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Für's Reisen gibt es keine Altersgrenze. Besonders dann nicht, wenn zur Freude daran noch eine gewisse geistige und körperliche Fitness dazukommen. Dieses Buch enthält Texte und über 740 Fotos eines BLOGS, den Peter Angele - seit einigen Jahren im "(Un-)Ruhestand" - auf einer Weltreise verfasst hat. Er reiste mit leichtem Gepäck, mit nie mehr als 15 Kilogramm im Rucksack, dazu Kamera und ein Netbook. Das Buch enthält auch viele Tipps für's Reisen. Es ist auch eine Einladung an andere, selber so etwas zu unternehmen! Peter Angele hat zwar schon viele Orte der Welt bereist, aber eine Reise RUND HERUM hatte er noch nie unternommen. Nach seiner Pensionierung hat er das endlich nachgeholt.
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Seitenzahl: 147
Veröffentlichungsjahr: 2015
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REISEN? – REISEN!
1. Endlich mal RUND-HERUM …
Um die Welt in 100 Tagen? – Also los!
Der Plan nimmt Form an
Noch vier Wochen
3, 2, 1 … und tschüs!
2. ARGENTINIEN
Buenos Aires I – erst mal leer schlucken und dann rein …
Buenos Aires II – Auf Erkundungstour
Buenos Aires III – Der unglaubliche Markt von San Telmo
Zwischenspiel
URUGUAY
– Colonia del Sacramento
Buenos Aires IV – Es gäbe so viel zu entdecken, aber …
Iguazú – die
cataratas
– wow! …
Seitenwechsel: Foz do Iguaçu – diesmal von
BRASILIEN
aus
Busfahrt der (ermüdenden) Superlative – Von Iguazú nach Salta
Salta – Mumien, etwas relaxen, Dinge erledigen
3. CHILE I
Über die Anden nach Chile – Passfahrt auf 4000 m ü. M.
San Pedro de Atacama
Pukará de Quitor – südlichste Inka-Festung
Valle de Luna – auf dem Mond, dem Mars, oder? …
Arica – an der Grenze zu Peru
4. PERU
Arequipa
Cusco – Herz des Inka-Reiches
Saqsaywamán – Riesige Inka-Festung und Kultstätte
Puno, Titicacasee
5. CHILE II
Iquique
Santiago de Chile I
Valparaiso
Santiago de Chile II
6. NEUSEELAND
Auckland – Ākanara I
Auckland II – Pärke, Vulkane, Einfamilienhäusermeer
Auckland III – Vulkaninsel Rangitoto
„Glühwürmchenhöhlen“ in Waimoto
Bye-bye Auckland
Wellington I
Wellington II
Wellington III
Cook Strait
Christchurch I
Christchurch II – Greymouth, über die Southern Alps an die Westküste
Neuseeland zum Abschluss – (und ein „Geständnis“ …)
7. AUSTRALIEN
Sydney I
Sydney II
Melbourne
Perth
8. INDONESIEN
Gerade noch geschafft
Lombok
– Der Osten und Norden
Kurzer Trip nach
BALI
Kuta (Lombok): Freie Sicht aufs Meer
Gold – Wo sind die
gold-digger
geblieben?
Ein paar Orte und Strände im Süden – Hat sich etwas verändert?
Kuta – Nur noch ein paar Bilder
9. DANKE! - UND BIS SPÄTER
10. ZU DIESER REISE & ZU DIESEM BLOG
Was bleibt? – Ein paar Bemerkungen, Lehren und Tipps
Weg mit faulen Ausreden!
