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• Ein Mutmach-Buch für alle, die ihr Coming-out planen oder diesen Prozess begleiten
• Unter Mitwirkung von Univ.-Professor em. Dr. Udo Rauchfleisch, dem Forum Queeres Archiv München e.V. und Queeramnesty
• Mit den Coming-out-Storys von: Adam Fehr, Annina Anderhalden, Curdin Orlik, Dominique Rinderknecht, Janboris Rätz, Leedonal Moore, Olivier Borer, Yannik Zamboni, Henri Jakobs, Luan Pertl
Mutmach-Buch fürs Coming-out!
Auch heute noch fehlt vielen queeren Menschen Unterstützung in ihrem Coming-out-Prozess. Viele fühlen sich einsam und allein und müssen selbst herausfinden, wie sie sich mit den Emotionen zurechtfinden, die heterosexuelle Menschen häufig nicht nachvollziehen und verstehen können oder wollen. Dieser Ratgeber ist ein stärkender Wegbegleiter: Persönliche Geschichten aus der LGBTQIA+-Community zeigen, dass es ganz unterschiedliche Coming-outs gibt und geben darf. Zudem gibt es Informationen zu der Geschichte der queeren Bewegung und einen Überblick über queere Begriffe. Schritt für Schritt hilft der Reflektionsteil des Buches dabei, das eigene Coming-out zu planen, zu gestalten und gut vorzubereiten – oder Menschen zu unterstützen, die sich gerade outen. Der Autor und die Mitwirkenden zeigen: Sich zu outen kostet Kraft – schenkt aber Freiheit, Authentizität und ist jede Anstrengung wert!
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Seitenzahl: 116
Veröffentlichungsjahr: 2023
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HERZLICH WILLKOMMEN!
Mein eigenes Coming-out
Finde heraus, wer du bist
Wie du mit diesem Buch arbeitest
COMING-OUT-STORYS, DIE DIR MUT MACHEN
Levent (er/ihm):„Es war, als wäre ich in einer Parallelwelt wiederaufgetaucht“
Léa (sie/ihr):„Richtig outen musste ich mich nie“
Janboris (er/ihm):„Es geht um das Nicht-Definieren meiner Geschlechtsidentität“
Olivier (er/ihm):„Als schwuler Mann bin ich verheiratet und Familienvater“
Annina (sie/ihr):„Ein verliebtes Kribbeln im Bauch kenne ich nicht“
Yannik (er/ihm, sie/ihr, they/them):„Ich verlasse mich auf meine Intuition“
Jazz (sie/ihr):„Mein Aussehen definiert nicht meine Geschlechtsidentität“
Dominique (sie/ihr):„Den Coming-out-Moment hatte ich nie“
Curdin (er/ihm):„Als schwuler Spitzensportler hatte ich Angst vor Ablehnung“
Adam (er/ihm):„Ich fühle mich definitiv in meiner Bisexualität wohl“
Luan (kein Pronomen):„Endlich bin ich zuhause angekommen“
Henri (er/ihm):„Der Weg auf den Gipfel des Berges ist beschwerlich“
QUEER LEBEN IN UNSERER GESELLSCHAFT
Das queere Begriffe-Chaos
Die Geschichte der queeren Bewegung
Queere Rechte – es gibt Nachholbedarf!
DEIN EIGENES COMING-OUT PLANEN
So viel Mut steckt in dir
Dich von negativen Emotionen befreien
Deine eigene Vorurteile reflektieren
Dir die Sorgen von der Seele schreiben
Gut auf dich achten, Hilfe erfragen
Herausfinden, wer dich unterstützt
Herausfinden, wem du vertrauen kannst
Einen fiktiven Coming-out-Brief schreiben
Die Coming-out-Situation konkret vorbereiten
Dir das Worst-Case-Szenario vorstellen
Dich auf kritische Fragen vorbereiten
Coming-out bei deinen Geschwistern
Coming-out bei deinen Eltern
Dein erstes Coming-out reflektieren
So kannst du von anderen lernen
HIER BEKOMMST DU UNTERSTÜTZUNG
Online-Beratungsstellen
Social Media
DANKE!
