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Zwei Studenten der Philosophie, darunter der Autor, unterhalten sich regelmäßig über die größten Fragen unserer Menschheitsgeschichte und den wichtigsten Herausforderungen unserer nahen Zukunft. Der mysteriöse Freund trägt seine visionären Prophezeiungen vor und historische Größen werden mit ihren Ansichten und Äußerungen hinzugezogen. Die spannende Handlung im Hintergrund nimmt stetig zu und verbirgt noch eine unerwartete Überraschung.
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Seitenzahl: 226
Veröffentlichungsjahr: 2024
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Der Träumer
Ich habe einen sehr eigenartigen Menschen kennengelernt, mit solch merkwürdigen Ansichten, dass ich unbedingt über ihn Schreiben muss. Es könnte eine wahre Geschichte sein die ich als fiktiv darstelle, um weiteren Fragen über seiner Person aus dem Weg zu gehen, vielleicht ist er aber genau so lebendig, wie der Leser dieser Zeilen oder dessen Autor, also meine Wenigkeit.Es wird wohl keine Rolle spielen ob dieses Wesen existiert oder nicht, entscheidend sind die wahnsinnigen Theorien und Vorstellungen, beinahe Visionen diese mir Benjamin Arndt, ohne Rücksicht auf Konsequenzen, unverfroren offenbarte. Sein Name klingt vielleicht frei Erfunden, da ich diesen Verändert habe oder, weil er eben nur eine Märchengestalt ist. Ich kann Ihnen bloß Versichern, dass Sie es nicht Bereuen werden, diese Anekdoten Gelesen zu haben, denn mir gaben seine Worte sehr zum Nachdenken auf, manchmal trieben sie mich sogar zu schlaflosen Nächten. Ich hoffe, meine Auslese seiner Erzählungen, erspart Ihnen solche Anstrengungen. Ich würde mir die Arbeit dieses Schriftstücks nicht antun wollen, hätte Benjamin mich nicht derart fasziniert und gleichsam Aufgewühlt mit seiner ungewöhnlichen Art zu Denken. So sagte er einmal zu mir, als wir auf den Bus warteten, dass die Fahrzeugdächer anderweitig genutzt werden sollten, da sie grob geschätzt, ein Drittel der Landesfläche bedecken. Man könnte Fahrzeugdächer sicherlich so Konstruieren, dass sie Begrünt werden könnten und einigen Insekten eine Nahrungsquelle bieten und die Luftverschmutzung reduzieren könnten. Die Form des teilweise geöffneten Doppeldaches hatte er mit den Händen in die Luft Gestikuliert, als ich nach der Aerodynamik fragte. Benjamin wusste auf alles eine Antwort, bis ich ihm nicht mehr widersprechen wagte. So sagte ich zu ihm, das wäre ein gewaltiger Aufwand, man müsste diese Dächer auch Instandhalten, die Pflanzen Bewässern u.s.w. Er nannte mir die Möglichkeiten von pflegeleichten Unkraut oder Moos, oder die natürliche Vegetation die größtenteils ausreichen würde, oder die Eigens dieser Verwendung gezüchteten Herbarien, und natürlich sei dies bloß eine Frage der Umsetzung, denn man kann für jedes Problem, mehr als eine angemessene Lösung finden, denn es sei zumindest physikalisch Möglich, auch wenn die Motivation von Investoren bei der Verwirklichung das größere Problem sei, so könnte man dennoch die Fahrzeuge sicherlich um diese Funktion erweitern. Abschließend nannte er mir noch Ideen für diverse Modelle und warf mit Zahlen um sich, wie viele Tonnen Kräuter man wohl Anbauen könnte. Er sprach sogar von Minitomaten, Solarzellen, Insektenhotels, und sagte immer wieder was für eine Verschwendung die ungenutzten Fahrzeugdächer sind, dann fuhr der Bus in die Haltestelle ein, aber nicht ohne, dass ich direkt auf die Flächengröße des Busdaches geachtet hätte. Das war ein typischer Benjamin Arndt, so ist sein Charakter, ein Träumer, ein Visionär, der zum Trotz die Argumente durchgeht, selbst wenn er sie nicht mehr weiterverfolgen möchte. Ich weiß nicht, ob ihm diese Idee in der Bushaltestelle kam oder ob er sie Vorbereitet hatte, denn ich habe ihn nie gefragt, aber rückblickend scheint es mir, als hätte ich seine Gedanken beim