derart wohltuende Wirkungen erzeugt und wie sich das wissenschaftlich korrekt erklären lässt.
Mit unseren Untersuchungen zu Earthing haben wir vielleicht das einfachste und natürlichste Mittel gefunden gegen die stark zunehmenden schmerzhaften und oft tödlich verlaufenden Krankheiten, die durch verschiedene Arten von Entzündungen hervorgerufen werden. Wie Sie weiter unten lesen werden, unterscheidet sich unsere Hypothese, wie dieses „Heilmittel“ des Erdens wirkt, völlig von allem, was Sie je gehört haben. In all seinen Auswirkungen stellt es unserer Ansicht nach ein neues Heilungsparadigma dar.
Kurz gesagt: Earthing (Erden) stellt den naturgegebenen elektrischen Grundzustand des Körpers wieder her und erhält ihn aufrecht; dieser wiederum fördert optimale Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Alltag. Die natürliche Energie, die die Erde abgibt, ist das Mittel schlechthin gegen Entzündungen und gegen das Altern.
Mehr als zehn Jahre lang hat sich Clint Ober unermüdlich im Alleingang bemüht, die Welt der Skeptiker auf eine einfache und vergessene Tatsache aufmerksam zu machen: Die Erde unter unseren Füßen ist Träger einer wunderbaren Heilenergie. Wenn wir mit dieser Energie Verbindung aufnehmen, profitieren wir sofort davon; das ist erstaunlich einfach und wir können es auch rein intuitiv tun.
Wie es bei jeder neuen Entdeckung der Fall ist, stieß auch Clint Ober bei „Experten“ auf Skepsis und erntete Spott, ja, einige betrachteten ihn als verrückt. Doch er ließ nicht locker und hat mittlerweile signifikante wissenschaftliche Beweise für sein außergewöhnliches Konzept. Außerdem fühlen sich Tausende von Menschen, die das Erden praktizieren, besser, sie sehen vitaler aus, schlafen besser und haben weniger Schmerzen.
Als wir im Prozess der Erforschung völlig neue Wege beschritten, um das Konzept des Erdens zu überprüfen und um seine Wirkung auf den menschlichen Körper zu ermitteln, erwies sich Clint Ober als Fels in der Brandung und als engagierter Vordenker auch für diejenigen unter uns, die einen Doktortitel hatten. Er erwähnt oft seine mangelnde wissenschaftliche Ausbildung, doch seine Leistungen zeigen, dass entschlossene und inspirierte Menschen mit autodidaktischem Lernen sehr viel erreichen können. Immer wieder verblüffen mich Clint Obers präzise und treffende Erkenntnisse, die über die Schlussfolgerungen eines logisch denkenden Wissenschaftlers hinausgehen. Meinem Empfinden nach habe ich das Privileg, mit einem echten Entdecker und Pionier zusammenzuarbeiten, dem viel mehr daran liegt, anderen zu helfen, als an seinem Eigeninteresse.
Koautor Steve Sinatra, Kardiologe aus Connecticut, der sich auf integrative Medizin spezialisiert hatte und für die „Elektromedizin“ interessierte, lernte Clint Ober im Jahre 2001 kennen. Er betrachtete das Erden als sehr vielversprechend, und zwar sowohl für sein eigenes Fachgebiet, die Kardiologie, wie auch für die Medizin allgemein. Dr. Sinatra ermunterte Clint Ober, „dranzubleiben“ und weiterzuforschen, besonders zum Zusammenhang mit Entzündungen, die in letzter Zeit als wahrscheinliche Ursache von Herzerkrankungen ausgemacht wurden.
Und wie er weitermachte! Schließlich traf Clint Ober auf sehr aufgeschlossene Experten in den Fachgebieten Medizin, Physiologie und Biophysik und regte zahlreiche Forschungsprojekte an. Diese belegen, dass die Erdoberfläche einem einzigen vielseitigen Arzneimittel vergleichbar ist, das Entzündungen eindämmt, den Schlaf fördert und Energie liefert – alles in einem.
Nun haben sich Clint Ober, Steve Sinatra und Martin Zucker, der erfahrene Sachbuchautor zum Thema Gesundheit, zusammengetan und stellen die faszinierende Geschichte des Erdens vor und wie das Erden uns „Erdlingen“ helfen kann.
Neue Wege einzuschlagen [engl.: to break new ground] bedeutet, etwas ganz anderes zu tun als alles, was bisher getan worden ist. Wenn das Attribut „wegweisend“ [ground-breaking] je auf ein Buch zutraf, dann auf dieses, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Dieses Buch handelt vom Boden [ground] unter unseren Füßen und führt uns das lebensnotwendige elektrische Kontinuum zwischen der Erde und den Organismen, die sie bewohnen, vor Augen.
Laufen, stehen oder sitzen Sie ungefähr eine halbe Stunde lang mit nackten Füßen auf dem Boden. Falls Sie etwa unter Rückenschmerzen, Verdauungsstörungen, Arthritisschmerzen, unter dem prämenstruellen Syndrom oder unter Jetlag leiden oder sich einfach nur erschöpft fühlen, dann gehen Sie ins Freie (vorausgesetzt, das Wetter lässt es zu) und berühren Sie mit bloßen Füßen die Erde. Hinterher werden Sie sich besser fühlen. Und wenn Sie sich besser fühlen, geht Ihnen ein Licht auf. Sie werden erkennen: Wir leben zwar auf der Erdoberfläche, doch durch unsere Lebensweise haben wir uns von der unerschöpflichen heilenden Energie abgetrennt, die die Erde unter unseren Füßen bereithält. Sie ist immer da und wir brauchen nur mit ihr „in Kontakt zu treten“.
Dr. James L. Oschman
(Autor der Bücher Energiemedizin: Konzepte und ihre wissenschaftliche Begründung und Energy Medicine in Therapeutics and Human Performance)
Teil I: Warum wir nicht gesund sind
H
aben Sie schon einmal gespürt, wie ein zartes Kribbeln oder ein Gefühl von Wärme durch Ihre Füße aufstieg, wenn Sie barfuß an einem Sandstrand oder auf einer Wiese im Morgentau spazieren gingen?
Fühlten Sie sich nach Ihrem Spaziergang erfrischt? Wenn ja, dann haben Sie erlebt, wie die Erde Ihrem Körper Energie gab.
Tatsache ist: Wir leben auf einem Planeten voll natürlicher Energieformen. Seine Oberfläche wimmelt nur so von sanft pulsierenden Schwingungen, ein Phänomen, von dem die meisten Menschen nichts wissen. Wer betrachtet schon den Sand, die Wiese, den Gehweg oder den blanken Erdboden unter seinen Füßen als Energiefeld? Doch genau das ist der Boden und er ist es immer schon gewesen!