Unvorhergesehenes, Ärgerliches, Komplikationen – und was ich anders machen würde
Ein paar Lehren und Tipps für solche, die es auch versuchen wollen
Pensioniert? Prima! Mit 67 Jahren und einem Rucksack auf dem Buckel endlich einmal „rund herum“! Jetzt kann ich ein Projekt verwirklichen, das ich Jahrzehnte lang in Gedanken mit mir herumtrug. Das Gepäck durfte nicht mehr als 15 kg wiegen; hinzu kamen dann noch Kamera und ein Netbook, die ich in einem separaten, kleinen Rucksack und in einer Tragtasche mitnahm. Ausserdem hatte ich meine Komfort-Ansprüche deutlich unter die ***-Hotel-Grenze hinunter geschraubt. Wichtig war mir aber ein einigermassen funktionierender Internetzugang.
Ich bin immer gerne gereist. Trampen hiess das Zauberwort. Früher – ich rede von der 60er- und 70er-Jahren – war Autostopp eines der wichtigsten Mittel, um mit wenig Geld weiterzukommen. Das ist heute fast nicht mehr möglich (aus Gründen, auf die ich hier nicht eingehe). Aber man konnte so Tausende Kilometer vorankommen.
Eine andere Möglichkeit war, eine Occasions-Karosse zu kaufen, die unterwegs vielleicht einmal „ablag“; aber man konnte noch vieles selber reparieren, oder der nächste Dorfklempner half wieder auf die Sprünge. Wenn gar nichts mehr ging, schleppte einen ein Bauer mit seinem Gaul oder Traktor bis zur nächsten Tankstelle oder Reparaturwerkstatt. Es waren Situationen, die man sich heute fast nicht mehr vorstellen kann. Die heutigen, von Chips gesteuerten Autos erfordern bei einer Panne schnell mal eine „Ferndiagnose“; selber Hand anlegen ist fast nicht mehr möglich. Und via Fernortung (GPS) kennt der nächste Servicedienst ja den Standort des Wagens. – Man fragt sich, wo hier das Abenteuer geblieben ist, die Überraschung, Herausforderung …
*
Wir kamen auf unseren Reisen – sie mussten nicht mal weit in die Ferne führen – in Gebiete, die touristisch nur wenig (oder noch gar nicht) erschlossen waren. Einerseits waren das natürlich „paradiesische“ Zustände; andererseits war das Reisen eindeutig schwieriger, entbehrungsreicher, und es brauchte viel Geduld. Aber spannend war es halt – Neuland eben!
Ich kannte einige, die trampten ins Indische Goa, dieses von vielen geradezu mystisch verklärte Hippie-Paradies, das sich aber schnell auch als „Guru-Falle“ entpuppte: Manche kehrten als esoterische Spinner zurück. Ein anderes „Zauberland“ war Afghanistan (das man durchquerte, wenn man nach Pakistan und Indien weiterreiste); die andern „-Stans“ gehörten meistens noch zur damaligen UdSSR und waren kaum erreichbar. Aber der „Orient“ war ein heiss begehrtes Ziel. Einer, den ich gut kannte, tuckerte per Moped über den Balkan in die Levante. Er wollte das Mittelmeer umrunden. In Ägypten tauschte er sein Vehikel gegen ein Kamel ein. Er gelangte irgendwie nach Marokko, verkaufte seinen höckrigen Vierbeiner wieder, setzte nach Andalusien über und kehrte nach fast einem Jahr wieder in unsere Heimatstadt Arbon zurück.
Mein bester Jugendfreund – Physiker, Studium an ETH (Zürich) und MIT (Boston) – wanderte allein über die Rocky Mountains nach Kalifornien (und brachte hinreissende Fotos mit). Später begab er sich in den Süden Südamerikas, nach Patagonien, wo er, als versierter Alpinist, Berge bestiegen hatte, 30 Jahre bevor dort der Boom des „gehobenen Abenteuertourismus“ überhaupt einsetzte. Er war auch in Chile, zu seinem Pech just zu dem Zeitpunkt, als der faschistische General Pinochet, unterstützt von den USA, den gewählten sozialistischen Präsidenten Allende stürzte. Er landete, zusammen mit vielen Kommilitonen, im berüchtigten Stadion von Santiago. Später schickte er mir einen erschütternden Augenzeugenbericht – er hatte Tod und Folter an Putschistengegnern persönlich mitansehen müssen.
