Ewiges Bewusstsein - Heinke Sudhoff - E-Book

Ewiges Bewusstsein E-Book

Heinke Sudhoff

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Beschreibung

Die Autorin nutzt ihre mediale Begabung, um im veränderten Bewusstseinszustand Einblicke in die Urgeschichte der Menschheit zu gewinnen. Sie berichtet authentisch von den Anfängen des intelligenten Menschen vor 70 000 Jahren, von Megalithen und magischen Steinen, von Kult und Kosmologie, von Genen und Göttern. Sie hat Zugang zum Reich der Toten, zu den Gefilden der Seligen, zu uraltem mystischem Wissen um den Zyklus der Weltzeitalter. In 40 Regressionssitzungen 'durchlebt' sie kos- mische Unendlichkeit und irdische Leben; sie ent- deckt den 'roten Faden', der alle Leben verbindet und sinnvoll macht. Diese Sitzungen werden als Sequenzen in Dialogform dargestellt. Ein Buch mit einer sensationellen, vor allem aber tröstlichen Botschaft!

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Heinke Sudhoff

EWIGES BEWUSSTSEIN

Vierzig Zeitreisen durch Urgeschichte und Unendlichkeit

Die Autorin nutzt ihre mediale Begabung, um im veränderten Bewusstseinszustand Einblicke in die Urgeschichte der Menschheit zu gewinnen. Sie berichtet authentisch von den Anfängen des intelligenten Menschen vor 70000 Jahren, von Megalithen und magischen Steinen, von Kult und Kosmologie, von Genen und Göttern. Sie hat Zugang zum Reich der Toten, zu den Gefilden der Seligen, zu uraltem mystischem Wissen um den Zyklus der Weltzeitalter. In 40 Regressionssitzungen »durchlebt« sie kosmische Unendlichkeit und irdische Leben; sie entdeckt den »roten Faden«, der alle Leben verbindet und sinnvoll macht. Diese Sitzungen werden als Sequenzen in Dialogform dargestellt. Ein Buch mit einer sensationellen, vor allem aber tröstlichen Botschaft!

DR . HEINKE SUDHOFF studierte an der Universität Bonn Kunstgeschichte, Archäologie und Anglistik. Ihr Buch »Sorry, Kolumbus« (1991) erschien in fünf Sprachen. Das vorliegende Buch erschien 2000 in Frankreich unter dem Titel »Conscience Immortelle«.

