Eine böse Intrige - Leah Konstantin - E-Book

Eine böse Intrige E-Book

Leah Konstantin

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Beschreibung

Eine Tragödie spielt sich im Eden Palace ab. Die Fluglinienchefin Sheryl Andersen will sich an ihrem untreuen Ehemann Pete rächen. Sie lädt Pete und seine schwangere Freundin Emily unabhängig voneinander ins Eden Palace ein. Während der Pilot Pete glaubt, seine Ehefrau scheue keine Kosten und Mühen, um ihn zu sehen, glaubt die naive Emily an einen romantischen Heiratsantrag ihres Freundes, von dessen Ehe sie nichts weiß. Sie ahnen nicht, dass Sheryl plant, beide im Restaurant des Eden Palace in aller Öffentlichkeit bloßzustellen und zu demütigen. Die gesellschaftlichen Folgen für sie selbst sind Sheryl gleichgültig. Ihr Schwager Ben, der sie in das Doppelleben seines Bruders einweihte, versucht die Betrogene von ihrem Plan abzubringen. Doch die erfolgreiche Geschäftsfrau bleibt stur. Erst Bens Geständnis, Sheryl hingebungsvoll zu lieben, lässt die harte Fassade des schönen Racheengels bröckeln. Doch dann taucht eine weitere Geliebte von Pete Andersen im Eden Palace auf. Die Ereignisse überschlagen sich. Kaum ist die zarte Romanze zwischen Luzie Linders und Sebastian Porter dabei, sich zu entfalten, scheint schon alles zerstört zu sein. Die Lüge, die offenbar im Spiel ist, zieht Luzie hinab in eine Welt der Enttäuschung und des Schmerzes. Was helfen in dieser Situation die unzähligen in Verzweiflung abgesandten SMS von Sebastian! Sein Verrat, von dem Luzie überzeugt ist, hat ihr Vertrauen bodenlos erschüttert. In diesen Augenblicken schließt die schöne junge Hotelerbin aus, noch einmal im Leben der Liebe irgendeines Mannes Glauben zu schenken. Das Schlimmste für sie ist Sebastians Arglosigkeit, die nach allem, was geschehen ist, ja nur gespielt, vorgetäuscht sein kann. Ist er denn so ein dreister Schauspieler? Getrieben von einer anderen Frau, deren Tücke Luzie nicht durchschaut? Wie soll sie in diesem Zustand der Erregung, der Niedergeschlagenheit die Geschicke des Hotels leiten? Ist Eden Palace durch das private, persönliche Schicksal seiner jungen Besitzerin endgültig gescheitert?

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Seitenzahl: 217

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Eden Palace – 3 –Eine böse Intrige

Leah Konstantin

»This is Lancaster Gate. This is a Central Line train to Epping. The next station is Marble Arch.«

Luzie Linders starrte angespannt auf das Display ihres Smartphones. Ihr Körper befand sich zwar in der Londoner U-Bahn, mit ihren Gedanken und Gefühlen war die hübsche junge Frau jedoch weit entfernt in einer Welt der Enttäuschung und des Schmerzes.

»Bitte Luzie, lass uns reden. Wenn ich etwas falsch gemacht habe, dann sag mir wenigstens, was es war.«

Wie in Trance las sie die vermutlich hundertste SMS, die sie von Sebastian Porter seit dem gestrigen Abend erhalten hatte. Tränen traten in Luzies gerötete Augen, die sie hinter einer großen Sonnenbrille verbarg. Die halbe Nacht hatte sie auf der Dachterrasse ihres Hauses in Notting Hill gesessen und den vollen Mond am sternenklaren Himmel über London angeheult. Keine Sekunde hatte sie die Schönheit der lauen Sommernacht genießen können. Zu sehr quälte sie Sebastians Verrat. Welcher Teufel hatte sie bloß geritten, diesem Mann zu vertrauen? War es seine Attraktivität gewesen? Seine sanften Augen, das zärtliche Lächeln des dunkelhaarigen Bartträgers? Oder diese tiefe, aber gefühlvolle Stimme, mit der er sie direkt in ihrem Herzen getroffen hatte? Ja, Sebastian hatte sie vom ersten Augenblick an fasziniert. Aber hätte sie es nicht trotzdem besser wissen müssen, nach allem, was sie in ihrer Heimat Deutschland mit ihrem ehemaligen Geliebten Ansgar erlebt hatte? Auch bei ihm hatte sie an die große Liebe geglaubt. Doch der zehn Jahre ältere Familienvater hatte sie von Anfang an nur belogen, ausgenutzt und ihr schließlich fast das Herz aus dem Leib gerissen. So wie Sebastian jetzt. Nur, dass ihr ihre Gefühle für Ansgar lächerlich gering vorkamen, nachdem sie Sebastian, entgegen ihrem Verstand, das Herz geöffnet hatte. Und nun besaß dieser Mistkerl nicht einmal den Anstand, sie in Ruhe ihre Wunden lecken zu lassen und tat, als ob er nicht genau wüsste, was er ihr eigentlich angetan hatte.

