Verlag: Lukeman Literary Management Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2015

Erwacht (Band 5 der Vampire Legenden) E-Book

Emma Knight  

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E-Book-Beschreibung Erwacht (Band 5 der Vampire Legenden) - Emma Knight

In Erwacht (Band 5 der Vampier Legenden) erwacht Rachel in Benjis Armen - außer dass es da ein Problem gibt: Sie kann sich nicht an Benji erinnern. Mit einem gebrochenen Herzen lässt Benji sie gehen, und sie verlässt ihn um nach Hause zurückzukehren.Rachel kommt in ihrem alten Haus in Pennsylvania an wo ihr Vater und ihr Bruder Marc schockiert sind sie zu sehen. Ihre reaktion verblüfft Rachel: sie kann sich nicht daran erinnern, was geschehen ist, aber sie ist sich sicher, dass sie lediglich einen einzigen Tag lang fort war. Warum benimmt sich jeder so seltsam und ist überrascht sie zu sehen?Rachel, die sich an nichts davon erinnert, besteht darauf ihr altes Leben weiterzuführen, und an ihre alte Schule in Pennsylvania zurückzukehren. Dort trifft sie ihre alten Freunde die ebenfalls überrascht sind sie zu sehen. Eine neue Liebe tritt in ihre Leben, währendessen versucht sie diese seltsammen Träume die von seltsammen Omen erzählen zu ignorieren, und von Benji, an den sie sich noch immer nicht erinnert. Sie versucht auch diese seltsammen Hungergefühle zu ignorieren.In der Zwischenzeit ist Rob noch immer fest entschlossen Rachel zu finden und fliegt quer über die Welt auf der Suche nach ihr, wo er Verwüstung und Zerstörung hinterlässt. Benji ist ebenfalls fest entschlossen sie zu retten, und sie an ihre Liebe zu erinnern - währendessen befinden sich Hunter, Penelope und Matilda auf einer Mission. Sie sind auf der Suche nach der Waverly Tafel, um Violet davon abzuhalten die Welt zu erobern.Es ist ein Wettlauf mit der Zeit als sich all diese Kräfte auf Rachel konzentrieren. Bis sie sie erreicht haben, könnte sie aber bereits selbst verschwunden sein...Wird Rachel sich an ihre wahre Liebe erinnern? Was für Entscheidungen wird sie treffen?ERWACHT ist Band 5 der Vampier Legenden Serie (nach VERSPROCHEN, GENOMMEN, GEBISSEN, und AUSERWÄHLT) und ist auch ein unabhängiger Roman.

Meinungen über das E-Book Erwacht (Band 5 der Vampire Legenden) - Emma Knight

E-Book-Leseprobe Erwacht (Band 5 der Vampire Legenden) - Emma Knight

ERWACHT

(Band 5 der Vampier Legenden)

Über Emma Knight

Emma Knight ist die Authorin der Bestseller Vampier Series Die Vampier Legenden, von der bereits sechs Bänder erhältlich sind: VERSPROCHEN, GENOMMEN, GEBISSEN, AUSERKOREN und AUFERSTANDEN. Emma hört liebendgerne von euch, also meldet euch doch auf ihrer Webseite:

Bücher von Emma Knight

VERSPROCHEN (Band 1 der Vampire Legenden)

GENOMMEN (Band 2 der Vampire Legenden)

GEBISSEN (Band 3 der Vampire Legenden)

AUSERWÄHLT (Band 4 der Vampire Legenden)

ERWACHT (Band 5 der Vampire Legenden)

Copyright © 2014 by Emma Knight

All rights reserved. Except as permitted under the U.S. Copyright Act of 1976, no part of this publication may be reproduced, distributed or transmitted in any form or by any means, or stored in a database or retrieval system, without the prior permission of the author.

This ebook is licensed for your personal enjoyment only. This ebook may not be re-sold or given away to other people. If you would like to share this book with another person, please purchase an additional copy for each recipient. If you’re reading this book and did not purchase it, or it was not purchased for your use only, then please return it and purchase your own copy. Thank you for respecting the hard work of this author.

This is a work of fiction. Names, characters, businesses, organizations, places, events, and incidents either are the product of the author’s imagination or are used fictionally. Any resemblance to actual persons, living or dead, is entirely coincidental.

CONTENTS

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 1

Benommen öffnete Rachel die Augen und starrte den Morgenhimmel an. Sie lag auf dem kalten, feuchten Boden, und die kalte, frische Luft die an ihrem Gesicht vorbei streifte, ließ ihre Lippen erzittern. Sie verstand nicht, weshalb sie auf dem Boden lag. Warum war sie überhaupt Draußen?