Alle Rechte für die deutschsprachige E-Book-Ausgabe vorbehalten

ISBN 978-3-8434-6206-8

© 2014 Schirner Verlag, Darmstadt

1. E-Book-Auflage 2015

Umschlag: Murat Karaçay, Schirner

E-Book-Erstellung: Zeilenwert GmbH, Rudolstadt, Germany

www.schirner.com

INHALT

Vorwort

Beitrag von Dr.med.Yves Ducher, Paris

Quantenphysik • Mystik • Bewusstsein

Hypnose • Trance • Regressionstherapie • Holotrope Bewusstseinszustände

Meine Regressionssitzungen

1 Totenreich • Schatten • Lichttunnel

2 Nicht-inkarniertes Bewusstsein • Der Wind • Das Boot

3 Seefahrer der Alten Welt • Fremder unter Indios

4 Würdenträger • Schande • Flucht

5 Wüstenheiliger • Jerusalem • 4.Jahrhundert v.Chr

6 Steinzeit • Totenkult • Weißer Kiesel • 13000 v.Chr

7 Priester der Steinzeit • Magie des Steines • Sonnenkult

8 Diener höherer Intelligenzen • Flugkörper • Batterie

9 Tänzerin im Maya-Kult

10 Läuterung • Schuld • Nebelwand

11 Schwarzer Stein • Götterkult vor 37000 Jahren

12 Siedlung der Steinzeit in Irland vor 7500 Jahren

13 Mittler zwischen Göttern und Menschen • Prototyp des Megalithen

14 Olmeken-Priester • Sternenkult • Seefahrer des 9.Jahrhunderts v.Chr

15 Astralreise • Steinkult vor 9500 Jahren

16 Spiralnebel • Entstehung der Erde • Lichttür zu einer anderen Dimension

17 Alltag in der Steinzeit vor 11300 Jahren • Der heilige Hieronymus als Eremit • Vision vom brennenden Kreuz

18 Raumschiff in Panama vor 52000 Jahren

19 Misericordia

20 Verfolgung • Leiden • Jude

21 Das Goldene Zeitalter vor 68000 Jahren

22 Steinkult vor 12000 Jahren • Der Rebell

23 Neandertaler • Cromagnon-Mensch • Wesen aus Parallelwelten • Magischer Steinquader • 58000 Jahre v.Chr

24 Erschaffung eines Paradieses vor 230000 Jahren

25 Bewusstsein als Licht • Ziel des Weges • Schwarzes Loch • Wissen als Last

26 Licht-Pyramide • Bewusstsein als schöpferische Kraft

27 Heimatlos • Außenseiter • Das Lamm als Symbol

28 Menschenfresser in Afrika vor 38000 Jahren • Evolutionssprung • Außenseiter

29 All-Bewusstsein • Neandertaler vor 42000 Jahren • Ägypter um 1800 vor unserer Zeitrechnung

30 Ur-Grund • Bewusstsein • Materie

31 Subtile Bewusstseinsebenen • Der Held im Bauernkrieg 1525 n.Chr

32 Embryo • Geburt • Grundmuster des Lebensplans

33 Realisation des Lebensplans • Bedingungslose Liebe

34 Kontakt zu Wesen aus Parallelwelten • Zukunft der Erde um 3020 n.Chr

35 Verweigerung der Inkarnation • Lichterlebnis • Die Rolle des Geist-Führers

36 Jenseits der Raum-Zeit • Die Zeit-Kugel • Die Leere

37 Außenseiter • Tagelöhner aus Wilna (1856–1914)

38 Außenseiter • Künstler • Physische und psychische Not

39 Verifizierung eines Lebens in Rothenburg um 1570

40 Verifizierung des Lebens eines Analphabeten in Mautern-Stein um 1470

Nachwort

Schlussbemerkung eines Naturwissenschaftlers

Literaturverzeichnis

VORWORT

Ein Buch mit sieben Siegeln mag dieser Text für manchen Menschen sein, denn es geht in ihm um Metaphysik und Mystik, um Geist und Gott, um Leben und Licht, um Quanten, Raum und Zeit, um Megalithe und die unbekannte Frühgeschichte der Menschheit, vor allem aber geht es um veränderte Bewusstseinszustände und die Erfahrung von Tod und Wiedergeburt.

All diese Themen sind nicht für jedermann von Interesse und obendrein auch nicht für jedermann zugänglich. Die Mehrzahl der Menschen widmet sich leidenschaftlich und ausschließlich den Anforderungen des irdischen Lebens. Und dieses Leben endet für sie mit dem Tod – endgültig. Für diese Menschen habe ich mein Buch nicht geschrieben, und sie tun sich und mir keinen Gefallen, wenn sie sich mit diesem Text auseinanderzu setzen versuchen. Zugang zur Botschaft dieses Buches wird nur der finden, für den die Auseinandersetzung mit den hier behandelten metaphysischen Fragen ein Bedürfnis ist. Ich schreibe dieses Buch für Menschen, die auf der Suche sind nach dem Sinn, nach dem »Weg« und der »Wahrheit«, wie es die religiösen Texte nennen. Ich schreibe das Buch vor allem für all diejenigen, die ihre Suche zwar als bestimmende Kraft in ihrem Leben empfinden, aber das Ziel ihrer Suche noch nicht erreicht haben oder es noch nicht einmal definieren können.

