Einmal Sesamling bittel - Tahsin Ocak - E-Book

Einmal Sesamling bittel E-Book

Tahsin Ocak

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Beschreibung

Berlin-Neukölln ist einer der lebendigsten Bezirke Berlins, geprägt durch die verschiedensten Nationen, die hier eine zweite Heimat gefunden haben. Durch diese Vielfalt der Kulturen und Sprachen entstehen oft Reibungspunkte, die meistens friedlich gelöst werden. Aber es gibt auch Problemsituationen, die einen "Fremden" an die Grenzen seines logischen Denkens und seiner Toleranz bringen. So ist es, dem Inhalt dieser Geschichte nach, einem japanischen Diplomaten ergangen, der bei einem "simplen Einkauf einer Backware; Sesamring" in einer türkischen Bäckerei durch sprachliche Missverständnisse zuerst seinen Job, dann seinen Verstand; im Grunde sein ganzes, bis zu diesem Vorfall, erfolgreiches Leben verlor. Aber lesen Sie selbst, wie es zu dieser Tragödie kam, die mit dem Satz “Einmal Sesamling bittel” anfing..

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Seitenzahl: 25

Veröffentlichungsjahr: 2015

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"Einmal Sesamling bittel"

“Es ist ein Bezirk in Berlin: Neukölln. Dort kam es zu einem Missverständnis, verursacht durch einen Sesamring!”

So ein Fall ereignete sich in Mustafas Bäckerei,  “Mustafas Bäckerei“: Der berühmte, schlagzeilenvolle “Sesamring-Fall“!

Aber bevor wir uns dem Sesamring-Fall widmen, sollten wir einmal  einiges über die Protagonisten und den Tatort  wissen. Mustafas Bäckerei, “Mustafas Bäckerei“, befand sich neben Alis Internetcafe, “Alis Internetcafe”, auf der belebten Straße in der Mitte Neuköllns, der Hermannstraße. Mustafa war der Bäcker von “Mustafas Bäckerei“ und er war auch gleichzeitig der Eigentümer. Daher der Name “Mustafas Bäckerei“. Der eigentliche Namensgeber war indirekt sein Vater, der auch ein Bäcker war und eine kleine Dorf-Bäckerei in Anatolien betrieb. Die Dorf-Bäckerei hieß auch “Mustafas Bäckerei“, weil auch sein Vater  Mustafa hieß.

Mustafa aus Berlin war 75 Jahre alt, schmächtig, kauzig und lebte allein, weil seine Frau bei einem Verkehrsunfall in Anatolien tödlich verunglückt war. Eine Pferdekutsche hatte sie überfahren. Es war ein Delikt durch Alkoholeinfluss und einer Geschwindigkeitsüberschreitung. Das Pferd aß zuvor faule, gegorene Äpfel in Übermaß und nahm in diesem alkoholiserten Zustand an dem Verkehr teil. Mustafas Frau hatte keine Chance auszuweichen, denn die Pferdekutsche fuhr ca. 8 Km/h!

Durch den Alkoholtest erfuhr man später, dass das Pferd über 8,2 Promille alkoholisiert war. Es erhielt Arbeitsverbot, d.h., es durfte zwei Wochen keine Kutsche mehr schleppen. Mustafas Frau starb mit jungen 62 Jahren. Mustafa heiratete nicht mehr. Er liebte seine Frau abgöttisch. Überall, wenn er ein Pferd sah, mußte er an seine Frau denken und weinen. So beschloß er seine Heimat zu verlassen und auszuwandern. Er fing ein neues Leben in Berlin-Neukölln an. So mußte er nicht mehr schmerzlich an seine Frau denken, denn hier gab es keine Pferde, nur ab und zu Geier, aber Politiker gab es ja überall.

Wie sah Mustafa aus? Sein besonderes Merkmal waren seine Ohren, denn man sah sie nicht, weil das Haar, was reichlich aus seinen Ohren wuchs, seine Ohren verdeckte. Seinen Ohrhaarwuchs pflegte er mit Weichshampoo. Obenherum war er kahl. Er trug eine Hornbrille, was für seine 10 prozentige Sehkraft keine große Hilfe war. Sein Gehör war auch nicht viel besser. Er war fast gehörlos. Wenn er richtig erraten hatte, was der Kunde haben wollte, erhielt der Kunde die gewünschten Backwaren. Das kam aber fast nie vor. Dennoch lief die Kommunikation mit den Kunden problemlos, denn die Kunden nahmen das, was Mustafa seinem Gehör nach angeblich gehört zu haben glaubte! 

Es kam oft vor, dass die Kunden, die Schwarzbrot wollten, Weissbrot bekamen und Diäbetiker Baklava. Die Sache mit dem Wechselgeld war auch eine Art Glücksspiel. Der Kunde wusste nie, was er als Wechselgeld wieder bekommen würde. Es zu reklamieren war sinnlos, weil es nichts bringen würde, denn Mustafa sah und hörte fast praktisch nichts. Deswegen nahmen sie es problemlos so hin. Mustafa betrieb die Bäckerei allein. Sein Sohn wollte nicht in seine Fußstapfen treten und nur ein einfacher Bäcker werden. Er wählte einen anderen Beruf, er wurde Konditor! Mustafa war ein “intuitiver Bäcker”; er backte und verkaufte nach Intuition! Seine Kunden hatten sich an Mustafa und seine Eigenarten gewöhnt.

Mustafas Katastrophen wurden akzeptiert und waren noch in gewohntem Rahmen, bis eines Tages eine japanische Diplomaten-Familie in die Nebensstraße, der Silbersteinstraße, einzog; Die Familie Takahashi aus Tokyo, Herr Kiyoshi Takahashi, Frau Michiko Takahashi, der Sohn Haruto Takahashi und ihr Hund Fifishi.