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F.O. Es klingelte ...und andere Geschichten 150 Geschichten, in denen es in den meisten klingelt. Irdisches und Außerirdisches vermischt zu einem universellen Konglomerat.
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Seitenzahl: 72
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Es klingelte und andere Geschichten
150 Geschichten, in denen es in den meisten klingelt.
Irdisches und Außerirdisches vermischt zu einem universellen Konglomerat.
F.O.* 03-10-1939, Zangengeburt, Uhrzeit unbekannt, Multiversum, Universum, Galaxie, Orionarm, Sonnensystem, Planet Erde, Europa, Deutschland, Lippe, Detmold, Marienheim
Dieses Buch enthält Geschichten, die für Kinder unter 18 Jahren, nicht geeignet sind.
Lesen ist gefährlich!
Es kann Augen und Seele
schädigen.
Alle Geschichten in diesem Buch sind ficktiv.
Ähnlichkeiten mit lebenden und toten Personen sind gewollt.
Nicht immer, wenn etwas Besonderes passiert, klingelt es.
Und nicht immer wenn es klingelt, passiert etwas Besonderes.
F.O.
Es klingelte. Heide ging zur Tür und öffnete. Vor ihr stand Freddy, ihr vor vier Jahren verschwundener Kater, mittlerweile für tot erklärt. Er grüßte höflich, ging ins Wohnzimmer, setzte sich aufs Sofa, verlangte Kaviar und Champagner. Typisch Freddy.
Es klingelte. Gaby ging zur Tür und öffnete. Ein nackter Mann stand davor. „Entschuldigen Sie!”, sagte er, „Können Sie mir sagen wie spät es ist?” Gaby sah auf ihre Uhr: „5 vor 12!”, antwortete sie. „Danke!”, sagte der Mann, „Dann muss ich mich beeilen.” Gaby ging wieder zu Bett und musste noch lange über die Begegnung nachdenken und, dass der Mann recht gut aussah.
Sie fühlte die Wehen kommen. Marie, alleinstehende und emannzipierte Sekretärin, fuhr zum Krankenhaus. Beim Ausfüllen des Aufnahmeformulars, bei der Frage nach dem Vater des Kindes, sagte sie, sie hätte nie Sexualverkehr gehabt, aber im Traum sei ihr ein schöner Mann erschienen, der ihr die jungfräuliche Geburt eines auserwählten Knaben prophezeit habe. Da können wir uns ja auf was gefasst machen.
Der langhaarige, bärtige Prediger an der Straßenecke, der versprach die Welt zu retten, wusste auf die Frage, wovor denn die Welt zu retten sei, keine Antwort. So wird die Welt dann wohl doch nicht gerettet werden.
Es klingelte. Ich ging zur Tür und öffnete. Ein bärtiger Mann, ca. 30 Jahre, mit langen Haaren, einem langen Gewand und Sandalen an den Füßen stand davor. „Grüß Gott!”, sagte er, „Ich bin Gottes Sohn und bitte um eine milde Gabe.” Ich gab ihm einen Euro und hatte meine Ruhe.
Es klingelte wieder. Ich ging zur Tür und öffnete. Ein Mann und eine Frau standen vor der Tür. Sie ca. 15 und schwanger, er etwa 30 in altmodischen langen Gewändern oder einer neuen Mode, die ich nicht kannte. „Grüß Gott!”, sagten sie, „Wir sind obdachlos und bitten um eine milde Gabe.” Ich gab ihnen 2 Euro um meine Ruhe zu haben, sie bedankten sich und schritten von dannen.
Es klingelte. Teeny Mary, 14, ging zur Tür und öffnete. Ein schöner junger Mann mit großen Flügeln stand davor, und sagte: „Hey Baby! Fürchte Dich nicht, denn ich verkünde Dir große Freude! Du wirst einen außergewöhnlichen Sohn gebären. Bye-bye Baby!” Und damit verschwand er in der Nacht. Nach neun Monaten gebar sie eine gesunde Tochter.
