Ein bisschen Buddha steckt in jedem Tier - Maike Temme - E-Book

Ein bisschen Buddha steckt in jedem Tier E-Book

Maike Temme

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Beschreibung

Welcher Tierhalter hat es nicht erlebt: Man holt sich arglos ein Haustier zum Liebhalten in sein Leben und ist umso erstaunter, einen penetranten Coach an seiner Seite zu haben, der zielgenau mit Schnabel, Schnauze oder Maul das eigene Weltbild ins Wackeln bringt. Ob Rudelerweiterung, Sterbebegleiter oder Alltagsprofi - unsere tierischen Gefährten zeigen uns beharrlich und unbeirrt - mal komisch, mal dramatisch, aber immer unbedingt authentisch ihre Sicht der Dinge. Als Vermittlerin, Übersetzerin oder Schiedsrichterin versucht die Autorin mit ihrer Arbeit der intuitiven Kommunikation zwischen den Welten ihrer tierischen Kunden und deren Menschen alltagstauglich zu vermitteln. Begleiten Sie sie in ihren Geschichten und tauchen Sie ein bisschen tiefer ein in die Gedanken und Gefühle der tierischen Begleiter.

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Seitenzahl: 107

Veröffentlichungsjahr: 2021

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EIN BISSCHEN BUDDHA STECKT IN JEDEM TIER

GESCHICHTEN EINER TIERKOMMUNIKATORIN

Maike Temme

Impressum

Ein bisschen Buddha steckt in jedem Tier

Geschichten einer Tierkommunikatorin

1. Auflage, 3. Druck | 2021

Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

Maike Temme

www.tierweisheit.de

ISBN:

978-3-347-30081-1 (Paperback)

978-3-347-30082-8 (Hardcover)

978-3-347-30083-5 (e-Book)

Autorin und Lektorin haben dieses Buch sorgfältig erstellt und geprüft. Für eventuelle Fehler kann dennoch keine Gewähr übernommen werden. Für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus in diesem Buch vorgestellten Erfahrungen, Meinungen, Studien, Therapien, Methoden und praktischen Hinweisen resultieren, kann keine Haftung übernommen werden.

Das Werk, einschließlich seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Das Werk darf, auch teilweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin wiedergegeben werden. Dies gilt sowohl für die Speicherung als auch für die Vervielfältigung oder Veröffentlichung sowohl von Texten als auch Fotos.

Layout & Cover:

Maria Funk | @frau_buchstab

Lektorat:

Maria Funk | @frau_buchstab

Umschlagfoto:

@AdobeStock/Eric Isselée

Fotos:

©Maike Temme

Inhalt

1 Warum ein bisschen Buddha in jedem Tier steckt

2 Alte Verbindungen

Katze Lisa kommt und geht

Rüde Balu zieht um

Kater Oscar will nach Hause

3 Stille Post

Zufallsbegegnung für einen Collie

Remote Viewing – Wahrnehmen auf Distanz

4 Tierische Aufträge

Rüde Moritz erfüllt seine Anweisung

Kater Carlo will raus

Katze Jacky bleibt gelassen

5 Tierisches Bewusstsein

Kater Chucky wird gemobbt

Katze Lola hat ein Einsehen

Milchkuh Eglantines Lebensauftrag

Nicht wie Katz und Maus

6 Die Kraft des Mitgefühls

Rüpel-Rüde Cooper

Rüde Talis im Vertrauen

7 Eine Welt und viele Realitäten

Vollblutstute Magie findet ihren Lebenswillen

Eselhengst Itú wehrt sich

Kater Henry klettert hoch hinaus

8 Unendliches Bewusstsein in endlichen Körpern

Hündin Quittas Tod

Conrads letzte Jagd

Sterbebegleitung für Hündin Lela

Letzte Gespräche mit Talis

9 Zum Schluss

Danksagung

1 Warum ein bisschen Buddha in jedem Tier steckt

Wenn ich früher den Begriff „Buddhismus” hörte, dachte ich gleich an Statuen von lustig grinsenden, kleinen, dicken Männern, denen man hoffnungsvoll über den Bauch reibt, weil das Glück bringen soll. In meiner Vorstellung gehörten getragene, dunkle Om-Gesänge hinter Rauchschwaden von Räucherstäbchen ebenfalls unbedingt dazu. Auch das Wort „Karma“ hatte ich hier und da schon mal gehört und immer gedacht, es sei gleichzusetzen mit Schicksal. Nach einigen Jahren intensiver Auseinandersetzung mit der Thematik, weiß ich nun, dass Karma uns nicht blüht, sondern stattdessen wir selbst es zum Blühen bringen. Karma, so lernte ich, bedeutet Ursache und Wirkung.

