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Es kommt aus dem Hinterhalt, dann wenn du am wenigsten damit rechnest und überfällt dich wie ein Tier. Es zwingt dich in die Knie und verwandelt dich und deine Seele in ein Monster. Du bist nicht mehr du selbst, nichts an deinem Empfinden ist mehr so wie es einmal war. Du kannst nichts dagegen tun, es kommt immer wieder - mal mehr mal weniger - doch lauert es immer im Dunkeln, jederzeit bereit wieder zu zuschlagen, dich wieder in die Knie zu zwingen. Du versuchst dich wieder ins Leben zu quälen, doch es lässt dich nicht los - nie mehr. Immer schwebt es über dir wie ein dunkler Schatten, jederzeit bereit wieder zu zu schlagen - dich zu verwandeln in das was du nicht sein willst. Es reisst dich mit und diktiert dir dein Verhalten so das du die, die du am meisten liebst auch am meisten verletzt. ES ist die Depression, die dich in Ihren Klauen gefangen hält. Diese Krankheit die dich Gefangen hält - die immer Lauert und dich Nie mehr loslässt, egal wie sehr du dich anstrengst. Die dich Verwandelt, erbarmungslos und grausam, in einen Menschen der du nicht bist. Dieser Mensch bist nicht du, ja er hat nicht mehr viel von dir, fast nichts mehr. ES hält dich in seinen Klauen und lässt dich nie mehr los. ES ist die Depression.
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Seitenzahl: 31
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Kein Licht am Ende des Tunnels
Diagnose F.XX. X
wenn die Seele schreit…
Vorwort
Es kommt aus dem Hinterhalt, dann wenn du am wenigsten damit rechnest, und überfällt dich wie ein Tier.
Es zwingt dich in die Knie und verwandelt dich und deine Seele in ein Monster.
Du bist nicht mehr du selbst, nichts an deinem Empfinden ist mehr so wie es einmal war.
Du kannst nichts dagegen tun, es kommt immer wieder, mal mehr mal weniger.
Doch lauert es immer im dunkel, jederzeit bereit wieder zuzuschlagen, dich wieder in die Knie zu zwingen.
Du versuchst dich wieder ins Leben zu quälen, doch es lässt dich nicht los, nie mehr.
Immer schwebt es über dir wie ein dunkler Schatten, jederzeit bereit wieder zuzuschlagen.
Dich zu verwandeln in das was du nicht sein willst.
Es reist dich mit und diktiert dir dein Verhalten. So das du die, die du am meisten liebst, auch am meisten verletzt.
‘ES’ ist die Depression, die dich in Ihren Klauen gefangen hält.
‘ES’ hält dich gefangen. ‘ES’ lauert immer. ‘ES’ lässt dich nie mehr los, egal wie sehr du dich anstrengst.
‘ES’ verwandelt dich, erbarmungslos und grausam, in einen Menschen der du nicht bist. ‘ES’ hält dich in seinen Klauen und lässt dich nie mehr los.
Ohne Vorwarnung, war mein Leben, so wie ich es kannte, vorbei.
Ich hatte keine Ahnung was mit mir los ist, fühlte mich einfach nur müde. Nach einigen Wochen schaffte ich es endlich zum Arzt zu gehen, der mich sofort überwiesen hat an einen Psychiater. Im ersten Moment war ich baff. Ich und zu einem Irrenarzt? Unvorstellbar! Also ging ich wieder arbeiten, was sich im Nachhinein als totale Fehlentscheidung herausstellte. Aber das merkte ich erst viel, viel später.
Früher war ich der Macher, der ein Problem analysiert und schon Lösungsmöglichkeiten hatte bevor die meisten anderen überhaupt realisiert hatten was genau das Problem war. Heute begreife ich nicht mal mehr das Problem.
Früher las ich drei Bücher parallel, eins im Bad, eins im Schlafzimmer und eins im Wohnzimmer. Heute kann ich nicht mal mehr eines Lesen, da ich nach drei Seiten nicht mehr weiß was ich gelesen habe.
Früher war ich ein Chaot, dort wo die Party war da war ich. Heute gehe ich so gut wie nicht mal mehr vor die Tür.
Früher hatte ich ständig wechselnde Partnerinnen. Heute nicht mehr.
Früher hatte ich Spaß am Leben. Ich liebte das Leben und genoss alles.
Manchmal auch zu exzessiv. Heute bin ich ein lieb und freudloser Mensch, ein regelrechter Zyniker. Das hat die Krankheit aus mir gemacht.
Früher jagte ich vielem hinterher, Frauen, Spaß, Geld. Heute nicht mehr. Heute empfinde ich es als das größte, einfach irgendwo zu sitzen und ein gutes Buch zu lesen, auch wenn dies sehr anstrengend und langwierig ist.
Für mich sind heute die kleinen Dinge im Leben Glück. Die kleinen Dinge die wir als selbstverständlich erachten, sind das was einen wirklich glücklich macht.
Das schwerste ist es die Krankheit anzuerkennen, sich selbst einzugestehen das man ernsthaft krank ist. Dies ist nicht einfach, weil man entweder nicht wahrhaben will das die ganze Sache eine Krankheit ist, oder weil man sich nicht eingestehen will das man schwach ist.
Wenn man sich ein Bein bricht, sieht man den Gips und jeder weiß: Hoppla der hat sich ein Bein gebrochen.
Wenn die Seele schreit sieht es niemand. Der dessen Seele am lautesten schreit, sieht und bemerkt es erst als letzter.
Diese Krankheit ist nicht einfach auszukurieren, da Sie heimtückisch und hinterhältig ist wie eine Schlange. Immer bereit aus heiterem Himmel wieder zuzuschlagen und dich in den Abgrund zu ziehen.
