Eine Reise zu mir selbst - Mevanya D. Y. Dogbé - E-Book

Eine Reise zu mir selbst E-Book

Mevanya D. Y. Dogbé

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Beschreibung

Mevanya nimmt Dich mit auf eine Reise zu Dir selbst. Tauche ein in die Welt der Glaubenssätze, Deines Seins, Deiner Möglichkeiten und Limitierungen. Wer bin ich? Wer bist Du? Wer ist sie und wie können wir sein? Mit all dem beschäftigt sich dieses Buch. Mevanya kehrt erstmals zurück nach Togo, das Land ihrer Urväter und Vorfahren und begegnet dabei nicht nur sich selbst, sondern auch Dir. Sie nimmt Dich mit auf einen magischen Weg zurück zu Dir selbst über Hügel und Täler des Landes, des Lebens und des Seins. Traust Du Dich, Deine volle Wahrheit zu sehen, sie zu leben und zu lieben was Du bist? Ein Augenöffner für jeden, der bereit ist! Magisch, authentisch, klar, herausfordernd, warm, philosophisch, laut und leise. Das Leben in jeder Zeile!

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Seitenzahl: 129

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Mevanya

Eine Reise zu mir selbst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Reise zu mir selbst

 

 

Mevanya

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum

Texte:   © Copyright by Mevanya D. Y. DogbéUmschlag: © Copyright by Mevanya D. Y. Dogbé

 

Verlag:

Mevanya D. Y. Dogbé

Max-Brauer-Allee 24322769 Hamburg

 

[email protected]

www.mevanya.com

Vorwort

Der Inhalt dieses Buches bist Du. Du liest hier alles und nichts, etwas über Dich, ein wenig über mich, und vieles, was andere nicht lesen werden. Du begegnest Dir, mal hier mal dort, erkennst Sozialisierung, Glaubenssätze, Wünsche und Ängste. Nicht nur meine werden Dir bewusst, sondern vor allem Deine eigenen, wenn Du magst. Höre hin, fühle hinein, sei, wer Du bist und begleite Dich selbst auf diesem Weg durch einige Stunden ganz mir Dir. Danke, dass ich Teil sein darf; Teil Deines Weges, Teil Deines Glücks, Teil Deines ganz besonderen Lebens und der Stunden, die ich bei Dir bin. Wo auch immer Du bist, wenn Du möchtest, werde ich auch dort sein. Denn wir sind alle Eins, verbunden in uns, nie allein. Was auch immer Du hier findest, es sagt ein wenig über mich und zeigt Dir so viel mehr über Dich, wenn Du genau hinschaust. Komm mit mir auf eine Reise zu mir selbst und finde Dich wieder auf einer Reise zu Dir selbst.

 

Anna

Ich habe hier zwei wundervolle Schwestern. Anna ist ein sanfter Riese. Ihr Lächeln verlässt fast nie ihr Gesicht und ihre Bäckchen (Wangen) sind längst zu kleinen, festen Bällchen geformt, die ihr schwarzes Gesicht stets fröhlich anmuten lassen. Sie erinnert mich an ein Sumo-Baby, wenn es jemals so etwas gab. Ihre fast schwarze Haut glänzt auch außerhalb des Sonnenlichts, alles an ihr scheint rund, weich und übergroß. Ihre Unterarme sind so dick, dass sie ein Herz formen. Ich mag Anna und ich weiß schon jetzt, dass Anna mit Abstand meine Lieblingsschwester ist. Sie lacht und schaut mit schräg in die Schulter gedrücktem Kopf gen Himmel “ja, böse bin ich nie!”, übersetzt mein Vater mir ihre Worte, denn Anna spricht weder Englisch, noch Französisch oder gar Deutsch. Anna spricht lediglich Ewe.

Ich liege auf der Couch, betrachte ihre Sanftmut und Güte, die sie überall mithinträgt. Ja, böse ist sie nie. Jede meiner Fasern weiß, dass das, was sie gerade sagt, der Wahrheit entspricht. Liebevolle Wehmut durchströmt mich. Ich würde am liebsten aufspringen, zu ihr rüber gehen, mich auf den Sessel neben ihr setzen und  in meiner großen Schwester versinken. Ich stelle mir vor, wie ich meinen Kopf an sie lege und mich ins pure Glück kuschele, als hätte ich nie etwas anderes getan. Anna kommt mir so vertraut und nah vor. Ich liebe Dich, Anna! Wenn Du nur wüsstest, wie sehr.

Und als ich nun diesen Text abtippe, frage ich mich, ob man das so schreiben kann. Sollte oder muss ich Anna anders beschreiben? Mit sanfteren Worten, oder geeigneteren? Und darf ich eine Lieblingsschwester haben? Zudem noch eine, mit der ich nicht aufgewachsen bin, wenn meine Schwester daheim, mir so sehr am Herzen liegt? Sollte ich auch das umformulieren, damit sie es nicht falsch versteht und nicht verletzt ist?

