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Mit Eis R setzt Karl Dame seine Reihe von Analysen, Betrachtungen und Handlungsaufforderungen unter dem Motto »Es ist so weit (Eis)«, die er schon zu Politik und zu Krieg und Frieden geschrieben hat, fort. Im vorliegenden Buch widmet sich der Autor dem Thema der Religionen, ihren Ursprüngen, Verbindungen und Institutionen. Neben einer kritischen Würdigung des Spannungsverhältnisses zwischen weltlicher und politischer Macht thematisiert Dame vor allem auch den wachsenden Widerspruch mit naturwissenschaftlichem Erkenntnisfortschritt und zunehmender Individualisierung. Er bricht eine Lanze für das mündige Individuum, das in einem naturwissenschaftlichen Universum seine Spiritualität lebt. Ein emotionaler Appell an die Mündigkeit des Einzelnen, der absolut lesenswert ist.
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Seitenzahl: 74
Veröffentlichungsjahr: 2026
Karl Dame
EIS R
Karl Dame
Es ist so weit, unsere Religion zu aktualisieren
R. G. Fischer Verlag
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.
© 2026 by R. G. Fischer Verlag
Sontraer Str. 13, D-60386 Frankfurt/Main
Alle Rechte vorbehalten
Schriftart: Palatino
Herstellung: rgf/1B
ISBN 978-3-8301-1996-8 EPUB
Es ist so weit, dass Gläubige sich vor Augen führen müssen, dass biblische Religionsführer immer noch Wissen verbreiten, das aus einer Welt von vor 2000 Jahren stammt und mit unserem aktuellen Weltwissen auf dieser Erde nichts mehr gemein hat. Die Aufgabe heißt Aktualisierung: Wechseln von einer über 2000 Jahre alten Religion zum zeitgemäßen Glauben.
Die Erde ist ca. 4,5 Milliarden Jahre alt. Eure Religion ist nur etwas älter als 2100 Jahre. Und ihr sagt: Unser Gott hat die Erde und Adam und Eva erschaffen.
Ihr habt 300.000 Jahre nicht gelebt (den ersten Homo sapiens fanden Archäologen in Jebel Irhoud, Marokko) und werdet nach 75 bis 100 Jahren auf dieser Erde weitere Tausende Jahre nicht mehr leben; bis zum Ende der Welt. Das wurde schon einmal vorhergesagt.
Nach der Zerstörung der Mayakultur im 16. Jahrhundert durch katholische Eroberer sind nur noch 4 Maya-Handschriften erhalten: in Mexiko-Stadt, in Madrid, in Paris und in Dresden. Die umfangreichste Schrift in Dresden enthält Ritual- und Weissagungskalender, astronomische und meteorologische Tafeln, rituelle Vorschriften und Götterdarstellungen. Der enthaltene berühmte Maya-Kalender endete nach 5000 Jahren mit dem 13. Baktun-Zyklus von 400 Jahren mit 365 Tagen am 21.12.2012. Dieses Datum wurde als Weltuntergangsdatum eingestuft. Auch Monotheisten glaubten an diesen Weltuntergangstag, obwohl es in der Bibel eine derartige Vorhersage nicht gibt. Der Weltuntergang blieb aus. Es war eine Fehlinterpretation.
In Xultún in Guatemala wurde 2024 ein Maya-Kalender aus dem 9. Jahrhundert gefunden. Keine 3,5 Meter lange Schrift auf Feigenbaumrinde wie der Codex Dresdensis, sondern Wandmalereien im Innenraum. Dort sind 17 Baktuns dargestellt, also 4 mehr als bisher bekannt. Das sind noch 1600 Jahre an Kontinuität ohne Weltuntergangsfantasien. Anders als die Bibeltexte sind die Aufzeichnungen der Maya Realitäten der Natur aus Beobachtungen des Sternenhimmels bis hin zu Vorhersagen von Mond- und Sonnenfinsternissen.
Der jeweilige Glaube alter Religionen ist trotz wissenschaftlich belegter anderer Wahrheiten immer noch ein wesentlicher Bestandteil des Lebens für die Mehrheit der Weltbevölkerung geblieben. Übernatürliches, Jenseits und Wiedergeburt sind noch immer die wichtigsten Themen der Gläubigen. Warum?
