Ehe oder die Logik der Scheidung - Hagen Paluschtzik - E-Book

Ehe oder die Logik der Scheidung E-Book

Hagen Paluschtzik

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Beschreibung

Die Frage ist so alt wie die Menschheit – warum trennt Mann oder Frau sich vom Partner? Und warum leben Menschen zusammen, die sich in keiner Form mehr gut tun? Der Mensch, der uns häufig verletzt, kränkt und traurig macht, ist genau dieser Mann oder diese Frau, in die wir uns mal total verknallt haben. Wir trennen uns von dem Menschen, den wir geliebt haben und mit dem wir jede Sekunde zusammen sein wollten. Wir beenden die Beziehung mit unserem Partner, der in allen unseren Plänen eine ganz entscheidende Rolle gespielt hat. Was ist passiert? Wann ist es passiert? Was lief falsch und wie hätte es verhindert werden können? Wie war mein Beitrag zu dieser Entwicklung? War sie oder er denn wirklich dieser Traumpartner? Fazit: Es gibt immer eine Lösung – manchmal tut sie nur sehr weh! Dieses Buch ist kein Schmöker, sondern ein „Beziehungskonzentrat“. Nutzen Sie dieses Buch als Ratgeber, Rettung oder auch als Bestätigung. Jedes Fehlverhalten wird sowohl von Frauen als auch von Männern ausgeübt. Lassen Sie uns gemeinsam etwas dafür tun, dass immer mehr Menschen zusammen leben, die auch wirklich zusammen gehören.

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Seitenzahl: 145

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Über den Autor

An die Leserin und den Leser

Sind Sie bereit? – Es geht los!

Beziehungs-ABC

Eva und ich haben uns auseinandergelebt

Ich würde ihre Eltern auch gern mögen

Mein zweiter Mann und unsere Kinder

Die Prüfung von „Ich liebe Dich“

Schon okay – Du das Studium und ich die Kinder

Zärtlichkeit, Nähe und Sex…schön war die Zeit!

Unser Sohn und unser Enkel sind auf dem Holzweg

Mister Livingstone ist viel netter zu Mama als du

Und dabei lieben wir Euch beide

Alkohol, Gewalt, Lügen – es gibt auch Kurzgeschichten

Der Wandel ist die Beständigkeit des Seins

Kann ein Klassentreffen eine Beziehung zerstören?

Aber du hast doch früher so gern getanzt!

Arbeitest du zu viel… vernachlässigst du sie! Arbeitest du zu wenig… bist du vielleicht ein Versager!

Du und Karriere – Schuster bleib bei deinen Leisten

Schlusswort und Ausblick

Für meine ganze Familie

Tante Emma und Onkel Max

Vorwort

Wenn Ihnen manche Geschichten, Hilfen und Lösungsansätze zu einfach erscheinen, dann haben Sie die Spielregeln einer guten Beziehung noch nicht verstanden.

Es ist einfach, aber nicht immer leicht und vielleicht hilft Ihnen nur ein Satz oder nur ein Wort in diesem Buch.

Dieses Buch kann gut tun.

Dieses Buch kann wehtun.

Dieses Buch kann Ihre Freude verlängern.

Dieses Buch kann Ihr Leiden beenden. Ehe oder die Logik der Scheidung ist bitte in keiner Form ironisch, provozierend oder zynisch zu verstehen. Dafür ist dieses Thema viel zu ernst. Vielmehr sind der Titel und die sehr unterschiedlichen Geschichten als eine Art Hilfsmittel und zur Sensibilisierung beider Partner und manchmal auch der Kinder gedacht. Sie selbst werden nach der Lektüre vielleicht auch Menschen und Beziehungen in Ihrem Umfeld sensibler beobachten. Für mich und viele, die an diesem Buch direkt oder indirekt beteiligt waren oder ihre persönlichen Erlebnisse mit eingebracht haben, war und ist dies der perfekte und optimale Titel.