»Miss«, holte die freundliche Frau des Sicherheitsdienstes sie zurück in die Realität. »Lancaster Gate Station. Steigen Sie hier sonst nicht immer aus?«

»Ja, natürlich«, schüttelte Luzie erschrocken ihren blonden Lockenkopf. Sie zwang sich zu einem dankbaren Lächeln.

In letzter Sekunde sprang Luzie Linders aus der U-Bahn auf den Bahnsteig. Doch ihr Kontakt zur Außenwelt währte nicht besonders lang. Gedankenverloren folgte sie dem Menschenpulk durch die gekachelten Rolltreppenröhren. Die pulsierende Energie des Londoner Underground mochte Luzie an diesem Tag nicht erreichen. Eine Energie, die sie für gewöhnlich wie einen Schwamm in sich aufsog. Doch heute blieb das bunte Leben der unterschiedlichsten Kulturen und Lebensentwürfe der weltoffenen Metropole, die die Besitzerin der Kensingtoner Nobelherberge Eden Palace so lieben gelernt hatte, nur kaum beachtete Kulisse ihres Daseinskampfes. Mühsam schritt die Hotelerbin durch den ihr entgegenkommenden Menschenstrom geschäftiger Großstädter, der in den Londoner Underground drängte.

Auf der Bayswater Road angekommen stand Luzie überfordert am Straßenrand. Verzweifelt versuchte sie sich auf den Verkehr zu konzentrieren, als in ihrer schwarzen Marlene-Hose aus edelstem Chiffon ihr Smartphone klingelte. Obwohl ihr verletztes Herz Luzie geradezu anschrie, keine weiteren SMS von Sebastian zu lesen, erlag die traurige junge Frau dem Drang und griff nach ihrem Handy. So als könnte sie nur durch wiederholten Schmerz begreifen, was tatsächlich geschehen war. Als gäbe es keine andere Möglichkeit, ihre Sehnsucht nach Sebastian Porter zum Erlöschen zu bringen. Noch vor vierundzwanzig Stunden hatte sie ihn für den wundervollsten Mann auf Erden gehalten. Aber die bittere Wahrheit war, dass der widerwärtige Spitzel sich nur an sie herangemacht hatte, um sie im Sinne ihrer Hotelmanagerin und Erzfeindin Clarissa Darlington zu manipulieren. Die ganze Nacht über hatte Luzie sich dafür gescholten, sein Spiel nicht sofort durchschaut zu haben. Sie wusste doch, dass Clarissa keine Hemmungen kannte, um ihr das Leben im Eden Palace, das sie vor einem halben Jahr geerbt hatte, so schwer wie möglich zu machen.

»Ich liebe dich, Luzie. Du bist alles für mich. Was ist nur geschehen?«, las Luzie sich die SMS laut vor. Ein älteres Paar, das neben ihr am Straßenrand stand, horchte kurz irritiert auf und schenkte ihr dann ein mitfühlendes Lächeln.

»Ich hasse dich«, sagte Luzie leise, ohne Notiz von dem Paar zu nehmen.

Sie verstaute das Smartphone in ihrer Vivien-Westwood-Handtasche und lief wie in Trance auf die stark befahrene Bayswater Road, um auf die andere Straßenseite zu gelangen. Plötzlich wurde sie jäh von einer Männerhand, die ihren Oberarm fest umklammerte, zurück auf den Bürgersteig gezogen. Im Augenwinkel sah Luzie noch einen Lieferwagen an ihr vorbeibrausen, der sie um ein Haar überfahren hätte. Erschrocken schaute sie in das Gesicht ihres Retters.

»Kein Mann der Welt ist es wert sein Leben zu lassen, junge Frau«, sagte der ältere Herr, der ihren Arm vorsichtshalber immer noch umklammert hielt.

»Er muss es wissen«, kicherte seine Frau.

»Natürlich nicht«, stammelte Luzie benommen. »Ich meine, ich war nur …«

»… mit ihren Gedanken bei dem Mistkerl?«, lächelte die ältere Frau sie an.

Luzie nickte traurig.

Der ältere Mann ließ sie vorsichtig los und streckte ihr seine Hand entgegen.

»Kommen Sie, ich glaube, es ist besser, wir bringen Sie sicher über die Straße.«

Seine Frau legte ihre Hand sanft in Luzies Rücken, und gemeinsam geleiteten sie sie auf die gegenüberliegende Straßenseite.