Viele Jahre später, während derer ich Bücher über Buddhismus las und Vorträge von Lamas hörte, begriff ich die Komplexität dieser spirituellen Weltanschauung. Eine Essenz der buddhistischen Lehre, die ich für dieses Buch mitgenommen habe, besagt, dass allen fühlenden Wesen ein Bewusstsein innewohnt und alle Wesen nach Glück streben. Nicht, dass ich es je angezweifelt hätte!

Seit jeher fühlte ich mich Tieren untrennbar verbunden, sie gehörten lediglich einer anderen Art an. Ich verstand schon als Kind, dass die Bedürfnisse von Tieren oft anders gelagert waren als die von uns Menschen. Zwei Dinge jedoch erfuhr ich bei jedem Tier: den Willen zu (über)leben sowie eine große Empfänglichkeit für Liebe oder Zuwendung. Ich sprach zu Tieren wie mit Menschen und erhielt als Antwort eine Erkenntnis, ein Gefühl oder eine Reaktion. Gefühle und Worte vermischten sich. Unabhängig davon, ob es ein gefundener Käfer war oder eine Weinbergschnecke, der ich Kunststücke beibringen wollte. Egal, ob es sich um unsere Hunde, den uns zugeflogenen Kanarienvogel Berti, die Meerschweinchen oder meine über alles geliebte Ratte handelte, ich war sicher: Sie verstanden mich und ich verstand sie. Ich begriff, dass sich die Prioritäten von Tieren durchaus von denen der Menschen unterschieden – nicht zuletzt aufgrund ihrer Instinkte und der anders gelagerten Wahrnehmung von der Welt. Doch dass sie fühlen können und auf die Bilder und Gefühle, die mit meinen Worten einhergingen, reagierten, stand für mich immer außer Zweifel.

Alle Tiere, die bei uns wohnten oder zu denen ich in irgendeiner Form eine Beziehung aufbaute, lehrten mich, achtsam mit ihnen umzugehen. Oft wurde ich überrascht, wenn ich mich auf die individuelle Art eines Tieres einließ, mich auf sein Wesen einstellte und „zuhörte“. Keines war in seinem Wesen wie das andere.

Diese Individualität eines jeden Tieres ist nach wie vor faszinierend für mich, besonders seit ich beruflich damit in Kontakt gekommen bin. Aufgrund meiner Tätigkeit als Übersetzerin für Tiergedanken und -gefühle (auch Tierkommunikatorin genannt) erlebe ich Tiere als fühlende und intelligente Geschöpfe, deren Ausdruckskraft und Potenzial sich in ihrer ganzen Fülle zeigen dürfen, wenn wir uns aufrichtig mit ihnen befassen.

Ich kann mich gut an meine erste gezielte Kommunikation mit einem Tier erinnern: Es war ein Pfau. Das Foto dieses Tieres lag auf meinem Schoß. Der Pfau, so wusste ich, lebte bei der Freundin von Rose – unserer Kursleiterin für das Erlernen der telepathischen Kommunikation mit Tieren.

Rose leitete uns mittels einer geführten Mediation in einen entspannten und aufnahmebereiten Zustand von Körper und Geist. Voller Vorfreude wartete ich auf das, was sich vor meinem inneren Auge hoffentlich zeigen würde! Ich war genauso hibbelig wie in Kindertagen, wenn ich mich aufgeregt auf etwas freute. Während ich mit geschlossenen Augen auf meinem Stuhl saß, tat sich plötzlich eine neue Welt auf. Nicht mit einem Knall, sondern eher so als ginge eine Tür auf, die immer schon dagewesen war und die sich nun öffnete. Vor mir entstand aus dem Nichts die Gestalt des Pfaus. Er war auf einmal einfach da. Rose gab uns Fragen vor, die wir dem jeweiligen Tier vor unserem inneren Auge stellen konnten. Und zu meiner Freude erhielt ich Rückmeldungen von dem Pfau: Ich sah aus seiner Perspektive durch ein Gebüsch auf einen Hof, ich spürte seine Gefühle von Scheu und auch von Freundschaft zu einer Person. Die Informationen kamen sehr schnell, manchmal so schnell, dass ich fast vergaß, sie zu notieren. So unspektakulär diese Informationen eigentlich waren, so spektakulär war diese Erfahrung, wenn man genauer hineinspürte.

