Endlich schmerzfrei mit Trigger-Osteopraktik - Wolfgang Bauermeister - E-Book

Endlich schmerzfrei mit Trigger-Osteopraktik E-Book

Wolfgang Bauermeister

4,6
15,99 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Endlich schmerzfrei!

80 bis 90 % aller Schmerzsyndrome sind auf sogenannte myofasziale Triggerpunkte zurückzuführen. Dabei handelt es sich um lokal begrenzte Verhärtungen der Faszien-Muskel-Gewebe. Bleiben sie unbehandelt, gerät das Skelett auf Dauer in Ungleichgewicht. Trigger-Osteopraktik, eine von Dr. Wolfgang Bauermeister speziell entwickelte Schmerzbehandlungsmethode, setzt genau an diesen Triggerpunkten an. Sie ist einfach und wirksam, verzichtet auf Spritzen und Medikamente, verhindert manche OP und ist auch von Laien problemlos erlernbar. Dieses Buch zeigt als erster populärer Ratgeber die Verbindung zwischen Faszien, dem Bindegewebe, das unseren gesamten Körper durchzieht, und Muskeln auf. Zum ersten Mal werden bildgebende Verfahren benutzt, um Triggerpunkte sichtbar zu machen. Der Leser erfährt über die Ursachen vieler Arten von chronischen Schmerzen und wie man sie selbst behandeln kann.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 214

Veröffentlichungsjahr: 2015

Bewertungen
4,6 (18 Bewertungen)
13
3
2
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Dr. med. Wolfgang Bauermeister

Endlich schmerzfrei mit Trigger-Osteopraktik

Das einzigartige Behandlungskonzept

Inhalt

Wenn sich der Körper in den Rücken fällt

Vorwort in eigener Sache – Warum ich dieses Buch schreibe

Schmerzen auf der Spur – Die Ursprünge der Trigger-Osteopraktik

Das myofasziale Schmerzsyndrom

Ein wissenschaftlich anerkanntes Krankheitsbild

Diagnosekriterien des myofaszialen Schmerzsyndroms

Das myofasziale Schmerzsyndrom und Fibromyalgie

Die Myofaszie

Die Wissenschaft der Schmerzentstehung

Die Triggerpunkt-Forschung

Die zentrale Sensibilisierung – der Übertragungsschmerz

Die verschiedenen Arten von Triggerpunkten

Triggerpunkte sind überall

Die Funktionen der Triggerpunkte

So entstehen Triggerpunkte

Stoßwellen

Von der Badewanne zum Tabletop

Die Special-TST-Studie

Eine überzeugende vWirksamkeitsstudie

Die Elastografie

Die Elastografie in der Triggermedizin

Die Triggerdiagnostik

Die Statik bestimmen

Verspannungen messen

Stress – Die Herzratenvariabilität-Analyse

Therapiegeräte in der Trigger-Osteopraktik

Der Bandscheibenvorfall

Vorsicht bei spezifischen Rückenschmerzen

Bandscheibenschäden

Bandscheibenvorfall und Operation

Gelenkschmerzen

Die Behandlung myofaszialer Ketten

Die Triggermassage hilft

Die Behandlung der Muskelketten

Medikamente

Medikamente als Symptombekämpfung

Nahrungsergänzungsmittel und Ernährung

Hilfreiche Nahrungsergänzungsmittel

Eine basische Ernährung

Schmerzregionen und ihre Triggerpunkte

Das A bis Z der Schmerzorte

Ihre Beweglichkeit im Selbsttest

Muskel-Triggerpunkte

Im Selbsttest Trigger erkennen

Das Selbstbehandlungsprogramm

Wie die Triggerbehandlung funktioniert

Triggerpunkte behandeln

Dehnen und stretchen

Gut in Form

Ein Wort zum Schluss

Anhang

Impressum

Wenn sich der Körper in den Rücken fällt

Von Dieter Hildebrandt

Dieter Hildebrandt verstarb im Alter von 86 Jahren am 20. November 2013. Er engagierte sich in ganz besonderer Art und Weise für die Trigger-Osteopraktik, um auch anderen ein besseres, schmerzfreies Leben zu ermöglichen.

