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Mütter brauchen Listen genauso dringend wie Concealer und starke Nerven. Das weiß die Journalistin und Bloggerin Mareike Opitz aus eigener Erfahrung. Und schreibt deshalb mit viel Mutterwitz und Leidenschaft Listen zum Leben-Sortieren. Dabei geht es nicht ums Einkaufen, sondern um die wichtigen Themen des Elternseins: die bescheuertsten Heldenfiguren für Kinder; Handgriffe, die Mütter in weniger als zwei Minuten beherrschen; prominente Pädagogik-Helden; Tricks, mit denen Eltern einen Kindergeburtstag überleben, oder Fortbildungen, die Working Moms sich sparen können. Zum Wiedererkennen, Mitlachen, Durchatmen, Bescheidwissen und An-den-Kühlschrank-Heften. Wer der Autorin und ihrem Blog Mutti so yeah im Netz folgt, braucht dieses Buch. Alle anderen sowieso.
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Seitenzahl: 122
Veröffentlichungsjahr: 2017
Mareike Opitz
Elternwissen in lustig & sortiert
Mamas brauchen Listen genauso dringend wie Concealer und starke Nerven. Mareike Opitz, Mutter zweier natürlich entzückender Kinder, weiß das – und erstellt Listen, um ihr Leben zu sortieren. Dabei geht es nicht ums Einkaufen, sondern um die wichtigen Themen des Elternseins: die bescheuertsten Heldenfiguren für Kinder; Handgriffe, die Mütter in weniger als zwei Minuten beherrschen; prominente Pädagogik-Helden; Tricks, mit denen Eltern einen Kindergeburtstag überleben, oder Fortbildungen, die Working Moms sich sparen können. Zum Wiedererkennen, Mitlachen, Durchatmen, Bescheidwissen und And-den-Kühlschrank-Heften. Wer der Autorin und ihrem Blog «Mutti so yeah» im Netz folgt, braucht dieses Buch. Alle anderen sowieso.
Veröffentlicht im Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, Oktober 2017
Copyright © 2017 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg
Umschlaggestaltung ZERO Werbeagentur, München
Umschlagillustration und Illustrationen im Innenteil Nadja König, www.stiftscherepapier.de
ISBN 978-3-644-40108-2
Sämtliche Ratschläge in diesem Buch sind sorgfältig geprüft worden, ersetzen jedoch keine pädagogischen, medizinischen oder ernährungsphysiologischen Konsultationen. Autorin und Verlag sind nicht haftbar.
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Schrift Droid Serif Copyright © 2007 by Google Corporation
Schrift Open Sans Copyright © by Steve Matteson, Ascender Corp
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Ich kann nicht genau sagen, wann es angefangen hat, aber seit vielen Jahren lebe ich in Listen. Job-to-do-Listen, Wunschlisten, Halbgare-Ideen-Listen, Filme-die-ich-gerne-sehen-will-Listen, Grandiose-Buchanfänge-Listen – um nur mal einen kleinen Teil zu nennen. Wahrscheinlich bin ich eine der tragenden wirtschaftlichen Säulen der Post-it-Industrie (denn, ja, ich notiere immer noch ganz altmodisch auf Papier, am liebsten auf Klebezettel). Die erste Liste des Tages schreibe ich gleich nach dem Aufstehen. Ich brauche das so wie andere Leute ihren Morgenkaffee. Vorher bin ich nicht wirklich ansprechbar. Ich setze mich also hin und liste auf, was heute zu tun ist, woran ich denken sollte, was ich unbedingt besorgen muss. Das ist jeden Tag aufs Neue wieder so absurd viel, dass ich nicht mal die Hälfte davon schaffen werde. Was mir gleich beim Aufschreiben klar ist, weshalb es mich nicht frustriert. Denn es geht in erster Linie gar nicht darum, alle notierten Dinge zu erledigen, sondern darum, dem Chaos in meinem Kopf und in meinem Leben eine Form zu geben. Das Gefühl zu bekommen, alles überblicken zu können. Jede einzelne dieser zwölfunddrülfzig Aufgaben hat nun einen Namen, und ich bin ihr Boss.