Da liege ich nun auf meinem Bett und bin übermannt von meinem Gedankenkarussell: Wie werden die Menschen reagieren? Wie gehe ich mit Ablehnung um? Warum mache ich das überhaupt? Die Fragen, die sich mir vor dem Schreiben dieses Ratgebers aufdrängen, sind teilweise dieselben, die ich mir vor meinem Coming-out gestellt hatte. Während ich die Bettdecke noch enger umschlinge, um gegen das mulmige Gefühl in meinem Bauch anzukämpfen, erinnere ich mich, wie hilflos ich mich vor meinem Coming-out häufig gefühlt hatte.
Ich erinnere mich an meine Angst. Die Angst, als nicht-heterosexueller Mensch entlarvt zu werden. Ich erinnere mich an meine Neugier. Meine Neugier, die ich spürte, wenn ich auf der Straße doch einmal einem Männerpo nachguckte. Ich erinnere mich an meine Sorgen. Meine Sorgen, die ich hatte, als ich als Teenager in einen Jungen verknallt war, aber keinen Weg sah, meine Gefühle auszuleben.
Ein ohnmächtiges Gefühl. Eingesperrt in den Erwartungen der Gesellschaft, meines Umfeldes, meiner Familie, vor allem aber in den Erwartungen an mich selbst: Ich sperrte mich selbst ein.
Was mich weiterhoffen ließ, war der Glaube, eines Tages Freiheit zu spüren: den Menschen zu lieben, den ich will. Die Beziehungsform zu wählen, die mir passt. Die Person zu sein, die ich wirklich bin. Mein Gedankenkarussell abzustellen, ein wohliges Gefühl zu verspüren und zu denken: Endlich frei!
Mein Coming-out hatte ich im Sommer 2010. Damals nahm ich als 21-Jähriger meinen ganzen Mut zusammen und schrieb einen Brief. In diesem Word-Dokument, das ich nachher ausdruckte, erklärte ich, was ich bereits von klein auf gemerkt hatte: dass ich anders als andere war. Jahrelang hatte ich Verstecken gespielt und mich angepasst. Jetzt war es an der Zeit zu sagen: Ich bin schwul.
Meine Eltern bekamen den Brief nach einem Nachtessen daheim als Erste. Während sie auf dem einen Ende des Sofas gespannt lasen, weinte ich auf der anderen Seite: Groß war die Angst, abgelehnt zu werden. Groß die Erleichterung, endlich jemandem die Wahrheit zu sagen. Meine Eltern reagierten mit Verständnis und Liebe auf mein Coming-out. Sie sagten, dass sie mich lieben, so wie ich bin. Sie hatten aber auch Bedenken, ob ich als schwuler Mann jemals ein Leben voller Akzeptanz führen könne. Nach einem längeren Gespräch zog ich mich zurück. Ein riesengroßer Stein war mir vom Herzen gefallen. Bis zur vollständigen Verarbeitung und Akzeptanz meiner Homosexualität dauerte es allerdings seine Zeit.
Nach meinem ersten Coming-out folgte das bei meinem Bruder, seiner Frau, meiner Schwester, meinen Freund*innen, meiner Arbeitskollegin und so weiter. Leider verlangt unsere Gesellschaft auch heute noch und immer wieder erneut ein Coming-out. Ich kann dir versichern: Mit jedem Mal und jeder positiven Reaktion wird es einfacher. Trotzdem: Ein Coming-out ist immer emotional. Manchmal ist es schwierig und kann Ablehnung hervorrufen, manchmal ist es unvergesslich. So outete ich mich ganz am Anfang bei einer Freundin in Barcelona, während wir auf einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Stadt standen. Sie nahm mich in den Arm und meinte, das sei überhaupt kein Ding – bis heute ein Coming-out, das mein Herz erwärmt.
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MIT JEDEM MAL UND JEDER POSITIVEN REAKTION WIRD ES EINFACHER.