*
Ich hingegen war lange Zeit kein „Fernreisender“. Meine Ausflüge beschränkten sich auf Europa, in westliche Länder und in jene, die damals zum WAPA gehörten, also hinter dem „eisernen Vorhang“ lagen. Ich hatte einen anderen Weg eingeschlagen und mich mit Leib und Seele politisch engagiert. So hatte ich immer wieder Begegnungen mit Genossinnen und Genossen, auch mit Flüchtlingen und politisch Verfolgten; sie kamen aus Asien (Palästina, Iran, Irak), Afrika (Südafrika, Angola, Mozambique, usw.), Lateinamerika (u.a. Nicaragua, Chile, Argentinien), aber auch aus dem damals noch faschistischen Franco-Spanien, Portugal und dem von Putsch-Obristen gebeutelten Griechenland. – Es waren alles Menschen, die auch „auf Reise“ waren – allerdings alles andere als freiwillig.
Ab Ende der 70er Jahre begann sich der „Knopf“ bei mir zu lösen. Ich reiste in die USA (und ärgerte mich schon damals über die Zollschikanen) und Kanada. Später hielt ich mich einige Monate in Cuba auf. Dort lernte ich in der ersten Woche eine compañera kennen, mit der ich den Rest meines Aufenthalts durch die ganze Insel zog und natürlich Dinge sah, von denen ein „normaler Tourist“ nur träumen konnte. (Allerdings wurde sie zweimal von den Sicherheitskräften „reingenommen“; da rettete auch der Umstand nichts, dass ich mich selber als compañero auswies, denn mit Touristen – und ich war schliesslich einer – herumzuziehen, war für Einheimische einfach ein Tabu – wenn auch eines, das man mit etwas Glück, Beziehungen und Wissen umgehen konnte.)
1992 erschien in der „Basler Zeitung“ ein Bericht über Ausgrabungen im südsibirischen Altai-Gebirge. Winzig klein stand in einem Anhang, es sei noch ein Platz frei für eine Expedition dorthin. Ich rief sofort an – und kam zu einer meiner aufregendsten Reisen überhaupt. Ich konnte mich einer bunten Gruppe von Archäologinnen, Museumsfachleuten, Historikern und zwei Berufsfotografen anschliessen. Das Gebiet, in das wir reisten, war bisher top-secret; wir waren die ersten „Westler“, die in dieses einmalige Gebiet einreisen durften. Es liegt 500 Kilometer südlich von Nowosibirsk, in einer Hochebene, an das in wenigen Kilometern Abstand China, die Mongolei und Kasachstan angrenzen. Damals waren dort sogenannte Kurgane (Hügelgräber) der sagenhafte Skythen entdeckt worden. Dabei wurden sensationelle Goldschätze und andere Grabbeigaben ausgegraben. Zwei Wochen lang stand uns ein Grosshelikopter vom Typ MI-8 zur Verfügung; wir konnten landen, wo wir wollten. Grandios! Unter anderem unterhielt ich mich prächtig mit der Crew. Sie flogen ohne Radar! Einmal gerieten wir in einen Schneesturm und durchflogen gerade ein enges Tal mit einem wilden Gebirgsfluss. Einigen unserer Gruppe war die Panik ins Gesicht geschrieben. Die Piloten waren höchst konzentriert; der Navigator hatte gerade mal eine Landkarte auf den Knien. Er sagte mir, es sei zwar „etwas schwierig“, aber sie würden es schon schaffen, denn sie hätten Erfahrung. Sie alle hätten schliesslich jahrelang Kriegseinsätze in Afghanistan geflogen …
So könnte ich noch einige Geschichten mehr erzählen.
