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Witzige Erinnerungen und ernste Gedanken eines Säuglings an sein erstes Jahr. Gibt es ein Leben nach der Geburt? Die ersten Monate scheint für Babys ziemlich schwierig zu sein. Da muss man sich erst einmal finden und orientieren, wo man überhaupt gelandet ist. Das wird in diesem Büchlein deutlich. Unbeholfen, gestresst, wohlig fühlend und glücklich, können die ersten Monate nach der Geburt sein. Lassen Sie sich von dem kleinen Baby durch das erste Jahr begleiten.
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Seitenzahl: 30
Veröffentlichungsjahr: 2012
Keine Angst, dieses Buch ist nur ansatzweise lustig. Wenn Sie wissen wollen, wie sich das anfühlt als Achtpfünder durch den Geburtskanal zu kommen, sind Sie hier genau richtig.
Lassen Sie sich überraschen, wie es einem kleinen Wesen nicht nur nach der Geburt geht, sondern auch im ersten Lebensjahr. Viel Spaß dabei.
Erinnerungen eines Babys an sein erstes Jahr!
Erinnerungen eines Babys an sein erstes Jahr!
Iris Gödecker
Published by: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de
Copyright: © 2012 Iris Gödecker
ISBN: 978-3-8442-3834-1
06.05.1964 - 18.55 Uhr
Ich habe gehört, dass so eine Geburt ja ganz schön anstrengend sein soll. Wenn ich mich so an meine zurückerinnere, muss ich allen recht geben, die es je behauptet haben. Oh, mein Gott; falls er dabei eine Rolle gespielt hat.
Es war kurz vor sieben abends. Meine Mutter liegt schon seit Stunden mit mir in den Wehen. Ich habe mir ja ganz schön Zeit gelassen.
Aber warum sollte ich aus der warmen Höhle nun rauskommen? Ich konnte damals schon nicht verstehen, warum man mir immer gesagt hat, was ich tun soll. Irgendetwas zog mich immer wieder nach unten, bis ich nun endlich nachgab. Mir blieb ja nichts anderes übrig. Also tat ich das, was ich tun musste. Gucken, dass ich meinen großen Kopf (ich dachte, der wäre so groß, wie eine Wassermelone) durch so ´ne kleine Öffnung schob. Dunkel war es auch noch. Aber irgendwas war da draußen. Konnte es allerdings nicht so recht erkennen. Jetzt war ich aber ganz schön neugierig. Also, wenn ich ja mal ins Rollen komme, bin ich nicht mehr aufzuhalten. Bis heute nicht. Das nur schon mal vorweg. Auf der Welt angekommen, spüren wir Babys zum ersten Mal Luft auf unserer Haut. Stellt Euch vor, wie es ist, nach langem Schwimmen in warmem Wasser an Land zu gehen - so ähnlich fühlen wir uns. Die warme Hülle ist weg!
Oh, je, ist das hell hier. Jetzt steckt auch noch mein Kopf fest. Kann mir denn nicht mal einer helfen? Da kommen plötzlich große Hände auf mich zu. So habe ich es allerdings nicht gemeint.
Was sind denn das für große Hände? Jetzt umfassen sie auch noch meinen Kopf. Ah... Ist ja gut. Habe verstanden, dass sie mir ja nur helfen wollten. So, nun war ich draußen. Es stockte mir der Atem. Wo bin ich denn nur hierhin geraten? Das da drüben ist wohl meine Mutter. Guckt mich an als wäre ich ein Alien. Ja, du hast es ja nicht anders gewollt. Jetzt musst du mich wohl nehmen. Übrigens habe ich Acht Pfund gewogen. Von meiner Tante (mütterlicherseits), habe ich später erfahren, dass meine Mutter keine dicken Kinder mag. Jetzt hatte sie selbst eins und ich konnte froh sein, dass sie mich behalten hat. Wenn sie allerdings gewusst hätte, was aus mir so wird... Na, ich weiß nicht, ob sie mich dann wohl behalten hätte? Aber Mütter sind wohl sehr tolerant, wenn´s um ihre Kinder geht.