Fragen, Zweifel und Unsicherheit machen sich breit.

Und ich frage Dich: Hättest Du diesen Absatz so stehen lassen? In einem Buch, das jeder lesen kann? Oder hättest Du das Gefühl gehabt, den einen oder anderen Teil verändern zu müssen oder zu wollen, um andere zu schützen? Schützen wovor? Welche Glaubenssätze beeinflussen Deine radikale Wahrheit? Was bedeutet richtig und falsch, Gut und Böse für Dich?

Wahrheit ist neutral und vielseitig. Kann ich meinen, was ich da schreibe und auch alle meine Schwestern gleich viel lieben? Gibt es mehr als eine Wahrheit? Ist Wahrheit immer nur eins oder eins und auch viele? Und können wir überhaupt viel und wenig lieben? Oder nur anders? Ist anders am Ende gleich, weil Liebe Liebe ist?

Eine dicke Frau kommt durchs Tor. Sie stapft und strahlt und blinzelt fröhlich aus ihren schmalen Augen. Dies ist das erste Mal, dass ich Anna sehe. Bis vor wenigen Monaten wusste ich nicht, dass ich eine Halbschwester habe, ganz zu schweigen davon, dass es nun zwei sind. Doch heute treffe ich erstmal nur Anna und freue mich, sie kennen zu lernen.

Anna wirkt stark. Sie ist groß gewachsen, sicher ein bis zwei Köpfe größer als ich, sie wankt von einem auf den anderen Fuß um ihr Gewicht zu stemmen, ihre Arme hängen entspannt und kraftvoll zugleich an ihrem Körper hinunter.

Ich bin unsicher. Wie soll ich eine Schwester, von der ich nie etwas wusste, begrüßen. Weiß sie, wer ich bin? Hat sie ihr Leben lang von mir gehört? Werden wir einander mögen? Und wie steht sie zu mir? Noch bevor ich über all das nachdenken kann, hat sie den kurzen Weg vom Tor zu der Terrasse hinter sich gebracht und breitet, nachdem sie auch die letzten zwei Stufen bewältigt hat, freudestrahlend ihre Arme aus. Puh! Ein Stein fällt mir vom Herzen, Freude durchdringt mich. Auch ich breite nun meine Arme aus und falle ihr kurzerhand überschwällig um den Hals. Anna! Wie schön ist es, dich kennen zu lernen. Am liebsten würde ich sie vorerst nicht loslassen, doch Anna hat bereits den Griff gelockert und wartet wohl darauf, dass ich es ihr gleichtue. Ein wenig widerwillig entlasse ich Anna aus der Umarmung und schaue ihr in die Augen. Ein tiefes, verschmitztes Funkeln, gepaart mit Unsicherheit und Scham kommt mir aus ihren dunklen Augen entgegen. Und ich spüre was sie verkörpert, ohne auch nur ein Wort zu sagen. “Willkommen!”, sagt sie in Ewe. Willkommen, Anna, willkommen in meinem Leben! Willkommen in meinem Sein.

Anna dehnt gern ihre Flanken. Sie sitzt auf einem Sessel und beugt ihren gesamten Oberkörper zu einer Seite. Meist ist das die Seite, auf der niemand anderes sitzt, also weg von uns. Sie legt dann den Arm der gestreckten Seite über ihren Kopf, sodass ihre Armbeuge über dem Sakral Chakra liegt. Ihr Kopf ruht sicher zwischen ihrem Arm und der Schulter und selbst ihr Hals streckt sich sanft zur Seite. So kann sie stundenlang sitzen. Es ist nicht so, dass sie stillsäße. Anna ist immer in Bewegung, doch anders als bei anderen, stört mich das bei ihr nicht. Ihre Bewegung nehme ich kaum wahr, sie wirken harmonisch und natürlich, unaufgeregt. Und wenn sie mal in ihrem so ganz eigenen Takt auf die Armlehne des Sessels klopft, wirkt das auf mich, wie ein kleiner Teil des großen Ganzen, wie ein unabdingbarer Mikrobestandteil einer kosmischen Harmonie, die ohne das Klopfen nicht vollkommen wäre. Anna ist echt, Anna ist authentisch, in allem, was sie tut und ist. Das spüre ich.

 

Kossi, Kossi

Ich sitze am Botoqin Stand und warte darauf, dass meine heißen, frisch frittierten Bällchen gleich fertig sein mögen. Ich kämpfe mit den Tränen und merke, so frei, wie ich mich in meiner kleinen, spirituellen Blase fühle, bin ich nicht. Ich verbiete mit gerade, hier, jetzt all meine Emotionen zu zeigen, zu leben, zu sein. Ich lasse meinen Tränen keinen freien Lauf, ich bin nicht alles von mir und nicht vollkommen echt. Ich möchte mich hier nicht erklären, ich möchte nicht auffallen, als die weinende Yovo (Weiße). Ich möchte nicht noch mehr anders sein, als ich es, in diesem Land, eh schon bin. Ich halte meine Tränen zurück.