Nennen Sie es Teufelskreis, Kursabweichung oder Ignoranz von Warnsignalen. Wenn unser Auto merkwürdige Geräusche von sich gibt, dann fahren wir in die Werkstatt. Wenn der Föhn zu heiß wird, schalten wir ihn ab oder er schaltet sich von selbst ab. Mit dem wichtigsten, was wir haben, nämlich unserer Beziehung und unserer Familie gehen viele von uns geradezu fahrlässig um. Wir denken, das wird schon, wenn sich ein Partner zurückzieht oder nur einer der beiden sich weiter entwickelt. Streit, Wut und Enttäuschung gehören in jeder Familie dazu und sollten nicht überbewertet werden.

HALT! STOPP!

Wundern Sie sich mit dieser Einstellung bitte nicht, wenn Sie in der nächsten Statistik des Bundesamtes in der Spalte „Scheidungen“ mitaufgeführt werden. Die Scheidungsrate ist in Deutschland seit Jahren enorm hoch. Dabei wird der Scheidungsantrag deutlich häufiger von Frauen als von Männern gestellt. In den wenigsten Fällen beantragten beide Partner die Scheidung. Etwas weniger als die Hälfte aller Paare hat Kinder unter 18 Jahren. Und vergessen Sie bitte nie, dass Sie Ihre Partnerin oder Ihren Partner mal geliebt haben und Ihr ganzes Leben mit ihm oder ihr verbringen wollten.

Und nochmal STOPP!

Kommen Ihnen die folgenden Gedanken auch bekannt vor? Wir stehen bei der Weihnachtsfeier vor einem riesigen und übervollen Buffet. Das Einzige, was uns wirklich auffällt und auch unzufrieden stimmt, ist die Tatsache, dass keine Servietten zu finden sind.

Wir holen unser neues Auto beim Händler ab. Ein wirklich schöner Moment. Wir Menschen sind aber in der Lage, anstelle von berechtigter Freude genau in diesem Moment Ärger oder Enttäuschung zu empfinden. Wir konzentrieren uns nicht auf unsere fahrbereite und tolle Neuanschaffung, sondern entdecken an den Autos, die links und rechts stehen diverse Eigenschaften und Ausstattungsmerkmale, die unser Neuwagen nicht hat. „Da drüben, der grüne Wagen mit dem Motor von dem da und diesem Getriebe – das ist mein nächstes Auto.“ Was bedeutet dieses Gedankengut für eine Partnerschaft? Richtig! Die Figur von der Briefträgerin mit den Haaren von der Nachbarin, dem Gang von der Kollegin, den Sprachkenntnissen meiner Frau und den Kochkünsten von Mama.

Sie wissen schon, für was ich Sie, liebe Leserin und auch Sie lieber Leser sensibilisieren möchte. Unsere Partner können nicht am Mittag kurze blonde Haare haben und am Abend eine rote Löwenmähne. Ihr Partner ist vielleicht 1,69 Meter groß und sieht beim Basketballspiel im Vergleich zu den anderen echt winzig aus. Er ist aber der Mensch, in den Sie sich verliebt haben. Lassen Sie uns immer fair mit unseren Partnern umgehen. Wir verlieben uns in einen Menschen, weil er so ist wie wir ihn kennen gelernt haben und nicht weil er sich besonders gut oder schlecht verändern lässt.