Rechnen erwischt, als würde ich einem Künstler dabei zusehen, wie er Improvisiert, als wüsste er selber nicht, was er als nächstes Sagen würde.Ben ist auch hoch politisch interessiert, er spricht über die Zivilisation von Morgen, als wäre er vor Ort gewesen. Es ist oft unheimlich, wie viele Details er mir nennt. So sagte er mir einmal, als wir das Auditorium verließen, Maschinen werden alle unangenehmen Arbeiten verrichten und so, wie die Arbeit von Personen auch, Steuern entrichten und Lohn erhalten, doch da es nur Maschinen sind, werden sie das verdiente Geld stellvertretend für echte Menschen Erwirtschaften, diese wiederum die freie Wahl haben können was sie mit Ihrer Freizeit anstellen wollen. Also eine automatisierte Wirtschaft, jene das Geld verdient und die Arbeit verrichtet zum Wohlstand und der Freiheit aller Menschen. Bevor ich eines der aufkommenden Fragen stellen konnte sprach er weiter, als würde er aus einem Buch vorlesen. Roboter wären effektiver, genauer, Leistungsfähiger, produktiver, als es Menschen jemals werden könnten, die Vorteile waren schier offensichtlich und Vielseitig. Man müsste lediglich diese Maschinen Instandhalten, doch selbst dafür gäbe es weitere Maschinen, bis es letztlich nur noch wenige Handgriffe echter Menschen Bedarf, um diese Industrie am Laufen zu halten, und diese Ehrenbürger ließen sich schon finden. Ich wünschte ich hätte mir die Einzelheiten notiert, denn er führte einen fassettenreichen Monolog davon. Mit sokratischer Ironie, also mit der Methode des Geburtshelfers, fragte er mich zwischendurch was ich davon halten würde, beispielsweise, wenn mindestens die Sozialhilfeleistungsausgaben durch dieses System Eingespart werden könnten, denn so arbeitet eine Maschine, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, stellvertretend für einen Leistungsempfänger, und so wären das wenige Stunden Arbeit pro Maschine, der restliche Gewinn, fließt zu den Steuereinnahmen und bleibt bei den Unternehmen etc. Ich war verwirrt, sein Gehirn arbeitete auf zauberhafter Weise, so fesselten mich sein Gedanken, wie Illusionen, während meine eigenen versuchten die Fehler zu finden, doch sprach er indes weiter. Diese Zivilisation wird zunehmend intelligenter, was zwangsweise dazu führt, erforderliche, aber unangenehme Arbeiten meiden zu wollen um sich den wertvollen Lebensaufgaben zu widmen, jene den Geist und den Körper weder Unter- noch Überfordern. Geld wird zukünftig nur noch eine Metapher werden, eine Art Leitfaden, doch haben die Menschen wirkliche Werte gefunden nachdem ihr altes System zu Zerbrechen begann. Irgendwann werden die Menschen die allgemeinen Lebensweisheiten Begreifen, und nicht nur Gehört haben, sondern diese auch Leben. Das Bildungssystem wird größtenteils anders gegliedert werden, die Völker erhalten mehr Lebenszeit und werden aufhören damit, sie der unverhältnismäßigen Wirtschaft zu Opfern, diese zu einem erheblichen Teil angetrieben wird von unethischen Egoismen. So wird zwar alles seine Ordnung beibehalten, doch werden die Begrenzungen dynamischer. So bleibt es den Schülern Frei überlassen, welche Fächer sie intensiver lernen wollen, und wann sie es wollen. So wird ein kleiner “Beethoven“ viel Zeit im Musikunterricht verbringen wollen, vielleicht bekommt er dennoch ein großes Interesse zur Mathematik, jedenfalls hat er sich auf sein eigenes Schicksal bestens Vorbereiten können, denn, wozu benötigt dieser Schüler ein ausgeprägtes politisches oder religiöses Wissen, wenn er ganz bestimmt als Komponist, Dirigent oder in einem Orchester seinen Lohn verdienen wird, aber es ihm versagt wäre, in seine berufliche Heimat einzuziehen, wenn die vorausgesetzten schulischen Leistungen zu diesen Berufen, durch andere Fächerbenotungen verhindert würden. Der kleine “Ludwig“ wäre trotz seines Talentes behindert worden, diese Fähigkeit in sich zu Entdecken, noch dazu