Ich habe schon überlegt, ob ich die Zeit dieses meditativen, geistigen Ordnens irgendwie mit der Krankenkasse abrechnen kann, als so wichtig sehe ich es für meine gesundheitliche Verfassung an. Listenschreiben ist mein Yoga. Leider macht es nicht so einen knackigen Hintern wie der Herabschauende Hund, aber es erdet und beruhigt mich ungemein. Egal, zu welcher Tageszeit und zu welchem Thema. Und nicht bloß, um Aufgaben eine Abhak-Reihenfolge zu geben, sondern um alle möglichen Dinge, die mich gerade beschäftigen, zu sortieren. Sie in sinnvolle Zusammenhänge zu bringen, statt sie konfus umherflattern zu lassen.
Dass die Sache mit mir und den Listen noch mal ernster geworden ist, seit ich Mutter bin, erklärt sich wahrscheinlich von selbst. Eine eigene Familie zu haben ist das Wunderbarste, was mir passieren konnte. Es ist einzigartig schön und erfüllend – aber auch einzigartig chaotisch. Ein lebensverändernder, unaufhaltsamer Strudel, der sich genau dann besonders wild weiterdreht, wenn man sich kurz zurücklehnt und findet, dass man gerade alles ziemlich gut im Griff hat. Zu wissen, dass das Schlamassel anderer Eltern auch nicht kleiner ist als das eigene, hilft in solchen Situationen ungemein. Das merke ich auch an den Reaktionen der Leser meines Blogs «Mutti so yeah», auf dem ich die absurden Seiten des Mama-Alltags in der mir so vertrauten Manier ordne. «Du bist doch die mit den Listen», höre ich oft, wenn ich neue Leute kennenlerne. Jawoll, die bin ich. Und diese Listen füllen nun ein ganzes Buch. Manche von ihnen sind der verzweifelte Versuch, mit einer Schippe Humor den Wahnsinn zu verwalten. Einige enthalten die gesammelte Schwarmintelligenz vieler anderer Mütter und Väter, die ich für dieses Buch befragt habe: Elterngold in Form handfester Kniffe und bewährter Tricks. Für bestimmte Themen habe ich mir großartige Bloggerkollegen mit ganz besonderen Familien-Spezialkenntnissen als Gastautoren an Bord geholt. Manche der Listen sind unverschämt subjektiv. Andere wiederum zum Sich-darin-Wiederfinden, wie ein großes One-Size-Superwoman-Cape, das jeder Mutter passt.
Und obwohl sich das bei Büchern eigentlich nicht gehört: Wer beim Lesen an der einen oder anderen Stelle das dringende Bedürfnis verspürt, eine Seite herauszureißen und sie an den Kühlschrank zu heften, sei hiermit ausdrücklich dazu ermuntert. Ich würde mich darüber freuen. Sehr sogar.