Anders ausgedrückt: Ihr Planet ist sozusagen ein Akku mit einer Masse von sechs Trilliarden Tonnen (das ist eine 6 mit 21 Nullen), der ständig neu aufgeladen wird – von der Sonnenstrahlung, von Blitzen und von der Hitze seines geschmolzenen Kerns tief im Inneren. Wie eine Autobatterie den Motor laufen und die Räder sich drehen lässt, so verleiht die rhythmisch pulsierende natürliche Erdenergie, die die Erdoberfläche durchströmt und von ihr ausstrahlt, dem gesamten Leben auf der Erde – zu Wasser und zu Land – Rhythmus und Gleichgewicht. Das betrifft also Menschen, Tiere, Fische, Pflanzen, Bäume, Ungeziefer, Bakterien, Viren ...
Schon immer in der Geschichte sind die Menschen über die Erde gelaufen, sind auf ihr gesessen oder gestanden und haben auf ihr geschlafen. Dabei berührte die Haut ihres Körpers die „Haut“ der Erde und sie merkten gar nicht, dass ein so einfacher Kontakt ein natürliches elektrisches Signal an den Körper übermittelt.
Erst in letzter Zeit erforschen und erklären Experten die Zusammenhänge und die Bedeutung dieser Verbindung; es sind Wissenschaftler aus den Fachgebieten Geophysik, Biophysik, Elektrotechnik, Elektrophysiologie und Medizin. Sie teilen uns mit, dass die elektrische Energie der Erde die Ordnung unserer eigenen Körperschwingungen aufrechterhält, etwa so, wie ein Dirigent das Zusammenspiel und den Rhythmus eines Orchesters vorgibt. Wir alle leben und funktionieren elektrisch auf einem elektrischen Planeten. Jede und jeder von uns ist eine Ansammlung dynamischer elektrischer Schaltkreise. In der lebenden Matrix unseres komplexen Körpers übermitteln und empfangen Billionen von Zellen ständig Energie im Rahmen ihrer programmierten biochemischen Reaktionen. Stellen Sie sich die Zellen als winzige elektronische Maschinen vor. Elektrische Felder steuern den Transport von Nährstoffen und Wasser in die Zellen hinein und jeder Zelltyp arbeitet in einem bestimmten Schwingungsbereich. Unser Herz, Gehirn, Nervensystem, unsere Muskeln und unser Immunsystem sind die wichtigsten Beispiele für elektrische Subsysteme, die in unserem „bioelektrischen“ Körper tätig sind. Tatsache ist: Elektrizität ermöglicht alle unsere Bewegungen, Verhaltensweisen und Handlungen.
Unsere verloren gegangene elektrische „Verwurzelung“
Selbst in unserem „wissenschaftlichen“ Zeitalter sind sich die meisten Menschen ihrer bioelektrischen Natur überhaupt nicht bewusst. Praktisch niemand hat auch nur eine vage Vorstellung von der elektrischen oder energetischen Verbindung zwischen dem eigenen Körper und der Erde. In der Schule lehrt und lernt man nichts darüber. Deshalb weiß niemand, dass wir den Kontakt zur Erde größtenteils verloren haben und von ihr getrennt sind. Besonders in den Industrienationen haben wir im Grunde genommen unsere elektrische „Verwurzelung“ verloren. Unsere nackten Füße mit ihrem weitverzweigten Netz von Nervenenden berühren nur selten den Erdboden. Wir tragen isolierende Schuhe mit Kunststoffsohlen. Wir schlafen in erhöhten Betten aus isolierenden Materialien. Die meisten von uns in der modernen, industrialisierten Welt leben ohne Kontakt mit der Erdoberfläche. Wahrscheinlich haben Sie darüber noch nie nachgedacht, und doch leiden Sie wegen dieser fehlenden Verbindung vielleicht unnötig. Möglicherweise leiden Sie massiv und in mehrfacher Hinsicht, auch wenn Sie sich das überhaupt nicht vorstellen können.
Stellen Sie sich zum Vergleich eine Glühbirne mit einem „Wackelkontakt“ vor. Die Birne flackert, leuchtet schwach oder gar nicht. Viele Menschen gehen mit einer „flackernden“ oder schwachen, also schlechten Gesundheit durchs Leben.
Soweit wir wissen, ist dieses Buch das erste, das je über diese natürlichen elektromagnetischen „Schwingungen“ der Erde geschrieben wurde und darüber, wie sie uns gesund erhalten – wenn wir uns mit der Quelle verbinden. Abgekoppelt, abgetrennt erscheint der Körper anfällig für (und neigt zu) Fehlfunktionen, entzündungsbedingten Krankheiten und beschleunigter Alterung – eine spektakuläre Theorie, die in der Wissenschaft gerade erst Fuß fasst. Darum geht es in unserem Buch.
Die natürlichen Schwingungen oder Frequenzen der Erde, von denen wir hier sprechen, sind Energiewellen, hervorgerufen durch die Bewegungen subatomarer Teilchen, die man als freie Elektronen bezeichnet. Niemand hat schon einmal ein Elektron gesehen, doch Sie können sich Elektronen vor der Kulisse eines Bienenstocks vorstellen: Die Bienen, die um den Bienenstock summen, gleichen den Elektronen, die sich in einer „Energiewolke“ um den Atomkern bewegen. Eine andere, im Laufe der Jahre immer wieder benutzte Analogie ist die von Planeten, die um die Sonne kreisen. Der Atomkern enthält Protonen (Teilchen mit positiver Ladung), und Neutronen, die, wie ihr Name besagt, keine Ladung tragen. Elektronen sind negativ geladen.
Die elektrische Leitfähigkeit unseres Körpers
Um die grundlegende Beziehung zwischen Ihren bioelektrischen Eigenschaften und der elektrischen Qualität Ihres Planeten zu verstehen, führen Sie sich bitte kurz drei Klassen von Materialien vor Augen, die im Zusammenhang mit Elektrizität verwendet werden: Leiter, Nichtleiter und Halbleiter. Ein Beispiel für einen Leiter ist metallener Kupferdraht in den Wänden Ihres Hauses oder im Stromkabel eines Gerätes, das Sie an die Steckdose anschließen. In Leitern werden die äußeren Elektronen nur so lose zusammengehalten, dass sie sich leicht zwischen den Atomen bewegen – sie entsprechen damit, vereinfacht ausgedrückt, den Bienen, die ganz außen um den Bienenstock fliegen, oder den Planeten, die in großer Entfernung um die Sonne kreisen. Sie bilden eine Art Gas um die Atome und „fließen“ frei durch das feste, leitfähige Material. Deshalb bezeichnet man sie als freie Elektronen. Stellen Sie sie sich gewissermaßen als Freigeister vor, die mit keinem Atom, das das feste Material ausmacht, in fester Beziehung stehen.