Es geschieht ohne Ankündigung. Der Schmerz überfällt einen gewissermaßen hinterrücks, trifft einen wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Man hat etwas gehoben, sich gebückt oder ist von irgendwo heruntergesprungen – danach hat sich das Leben verändert. Wir sagen dann: »Bandscheibe!« Jeder Zweite hat es mit der Bandscheibe. Mit einer von den Bandscheiben. Das Gehen fällt schwer, das Stehen ist noch schlimmer, Liegen ist am schlimmsten. Man wünscht sich, die nächsten Jahre in einem heißen Bad verbringen zu dürfen.

Gestern ist man noch Ski gelaufen, hat Tennis gespielt oder Volleyball – heute hat sich die Sonne verdunkelt, das Greisenalter kündigt sich an. Sämtliche Tabletten können nichts ausrichten, Spritzen, zu unserem Besten verabreicht, haben die Wirkung von Alkohol, die Leber droht Sanktionen an. Ein guter Tropfen Wein hilft eine Weile, aber der Magen lehnt die Verantwortung für das ganze Unglück ab.

Man geht zu Ärzten. Zunächst zu einem, dann zu allen. Auf dem Weg dorthin versucht man möglichst, Freunden aus dem Weg zu gehen, die einen ansonsten aufrecht in Erinnerung hatten, man »reißt sich zusammen«, doch man erkennt jäh, dass Zusammenreißen so ziemlich das Dümmste ist, was man in einem solchen Fall tun kann, und beginnt dann zu resignieren.

Wenn der Rücken schmerzt, meint man meist, das sei die Bandscheibe. Aber: Nicht die Bandscheibe, sondern Triggerpunkte sind die Schuldigen. Denn Trigger sind die Quelle fast allen Schmerzübels.

Freunde raten, man solle zu einem Chiropraktiker gehen, der einen mit voller Wucht ins Kreuz trete, dann sei Ruhe bis zum Grab. Ein anderer würde einen sogar »aufhängen«, ein dritter »bespräche« das Leiden in einer Art Skelett-Voodoo, und wieder andere schwören auf Salben, die auf der Basis von gemahlenen Klapperschlangen hergestellt werden. Nachts bin ich stundenlang die Treppen hinunter- und wieder hinaufgelaufen. Es half für ein paar Minuten. In der Zwischenzeit versuchte ich, dem Grund für meine plötzliche Gebrechlichkeit auf die Spur zu kommen. Vermutlich waren die Jahre zwischen 1945 und 1948 schuld, als ich für meinen Körper viel zu schwere Kisten schleppen musste. Oder waren es vielleicht doch die Steißlandungen des Skifahrers H.? Die extrem falsche Körperhaltung bei den 30 Jahre langen Bemühungen, einigermaßen Tennis zu spielen? Oder hat zum Schluss der Alkohol meine Gesundheit unterspült wie Hochwasser die Brückenpfeiler?

Später erfuhr ich vom Verfasser dieses Buches: Alles zusammen und der Tod meiner ersten Frau und die unvermeidlichen Stresssituationen meines Berufs und das Bewusstsein, unaufhörlich älter zu werden, und vermutlich auch das Schuldgefühl, das Ende des Sozialstaats mit herbeigeführt zu haben. Es hört sich viel komischer an, als es ist.

Stress verändert auch das Verhalten unseres Nervensystems und macht es sehr anfällig für Schmerzen.