Religionen haben sich im Laufe der Jahrhunderte verändert: von vielen Göttern aus Naturereignissen heraus zu Religionen mit einem Gott und sogar ohne Gott. Mit der Verminderung von Göttern stieg stets die religiöse Macht, gekoppelt mit weltlicher Macht.
Nicht christianisierte Volksgruppen haben sich nach dem Wetter gerichtet und gaben den Elementen Namen. Vor extremen Wettererscheinungen hatten sie Angst. Sie gaben den Verursachern Namen.
Christen unseres Zeitalters vermenschlichen noch heute die Naturgewalten. Sie sagen: Es war Gottes Wille. Der einfache, ungebildete Bürger hat sich frühzeitig in die Abhängigkeit der Priester gebracht und ihnen Glauben geschenkt. Warum ist das heute eigentlich immer noch so?
Das allerwichtigste Element für unsere Erde, unser Leben ist doch die Sonne mit Licht und Wärme. Weitere wichtige Lebenselemente sind die Magnetfelder der Erde und des Sonnensystems sowie Wasser und Atemluft. Wenn sich eines dieser aktiven Elemente gravierend verändert, ist das menschliche Leben dahin. Aber auch dann sagt die Religion der Christen: Es war Gottes Wille.
Ungefähr 1345 v. Chr. wurde unter Echnaton der Gott Aton zum Hauptgott erhoben; man kann sagen: Das war der Anfang des Monotheismus. Denn damit verloren alle Nebengötter und Prediger an Macht. Genau das war sein Ziel. Einen vergleichbaren Vorgang gab es mit Zeus im späteren Griechenland. Als Stammvater der Christen und Juden sowie Abraham bzw. Ibraham für die Muslime wurde dagegen der Gott von 3 Religionen erst 250 v. Chr. bis 40 n. Chr. verehrt.
Auf der Grundlage des Tanach, der hebräischen Bibel, wurden unter dem Titel »Biblia Hebraica« mehrere textkritische Ausgaben veröffentlicht. Rabbiner lernen die Bibeltexte auszulegen, denn die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse von heute passen nicht mehr zu den »alten Weisheiten« von vor 2100 Jahren.
Der hebräische Tanach oder Tenach ist dreiteilig und besteht aus der Thora, den Prophetenbüchern und Schriften. Insgesamt ist das eine Sammlung von 24 Büchern. Er enthält auch aramäische Textpassagen. Die Bücher aus Thora und Nevi'im werden regelmäßig für Schriftlesungen genutzt. Die gesamte Thora wird der Gemeinde innerhalb eines Jahres in Form von Wochenabschnitten mit jeweils einem kurzen Prophetentext vorgelesen.
Das Christentum hat alle Bücher des Tanach übernommen und als Altes Testament in anderer Anordnung kanonisiert, also den Regeln entsprechend übernommen; nunmehr als ein Kirchenrecht.
Die Bibel ist aus heutiger katholischer Sicht ein Buch aus 46 Schriften des Alten Testaments und 27 Schriften des Neuen Testaments. Aus evangelischer Sicht besteht sie aus 39 Schriften des Alten Testaments und aus 27 Schriften des Neuen Testaments.
Der jüdische Qaneh (= Messstab, Kanon) zählt durch Zusammenlegung der 73 Schriften nur 24 Schriften. Die Schreiber dieser Schriften waren Gelehrte (das Volk war des Lesens und Schreibens nicht mächtig), die diese vergangenen, mündlich überlieferten Ereignisse mit ihren damaligen Erkenntnissen verarbeitet haben. Beschrieben wurden erlebte und gehörte, aber nicht als wahr erwiesene Ereignisse.
Das Buch »Eis R« zeigt im Folgenden die durch intelligente koordinierte Wissenschaft herausgefundenen wirklichen Ursachen.
Genesis als ältestes Buch der Bibel entstand ca. 1000 v. Chr. Die älteste Bibelhandschrift ist der Codex Sinaiticus von 330–360 n. Chr. Jesus von Nazareth war ein jüdischer Wanderprediger, geboren etwa 7 v. Chr.; gestorben 30 n. Chr. Öffentliche Predigten hielt er in Galiläa und Judäa 28 n. Chr.