In Nichtleitern haben die Atome ihre Elektronen fest im Griff. Es gibt keine freien Elektronen, deshalb kann in diesen Materialien kein Strom fließen. Beispiele für Nichtleiter sind unter anderem Plastik, Gummi, Glas und Holz. Jetzt erkennen Sie, inwiefern Sie die meiste Zeit von der Erde getrennt sind: Ihre Schuhsohlen sind meist aus Plastik oder Gummi gefertigt. Ihr Haus besteht zum größten Teil aus Holz. Und viele Teile unserer Häuser bestehen aus Holz oder Glas … Halbleiter stehen dazwischen: Mal sind sie Leiter, mal sind sie es nicht. Ihre Leitfähigkeit ist nicht so gut wie die eines Leiters, aber auch nicht so schlecht wie die eines Nichtleiters. Halbleiter sind wichtige Bestandteile moderner elektronischer Geräte, weil sich ihre Leitfähigkeit mit einem elektrischen Feld steuern lässt.
Wie die Erde besteht auch unser Körper überwiegend aus Wasser und Mineralien – beide sind hervorragende elektrische Leiter. Die freien Elektronen pulsieren unaufhörlich an der Oberfläche der leitfähigen Erde, gespeist von natürlichen Phänomenen, nämlich von der Sonnenstrahlung, von Tausenden Blitzeinschlägen pro Minute und von der Energie, die der Kern des Planeten erzeugt. Solange unsere Haut direkten Kontakt mit dem Erdboden hat, gelangen diese freien Elektronen leicht zu unserem Körper und in ihn hinein und verteilen sich dort.
Davon hatte der Homo erectus vor etwa hunderttausend Jahren keine Ahnung. Ebenso wenig die Sammler und Jäger, die ihm entwicklungsgeschichtlich folgten; genauso wenig die Zivilisationen, die vor etwa 400 Generationen das Land bestellten, und auch die Angehörigen des industriellen Zeitalters nicht. Selbst in der heutigen „drahtlosen“, elektronisch geprägten Zeit wissen nur wenige um das übersprudelnde Reservoir der Erde an freien Elektronen.
Im späten 19. Jahrhundert maßen Wissenschaftler die feinen Erdströme an verschiedenen Orten der Welt und beschrieben sie mit Begriffen wie „ruhig“ und „unauffällig“. Wissenschaftler von heute bezeichnen sie als tellurische Ströme und erkennen sie als Teil eines größeren Systems, das als globaler elektrischer Kreislauf bezeichnet wird und die Wolken und die gesamte Atmosphäre mit einschließt. Nach Ansicht der Geophysiker wird dieser Vorrat an fast unerschöpflicher Energie ständig mit freien Elektronen aufgefüllt, und zwar durch etwa 5000 Blitzeinschläge pro Minute, die unablässig rund um den Planeten auftreffen. Ohne allzu technisch zu werden, lässt sich sagen: Die elektrische Spannung an der Erdoberfläche steigt und fällt mit der Position der Sonne. Tagsüber ist sie stärker positiv und energiereicher und unterstützt so Ihre täglichen Aktivitäten vom Aufwachen bis zum Schlafengehen. In den Nachtstunden ist sie weniger positiv und energieärmer, sodass sie den Schlaf fördert. Dieses tägliche Hoch-tief-Muster initiiert und organisiert im Körper Prozesse, die den Schlaf-wach-Rhythmus und die Hormonproduktion steuern und die Gesundheit aufrechterhalten.
Ein Blick in die Vergangenheit
Die grundlegenden Phänomene der Elektrizität sind schon seit der Antike bekannt, doch erst in den letzten etwa 120 Jahren wird Elektrizität in der Industrie und im Wohnumfeld des Menschen eingesetzt. Das Elektron selbst wurde erst 1897 entdeckt – die ganze Menschheitsgeschichte hindurch wusste bis dahin also praktisch niemand etwas von Elektronen. Allerdings ist schon seit Äonen wohlbekannt, dass der Boden eine spezielle Art von heilender Energie in sich trägt und buchstäblich die „Grund“-lage darstellt für unsere Verbundenheit mit der Natur. Die Erde galt als heilig. Dieses Wissen, das eine Generation an die nächste weitergab, hat in der einen oder anderen Form rund um die Welt überlebt. Überall haben Zivilisationen die Zyklen der Natur in ihrer Bedeutung für Überleben und Gesundheit erkannt und sich darauf eingestimmt. Sie waren sich der Grundrhythmen bewusst, die etwa den Schlaf-wach-Rhythmus steuern und die Gesundheit aufrechterhalten; und sie wussten, dass unser Organismus in Übereinstimmung mit den Zyklen und Rhythmen der Erde „funktioniert“. Das Bewusstsein dafür, dass Erde, Leben und Gesundheit prinzipiell zusammenhängen, war immer da und kam in der jeweiligen Sprache zum Ausdruck.
Qi ist das zentrale Prinzip in der langen Geschichte des chinesischen Wissens und wird als die Energie oder natürliche Kraft angesehen, die das Universum erfüllt. Aus der indischen Tradition der Veden stammt ein gleichwertiger Begriff, Prana, der „Lebenskraft“ bedeutet.
In der chinesischen Tradition setzt sich das Himmels-Qi aus den Kräften zusammen, die Himmelskörper auf die Erde ausüben, beispielsweise Sonnenschein, Mondlicht und die Wirkung des Mondes auf die Gezeiten. Das Erd-Qi, das vom Himmels-Qi beeinflusst und kontrolliert wird, besteht aus Energielinien und Energiemustern sowie dem Erdmagnetfeld und der unter der Erde verborgenen Wärme. Und innerhalb des Erd-Qi haben alle Menschen, Tiere und Pflanzen ihr eigenes Qi-Feld. Nach diesem Konzept wachsen alle natürlichen „Dinge“ nach den natürlichen Zyklen des Himmels- und des Erd-Qi und werden von ihnen beeinflusst.
Beim Barfußlaufen nehmen wir Erd-Qi auf, ohne darüber nachzudenken. Das könnte erklären, warum es so entspannend ist, keine Schuhe zu tragen, und warum Übungen zur Stärkung des Körpers und zur Beruhigung des Geistes oft ohne Schuhe praktiziert werden (etwa Yoga, Tai-Chi und Qigong). Bei den chinesischen Übungen liegt ein Hauptaugenmerk darauf, „sich zu verwurzeln“, wobei es darum geht, den Austausch zwischen der Fußsohle und der Erde zu eröffnen. Dieser geschieht durch den „Yongquan-Punkt“, in der Akupunktur auch bekannt als „Niere 1“.
Die alten Griechen wussten ganz sicher etwas von diesem Konzept. Herakles, einer der größten Helden der griechischen Mythologie, kämpfte gegen den Riesen Antaios, der als berühmter Ringer bekannt war, und bezwang ihn. Wie es im Mythos heißt, war Antaios unbesiegbar, solange seine Füße mit der Erde in Kontakt waren, aus der er seine Kraft bezog. Nie zuvor war er besiegt worden. Da Herakles Antaios’ Geheimnis kannte, hob er ihn in die Luft und erwürgte ihn.