Bundestrainer zu sein oder schwanger ähnelt sich in gewisser Weise: Wildfremde Leute zwinkern einem verschwörerisch auf der Straße zu, machen Daumendrück-Zeichen, die Freude ist grenzenlos. Aber es hat auch jeder eine Meinung dazu, wie man in seinem Job gerade so performt. Was man darf, ja sogar sollte, und was auf gar keinen Fall. Was man versäumt hat und an was man jetzt unbedingt denken muss. Es ist, als ob man ein T-Shirt tragen würde, auf dem steht: «Nur zu, ich bin für jeden schlauen Tipp dankbar!» Und hintendrauf: «Kalenderblattweisheiten gehen auch!» Um dieses Ratschlaggewitter zu ertragen, hilft ein mütterlich mildes Lächeln und eine gute Portion Jogi Löw’scher Gelassenheit (dieser leere Blick, mit dem er bei Fernsehinterviews manchmal ganz tief in den unteren Bildschirmrand hineinschaut). Denn schließlich muss man sich selbst erst mal darüber klar werden, wie man die ganze Sache eigentlich angehen möchte. Dass man schwanger sein kann beziehungsweise Mutter, das wusste man. Aber auf so viele verschiedene Arten? Das sagt einem vorher ja keiner. Will man eine von diesen betont unaufgeregten Mamas sein, die die Schwangerschaftsapp auf dem Handy lieber im Ordner «Diverses» verstecken? Oder eine von denen, die sich in Internetforen mit geheimnisvollen Abkürzungen darüber austauschen, in welcher SSW sie sind und was ihre Hebi so über die MuMi erzählt (Übersetzungshilfe siehe Seite 21, «Die wichtigsten Forenmutti-Vokabeln»)? Findet man im Geburtsvorbereitungskurs acht neue beste Freudinnen? Oder rollt man genervt mit den Augen, sobald man andere Schwangere sieht? Um das alles herauszufinden, bleibt glücklicherweise neun Monate lang Zeit.
Laut auszusprechen, was man denkt, ist eine super Sache. Aber sobald Leute eine Schwangere treffen, sprudelt vieles aus ihnen heraus, über das vorher offensichtlich so gar nicht nachgedacht worden ist. Kann jemand diese 12 Phrasen hier bitte schön mal auf die schwarze Liste setzen? Danke.
«Achter Monat? Dafür ist dein Bauch aber ganz schön klein.»
«Achter Monat? Dafür ist dein Bauch aber ganz schön groß.»
«Ich will dich ja wegen der Geburt nicht verrückt machen, aber …» (+ egal, welche Geschichte dann folgt)
«Ein Mädchen? Ach, vielleicht klappt’s ja irgendwann noch.»
«Schon wieder ein Junge? Krass.»
«War das denn geplant?»
«Und das willst du jetzt wirklich essen?»
«Du, genieß es einfach, es geht sooo schnell vorbei.» (zwei Tage nach dem errechneten Geburtstermin)
«Beim zweiten Kind ist eh alles anders.»
«Wow, bist du sicher, dass da nur eins drin ist?»
«Freut ihr euch drauf?»
«Darf ich mal anfassen?» (während die Hand schon an den Bauch packt)
Die Schwangerschaftstests Nummer eins bis fünf haben alle «positiv» angezeigt. Der Frauenarzt sagt dasselbe und der Appetit auf Mangoeis mit Oliven auch. Aber für die ersten Wochen möchte man dieses Geheimnis unbedingt für sich behalten. Nur: Wie soll das gehen? Die besten Kniffe aus der Doppelagentinnen-Trickkiste.
Boaaah, dieses Antibiotikum, das man wegen der Blasenentzündung nehmen muss: erklärt sowohl den Alkoholverzicht als auch das ständige Gerenne zum Klo.
«Du siehst irgendwie so anders aus.» – «Ja, ich hab doch jetzt einen Pony/heute meine Brille auf/den Lidstrich vergessen.» Wenn die Hormone schon früh das Gesicht verändern, rechtzeitig für Ablenkungsmanöver sorgen.
Show-Anstoßen: sich ein Glas Prosecco in die Hand drücken zu lassen, aus dem man dann aber nicht wirklich trinkt, ist unauffälliger als nach Orangensaft zu fragen.
Team-Arbeit: Eingeweihte unauffällig den Glas-Inhalt austauschen lassen. Oder den Barkeeper des Vertrauens um geheimen Alternativ-Ausschank bitten.
«Bei mir wurde eine komplizierte Unverträglichkeit festgestellt, und zwar …» (alle wenden sich gähnend ab).
Irgendwas mit Wetter: Diese Frühjahrsmüdigkeit/der Vollmond/die Pollen/die hohen Ozonwerte können einem ganz schön zu schaffen machen, Mannomann.
«Ich hab in letzter Zeit irre viel gefeiert und muss jetzt mal ein bisschen kürzer treten» (funktioniert natürlich nur, wenn man nicht der Partypuper vom Dienst ist).
Es ist die Frage, die einem als Schwangere zwischen «Glückwunsch!» und «Habt ihr schon einen Namen?» unausweichlich gestellt wird. Und man muss sie jeden Tag so oft beantworten, dass es kein Wunder ist, wenn man das Bedürfnis entwickelt, mal ein bisschen Schwung in die Sache zu bringen
«Sag du zuerst!»
«Wir hoffen, ein Baby. Ein Zwergschimpanse oder ein kleiner Hobbit wäre aber auch super.»
«Wird noch abgestimmt.»
«Wir wollten erst mal hören, was dir am liebsten wäre.»
«Darf es selbst entscheiden.»
«Entweder ein Mädchen oder ein Junge.»
«Frag es das doch lieber selbst.»
«Alles in allem am Ende ungefähr 800 Milliliter Fruchtwasser, ein halbes Kilo Plazenta, eine medizinballgroße Gebärmutter …»
«Ein Kaiserschnitt.»
«Achtung, diese Antwort kann Spoiler enthalten.»
Da wollte man nur mal schnell im Netz nachschauen, was gegen Morgenübelkeit hilft – und schon landet man in einem dieser Schwangeren-Foren, in denen sich werdende Mütter über ihre «Bauchzwerge» oder ihre «Hebi» unterhalten. Und das in der «SSW24+2»! Was das alles heißen soll? Eine Übersetzungshilfe.
SSW24+2: vierundzwanzig vollendete Schwangerschaftswochen plus zwei Tage (eine Angabe, die Forenmamas im Schlaf kennen, wahrscheinlich auch mit Minutenanzahl, aber die schreibt man nicht)
Hebi: Hebamme
MuMi: Muttermilch
Bauchzwerg: Baby, noch im Mutterleib
süße Maus: Baby, bereits geboren, weiblich
Schnuffel: Baby, bereits geboren, männlich
Wirbelwind: Geschwisterkind im Trotzalter
GöGa: Göttergatte (also Ehemann)
KiWu: Kinderwunsch
FA, KiA: Frauenarzt, Kinderarzt
KS: Kaiserschnitt
Stoffies: Stoffwindeln
*auchmalwiedermeld*: Einleitung nach mehrminütiger Chat-Abwesenheit
!!!!!!?!???;-)))): – (kurze Gedankenpause)
Wenn Paare Eltern werden, läuft in ihren Gehirnen sehr verlässlich ein steinzeitliches Einrichtungsprogramm ab. Sie beginnen, alle möglichen Dinge in ihre Höhle zu schleppen und dort zu horten, weil ihnen irgendjemand mal gesagt hat, dass man sie mit Kind braucht. Wobei der befreundeten Vierfachmama genau die gleiche Beratungskompetenz eingeräumt wird wie dem kinderlosen bulgarischen Hausmeister. Man will schließlich auf ALLES vorbereitet sein. Weshalb findige Firmen mit passender Produktpalette nicht müde werden, seitenlange Erstausstattungslisten zum Abhaken zu verfassen. Hier zehn Dinge, mit denen man sich getrost noch Zeit lassen kann.
Süße Schuhe: überhaupt irgendwelche Schuhe. Beim Rumliegen braucht man das als neuer Mensch auf dieser Welt so überhaupt gar nicht. Außerdem ist es wahnsinnig schwierig, sie an schlaffe Babyfüße dran zu bekommen, die Kleinen mögen sie eh nicht und strampeln sie wieder ab.
Kleidchen: Klar, sehen niedlich aus, rutschen aber ständig hoch in Richtung Kopf und machen Eltern und Kind gleichermaßen panisch.
Nagelschere: Weil die Hebamme das Kürzen der sehr weichen Baby-Fingernägel in den ersten Wochen nach der Geburt sowieso strengstens verbietet.
Mobiles in Pastelltönen: Ein Neugeborenes sieht nur bis zu einem Abstand von 25 Zentimetern scharf. Auch wenn sich das Sehvermögen später weiterentwickelt, interessiert sich das Kleine vor allem für knallige Farben (und – hart für die stilbewusste Mama – nicht so sehr für gedecktes Altrosé, Eierschalenweiß und Wolkengrau).
Kuscheltier-Gangs: Weil kleine Babys nicht nur schlecht sehen, sondern auch schlecht greifen können. Außerdem hat zur besseren Luftzirkulation zu viel Firlefanz im Bettchen sowieso nichts zu suchen.
Sortiment an Babycremes: Das ist zwar schwer vorstellbar, aber ist das Kleine erst mal auf der Welt, riecht es ganz von alleine NOCH besser als all die wohlig-kamilligen Tiegeldüfte im Drogerieregal. Und Mama wird sich hüten, da irgendwie reinzupfuschen.
Gläschenwärmer: Ruhig Blut, das mit dem Breichen-Füttern beginnt in frühestens vier Monaten. Und dann tut es auch ein profaner Topf.
Schnullerkette: Weil erstens gar nicht jedes Kind einen Schnuller möchte. Und zweitens in den Anfangswochen der Lost-and-found-Radius wenige Zentimeter um Babys Kopf herum beträgt.
Drei Regalmeter Elternratgeber: Das Wichtigste erklärt einem die Hebamme. Für (fast) alles andere darf man auf sein gesundes Mutter- und Vater-Gefühl vertrauen. Und das kann sich mit zu viel Zeigefinger-Literatur nur ganz schwer entwickeln.
Babybadewanne: Wird nach wenigen Tagen sowieso zur Einweich-Station für vollgespuckte Strampler umfunktioniert. Und Baby badet ganz einfach im Waschbecken oder später auf Papas Arm in der großen Wanne.
Die Freunde, die man selbst früher zum Spielen mit nach Hause gebracht hat, hießen Steffi oder Thomas. Kindernamen, denen man heute auf Geburtsstationen, in PEKiP-Kursen, Kindergärten und Klassenzimmern begegnet, sorgen hingegen dafür, dass einem leicht mal ein «Hä?!» herausrutscht. Oder ein spontanes Prusten über die Lippen kommt. Dabei kann das arme Kind ja nichts dafür. Zwanzig beurkundete Härtefälle, um für den Ernstfall schon mal einen kontrollierten Gesichtsausdruck üben zu können:
Heavenly
Harmony-Melody
Sittich
Bock
Sturmhart
Maybee
Raider
Pepsi-Carola
Hedi-Rocky
Blücherine
Cinderella
Dee-Jay
Prince-Glorieux
Despot
Emelie-Extra
Imperial-Purity
Katzbachine
Nussi
Solarfried
Sexmus Ronny
Don Armani Karl-Heinz
Der Klinikkoffer ist längst gepackt, der errechnete Termin naht – und jetzt? Nestbautrieb olé! Man könnte doch eben noch mal schnell:
sämtliche Vorhänge eigenhändig abnehmen, waschen und bügeln;
das Kinderzimmer taubengrau streichen, dieser Beigeton war einfach nicht der richtige;
die komplette Babygarderobe ein weiteres Mal durchwaschen (nicht, dass da noch irgendwelche Schadstoffe drin sind!) und akkurat zusammenlegen;
Müsliriegel für den Kreißsaal backen;
üben, den Kinderwagen zusammenzuklappen;
Baby-Ratgeber auswendig lernen;
Zimmerpflanzen umtopfen und abstauben;
riesige Mengen Suppe vorkochen und einfrieren;
das Auto putzen (das wird Babys erster Eindruck nach dem Krankenhaus sein!);
die Namenssuche noch mal von vorn beginnen;
die Wohnung krabbelsicher machen (geht ja alles immer schneller, als man denkt);
«Anzeichen Blasensprung» googeln;