Zu den Suchenden gehörte ich Zeit meines Lebens. Schon als Achtjährige fahndete ich nach den Geheimnissen der Welt, die ich als Kind einer protestantischen Familie in der mystisch anmutenden Dunkelheit der katholischen Kirche vermutete. Später faszinierten mich antike Münzen, Mauern, Mythologie und Märchen, weil sie meiner undefinierbaren Suche nach dem Ursprung der Dinge eine Richtung gaben, wie ich glaubte. Geschichten von lang vergangenen Epochen waren als Kind meine Lieblingslektüre. Zeit zum Lesen hatte ich genug, denn ich war meist krank und musste oft monatelang das Bett hüten. Mit dreizehn konnte ich deswegen sogar neun Monate lang die Schule nicht besuchen. Drei Jahre meiner Kindheit verbrachte ich in Sanatorien und Kinderheimen. Dieser »Jugendzeit« werde ich sicher keine Kränze winden.

Mit siebzehn Jahren entschloss ich mich dann, gesund zu werden. Nun begann ich endlich, das Leben zu leben und zu lieben. Meine erste große Liebe war die Moorleiche im Museum von Schleswig. Sie hielt mich wochenlang in ihrem Bann, sie begeisterte mich. Für mich war sie eine Zeugin finsterer Vergangenheit, deren Geheimnisse ich so gern verstanden hätte. Später studierte ich dann Archäologie, da ich hoffte, auf diesem Weg Erhellung und Erkenntnis zu erlangen. Auch das Studium der Anglistik versuchte ich, für meine Suche nach Sinn und Wahrheit zu nutzen. Unter den zahllosen Themen, die für mein Rigorosum in Frage kamen, wählte ich die Metaphysical Poets der Renaissance. Ihre philosophischen Erörterungen über Gott und die Welt gaben mir Anregung und Bestätigung der Gültigkeit meiner Suche. Vielleicht waren diese metaphysischen Dichter auch der Grund für die Wahl des Themas meiner kunstgeschichtlichen Dissertation: Die Ikonographie der Blindheit. Die blinden Augen des Sehers und die Erkenntnisfähigkeit des Blinden, der in Christus das Licht der Welt »erkennt« und – antithetisch – der Blinde, der in die Grube stürzt, weil er nicht seiner geistigen Einsicht, sondern den Menschen vertraut – dieses Thema faszinierte nicht nur die Künstler vieler Jahrhunderte, sondern drei Jahre lang auch mich. Aber was ich wirklich suchte, hatte ich mit den Recherchen zu dieser Doktorarbeit nicht gefunden. Die Suche nach dem unbekannten Ziel ging weiter.

Auf der Suche zu sein, gibt dem Leben ein Element der Unruhe. Und dieses Element der geistigen Unruhe wurde in meinem Leben durch eine physische Unruhe verstärkt, die sich durch den Beruf meines Mannes ergab. Als Diplomat wurde er – und mit ihm seine Frau und sein Sohn – meist alle vier Jahre in ein anderes Land versetzt. So zogen wir von Bonn nach Amsterdam, von dort zurück in die Heimat, dann nach London und anschließend nach Israel, danach wieder nach Bonn und dann nach Mexiko und wieder nach Bonn. 1991 wurde mein Mann dann deutscher Botschafter in Paris, und in dieser Zeit entstand das Manuskript zu diesem Buch.

Als stabilisierendes Element in der Instabilität dieses Lebens dienten die Bücher, die ich schrieb. Und natürlich ging es auch in den Büchern um die Suche nach dem Verborgenen, nach Vergessenem, nach den Anfängen der Geschichte, nach übergeordneten Zusammenhängen, kurz: nach dem Essenziellen.