Die amerikanischen Ureinwohner ehrten ganz eindeutig die Verbindung zur Erde. Der verstorbene Ota Kre (Luther Standing Bear), Schriftsteller, Lehrer und Häuptling der Lakota-Sioux, fasste es so zusammen: „Die Alten liebten die Erde buchstäblich. Sie saßen auf der Erde mit dem Gefühl, einer mütterlichen Kraft nahe zu sein. Es tat der Haut so gut, die Erde zu berühren, und die Alten zogen gern ihre Mokassins aus und liefen mit nackten Füßen über die heilige Erde. Der Erdboden beruhigte, stärkte, reinigte und heilte.“
Die Essenz dieses Buches: Erdkontakt heilt und hält fit!
Dieses Buch will Ihnen zeigen, wie beruhigend, stärkend und heilend die Erde ist. Es wird Ihre Sichtweise des Bodens unter Ihren Füßen völlig verändern und ebenso Ihre Beziehung zu dem Planeten, auf dem Sie leben.
Sich wieder mit der Erde verbinden, das bedeutet für die meisten Menschen normalerweise: zelten gehen, wandern, im Garten arbeiten, an den Strand gehen oder etwas Ähnliches tun, was uns – mit Körper und Seele – in den Schoß der Natur zurückbringt. Die „Wiedervereinigung“ mit der Erde, mit der wir uns in diesem Buch beschäftigen, ist aber etwas anderes. Mit diesem „Erdkontakt“ meinen wir, dass wir Schuhe und Strümpfe ausziehen und barfuß auf dem Boden sitzen, stehen oder laufen, also etwas, was absolut kostenlos und fast überall möglich ist (natürlich nur, wo es auch sicher und bequem ist). Wiederverbindung kann aber auch mit einschließen, dass wir leitfähige „Bettlaken“ (Schlafunterlagen) oder Bodenmatten verwenden, die über eine elektrische Leitung mit einem Erdleiter außerhalb unseres Hauses oder Büros verbunden sind oder mit einem modernen Erdungssystem an eine Steckdose angeschlossen werden.
In beiden Fällen bezeichnen wir diese Wiederverbindung mit den Synonymen Earthing (Erden) oder Grounding (Kontakt mit dem Erdboden). Beide Begriffe besagen lediglich, dass wir mit der Erde in Kontakt sind. Was wir da tun, ähnelt dem, was in der Elektrotechnik als „Erdung“ bezeichnet wird, nämlich der gängigen Vorgehensweise, Geräte mit der Erde zu verbinden, um sie vor Erschütterungen, Kurzschlüssen und Störungen zu schützen. Auf Menschen übertragen schützt das Erden den empfindlichen bioelektrischen Kreislauf vor elektrischen Ladungen und vor Störungen. Am wichtigsten aber ist: Er fördert die Aufnahme freier Elektronen sowie der stabilisierenden elektrischen Signale und der Energie der Erde. Erden hilft einem elektrischen Ungleichgewicht und einem Elektronenmangel ab, von denen Sie bisher gar nichts wussten. Es füllt und lädt Ihren Körper wieder mit etwas auf, wovon Sie bisher sicher nicht wussten, dass es Ihnen fehlte und dass Sie es brauchten.
Wenn man sich im Sonnenlicht aufhält, bildet der Körper das für die Gesundheit notwendige Vitamin D. Wenn man mit dem Erdboden in Kontakt kommt, stellt dieser einen elektrischen „Nährstoff“ in Form von Elektronen zur Verfügung. Stellen Sie sich diese Elektronen sozusagen als „Vitamin G“ vor – G für Grund, Erdboden. Wie Vitamin D brauchen Sie auch Vitamin G für Ihre Gesundheit!
Wie Sie in diesem Buch lesen werden, äußern sich die Resultate des Erdens als signifikante Verbesserung – ja sogar als völlige Verwandlung – der Gesundheit und Vitalität. Eine 36-jährige Patientin mit fortgeschrittener Multipler Sklerose (MS) war so glücklich über ihre Fortschritte nach dem Erden, dass sie aus dem Haus rannte, sich mitten auf die Straße stellte und alle Nachbarn lautstark aufforderte, sich ebenfalls zu erden. Sie wollte nach eigener Aussage die „Barfuß-Revolution“ ins Leben rufen und allen Menschen beibringen, wie man gesund wird. Sie selbst hatte Erden aus Verzweiflung probiert – jemand hatte ihr davon berichtet –, nachdem ein Arzt ihr geraten hatte, sich ein verstellbares Bett und einen Großbildfernseher zu kaufen und es sich möglichst gemütlich zu machen. Bei MS gebe es keine Besserung, so hatte der Arzt ihr mitgeteilt. In ihrem Fall hat sich ihr Zustand sehr wohl gebessert, und zwar enorm.
Eine andere Frau litt nach einem schlimmen Autounfall fünf Jahre lang an lähmenden Schmerzen, einer Entzündung, an Müdigkeit und Schlafproblemen. Obwohl sie viele Jahre lang im Gesundheitswesen gearbeitet hatte, mühte sie sich erfolglos damit ab, selbst wieder gesund zu werden. Sie ging von einem Behandler und einer Methode zur nächsten. „Wie Humpty Dumpty in dem Kinderlied“, sagte sie „alle Pferde des Königs und alle seine Leute konnten mich nicht wiederherstellen.“ Sie war arbeitsunfähig und lag instinktiv gern im Gras und ging gern barfuß am Strand spazieren. 1999 gab ihr ein Freund eine leitfähige Bettauflage. Sie schlief jede Nacht darauf und innerhalb von Monaten verschwanden ihre Schmerzen, die Müdigkeit und die Schlafprobleme.
„Nach jahrelangem Einnehmen von Tabletten und fehlgeschlagenen teuren Behandlungen legte ich mich einfach in mein Bett und schlief!“, sagte sie. „Ich glaube, unser Körper ist in der Lage, sich von praktisch allen Krankheiten zu erholen, wenn wir die von Stress verursachten Ungleichgewichte abbauen. Dafür müssen wir unserem Körper unentbehrliche natürliche Grundstoffe zur Verfügung stellen, etwa saubere Luft, eine vernünftige Ernährung, reines Wasser und – das fehlende Glied in der Kette – unsere Verbindung mit dem natürlichen elektrischen Rhythmus der Erde.“
Selbst Sportler, die es gewohnt sind, ihrem Körper alles abzuverlangen, haben es schätzen gelernt, sich zu erden und sich an die natürliche Energie der Erde anzuschließen. So waren die siegreichen von Amerikanern gesponsorten Radrennteams bei der Tour de France in den letzten Jahren der vielleicht eindrucksvollste Test für die Wirkung des Erdens. Der extreme körperliche und mentale Stress in diesem äußerst strapaziösen Rennen führt bei den Akteuren oft zu Krankheit, Sehnenentzündung und schlechtem Schlaf. Außerdem heilen nach Unfällen ihre Wunden nur schlecht. In den Jahren 2003 bis 2005 und dann wieder 2007 wurden die Teamfahrer nach ihrem Wettkampf jeden Tag geerdet. Sie gaben an, besser zu schlafen, waren signifikant weniger krank, hatten praktisch keine Sehnenentzündung, sie erholten sich wesentlich besser vom Rennen und ihre Verletzungen heilten schneller. Wie sich jetzt gezeigt hat, ist diese Praxis so nützlich, dass viele Spitzensportler – auch Schwimmer, Footballspieler der nordamerikanischen Profiliga, Triathleten und Motorsportprofis – sich regelmäßig selbst erden.