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Zehn Jahre nach diesem ersten Coming-out, 2020, lebte ich in New York City. Der US-Amerikaner, den ich damals datete, fand, wir sollten mein Coming-out-Jubiläum feiern. In Manhattan gestartet fuhren wir nach etwa einer Stunde Autofahrt nicht mehr durch den Betondschungel der Großstadt, sondern über weite Getreidefelder und durch Wälder. Als wir ein paar geparkte Autos erspähten und dort anhielten, wusste ich, dass wir unser Ziel erreicht hatten: Tausende Sonnenblumen, einige mit ihren Blüten noch geschlossen, andere total geöffnet, die Köpfe der Sonne entgegengewandt, standen vor uns auf einem riesigen Feld.
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ES DAUERT EINE WEILE, BIS EINE SONNENBLUME HERANGEWACHSEN IST, BIS SIE IHRE BLÜTE ÖFFNET UND DER WELT PRÄSENTIERT.
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Mein Date stellte das Auto ab, lächelte mich an und meinte: „Ich sah vor einiger Zeit diesen Post auf Social Media, der das Coming-out von uns Queers mit einer Sonnenblume verglich: Es dauert eine Weile, bis eine Sonnenblume herangewachsen ist, bis sie ihre Blüte öffnet und der Welt präsentiert. Wenn sie das aber einmal getan hat, steht sie stramm und voller Stolz auf dem Feld und reckt sich der Sonne entgegen – auch in windigen oder regnerischen Zeiten.“
Ich war überwältigt, fasziniert von der Metapher und berührt von der Überraschung. Ich wollte weinen und lachen. Ich entschied mich, mein Date zu küssen und zu umarmen. Dann stiegen wir aus und schlenderten Hand in Hand durch das endlose Sonnenblumenfeld. Wir lachten, wir küssten uns, wir genossen den heißen Sommertag als stolzes, verliebtes Paar. Ich fühlte mich frei und stark. Ich war dankbar für den Mut, den ich vor zehn Jahren aufgebracht hatte und den ich auch heute immer mal wieder aufbringen muss, wenn ich mich oute und nicht ganz sicher bin, wie das Gegenüber reagieren wird.
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COMING-OUTS SOLLTE MAN FEIERN WIE GEBURTSTAGE!
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Auch wenn wir heute in einer viel offeneren Gesellschaft als früher leben – Homophobie und Diskriminierung existieren nach wie vor tagtäglich – aber an diesem Tag 2020 war alles anders. Alles, was ich spürte, war Liebe und Zuversicht.
Nun ist es sehr gut möglich, dass du dir noch gar nicht sicher bist, warum du dieses Buch liest. Musst du auch nicht. Erst einmal freue ich mich, dass du dieses Werk in Händen hältst, und bin stolz auf dich: Gerade versuchst du rauszufinden, wer du bist. Das braucht Mut. Viel Mut. Und dass du diesen in dir trägst, hast du bereits bewiesen.
Ein Coming-out ist ein Prozess und tatsächlich mit einer Sonnenblume zu vergleichen. Du kannst dich als Samen sehen, der aktuell noch in der Erde steckt: In dir schlummert bereits alles, um glücklich und stolz der Sonne entgegenzulächeln. Erst muss aus dem Samen aber ein Spross entstehen, der Wurzeln schlägt und dann in die Höhe wächst, um als ausgewachsene Sonnenblume zu erblühen und Wind und Wetter zu trotzen.
Falls du dir noch nicht sicher bist, ob du auf Frauen oder Männer stehst, falls du beide Geschlechter interessant findest oder gar keine romantische Beziehung wünschst oder noch nicht weißt, was deine Geschlechtsidentität ist, befindest du dich wahrscheinlich noch im Prozess des inneren Coming-outs. Die Sonnenblume muss erst gedeihen und wachsen. Bis zum äußeren Coming-out, dem Moment, in dem du deine sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität nach außen trägst, solltest du dir so viel Zeit lassen, wie du benötigst.