Mit meinem Buch »Sorry, Kolumbus«, das 1991 erschien, erbrachte ich den Nachweis, dass keineswegs Kolumbus, sondern dereinst die alten Phönizier als Erste den Atlantik überquerten und damit Amerika entdeckten. Das geschah um 1200 vor unserer Zeitrechnung. Historiker, Amerikanisten und andere Skeptiker ließen sich vom Ergebnis meiner Forschungsarbeit überzeugen. Das Buch erschien in fünf Sprachen und wurde allgemein mit guten Kritiken bedacht. Ich hätte also sehr zufrieden sein können. Stattdessen gestand ich mir ein, dass die Suche nach der Wahrheit über geschichtliche Fakten nicht wirklich mein Anliegen war. Nicht Rätsel der Frühgeschichte wollte ich lösen, sondern Licht bringen in die Finsternis der Anfänge der Menschheit. Die früheste Zeit der Menschheitsgeschichte war es, die mich magisch anzog. Es drängte mich, hinter die grauen Schleier des Vergessens zu blicken, die uns von unserer eigenen, urzeitlichen Vergangenheit trennen.

Ich wusste nun, dass ich meine Forschung auf die ältesten Zeugnisse menschlicher Aktivität richten musste. Und diese ältesten Zeugnisse sind die Megalithmonumente. Die Wissenschaftler geben ihnen ein Alter von maximal 7000 Jahren. Ohne zunächst über irgendwelche Anhaltspunkte zu verfügen, hatte ich diese Datierung seit jeher intuitiv abgelehnt. Nun aber wollte ich es genau wissen. Als Schriftstellerin erhielt ich Zugang zu der berühmten Pariser Bibliothèque Nationale und las dort alles, was ich zum Thema Megalithepoche finden konnte. Das allerdings war wenig und für meine Ansprüche sehr unbefriedigend: Angaben zur Position, zur Anordnung, Größe und Lage der gewaltigen Steine waren alles, was die Fachliteratur zu bieten hatte. Antworten auf meine Fragen nach dem Ursprung der kosmologischen Konzepte und der astronomisch-mathematischen Kenntnisse der vorgeschichtlichen Erbauer, nach ihren mythischen, philosophischen und religiösen Vorstellungen, die den Megalithbauten ganz offensichtlich zugrunde liegen, suchte ich in den Büchern vergebens. Sie gaben wirklich keinerlei Aufschluss über die Ideenwelt der Megalithkultur, die möglicherweise den frühesten Zeitpunkt der Zivilisation auf diesem Planeten markiert.

Mich ergriff so etwas wie Panik. Ein ganzes Kapitel der Menschheitsgeschichte schien für immer und alle Zeiten im Nebel der Vergangenheit verschwunden! Unwiederbringlich … vergessen! Ich wollte und konnte das nicht akzeptieren. Aber wo war der Weg zur Antwort auf meine Fragen? Wie konnte ich etwas erfahren über die geistige und physische Welt der Megalithmenschen? Die Frage ließ mich nicht mehr los.

Und dann erinnerte ich mich eines Tages an ein lang zurückliegendes Gespräch mit einem französischen Freund, der mir von »Rückführungen« in frühere Leben erzählt hatte. Zu jener Zeit war das Thema Reinkarnation für mich noch ohne Bedeutung gewesen. Nun aber erschien es mir plötzlich als eine mögliche Lösung meines Problems. Ich nahm mir vor, mich in ein oder mehrere Leben der Steinzeit vor mindestens 10000 Jahren zurückversetzen zu lassen. Auf diesem Weg hoffte ich zu erfahren, wie die Menschen damals lebten und dachten. Vor allem aber wollte ich erfahren, welche Erklärungen es gibt für ihre unglaublich »fortgeschrittenen« kosmologischen, mathematischen und astronomischen Kenntnisse. Und schließlich erhoffte ich mir Aufklärung über die enormen, schier »unmenschlichen« Kräfte, die die ersten Menschen für die Steinbearbeitung einsetzen mussten.