Auf einen Blick: Wie das Erden funktioniert
Was ist Erden?
Erden bedeutet, den Körper an die stets vorhandenen feinen Oberflächenenergien der Erde „anzukoppeln“, also ihn damit zu verbinden. Wir meinen damit vor allem: im Freien barfuß laufen und/oder am Boden sitzen. Erden kann man sich aber auch, wenn man in Räumen arbeitet oder schläft und dabei an ein leitfähiges Hilfsmittel angeschlossen ist, das die natürliche Heilenergie der Erde an den Körper weiterleitet. Seit mehr als zehn Jahren haben Tausende Menschen auf der ganzen Welt – Männer, Frauen, Kinder, Sportler – das Erden in ihren Alltag integriert. Die Ergebnisse sind dokumentiert – und sie sind außergewöhnlich.
Was ist Erden nicht?
Es hat in keiner Weise zu tun mit so etwas wie Sitzen auf einem „elektrischen Stuhl“. Erden gehört zum Natürlichsten und Sichersten, was Sie tun können.
Was geschieht beim Erden?
Ihr Körper wird „durchflutet“ mit negativ geladenen freien Elektronen, die an der Erdoberfläche im Überfluss vorhanden sind. Er gleicht sich dann sofort an das elektrische Energieniveau oder Energiepotenzial der Erde an.
Was werden Sie empfinden?
Manche spüren gleich ein warmes Kribbeln und oft Ruhe, Leichtigkeit und Wohlbefinden. Die meisten fühlen sich danach wohler, oft sehr schnell. Der Grad der Besserung ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wichtig ist, das Erden langfristig in den Alltag zu integrieren und es so oft wie möglich zu praktizieren, um optimal davon zu profitieren. Hört man mit dem Erden auf, dann treten frühere Symptome oft allmählich wieder auf.
Was genau bewirkt das Erden?
Beobachtungen und Untersuchungen deuten auf die folgenden Nutzeffekte und Vorteile hin (– wir erwarten, dass mit den fortlaufenden Untersuchungen viele weitere hinzukommen):
Das Erden …
• lindert die Ursache von Entzündungen und bessert oder beseitigt die Symptome zahlreicher entzündungsbedingter Krankheiten.
• verringert oder beseitigt chronische Schmerzen.
• verbessert in den meisten Fällen den Schlaf.
• erhöht das Energieniveau.
• lindert Stress und fördert die Entspannung im Körper, indem es das Nervensystem und die Stresshormone beruhigt.
• reguliert die natürlichen Körperrhythmen.
• verdünnt das Blut und verbessert Blutdruck und Blutfluss.
• lindert Muskelverspannungen und Kopfschmerzen.
• bessert hormonelle Erkrankungen und Menstruationsbeschwerden.
• beschleunigt Heilungsprozesse enorm und hilft, Wundliegen zu verhindern.
• verringert oder beseitigt Jetlag.
• schützt den Körper vor möglicherweise gesundheitsschädlichen elektromagnetischen Feldern in der Umgebung.
• beschleunigt die Regeneration nach intensiver sportlicher Betätigung.
Erden ist einfach, grundlegend und wirkungsvoll. Wir betrachten es als ein Phänomen mit erstaunlichem „Potenzial“ (!), das der Menschheit sehr nützen kann. Sich mit der Erde zu verbinden – entweder indem Sie sich barfuß im Freien aufhalten oder indem Sie in Innenräumen mit geerdeten Hilfsmitteln in Kontakt sind – „heilt“ Sie nicht von Krankheiten oder Beschwerden. Jedoch verbindet es Sie wieder mit den natürlichen elektrischen Signalen aus der Erde, die alle Lebewesen beeinflussen. Erden stellt das natürliche innere elektrische Gleichgewicht des Körpers und die Körperrhythmen wieder her, die wiederum die Körpersysteme normal funktionieren lassen, etwa das Herz-Kreislauf-System, die Atmung, den Verdauungstrakt und das Immunsystem. Erden hilft einem Elektronenmangel ab und lindert dadurch Entzündungen – eine häufige Krankheitsursache. Es lässt das Nervensystem vom „Stressmodus“ in den „Ruhemodus“ wechseln, dadurch schlafen Sie besser. Indem Sie direkten Kontakt zur Erde herstellen, kann Ihr Körper wieder in seinen normalen elektrischen Zustand kommen, er kann sich besser selbst regulieren und selbst heilen.
Der herausragende Biologe T. H. Huxley behauptete 1863: „Die Hauptfrage der Menschheit, das Problem, das allen anderen zugrunde liegt und interessanter ist als alle anderen, ist, wie wir unseren Platz in der Natur und unsere Beziehung zum Kosmos bestimmen.“ Das vorliegende Buch betrachtet diese Frage aus der einfachen Perspektive, dass Ihr Platz in der Natur, in Ihrem unmittelbaren Kosmos, es erfordert, dass Sie regelmäßig direkt mit der Erde unter Ihren Füßen in Kontakt sind. Wir erkunden hier, welche Folgen es für die Gesundheit des Menschen hat, wenn er nicht mit der Erde in Kontakt ist; und wir stellen die ungewöhnliche Geschichte vor, wie dieses Nicht-verbunden-Sein und das Wiederverbinden entdeckt wurden. Sie werden Berichte von Ärzten und von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten über erstaunliche Heilungen lesen. Das Wichtigste aber ist: Sie erfahren, wie leicht es ist, den direkten Kontakt mit der Erde wieder herzustellen, sich also zu erden und sich besser zu fühlen.