Die Armut dieses Landes bricht mir das Herz. Ein schätzungsweise erst dreizehn Jahre alter Junge zieht einen Karren durch ein wadentief mit rotem Wasser und Schlamm gefülltes, fünf mal fünf Meter messendes Loch in auf der Straße. Er wird dies den gesamten Tag und jeden Tag tun, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die Karren sich meterhoch beladen und nur dürftig zusammengeschnürt. Wenn ihm irgendetwas von seiner wertvollen Ladung über Board geht, ist er vermutlich nicht nur seinen heutigen Lohn los, sondern gleich auch seine einzige Erwerbsquelle.

Seit heute früh um 5:30 Uhr ist er auf den Beinen und er wird bis 17:30 Uhr nur eine Pause machen. Gleich geht die Sonne unter, dann wird er seinen Karren abstellen, seinen Verdienst von etwa 3-5€ nehmen und nach Hause gehen. Er wird eventuell noch eine Kleinigkeit essen, sich auf seine Matratze legen und in einen diffusen Schlaf fallen. Bis morgen früh, wenn alles von vorne beginnt und seine schmerzenden Muskeln erneut seinen mit Hunderten von Kilogramm beladenen Karren durch die Straßen ziehen, immer in der Hoffnung, dass er heute genug verdient, um etwas zu essen zu haben, um das Dach über seinem Kopf noch einen Tag, noch einen Monat länger halten zu können und es eines Tages mal besser zu haben.

“Warum darf er nicht einfach Kind sein?”, schießt es mir durch den Kopf. Warum können Kinder nicht einfach Kinder sein, unbeschwert sich selbst und die Welt erkunden?

Und wer sagt eigentlich, dass wir im Westen abgeschnitten von uns selbst und unseren Emotionen sind? Kannst Du Dir vorstellen, was man tun muss, vergessen und ignorieren muss, um so leben zu können? Ich kann es mir nur im Ansatz vorstellen und es bricht mir das Herz. Meine Kehle schnürt sich zu. Ich vermag nicht zu erfassen, was du durch machst, kleiner Kossi.

Kossi ging die Straße runter. Den voll beladenen Karren im Schlepptau, meistert er gekonnt eine riesige Pfütze nach der anderen. Er konnte inzwischen gut einschätzen, welche mit Schlamm und Wasser gefüllten Löcher in der Straße zu bewältigen waren und um welche er besser einen großen Bogen fuhr. Dies’ war manchmal nötig, um die Ware, die er geladen hatte, nicht zu gefährden. Heute war ein guter Tag. Seine Schwester hatte letztes Wochenende geheiratet und er erfreute sich immer noch der Feier und Freude ob der neuen Familienmitglieder. Der leichte Regen, der sich angenehm kühlend über den Tag verteilt hatte und seine Haut immer wieder erfrischt hatte, war eine willkommene Abwechslung in Kossis Arbeitstag, der sonst von stechender Sonne und viel Schweiß geprägt war. Es war genau die richtige Mischung aus Sonne, dem grau, grellen Licht, das so typisch für diese Jahreszeit ist, und den sanften Regentropfen. Eine Brise Wind, die immer genau dann einsetze, wenn es Kossi gerade einmal wieder zu warm vor Anstrengung wurde, rundete das Paket ab und lies Kossi den heutigen Tag in guter Erinnerung behalten.

Kossi blickte die Straße hinunter. Noch etwa 50 Meter, dann hatte er es geschafft. Dann würde er Karren ein letztes Mal für heute abladen, seinen Lohn einstecken und endlich etwas essen gehen. Die Stunden seit seiner ersten Mahlzeit heute morgen waren viele, doch er war froh, heute zwei Mahlzeiten gehabt zu haben. Jeden Tag konnte er sich das nicht leisten. Er spürte, wie ein Schweißtropfen seine Stirn hinab, über seinen Nasenrücken lief und, unten angekommen, ihn frech an seiner Nasenspitze kitzelte. Er lachte und dachte sich “Wie einfach und wie schön das Leben sein konnte!”. Dankbarkeit und Frohmut erfüllten ihn. Was für ein Glück, dass er damals nach Lomé gekommen war, was für ein Glück, dass er diese Arbeit gefunden hatte und was für ein Segen, dass sein Chef genug verdiente, sich Kossis Dienste leisten zu können. “Mögen wir alle auch morgen gute Geschäfte machen”, dachte er sich und kehrte, immer noch lächelnd, in die betonierte Hofeinfahrt seines Auftraggebers ein. Heute war ein guter Tag!