Ich konnte davon ausgehen, dass es in Paris, wo ich damals wohnte, Ärzte oder Regressionstherapeuten gab, die derartige Rückführungen und Arbeiten mit dem »erweiterten Bewusstsein« durchführten. Aber ich brauchte ein volles Jahr, bis ich einen solchen Spezialisten gefunden hatte. Um mich selbst und den deutschen Staat, den ich damals in Paris angepasst und pflichtbewusst mithalf zu repräsentieren, nicht in Misskredit zu bringen, hatte ich nur ganz vorsichtig und diskret nach einem solchen Spezialisten gefahndet. Im Sommer 1993 fand ich dann schließlich einen guten und anerkannten Arzt. Als ich ihm allerdings mein Anliegen vortrug, in ein Leben aus der Megalithzeit zurückversetzt zu werden, gab er vor, die nächsten sieben Monate voll ausgebucht zu sein. Ich glaube noch heute, dass er mich auf diese Weise abzuschrecken versuchte, damit ich von meinem Plan – und von ihm – abließe. Die Personen, mit denen er es sonst in seiner Praxis zu tun hat, kontaktieren ihn ausschließlich für therapeutische Zwecke. Niemand hatte bis dahin die Rückführung in frühere Leben zur Geschichtsforschung nutzen wollen.

Sieben Monate später war ich wieder in seiner Praxis und wir besprachen detailliert, was ich in den Sitzungen zu erfahren hoffte, nämlich »Erhellung über den geistigen Ursprung der kosmologischen Konzepte, die den Megalithkonstruktionen ganz offensichtlich zugrunde liegen«. Es ist nötig, dass Arzt und »Patient« vor jeder Sitzung das Ziel der Rückführung absprechen. Und so geschah es auch in meinem Fall, Sitzung für Sitzung, insgesamt vierzig Mal.

Vor der ersten Sitzung war ich sehr nervös. Wir einigten uns deshalb darauf, zunächst lediglich in den sogenannten Alpha-Rhythmus zu gehen, in jenen langsamen Rhythmus der Gehirnwellen, der dem Zustand völliger Ruhe entspricht, in dem sich jeder Mensch unmittelbar vor dem Einschlafen oder während der Meditation befindet. Die Hirnstrommuster können durch den eigenen Willen oder durch Konzentration beeinflusst werden. Die Frequenzänderung bewirkt, dass sich das Bewusstsein in dieser Phase aus der Bindung an den physischen Körper löst und sich »weitet«. Es kommt gelegentlich auch zu einem holotropen Bewusstseinszustand. Dieser Fachausdruck wurde in den Dreißigerjahren von dem bekannten Arzt und Psychotherapeuten Stanislav Grof geprägt. Der Begriff bedeutet wörtlich »auf die Ganzheit ausgerichtet«. Allgemein spricht man von einem »erweiterten Bewusstseinszustand«, was meiner Meinung nach nicht korrekt ist, denn es ändert sich der Frequenzbereich der Hirnstromwellen, nicht aber das Bewusstsein selbst, das als Ur-Grund des unendlichen Energiefeldes alle erdenklichen Formen und Gedanken als Möglichkeit enthält. Das Bewusstsein befindet sich außerhalb bzw. jenseits des menschlichen Körpers, wohingegen das Gehirn Teil des physischen Körpers ist und die Funktion eines Computers hat, der die physische Existenz regelt und registriert. Das Bewusstsein dagegen ist »ewig«, es verbindet sich mit dem Körper des Menschen lediglich für die Zeitspanne seines jeweiligen irdischen Lebens. Das Bewusstsein ist für das Gehirn dasselbe wie der elektrische Strom für den Computer.

In diesem Buch wird dennoch der geläufigere Begriff »erweiterter Bewusstseinszustand« verwendet. Während eines solchen Bewusstseinszustands ist der Geist hellwach und hat Zugang zu Dimensionen und Erkenntnissen, die ihm im normalen Wachzustand verschlossen sind. Genaueres hierüber und zum Thema Rückführungen in frühere Leben findet sich im nachfolgenden Text, den der von mir konsultierte Pariser Arzt und Regressionstherapeut Dr.Yves Ducher für dieses Buch verfasste.