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ippokrates, der „Vater der Medizin“, wusste vor 2500 Jahren nur zu gut, wovon er sprach, als er seine griechischen Landsleute allerlei Frevel wider die Natur begehen sah: „Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel. Sie entwickeln sich aus kleinen täglichen Sünden wider die Natur. Wenn sich genügend Sünden angesammelt haben, treten plötzlich Krankheiten auf.“
Stellen Sie sich einmal vor, was er heute denken würde, wenn er nur auf das angeblich fortschrittlichste Land der Welt schauen würde. Die öffentlichen und privaten Gesundheitsausgaben in den USA machen über 17 Prozent des Bruttosozialproduktes aus und steigen voraussichtlich um 6 Prozent pro Jahr. Im Jahr 2018 wird unsere „Arztrechnung“ demnach rund 20 Prozent der Einkünfte des Landes ausmachen. Das weist auf eine schlimme Erkrankung des Gesundheitswesens hin und auf seine Unfähigkeit, Krankheiten von vornherein zu verhindern. Hippokrates würde wahrscheinlich sagen: „Da wird ganz schön gesündigt!“
Im heutigen wissenschaftlichen Zeitalter diskutieren Forscher lebhaft darüber, was an den alarmierend zunehmenden Immun- und Entzündungskrankheiten schuld ist. Im März 2008 machte ein Artikel von Rob Stein in der Washington Post auf eines der Hauptprobleme bei diesem „Gesundheits-GAU“ aufmerksam: auf die Verschlechterung des menschlichen Immunsystems. Der Artikel trug die Überschrift: „Ruiniert das moderne Leben unser Immunsystem?“
„Erst schnellten die Asthmafälle in die Höhe, zusammen mit Heuschnupfen und anderen häufigen allergischen Reaktionen wie Ekzemen“, schrieb Rob Stein. „Dann kamen immer mehr Kinder mit Lebensmittelallergien zu den Kinderärzten. Jetzt sind die Fachleute zunehmend davon überzeugt, dass eine Zunahme von Lupus, Multipler Sklerose und anderen Beschwerden zu erwarten sei, verursacht durch ‚Fehlzündungen‘ des Immunsystems.
Zwar sind die Daten für einige Krankheiten ausgeprägter als für andere und die Zunahme mag teilweise bessere Diagnosemöglichkeiten widerspiegeln, doch nach Meinung der Experten haben sich viele Allergien und Immunkrankheiten in den letzten paar Jahrzehnten verdoppelt, verdreifacht oder sogar vervierfacht, je nach Erkrankung und Land. Heute deuten einige Untersuchungen darauf hin, dass über die Hälfte der US-amerikanischen Bevölkerung mindestens eine Allergie hat.“
Die Forscher machen dafür die moderne Lebensweise verantwortlich, weil diese Erkrankungen zuerst überwiegend in den hoch entwickelten Ländern Europas, in Nordamerika und anderswo zunahmen; und inzwischen sind sie auch in anderen sich entwickelnden Ländern auf dem Vormarsch. „Das ist auffallend“, so ein englischer Forscher.
„Beunruhigend“, sagte ein französischer Wissenschaftler über die Zunahme der Autoimmunkrankheiten; das sind schwierig zu behandelnde und oft invalidisierende Krankheiten, die von einer Fehlfunktion des Immunsystems herrühren, das körpereigene Zellen, Gewebe und Organe angreift. Zu den häufigen Autoimmunerkrankungen zählen Lupus, rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose und Diabetes Typ 1. Die Ursache ist unbekannt und Gründe für die Zunahme sind bisher kaum herausgefunden worden. Allgemein gesehen gehören sie zu den am häufigsten vorkommenden Krankheiten in den USA; zwischen 15 und 24 Millionen Amerikaner sind davon betroffen, ungefähr 75 Prozent von ihnen Frauen.
Die Zunahme von Entzündungen
Alle diese Erkrankungen – ebenso wie die Haupttodesursachen, nämlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und Krebs – stehen mit chronischen Entzündungen in Verbindung, ein Thema, auf das die medizinische Forschung in den letzten Jahren ihr Hauptaugenmerk gerichtet hat. Wie das Time Magazine 2004 berichtete, „vergeht kaum eine Woche, in der nicht eine weitere Studie veröffentlicht wird, die feststellt, dass chronische Entzündungen auf eine weitere Art dem Körper schaden.“
Chronische Entzündungen setzen sozusagen die empfindlichen Innenwände der Arterien in Brand, die Herz und Gehirn versorgen, was zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen kann. Chronische Entzündungen zerfressen Nervenzellen im Gehirn und können zum Entstehen von Demenz und Alzheimer beitragen. Sie können die Vermehrung krankhafter Zellen fördern und diese in Krebszellen verwandeln. „Mit anderen Worten“, so das Magazin, „könnten chronische Entzündungen der Motor sein, der viele der am meisten gefürchteten Krankheiten des mittleren und hohen Lebensalters in Gang setzt.“
Als die Ärzte ihren Fokus immer stärker auf Entzündungen richteten, kam ein neuer Begriff auf: „Entzündungsaltern“ (engl.: inflamm-aging). Italienische Forscher prägten ihn 2006, um einen fortschreitenden Entzündungszustand zu beschreiben sowie die nachlassende Fähigkeit, Stress zu bewältigen, zwei Hauptmerkmale des Alterungsprozesses.
Heute geht man davon aus, dass Entzündungen für über achtzig chronische Krankheiten die zugrunde liegende Ursache darstellen; und über die Hälfte der Amerikaner leidet derzeit an einer oder mehreren von ihnen. Jedes Jahr sterben Millionen von Menschen an diesen Krankheiten. Die häufigsten chronischen Erkrankungen kosten allein die US-Wirtschaft über eine Billion Dollar jährlich – und diese Zahl droht bis Mitte des Jahrhunderts auf 6 Billionen anzusteigen.
„Entzündungen könnten sich als der schwer fassbare Heilige Gral der Medizin erweisen – als dasjenige Phänomen, das den Schlüssel zu Gesundheit und Krankheit enthält“, schrieb Dr. Dr. William Megs von der Universität von East Carolina in seinem Buch The Inflammation Cure: How to Combat the Hidden Factor Behind Heart Disease, Arthritis, Asthma, Diabetes & Other Diseases (McGraw-Hill, 2003).
Das fehlende Element
Bei all dem ist klar: Das Immunsystem ist überlastet. Die „üblichen Verdächtigen“ in der wissenschaftlichen Diskussion sind unter anderem die Gene, ungesunde Ernährung, Luftverschmutzung, Übergewicht, Bewegungsmangel und sogar das Wohnen in „toten“ Räumen. Für uns ist offensichtlich, dass die Forscher einen weiteren Faktor übersehen haben, einen, der sich unmittelbar unter ihrer Nase befindet oder, anatomisch korrekter, direkt unter ihren Füßen. Wir schlagen in diesem Buch vor, einen weiteren Punkt in die Liste der „Übeltäter“ aufzunehmen: die verloren gegangene Verbindung zu unserem Planeten mit seiner natürlich fließenden elektrischen Oberflächenenergie sowie den Elektronenmangel in unserem Körper, den diese fehlende Verbindung hervorruft. Aus unseren Untersuchungen ergibt sich eindeutig, dass chronische Erkrankungen in einer Zeit so rapide zugenommen haben, in der immer mehr Menschen immer weniger mit der Erde verbunden sind.