Über den Autor

Hagen Paluschtzik liebt seine Familie: seine beiden Kinder und seine Frau, mit der er seit über 27 Jahren zusammenlebt und zwei Kinder hat. Hagen Paluschtzik arbeitet seit vielen Jahren mit Weltkonzernen im Bereich der Kundenberatung zusammen. Als Führungskraft, Ausbilder und Networker lernte er Tausende von Menschen kennen. Dazu kommen noch viele Kontakte aus seiner Zeit als Sportler. Sogar in seiner Schulzeit tat er sehr viel dafür, dass er viele Menschen kennenlernte – zweimal verließ ihn die komplette Klasse. Beruflich wie auch im Sport gab es viele Höhen und manche Zeiten mit besonderen Herausforderungen. Was es aber immer gab, waren die Menschen, die ihn begleiteten. Hagen Paluschtzik liebt alle Arten der Kommunikation. Ob am Telefon, per E-Mail, mit Händen und Füßen oder auch mal mit einem von Hand geschriebenen Brief. Die höchste Form der Kommunikation ist für ihn aber das direkte Gespräch, Auge in Auge, und manchmal ohne jedes gesprochene Wort. In diesen feinen, sensiblen Momenten lernt er die Menschen wirklich kennen und schätzen.

Die Basis einer jeden funktionierenden Kommunikation ist der RESPEKT! Ist dieser vorhanden, ist der Weg zur Sympathie, zum Vertrauen, zur Wertschätzung, zum Sich-fallenlassen geebnet. Es waren tolle Menschen dabei, ja sogar faszinierende Persönlichkeiten: Es gab äußerst einfach gestrickte Spitzenverkäufer und hochintelligente, permanent erfolglose Menschen. Es gab laute Wichtigtuer und leise Hochleister. Lernte man diese Menschen wirklich kennen, so fielen immer wieder die gleichen Wünsche, Verhaltensmuster, Fehler und Irritationen auf. Im tiefsten Inneren sind die meisten Menschen viel bescheidener, als sie von ihrem Umfeld wahrgenommen werden. Selbst die Lauten brauchen nicht wirklich die teure Uhr oder den roten Sportwagen. Was wir aber alle benötigen, ist Anerkennung.

Egal ob es ein Lächeln, ein Lob oder ein kleines Geschenk ist. Echte Anerkennung bedeutet für uns Seelenfrieden, Glück, tiefe Freude und echte Entspannung. Wenn wir dann noch gesund sind und positive und interessante Menschen zum Kommunizieren haben, sind wir reich – (fast) unabhängig vom Inhalt unserer Geldbörse. Fehlende Anerkennung und wenig oder sogar schlechte Kommunikation sind die tragenden Säulen für die meisten Fehlentwicklungen in unseren zwischen-menschlichen Beziehungen. Beziehungsprobleme, Streit und Trennungen gibt es bei vielen dieser Menschen und den meisten von uns, immer und völlig unabhängig von Erfolg, Wohnort oder anderen Aspekten. Diese Trennungen gab und gibt es im ersten, im fünften und im zehnten Jahr und auch noch zur Silberhochzeit und später. Gemeinsame Investitionen, Unternehmensgründungen oder sogar Kinder haben zwar den Zeitpunkt des Auseinandergehens in Einzelfällen verschoben, aber die Trennung selbst sehr selten verhindert.

An die Leserin und den Leser

Sie werden beim Lesen der sehr unterschiedlichen Geschichten permanent an Menschen aus Ihrem Umfeld denken. Dies ist absolut selbstverständlich, weil wir alle in der gleichen Welt leben und Tag für Tag sehr ähnliche Anforderungen erfüllen müssen. Mit dem Lesen der Geschichten eröffnen sich Ihnen im besten Fall Möglichkeiten und Wege, Ihre Beziehungen möglichst langlebig und glücklich gestalten zu können.

Ich wünsche Ihnen beim Lesen nicht nur Freude und gute Unterhaltung. Ich wünsche Ihnen, mir und besonders unseren Partnern und Familien mehr Sensibilität und hin und wieder etwas mehr WIR- und weniger ICH-Gefühl. Genau mit diesem wichtigen und hochinteressanten Aspekt werde ich das Buch beginnen. Aber zunächst lernen Sie mein ganz persönliches „Beziehungs-ABC“ kennen. Ich freue mich über jede Anregung, jedes noch so kleine Erlebnis von Ihnen und auch auf Ihre persönliche Geschichte. Vielleicht schreiben wir das nächste Buch ja schon gemeinsam. Entscheiden Sie am Ende selbst, ob es für Sie ein Roman, ein Ratgeber, ein Sachbuch oder vielleicht sogar eine „Bedienungsanleitung“ ist.