wurde er gezwungen, jede Menge Bildung zu Erlernen, was ihn nicht interessiert hatte, demnach erzielte er schlechte Bewertungsnoten, einen schlechten Schulabschluss und sein Talent und Potenzial litten auch noch darunter. Abgesehen davon, wird man sowieso im Lebensweg mit allen möglichen Themen konfrontiert, und falls der zukünftige “Beethoven“ oder “Chopin“ dennoch seine Passion für die Politik finden sollte, wird ihn wohl Niemand davon Abhalten können, sich damit zu Bekümmern, außer ein statisches System, welches ihn, in seiner natürlichen Entwicklung, zu Umerziehen versucht. Der Mensch ist nun einmal so Beschaffen, was ihn nicht interessiert, fällt ihm schwer zu erlernen und oft weigert er sich dann auch, das zu tun, denn, gerade das ist ein Zeichen von natürlicher Intelligenz. Die Gesellschaft muss grundsätzlich mit der Natur Zusammenarbeiten und nicht gegen sie, ist der Mensch doch ebenfalls aus der Natur und nicht diese von Menschen erschaffen worden. >>Ben, ich komme nicht mehr mit!<< Er sprang von einem Thema in das Nächste über, und mein Kopf begann sich schwer Anzufühlen. Er sah die Zusammenhänge fächerübergreifend, ob Wirtschaft, Politik oder Psychologie, sein Weltbild schien komplett Ausgearbeitet zu sein. Am nächsten Tag war ich Müde, denn das war eines dieser Nächte wo ich nicht aufhören konnte das zu Verarbeiten, was Benjamin mir versuchte zu Vermitteln. So fragte ich mich noch zu später Stunde, was bedeutet Geld und Wirtschaft überhaupt? Wozu gehen die Menschen geschätzte 70% ihrer vitalen Lebensphase, also 8 Stunden täglich, 5 von 7 Wochentagen, bis zum Eintritt in die Rente arbeiten, wenn die bequemen Unternehmensspitzen den Großteil der Umsätze und der Lebenszeit der Arbeiter einbehalten? Es fühlt sich so unnatürlich an, wenn Menschen, wie Maschinen funktionieren sollen. Zudem sitzen die bereits wohlhabenden Unternehmer auf ihren hohen Gewinnen und wissen nichts damit Anzufangen, außer Dekadenz und Luxus und natürlich Reinvestitionen um nochmals mehr Gewinne zu erwirtschaften, dabei hat man die Dekadenz und den Luxus bereits. Somit hat es gar keinen wirklichen Nutzen mehr, aber eine Wirkung der sozialen Ungerechtigkeit. Da empfinde ich Benjamins Idee mit den Robotern die alle niederen Arbeiten erledigen als logisch, sinnvoll und Erstrebenswert. So sollen doch alle Menschen von ihrer Lebenszeit auskosten können, nicht nur die Neoaristokratie. Als ich am nächsten Tag meinen hochgeschätzten Kollegen, Herrn Arndt darauf angesprochen habe, wie er denn die Wirtschaftspolitik betrachtet, b.z.w. Das Finanzsystem und die gerechte Verteilung etc. sprach er mit erhobener Stimme ,,Obergrenze für den Wohlstand!“ als vergäbe er den Titel meines nächsten Kapitels.
Obergrenze für den Wohlstand
Ich sah ihn an, wahrscheinlich hatte ich Stirnfalten dabei und ich wiederholte seinen Ausruf, wie ein Echo in meinem Kopf. Benjamin lächelte, als würde er auf meine Reaktion warten, wie auf ein Startsignal, um mich anschließend argumentativ Niederzuringen. Endlich fragte ich ,,wie meinst du das?“Da legte er los. >>Schau mal Thomas, wieder ist es die Natur die uns diese Frage beantwortet. Kennst du etwas aus der Natur, das keine Grenze hat?<< Ich dachte nach, ich habe mal gehört, die Dummheit der Menschen ist grenzenlos, das war auch meine Antwort, da widersprach mir Ben. >>Nein, auch die Dummheit zieht eine Grenze, spätestens den Tod, der durch diese Dummheit verschuldet werden musste, da Dummheit eine klare Definition hat, und somit grundsätzlich als Eigenschaft, falsche Entscheidungen trifft, welches früher oder später zur Selbstzerstörung führen muss, da man grundsätzlich Alles, dumm, also falsch, schlecht und negativ bewirken muss, wenn man absolut Dumm ist. Sonst endet die Dummheit in einer Einsicht und einer schlaueren Entscheidung, was allgemein realistischer ist, und somit nicht mehr als Dumm gilt. Man kann und sollte daher die Dummheit begrenzen, sonst wird man die negative Konsequenz erhalten, wenn man diese Grenze eben nicht einhält.