Ist dieses Nicht-verbunden-Sein, ist dieser Mangel ein bisher fehlendes Glied in der Kette der Gründe dafür, dass die Zahl der Erkrankungen und der Krankheitsfälle immer weiter ansteigt? Ist es vielleicht der Hauptgrund? Falls Entzündungen der Heilige Gral der Medizin sind, ist die Verbindung zur Erde der Heilige Gral der Entzündungen?
Die Antwort auf die erste Frage ist ein eindeutiges Ja. Wir maßen uns nicht an, bereits die Antworten auf die zweite und die dritte Frage zu wissen. Dazu werden noch jahrelange Untersuchungen notwendig sein, doch erste Untersuchungen liefern zusammen mit vielen Beobachtungen und Erfahrungen aus dem echten Leben faszinierende Hinweise. Dieses Buch enthält zahllose solche Belege. Unserer Ansicht nach haben die Informationen auf diesen Seiten das Zeug dazu, eine alarmierende Entwicklung umzukehren, die zu einem allgemeinen Niedergang der Gesundheit führt. Aus unserer Sicht können sie ganz neue Gesundheitsstandards und Unternehmen ins Leben rufen, die dazu beitragen, große Teile der nicht mit der Erde verbundenen Bevölkerung wieder mit der Erde in Kontakt zu bringen. Wir sind sicher, falls diese Informationen weithin genutzt werden, dann können sie buchstäblich „von Grund auf“ alle Bemühungen unterstützen, die Last der Gesundheitsvorsorge zu erleichtern, die Einzelpersonen, Arbeitgeber und Staat gleichermaßen schultern.
Die Belege, die wir gesammelt haben, weisen stark darauf hin, dass Ihre Gesundheit in vielerlei Hinsicht davon profitieren wird, wenn Sie sich wieder mit der Erde verbinden, selbst wenn Sie chronisch oder schwer krank sind und die Medizin Ihnen wenig bieten kann.
Das menschliche Immunsystem hat sich über Jahrmillionen entwickelt. In diesem langen Zeitraum lebten wir natürlich überwiegend im Barfußkontakt mit der Erde. Wir waren ganz von selbst geerdet, mit der Erde verbunden. Dennoch ist den Wissenschaftlern nicht aufgefallen, dass die moderne Lebensweise davon geprägt ist, dass wir nicht mehr mit der stabilisierenden elektrischen Energie der Erde verbunden sind und uns damit der natürliche, geerdete Zustand des Körpers verloren gegangen ist. Genau das könnte die Fehlfunktion des Immunsystems auslösen.
Hat das Immunsystem – wie das Nervensystem und andere Körpersysteme – aufgehört, richtig zu funktionieren, als wir Schuhe mit isolierenden Sohlen zu tragen begannen und anfingen, in Häusern zu leben, die uns von den natürlichen Schwingungen der Umgebung abschirmen?
Leben ohne Erdkontakt – ein Experiment
Was mit dem menschlichen Körper passiert, wenn er von den feinen Signalen der Erde getrennt wird, zeigten drastisch Experimente, die das weltberühmte Max-Planck-Institut in Deutschland in den 1960er- und 1970er-Jahren durchführte. Die Wissenschaftler koppelten Freiwillige monatelang in unterirdischen, elektrisch abgeschirmten Räumen gezielt von den Rhythmen des elektrischen Feldes der Erde ab. Dabei wurden die Muster der Körpertemperatur, des Schlafes, der Urinausscheidung und andere physiologische Parameter sorgfältig überwacht. Alle Teilnehmer entwickelten vielfältige abnorme oder chaotische Muster, eine Art Arrhythmie von Kopf bis Fuß. Ihr Schlaf-wach-Rhythmus und die Hormonproduktion gerieten aus dem Gleichgewicht, die allgemeine Körperregulation brach zusammen.
Wurden elektrische Schwingungen, die den auf der Erdoberfläche gemessenen ähnelten, in die metallische Abschirmung um die unterirdischen Räume eingeleitet, so stellten sich die normalen physiologischen Muster in eindeutiger Weise wieder ein.
Diese Untersuchungen, an denen über viele Jahre hinweg Hunderte von Probanden teilnahmen, dokumentierten eindeutig die Bedeutung der elektrischen Rhythmen der Erde für die normale Körperfunktion. Normale Körperrhythmen bilden einen verlässlichen Bezugspunkt für Heilungsprozesse, Regeneration und Revitalisierung – kurz gesagt für vollkommene Gesundheit.
Ohne Frage würde das körperliche Chaos, das in den Experimenten herbeigeführt wurde, im Laufe der Zeit die Gesundheit beeinträchtigen. Die Schlussfolgerung lautet: Die innere Körperuhr muss ständig auf den Pulsschlag der Erde abgestimmt sein, der den Zirkadianrhythmus allen Lebens auf dem Planeten steuert.
Experimente wie diese, die unter kontrollierten Bedingungen ablaufen, liefern deutliche Belege. Doch wir leben nicht unter der Erdoberfläche. Wir leben über der Erdoberfläche, aber nicht wirklich am Boden – und das ist das Problem. Wir sind nicht verbunden. Vielleicht können Sie sich selbst und viele Menschen um Sie herum betrachten und sich dann ein Bild davon machen, wie sich dieser Mangel an Erdkontakt auswirkt. Krankheit allerorten. Schauen Sie sich nur die Gesundheits- oder vielmehr die Krankheitsstatistiken an, da finden Sie weitere Belege, die zu einem großen oder kleinen Teil den Mangel an Erdkontakt widerspiegeln.
Wie verlieren wir diese Verbindung, obwohl wir doch ganz offensichtlich „auf“ der Erde leben?
Das Problem mit unseren Schuhen
Achten Sie mal darauf, was Sie Tag für Tag an Ihren Füßen tragen. Die meisten von Ihnen tragen Schuhwerk in der einen oder anderen Form, das sich aus einem einfachen „Fußschutz“ entwickelt hat, der die Füße vor kaltem oder unwegsamem Untergrund schützen sollte. Wahrscheinlich tragen Sie heutzutage viel raffiniertere Schuhe und diese sind sozusagen eine Ausdrucksform, in der sich Ihre Kultur, die Mode, Ihr Verhalten und in manchen Fällen sogar die Identifikation mit einem Tennis- oder Basketball-Superstar widerspiegeln. Sie tragen gewohnheitsmäßig Schuhe, selbst wenn sie keinem praktischen Zweck dienen.
Dr. William Rossi, ein Fußorthopäde aus Massachusetts, Experte für die Geschichte der Schuhindustrie, produktiver Autor und aufmerksamer Beobachter, schrieb viele beunruhigende Artikel darüber, was Schuhe unseren Füßen antun. Er war der festen Überzeugung, dass das Schuhwerk ein wesentlicher Bestandteil der Fußpflege sei, und beklagte oft, dass die „Schuhexperten“ keine Ahnung von den Füßen und die „Fußpflegeexperten“ keine Ahnung von Schuhen hätten.