Kann es sein, dass Ihnen die eine oder andere Geschichte zu naiv, zu kompliziert, zu einfach oder viel zu schwierig ist? − Natürlich kann das sein − es ist sogar ganz selbstverständlich.

An diesen Stellen werden viele Leser spüren, dass Sie selbst manchmal den (zu) leichten Weg tendieren oder auch mal zum falschen Zeitpunkt Übermengen an Energien und Emotionen investieren.

Mit sehr freundlichen und zukunftsfrohen Wünschen

Ihr Hagen Paluschtzik

Sind Sie bereit? – Es geht los!

Damit wir alle verstehen, um was es in einer Beziehung wirklich geht, habe ich mein persönliches „Beziehungs-ABC“ geschaffen. Es ist das Ergebnis von vielen Gesprächen mit Frauen und Männern verschiedener Generationen. Manche dieser Menschen hatten eine oder wenige und andere hatten sehr viele Beziehungen. Wie so oft gibt es Anhänger unterschiedlicher Ideologien. Während die eine oder der andere auf den einen Partner für das ganze Leben schwören, gibt es andere, die, aus welchem Grund auch immer, auch beim Thema Beziehung den Wechsel und die Veränderung anstreben. Wer hat jetzt mehr Recht und wer weniger? Was ist besser oder weniger gut? Vergessen Sie diese Fragen und konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche, nämlich auf sich und auf Ihre Partnerin und Ihren Partner. Dabei ist es auch unerheblich, ob Sie schwul sind oder in einer lesbischen Beziehung leben oder ob ein größerer Altersunterschied bei Ihnen und Ihrem Partner gegeben ist.

Jetzt habe ich doch noch was vergessen: Dieser Gedanke kommt nicht von mir, sondern von einer mir bekannten Trainerin. Ihr Name ist Anna und sie hat meistens Recht. Ich erwähne Annas Gedanken, weil sie mich von ihrer Richtigkeit überzeugt hat. Sie sagt, dass sich jede Leserin und jeder Leser einen Block und einen Stift neben das Buch legen soll. Wenn möglich sollte das Handy ausgeschaltet sein und der Festnetzanschluss empfängt die Gespräche mit dem Anrufbeantworter. Kein Radio und kein Fernseher laufen im Hintergrund und die Kinder sind aus dem Haus. Es sollte ruhig sein, nur Sie und das Buch. Mein ergänzender Vorschlag ganz zum Schluss: Stellen Sie sich Ihr Lieblingsgetränk in Reichweite und sorgen Sie für angenehmes Licht – allein diese Atmosphäre ist ja schon ein kleiner Urlaub. Vielleicht lesen Sie dieses Buch auch gemeinsam mit Ihrem Partner. Er ein Kapitel –Sie ein Kapitel. Sollten Sie zurzeit Ihr Singleleben genießen, können Sie ein kleines Spielchen parallel spielen:

Legen Sie doch mal Bilder Ihrer bisherigen Partner neben sich. Sie werden merken, dass Sie alle ihre wunderbaren Eigenschaften hatten. Das ist nicht Neues, ich weiß. Was aber hochinteressant sein wird, ist die Tatsache, dass Sie beim Lesen merken, warum Sie mit dem einen oder anderen Partner zu lange zusammen waren und warum es wirklich gescheitert ist. Trauriger Weise haben mir viele Gesprächspartner von Trennungen berichtet, obwohl sich beide Partner noch aufrichtig geliebt haben. Wir Menschen sind wirklich etwas ganz Besonderes – faszinierend und manchmal auch etwas verrückt.