»Danke«, flüsterte Luzie Linders.

»Sollen wir Sie noch ein Stück begleiten?«, fragte die ältere Dame.

»Nein, nicht nötig«, fing sich die junge Hotelierin allmählich wieder. »Ich habe eine Verabredung im Italian Gardens Café in Kensington Gardens. Das sind ja nur ein paar Meter.«

Aber Luzies irdische Schutzengel bestanden darauf, die hübsche Blondine noch bis zum Marlborough Gate zu begleiten. Am Eingang des Parks verabschiedeten sie sich mit den besten Wünschen für die Zukunft. Luzie holte tief Luft und bändigte ihre zerzauste blonde Lockenmähne mit zwei Ebenholz-Haarstäben, die sie mit noch leicht zittrigen Fingern aus ihrer Handtasche holte. Der Beinahe-Unfall vor ein paar Minuten auf der Bayswater Road saß ihr noch in den Knochen. Von Sebastians teuflischem Spiel mit ihr ganz zu schweigen. Doch beides galt es nun abzuschütteln. In wenigen Minuten würde sie den mächtigen Hotelmagnaten Reto Schübli treffen. Der Besitzer einer internationalen Nobelhotelkette hatte sie zum Mittagessen eingeladen, um etwas mit ihr zu besprechen. Egal wie schlecht es ihr momentan auch gehen mochte, Luzie musste sich jetzt zusammenreißen und die Geschäftsfrau in ihr wieder zum Leben erwecken. Immerhin gehörte ihr eines der traditionsreichsten Luxushotels in London. Und dieses unerwartete Erbe hatte sie nicht nur zu einer der reichsten Frauen Großbritanniens gemacht, sondern auch zu einer Businessfrau, die für die über achtzig Menschen, die im Eden Palace arbeiteten, die Verantwortung trug. Und ihre Hotelfamilie verließ sich auf sie. Das war Luzie bewusst. Deswegen galt es nun ihre Gefühle hintenan zu stellen und sich aufs Geschäft zu konzentrieren. Unter ihrer Dummheit Sebastian Porter vertraut zu haben, durfte das Eden Palace, das Luzie ihr bis dahin unbekannter Vater Arthur Fitzroy vor einigen Monaten hinterlassen hatte, nicht leiden. Das war der Schurke Sebastian nun wirklich nicht wert. Luzie machte ihre Schultern gerade und zwang sich forschen Schrittes den Park zu betreten. Bis zum Italian Gardens Café war es nur ein Katzensprung. Der einfache Pavillon mit dem bepflanzten Flachdach lag direkt am Eingang des Parks neben dem Queen Annes Alcove inmitten eines Biotops aus mediterranen Pflanzen. Ihre Augen richteten sich fest auf den vor ihr liegenden Weg, um ja nicht ihre mühsam erkämpfte Fassung durch einen Blick auf den Queen Annes Alcove zu verlieren. Die frisch verliebten Paare, die sich an diesem romantischen Ort im Herzen Londons besonders gerne trafen, waren weiß Gott der falsche Anblick bei Liebeskummer. Doch kaum wollte Luzie zum Parkcafé abbiegen, hörte sie ein ihr vertrautes Pfeifen aus dem Alkoven. Sie erkannte es sofort. Es war das Pfeifen ihres Chefportiers und väterlichen Freundes Geoffrey Buttery. Doch normalerweise hörte sie seine Pfiffe vor ihrem Hotel in der Kensington Road, wenn das Urgestein des Eden Palace einen Pagen herbeizitierte, um der betuchten Klientel des Luxushotels bei dem Gepäck behilflich zu sein. Verwundert drehte sich Luzie um und entdeckte in der Tat Geoffrey Buttery, der anstelle eines Liebespaares in dem Queen ­Annes Alcove saß und Luzie zu sich herbeiwinkte.

»Geoffrey, was machen Sie hier?«, wunderte sich Luzie, als sie sich neben den Freund auf die hölzerne Bank in dem halbrunden, historischen Unterstand setzte. »Ist etwas Schlimmes passiert? Und wer um Himmels Willen empfängt gerade unsere Gäste?«

»Es ist alles in bester Ordnung. Die Abreise der Hochzeitsgesellschaft verlief reibungslos, und an der Tür des Eden Palace vertritt mich unser Bellboy Ajit. Er ist ein cleverer Junge, machen Sie sich keine Sorgen.«

»Clever schon«, räumte die Hotelierin ein. »Und er ist großartig, wenn es um den Zimmerservice oder das Ausrufen von Gästen geht. Aber er hat keine Erfahrung als Portier.«

»Er hat ein gutes Menschengespür, das ist das Wichtigste«, beharrte ­Geoffrey.