Als ich von unserer Freundin Tini Polt zu Dr. Wolfgang Bauermeister geschickt wurde, begegnete ich ihm zuerst reserviert. Warum sollte ausgerechnet er helfen können? Er nadelte mich an beiden Ohren, hievte mich auf eine einfache Hintern-hoch-Hebemaschine und überließ mich meinen Schmerzen. Nach einer Weile nahm er sich meiner wieder an, schien in meinen Körper hineinzuhorchen, unternahm ein paar sanfte Griffe, schien aus mir heraus eine Antwort zu bekommen und entließ mich nach einer halben Stunde. Als ich meinen Mantel im Wartezimmer abholte, sahen mich einige Patienten, denen der jahrelange Schmerz ins Gesicht gegraben war, fragend an. Es erinnerte mich an eine Situation, als meine Frau und ich vor einigen Jahren im Urlaub ein altes Ehepaar beobachteten, das gerade in das Heißwasserbecken von Ischia gestiegen war. Kaum eingetaucht in das Heilwasser, fragte sie ihn erwartungsvoll: »Ist es schon besser?«

Meine Schmerzen ließen in den ersten zwei, drei Wochen auf jeden Fall keineswegs nach. Ich hatte mich bereits damit abgefunden, dass es nun mal so ist und dass es eben auch so bleiben wird. Bis ich eines Morgens glücklich erkennen musste, dass ich soeben problemlos meine rechte Socke angezogen hatte. Für jemanden mit gesundem Kreuz ist das schwer vorstellbar, aber für mich war es wie das Aufstoßen der Himmelstür. Eine Woche später tat ich dasselbe mit der linken Socke. Ich war schmerzfrei! Und: Ich bin es bis heute geblieben.

Ein halbes Jahr später übernahm ich die Rolle eines Patienten in einem Round-table-Gespräch über die Krise der deutschen Medizin. Die Schilderung meiner Behandlung und des Behandlungserfolgs stieß auf ein ungläubiges Lächeln und bedächtiges Wiegen des Medizinerkopfes. Mein etwas gereizter Hinweis darauf, dass Dr. Bauermeister ein Schulmediziner wie jener auch sei, der aber in den USA eine neue Methode der Osteopraktik erlernt habe, die in unserem Land zwar als schamanische Kräuterhexenzauberei abgetan würde, in Wirklichkeit aber fast allen, die sich seiner Behandlung anvertraut hatten, entscheidend geholfen habe, wurde mit einer konziliant gestellten Gegenfrage gekontert: »Was nennen Sie denn entscheidend?« Und ich habe gebrüllt: »Dass ich schmerzfrei bin, Himmeldonnerwetter!«

Das erste Lehrbuch der Triggermedizin wurde 1983 in den USA veröffentlicht. Erst 1998 erschien die deutsche Übersetzung zu dieser so effektiven Behandlungsmethode.

Daraufhin musste ich erfahren, dass es verschiedene Grade der Schmerzfreiheit gebe, nämlich die bewusste und die unbewusste, die vorübergehende, die vorübergehend wirkende, aber konkret lauernde und wiederkehrende, schmerzvorbereitende Schmerzpause. Von einer echten Schmerzfreiheit könne also gar nicht die Rede sein.

Auch für meine Krankenkasse gibt es verschiedene Arten von Schmerzfreiheit. Die wichtigsten sind die bezahlten und die unbezahlten. Nach dem Erstellen von mehreren Gutachten schrieb man mir schließlich:

»Die o. a. Rechnungen haben zwischenzeitlich mit den von Herrn Dr. Bauermeister erbetenen ärztlichen Unterlagen den uns beratenden Ärzten zur Beurteilung vorgelegen. Ihr Versicherungsschutz gilt der medizinisch notwendigen Heilbehandlung wegen Krankheit oder Unfallfolgen (§ 1 des Allgemeinen Versicherungsschutzes/AVB). Eine solche liegt vor bei Maßnahmen, die aufgrund gesicherter Erkenntnis grundsätzlich geeignet sind, die Krankheit gezielt zu erkennen, zu heilen oder zu lindern. Nach Stellungnahme der uns beratenden Ärzte ist dies bei dem von Herrn Dr. Bauermeister entwickelten Therapiekonzept der Osteopraktik nicht der Fall. Da es sich bei seiner Behandlung um ein Konzept handelt, ist dieses als Ganzes zu sehen. Eine Kostenübernahme dieser Leistungen ist daher nicht möglich.«

