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1. Eine nächtliche Fahrt Bergaufwärts am Heiligen Abend, wird Hans zum Verhängnis. Sein Wagen rutscht in einen Schneehaufen und steckt fest. Plötzlich steht neben ihm ein weiblicher Engel und bietet seine Hilfe an. 2. Die Weihnachtskatastrophe ist perfekt, als der Damm bricht und die Flut über die Häuser hinterm Deich hereinbricht. 3. Der kleine Daniel ist entsetzt, als er erfuhr, dass der Weihnachtsmann immer der Vater sei. Seine Eltern sind seit kurzem geschieden und er befürchtete, deshalb keine Geschenke zu bekommen. 4. Streuner, ein entlaufenes schwarzes Kätzchen, folgte Rose bis nach Hause. Der überraschende Besuch von Tom, Streuners Herrchen, am Heiligabend, bescherte nicht nur Rose ein ganz besonderes Weihnachtsfest.
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Seitenzahl: 40
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Silke May
Ein besonderer Weihnachtsabend
Kurzgeschichten
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Der Weihnachtsengel
Die Weihnachtskatastrophe
Keine Geschenke für Daniel
Streuner das Weihnachtskätzchen
Impressum neobooks
Es war dichtes Schneegestöber in den Bergen, als Hans die enge Bergstraße zum Hof seiner Eltern hochfuhr. Nur schleppend kam er vorwärts, immer wieder scherte sein Wagen aus der Spur. Die Fahrbahn war mit Eisglätte und festgefahrenen Schnee überzogen. Während im Radio besinnliche Weihnachtslieder gespielt wurden, lenkte Hans sein Auto behutsam aufwärts. Die Dunkelheit war bereits hereingebrochen und er hatte noch zwei enge Bergkehren vor sich, bis er endlich im Weiler ankommen würde. Hans wusste, dass man normalerweise von seinem jetzigen Fahrweg aus, den Weiler indem das Haus seiner Eltern stand, sehen konnte. Das dichte Schneegestöber, das an Intensivität zugenommen hatte, es jedoch verhinderte.
Hans war froh, dass er mit seinen Winterreifen die glatte Steigung bewältigen konnte, er hatte nämlich seine Schneeketten daheim vergessen. Plötzlich scherte der Wagen aus und er rutschte ins Abseits. Hans bekam seinen Wagen nicht mehr in den Griff und landete in einem Schneehaufen am Rand der Fahrbahn.
»Super, das fehlt mir jetzt noch, hätte ich nicht die letzten Kilometer auch noch schaffen können?« Hans stieg aus dem Wagen und wäre beinahe noch gestürzt, so glatt war der Boden unter seinen Füßen. Vorsichtig in kleinen Schritten und am Auto festhaltend rutschte er zum Schneehaufen und musste feststellen, dass er so tief darinsteckte, dass er sich freischaufeln müsse. »Klar …, wenn ich in einen Schneehaufen fahre, dann richtig!«, brummte er vor sich hin. Hans überlegte kurz, wie er sich aus dieser Lage befreien könne. Er rutschte vorsichtig, sich immer noch am Auto festhaltend, zum Heck des Autos, um die kleine Schneeschaufel aus dem Kofferraum zu holen. Er öffnete ihn und sah außer seiner Reisetasche nichts, was einer Schaufel auch nur ähnelte.
»Wie kann es anders sein! Herrschafftszeiten noch einmal!«, schimpfte er laut vor sich hin. Erneut hantelte er sich am Auto entlang zum Schneehaufen und versucht es nun mit bloßen Händen frei zu schaufel. Bereits nach kürzester Zeit gab er auf. Seine Hände waren bereits steif vor Kälte und schmerzten.
»So geht’s nicht, bevor ich fertig werde, frieren mir die Hände ab. Saukalt ist es außerdem!«, murmelte er schlotternd vor sich hin. Er setzte sich in sein Auto und schaltete die Heizung ein, um sich etwas zu erwärmen. Unterdessen griff er nach dem Handy und versuchte seine Eltern anzurufen.
»Ich werde wahnsinnig!«, schrie er frustig, denn er hatte keinen Empfang. Der dichte Schneefall gab ihm also auch noch den Rest zu seinem Pech.
»Das kann ja heiter werden. Jetzt kann ich auch noch zu Fuß rauf marschieren. Wärst du mittags schon losgefahren und nicht erst nach dem Kaffeetrinken, dann wäre es wenigstens noch hell. Jetzt kannst du schaun, wie du bei der Dunkelheit vorwärts kommst und noch dazu bei diesem Schneetreiben, wo man noch nicht einmal fünf Meter weit schaun kann!«, schimpfte Hans am laufenden Band vor sich hin, während er sich noch etwas im Auto aufwärmte. Nach einer Weile verließ er das Auto und holte aus dem Kofferraum ein Warndreieck und stellte es einige Meter hinter seinem Wagen auf.
»Es kommt zwar keiner, aber sicher ist sicher. Bei meinem Pech, kommt womöglich doch einer und fährt mir das Auto kaputt!« Mit kleinen Schritten ging er vorsichtig aufwärts. Immer wieder sah er auf sein Handy ob er nicht doch zwischendurch einen Empfang hätte, aber vergeblich. Die erste von den zwei Kehren, die er bewältigen musste, hatte er erreicht. Hans wusste, dass er jetzt nur noch drei Kilometer vor sich hatte, allerdings nahm die Steigung zu und somit die Rutschgefahr. Nach wenigen Metern, rutschten ihm bereits die Füße weg, ohne sich irgendwo abfangen zu können, stürzte er.