»Nun gut, es lässt sich jetzt eh nicht mehr ändern«, fügte sich Luzie. »Und was sagt Mister Fox dazu?«

»Der Herr Empfangschef kocht vor Wut«, grinste Geoffrey breit. »Natürlich behauptet er, ich hätte ihn vorher fragen müssen, da Ajit als Bellboy auch ihm unterstünde.«

»Geoffrey, habe ich Sie nicht gebeten, diese ewige Fehde mit Mister Fox zu beenden?«, versuchte Luzie streng zu wirken, doch es fehlte ihr an der nötigen Kraft.

»Dazu gehören immer noch zwei, und mir scheint, Sie haben schwerwiegendere Probleme als unsere kleinen Kabbeleien.«

»Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen«, wich Luzie hastig aus.

»Und ob Sie das wissen«, suchte Geoffrey ernst Luzies Blick. Sie war seine Chefin, aber er liebte sie wie eine Tochter, die das Schicksal ihm vorenthalten hatte.

»Seit ich Sie kenne, sind Sie das allererste Mal nicht zur Arbeit erschienen. Sonst kommen Sie jeden Morgen. Und wenn es nur für ein paar Stunden ist, um nach dem Rechten zu sehen.«

»Dann habe ich mir wohl einen freien Vormittag mehr als verdient, oder!?«, erwiderte Luzie trotzig.

»Sie rennen gestern Abend plötzlich völlig kopflos aus dem Hotel. Wenige Minuten zuvor haben Sie noch vor Glück gestrahlt. Heute Morgen erscheinen Sie nicht im Eden Palace. Mister Porter rennt herum wie Falschgeld und fragt jeden, ob er Sie gesehen hat. Ich bin kein Dummkopf. Also, was ist passiert, Miss Linders?«

»Clarissa Darlington ist passiert«, antwortete Luzie düster. »Sie hat Sebastian auf mich angesetzt. Und ich dumme Kuh bin auf die Schmierenkomödie der beiden hereingefallen. Ich könnte mich ohrfeigen.«

*

»Ich habe deine Bedenken zur Kenntnis genommen und möchte nichts mehr davon hören.«

Rosalba Rizzo hatte große Mühe an sich zu halten. Sie liebte ihren Mann Giovanni von ganzem Herzen. Aber sie konnte es einfach nicht leiden, wenn er ihre Entscheidungen infrage stellte. Es gab nun mal Dinge, die getan werden mussten. Und manchmal waren diese Dinge auch weniger schön. Vielleicht auch moralisch nicht immer ganz einwandfrei. Aber das machte sie nicht weniger nötig. Die erfolgreiche Aktionskünstlerin war durchaus bereit, die schwierigen Angelegenheiten des Lebens für ihre Familie zu regeln. Von ihrem Mann, der zeit seines Lebens nur für seine Malerei gelebt hatte, erwartete sie dabei keinerlei Unterstützung. Doch dann sollte Giovanni bitte auch verdammt noch mal den Mund halten und eines seiner sündhaft teuren Bilder malen, anstatt sie zu kritisieren. Eigentlich hatte er sie immer gewähren lassen, selbst wenn sie ihm angemerkt hatte, dass er mit dem, was sie tat, überhaupt nicht einverstanden gewesen war.

Allerdings war dann irgendwann diese Sache mit ihrem Sohn Dino passiert. Seitdem spielte sich Giovanni als Moralapostel auf, was Rosalba gehörig gegen den Strich ging. Als ob die Sache an sich nicht schon belastend genug gewesen wäre.

»Misses Rizzo, wir erreichen das Eden Palace in wenigen Minuten«, merkte der Fahrer des Künstlerehepaares vorsichtig an und lenkte ihr Tesla-Elektroauto von der Cromwell Road in die Queen’s Gate.

»Und es ist uns auch ganz sicher niemand gefolgt?«, fragte Rosalba ihren Fahrer. Nervös zwirbelte sie eine Strähne ihres langen hennaroten Haares.

»Ganz sicher nicht, Misses Rizzo«, bekam sie zur Antwort.

»Haben Sie auch darauf geachtet?«

»Selbstverständlich.«

»Das will ich für Sie hoffen«, erwiderte Rosalba mit bedrohlichem Unterton. »Sollte irgendjemand erfahren, wo wir uns mit Toby befinden, möchte ich nicht in Ihrer Haut stecken.«

Sie wickelte die rote Kaschmirdecke noch fester um das Baby auf ihrem Arm, sodass nur noch Mund und Nase zu sehen waren.

»Ich bezweifle, dass die Tesla Goldmetallic-Sonderedition die beste Wahl des Fluchtautos ist, wenn du unentdeckt bleiben willst«, warf Giovanni Rizzo seiner Frau einen zynischen Blick zu. »Aber was weiß ich schon.«

»Genau, was weißt du schon«, giftete Rosalba Giovanni an.