<< Irgendwie hatte er Recht, aber woher nahm er diese Antwort, als wüsste er was ich Sagen werde? >>Es gibt Nichts in der Natur, was keine Grenze kennt, Nichts!<< Hörte ich ihn auf einmal, mit einer Überzeugung höchsten Grades in seiner Stimmfarbe und so begann sein Vortrag. >>Gehen wir davon aus, ein Mensch übertreibt etwas, Maß- und Grenzenlos, so wird dessen Funktionalität zerstört. Nehmen wir die Nahrungsaufnahme als Beispiel, zu viel Zucker macht dick oder verursacht Diabetes, oder zu viel Sport kann die Gelenke überbelasten oder andere medizinische Schäden verursachen, oder in der Mechanik, zu viele Reifen auf einem Fahrrad würden es Unbrauchbar machen, ebenso, wie zu viele Sattel, oder zu viele Lenker. Es ist daher egal über was wir hier Reden, selbst die nützlichen Dinge verlieren ihre positive Wirkung im gesamten Universum, in der gesamten Natur, wenn man sie nicht Begrenzt, daher ist es ein Naturgesetz.<< Stimmt! Auch Charles de Montesquieu schrieb ,,Sogar die Tugend braucht ihre Grenzen“, in seinem Werk, Vom Geist der Gesetze, als er feststellte, dass jeder Mensch der Macht hat dazu neigt, sie zu Missbrauchen, bis er eine Grenze erfährt. >> Eben, und was bedeutet Geld? Macht!und so bedeutet unbegrenzter Wohlstand auch Machtmissbrauch.<< Ich fragte Benjamin, was es dann Bedeutet, wenn man zu Wenig hat, und er fuhr fort. >>Das zu Wenige ist nichts anderes, als zu viel vom Wenigen, es ist also das gleiche Prinzip. Paracelsus sprach ,,die Dosis macht das Gift.“ In der Volkssprache heißt das ,,Weniger ist Mehr“<< Ich schmunzelte über seinen lebhaften Vortrag, aber er hatte auch vollkommen Recht, also hörte ich weiterhin gespannt zu. >>Man muss daher sehr Naiv und Borniert sein, wenn man es wagt zu Behaupten, Geld und Wohlstand, seien die Ausnahmen, und man könnte niemals über zu viel Geld verfügen. Es wäre die einzige Ausnahme in der gesamten Existenz, und das beweist bereits, ohne weiteren Argumenten, wie unwahrscheinlich und unlogisch das de Facto ist, b.z.w. Wie falsch und unwahr diese unbegrenzte Kapitalistische Einstellung sein muss, laut geltendem Naturgesetz. Natürlich habe ich die Argumente trotzdem noch parat. So nenne mir den Sinn und die moralische Gerechtigkeit von der Tatsache, dass eine Person, unerschöpfliches Geld auf dem Konto hat, wenn er dieses weder Ausgeben kann, da er doch als ein Mensch so viel hat, wie abertausende zu ihren Lebzeiten zusammengerechnet, und wenn er als Privatperson, enormen politischen Einfluss ausüben kann, ohne demokratisch gewählt worden zu sein, mit seiner subjektiven Weltanschauung, und er somit, zu viel Macht besitzt, mit diversen globalen Konsequenzen, welches einer ökonomischen Perversion gleicht, in einer Welt, wo jedes Leid auf finanzielle Mittel zurückzuführen ist. Man denke nur an die zahlreichen Immobilienspekulanten, jene Grundstücke erwerben und weder bebauen noch die vorhandenen Bauwerke zur Miete freigeben, sogar oft die Gebäude verrotten lassen, weil es für sie lukrativer sein könnte, als in Mietverträgen gebunden zu sein. Es ist ja nicht gesetzlich verboten, ein egoistisches, gieriges Wesen zu sein. Die grenzenlose Gewinnmöglichkeit motiviert eben diese selbstgerechten Wesen dazu, alle menschlichen und sozialen Werte zu verraten, damit auf ihren Konten, eine gewaltige Summe gedeiht, die sie in Generationen nicht ausgeben können, vor allem, weil ab einer gewissen Kapitalmenge, das Geld sicher profitabel angelegt werden kann, wodurch es zu einem Dienstleister wird. Man muss kein Detektiv sein, um zuversichtlich davon ausgehen zu können, dass diese maßlosen Wesen nicht alleine im Immobilienmarkt ihre menschlichen Werte gegen Profitgier tauschen. Privatpersonen dürfen nicht über der Volksvertretung