Sie spürte wie eine kalte Hand sie berührte, Finger, die ihr zärtlich über das Gesicht strichen. Sie blinzelte als die Morgensonne ihr direkt ins Gesicht schienen, und sah dann endlich den Typen, der auf sie herabstarrte, und ihr in die Augen blickte. Sie blinzelte erneut, und wunderte sich, ob sie sich das bloss einbildete. Aber er war noch immer da, er starrte und lächelte sie an.

Sie hob die Hand und kneifte ihr Bein, in der Hoffnung aus diesem Traum zu erwachen, was aber nichts half. Sie war wach, und lag in der kalten, frischen Luft mit einem Wildfremden Typen auf dem Boden.

Sie versuchte sich daran zu erinnern, was am Abend zuvor geschehen war. Sie dachte, dass sie wohl verkatert sein musste; dass sie womöglich einen großen Fehler in einem Nachtclub begangen haben musste, und jetzt mit diesem x-beliebigen Typen fest saß. Allerding erinnerte sie sich nicht daran, einen Nachtclub besucht zu haben. Sie war komplett verloren und hatte keine Ahnung, warum sie mit diesem Typen dalag.

Sie versuchte den Kopf zu heben und spürrte ein ziehen im Nacken. Sie hatte üble Kopfschmerzen die bis in die Wirbelsäule ausstrahlte. Sie fühlte sich auch nicht ganz normal. Ihr ganzer Körper war schwach und erschöpft, und sie wusste nicht, was ihr geschehen war. Es war fast so, als ob ihr jemand K.-O.-Tropfen gegeben hatte. Es war das seltsamste Gefühl, etwas das sie noch niemals zuvor verspürt hatte. Sie erkannte ihren Körper nicht wieder, irgendetwas stimmte nicht, aber sie konnte nicht genau sagen, was es war.

Sie setzte sich auf und wartete ein paar Minuten lang, bis die Welt um sie aufhörte sich zu drehen. Ihr war schwindelig und übel, und vor allem hatte sie Angst. Warum befand sie sich alleine in einem x-beliebigen Feld mit diesem Typen? Was hatte sie getan? Das war einfach unverzeihlich, und sie war sicher, dass sie es bereuhen würde, sobald sie sich wieder daran erinnern konnte.

„Rachel, Gott sei Dank, du bis in Ordnung. Ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht!“ sagte Benji.

„Hä?“ sagte Rachel benommen.

„Ich bin die ganze Nacht lang hier bei dir gesessen und habe über dich gewacht. Ich bin so froh, dass du in Ordnung bist, und das dir nichts geschehen ist. Ich kann dir nicht genug dafür danken, was du für mich getan hast,“ sagte Benji.

Sie sah ihn verwirrt an, und sagte, „Tut mir Leid, aber wer bist du?“

Benji blickte sie verblüfft an, „Wie meinst du das, wer bin ich?“

„Ich meine, wer bist du?“ sagte Rachel abwehrend. „Was ist hier los?“

„Ach du scherzt nur Rach! Hör auf herumzuscherzen!“ sagte Benji.

„Ich scherze nicht,“ sagte Rachel ernst.

„Ernsthaft?“ sagte Benji. „Was ist mit dir passiert?“

„Ich habe keine Ahnung. Ich hatte gehofft, dass du mir sagen könntest was hier los ist,“ fragte Rachel.

„Du hast mir das Leben gerettet. Erinnerst du dich?“ sagte Benji. „Erinnerst du dich an das rote Amulett?“

„Das rote was?“ fragte Rachel. „Ich weiss ja nicht mal wer du bist.“

„Hör auf das zu sagen meine Liebe. Ich liebe dich und du liebst mich,“ sagte Benji.

„Ähm, wie bitte? Ich liebe dich nicht. Ich KENNE dich nicht!“ sagte Rachel, die plötzlich das Gefühl hatte, dass dieser Typ verrückt war.

„Komm schon Rach. Hör auf dich so zu benehmen. Ich bins, Benji. Erinnerst du dich denn nicht?“

Rachel hielt inne und sah ihn sich genauer an, und versuchte sein Gesicht einzuordnen.. Sie hatte keine Ahnung wo sie diesen Kerl getroffen hatte, oder wer er war. Sie konnte nicht glauben, dass er sagte, dass sie ihn liebte. Das war doch verrückt. War er Irre?