Davon wollte ich mehr! Also durchlief ich alle Ausbildungskurse, die es damals bei meinen beiden Lehrerinnen gab und bot schließlich selbst Einzelberatungen und Kurse an. Ich merkte, dass es bei der Kommunikation mit Tieren im Wesentlichen um das Zuhören geht. Still werden und aufnehmen, was an Informationen kommt. Je mehr ich kommunizierte, desto deutlicher konnte ich wahrnehmen, wann ich in eine Eigenprojektion geriet und gegensteuern. Das bedeutet, dass ich meine eigenen Ideen oder Gefühle auf das Tier projizierte und demnach als Information meine eigenen Ideen und Gefühle gespiegelt wurden und nicht mehr die Empfindungen des Tieres. Vorgefasste Ideen oder Vermutungen können die wahren, vom Tier kommenden Informationen überlagern. Das ist das wirklich Spannende an dieser Arbeit: Ich weiß nie, was mich erwartet! Wenn ich mit Kundentieren kommuniziere, dann kommen die Rückmeldungen des Tieres als Worte oder Dialoge, ich spüre seine Körperempfindungen oder Schmerzen in meinem Körper, ich sehe Bildsequenzen oder Filme und manchmal ist es einfach Wissen. Ich verbalisiere all das, so dass der Halter möglichst genau die Informationen erhält, die ich empfange. Ich habe mir angewöhnt, alles zu benennen, was vor meinem inneren Auge auftaucht. Oft sind es für mich nicht verständliche Dinge, die für die Halter jedoch sehr viel Sinn ergeben. Nicht immer zeigt sich alles, aber immer alles, was wichtig für das Tier und die Beziehung zu seinem Menschen ist.

In den nachfolgenden Geschichten erzähle ich von Mensch-Tier-Beziehungen und kleinen Abenteuern des Alltags, manche ungewöhnlich, manche sehr emotional, alle jedoch immer spannend. Mein Blick auf das Erlebte umfasst sowohl die gegebenen irdischen Möglichkeiten als auch das nicht sichtbare jedoch vorhandene Gewebe an Gefühlen, Wissen und Spirituellem, das weit über unsere Körpergrenzen hinausgeht.

Bei Vorträgen zu buddhistischen Themen lernte ich, dass allem, was fühlt, ein Bewusstsein innewohnt. Das Bewusstsein ist nicht an die Größe eines Körpers gebunden. Sobald ein Lebewesen fühlt, hat es ein Bewusstsein, das nach Glück strebt. Mich fasziniert die buddhistische Anschauung, dass Menschen wie Tieren ein Geisteszustand von größter Liebe, frei von Mangel und offen für Einsicht, voll purer Freude und Wonne innewohnen soll. So verstehe ich, dass nicht nur Menschen, sondern auch Tiere in ihrem Wesen kleine Buddhas sind, denn der Geisteszustand wie gerade beschrieben – die Buddha-Natur – ist uns allen eigen. Auch wenn sie nicht oder nur zum Teil gelebt wird, ist sie dennoch immer vorhanden.

2 Alte Verbindungen

Manchmal sehe ich es ganz deutlich vor mir. Dann verstehe ich, welche Menschen und Tiere meinen Lebensweg zu bestimmten Zeiten kreuzen sollten. Im Vorhinein sieht man das nicht. Man versteht es immer erst im Rückblick.

Dabei hat jede Begegnung eine Verkettung nach hinten. So wie mit Gereon zum Beispiel. Gereon ist mein Mann. Wir verliebten uns auf einer Fete ineinander, dabei hätten wir zu dem Zeitpunkt schon sieben Jahre verliebt, zumindest jedoch bekannt miteinander sein können. In diesen sieben Jahren fanden Wohnungseinweihungspartys, Sommerfeste und Sit-ins statt, bei denen wir nicht aufeinandertrafen. Zumindest wusste ich, dass es einen Gereon am Rande meines Bekanntenkreises gab; er hingegen hatte keine Ahnung, dass ich existierte. Offensichtlich überschnitt sich unser Bekanntenkreis an vier Schnittstellen beziehungsweise Personen.