Im Klartext heißt dies also: Die Gutachter, die natürlich gut darauf zu achten haben, dass der »deutschen Krankenversicherung« keine allzu hohen Kosten entstehen, glauben mir – ihrem Kunden – nicht, dass ich tatsächlich schmerzfrei bin, glauben nicht, dass mein Leiden gelindert wurde, und nicht einmal, dass der Arzt die Krankheit »gezielt erkannt« hat. Weil sein Konzept, das gar nicht sein alleiniges, sondern ein in den USA allgemein angewendetes ist, nicht das richtige ist.

Die Haltung der privaten Krankenkassen beginnt sich allmählich zu wandeln. Inzwischen sind sie häufig bereit, im Rahmen der »Kulanz« die Kosten für die Behandlung zu übernehmen. Patienten der gesetzlichen Krankenkassen können Zusatzversicherungen für ambulante Behandlungen abschließen und somit zumindest einen Teil der Kosten für die Behandlung erstattet bekommen.

Ich, der Patient, bin natürlich auch berechtigt anzunehmen, dass diese Gutachter eine verzweifelte Ähnlichkeit mit bestochenen Bundesligaschiedsrichtern haben. Sie pfeifen falsch. Palmström (Christian Morgenstern) meint dazu:

»Weil, so schließt er messerscharf,nicht sein kann, was nicht sein darf.«

Der Verfasser dieses Textes bittet die Zweifler, das vorliegende Buch zu lesen, und hofft, dass noch mehr Kollegen des Dr. Bauermeister in diesem rückenkrummen Land dieser Methode nähertreten, damit Hoffnung aufkommt für die Lahmen und Gepeinigten.

Mir bleibt nur der Dank für geschenkte Jahre …

Dieter Hildebrandt

Vorwort in eigener Sache – Warum ich dieses Buch schreibe

Mein erstes Buch »Schmerzfrei durch Trigger-Osteopraktik« erschien 1997 und stellte eine Zusammenfassung meiner Praxiserfahrungen in der Diagnose und Behandlung von chronischen Schmerzpatienten seit 1975 dar.

Damals gehörte die Triggermedizin noch in den Bereich der Erfahrungsmedizin, inzwischen jedoch ist sie zu einer wissenschaftlich begründeten Methode geworden. Heute ist ihr im Standardwerk der Orthopädie (von Wirth, Mutschler et al. 2007) Praxis der Orthopädie und Unfallchirurgie ein ganzes Kapitel gewidmet. Eine Vielzahl von Büchern ist über das Thema geschrieben worden, wobei es auffällt, dass sich die Autoren auf die Veröffentlichungen von Travell und Simons beziehen und man überall die gleichen Abbildungen der Triggerpunkte und ihrer Schmerzen findet. Janet G. Travell und David G. Simons haben oft darauf hingewiesen, dass die von ihnen veröffentlichen »Triggerkarten« nur ein ganz kleiner Ausschnitt der vielfältigen Möglichkeiten der Schmerzübertragung darstellen. Dennoch werden Autoren nicht müde, auf die Beziehungen der Triggerpunkte zur Akupunktur, Osteopathie oder anderen Methoden hinzuweisen, obwohl die veröffentlichten Schmerzsymptome und Triggerpunkte keine allgemeine Gültigkeit haben.

Es hat lange gedauert, aber inzwischen ist die Triggerpunkt-Stoßwellentherapie sehr viel bekannter geworden und hat ihren Weg auch in das deutsche Standardwerk der Orthopädie gefunden.

Wo sich Triggerpunkte befinden und welche Schmerzen sie auslösen, kann sehr variabel sein und hängt auch davon ab, mit welcher Methode die Triggerpunkte gefunden und untersucht werden. Sie zu finden war und ist ohne besondere technische Hilfsmittel sehr schwierig und gelingt auch nur in oberflächlichen Muskeln.