*
1999 lernte ich meine jetzige Lebenspartnerin Erika Muhr kennen. Sie reiste in jenem Jahr zum ersten Mal nach Indonesien. 2002 flog auch ich erstmals dorthin, auf eine Insel Namens Lombok. Ein Jahr später bestieg ich zusammen mit zwei Schweizern und einer Gruppe von Trägern den Gunung Rinjani; es ist ein aktiver Vulkan und mit 3726 Metern der zweithöchste Berg Indonesiens. Drei Tage waren wir auf Trampelpfaden und meist in der Fallgeraden unterwegs, bis zum Top. Seither hat mich Indonesien nicht mehr losgelassen – so wie meine Freundin, die jedes Jahr längere Zeit dorthin reist.
Aber noch immer schlummerte da die Idee von der Weltreise; je mehr ich jetzt reiste und je mehr Zeit ich hatte, desto mehr rückte dieser Gedanke wieder in den Vordergrund. Ich erinnere mich an ein lockeres Gespräch (September 2012) im Hotel Kuta Indah (in Kuta/Lombok; hier habe ich quasi meine indonesische „Basis“). „Das nächste Mal komme ich von der anderen Seite“, trug ich dick auf, „über Südamerika, Neuseeland und Australien.“ – Schneller, als ich's mir versah, wurde aus diesem leichthin dahingesagten „Versprechen“ ein veritabler Plan. Ja, ich wollte „es“ tun, und zwar so schnell wie möglich. Wer weiss, was kommt – ich weiss nur, dass ich immer älter werde. Warten wollte ich nun nicht mehr.
Auch wenn mir klar war, dass es keine „klassische Abenteuerreise“ mehr sein würde, zog ich schliesslich im Februar 2014 los. Mit leichtem Gepäck (in einem sog. Koffer-Rucksack), Kamera, einem alten Netbook (vor allem um den Blog zu schreiben und Hotels voraus zu buchen) und mit einem Around the World Ticket von Oneworld (weil die hier beteiligten Fluggesellschaften für die von mir gewählte Route das optimale Angebot besitzen) im Sack. Gereist wurde natürlich in der „Holzklasse“ (Langstreckenflüge sind zwar langweilig und grässlich, aber man kommt in nützlicher Zeit an ein fernes Ziel), und die Hotels und Hostels (auch zweimal ein Appartement) buchte ich immer über das Internet, jeweils vor der Abreise zum nächsten Ziel. Günstig mussten sie sein, zentral gelegen und wenn möglich mit freiem Internetzugang.
Der BLOG war mir wichtig, einerseits als eine Art Reisetagebuch, andererseits, um mit meinen Freunden in Verbindung zu bleiben.
Ich danke an dieser Stelle allen Freundinnen, Freunden und allen Interessierten, die mich – virtuell – begleitet haben. Ihre Kommentare waren oft lustig und auch sehr nützlich. Auch der E-Mail-Verkehr hat bestens funktioniert.