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GLAUBE IMMER AN DICH SELBST UND MACH DIR EIN EIGENES BILD DER WELT.
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„Glaube immer an dich selbst und mach dir ein eigenes Bild der Welt“ ist ein Leitsatz, den ich seit Jahren verinnerlicht habe und weitergeben möchte. Als junger Erwachsener hatte ich wenig Selbstvertrauen. Außerdem plagte mich das Gefühl, nirgends hineinzupassen.
Während dieser Zeit half es mir, an mich zu glauben und neugierig zu bleiben, nicht aufzugeben und meinen Platz auf dieser Erde zu finden. So kam es auch zu meinem inneren Coming-out: Mit 19 Jahren küsste ich einen anderen Mann, als wir in einer Gruppe von jungen Menschen Flaschendrehen spielten, und realisierte, dass ich dies viel prickelnder fand, als mit Frauen zu knutschen. Es war ein Schlüsselmoment für mich.
Nachdem ich bereits als kleiner Schuljunge Schmetterlinge im Bauch verspürte, wenn ich an Julian, den coolen Schulkameraden in meiner Klasse, dachte, oder mich besonders gut fühlte, wenn mir ein Lehrer, den ich toll fand, auf die Schulter klopfte, hatte ich diese Gefühle fürs gleiche Geschlecht jahrelang verdrängt. In einem konservativen Umfeld aufgewachsen, ohne LGBTQIA+-Vorbilder, war queer zu sein keine Option für mich. Ich verdrängte meine Gefühle. Mit 19 brachen diese Emotionen aus ihrem Gefängnis aus und zeigten mir mein wahres Ich.
Doch zwei Jahre später war ich durch die Gefühle, die ich mir selbst weiterhin verbot, in einer Depression gelandet.
Nacht für Nacht lag ich in meinem Bett und fühlte mich ohnmächtig: Wie zum Teufel kann das sein, dass ich das gleiche Geschlecht spannend finde? Wo auf dieser Welt kann ich so akzeptiert werden? Wie wird mein Freundeskreis reagieren? Was passiert mit meinen Karriereträumen? Die Angst vor dem Coming-out war groß. Aber so wollte ich nicht weitermachen. „Glaube immer an dich selbst“, dachte ich mir, fasste mir ein Herz und schrieb den Brief an meine Eltern.
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DIE BEFREIUNG DURCH MEIN COMING-OUT WAR RIESIG. ES VERÄNDERTE MEIN LEBEN – AUF POSITIVE ART UND WEISE.
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Die Befreiung durch mein Coming-out war riesig. Es veränderte mein Leben – auf positive Art und Weise. Mithilfe dieses Buches gelingt das auch dir! Du allein wählst den Zeitpunkt. Du allein wählst, wem du es sagst. Du allein bestimmst, wie und ob du es machst.
Dieses Buch soll dir eine Hilfe und Stütze sein. Es soll dir Mut machen und dich beflügeln. Denn alles, was du brauchst, um deinen Weg zu gehen, steckt bereits in dir.
Laut einer repräsentativen Umfrage identifizieren sich in Deutschland 7,4 Prozent der Menschen als Teil der LGBTQIA+-Community. Konkret: In einer 20-köpfigen Schulklasse ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es einen nicht-heterosexuellen Menschen gibt. Auf einer Party mit 1000 Leuten sind 74 schwul, lesbisch, bisexuell, trans* oder irgendwo sonst auf dem queeren Spektrum. Nehmen wir die Bevölkerung eines ganzen Landes, kannst du durchzählen: Ungefähr jeder 15. Mensch ist Teil der LGBTQIA+-Community. Du bist also nicht allein!
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UNGEFÄHR JEDER 15. MENSCH IST TEIL DER LGBTQIA+-COMMUNITY – DU BIST ALSO NICHT ALLEIN!
