Ein Luftschifferabenteuer - W. Belka - E-Book

Ein Luftschifferabenteuer E-Book

W. Belka

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Beschreibung

In "Ein Luftschifferabenteuer" entführt W. Belka die Leser in eine einzigartige Welt voller Pioniergeist und kühner Entdeckungen. Der Roman ist geprägt von einem lebendigen, bildhaften Stil, der die Faszination der Lüfte und die Herausforderungen des Reisens mit einem Luftschiff eindrucksvoll einfängt. Mit einem klaren Blick für Detail und einer anschaulichen Sprache schafft Belka einen fesselnden literarischen Kontext, der sowohl Abenteuerlustige als auch Liebhaber klassischer Reiseerzählungen anspricht. Die geschickte Verknüpfung von historischem Wissen und fiktiven Charakteren verleiht dem Werk eine besondere Tiefe und Authentizität. W. Belka, ein leidenschaftlicher Luftfahrtenthusiast und Historiker, weckt in diesem Werk seine persönliche Begeisterung für die Luftschifffahrt und deren geschichtliche Entwicklung. Er wurde von den Pionieren der Luftfahrt und der Idee des Abenteuers inspiriert, die den Menschen in der Geschichte des 19. Jahrhunderts zueinander führten. Belka gelingt es, seine Fachkenntnis mit kreativer Erzählkunst zu kombinieren, wodurch der Leser nicht nur unterhalten, sondern auch gebildet wird. Für Leser, die sich für Abenteuer, Geschichte und die Wunder der menschlichen Erfindungskraft interessieren, ist "Ein Luftschifferabenteuer" eine unverzichtbare Lektüre. Der Roman bietet nicht nur eine spannende Handlung, sondern animiert auch dazu, über den Mut und die Entschlossenheit nachzudenken, die es bedurfte, in die Lüfte aufzubrechen. Entdecken Sie die Höhen des menschlichen Geistes, und lassen Sie sich von diesem faszinierenden Luftschifferabenteuer ergreifen. In dieser bereicherten Ausgabe haben wir mit großer Sorgfalt zusätzlichen Mehrwert für Ihr Leseerlebnis geschaffen: - Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor. - Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2024

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W. Belka

Ein Luftschifferabenteuer

Bereicherte Ausgabe. Durch die Lüfte schweben und Abenteuer erleben: Ein literarischer Mix aus Mut, Entdeckung und Menschlichkeit
In dieser bereicherten Ausgabe haben wir mit großer Sorgfalt zusätzlichen Mehrwert für Ihr Leseerlebnis geschaffen
Einführung, Studien und Kommentare von Leif Dean
Bearbeitet und veröffentlicht von Good Press, 2024
EAN 8596547841678

Inhaltsverzeichnis

Ein Luftschifferabenteuer
Unvergessliche Zitate
Notizen

Ein Luftschifferabenteuer

Hauptinhaltsverzeichnis
Cover
Titelblatt
Text

Ein Luftschifferabenteuer

Inhaltsverzeichnis
52. Band. Erlebnisse einsamer Menschen Preis 20 Pf.
52. Band. Erlebnisse einsamer Menschen Preis 20 Pf.
Ein Luftschifferabenteuer[1q].
Hinter ihnen ging der Ballon in Flammen auf[2q].
Ein Luftschifferabenteuer.
W. Belka.

„Wenn Herr Leutnant mich nur ein einziges Mal mitnehmen würden …! Ich bin doch nun schon drei Monate bei der Abteilung, erst mit im Westen, jetzt hier in Rumänien. Und Herr Leutnant waren doch immer zufrieden mit mir …“

Der langaufgeschossene Junge in dem viel zu weiten feldgrauen Rock mit den Abzeichen des Luftschifferbataillons schaute den Offizier so flehend an, daß dieser halb lachend, halb ärgerlich erwiderte:

„Du bist mal ein hartnäckiger Quälgeist …!! Na – gut denn! Schließlich hast Du‘s ja verdient, daß man mal beide Augen zudrückt. Aber – passiert etwas, ich wasche meine Hände in Unschuld!“

Leutnant Hendrich gab jetzt einige Kommandos, und der eben erst aus den Stahlflaschen mit Wasserstoffgas gefüllte Fesselballon[2] wurde mittels der Kabelwinde so weit hochgelassen, daß der an zahlreichen Gurten hängende Ballonkorb vom Erdboden freikam, worauf der Offizier hineinkletterte, indem er dem Knaben zurief:

„Los denn! Rein mit Dir! Gute Augen hast Du ja. Vielleicht kannst Du da oben noch mehr erspähen als ich.“

Fritz Blümke war im Handumdrehen in dem engen Weidenkorb[4q]. Dann einige weitere Kommandos, und der an dem Stahlkabel befestigte mächtige Ballon begann zu steigen[3q].

Die Feldluftschiffer-Abteilung war hinter einer steilen Anhöhe mit ihrem Wagenpark, Gas-, Geräte- und Fernsprechwagen, aufgefahren. Vor kaum einer halben Stunde hatte die Sonne mit ihren ersten Strahlen den neuen Tag begrüßt, und schon kletterte die Riesenwurst zum Himmel empor, bald weithin sichtbar, so daß in dem Schützengräben vorn ein biederer Pommer mit Recht zu einem Kameraden sagte: „Du, Franz, die Wurschtmaxes[1] sind heut‘ wieder früh munter. Da kriecht schon son Ding hoch …! Und dicht an unsere Stellung herangewagt haben sie sich …!! Wenn die Sache man gut abläuft. Die Herren drüben werden bald mit ihrer Artillerie nach dem Ballon zu spucken beginnen, paß nur auf!“

Bald hatte die Riesenwurst, in deren Korb Leutnant Hendrich und Fritz Blümke sich befanden, eine Höhe von 100 Meter erreicht[5q]. Der Offizier rief jetzt durch den Fernsprecher hinunter, daß dies genüge[6q]. Sofort wurde die Kabelwinde abgestellt, und leicht hin und her pendelnd hing nun der Ballon am klaren Himmel.