 

Wünsche (k)einen Wunsch

Warum der Hahn um drei Uhr in der Früh so einen Radau machen muss, ist mir unerklärlich. Alle fünf Sekunden ertönt sein bekloppter Ruf. Irgendetwas stimmt doch mit seiner inneren Uhr nicht. Meine jedenfalls funktioniert super. Sie sagt: “Um fünf Uhr musst du raus, nicht um drei Uhr! Also dreh dich noch einmal um und ruh’ dich aus!”, “Würde ich ja gern”, erwidere ich meiner inneren Uhr, “geht aber nicht!”.

Ich bin nervös. Gar nicht so furchtbar tief in mir drin, weiß ich, dass der Hahn gar nicht das Problem ist. Er war sicher auch die vier vorigen Nächte, die ich hier verbracht habe, zur gleichen Uhrzeit wach und aktiv und es hat mich nicht gestört.

Ich frage mich, wie der Wald, in den wir gleich fahren, wohl aussehen wird. Wie werden die Menschen, die dort leben und wirken, wohl sein? “Das wird sicher die Erfahrung, die mir bisher gefehlt hat!”, denke ich mir und lächle gespannt.

Ich stelle mir weite Steppe vor, roter Sand bestimmt das Bild. Ein kleines Dorf mit runden Häusern aus Lehm erscheint vor meinen Augen. Die Dächer sind spitz und mit Stroh oder getrockneten Palmwedeln gedeckt, kleine, schwarze Kinder laufen lachend und spielend umher, die Älteren und Erwachsenen betrachten mich neugierig. Schon im Vorbeifahren mit Papas altem VW Golf, Baujahr 1991, laufen Kinder nebenher, rennen mit, um uns zu begrüßen und rufen mir unverständliche Willkommensgrüße zu. Vor dem Dorf, doch nicht in Sichtweite der hübschen, runden Häuser, sehe ich hochgewachsene Büsche. Rau, stachelig, wenig einladend geben sie in schmalen Pfaden nicht einsehbare Tiefen eines geheimen Waldes frei. Jener Wald ist der Wald in dem Mein Opa gelebt und gewirkt hat. Ein seit Jahrhunderten geheimes Versteck und Zentrum des spirituellen Führers des Ewe Volkes. Tiefes Buschland, das nur die Eingeweihten allein betreten können und dürfen. Unwegsames Gebiet, in dem man sich verliefe, oder einen Schlangenbiss riskierte, versuchte man, auf eigene Faust den heiligen Ort des Wassers, den Kern des Waldes von Be zu finden. Habe ich jenen einmal mit Hilfe der Nonna gefunden, erstreckt sich ein dunkelgrüner, satter, feuchter Urwald vor meinem Auge. Das Wasser kann ich förmlich riechen, die Bäume sind dicht und gesund, groß und stark. Jahrhunderte alte Gewächse ragen herrschaftlich und zugleich milde und sanft in die Höhe. Ich bin an einem zauberhaften Ort der Stille und Tiefe, der Wahrheit und der Weisheit, Jahrhunderte alten Wissens und nicht Wissens. Ein Ort, an dem sein langer Zeit Magisches geschieht und vor sich geht.

Der Mann, der den Platz meines Großvaters eingenommen hat, würdigt mich keines Blickes. Ich bin willkommen, doch ansehen muss er mich dafür nicht.

Ich spüre, dass das in Ordnung für mich ist. Die Frauen, die an diesem Ort leben und dienen, heißen Nonnas. Sie sind Auserwählte, hohe Priesterinnen, Eingeweihte und Gelehrte. Wer ihre Narbe ähnlich einer Sichel auf beiden Gesichtshälften, direkt neben dem Auge auf den Wangenknochen sieht, weiß gleich, mit dieser Frau legt man sich lieber nicht an. Diese Narbe, die mich inzwischen eher an einen Bogen mit Pfeil, oder eine gekreuzte Sichel erinnert, ist wirklich sehr eindringlich und gibt selbst mir das Gefühl, dass es ein Zeichen von unfassbarer Stärke sein könnte. Der Bogen ragt nicht selten bis fast ins Auge und ich frage mich, wie die Frauen jene Zeichen erhalten. Der Bogen scheint perfekt geschwungen, als sei er in einem Durchgezogen worden und ich frage mich, ob er gebrannt oder geschnitten wird, tippe aber darauf, dass eine Brandzeichnung anders aussähe und der Bogen dann bei jeder Nonna gleich wäre, was er nicht ist.

 

Der Wunsch

Zurück zu mir. In meinem Bett liegend, frage ich mich immer noch, was ich mir wünsche. Papa hat mir gestern Abend gesagt, ich solle mir bereits überlegen, was ich mir in der Zeremonie Wünsche, da ich das gefragt werden würde.