»Zum Beispiel, dass sich das Eden Palace gerade zum Geheimtipp mausert und du ein Trendjunkie bist. Wie so ziemlich jeder in unseren Kreisen weiß.«

Rosalba funkelte ihren Mann zornig an. Sie wusste selbst, dass ihre Flucht überstürzt, wenig durchdacht und die Wahl des neuerdings angesagten Luxushotels als Versteck nicht perfekt war. Doch bevor der Streit des Künstlerehepaars eskalieren konnte, fuhr ihr Tesla vor dem Eden Palace vor, wo Ajit Yadav nervös auf ihre Ankunft wartete. Für den Bellboy bedeutete die Aufgabe, die Geoffrey Buttery ihm übertragen hatte, eine große Chance. Endlich konnte er allen beweisen, was in ihm steckte, nämlich viel mehr als nur der Zimmerservice und kleine Hausmeistertätigkeiten. Der Chefportier des Eden Palace musste Ajits Potential erkannt haben, davon war der neunzehnjährige Sohn indischer Einwanderer in der dritten Generation überzeugt. Auf keinen Fall wollte er seinen Vorgesetzten enttäuschen. Schon von Weitem hatte er den goldfarbenen Tesla entdeckt. Seine Aufgabenstellung war klar. Er sollte die Rizzos zuvorkommend, aber mit besonderer Diskretion begrüßen und so unauffällig wie möglich ins Foyer des Eden Palace geleiten. Als der Tesla vor dem Chefportier in spe zum Halten kam, nahm der junge Mann Haltung an und näherte sich dem Wagen betont weltmännisch. Die beiden für das Gepäck der Rizzos zuständigen Pagen warfen sich amüsierte Blicke zu. Mister Buttery verstand es großartig, mit der einen Hand die Türen der ankommenden Nobelkarossen zu öffnen, während er seine andere Hand den Gästen als Hilfe beim Aussteigen anbot. Genauso wollte es Ajit auch machen. Voller Elan zog er mit der linken Hand am Türgriff des Tesla und streckte die rechte Hand elegant aus. Fast zeitgleich schnellte die Flügeltür der Elektrolimousine noch oben und erwischte den glücklosen jungen Portier mit voller Wucht am Kinn. Ajit taumelte einige Schritte nach hinten, bevor er benommen zu Boden ging. So sehr sich seine Kollegen auch bemühten, sie schafften es beim besten Willen nicht, sich zusammenzureißen, sondern brachen in schallendes Gelächter aus. Genervt drückte Rosalba den kleinen Toby fest an sich, stieg aus dem Tesla und eilte ins Eden Palace.

»Junger Mann, Sie haben in Ihrem Job noch einiges zu lernen«, zischte sie den am Boden kauernden Ajit bissig an.

»Ich bin untröstlich, Madam«, rieb sich Ajit das Kinn und rappelte sich trotz seines massiven Schwindelgefühls auf. Mit wackeligen Knien wankte er ins Foyer, um seiner Aufgabe auf irgendeine Art und Weise noch gerecht zu werden. Giovanni Rizzo folgte ihnen mit einem amüsierten Grinsen zur mahagoniverschalten Rezeption des Eden Palace.

»Dieses Hotel hat eine sehr spezielle Vorstellung von Diskretion«, erklärte Rosalba Rizzo mit scharfem Blick auf den eintrudelnden Ajit dem Empfangschef Mister Fox gereizt. »Ich möchte augenblicklich in meine Suite. Wenn es geht, mit etwas weniger Aufsehen.«

»Selbstverständlich«, schob Mister Fox devot die Schlüsselkarte über die Marmorplatte der Rezeption in Giovanni Rizzos Richtung. »Ich bedauere diesen Vorfall außerordentlich.«

»Ich ebenfalls«, knurrte Misses Rizzo.

»Unser Chefportier ist unglücklicherweise spontan erkrankt«, log Mister Fox mit vollendet aufrichtiger Miene. »Bis seine Vertretung eintrifft, bleibt uns bedauerlicherweise nichts übrig als auf unqualifiziertes Personal zurückzugreifen.«

Ajit Yadav verstand den Seitenhieb seines Vorgesetzten sofort, lief hochrot an und wünschte sich nichts sehnlicher, als dass sich der Boden unter ihm auftäte.

»Und diesen Laden nennst du Geheimtipp?«, wandte sich Rosalba mit hochgezogenen Augenbrauen an ihren Mann.

»Also ich fand die Showeinlage spitze«, schob Giovanni seine Frau in Richtung Fahrstuhl.