Beziehungs-ABC

Erinnern Sie sich noch? Mein „Beziehungs-ABC“ ist das Konzentrat von hunderten von Gesprächen mit Frauen und Männern aus allen Schichten und Altersklassen. Ich selbst habe dabei viel lernen können.

A

Aufmerksamkeit verhindert Routine. Erwähnen Sie lächelnd in einem Gespräch, wenn Ihr Partner sich Mühe gibt, etwas besser zu machen. Wir dürfen nicht immer alles voraussetzen. Der ständige Wille es besser zu machen, ist der wichtigste Schritt zum Ziel.

B

Bereitschaft Ihren Anteil beizutragen. Geben und Nehmen in einem für beide Seiten fairen Verhältnis und dies in allen Bereichen der Partnerschaft

C

Charakter haben wir alle und wir sollten zu Beginn der Beziehung darauf achten, ob die Basis für eine mentale und moralische Fusion vorhanden ist.

D

Druck ist für viele von uns zur Normalität geworden. Wir denken häufig nicht mehr darüber nach und rennen in unserem Hamsterrad auf der Stelle. Wir müssen uns aber nicht jedem Druck beugen. Eine gute Kommunikation und echtes Verständnis nehmen uns in vielen Bereichen unseres Alltags den Druck ganz oder teilweise. Dies gilt neben der Beziehung genauso für das Berufsleben und viele andere sogenannte Pflichten.

E

Emotionen sind das Ventil, welches besonders Mütter noch zu selten benutzen. Nennen Sie es Entspannen, Abschalten, Austoben oder sonst wie – Gefühle dürfen und müssen auch ausgelebt werden. Zorn, Wut, Enttäuschung und andere Empfindungen sind wichtig und müssen, genau wie positive Gefühle, ihren Platz haben. Sie dürfen nicht in sich rein gefressen werden. Passiert dies doch, ist das häufig der erste Schritt zum Rückzug, zur Stille und leider auch zur ersten kleinen Depression.

F

Freiheit ist so wichtig. Und wenn der Terminkalender noch so dicht ist und alle Ihre Hilfe wollen, sollten Sie immer versuchen sich Freiräume zu erhalten. Auch wenn sie noch so klein sind, bringen sie Ihnen das gute Gefühl, auch mal nur mit sich selbst zu sein.

G

Glück wünschen wir jedem Menschen und am meisten uns selbst und unseren Familien. Der altbekannte Satz „Jeder ist seines Glückes Schmied“, findet leider zu selten wirkliche Beachtung. So wie der Schmied hart am Eisen arbeitet, müssen wir Tag für Tag vieles dafür tun, dass wir glücklich sind. Nur wenn wir eine gute Basis schaffen, können Zufriedenheit und Glück unsere ständigen Begleiter werden.

H

Harmonie ist, wenn es passt. So einfach hat mir das ein Herr in den hohen Achtzigern erklärt. Und wenn es mal nicht passt, dann müssen beide etwas rütteln und schütteln, bis es passt.

I

„Ich“ sollte nicht zu häufig, aber auch nicht zu selten die Hauptperson in Ihrem Leben sein. Platon sprach hier bereits von einer ganz besonders wichtigen Form des Egoismus. Nur wenn es mir wirklich gut geht, kann ich eine Tankstelle für mein Umfeld und meine Familie sein. Gehen Sie also gut mit dem Menschen um, den Sie im Spiegel sehen – dieser Mensch hat es verdient.

J

Jammern bringt nichts und schon gar keine gute Lösung. Jammern ist auch eine Form der Kommunikation, aber bringt sicherlich keine Ansätze für eine dauerhafte und beidseitige Zufriedenheit. Erzählen Sie Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner lieber, was Sie bedrückt und wie Ihr Lösungsansatz aussieht. Sollten Sie zu zweit nicht weiterkommen, denken Sie über einen von beiden Seiten anerkannten und geschätzten Vermittler oder Schlichter nach.