Ein natürlicher Gang sei jedem Menschen, der Schuhe trägt, aus biomechanischen Gründen nicht möglich, schrieb Rossi 1999 in einem Artikel in der Fachzeitschrift Podiatry Management. Und weiter: Es habe vier Millionen Jahre gedauert, bis sich unser einzigartiger menschlicher Fuß und unser daraus resultierender unverwechselbarer Gang entwickelt hätten, eine Meisterleistung der Biotechnik. Doch in nur wenigen Jahrtausenden hätten wir mit einem einzigen sorglos entwickelten Gegenstand – nämlich mit unseren Schuhen – die ursprüngliche anatomische Form des menschlichen Gangs entstellt, indem wir seine technische Funktionsfähigkeit behinderten, ihn belasteten und stressten und ihm seine von Natur aus anmutige Form und Leichtigkeit der Bewegung von Kopf bis Fuß verwehrten.
Von mechanischen Problemen ganz abgesehen waren Dr. Rossi die möglichen Gesundheitsrisiken sehr bewusst, zu denen es kommt, wenn der Körper von der Erde getrennt ist – und das bewirken ja die modernen Schuhe mit Sohlen aus isolierendem Material:
„Die Fußsohle (oder die plantare Oberfläche des Fußes) ist dicht mit ungefähr 1300 Nervenenden pro Quadratzoll [circa 6,5 cm2] durchzogen“, schrieb er 1997 in einem Artikel in Footwear News. „Das sind mehr, als man an jedem anderen Körperteil vergleichbarer Größe findet. Warum konzentrieren sich hier so viele Nervenenden? Um uns mit der Erde in Kontakt zu halten. Mit der konkreten greifbaren Welt um uns. Das bezeichnet man als Reaktion der Sinnesorgane. Der Fuß ist die lebenswichtige Verbindung zwischen Mensch und Erde. Die Pfoten aller Tiere sind ebenso reichlich mit Nervenenden ausgestattet. Die Erde ist mit einem elektromagnetischen Feld ‚bedeckt‘. Und genau dieses ruft die Sinnesreaktion in unseren Füßen und in den Pfoten der Tiere hervor. Laufen Sie einmal ein paar Minuten lang barfuß auf der Erde. Jedes Lebewesen, auch der Mensch, bezieht durch Füße, Pfoten oder Wurzeln Energie aus diesem Feld.“
William Rossi bezeichnete den Fuß als eine Art Radarantenne mit einer wenig bekannten, aber lebenswichtigen Funktion; sie diene nämlich dazu, Energie aus der Erde zu ziehen, ähnlich wie eine Pflanze für ihre Ernährung dem Boden Feuchtigkeit entziehe. Solche Schwingungen vom Boden in die Füße könnten daher eine wichtige belebende Kraft sein, die dazu beitrage, den Körper mit Lebenskraft zu versorgen, so Rossi.
Wie recht er damit hatte! Auch wenn er sich mit seiner Ansicht täuschte, die Quelle dieser in den Körper aufgenommenen Energie sei magnetischer Natur. Mittlerweile ist bekannt, dass die Energie an der Erdoberfläche überwiegend elektrisch ist. Das zentrale Thema unseres Buches ist: Wir nehmen durch unsere Füße elektrische Energie auf, und zwar in Form von freien Elektronen, die zwischen vielen Frequenzen fluktuieren. Diese Schwingungen stellen unsere innere Uhr neu und versorgen den Körper mit elektrischer Energie. Die Elektronen selbst strömen in den Körper, richten ihn am elektrischen Potenzial der Erde aus und erhalten dieses Potenzial aufrecht. Wie jedes serienmäßige Elektrogerät eine zuverlässige Erdung braucht, um gut zu funktionieren, so muss auch der Körper zuverlässig geerdet sein, um gut zu funktionieren.
Dr. Rossi bedauerte die Tatsache, dass moderne Schuhsohlen uns von der Energie der Erde trennen und verhindern, dass wir den Boden spüren. Er schrieb: „Die Unterseite unserer Füße wird praktisch völlig abgestumpft. Ein Querschnitt durch einen Schuh zeigt mehrere Schichten: äußere Sohle, mittlere Sohle, Füllmaterial der inneren Sohle, Fußbett, Polsterung, Einlegesohle. Dadurch wird die Sinnesreaktion fast völlig unterdrückt.“
W. Rossis Klage beschreibt mit wenigen Worten den Wiederaufbau der Schuhherstellung nach dem Zweiten Weltkrieg. Neue Materialien hielten in der Fertigung Einzug: Gummi, Plastik und petrochemische Komponenten. Sie haben das Leder als altbewährtes Material für Schuhsohlen allmählich verdrängt. Heutzutage greifen auch die Hersteller modischer Gesellschaftsschuhe für Herren zunehmend zu Gummi, Plastik und anderen nicht leitenden Materialien, ebenso wie vor ihnen die Hersteller von Freizeit- und Arbeitsschuhen. Leder (hergestellt aus Tierhäuten), im feuchten Zustand leitfähig, war traditionell das Ausgangsmaterial für Schuhe und Sandalen. Der ursprünglich leichte, einfache Mokassin ohne Absatz und mit weicher Sohle – ein Stück grob gegerbtes Leder, das den Fuß umschließt und mit Rohlederriemen befestigt wird – ist wahrscheinlich die Form, mit der wir jemals am nächsten an den „idealen“ Schuh herangekommen sind. Er ist über 14 000 Jahre alt.
In seinen Schriften wies Dr. Rossi auch noch auf eine weitere faszinierende Verbindung zwischen dem Fuß und dem Erdboden hin – auf die erotische. Der menschliche Fuß sei, so schrieb er, reich an vibrierenden und elektromagnetischen Kräften, die vom Erdkontakt herrührten – weshalb er von alters her mit der menschlichen Fruchtbarkeit und den Fortpflanzungsorganen in Verbindung gebracht werde.
In seinem 1989 erschienenen Buch The Sex Life of the Foot and Shoe (Wentworth Edition) zeigte Rossi auf, dass der Fuß ein wichtiges Sinnesorgan sei, das reich mit „Sexualnerven“ ausgestattet sei, und jeden Moment, in dem wir stehen oder gehen, hätten wir Sinneskontakt mit dem Erdboden. Erotische Empfindungen könnten ausgelöst werden durch die Berührung von Erde, Gras, Wind, Luft, Sonne, Sand und Wasser. Solch eine Empfindung spürten wir, wenn wir an einem warmen Tag Schuhe und Strümpfe auszögen und barfuß im Gras liefen oder im Sand, oder wenn wir unser Füße in kühles Wasser tauchten.
Die gefährlichste Erfindung auf der Welt