Der Empfangschef eilte den Rizzos persönlich voraus, um den Lift für das Künstlerpaar zu holen. In ihrem weiten Kleid mit dem neonfarbenen Blumenmuster wirkte Rosalba Rizzo in dem Luxushotel ebenso fehl am Platz wie ihr Ehemann Giovanni, der seinen Schlabberlook aus schwarzem Leinen in Jesuslatschen spazieren führte.

»Seien Sie versichert, dass Ajits Fauxpas Konsequenzen haben wird«, kroch Carter Fox förmlich vor den Stars der Kunstszene. »Ich werde die Managerin unverzüglich in Kenntnis setzen.«

Die Kabinentür öffnete sich, und die Rizzos betraten, gefolgt von den Pagen mit ihrem Gepäck, den Fahrstuhl.

»Lassen Sie es gut sein«, antwortete Mister Rizzo dem Empfangschef. »Ich meine das ernst, ich will nicht, dass der Junge Ärger bekommt. Er konnte nichts dafür und hat wirklich genug abgekriegt.«

Ängstlich beobachtete Ajit, wie Mister Rizzo und der Empfangschef miteinander redeten. Doch so sehr er sich auch bemühte, er konnte nicht hören, worüber sie sprachen. Während sich die Aufzugtür hinter den prominenten Gästen wieder schloss, kehrte Mister Fox zur Rezeption zurück.

»Die Rizzos haben mich gebeten, Miss Darlington über Ihr Fehlverhalten zu informieren«, log er Ajit dreist an. »Und machen Sie sich keine Hoffnung, dass Ihr Mentor sich für Sie einsetzt. So etwas kann selbst Buttery Ihnen nicht durchgehen lassen.«

Ajit Yadav senkte beschämt den Blick und entfernte sich mit hängenden Schultern aus der Hotellobby. Das war dann wohl das jähe Ende seiner kurzen Karriere als Portier. Alles was ihm blieb, war nur die vage Hoffnung, dass er nicht noch mehr Unheil anrichten würde, bevor Mister Buttery ihn ablöste. Doch viel schlimmer als die Schmach war, dass er den liebenswürdigen Chefportier des Eden Palace enttäuscht hatte. Ausgerechnet Geoffrey Buttery, dem er so viel verdankte.

*

»Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich mich so in Sebastian getäuscht habe«, schloss Luzie Linders verzagt ihren Bericht vom gestrigen Abend. »Zwei Tage lang haben wir Seit an Seit gekämpft, damit Lady Patricia und unser Nick heiraten können. Und dann verrät er unseren Plan ausgerechnet an die Schlange Clarissa Darlington.«

Tränen bahnten sich hinter Luzies riesiger Sonnenbrille ihren Weg zu ihrem Kinn. Dort sammelten sie sich, um ausgerechnet auf ihre schicke Marlene-Hose zu tropfen. Eilig wühlte die junge Hotelierin in ihrer Vivien Westwood-Handtasche nach einem Kosmetiktuch und trocknete die Tränen auf ihrer Hose, bevor sich auf dem schwarzen Chiffon Salzränder bilden konnten. Auch wenn ihr hundeelend zumute war, sie hatte gleich noch ein wichtiges Meeting.

»Und um ein Haar hätte Clarissa genau mit diesem Wissen gesiegt«, fügte sie erschüttert hinzu.

»Ich kann mir gut vorstellen, wie Sie sich fühlen, mein Kind«, strich Geoffrey Luzie sanft über den Rücken. Der Chefportier hatte die letzten beiden Tage noch gut in Erinnerung. Er selbst war skeptisch gewesen, ob man Sebastian vertrauen könnte. Immerhin war er der Assistent von Clarissa Darlington. Und die intrigante Hotelmanagerin hatte wirklich alles darangesetzt, um die Hochzeit der jungen Adligen Lady Patricia und des aufstrebenden Jungkochs Nick Saunders im Eden Palace zu sabotieren. Alle, die Miss Darlington etwas besser kannten, wussten, dass es ihr nur darum gegangen war, Luzie Linders zu schaden und sie aus dem Eden Palace zu vertreiben. Aber Sebastian hatte in dieser schwierigen Situation die gesamte Zeit über fest zu Luzie gehalten. Ja, Geoffrey glaubte sogar, dass Luzie ohne Sebastian diese Schlacht gegen Clarissa verloren hätte. Ohne mit der Wimper zu zucken, hatte die Hotelmanagerin ausgerechnet zum Hochzeitstermin einen Ärztekongress ins Eden Palace eingeladen und damit das Luxushotel maßlos überbucht. Doch Luzie und Sebastian hatten die Mediziner mit einem Exklusivkonzert des Popstars Gloria Glory davon überzeugen können, ihren Kongress auf dem Landsitz der Brauteltern abzuhalten. Als dieser Plan kurz vor der Trauung zu scheitern drohte, war es Sebastian gewesen, der mit einem flammenden Plädoyer alle, insbesondere Gloria Glory, motiviert hatte weiterzukämpfen. Diese Rede von Sebastian, in der er Luzie geradezu in den Himmel gehoben hatte, war es gewesen, die Geoffrey davon überzeugt hatte, ihm zu vertrauen. Wie sehr hatte er sich für die beiden gefreut, als er Luzie und Sebastian auf der Hochzeitsfeier glücklich vereint erlebt hatte. Dieser Verrat machte überhaupt keinen Sinn. Aber alle Fakten sprachen inzwischen eindeutig gegen Sebastian.