Fritz hatte nur einen Blick rundum geworfen, als er auch schon begeistert jubelte:

„Herr Leutnant, nein, ist das schön hier oben!! So herrlich habe ich mir das Panorama doch nicht vorgestellt …! Da rechts, das muß die Donau sein …[7q] Natürlich ist sie‘s! Und dort drüben die Stadt mit den stumpfen Kirchtürmen … Ob das Braila ist, auf das unsere Armee es jetzt zunächst abgesehen hat …?!“

Der Offizier antwortete nur mit einem kurzen Kopfnicken. Donau und Braila waren ihm jetzt gleichgültig. Soeben hatte er durch das Glas eine feindliche Batterie entdeckt, die hinter einem Wäldchen aufgefahren war. Und weiter rechts bemerkte er nun auch eine anmarschierende Kolonne, – Infanterie, mindestens ein Regiment.

Sofort meldete er das Beobachtete durch das Telephon[3] weiter, und keine drei Minuten später blitzte es auch bereits in den nächsten deutschen Artilleriestellungen auf. Hendrich gab gut acht, wo die erste Salve saß. Man hatte die Kolonne unter Feuer genommen. Aber die Einschläge der Granaten lagen weit hinter der dunklen Menschenschlange, die sich eben durch ein Tal hindurchwand.

Wieder benutzte der Leutnant das Telephon, das jetzt direkt mit der feuernden Batterie verbunden worden war. Seine Anweisungen halfen. Die nächste Salve saß mittel im Ziel.

Drüben stoben die Feinde wie ein Haufen Federn auseinander, in die ein Windstoß fährt. Die Batterie benutzte jetzt Schrapnells, legte Sperrfeuer vor den Anmarschweg und trieb die Kolonne in voller Auflösung zurück[8q].

Fritz Blümke, einen guten Feldstecher vor den Augen, konnte genau die Wirkung der deutschen Salven verfolgen. In erregtem Eifer begleitete er jede Lage mit halblauten Ausrufen.

„Die war gut gezielt …! Da – wie sie rennen! Gebt’s ihnen, daß die Fetzen fliegen …, gebt’s ihnen!“

Der Offizier achtete nicht auf das Gerede des Jungen. Er hatte jetzt einen Zeichenblock in der Hand und trug die feindlichen Schützengräben in eine flüchtige Skizze des Geländes ein. Das kleine Dorf da vorn schien der Gegner um jeden Preis halten zu wollen. Er hatte sich davor eingegraben. Aber es konnte sich kaum um ein Bataillon handeln, das diesen Abschnitt verteidigte.

Gerade wollte Hendrich dies nach unten melden, als die Batterie hinter dem Wäldchen, die keine tausend Meter entfernt sein mochte, den Fesselballon zu beschießen begann.

Mit unheimlichem Heulen kam die erste Salve angesaust[9q]. Aber die Zeitzünder der Granaten waren schlecht eingestellt. Erst dreihundert Meter hinter der Riesenwurst krepierten sie.

Gleich darauf die zweite Salve.

„Zum Donner, die Sache wird ungemütlich!“ brummte der Leutnant, als ein Sprengstück mit eigenartigem Surren dicht an dem Ballonkopf vorüberflog. „Es wird Zeit, daß wir uns empfehlen“

Aber Fritz Blümke kam Hendrich zuvor, ehe dieser noch durch den Fernsprecher den Befehl zum Einholen des brauen Ungetüms geben konnte.

„Herr Leutnant, – dort habe ich soeben eine zweite Batterie entdeckt, – neben dem einzelnen Hause mit dem Strohdach“, rief er eifrig. „Fünf Geschütze sind’s … Der Feind hat sie durch Baumzweige maskiert. Und da links vor demselben Häuschen …“

Der Satz wurde nicht beendet. Um den Fesselballon krachte es plötzlich von krepierenden Geschossen. Dann eine starke Erschütterung, als ob eine Riesenfaust gegen das Stahlkabel geschlagen hätte, ein zweiter Ruck, und die gasgefüllte Seidenwurst schnellte urplötzlich wie ein Pfeil senkrecht nach oben …

Hendrich wußte sofort Bescheid. Ein Sprengstück hatte das Stahlkabel durchschlagen[10q]. Aus dem Fessel- war ein Freiballon geworden, der jetzt, immer höher steigend, mit dem Winde nach Südosten zu davontrieb[11q].

Ein Glück, daß der Wind diese Richtung hatte …! Auf diese Weise würde man bald irgendwo im eigenen Etappengebiet landen können.

Der Leutnant griff schon nach der Ventilleine, um Gas ausströmen und das graue Ungetüm sinken zu lassen[12q]. Er zog kräftig, fand aber keinen Widerstand, und gleich darauf fiel ihm die dicke, feste Schnur vor die Füße. Sie war oben dicht am Ventil von einem Granatsplitter gestreift worden und jetzt an der beschädigten Stelle durchgerissen.