Besonders danke ich aber Erika. Sie hat mich voll unterstützt, und es ist nicht selbstverständlich, einen Partner für so lange Zeit einfach alleine losziehen zu lassen. Oder nicht? ...Peter Angele, Juni 2015
Veröffentlicht am 07/12/2013
Diese Fotos eines Zeppelins und einer JU 52 sind kein Zufall. Solange ich zurückdenken kann, war es mein Wunsch, mit einem solchen oder einem ähnlichen Vehikel die Welt zu er-fahren (Zeppeline fahren bekanntlich) oder zu er-fliegen. Jeden Tag ein paar hundert Kilometer weiterkommen, landen, wo es einem gefällt – und dort auch bleiben, solange man es aushält. Bis das drängende Gefühl aufkommt, endlich weiterreisen zu „müssen“. Immer nahe über dem Boden, um keine Einzelheiten zu übersehen. Ab und zu sollte es dann aber doch hoch hinaufgehen, in die Stratosphäre, um die „Übersicht“ nicht zu verlieren … Ich weiss, so etwas bleibt ein Traum …
Bleibt immerhin die Reise mit „üblichen” Mitteln. Mit Jets und Turboprops, Bahn, Bus und Schiff. Und zu Fuss. Mit wenig Geld am Hintern, dafür mit umso mehr Überraschungen und Abweichungen vom grossen „Plan“, den ich am aushecken bin. Das heisst, ich bin schon ziemlich weit vorangekommen. Seit Wochen wird mein Leben zu einem schönen Teil von Vorbereitungen bestimmt. Dazu gehören das Festlegen der Route (grosso modo; Abweichungen immer möglich), Papierkram erledigen (Pass, Visa, internationaler Führerschein, Impfpass, usw.), Fotomaterial zusammenstellen (Kamerawahl!), eigenes Computer-Material (Hardware, Software auf Stick …). Nicht vergessen: Sprachen lernen bzw. auffrischen. Für mich betrifft das aktuell Spanisch und Indonesisch (English no problem). Und schlussendlich muss das Ticket beschafft werden. Ich werde ein RWT (Round-The-World-Ticket) bei oneworld buchen. Kommt meinen Plänen am meisten entgegen.
Und wie ihr seht, richte ich auch einen Blog ein, damit der Informationsfluss „nach Hause“ nicht abreisst. Hoffe ich … Wie oft, wann und worüber ich schreiben werde, kann ich selbstverständlich nicht sagen. Ich lasse mich überraschen – also lasst auch euch überraschen.
Veröffentlicht am 13/12/2013
Was will ich auf einer Reise erleben, was sehen? Dazu gehören sicher nicht die paar Dutzend „Weltsehenswürdigkeiten”, zum Beispiel die Pyramiden von Gizeh, die chinesische Mauer, das Taj Mahal, usw.. Trotzdem, wenn man unterwegs ist und schon in die Nähe eines solchen Tourismus-Magneten kommt – warum nicht schnell vorbei sehen? So ist es mir bei der Planung ergangen. Was ich nicht verpassen möchte, ist das Spektakel der Iguazú-Fälle in Argentinien/Brasilien, oder, wenn ich schon in Peru bin, warum nicht die Ruinenstadt der Inka, Machu Picchu, besuchen? Allerdings ist das eine teure Angelegenheit (werde darauf zurückkommen, wenn ich erst einmal in Cuzco bin!).
Aber diese Dinge stehen nicht im Vordergrund. Viel lieber lasse ich mich überraschen, von einem unbeabsichtigten Besuch eines Dorfes oder einer abgelegenen Kleinstadt. Das bringt meistens mehr Informationen über ein Land und seine Bevölkerung, als es alle Ziele täten, die man nach einer üblichen Reisebroschüre („muss man einmal im Leben gesehen haben…”, usw.) bereisen würde.
Der kleine Plan gibt eine Übersicht. Was den Zeitplan betrifft, kann ich ziemlich sicher sagen, dass es Ende Februar 2014 losgehen soll.
So habe ich mir folgende Reise ausgedacht: Flug nach Buenos Aires, eventueller Abstecher nach Uruguai (Colonia del Sacramento), Iguazú (Wasserfälle), Salta, San Pedro de Atacama (Chile), Arequipa (Peru), Cusco, Puno (am Titicaca-See), der Küste Chiles nach mit dem Bus – mit einigen Zwischenhalten – nach Santiago de Chile. Von dort aus nehme ich einen Flug nach Auckland. Hier, in Neuseeland, will ich einige Wochen lang das Land erkunden (Mietwagen?). Per Schiff setze ich via die Cook Strait auf die Südinsel über und mache einen Abstecher in die Neuseeländischen Alpen (Southern Alps). Von Christchurch fliege ich nach Sydney. Dass Australien der teuerste Teil der Reise sein wird, ist mir klar. Per Bus oder Bahn reise ich nach Melbourne und fliege von dort nach Perth. Das nächste Ziel ist Indonesien. Hier werde ich eine Weile bleiben, weil ich auf Lombok viele Leute kenne. Und weil sich dann auch meine Lebenspartnerin Erika dort aufhalten wird. – Den Rest der Reise lasse ich noch offen. Vietnam wäre noch ein Wunschziel. Oder Myanmar … – Unwahrscheinlich. – Dann geht’s zurück in die Schweiz.