K

Kuss – wann haben Sie sich zum letzten Mal geküsst? Ja ich meine geküsst – nicht das Schmatzerchen oder das Küsschen. Zu selten, ewig her, nur beim Sex…Egal, machen Sie keinen großen Stress daraus, aber denken Sie gemeinsam darüber nach. Wehret den Anfängen! – Viele meiner Gesprächspartner haben mir erzählt, dass das Ausbleiben des Küssens (mit Zunge) der Anfang vom Ende war.

L

Liebe – was ist das? Jeder Mensch muss und kann seine eigene auf ihn bezogene und passende Interpretation finden. Für die meisten Menschen spielen Nähe und Distanz zum Partner eine ganz wichtige Rolle. Was gibt mir mein Partner, was ich von anderen Menschen nicht bekomme oder möchte? Frauen trennen Sex und Liebe viel deutlicher als Männer. Wie nah möchten Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin nach dem Sex bei sich haben? Die Antwort auf diese Frage kann Ihnen helfen die wahre Liebe in Bezug auf Partnerschaft und Zweisamkeit zu erkennen und zu genießen. Liebe ist die wahrscheinlich schönste und stärkste Quelle für unseren Seelenfrieden und unsere Lebensqualität.

M

Massagen sind ein fast magisches Beziehungswerkzeug. Sie lernen sich und Ihren Partner auf eine sehr vertraute und körperliche Weise kennen und die Gefühle von beiden sind wunderbare Gradmesser für die Tiefe und die Wertigkeit Ihrer Beziehung. Eine von beiden Partnern als angenehm empfundene Massage ist für die meisten Paare die optimale Grundlage für guten Sex.

N

Neid hat in einer funktionierenden Zweisamkeit nichts zu suchen. Dem Partner gönnt man das Beste und ist stolz auf alles was ihm oder ihr gelingt. Es ist nur wichtig, dass beide Partner ihre Erfolge haben. Die Karrierefrau mit dem putzenden Hausmann oder umgekehrt, klingt in der Theorie gut, funktioniert in der Praxis aber höchst selten.

O

„Ohren auf“ heißt es immer, wenn man mit Menschen zusammen ist. Der liebe Gott hat uns zwei Ohren gegeben und einen Mund, damit wir nur halb so viel reden, wie wir zuhören sollten. Außerdem ist es eine Tatsache, dass ich mir selbst nichts Neues erzählen kann.

P

Pflichten sind uns selten so lieb wie unsere Rechte, aber sie können eine wertvolle Hilfe sein, wenn es um ein funktionierendes Miteinander geht. Wenn jeder seine Aufgaben kennt und zuverlässig erledigt, ist die Basis für den Seelenfrieden gelegt und beide Partner können sich auf das Leben mit Freude und Genuss konzentrieren.

Q

Qualität sollte immer unser Ziel sein. Völlig egal, ob es um den nächsten Fernseher, das Lernen für die Schule oder das nächste Candle-Light-Dinner geht. Planen Sie lieber seltener etwas Besonderes, aber belohnen Sie sich immer mit Qualität. Dies tut Ihrem Selbstbewusstsein gut und tankt Sie wirklich auf.

R

Respekt ist so unglaublich wichtig. Können Sie sich erinnern, wie Sie zu Beginn Ihrer Beziehung hochkonzentriert versucht haben, alles richtig und gut zu machen? Wie Sie im Zweiminutentakt Ihre Partnerin oder Ihren Partner gefragt haben, ob alles recht ist, ob es schmeckt, ob es zu kalt ist, ob er bleiben will oder ob sie gehen möchte. Tun Sie es wieder – ab sofort! Sie werden es selbst genießen und staunen wie gut dieses Verhalten allen Beteiligten tut.

S

Stimmung