„Hör zu, ich muss hier weg. Ich muss nach Hause. Meine Eltern machen sich warscheinlich Sorgen um mich,“ sagte Rachel.

„Das tun sie nicht. Glaub mir,“ sagte Benji. „Sie haben dich rausgeschmissen.“

„Ach hör doch auf!“ sagte Rachel. „Sie lieben mich, hör auf das zu sagen.“

Sie spürte wie er sie mit seiner kalten Hand am Bein berührte, und sprang einen Satz zurück.

„Was glaubst du, was du hier tust?“ sagte Rachel. „Fass mich nicht an.“

„Ich liebe dich,“ sagte Benji,“ sagte Benji. „Bitte, erinner dich doch. Bitte!“

„Hör auf das zu sagen. Du liebst mich doch auch nicht. Was auch immer zwischen uns passiert ist, ist nicht Liebe. Was ist denn überhaupt passiert?“ fragte Rachel als sie nach unten schaute, und sah, dass sie noch immer vollständig bekleidet war. Einen Augenblick lang machte sie sich Sorgen, dass zwischen ihnen etwas passiert war, dass sie bereuen würde.

„Bitte Rachel. Bitte. Ich liebe dich. Kommt doch einfach mit mir. Wir können zum Schloss zurückgehen. Das wir dir helfen, dich zu erinnern,“sagte Benji.

„Schloss?“ fragte Rachel. Sie wusste nicht, was sie von diesem Typen halten sollte. War er irgendeine Märchenfigur, die in einer Fantasiewelt lebte? Meine er es Ernst? Sie war neugierig, aber nicht genug um es herauszufinden.

„Nein, ich geh jetzt,“ sagte Rachel, stand auf und lief Davon.

„Wohin willst du gehen?“ sagte Benji.

„Was macht das für einen Unterschied?“ schnauzte Rachel ihn an.

„Bitte, komm mit mir mit. Geh nicht!“ bat Benji.

„Ich gehe nicht mit dir in dein SCHLOSS du Spinner. Lass mich jetzt in Ruhe!“ schrie Rachel.

„Rachel, tu das doch bitte nicht. Geh nicht. Nicht nach allem, was wir durchgestanden haben!“

„Ich kann dich nicht mehr hören. Ich muss jetzt gehen!“ sagte Rachel und lief rasch Davon.

Sie wusste nicht wohin sie lief, aber nahm an, dass sie irgendwann die Orientierung wiedererlangen würde. Sie wusste, dass sie es irgendwie zurück nach Hause schaffen würde.

Kapitel 2

Rachel lief die Einfahrt zu iihrem Haus in Pennsylvania entlang. Sie war überglücklich wieder daheim zu sein und fühlte sich nun wieder Sicher als sie ihrer Vordertür entgegen lief. Sie griff in ihre Tasche und suchte nach dem Hausschlüssel, aber er war nicht da.

Komisch, dachte sie.

Sie hielt an und lauschte; sie hörte die Stimme ihres Vaters durch die Tür hindurch. Er hörte sich verärgert an. Plötzlich wünschte sie sich, dass sie nicht die ganze Nacht fort gewesen war. Sie wusste, dass ihr Ärger blühte.

Rachel hob die Hand und legte den Finger auf die runde, beleuchtete Türklingel, und drückte.

KLINGEL

Sie hörte Fusstritte die lauter wurden als sie der Tür entgegenliefen, und dann sah sie das Gesicht ihres Vaters, der durch den Vorhang in der Tür kuckte. Er schaute noch einmal, und blinzelte. Dann öffnete er langsam die Türe und starrte sie etweder verwirrt oder verärgert an. Sie konnte nicht genau erkennen was es war.

„Was tust du wieder hier?“ sagte ihr Vater.

Rachel sah ihn verwirrt an, „Was meinst du damit?“

„Warum bist du zurückgekommen? Hast du etwas vergessen?“ fragte ihr Vater.

„Ähm? Ich lebe hier. Wovon redest du Papa?“ fragte Rachel.

„Nein, das tust du nicht. Du lebst hier schon seit Jahren nicht,“ erwiederte ihr Vater.

„Komm schon Papa! Scherz nicht mit mir,“ sagte Rachel. „Kann ich jetzt reinkommen?“

„Warum willst du reinkommen?“ fragte ihr Vater.

„Weil ICH HIER LEBE!“ sagte sie mit dröhnender Stimme. „Was willst du denn das ich tu? Ein Zelt aufstellen und draußenbleiben?“

Ihr Vater lachte und lächelte. „Ich schätze du kannst reinkommen.“

Ich geh auf mein Zimmer,“ sagte Rachel.