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Diese Community ist mittlerweile in großen Teilen der Welt sichtbar. Das war nicht immer so. Als ein Schlüsselmoment der LGBTQIA+-Bewegung gilt ein gewaltsamer Aufstand der queeren Community 1969 in New York City. Immer wieder kam es in queeren Bars zu Polizeirazzien. Menschen wurden für ihre sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität polizeilich diskriminiert, geschlagen und verhaftet.
Die Razzia am 27. Juni 1969 war eine zu viel. Queers in der Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street beschlossen, sich gegen die Polizei zu wehren. Seither werden jedes Jahr weltweit Veranstaltungen wie CSDs („Christopher Street Days“), durchgeführt, um an die mutigen Menschen damals zu erinnern und weiterhin auf Diskriminierung und Ungleichbehandlung aufmerksam zu machen. (Mehr zur Geschichte queerer Menschen findest du auf Seite 96).
Auch heute noch fehlt vielen queeren Menschen Unterstützung in ihrem Coming-out-Prozess. Viele fühlen sich einsam und allein und müssen selbst herausfinden, wie sie sich mit den Emotionen zurechtfinden, die heterosexuelle Menschen häufig nicht nachvollziehen und verstehen können oder wollen. Mein Buch soll dir helfen, mehr über Menschen aus der LGBTQIA+-Community zu erfahren und damit über dich selbst. Falls du mit dem Gedanken spielst, dich zu outen, wird es dich auf diesem Weg unterstützen. Falls du schon einige Coming-outs hattest, hilft es dir, diese zu reflektieren.
Mein Buch besteht aus drei Teilen:
• persönlichen Coming-out-Storys
• Informationen von Expert*innen
• einem Reflektionsteil, der dir hilft, dein Coming-out vorzubereiten
Als Menschenfreund bin ich überzeugt: Du kannst von jeder Person etwas lernen. Gerade Menschen, die eine herausfordernde Situation bereits bewältigt haben, können ihre Erfahrungen und Wissen teilen. Im Storys-Teil erzählen deshalb verschiedene LGBTQIA+-Menschen ihre Coming-out-Geschichten. Sie lassen dich an ihrer Gefühlswelt teilnehmen und erzählen, wie sie Schritt für Schritt ihrer Freiheit näherkamen: sie selbst zu sein und sich authentisch zu zeigen.
Die Menschen in den Coming-out-Storys zeigen, dass es ganz unterschiedliche Arten von Coming-outs gibt. Des Weiteren wird durch die unterschiedlichen Personen das queere Spektrum, das total divers ist, sichtbar. Die Geschichten helfen dir auch, die verschiedenen Begriffe – schwul, lesbisch, bisexuell, trans* etc. – besser zu verstehen.
Prof. Dr. Udo Rauchfleisch, Psychologe und Psychotherapeut, beleuchtet das Thema „Coming-out“ von der wissenschaftlichen Seite. Er gibt Tipps, wie du selbst deinen Weg findest oder auch wie du Menschen unterstützen kannst, die sich gerade outen. Außerdem enthält das Kapitel zwei Specials: eines zur Lage der Menschenrechte von queeren Personen sowie eines zur Geschichte der queeren Community.
Übrigens: Das Wort „Psychologe“ kann ganz schön abschreckend wirken. Obwohl in unserer Gesellschaft psychische Gesundheit mittlerweile als Bestandteil des menschlichen Wohlbefindens anerkannt ist, gibt es nach wie vor viele Vorurteile und Ängste, die mit dem Thema Psychologie verbunden sind. Ein*e Psycholog*in ist jedoch nichts weiter als ein*e Expert*in für das, was in uns Menschen vorgeht, häufig aber eben nicht sichtbar ist. Wichtig ist mir zu unterstreichen, dass du im zweiten Teil des Buches zwar Tipps eines Psychologen liest, dies aber keine Therapie ersetzen kann – es aber auch nicht bedeutet, dass du psychische Probleme hast, nur weil du Coming-out-Tipps von einem Fachmann bekommst.
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DAS WORT „PSYCHOLOGE“ KANN GANZ SCHÖN ABSCHRECKEND WIRKEN.