Als ich in den Neunzigerjahren anfing, mit fokussierten Stoßwellen Triggerpunkte zu behandeln, war ich überrascht zu erkennen, dass ich mithilfe der Stoßwellen Triggerpunkte finden konnte und der Patient die Schmerzübertragung spürte. Auffallend war, dass die Triggerpunkte, die ich so fand, andere Schmerzübertragungsmuster hatten als die, die ich in der Literatur für die obere Körperhälfte bei Travell und Simons (Travell and Simons 1983) beschrieben gefunden hatte. Erst 1992 wurde in den USA der zweite Band für die untere Körperhälfte (Travell and Simons 1992) veröffentlicht, aber auch da zeigten sich die Unterschiede zwischen den Triggerkarten und der Realität. Während sie eine Kochsalzlösung in die Triggerpunkte spritzten, um Übertragungschmerzen auszulösen, benutzte ich die Stoßwellen. Natürlich konnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht entscheiden, welche Methode jetzt die bessere sein würde, um Triggerpunkte zu finden und zu behandeln. Dafür waren die Stoßwellengeräte zu groß und damit unhandlich, um alle Muskeln des Körpers damit untersuchen und behandeln zu können. Ich musste noch bis zum Jahr 2000 warten, bis ich ein kleines, handliches und erschwingliches Stoßwellengerät kaufen konnte. Als ich dann begann, die Methode systematisch einzusetzen und zu unterrichten, arbeitete ich mit radialen Stoßwellen. Leider konnte ich damit keine Triggerpunkte finden und auch keine Schmerzübertragung auslösen, sondern ich musste mich auf meinen Tastsinn verlassen. Für die Behandlung der Triggerpunkte in den oberflächlichen Muskeln war die Technologie gut geeignet, um aber in tiefere Muskelschichten vorzudringen, musste ich mit fokussierten Stoßwellen arbeiten. Es dauerte noch einige Zeit, bis ich einen Hersteller fand, der ein halbwegs kleines und handliches fokussiertes Stoßwellengerät hatte. Damit konnte ich dann endlich Triggerpunkte finden und die Schmerzübertragung auslösen. Und wieder zeigte sich, wie schon in den Neunzigerjahren bei meinen ersten Versuchen, dass ich mit den fokussierten Stoßwellen ganz andere Triggerpunkte als in der Literatur beschrieben fand. Nach mehreren Tausend Anwendungen konnte ich mir sicher sein, dass die mit den Stoßwellen gefundenen Triggerpunkte die wesentliche Ursache der Schmerzprobleme meiner Patienten waren.

Triggerschmerzen sind weltweit die häufigste Form von Beschwerden unseres Bewegungssystems. Milliardenbeträge werden für unwirksame Behandlungen und unnötige Operationen ausgegeben, weil niemand auf die Ursache – die Triggerpunkte – eingeht. Sprechen Sie Ihren Arzt und Therapeuten daher auf diese Trigger – die Nummer eins der Schmerzverursacher – an.

Mein ganz großes Ziel war es, auch Triggerpunkte sichtbar machen zu können, da man sie weder mit Ultraschall noch mit Röntgen oder Kernspintomografien entdecken konnte. Im Jahr 2000 gelang es mir mithilfe der Real-Time-Ultraschall-Elastografie (Lorenz und Pesavento, www.LP-IT.de), Triggerpunkte erstmals sichtbar zu machen und den Effekt von Stoßwellen auf die Triggerpunkte nachzuweisen. Enthusiastisch kündigte ich im Jahr 2002 die Ultraschall-Elastografie – als farbcodierten Ultraschall – in meinem Buch Das Rückenfit Programm als die kommende Methode der nahen Zukunft an.