„Na ja...es ist nicht wirklich dein Zimmer mehr,“ sagte ihr Vater.

Rachel hatte keine Ahnung wovon er sprach. Sie verstand es nicht. Sie war eine Nacht fort gewesen und er hatte ihr Zimmer ausgeräumt. Wovon redete er bloss?

„Was meinst du damit? Ich war gestern hier,“ sagte Rachel.

„Rachel, bist du in Ordnung? Was ist mit dir geschehen?“ fragte ihr Vater.

Sie wusste, dass er sie früher oder später über die vergangene Nacht befragen würde. Sie war aber überrascht, dass er nicht etwas mehr verärgert war. Es war fast so, als ob er garnicht bemerkt hatte, dass sie ausgegangen war.

„Tut mir Leid. Ich weiss, ich hätte anrufen, oder wenigstens eine SMS schicken sollen. Es wird nichtmehr vorkommen. Das verspreche ich,“ sagte Rachel beschämt.

„Häh?“ sagte ihr Vater. „Wovon redest du?“

„Oh,“ sagte Rachel. „Ich dachte du redest von gestern Nacht.“

„Gestern Nacht?“ sagte ihr Vater.

„Ja, tut mir Leid, dass ich die ganze Nacht über fort war. Sowas tu ich einfach normalerweise nicht und es tut mir Leid. Ich hoffe Mama und du habt euch nicht zuviel Sorgen um mich gemacht. Das war nicht meine Absicht,“ sagte Rachel erneut.

Sie wartete darauf, dass ihr Vater ihr Antwortete, aber bekam nur einen verwirrten Blick zurück.

„In Ordnung, ich komme jetzt herein Papa,“ sagte Rachel und schob sich an ihm vorbei durch die Tür.

Sie war überrascht über die Veränderung im Haus, aber nahm an, dass ihre Mutter gestern Abend durch eine ihrer renovierungs phasen gegangen war und alles umgestellt hatte, während sie fortgewesen war. Es gab sonst keine andere Erklärung.

Auf ihrem Weg zu ihrem Zimmer konnte sie hören, wie ihr Vater hinter ihr herlief. Warum folgte er ihr, wunderte sie sich.

Als sie an der Tür ankam, war sie verschlossen. Das Schild auf dem Rachels Zimmer gestanden war, war heruntergenommen worden, und das Nagelloch verschlossen.

„Häh?“ sagte sie Laut.

Sie drehte den Messingknauf, öffnete ihre Tür, und war überrascht bei dem was sie vorfand.

„Papa! Was ist hier los?“ rief Rachel. „Wo sind meine Sachen?“

„Rachel das habe ich versucht dir vorhin zu erklären. Du wohnst hier nichtmehr,“ erwiederte ihr Vater.

„Papa, ernsthaft. Was habt ihr damit gemacht? Wo ist Mama? Ich muss mit ihr darüber reden. Es ist ja eine Sache unten alles zu verändern, oder euer Schlafzimmer, aber warum musste sie meines verändern?“ fragte Rachel verärgert.

„Rachel, du wohnst hier schon seit zwei Jahren nichtmehr. Was erwartest du?“ sagte ihr Vater.

„Zwei Jahre!“ rief Rachel. „Warum sagt du das andauernd?“

„Erinnerst du dich an Bedford? Erinnerst du dich daran, wie du letztes Jahr verschwunden bit? Erinnerst du dich daran, dass du uns HASST?“ sagte ihr Vater.

Rachel sah ihn verblüfft an. Sie wusste nicht wovon er sprach. War heute jeder verrückt geworden, dachte sie. Wenn sie nicht verrückt waren, musste sie dabei sein verrückt zu werden.

„Ohne Spass jetzt. Das ist nicht komisch. Wo habt ihr meine Sachen hingetan?“ sagte Rachel. „Ist das irgendein Streich? Ein Aprilscherz? Apropo, welchen Tag haben wir heute?“

„Wir haben den 1. Dezember,“ erwiederte ihr Vater. „Es ist eine ganze Weile her Rachel. Eine ganz lange Weile. Ich bin überrascht, dass du zurückgekommen bist.“

„Nun, ich bin wieder da. Ich weiss nicht, wovon du hier redest, aber ich will mein Zimmer wieder einräumen. Wo habt ihr meine Sachen hingetan?“ fragte Rachel.