stehen, aber anhand ihrer unbegrenzten Finanzen, halten sie genau diese Position ein, nämlich über der Demokratie und so über den gehemmten Mitteln der Durchschnittswähler zu stehen, denn ihre selbstgerechten Stimmen zählen mehr, man denke nur an Parteispenden, Lobbyisten, oder ihre Macht, Staaten zu erpressen mit der Drohung der Abwanderung ihrer Konzerne, und somit Arbeitsplätze und Steuermittel mit sich zu nehmen, sollten die Staaten nicht zu ihren Gunsten Entscheidungen treffen. Es hört noch lange nicht auf, denn welche psychischen Auswirkungen muss ein maßloser Wohlstand noch erfüllen, wenn man gewissenlos und selbstgerecht über Armut und Hunger, Kriege etc. in der Welt hinwegsehen muss, und man sich niemals dafür Verantwortlich fühlen muss, als Privatperson, und man außerdem niemals das Gefühl haben kann, Reich zu sein, da es immer noch Luft nach Oben gibt, und ein anderer Unternehmer, noch Wohlhabender sein könnte, als man selbst, und es offensichtlich wird, dass diese Art von Wohlstand die Wahrnehmung über sich selbst komplett verändert, denn so muss man sich ja beinahe gezwungen, als etwas ganz Besonderes halten, als jemand besonders intelligentes, von Gott Auserwähltes, wenn man es geschafft hat, zu viel zu Erwirtschaften. Psychologisch geschieht da jede Menge, wenn man die menschliche Natur des moralischen Geistes verleugnen muss, wie die Ungerechtigkeit der eigenen Lebensweise, und sich zum Überfluss auch noch als Auserwählten hält, mit einem ungesund überproportionalen Ego, welches sich an Jene bemisst, die noch maßloser leben, um das noch übrige Gewissen beruhigen zu können. Schau mal Tomi, sie geben übertrieben viel Geld aus, für unfassbar dumme Aktivitäten, wie beispielsweise unnötige Schönheitsoperationen, die in vielen Fällen genau das Gegenteil von Schönheit bewirken, oder sie schütten den überteuerten Champagner auf ihre Körper und zu Boden, im Wert der vierwöchigen Arbeitsleistung von über 10 Menschen ihrer Nettoeinkommen, wohlgemerkt, schmutzige Arbeitsleistung, die von Champagner verschüttenden Selbstgerechten, niemals getilgt werden würde, während diese Arbeiter, Abends im Fernsehen, Spendenaufrufe erdulden, zu lächerlichen 5,- € monatlich, damit sie Kinderleben retten sollen. Der zwangsweise perverse Reiche Mensch, spendet sicherlich auch, doch bleibt die Frage übrig, ob ihre Summen, die Ursachen beheben, oder nur die Symptome kurzzeitig lindern, die Antwort ist, sie selbst sind die Ursache, und sie spenden nur gegen ihrer eigenen Auswirkungen, ihrer Ehrenlosen Lebensweise! Sie bestimmen den Mindestlohn b.z.w. Die Gewinnbeteiligung ihrer tatsächlich arbeitenden Angestellten. Sie fuschen in das Weltgeschehen, obwohl sie keine gewählten Volksvertreter darstellen. Gäbe es also eine staatlich festgelegte Obergrenze für den Wohlstand, und läge diese bei 5 Millionen Euro, wobei, seien wir mal Ehrlich, das ist verdammt viel Geld für die Allgemeinheit, so würden alle Einnahmen die darüber liegen, gesetzlich verpflichtend zur Investition der Unternehmen für Entwicklung, faire Löhne, mehr Urlaub etc. verwendet werden, oder darüber hinaus in die Staatskasse zurückfließen können. Der Staat, letztlich politische Vertreter aller Menschen, auch die der Wohlhabenden, könnte mit diesen immensen Summen jedes Problem angehen, sei es die Bildungsförderung, die Steuerentlastung der Arbeiter, die Begünstigung von Außenpolitischen Beziehungen, die Wiedergutmachung von historischen Fehltritten, die Investition von Entwicklung der Maschinen diese die schmutzige Arbeit verrichten, oder die Errichtung von Institutionen diverser Probleme, wie psychologischen Beratungsstellen, öffentlichen Freizeitparks, oder einfach nur die Instandhaltung der Infrastruktur u.v.m. Eine andere Lösung wäre, keine Privatpersonen dürften Unternehmen leiten, sondern der Staat würde Unternehmer einstellen, damit sie für die Volkskasse