Es klingelte. Kommissar Bullermann ging zur Tür und öffnete. Mörder Killermann stand davor mit einer Sig-Sauer im Anschlag. „Das ist ihr Ende!”, sagte er und drückte ab. Kommissar Bullermann stürzte zu Tode getroffen zu Boden. Für ihn war der Fall erledigt.
Das Telefon klingelte. Keiner ging dran. Der Anrufbeantworter sprang an und die Außerirdischen, die schon mehrfach versucht hatten Kontakt aufzunehmen, hinterließen nach dem Pfeifton in ihrer extraterrestrischen Sprache eine extraterrestrische Botschaft. Die heimkehrenden Telefonbesitzer fanden, dass sich da jemand einen Spaß erlaubt hatte und löschten sie. So bleibt der Inhalt der Botschaft unbekannt und die Außerirdischen beamten sich verärgert über das Kommunikationsverhalten der Terrestren heim. So ist es bis heute zu keinem Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation gekommen.
Und es waren Hirten auf dem Felde, die hüteten des Nachts die Schafe. „Ich kann mir was Besseres vorstellen als Schafe hüten!”, sagte der Ältere. „Ich auch!”, entgegnete der Jüngere, während ein Licht am Himmel erschien und ein gutaussehender Mann vor ihren Füßen landete, umgeben von einer leuchtenden Aura. „Fürchtet Euch nicht!”, sagte er, „Wir fürchten uns nicht!”, erwiderte der Ältere und der Jüngere stimmte ihm zu. „Gut! Wenn ihr die Botschaft nicht hören wollt, dann geh ich wieder!”, entgegnete der Bote und entschwand. So haben die Hirten nie erfahren, welche wichtige Botschaft ihnen da entgangen ist.
Es klingelte. Ich ging zur Tür und öffnete. Ein Außerirdischer stand davor. „Grüß Gott!”, sagte er, „Ich komme von Alpha Centauri und müsste mal aufs Klo!” „Kommen Sie herein!”, sagte ich und führte ihn zur Toilette. Er bedankte sich und ging hinein. Ich wartete und wartete, er kam nicht wieder raus. Ich versuchte die Tür zu öffnen, aber sie war verschlossen. Ich holte den Schlüssel mit dem man die Tür von außen öffnen kann, machte sie auf und niemand war da, außer ein seltsamer, außerirdischen Geruch. Das Umweltbundesamt stellte eine leicht erhöhte Radioaktivität fest. Ansonsten kann ich über das Stuhlverhalten, extraterrestrische Exkrementeund den olfaktorischen Faktor Außerirdischer keine Aussagen machen.
Es klingelte. Ich ging zur Tür und öffnete. Eine gutaussehende, junge Frau stand davor. „Hallo!”, sagte sie, „Ich bin gekommen Dich zu heiraten und glücklich zu machen!” „Interessant!”, sagte ich, „Ich kenne Sie doch gar nicht und übrigens bin ich schwul!” „Sind Sie denn nicht die Nummer 174?” „Nein, ich bin die Nummer 175!” „Schade!”, sagte sie, „Dann habe ich mich in der Nummer geirrt!” und bewegte sich in Richtung 174.
Es klingelte. Ich ging zur Tür und öffnete. Eine hübsche Frau stand davor. „Guten Tag!”, sagte sie, „Ich bin gekommen Dich zu heiraten!” „O.K.!” sagte ich: „Fahren wir gleich zum Standesamt!” Das Standesamt hatte leider geschlossen und so wurde aus der Heirat nichts und auch die junge Frau ging auf dem Rückweg zu meinem Haus verloren.