„Ähm...die sind in der Garage. Aber warum willst du dein Zimmer wieder einräumen? Du kannst hier nicht bleiben!“ sagte ihr Vater streng.

„Was meinst du damit, ich kann hier nicht bleiben? Wo soll ich deiner Meinung denn hingehen?“ fragte Rachel.

„Das weiss ich nicht. Wo hast du das letzte Jahr über gewohnt? Warum gehst du nicht dahin zurück? Dort bist du warscheinlich auch mehr wilkommen als hier. Nach allem was wir durchgemacht haben, glaubst du doch nicht ernsthaft, dass du hier einfach reinmaschieren kannst als ob nichts geschehen wäre, oder?“ bemerkte ihr Vater.

„Was ihr mitgemacht habt? Es war nur EINE NACHT! Reg dich doch nicht so darüber auf. Du machst eine riesen Angelegenheit daraus,“ sagte Rachel und lachte leicht. „Mama und du seid schon dramatisch! Wo ist Mama überhaupt?“

„Sie ist nicht hier,“ sagte ihr Vater.

„Wo ist sie hin? Einkaufen?“ fragte Rachel.

Das habe ich dir letztens schon erzählt. Tu nicht so als ob du das nicht wüsstest,“ sagte ihr Vater.

„Ist sie im Urlaub?“ sagte Rachel. „Letztens? Ich erinner mich nicht daran, dass sie fortgegangen ist.“

Rachel spürte die Hand ihres Vaters auf ihrer Stirn. „Dir geht es nicht gut,“ sagte er. „Du solltest dich etwas ausruhe. Wir können uns darüber unterhalten, wenn du aufwachst.“

„Papa, mir geht es gut. Das einzige das mich stört, ist das du mir sagst, dass ich hier nichtmehr wohne und dass ich nicht in meinem eigenen Haus bleibenkann. Ich glaube du bist derjenige der hier krank ist, nicht ich“

„Rachel hör zu,“ sagte ihr Vater. „Ich werde dich hier unter einer Bedingung bleiben lassen.“

Sie sah ihn verblüfft an, und was wollte er gerade vorschlagen? Gab es eine andere Möglichkeit, in der sie nicht hierblieb? Schmiss er sie raus?

„Was denn Papa?“

„Du musst einen Psychiater besuchen,“ sagte er ernst. „Du musst an deinen Problemen arbeiten, wenn du unter diesem Dach leben möchtest.“

„Ein Psychiater?“ fragte Rachel lachend.

„Ja, ein Psychiater. Ein Therapeut. Es ist ganz offensichtlich, dass dies geschehen muss. Wir müssem dem auf dem Grund gehen,“ sagte ihr Vater.

„Ähm...in Ordnung Papa, was immer du sagst!“ sagte Rachel, in der Annahme, dass er scherzte.

„Ich scherze nicht. Entweder du stimmst dem zu, oder du bist raus hier,“ sagte er.

„In Ordung, fein. Ich werd gehen. Was immer du möchtest Papa,“ sagte Rachel.

„In Ordnung, ich mach einen Termin mit Dr. Goldman, er wird die perfekte Person sein, um dir zu helfen. Deine Mutter hat ihn besucht, bevor sie eingeliefert wurde. Er besucht sie jetzt noch immer, und redet mit ihr, weisst du?“ sagte ihr Vater.

„Häh?“ fragte Rachel. „Mama? Einen Psychiater?“

„Rachel, bitte bring das jetzt nicht wieder auf. Ich möchte lieber keine schlafenden Hunde wecken,“ sagte ihr Vater.

Rachel hasste diesen Ausdruck, dennoch benutzte ihr Vater ihn regelmäßig.

„OK, in Ordnung! Was immer du sagst. Lass mich nur jetzt meine Sachen holen,“ sagte Rachel.

„In Ordnung, ich helfe dir dabei,“ sagte ihr Vater. „Aber vergiss nicht, wenn du IRGENDETWAS tust, das mir nicht gefällt, bist du wieder draußen. Verstehst du mich?“

„Jawohl! Ja! Ich verstehe schon,“ sagte Rachel. „Ich werde mich benehmen.“

Plötzlich knurrte ihr der Magen und sie verpürte einen unstillbaren Hunger. Sie konnte nicht glauben wie hungrig sie war. Sowas hatte sie ja noch nie erlebt. Sie hielt sich den Bauch, und rannte zur Küche hinunter, in der Hoffnung dieses Gefühl unter kontrolle zu bringen.