arbeiten, und nicht mehr für ihre Privatkonten. Der Staat sollte Unternehmen gründen, denn sie würden auch dort investieren, wo kein Gewinn, aber eine soziale Notwendigkeit besteht, während Privatunternehmer das gegenteilige Ziel verfolgen. Der Staat sollte Immobilen bauen und vermieten, und die Mieteinnahmen fließen zurück in die Staatskasse, so könnte die Regierung tatsächlich kontrolliert auf wirtschaftliche Probleme in der Gesellschaft eingreifen, und nach Bedarf, Mieten kürzen, Löhne erhöhen, anstelle ständig an den Steuern herumzuschrauben und Mindestlöhne zu fordern, obwohl es keine Maximallöhne gibt, was ja wieder nur beweist, dass es an der Begrenzung des perfiden Wohlstands fehlt. Falls alle Unternehmen in Staatlicher Hand lägen, dann wäre auch alles unter einem Dach, so auch die gesamte Übersicht aller Gewinne und Kosten, ohne Umwege über die Bücher der Privatunternehmer und derer geheimen Strategien, wie z.B. der Steuerhinterziehung oder Staatsmanipulationsinvestitionen, doch umso mehr Übersicht der Staat hätte, umso exakter kann er organisieren und unnötige Ausgaben in gewaltiger Höhe einsparen, exklusive der schier unermesslichen Einnahmen die sich die Privatunternehmer bisher in die eigene Tasche wirtschafteten. Die Ausgaben, um eine bessere Welt zu erbauen, sind deutlich grenzenloser, als was wenige, maßlose, selbstgerechte Wohlhabende mit diesen Geldern Veranstalten können. Während wir die Aristokraten ehren würden, wenn sie dieser logischen Begrenzung zustimmen, so müssen sie ohne dieser Zustimmung doch mehr Verachtung und Flüche über ihre Lebensweisen erwarten, denn des einen Wohlstand, ist vieler anderer Armut und somit unnötiges Leid. Man sieht auch, wie Unternehmen es Nötig haben, die Umwelt, die Menschen und die Finanzämter also die Regierungen auszubeuten, wenn sie in Steueroasen die nächsten Übergewinne hinterziehen. Gäbe es eine Grenze, hätte es niemand mehr nötig, Steuern zu hinterziehen, die Umwelt auszubeuten, mehr zu Arbeiten als man muss, er hat ja die Grenze erreicht, nun kann er sich Vergnügen, und den Weg Freimachen für den nächsten Menschen, und wenn man genau hinsieht, merkt er es nicht einmal, ob sein Verschütteter Champagner 5 € oder 15.000 € gekostet hat, und es wird ihn auch nicht stören, dass er statt 10 Autos in der Garage, nur noch 4 besitzt, weil der Verzicht und die gute Tat, erfüllen die naturgegebene moralische Menschlichkeit mit Ehre, und so, mit Stolz. Hinzukommt, auch die anderen Unternehmen würden aufhören, Investitionen und Produktqualitäten zu Drücken auf Kosten von Mensch und Natur, oder horrende Preise zu Verlangen, denn ehrlicherweise, ist das Stück Stoff der Luxusmarke, niemals 5000% teurer zu Rechtfertigen, als ein gleichwertiges Produkt ohne Luxusnamen. Das bedeutet auch, die Maßlosen finanzieren ihr eigenes Wirtschaftssystem, dieses außerhalb des ökonomischen Kreislaufes der überwiegenden Mehrheit steht, und sich so selbst finanziert, anstelle den Wachstum der kleineren Unternehmer und Klassen zu Unterstützen, denn die Luxusgüterunternehmen sind ebenfalls Teil der Luxuswirtschaft, und so landet das Geld der Maßlosen Kunden deutlich überwiegend bei den anderen Maßlosen Unternehmern. Man erkennt daran, der ungehemmte Wohlhabende ist Bereit, zu viel zu Bezahlen, wie ein Idiot, er hat ja selbst zu viel, wie ein Idiot, mit einem Fahrrad, mit 13 Lenkern, 20 Reifen, und 7 Satteln und dabei ist die Frage noch nicht einmal geklärt, welcher Lohn nach dem körperlichen Tode folgen wird. Sind wir ehrlich, ist das Jenseits kein Wunschkonzert, und absolut Niemand kann diese Frage nachweislich Beantworten, so bleibt allen bloß eine subjektive Erwartung, oder eine sehr naive Überheblichkeit der falschen Überzeugung. Wieder ist es die Natur, die man als Wahrsager zur Rate ziehen muss, denn wenn die Natur uns Gewissen geschenkt, Mitgefühl, und absolute