BEITRAG VON DR. MED. YVES DUCHER, PARIS

Ich erinnere mich sehr gern an meine Begegnung mit Frau Dr.Heinke Sudhoff, denn mit ihr hatte ich eine Person in meiner Praxis, die in ganz besonderer Weise für die Arbeit in einem erweiterten Bewusstseinszustand geeignet ist. Sie ist in ungewöhnlichem Maße in der Lage, die Schwingungsfrequenz ihres Gehirns so zu verändern, dass die normalen psychischen, intellektuellen und geistigen Begrenzungen, die sich im Wahrnehmungsbereich der fünf Sinne ergeben, nahezu ganz überwunden werden. Meine Arbeit als Arzt und Regressionstherapeut besteht darin, Personen, die mich konsultieren, in einen erweiterten Bewusstseinszustand zu bringen, was meist ohne jede Schwierigkeit gelingt. So war es auch bei Heinke Sudhoff. Aber ihre Fähigkeit, ihr Bewusstsein in einen anderen Frequenzbereich zu bringen, geht weit über das hinaus, was ich in über zehn Jahren in meiner Praxis erlebt habe. Es handelt sich bei ihr wahrhaftig um ein außergewöhnliches Phänomen. Die Zeugnisse der Sitzungen, die stets auf Kassetten aufgenommen wurden, sind deshalb von großem Interesse sowohl für Naturwissenschaftler als auch für Geisteswissenschaftler.

Im Zustand des erweiterten Bewusstseins gelangte Heinke Sudhoff auf folgenden Gebieten zu neuen und oft erstaunlichen Erkenntnissen: Quantenphysik, Philosophie, Theologie, Metaphysik, Mystik, Mythologie, Geschichte, Früh- und Vorgeschichte, Gentechnologie, Kosmologie, Psychologie – und natürlich gewann sie auch Erkenntnisse über ihre eigene Psyche bzw. ihre eigene Persönlichkeitsstruktur. Sie sah ihr jetziges Leben als Teil einer Kette ihrer Inkarnationen und erkannte deren inhärentes Prinzip. Sie formulierte Erinnerungen an die Vorgeschichte der Menschheit und an Kontakte zu Wesen höherer Intelligenz aus Parallelwelten. Und schließlich erlebte sie Bilder der Zukunft unseres Planeten Erde.

Der Physiker Patrick Drouot war in Frankreich der Erste, der die Methode der Rückführung in frühere Leben mithilfe des »erweiterten Bewusstseins«, das heißt der Überschreitung der Grenzen der Wahrnehmung durch die fünf Sinne, anwendete. Er hat sie in den USA kennengelernt und ich wiederum habe diese Methode von ihm erlernt und übernommen.

In meiner Praxis führe ich Regressionen ausschließlich aus therapeutischen Gründen durch. Bei Heinke Sudhoff war das anders. Sie wollte mithilfe der Regressionen in weit zurückliegende Leben hinein, um auf diese Weise – vielleicht – zu erfahren, wie die Menschen der Megalithzeit gelebt, gedacht, gearbeitet und ihre kosmologisch-mathematischen Kenntnisse erworben haben. Ich habe ihr geholfen, das Bewusstsein auf eine Schwingungsfrequenz zu bringen, mit der es möglich ist, Raum und Zeit zu verlassen und die physische Existenz zu transzendieren.

Zur Methode

In meiner Praxis sorge ich in einem abgedunkelten Raum zunächst für eine entspannte Atmosphäre und Ruhe. Der Patient liegt auf einer Couch und hört über Kopfhörer sowohl meine Stimme als auch eine Musik, die sorgfältig abgestimmt wird auf die Situation, in der sich der Patient in einem veränderten Bewusstseinszustand befindet. Dieser Zustand wird herbeigeführt durch das Absenken der Schwingungsfrequenz des Gehirns auf den Alpha-Rhythmus. In diesem Rhythmus befindet sich der Mensch kurz vor dem Einschlafen oder während der Meditation. