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Heilsame Erkenntnisse aus der "neuen Astrologie" für ein bereicherndes Miteinander
Oft wünschten wir, wir könnten einen kurzen Blick in den Kopf unseres Gegenübers werfen und das Handeln unserer Familie, Freunde, Partner und Kollegen besser verstehen. Warum tun sie was sie tun, und welche körperlichen und mentalen Bedürfnisse haben sie wirklich? Das Human Design ermöglicht genau diesen verlässlichen Einblick in die natürliche Denk- und Lebensweise eines jeden Individuums und kann uns durch Annahme und Wertschätzung unserer Mitmenschen auf dem Weg zu friedvollen Beziehungen begleiten. Mithilfe der „neuen Astrologie“ können wir nicht nur Fragen in täglichen Beziehungen beantworten, sondern auch gezielt Konfliktthemen im Zusammenleben und gemeinsamen Arbeiten erkennen und lösen. Die Autorin erklärt anhand von Beispielen wichtige Tools wie das Composite-Chart und das Human Design-Mandala und liefert so das Know-how für eigene Beziehungsanalysen. Darüber hinaus verknüpft dieser Ratgeber erstmalig die Themen Sexualität, Weiblichkeit, Männlichkeit und Kommunikation mit dem Human Design und ermöglicht damit einen noch individuelleren Einblick in die eigene und die Persönlichkeit unseres Gegenübers.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 247
Veröffentlichungsjahr: 2023
Anja Hauer-Frey
ERFÜLLTE BEZIEHUNGEN DURCH
Verständnis vertiefen und Potenziale nutzen in Familie, Partnerschaft und Beruf
If you allow someone to be who they areand they allow you to be who you are,then that’s love.Anything else is torture.
Ra Uru Hu
Wenn du andere sie selbst sein lässt und sie dich ebenso sein lassen, das ist Liebe. Alles andere ist eine Qual.
(Übersetzung Red.)
Geleitwort
von Miriam Reißig
Vorwort der Autorin:
Erkenne andere – und dich selbst
Der Kern erfüllter Beziehungen
Der Kern erfüllter Beziehungen
Was verhindert oder stört erfüllte Beziehungen?
Der direkte Weg zu erfüllten Beziehungen
Grundlagen des Human Design in Beziehungen
Human Design: Potenziale des Zusammenlebens freisetzen
So nutzt du dieses Buch: Bodygraph und Composite-Chart
Die wichtigsten Elemente für Beziehungen im Chart
Human Designtypen in Beziehungen
Welcher Energietyp ist dein Gegenüber?
Der Generator in Beziehungen
Der Manifestor in Beziehungen
Der manifestierende Generator in Beziehungen
Der Projektor in Beziehungen
Der Reflektor in Beziehungen
Typen in Beziehungen: Gesamtdynamik
Astrologische Elemente: Persönlichkeitsbetonungen
Die Persönlichkeitsbetonungen des Gegenübers
Erde: Fundament, Stabilität, Treue und Frieden
Feuer: Leidenschaft, Kraft, Antrieb, Wärme
Luft: Leichtigkeit, Freiheit, Kommunikation
Element Wasser: Gefühle, Bewegung, Intuition, Verbindung
Autorität: Entscheidungen treffen
Wie trifft dein Gegenüber Entscheidungen?
Emotionale Autorität: Der Fahrstuhlfahrer
Sakrale Autorität – der Bauchgefühlsmensch
Milz-Autorität: Der Instinktive
Herz-Autorität: Der dem Herzen folgt
Selbst-Autorität: Der Richtungsweiser
Mentale Autorität: Der Redner und Denker
Lunare Autorität: Der Zyklusmensch
Profile: Rollen im Leben
Welche Rollen spielt dein Gegenüber im Leben?
Human-Design-Profile im Überblick
Astrologische Häuser: Beziehung leben
Das Ausleben von Beziehungsthemen: Human Design und Astrologie
Die zwölf Häuser in der Astrologie
Zentren, Kanäle und Sex-Streams: Gemeinsamkeiten und Aufgaben
Gemeinsame Elemente und Aufgaben
Die Elemente
Verbindungsmodus in Beziehungen
Freundschaftskanäle – I trust you
Dominanzkanäle – Teach me
Kompromisskanäle – Triggeralarm
Anziehungskanäle – Love, love, love
Exkurs: Sex-Schaltkreise
Planetenschlüssel: Kommunikation und Sexualität
Schlüssel für Beziehungen – Planetenaktivierungen im Tierkreis
Venus: Yin-Energie, Liebe, Schönheit, Anmut
Mars: Sexualität und Yang-Energie
Merkur: Kommunikation
Praxis: Beziehungsanalysen
Beziehungsanalyse
Sabine und Uwe
Partnerschaftskonflikte friedlich lösen
Nachwort
Anhang
In uns allen steckt die tiefe Sehnsucht, uns mit anderen Menschen zu verbinden. Von Geburt an dreht sich alles in unserem Leben um Beziehungen. Familie, Partnerschaft, Freundeskreis, Kolleg*innen – all unsere zwischenmenschlichen Verbindungen prägen uns. Wir wachsen in und an unseren Beziehungen. So können wir uns in ihnen geborgen und beschützt fühlen, aber auch eingeengt und begrenzt. Genau deshalb ist es Zeit, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln und unsere Beziehungen neu zu gestalten.
Für mich persönlich haben sich zwischenmenschliche Beziehungen lange Zeit wie ein Minenfeld angefühlt. Es gab Situationen, in denen ich weder mein Gegenüber noch mich selbst verstanden habe. Ich rutschte immer wieder in die Bewertung und (Selbst-)Verurteilung. Das fing innerhalb der Familie an, ging im Arbeitsumfeld und meinen Partnerschaften weiter und fand seinen Höhepunkt in der Beziehung zu meinen Kindern.
Über meine Kinder fand ich dann zu Human Design. Das Wissen über die Energie meiner Kinder eröffnete mir eine ganz neue Perspektive auf sie, mich selbst und vor allem auf die Dynamik untereinander. Meine drei Kinder könnten unterschiedlicher nicht sein, und dennoch versuchte ich, sie lange Zeit im Alltag auf die gleiche Art und Weise zu behandeln. Erst durch das Wissen des Human-Design-Systems verstand ich, dass jedes meiner Kinder eine individuelle Umgangsform und Tagesstruktur braucht. Dies war schon durch kleine Veränderungen in unserem Alltag umsetzbar. Dank Human Design kann ich meine Kinder also nicht nur bedürfnis-, sondern auch energieorientiert begleiten.
Aber nicht nur in Bezug auf meine Kinder, sondern in Bezug auf all meine zwischenmenschlichen Beziehungen war und ist Human Design ein Augenöffner. Human Design lehrt uns, dass wir nicht nur über Worte kommunizieren, sondern auch energetisch. Und dass deshalb in jeder Beziehung eine einzigartige, energetische Dynamik entsteht. Durch dieses Wissen können wir all unsere Beziehungen bewusster und achtsamer gestalten.
Dieses Bewusstsein zu schaffen, ist für mich eines der größten Geschenke des Human-Design-Systems. Denn wenn unsere Welt eines braucht, dann ist es Bewusstsein. Unsere Gesellschaft und die ganze Welt befinden sich in einem Wandel, der vieles infrage stellt. Vieles, was jahrhundertelang als normal galt, bricht nach und nach weg. Auch unsere Beziehungen verändern sich. Es wird mehr reflektiert, kommuniziert und kooperiert. In Zukunft wird es immer mehr darum gehen, die Einzigartigkeit eines jeden zu sehen und sich gegenseitig Raum zu geben, die eigenen Potenziale zu entfalten.
Anfangen dürfen wir bei der Beziehung zu uns selbst. Denn erst wenn wir uns selbst sehen und unsere einzigartige Energie authentisch leben, können wir auch andere in ihrer Einzigartigkeit sehen und annehmen.
Ich persönlich lerne in meinem eigenen Human-Design-Experiment tatsächlich vor allem in und durch meine zwischenmenschlichen Beziehungen. So wünsche ich auch dir, dass dich dieses wundervolle Buch dabei unterstützt, deine Beziehungen bewusster und vor allem erfüllter zu gestalten!
Miriam Reißig, sakrale Generatorin 2/4
Human-Design-Expertin für Familien und Selbstfindung, Inner Balance Coach, Mutterleicht Trainerin, Creative Women Circle Leiterin
Jeder Mensch ist auf seine Art ein Paradiesvogel mit seinen besonderen bunten Federn, die ihn ausmachen. Mit einer eigenen Art, durch das Leben zu gehen und Entscheidungen zu treffen, mit einem eigenen schillernden Wesen. Dieses Wesen strahlt in unterschiedlichen Farben und ich möchte mit diesem Buch vor allem eines erreichen: dass unsere Farben und die unseres Gegenübers nicht verblassen. Dass wir aufhören, aneinander zu zerren und zu ziehen und uns buchstäblich die Federn auszurupfen. Niemand ist hier, um in einer Beziehung sein buntes Gefieder zu verlieren, um es in angepasste Grautöne umfärben zu lassen, die am Ende traurig und einheitlich erscheinen. Nein!
In meinem ersten Buch, Mehr Lebenskraft, Leichtigkeit und Erfolg durch Human Design, in dem ich mich mit den Grundlagen des Human Design beschäftigte, ging es hauptsächlich darum, sich zu erkennen und ein klares Ja zu sich zu finden. In diesem Buch geht es darum, andere zu erkennen und in Selbstreflexion Beziehungen aktiv zu gestalten und positiv zu verändern. Dieses Buch ist ein Werkzeug zum Verstehen der Natur deines Gegenübers. Natürlich wirft uns das Erkennen eines anderen Menschen immer auf uns zurück. Also sei dir gewahr, dass dies keine Zehn-Schritte-Anleitung für den perfekten Umgang mit deinem Chef oder deiner Partnerin ist, sondern dass dieses Buch dich immer fragt: Warum bist du nicht anders in diese Beziehung gegangen? Was hat gefehlt? Hat man sich dir gegenüber nicht geöffnet? Hast du etwas in den falschen Hals bekommen? Hast du offen kommuniziert? Fehlte dir das nötige Mitgefühl oder hast du die Grenzen anderer nicht gewahrt? Dieses Buch soll dich liebevoll an einen Punkt bringen, an dem du dich überprüfst und dich deine Verbindungen im Alltag noch mehr wachsen lassen. So bin ich liebevoll direkt, denn das ist mein Manifestor-Style (mehr zu den Typen des Human Design findest du ab hier).
Beziehungen zu anderen beginnen bei der Beziehung zu uns selbst. Was du in dir erkennst, erkennst du in anderen. Wenn wir jedoch blind und sozusagen mit Boxhandschuhen durchs Leben laufen, erkennen wir uns nicht. Wenn wir andere besitzen wollen, erkennen wir nicht. Damit geht eine tiefe Verbindung verloren. Die Verbindung, die uns nährt und die wir als Säugetiere brauchen, um zu wachsen und uns im Gegenüber zu erkennen.
Die Tiefe der Verbindung zu anderen wird maßgeblich davon bestimmt, wie sehr wir uns selbst in der Tiefe sehen und verstanden haben.
Das eigene Erkennen setzt nicht nur in Partnerschaften, sondern auch beruflich immense Potenziale frei, weil es Frust, Verbitterung, Wut und Enttäuschung auf den Grund geht und so deine ganz persönliche Effizienz- und Intuitionsbombe gezündet wird. Ein anderer kann dir kein Gefühl geben oder es »machen«, es entsteht immer in dir. Darüber Bewusstsein zu erlangen, führt auf Dauer zu friedvollen Beziehungen.
Das Human Design verhilft uns in erster Linie zu dem stärkenden Gefühl, »richtig« zu sein, durch ein systemisches, ganzheitliches Konzept, das unserem Verstand bestätigt: »Ja, dein Gefühl und deine Intuition waren immer richtig. Du bist richtig, mit all deinen Facetten.« Zum anderen zeigt es uns ohne Zuckerguss, wo wir entgegen unserer Energie handeln oder geprägt wurden, sodass wir unserem innersten Antrieb nicht immer folgen können. Wir lassen unsere innere Stimme übertönen, vom Lärm der Außenwelt, von Regeln, Glaubenssätzen, Erwartungen, Projektionen oder gesellschaftlichen Maßstäben, die sich in unserer DNA verfestigt haben.
Wir Menschen kommunizieren durch unsere Körpersprache, Energie und Emotionen. Uns zu lesen wäre einfach, wenn wir uns nicht hinter einer Vielzahl an Rollen, Mänteln, Handlungs- und Antriebsmustern sowie Konditionierungen verstecken, sondern stattdessen ehrlich, authentisch und vor allem verletzlich durchs Leben gehen würden. Das Human Design baut hier eine Brücke, denn es macht die reine Energie deines Gegenübers sichtbar, sodass du in der Lage bist, es im Kern zu erfassen. So kannst du diesen Menschen unterstützen, wenn du wahrnimmst, dass er Hilfe, Reflexion oder Zuspruch benötigt, um sich dir zeigen zu können.
Ich wünsche mir, dass mit diesem Buch mehr echte Verbindungen in diese Welt zurückkehren und wir akzeptieren, dass die Schuhe unseres Gegenübers eine eigene Größe haben. Wir können uns niemals anmaßen, seinen Weg zu gehen oder ihn völlig zu verstehen. Ich wünsche mir, dass durch diesen Ratgeber mehr Mitgefühl für Verbindungen entsteht, die unkonventionell erscheinen. In der Tiefe sehen und gesehen werden ist etwas, das uns als Menschen nährt und verbindet. Lass zu, dass jemand anderes dich sehen kann, indem du dich selbst siehst. Spende Umarmungen, wenn jemand um sich schlägt, weil du weißt, was dahintersteht. Und ja, es kostet viel Mut, sich anderen zu offenbaren, sich verletzlich zu zeigen und seine Mäntel abzulegen, aber es ist das Wertvollste und Wichtigste, das wir in diesen Zeiten für uns und unsere Kinder tun können.
In Liebe,
Anja (5/1-Manifestorin)
Für meinen Sohn und dich
Ich brauche dich nicht, um meine Leere zu füllen.Ich bin vollständig, für mich und gut, wie ich bin. Ich arbeite an mir, sehe mich, vergebe mir und wachse weiter.
Ich brauche dich nicht, damit du mich glücklich machst und zum Strahlen bringst. Ehrlich gesagt, bin ich so gut mit mir, dass ich wie ein Feuer von innen leuchte.Angezündet durch meine Seelenkraft, meine Lust am Leben, meine inneren Werte.
Aber zusammen, zusammen könnten wir ein Leuchtfeuer der Liebe entfachen und noch mehr Licht auf die Schatten werfen,die andere Menschen dringend sehen müssen. Lass uns das Feuer der Bedingungslosigkeit entzünden, indem du bei dir bleibst und ich bei mir und wir uns da treffen, wo unendliches Potenzial entsteht.
Lass uns vorleben, dass wahre Liebe loslässt und trotzdem immer in Verbindung bleibt, dass sie Schmerz überwindet, Tränen und Wut erträgt, nichts unter den Teppich kehrt und machtvoll ihre Hand einsetzt und dadurch heilt.
Denn das ist es, was unsere Welt dringend benötigt,die wahre Kraft der Verbindung, wenn Menschen für sich stehen und trotzdem als großes Ganzes einen Unterschied machen und niemand den anderen besitzen möchte, sondern wir uns einander Mut zusprechen. Bedingungslos!
Ich glaube fest daran, dass jede zwischenmenschliche Beziehung auf Gefühlen beruht. Es ist die Grundhaltung gegenüber Freunden, Partnern, Kindern oder Kollegen, die uns überhaupt dazu befähigt, das Gegenüber wahrzunehmen, indem wir gemeinsam Gefühle aller Art zutage fördern und austauschen. Je nach Typ und individuellen Prägungen ist das von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ich habe für dich einige Dinge zusammengetragen, die für mich den Kern, das Fundament jeder Beziehung ausmachen:
Ehrliches Interesse am Wesen des anderenMich im Gegenüber erkennenGemeinsame Lern- und Entwicklungsaufgaben verstehen und wachsenReflexionsvermögen: Mir darüber bewusst zu werden, warum meine Emotionen durch Handlungen oder Worte eines anderen ausgelöst werden; meine Handlungsweise und Kommunikation zu verstehen sowie Verantwortung dafür zu übernehmenLoslassen: Andere Lebenswege, Meinungen, Facetten des Gegenübers verstehen und erkennen, dass sie gut sind, wie sie sind, auch wenn sie für mich nicht geltenOffene Kommunikation: Ich rede über das, was ich fühle, denn was ich nicht sage, kann mein Gegenüber nicht hören.Verständnis hinsichtlich Erziehung und Prägungen: Jeder blickt durch (s)eine Brille, mein Gegenüber sieht die Welt nicht zwangsläufig wie ich; die Brille wird auch durch ein gebrochenes Herz und Glaubenssätze eingefärbt.Nicht aneinander zerren: Mich stattdessen fragen, warum ich den anderen verändern möchte. Was projiziere ich möglicherweise (Erfahrungen aus der Kindheit, Ängste et cetera)?Das Leben als Fluss verstehen: Die Natur verändert sich ständig, Stillstand ist Tod. Ich darf anerkennen, dass auch Beziehungen sich verändern, verschwinden und neue dazukommen, ohne dies zu bewerten oder starr an ihnen festzuhalten.Selbstwert etablieren: Der Frage nachgehen, wer ich bin und was ich brauche; eigene Bedürfnisse aussprechen und nicht denken, ich wäre »falsch«, weil ich anders als das Gegenüber fühle, handle, lebeEhrlichkeit mit mir, hinterfragen, ob ich eine Beziehung aus äußerlichen Gründen eingehe, zum Beispiel wegen Sicherheit, wegen gesellschaftlichem Ansehen oder Glaubenssätzen, oder ob es um diesen Menschen gehtNiemand kann dich von außen glücklich machen, nur du dich selbst, von innen.
Dieser Satz beschreibt für mich die wichtigste Zutat einer Beziehung. Ich habe dann Raum, mich auf einen anderen Menschen einzustellen, wenn ich weiß, wer ich bin und meine eigene Entwicklung beobachten und kommunizieren kann. Eine erfüllte und friedvolle Beziehung ist für mich nicht dadurch gekennzeichnet, dass sie ohne Konflikte abläuft oder von ständiger Erfüllung geprägt ist. Im Gegenteil: In einer selbstbewussten Beziehung ist man fähig, jeglichem Konflikt erwachsen und mit Bewusstsein zu begegnen und dadurch die Verbindung zu halten und auf sichere Füße zu stellen. Es geht in einer erfüllten Beziehung maßgeblich um deinen inneren Frieden, den du spürst, egal, welche Situation dir begegnet. Dies ist ein Frieden, den du durch offene Kommunikation herstellen kannst, weil du deine und die Bedürfnisse des anderen kennst und du offen darüber sprechen kannst. Du etablierst diesen inneren Frieden im Wissen um dein Gegenüber, weil du dich nicht persönlich angegriffen fühlst oder in einem kindlichen Muster verharrst.
Durch dein Vorbild erfahren die Menschen in deinem Umfeld mehr innere Ruhe und können sich und das Gegenüber wahrnehmen. Eine Beziehung ist für mich dann erfüllend, wenn du dich in deinem Wesen zeigen kannst – egal in welcher Facette oder mit welcher Emotion –, wenn du dich geliebt und angenommen fühlst und Offenheit, Vertrauen sowie Liebe als Fundament etabliert sind. Welche Form von Beziehung du auch immer eingehst, sei es die Elternschaft zu deinem Kind, eine Freundschaft, eine Partnerschaft oder ein kollegiales Miteinander – jede dieser Beziehungen kann dich etwas über dich und dein Gegenüber lehren, wenn du offen dafür bist. Das Human Design ist ein fantastisches Tool, um diese Dinge analytisch anzugehen und sowohl dein Gegenüber als auch dich selbst und eure gemeinsame Energie zu verstehen.
Was hier allerdings so einfach klingt, ist es im Alltag leider nicht. Nur allzu oft erleben wir uns in Beziehungen, die alles andere als erfüllend und stattdessen von Reibung, Kampf, Macht, Angst sowie Abhängigkeit geprägt sind. Warum das so ist, erfährst du im nächsten Kapitel.
Das ist eine große Frage, die eigentlich ein weiteres Buch füllen könnte. Ich möchte dir dennoch einige Dinge aufzeigen, die in zwischenmenschlichen Beziehungen häufig zwischen den Beteiligten stehen und diese deshalb vor große Herausforderungen stellen. Du findest in diesem Ratgeber Anregungen, damit du erkennst, welche Dinge unter der Oberfläche von Beziehungen brodeln können und was erfüllten Beziehungen im Weg stehen kann.
Glaubenssätze wie »Ein Indianer kennt keinen Schmerz« entstehen vorrangig in den ersten acht Lebensjahren, und wir tragen diese als Erwachsene in all unsere Beziehungen hinein. In dieser Zeit findet die Hauptprägung unserer »Gehirn-Hardware« statt, wir lernen von unserem direkten Umfeld und nahestehenden Bindungspersonen, worauf wir als Erwachsene zurückgreifen werden. Wir verinnerlichen richtungsweisende und wichtige Glaubenssätze, die Art, wie eine Beziehung geführt und was uns als Liebe vermittelt wird, und vieles mehr. Wir adaptieren in dieser Phase beispielsweise den Bindungsstil, den unsere Eltern uns vorleben. Das kann dazu führen, dass wir als Erwachsene aus vermeintlich unerklärlichen Gründen handeln, die uns am Ende aber schützen soll(t)en. Allerdings hemmen uns gerade diese Verhaltensmuster, unser wahres Wesen zu zeigen oder das Wesen des Gegenübers kennenzulernen.
Wenn erwachsene Menschen ihre Boxhandschuhe anziehen, sich verletzen, sich gegenseitig ständig triggern, sich auf die Palme bringen und doch nicht voneinander lassen können, sind meist ihre sogenannten inneren Kinder am Start. Sie zeugen von einem unerfüllten Bedürfnis aus der Kindheit; gewinnen sie die Oberhand, verhalten wir uns als Erwachsene nicht neutral und diplomatisch, sondern irrational und aggressiv. In der Folge kommt es zu Verletzungen, Streit, Diskussionen, Unruhe und emotionalem Ungleichgewicht. Reflektierte Gespräche kommen nicht zustande, wenn es in beiden Beziehungspartnern brodelt oder eine Mutter sich von ihrem Kind ständig getriggert fühlt. Ich empfehle an dieser Stelle die Bücher von Stefanie Stahl (siehe Literaturliste im Anhang). Die Arbeit mit dem inneren Kind ist für mich die wichtigste Beziehungsarbeit, wenn man sich selbst besser verstehen und friedvolle Beziehungen etablieren will.
Großes Konfliktpotenzial in Beziehungen entsteht, wenn man glaubt, dass alle Menschen denselben Lebensweg gehen müssen, alle dieselben Fähigkeiten und dieselben Träume und Ziele haben. Erreicht man nicht, was vorgegeben scheint, oder geht man einen anderen Weg, ist man schlichtweg gescheitert, falsch, das schwarze Schaf, der »Freigeist«, der nichts auf die Reihe bekommt. Aus der fälschlichen Annahme heraus, dass wir alle gleich sind, entstehen Druck, Vergleich, Zwang und das »Ziehen« am Gegenüber, das sich doch bitte so verhalten soll, wie ich es für richtig halte. Danke, Human Design, für die Erkenntnis, dass die vorherrschende gesellschaftliche Meinung darüber, was ein stabiler Lebensweg ist, tatsächlich auf die wenigsten Menschen zutrifft.
Aufgrund unserer Erziehung und Prägungen sind die meisten Menschen ihren eigenen Bedürfnissen gegenüber taub und können gar nicht benennen, was sie fühlen oder wer sie sind. Sie funktionieren lediglich. Diese Taubheit dem eigenen Körper gegenüber und die Entfremdung von der Natur nimmt immer größere Ausmaße an und entfernt den Menschen von sich selbst. Unser Gegenüber kann seine Bedürfnisse oft nicht kommunizieren und muss dies erst schrittweise wieder erlernen. Zudem gilt oder galt es als Schwäche, emotional oder wild zu sein, in der Öffentlichkeit zu weinen oder Wut zu zeigen. Diese inneren Sperren und die Taubheit tragen leider eine Menge von uns mit sich herum, was es umso schwerer macht, tiefe Beziehungen zu einzugehen.
Leider reden die wenigsten Menschen regelmäßig miteinander darüber, wie sie sich fühlen, was sie brauchen und wie sich bestimmte Verhaltensweisen auf sie auswirken. Wir kommunizieren nicht, ziehen uns zu oft zurück, schlucken Dinge hinunter oder halten um des lieben Friedens willen den Mund. Das betrifft die Kommunikation mit anderen, aber zunächst die Kommunikation mit uns selbst. Wenn ich mein Bedürfnis nicht kenne oder warum ein Gefühl in mir entsteht, wie soll es mein Gegenüber wissen? Wenn ich nicht sage, dass ich Angst habe, wie kann mein Gegenüber mir Schutz bieten? Offene Kommunikation und Reflexion machen verletzlich, gleichzeitig fördert beides eine tiefe Ehrlichkeit und Verbindung zutage, die ich mir für alle Beziehungen wünsche. Damit das Rätselraten ein Ende hat, damit ich weiß, was in meinem Gegenüber vorgeht und wann ich es in Ruhe lassen soll. Leider ist diese Gesprächskultur wenig etabliert, was oft zu Missverständnissen führt oder dazu, dass ich zu wissen glaube, was mein Gegenüber denkt. Und das wiederum führt zu noch mehr Missverständnissen.
Sehr viele Beziehungen werden aus falschen Glaubenssätzen, Angst oder Sicherheitsbedürfnis heraus eingegangen. Ich sage es nur ungern, aber viele Menschen haben gelernt, dass es gefährlich ist, sein Leben in die eigene Hand zu nehmen, dass es besser ist, sich in Sicherheit zu wiegen. Die wenigsten Menschen fragen sich, was sie wollen, und trauen sich nicht, ihren Weg zu gehen, weil sie schlichtweg nie gelernt haben, dass das eine Option im Leben sein kann. Die Verantwortung für die eigenen Gefühle, für die Gesundheit des Körpers wird abgegeben, an den Chef, den Partner, das System, die Politik, die Ärzte, den Berater, die Erwartungen der Menschen um einen herum. Das führt zu sehr schwammigen Beziehungen, Abhängigkeiten und Beziehungsstrukturen, die alles andere als gesund, stärkend und liebevoll sind.
Unsere Eltern sind unter anderem dazu da, um uns zu co-regulieren, denn das können Babys und Kleinkinder noch nicht eigenständig. Sie lernen den Umgang mit Emotionen von ihren nächsten Bindungspersonen – oder eben auch nicht. Denn häufig ist diese Bindungsperson nicht in der Lage, sich zu regulieren. So wissen wir als Erwachsene häufig nicht, wie wir mit Schmerz, Wut oder sogar Freude umgehen sollen. Dieser traurige Zustand führt zu Hilflosigkeit, mit der wir dann unseren Beziehungen gegenüberstehen, denn was wir nicht gelernt haben, können wir nicht leben.
Unsere Großeltern oder Eltern sind Teil der Nachkriegsgeneration, in der es darum ging, ein Land wieder aufzubauen und versorgt, also ernährt, zu sein. Diese Zeit brachte es leider mit sich, dass Mütter und Väter zwar eventuell verfügbar, aber nicht emotional anwesend waren. Es ging hauptsächlich darum, den Kindern ein sicheres Leben mit ausreichend Nahrung zu bieten. Man hört heute noch den Satz »Euch ging es doch immer gut, euch hat es an nichts gefehlt«. Hauptprägungen aus dieser Zeit sind Funktionieren, Disziplin, Erlangen materiellen Besitzes, Streben nach Anerkennung für gesellschaftlichen Status – oft die einzige Anerkennung – und dafür zu sorgen, dass der Kühlschrank immer voll war. Dieses Gefühl setzt sich bis in meine Generation fort. Wir suchen »Liebe« fälschlicherweise in der Anerkennung für unser Tun (Karriere), in materiellen Gütern, im Status, im Essen. Wir waren sicher immer alle satt, aber nie genährt mit echter Verbindung und Liebe. Dieses Phänomen der Nachkriegsgeneration ist immer noch in vielen Beziehungen präsent, in denen sich Partner, Freunde oder Kollegen zusammenschließen, um sich »satt« zu machen, aber dabei innerlich leerer werden. Wir suchen Liebe oder in Wahrheit die mütterliche oder väterliche Geborgenheit im Außen und projizieren diese Sehnsucht auf die Beziehungen um uns herum – keine gute Basis für eine tiefe Verbindung. Na, hast du dich oder dein Gegenüber erkannt?
Wenn du die tieferen Grundlagen unserer gesellschaftlichen Prägungen, Bindungen und Beziehungen verstehen willst, die ich hier wirklich nur skizziert habe, lasse dich durch die Literaturempfehlungen im Anhang inspirieren.
Beziehungen sind ein lebenslanger Lernprozess für jeden Menschen. Ich habe kein Patentrezept für erfüllte Beziehungen, aber ich stelle dir eine Methode vor, die es dir ermöglicht, ohne großes Vorwissen sofort einzusteigen und dich und dein Gegenüber besser kennenzulernen. In meiner Arbeit mit Kindern, Eltern und anderen Erwachsenen hat sich in den letzten Jahren vor allem eine Frage als essenziell herausgestellt. Sie führt ohne Umwege zu offener Kommunikation und trägt damit oft zur Auflösung von Mustern bei; gleichzeitig schafft sie Verbindung. Die Frage ist so simpel wie prägnant:
»Was brauchst du (gerade)?«
Wenn sich Emotionen hochschaukeln und starre Verhaltensmuster auftauchen, wäre es an der Zeit, genau diese Frage zu stellen: Was brauchst du jetzt gerade, in diesem Moment? Weißt du,was du gerade brauchst, und kannst es fühlen? Welche Entscheidung oder welcher Ausgang würde dich JETZT zufriedenstellen?
Diese Frage kostet Mut und ist gleichzeitig ein wichtiges Puzzleteil, weil es alle Beteiligten auf sich zurückwirft. Was brauche ich gerade, damit es mir gut geht? Was bezwecke ich mit einem Konflikt oder meinem Handeln in diesem Moment? Nicht selten habe ich erlebt, dass Menschen, die heftig kämpfen, diskutieren und sich rechtfertigen, eigentlich nur eine Umarmung vom Gegenüber möchten. Sie möchten gesehen werden und wissen nicht, wie sie sich anders bemerkbar machen sollen.
Wie kann uns das Human Design dabei helfen, erfüllte Beziehungen mit uns selbst und anderen zu führen? Es hilft zunächst, auf Verstandesebene zu begreifen, wie wir und unser Gegenüber gestrickt sind. Wie kommuniziert mein Partner? Wie viel Freiraum oder Nähe benötigt mein Chef? Wie trifft mein Kind Entscheidungen? Diese Fragen und viel mehr beantwortet uns das Human Design. Darüber hinaus hilft es uns zu verstehen, welche Bedürfnisse der Mensch hat. So gelangen wir zu mehr Mitgefühl und Verständnis für das Gegenüber und nehmen die Dinge weniger persönlich.
Das Human Design öffnet dir die Schatzkiste zum Wesen deines Gegenübers und eurer Beziehung, wenn du beides in der Tiefe verstehen willst. Dazu gehört, sich selbst zu sehen und die eigene Schatzkiste zu öffnen, vergiss das nicht. Im Folgenden findest du eine kurze Übersicht über die Chancen in den verschiedenen Beziehungsbereichen, die das Human Design bietet.
Welche Potenziale und Erkenntnisse das Human Design in Beziehungen freisetzen kann
Bereich Elternschaft und Kinder
Verständnis für das Wesen des Kindes gewinnen, seine Bedürfnisse erkennen und den bestmöglichen Weg der Begleitung herausfindenDen gemeinsamen Verbindungsmodus und gemeinsame Bedürfnisse verstehenDynamik der Elternschaft verstehenEigene Trigger anhand von Human-Design-Typ und der persönlichen Art der Kommunikation entlarvenEigene Persönlichkeitsbetonungen und die von Familienmitgliedern erkennenWissen über den inneren Drang der KinderWissen, was die Kinder brauchen, um gestärkt und geführt durch das Leben zu gehen und damit sie ein entspanntes Nervensystem ausbildenBedürfnisse als Eltern erkennen und aus dem Aufopferungsmodus heraustreten, die eigene Energie vorlebenBereich Partnerschaft
Vollständige Akzeptanz des Partners sowohl in seinem Wesen als auch als IndividuumHerausfinden des gemeinsamen Fundamentes der Partnerschaft und des jeweilig benötigten Maßes an FreiheitWissen über Verbindungsmodus und Dynamik der BeziehungBedürfnisse des Partners in Beziehungen verstehenArt und Weise der Liebe des Partners verstehenBedürfnisse im Bereich Sexualität erkennenGemeinsame Aufgaben, Lern- und Dominanzbereiche verstehen, zulassen beziehungsweise daran wachsenBereich Kollegen und Beruf
Stärken und Schwächen des Kollegen, Mitarbeiters, Chefs kennen und Unterstützung bietenNatürliche Führungsqualitäten erkennenKommunikationsstil des Gegenübers verstehen und einen gemeinsamen findenEmotionen des Kollegen verstehenWissen darüber, wie Kollegen und Mitarbeiter unterstützt werden können, beispielsweise bei Entscheidungsfindung oder Regulierung des NervensystemsWissen über die Rolle, die das Gegenüber einnimmt, und an welcher Stelle im Unternehmen er/sie sich entfalten kannRaum wahrnehmen, den derjenige braucht (Homeoffice, Bühne, völlige Freiheit et cetera)Effiziente Zusammenstellung von Teams, um Dynamiken der Persönlichkeiten zu nutzenBereich Freundschaft
Wissen über das gemeinsame Fundament der FreundschaftErkenntnis über herausfordernde Bereiche, in denen man wächst und inspiriert wirdErkenntnisse über die Elementbetonung des GegenübersWissen über Triggerpunkte und Dynamiken der Beziehung und die ideale Art der KommunikationFreiheitsgrad und -bedürfnis, die beide in der Freundschaft habenWissen über eure Kanäle, die die Freundschaft zusammenhaltenWer mich kennt, weiß, dass ich der »Fühl-Anwalt« unter den Human-Design-Coaches bin. Das bedeutet, dass ich mich zwar gern auf Wissen berufe, weil es uns hilft, zu verstehen, aber an dich appelliere, dieses Wissen aktiv zu fühlen, damit zu experimentieren und es einzusetzen. Denn Wissen an sich ändert noch nicht viel im Alltag. Bei den folgenden Punkten braucht es dich und dein Fühlen, erst dann kannst du die Magie des Human-Design-Wissens wirklich entfalten. Wenn du die volle Schatzkiste an Möglichkeiten öffnen willst, dann darfst du:
dich aktiv beobachten und hinterfragen,emotionales Bewusstsein entwickeln,deine Emotionen regulieren und sie leben,deine Bedürfnisse (angstfrei) aussprechen,Kommunikation im Alltag üben und eine offene Reflexionskultur pflegen,Resonanzen, die du bemerkst (Unruhe, Aufruhr, hochkommende Emotionen), hinterfragen, liebevoll annehmen, leben und kommunizieren,Schattenthemen und Konditionierungen, die du in dir erkennst, mutig angehen und eine Veränderung durch Tun bewirken,nicht nur andere analysieren und erkennen, sondern hauptsächlich bei dir anfangen und es anderen vorleben.Eines sei aber auch sehr deutlich gesagt: Das Human Design ist weder ein »Heilmittel« noch kann es Blockaden, Traumata, Bindungsmuster, emotionale Abhängigkeiten, Persönlichkeitsstörungen oder psychische Erkrankungen in Lichtgeschwindigkeit auflösen. Es kann dir ein Wegweiser sein – den Weg musst du allerdings selbst gehen, mit den eigenen Füßen und mit Menschen, die dich fundiert begleiten und dir Sicherheit geben, wie Therapeuten und Spezialisten.
Der erste Schritt ins Human-Design-Wissen ist die Erstellung desBodygraphen (»Körpergrafik«) für dich, deinen Partner, Kollegen oder deine Kinder, damit du weißt, welche Parameter jeweils vorhanden sind. Für das Erstellen des Bodygraphen benötigst du:
GeburtsortGeburtsdatumGeburtszeit (möglichst genau)Damit erhältst du ein Chart, das dir Typ (siehe ab hier), Autorität (siehe ab hier), Profil (siehe ab hier) und weitere Elemente anzeigt. Dann kannst du dieses Buch zur Hand nehmen und im jeweiligen Kapitel zu lesen beginnen. Dein Bodygraph, auch Chart genannt, kannst du kostenfrei mit der Human-Design-App erstellen (siehe Link im Anhang).
Für die späteren Kapitel des Buchs ist es hilfreich, aber nicht zwingend notwendig, ein sogenanntes Composite-Chart von dir und deinem Gegenüber zur Hand zu haben. Im Composite-Chart werden zwei Bodygraphen zu einem großen zusammengeführt, aus dem man die gemeinsame Energie ablesen kann. Ein Composite-Chart kannst du dir in den gängigen Chart-Generatoren erstellen lassen, wenn du alle Daten (Geburtsdatum, Ort, Uhrzeit) von dir und deinem Gegenüber hast. Du kannst stattdessen auch zwei einzelne Bodygraphen nebeneinanderlegen.
Derzeit gibt es leider nur einen kostenfreien Anbieter, um sich ein Composite-Chart erstellen zu lassen, und zwar eine russische Seite (siehe Link im Anhang). Mein Tipp: Die Seite von Google Translate übersetzen lassen, und los geht’s. Für die kostenpflichtige Erstellung eines Composite-Charts findest du ebenfalls Links im Anhang.
Ebenfalls hilfreich, aber nicht zwingend notwendig für die späteren Kapitel ab hier ist das Human-Design-Mandala. Es ist im Prinzip dein Bodygraph, jedoch durch weitere Ebenen verfeinert. Dieses Mandala (du findest es auf der hinteren Umschlagklappe) gibt dir den Gesamtkontext deines Bodygraphen wieder und zeigt dir in einer Radixzeichnung an, wie dein Chart aufgebaut ist, inklusive aller Tierkreiszeichen, aller I-Ging-Tore und vielen weiteren Elementen. Hier findest du:
Elementbetonungen (Feuer, Erde, Wasser, Luft),die direkte Planetenposition im Tierkreiszeichen,alle Tierkreiszeichen und Aktivierungen im Chart.Auch das Mandala gibt es derzeit nicht kostenfrei im Internet (siehe Links im Anhang). In diesem Buch findest du hier allerdings eine Nachschlagetabelle der Tore, Elemente und Zeichen, aus der du leicht entnehmen kannst, was auf dich zutrifft. Da im Mandala immer fix fünf bis sieben Tore einem Zeichen und somit einem Element zugeordnet sind, kannst du mithilfe der Tabelle alles Wichtige ohne Mandala für dich ableiten.