Leider dauerte es noch bis 2011, bis sich ein Hersteller fand, der ein erschwingliches Gerät mit sehr guter Auflösung produzierte. Seitdem setze ich die Ultraschall-Elastografie täglich ein und kann damit für jeden sichtbar die Quelle der Schmerzen darstellen. Natürlich kann ich damit auch den Erfolg der Therapie sofort kontrollieren und gegebenenfalls die Behandlung fortsetzen oder eine zusätzliche andere Methode anwenden.

Mit all diesen Fortschritten in den letzten Jahren möchte man noch glauben, dass Ärzte und Therapeuten die neuen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten begierig aufnehmen und in ihre Praxis integrieren. Tatsächlich aber ist es für einen Kassenarzt gar nicht möglich, die Triggermedizin zu praktizieren. Ein Orthopäde erhält pro Quartal (2014) für einen Patienten einen Pauschalbetrag von ca. 20,00 Euro. Dieser Betrag ist unabhängig von der Anzahl der Besuche, der Diagnose oder der Behandlung. Für Sonderleistungen wie Röntgen erhält er ca. 6,00 Euro pro Patient im Quartal. Für eine Ultraschalluntersuchung ca. 0,36 Euro, physikalische Therapie 0,42 Euro usw. Welcher Handwerker wäre bereit, für ein so geringes Pauschalhonorar zu arbeiten? Sie würden niemanden finden und müssten es selbst machen. Die moderne Triggermedizin wird mit teuren Stoßwellen- und Elastografiegeräten durchgeführt, deren Anschaffungs- und Unterhaltskosten sich bei dem geringen Honorar nie erwirtschaften lassen. Zusätzlich beansprucht die Diagnose und Therapie viel Zeit, die dem Arzt nicht honoriert wird. 20 bis 60 Minuten Zeit für einen Patientenbesuch sind die Regel und das ein- bis zweimal pro Woche über einen längeren Zeitraum. Wenn ein Patient achtmal im Quartal kommt, erhält der Arzt pro Besuch 2,50 Euro und ist bis zu einer Stunde beschäftigt. Pro Tag könnte ein Arzt das horrende Honorar von 20,00 Euro für acht Patienten verdienen. So kann ein Arzt nicht wirtschaften, und deshalb wird die Triggermedizin im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung nie angeboten. Entweder man ist in einer Privatversicherung oder man zahlt selbst für die Behandlung, was für die meisten Menschen nicht möglich ist. Ebenso wäre es wünschenswert, dass sich die wissenschaftliche Forschung mit diesem Thema noch viel eingehender beschäftigt und dass Forschung und Klinik zusammenarbeiten.

Leider scheitert die Bezahlung der Behandlungskosten einer Trigger-Therapie an den Gegebenheiten des gesetzlichen Krankenversicherungssystems. Als Patient bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als selbst die Initiative zu ergreifen und sich einen Trigger-Spezialisten zu suchen.

Ein wesentliches Anliegen mit diesem Buch ist mir, dass Sie als Betroffene erkennen, dass Sie mit Ihrem Schmerzproblem nicht alleine sind. Menschen haben schon immer unter Schmerzen gelitten und werden es auch weiterhin tun, und ca. 16 Millionen Menschen, die in Deutschland unter chronischen Schmerzen leiden, sollten für Ärzte eine Motivation sein, sich mit diesem Thema intensiv auseinanderzusetzen. Man kann nicht erwarten, dass sich jeder Arzt und insbesondere jeder Orthopäde auf dieses Thema spezialisiert. Jedoch ist es wichtig, dass Ärzte über die diagnostischen Möglichkeiten und die Therapie Bescheid wissen, um ihre Patienten zu einem ausgebildeten Spezialisten zu schicken.

Da dieses auf absehbare Zeit aber nicht der Fall sein wird, bleibt mir nichts anderes übrig, als Sie eingehend über den Stand der Wissenschaft zu informieren und Ihnen Methoden an die Hand zu geben, wie Sie sich selbst behandeln können, wenn Ihnen die finanziellen Möglichkeiten fehlen, zu einem der leider immer noch wenigen Triggerspezialisten zu gehen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!