»Was ich nur nicht verstehe«, rieb sich Geoffrey nachdenklich die Nase. »Was hat Sebastian davon?«

»Keine Ahnung«, räumte Luzie betrübt ein. »Zuerst habe ich gedacht, Clarissa hat sich diese Geschichte ausgedacht, um mich zu verletzen.«

Luzie setzte ihre Sonnenbrille ab, um sich die Tränen aus dem Gesicht zu wischen. Geoffrey erschrak als er ihre geröteten Augen erblickte, die von einer durchweinten Nacht zeugten.

»Aber Geoffrey, seien Sie ehrlich. Wem, der von unserem Plan wusste, würden Sie diesen Verrat zutrauen?«

»Niemandem«, gab das Urgestein des Eden Palace zu. »Ich würde für jeden meine Hand ins Feuer legen.«

Die Hausdame Maria Escobar und der Chef de Cuisine Jeremy Hunter hatten durchaus ihre Reibereien mit Luzie, weil sie ihnen etwas zu viel frischen Wind in das Traditionshotel brachte. Aber sie waren loyal, und sie hassten Clarissa Darlington.

Der Florist Marcel de Beausoir hatte diese Ehe gestiftet und würde eher eine dornige Rose verspeisen als Luzie Linders an die Hotelmanagerin verraten. Und Gloria Glory war die beste Freundin der Braut. Außerdem hatte Clarissa Darlington ihr übel mitgespielt. Nein, bis auf Clarissa Darlingtons Handlanger Mister Fox, den niemand eingeweiht hatte, stand die Hotelfamilie des Eden Palace fest hinter ihrer Chefin. Jeder konnte sehen, wie sehr das Luxushotel aufblühte, seit die junge Hotelerbin die Geschicke des Hauses in ihre zarten, aber zupackenden Hände genommen hatte.

»Ich weiß auch nicht, wieso Sebastian das getan hat«, erklärte Luzie düster. Nachdem sie ihr Make-up gerichtet hatte, versteckte sie ihre traurigen Augen wieder hinter der großen Sonnenbrille. »Was ist, wenn Sebastian Porter der eigentliche Satan ist und ein doppeltes Spiel spielt?«

»Sie meinen, wenn zwei sich streiten …«

»Wer weiß das schon?«, raffte Luzie ihren erschöpften Körper auf. »Womöglich will er sich sowohl Clarissa als auch mich warmhalten.«

»Trotzdem, Miss Linders, sprechen Sie mit Sebastian. Vielleicht hat er eine plausible Erklärung.«

»Ich muss los, Geoffrey«, wich die Hotelerbin aus. »Ich habe einen Geschäftstermin.«

»Es ist wohl auch besser, wenn ich Ajit allmählich wieder ablöse«, entschied sich Geoffrey ebenfalls aufzubrechen.

»Machen Sie das«, küsste Luzie ihren väterlichen Freund auf die Wange. »Ich komme bald auch ins Hotel. Länger als eine Stunde wird das Treffen nicht dauern.«

»Wollen Sie sich heute nicht lieber freinehmen?«, erkundigte sich Geoffrey besorgt.

»Auf keinen Fall«, schüttelte Luzie entschlossen den Kopf, »soll ich das Eden Palace etwa Clarissa Darlington überlassen?«

Sie strich ihre Chiffonhose glatt und richtete ihr Haar.

»Sie glauben gar nicht, wie gerne ich dieses Wort höre«, atmete Geoff­rey Buttery sichtlich auf. »Ich hatte schon Angst, Sie würden hinschmeißen.«

»Heute Nacht war ich fast so weit«, gestand Luzie mit dem Anflug eines Lächelns. »Aber im Moment bin ich überzeugt, dass ich kämpfen werde. Auch wenn es in der nächsten Zeit nicht einfach sein wird, Sebastian zu begegnen.«

»Was hat Sie bewogen umzudenken?«, erhob sich nun auch Geoffrey von der halbrunden Holzbank.

»Sie, mein Freund«, drückte Luzie den Chefportier bewegt an sich. »Sie und die Eden Palace Familie. Solange Sie alle hinter mir stehen, werde ich niemals aufgeben.«

Aufgewühlt machte sich Luzie von Geoffrey los.