Abhängigkeit voneinander Bestimmt hat, dann sollte man sich wohl die Frage stellen, ob es nicht richtiger ist sich daran zu Orientieren, anstelle der selbstgerechten Egomanie zu verfallen. Eine weitere Frage wäre, einen Prozentsatz für Grundlebensmittel einzuführen, anstelle festgelegter Preise, denn das Brot kostet den Geringverdiener vielleicht 5% seines monatlichen Nettoeinkommens, dem Wohlhabenden kostet das selbe Laib Brot 0,0000005% seiner Einkünfte, nur um eine Zahl zu Nennen, es wäre daher fairer, wenn beide, das gleiche Bezahlen würden, also die 5%. So könnte man tatsächlich über gleiche und faire Chancen sprechen, durch tatsächlich gleiche Kosten dank dem Prozentsatz und nicht des Preises, außerdem könnte man die Qualität der Grundlebensmittel dadurch erhöhen, da die Hersteller eindeutig mehr Gewinnkapital zu Verfügung hätten, um auch in Klimafreundliche Anlagen, Forschung und neuen Technologien zu Investieren, was bloß den Fortschritt der globalen Zivilisation bedeutet. Zur Preisermittlung sollte eben die Orientierung an den Kosten der unteren Klasse dienen, denn daran lässt sich die Gerechtigkeit und das Maß bestimmen, denn man ist nur so Stark, wie das schwächste Glied in der Kette, und daher ist man auch als Gesellschaft nur so Reich, wie die Ärmsten im Land. Natürlich ist nicht jeder Wohlhabende ein egozentrischer, selbstgerechter, amoralischer Mensch, aber auch nicht jeder Mensch ist ein Dieb, ein Krimineller, dennoch musste man Gesetze verfassen, wegen denen, die es waren und sind. So macht die Gelegenheit, Diebe, und so verursacht der unbegrenzte Wohlstand auch die Gelegenheit zur ungerechten Lebens- und Sichtweise, oder eben des Machtmissbrauchs. Laotse sprach ,,Genug zu haben, ist Glück, mehr als genug zu haben, ist unheilvoll. Das gilt von allen Dingen, aber besonders vom Geld.“<< ,,Ben ich komme nicht mehr mit!“ Ich sah in seinem Blick, dass er noch weitere Argumente hatte, aber seine angenehme Weise es nicht nötig zu haben, mich oder jemand anderen Überzeugen zu wollen, ließ ihn geduldig bleiben, und so übte er noch scherzhaft Selbstkritik, er sei ebenmanchmal nichtzu Bremsen, wie die Erdrotation, dann drehte er sich in 360°, wie ein Popsänger auf der Bühne und lachte, doch er konnte nicht einmal den Scherz auf sich beruhen lassen, und fügte noch hinzu ,,Natürlich endet die Erdrotation auch irgendwann, denn sogar die hat ihre temporale Begrenzung.“ Als ich Zuhause ankam las ich noch einige Zitate über Reichtum, man mag es kaum Glauben, welch langer Zeit man bereits diese Ungerechtigkeit zwischen Armut und Wohlstand kennt, und wie viele Leute darauf aufmerksam gemacht haben. Es ist erschreckend, dass die Menschheit diese Mahnungen ignoriert. Martin Luther sagte ,,Es passt sich aber nicht, dass einer auf des andern Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohl lebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.“ Ich meine, man kann sich nicht bloß Beschweren, im Vergleich zu früher, zumindest in der westlichen Welt, geht es den unteren Klassen sogar besser als damaligen Fürsten, die hatten weder Computer noch Automobile. In heutiger Zeit sind wir jedoch weit von einer gerechten Verteilung entfernt, und von gleichen Chancen, und von Ethischer Ökonomie, oder einer tugendhaften Zivilisation, von einer umweltbewussten Lebensweise, oder von globalen Gesetzen, von vorbildlicher Herrschaftsregierung, von Krieg befreiten Planeten, etc. und all diese Dinge, haben ausschließlich mit Geld zu tun, und dieses Geld liegt im Besitz der Maßlosen. Seneca: ,,Der ist Elend, dem das Überflüssige notwendig, das Entbehrliche unentbehrlich geworden ist.“ Er sagte auch ,,Das Geld hat noch keinen Reich gemacht.“ Platon: ,,Es entstehen alle Kriege um den Besitz des Geldes willen.“ Albert Einstein: ,,Das Geld zieht nur den Eigennutz an und führt stets unwiderstehlich zum Missbrauch.“ Etc. p.p.