Aber dann, eines Nachmittags im Juni, wurde ich zu einer Grillparty mitgenommen. Und ich begegnete Gereon. Wir schüttelten uns die Hand und standen uns zum ersten Mal gegenüber. Es zog ein Gewitter heran, so dass die gesamte Grillgesellschaft in einem Zelt Schutz suchte. Im Zelt stand ich dicht vor Gereon und schaute auf seinen Pullover, in seine Augen und wieder auf seinen Pullover. Er sah auf meine Haare, in meine Augen und wieder auf meine Haare. Wir führten keine tiefschürfende Unterhaltung, aber eindrucksvoll war es allemal. Als ein paar Monate später im November wieder einmal eine Feier vor der Tür stand, bat er eine unserer Schnittstellen-Freunde, ihn mit dorthin zu nehmen. Das erzählte er mir später. Gereon hatte erfahren, dass ich dort sein würde. Um ein Haar hätten wir uns auch dort verpasst, denn ich hatte eigentlich keine Lust zu feiern. Als ich mich dann doch aufgerafft hatte und Gereon dort sah, tanzten wir den ganzen Abend bis tief in die Nacht. So war das mit Gereon. Keine großen Worte, keine Irrungen und Wirrungen, aber dafür eine klare und unerschütterliche Gewissheit, dass da etwas ganz Besonderes zwischen uns erwachte.

Es gab da so einige Menschen, wo es nicht vieler Worte bedurfte, um eine alte Verbindung zu erkennen. Eine tiefe Verbindung, vielleicht entstanden aus vielen gemeinsam gelebten Leben und gegebenen Versprechen. Eventuell auch aus bestehenden Abhängigkeiten, und immer gab es ein sofortiges Wiederkennen, wenn so ein Bewusstsein auf das meinige traf. Diese Menschen oder auch Tiere begegneten mir an der Schwelle zu neuen Lebensabschnitten, um mich bei einer Entscheidung zu unterstützen oder mich in einer neuen Lebensphase zu begleiten. Sie traten in mein Leben als Mentoren, Lehrer, Partner oder als Gefährten, wie unsere Hündin Lela zum Beispiel, durch die und mit der ich meine Ausbildung der Tellington®-Methode durchlief. Es gab auch Menschen, mit denen ich eine alte, starke Verbindung habe, die weniger schöne Gefühle wachriefen. Das waren Menschen, mit denen starke Konflikte einhergingen und ich ein deutliches Unbehagen beim ersten Treffen verspürte. Ursache und Wirkung erfolgt in alle Richtungen. So oder so: Meist gingen mit diesen Begegnungen auch Richtungsänderungen für meinen derzeitigen Lebensplan einher.

Katze Lisa kommt und geht

Eines dieser Wendemanöver kündigte sich an, als ich beschloss, eine Katze aus dem Tierheim zu adoptieren. Eigentlich hätte ich lieber wieder einen Hund bei mir gehabt, doch aufgrund meiner beruflich ausgefüllten Tage entschied ich mich für eine Katze. Gedacht, getan. Aus einer Katze wurden zwei – ein Geschwisterpaar. Sie sollten gemeinsam vermittelt werden und ich dachte mir, eine oder zwei, das macht keinen großen Unterschied. Ich war mir sicher, wenngleich katzenunerfahren, das würde ich schon hinbekommen. Und dann kam Lisa.

Diese Katze namens Lisa war nicht die friedfertige Frohnatur, als die sie mir verkauft worden war. Sie fing ziemlich bald an, meine Wohnung mit Urin zu markieren und ihre Katzenschwester Jacky zu verprügeln. Ich vermutete oder erhoffte mir dafür eine medizinische Erklärung, aber der behandelnde Tierarzt befand Lisa für organisch gesund. Es folgten viele Wochen, in denen ich versuchte, dem Katzenurin Herr zu werden und den Frieden unter den beiden Katzen wiederherzustellen. Der Erfolg war mäßig bis schlecht. In meiner Not wandte ich mich an eine Frau, die mit Tieren telepathisch und intuitiv kommunizieren konnte. Den Tipp hatte ich von einer Bekannten erhalten. So landete ich bei meiner ersten Tierkommunikation – und damit bei meiner ersten Lehrerin, die mir eben diese Art der Verständigung beibringen würde.