»Aber nun muss ich weiter, bevor ich wieder anfange zu heulen und mein Make-up ruiniere.«

*

Angespannt starrte Clarissa Darlington auf das Display ihres Smartphones, während sie mit dem Aufzug ins Foyer des Eden Palace fuhr. Immer noch keine Nachricht von Reto. Die ganze Nacht über hatte sie ihrem heimlichen Geliebten und Verbündeten im Kampf um das Eden Palace SMS und E-Mails geschrieben. Sie hatte ihm auf die Mailbox gesprochen und sogar die Geheimnummer für Notfälle angerufen. Aber Reto hatte sie ignoriert. Offensichtlich war er immer noch wütend und enttäuscht, dass Clarissa die Bilderbuchhochzeit der jungen Adligen mit dem Koch des Eden Palace nicht hatte verhindern können. Clarissa wurmte es ja selbst, dass ihr Hassobjekt Luzie nun in der Öffentlichkeit wieder einmal wie der strahlende Engel dastand. Das machte es nicht gerade einfacher, Luzie ihr Erbe madig zu machen. Aber hatte Reto sich dann gleich an diese Schlampe heranschmeißen müssen? Ausgerechnet an Luzie Linders, dieses blonde Gift, das sie beide doch aus dem Eden Palace vertreiben wollten. Vielleicht verfolgte Reto mit seinem Flirt auch nur einen Plan. Aber warum ging er dann nicht an sein Telefon, damit sie darüber reden konnten. Und wie sollte sie Reto so von ihrer erfolgreichen Attacke gegen Luzie Linders erzählen. Von ihrer genialen Lüge, mit der sie dieser unverdienten Aufsteigerin den Boden unter den Füßen weggezogen und zugleich Sebastian Porter in seine Schranken verwiesen hatte. Noch nie zuvor war ihr ein derartiger Schlag gegen ihre Widersacherin gelungen. Die Überwachungskamera, die sie auf Wunsch ihres Spitzels Mister Fox in der Rezeption hatte einbauen lassen, machte sich nun mehr als bezahlt. Luzie Linders war heute nicht einmal zur Arbeit erschienen. Eine Tatsache, die sie nutzen konnte, um die Belegschaft des Eden Palace wieder nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen. Aber ohne diesen Triumph mit ihrem Geliebten teilen zu können, fühlte er sich irgendwie schal an. Während die sich öffnenden Fahrstuhltüren Clarissa in die Hotellobby entließen, zeigte das Smartphone der Hotelmanagerin eine SMS an. Für eine Sekunde keimte Hoffnung in Clarissa Darlington auf. Doch es war nur ein befreundeter Journalist, ihre Ex-Affäre Rob Parks, der sie kontaktierte.

»Verdammt, das Interview. Das hätte ich fast vergessen«, sagte sie halblaut zu sich selbst und steuerte auf die Bar des Eden Palace zu.

Mister Fox hatte sie informiert, dass die Hotelbar ihre Tore fünf Minuten zu spät geöffnet hatte. Eine willkommene Gelegenheit, um ein Exempel zu statuieren. Dieser undurchdringliche Josh Wood mixte zwar den besten Manhattan Londons, aber zu Clarissas Unmut konnte sie den verschlossenen Barkeeper einfach nicht einschätzen. Absolut niemand wusste, was dieser Mann dachte, und solche Leute beunruhigten die Hotelmanagerin. Als Clarissa Darlington die Bar betrat, fand sie jedoch dort anstelle des erwarteten Josh Wood den Hotelfloristen Marcel de Beausoir vor. Ausgerechnet den selbsternannten Amor des Eden Palace. Den Fanboy von Luzie Linders, der mit seiner Kuppelei zwischen Lady Patricia Walmoden und Nick Saunders die Ursache für all den Ärger gewesen war, den Clarissa in den letzten Tagen wegen der Hochzeit hatte ertragen müssen. Die Managerin fletschte innerlich die Zähne.

»Dürfte ich erfahren, wo sich Mister Wood befindet?«, erkundigte sie sich ohne ein Wort der Begrüßung.

Marcel de Beausoir, der mit dem Auffüllen des Barbestands beschäftigt war, würdigte Clarissa keines Blickes. Das tat er eigentlich nie. Zum einen, weil der Anblick ihrer blauschwarzen asymmetrischen Frisur sein ästhetisches Empfinden störte und zum anderen, weil er wusste, dass Miss Linders’ Gegenspielerin nichts mehr wurmte. Obwohl sie das natürlich nicht offen zeigte.

»Josh?«, erwiderte Marcel und verteilte die Cocktailkarten auf den Bartischen. »Der liegt noch im Bett.«