Es klingelte. Ich ging zur Tür und öffnete. Ein hübscher, junger Mann stand davor. „Hallo!”, sagte er, „ich bin Joe und gekommen Dich glücklich zu machen!” „Ich kann mich nicht erinnern, jemand bestellt zu haben!”, sagte ich, „aber gut, versuchen wir es mal!” Er war wirklich ein schöner junger Mann und das Erlebnis wirklich klasse. Er verabschiedete sich höflich und ich blieb zurück in der Ungewissheit meiner sexuellen Orientierung.
Es klingelte. Rosi-Rosi ging zur Tür und öffnete. Ein grüner Frosch mit einem goldenen Krönchen saß davor. „Hey, Baby!”, sagte er: „Ich bin ein verwunschener Prinz und wenn Du mich küsst wirst Du eine Prinzessin werden!” Rosi-Rosi wollte schon immer Prinzessin werden, sagte bei sich: „Warum nicht?” Sie nahm den Frosch hoch und gab ihm einen zarten Kuss. Es gab einen gewaltigen Knall und Rosi-Rosi fand sich in eine grüne Froschprinzessin verwandelt mit einem goldenen Krönchen. Die beiden hüpften fröhlich von dannen und lebten glücklich und zufrieden in Schloss Neu- Froschstein und wenn sie nicht gestorben sind, dann hüpfen sie dort noch heute.
Adam und Eva lebten im Paradies. Sie aßen kein Fleisch, tranken keinen Alkohol und hatten keinen Sex. Das Leben war langweilig. Sie spielten im Paradiesgarten in der Nähe des verbotenen Baumes. Sie kamen ihm immer näher und sahen die lustige Schlange, die auf ihm wohnte. „Hallo, Ihr beiden!”, begrüßte sie die Schlange, „Kommt und seht, was für köstliche Früchte auf diesem Baume wachsen!” Zögerlich gingen sie heran und sahen ein Schild, auf dem geschrieben stand:
BAUM DER ERKENNTNIS
Äpfelpflücken strengstens verboten
Der Obergärtner
„Beachtet das Verbot nicht!”, sagte die Schlange: „Es sind so viele da, da fällt es nicht auf, wenn einer fehlt!”
Eva stand unter dem Baum, über ihr ein köstlicher, rotbackiger, glänzender Apfel. Sie langte nach oben und wie von selbst fiel ihr der Apfel in die Hand. Sie roch daran und gab ihn Adam, der herzhaft hineinbiss. Sein Gesicht verzog sich: „Total sauer, ungenießbar!”, rief er, während ein gewaltiger Donnerschlag von Blitzen begleitet das Paradiesgärtlein verschwinden ließ. Adam und Eva sahen sich an und sie sahen, dass sie nackt waren, was sie sehr anziehend fanden und beschlossen von jetzt an zusammen zu bleiben, das Paradiesgärtlein zu vergessen und ihr eigenes Paradies zu bauen und daran bauen sie noch heute.
Es klingelte. Bea ging zur Tür und öffnete. Niemand stand davor. „Guten Tag!”, sagte jemand, „Ich bin der große Unsichtbare und möchte Sie um ihre Meinung zur Unsichtbarkeit bitten.” „Keine Ahnung”, sagte Bea, „Ich habe es gewöhnlich nicht mit Unsichtbaren zu tun!” „Das ist normal.”, sagte der Unsichtbare, „Wären Sie bereit mit einem Unsichtbaren zusammenzuleben oder gar ihn zu heiraten?” „Das käme drauf an.”, antwortete Bea „Was können Sie denn?” „Ich kann alles, was ein Sichtbarer kann, der einzige Unterschied ist, dass Sie mich nicht sehen können.” „Kommen Sie doch herein.” sagte Bea, „Ich habe noch nie mit einem Unsichtbaren geschlafen!” „Das lässt sich ändern”, erwiderte der Unsichtbare. Sie gingen ins Bett und der Unsichtbare überzeugte in allen Disziplinen. Und Beas Zweifel hinsichtlich Unsichbarer wurden ausgeräumt und so lebt sie seither mit einem Unsichtbaren zusammen und ist glücklich und zufrieden.