Ideologie contra Naturmaschine
Es kam manchmal vor, dass mich Benjamin mit seinen Aussagen verwirrte, denn die hatten es in sich. So sprachen wir über die Existenz Gottes, des öfteren sogar, doch einmal fragte ich ihn, weshalb unschuldige Menschen, beispielsweise im zweiten Weltkrieg sterben mussten ohne, dass Gott sich eingemischt hätte, oder es irgendwie Verhindert hat, wenn er doch Allmächtig ist. Ben überlegte nie lange, er las sofort aus seinem Gedankenbuch vor und so Antwortete er reflexartig. >>Nicht Gott begeht die abscheulichen Taten, sondern abscheuliche Menschen entscheiden sich dafür, Abscheuliches zu Begehen, mit dem selben freien Willen, womit es gute Menschen entschieden haben, gutes zu Begehen, denn Gott prüft und lehrt die Seelen mit seiner Ordnung der Natur.<< Das genügte mir noch nicht, also fragte ich vehement nach, ob das nicht grausam von Gott wäre, ob es das Wert sei, die Existenz zu Erlauben, wenn so viel Leid erduldet werden muss? So Antwortete er. >>Es ist eine einseitige, pessimistische Wahrnehmung, denn ebenso erdulden wir die schönste Liebe und höchste Freude. So wenn Gott uns den Freien Willen gewährt hat, und dieser überwiegend richtig genutzt wird, und es nur an den Psychopathen scheitert, wäre es ungerecht denen gegenüber, die den freien Geist richtig nutzen, denn würde Gott sich einmischen und etwas vom freien Willen verhindern, so würde er es allen verhindern müssen, auch denen, diese ehrenhaft damit umgehen, so wie es Gott wohl eher für uns vorgesehen hat. Man könnte auch fragen, wieso hat Gott nicht das Wasser genommen, weil einige Menschen darin Ertrunken sind, oder wieso hat Gott uns das Feuer gezeigt, wenn einige darin Verbrannten? Abgesehen davon, uns bleibt nichts anderes übrig, als auf die Allwissenheit des ewigen Schöpfers zu Vertrauen, denn unser Wissen ist nicht die des Schöpfers, sondern die eines Geschaffenen, und an dieser Tatsache sollte man Erkennen können, dass für uns etwas grausam erscheinen kann, selbst wenn es das genaue Gegenteil sein könnte, wie Gerechtigkeit. Nehmen wir an, Gott hat uns die Wiedergeburt oder das nächste Leben vorbestimmt, wäre es dann noch grausam, wenn ein ermordetes Leben, welches doch sowieso sterblich ist, auf einer Welt weiterleben wird, welches einem Paradies gleicht?<< Er gab mir einige Sekunden, und ich dachte mir, verdammt klingt das logisch, dann sprach er weiter. >>Es ist also nicht Gott gewesen, der dabei zugesehen hätte was da geschah, es sind Menschen gewesen, die ihren freien Willen dazu missbrauchten, unsagbar abscheuliches zu Begehen.<< Aber Ben, wenn es doch Gott gibt, dann muss er doch zwangsweise dabei zugesehen haben, oder mindestens als Allwissender Gott, das erwartet haben, oder nicht? >>Ich denke mir, ich bin gerade nur eine unbedeutende, kleine Seele in einem sinnbildlichen Nanobruchteil der atomaren Zeitbewegung, auf einem Planeten voll weiterer Seelen, mit einer hohen Zahl von Generationen, in einer Galaxie, mit nochmals weiteren Planeten, in einem Universum, mit nochmals weiteren Galaxien, daher wäre es mir unlogisch von Gott zu Erwarten, er wäre wirklich Überall, zu jeder Zeit, und hätte nichts besseres zu tun, als ständig und ununterbrochen, einzelne Schicksale zu prägen und zu leiten, und jedem Wesen ihrer Gedanken zuzuhören. Ich denke vielmehr, Gott hat die Maschine der Natur erschaffen, und sie läuft und waltet nach seiner Anordnung.<< Du siehst es also wie Thomas Hobbes, dass alle Existenz rein physikalisch ist, wie