Veröffentlicht am 29/01/2014
Vor wenigen Tagen: Um das Abschmelzen der Devisenreserven zu stoppen, hatte die argentinische Regierung den Peso um 12.7 Prozent abgewertet. Die Regierung versucht damit, die arg gebeutelte Volkswirtschaft zu stützen (gegen 30% Inflation und sinkende Devisenreserven). Dazu versucht sie einmal mehr, den fallenden Wert des Peso in den Griff zu bekommen. Allein in diesem Jahr hat der Peso gegenüber dem US$ 17% verloren, mehr als jede andere Währung der Welt.
Genau das habe ich gemerkt, als ich mir letzten Sonntag kurz den Wechselkurs anschaute. Als ich die senkrecht nach oben schnellende Kurve sah, fiel mir die Klappe runter, und ich beschloss, etwas zu tun, das ich sonst lasse: Ich beschaffte mir vorgestern bereits in der Schweiz ein Bündel Pesos (denn normalerweise fährt man immer günstiger, wenn man erst im Land selber wechselt). Ich weiss ja nicht, was sich in den nächsten vier Wochen noch ereignen wird. Es lohnt sich aber in jedem Fall, die Entwicklung der Währungskurse zu verfolgen, besonders von Ländern, in denen die Inflation sehr hoch ist.
Genau vier Wochen warte ich noch auf den Abflug. Dann geht’s über Madrid nach Buenos Aires, wo ich ein paar Tage tief durchatmen und dann weiterreisen werde. Ich freue mich riesig auf diese Stadt. Fast alles habe ich erledigt, also „ins Blaue hinaus“ warten, wie diese Gesellen hier (Bild unten)? …
Das Bild heisst: „Auf was warten die denn?“ – Ich habe es vor 10 Jahren gemalt.
Ach ja, packen muss ich noch. Ich habe beschlossen, mein Gepäck auf allerhöchstens 15 kg zu beschränken. Bewusst nehme ich also kein 80- Liter-Monstrum von Rucksack mit, sondern einen praktischen, ca. 50 Liter fassenden Kofferrucksack, ohne Schnick und Schnack. In ihm lässt sich die Ware wie in einem flach liegenden Koffer versorgen. So muss ich nicht zuerst viel auspacken, bis ich – zuunterst – dann das finde, was ich eigentlich brauche. Ausserdem kann das komfortable Rückentragesystem zum Schutz auf Reisen im Flugzeug flach unter einer Abdeckung mit Reissverschluss verstaut werden.
Bleibt das Handgepäck. Dazu reicht mir ein kleiner Rucksack. Er enthält alles, was wirklich wichtig ist, und mit dem ich auch ohne den Inhalt des grösseren Rucksacks zurechtkommen würde. Ausser dem Geld, den Kreditkarten, den Dokumenten und den Foto-Speicherkarten und USB-Sticks; diese trage ich gesondert auf mir. Auch die Kamera kommt in einer alten Seitentragtasche unter.
P.S.: Ich hoffe, auch später den einen oder anderen nützlichen Tipp weitergeben zu können. Wenn ihr selber eine Reise plant, besucht im Internet Reiseblogs und Reiseforen. Sie sind eine schier unerschöpfliche Quelle von Hinweisen, Ratschlägen und Hilfen!
Veröffentlicht am 24/02/2014