Der letzte Prediger, den Karl kennengelernt hat, war Billy Graham in den USA. Er verstand sich bestens auf das allegorische Ausdeuten der Bibeltexte aus den Zeiten von vor 2000 Jahren.
Die gesamte Zeit von vor 2000 bis 2200 Jahren war geprägt durch Kriege, Mord, Flucht und Vertreibung sowie Völkerwanderungen. Daher ist »Fürchte dich nicht!« oder »Fürchtet euch nicht!« die häufigste Aussage in der Bibel. Was in die Bibel gehört, legten jüdische bzw. später weitere kirchliche Autoritäten fest. Hier hat sich offensichtlich ein Glaube nicht weiterentwickelt.
Es gibt unzählige Glaubensrichtungen, die alle eines gemeinsam haben: Die Menschen sind überzeugt, dass ihr Glaube sie in und nach ihrem Leben unterstützend begleitet. Die Vielzahl der Glaubensrichtungen mit ihren Ritualen zeigt, dass es nicht den einzigen Glauben gibt. Alle Glaubensrichtungen haben für sich das gleiche Existenzrecht, sofern sie die anderen Gläubigen nicht vertreiben oder bekämpfen wie beispielsweise derzeit im Westjordanland.
Nahezu jede Glaubensrichtung hat auch ihre Schwächen, da sie immer noch aus einer Lebens- und Gedankenwelt von vor über 2000 Jahren stammt und nicht an unseren heutigen Zeitgeist angepasst worden ist.
Christen z. B. glauben immer noch an Geister wie Engel, Teufel, den Heiligen Geist, bei Vergehen sogar an die Vergebung durch eine Beichte sowie an die Hölle und den Himmel. Und ihre Glaubensführer sind so arrogant und egoistisch, dass sie Gläubige, die an Naturkräfte glauben, verteufeln. Karl, der von christlichen Religionsführern als getaufter Heide bezeichnet wird, erkennt hier eine menschliche Schwäche von Einfältigkeit und Machtstreben.
Damit wir auch heute noch als Homo sapiens auf der Erde leben können (die im Übrigen keiner Kugel, sondern einer Kartoffel gleicht), bedarf es vor allem, wie bereits erwähnt, naturwissenschaftlicher Elemente der Physik und Chemie:
Gravitationskräfte von Mond, Sonne, Galaxie, Universum
Sonnenlicht und -wärme
Süß- und Salzwasser
Atemluft
Wenn die Astronauten von der ISS auf die Erde blicken, erleben sie Natur; eine blaue Kugel, eine Schönheit im All. Aber sie sehen keinen einzigen Menschen. Der Mensch ist aus dem All betrachtet ein Nichts.
Ein gutes Beispiel für einen Vergleich religiöser Bewertung und realer Naturereignisse sind die wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu den bekannten zehn biblischen Plagen. Der Begriff aus dem Buch Exodus (hebr. ) bezeichnet eine Reihe von Katastrophen, die nach der biblischen Erzählung etwa im 13. Jahrhundert v. Chr. das Land Ägypten plagten. Historisch ist diese in der Bibel überlieferte Geschichte nicht belegt, auch wenn dies über die Datierung von Vulkanausbrüchen versucht wurde, welche von mehreren Wissenschaftlern als ursprünglicher Auslöser für die Plagen angenommen werden.
Im 2. Buch Mose des Alten Testaments, dem Exodus, wird berichtet: Nachdem Mose eine Begegnung mit seinem Gott Jahwe (JHWH) gehabt hatte, wurden er und Aaron von diesem nach Ägypten zurückgesandt, um das Volk Israel aus der Sklaverei zu führen. Der Pharao wollte sie jedoch nicht ziehen lassen. Nachjeder Weigerung schickt JHWH eine weitere Plage. Danach zogen die Israeliten durch das Schilfmeer. (aus: de wikipedia org/wiki/Zehn Plagen) [21 08.2024]
Blut ():Wasser wird für sieben Tage ungenießbar: »Mose und Aaron taten, wie ihnen der Herr geboten hatte, und Mose hob den Stab und schlug ins Was ser, das im Nil war, vor dem Pharao und seinen Großen. Und alles Wasser im Strom wurde in Blut verwandelt. « (2 Mos 7,20; LUT 2017 www.bibleserver.com)
Frösche ()