Kapitel 3

„Rachel?“ sagte Mark überrascht. „Bist du das?“

„Mark!“ sagte Rachel aufgeregt. „Was los kleiner Bruder!“

„Wahnsinn. Es ist einfach verrückt dich wiederzusehen!“ sagte Mark.

Rachel wusste nicht, was heute mit ihrer Familie los war. Es schien fast, als ob sie sie seit einer Ewigkeit nicht gesehen hätten. Sie konnte es sich nicht zusammenreimen.

„Ähm, ja! Ich bins!“ sagte Rachel, und spielte einfach mal mit.

„Was tust du wieder hier?“ fragte Mark.

„Na ja, ich bin heute heimgekommen. Freust du dich nicht, mich zu sehen?“ fragte Rachel neckend.

„Na ja, ich denke schon. Aber was hat Papa gesagt? War er sauer?“ fragte Mark.

„Nicht allzusehr!“ sagte Rachel. „Dieses Mal bin ich recht glimpflich davon gekommen!“

„Ganz offensichlich!“ sagte Mark.

Sie sah sich Mark etwas genauer an, und stellte fest, dass er etwas anders aussah. Sie konnte nicht genau sagen, was es war, aber es war fast so als ob er eine andere Person war. Er war nicht ganz er selbst und die Art wie er sich ihr gegenüber verhielt war seltsam. Sicher, es war eine ganz normale Unterhaltung, aber es schien fast, als ob er etwas verheimlichte. Das war einfach nicht seine Art.

„Was ist los Mark?“ Gehts dir gut?“ fragte Rachel.

„Ja, warum sollte es mir nicht gut gehen?“ schnaute Mark zurück. „Ich fühle mich heute einfach etwas daneben, sonst nichts.“

Rachel beobachtete, wie Mark im Küchenspülbecken etwas Blut von seinen Händen wusch.

„Was ist passiert?“ fragte Rachel.

Mark drehte sich um und sah sie an, wobei er versuchte seine Hände zu bedecken. „Ach nichts.“

„Was hast du an deinen Händen? Hast du dich verletzt?“ fragte Rachel besorgt.

„Ach das. Das ist echt nichts. Nur ein harmloser Kratzer,“ antwortete Mark.

Rachel dachte es sah wie mehr als ein harmloser Kratzer aus, aber sie wollte nicht weiter drängen. Sie wollte ihn nicht verärgern und er benahm sich sowiso schon recht sonderbar. Sie wollte ihn nicht verstimmen.

„Warum bist du überhaupt zurückgekommen?“ fragte Mark.

„Was meinst du damit?“ fragte Rachel. „Ich war doch nur eine Nacht lang fort! Warum benehmt ihr euch so, als ob ich ein Ewigkeit fort war?“

Sie wartete, als Mark sie ansah, als ob er versuchte etwas zu erkennen.

„Was?“ fragte Rachel. „Warum starrst du mich so an?“

„Tut mir Leid. Na ja, du bist seit unserem Umzug fort gewesen,“ sagte Mark.

„Umzug?“ fragte Rachel.

„Ja, du warst fort seitdem wir wieder hierhergezogen sind.“

„Du bist witzig Mark!“ sagte Rachel. „Hör auf diese Spielchen mit mir zu spielen!“

„Das tu ich nicht. Erinnerst du dich denn nicht?“ fragte Mark, und starrte sie seltsam an.

„Erinnere mich an was?“ fragte Rachel.

„Du weisst schon, Bedford, AHS, Benji?“ sagte Mark.

Plötzlich hatte Rachel einen Flashback, und in diesem Augenblick erinnerte sie sich an einen Augenblick, wo sie auf dem Balkon seines Schlosses stand und ihn küsste. Dieser Augenblick ging so schnell wie er gekommen war. Sie schüttelte den Kopf und versuchte sich an alles zu erinnert, aber es gelang ihr nicht.

„Nicht wirklich. Wir haben die ganze Zeit über hier gewohnt,“ sagte Rachel. „Bedford?“

„Erinnerst du dich, dass Papa’s Arbeit ihn nach New York versetzt hatte? Wir sind ein Jahr lang fortgezogen, und nachdem du fortgegangen bist, wurde es ganz schlimm für die Familie, und Mama wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Dann entschied Papa, wieder nach Pennsylvania zu ziehen. Er war der Meinung, dass der Umzug ein großer Fehler gewesen war, und wollte seine Familie wieder nach Hause bringen, zurück zu der guten alten Zeit,“ sagte Mark.

"WARTE! WAS? Mama ist im Krankenhaus?" kreischte Rachel.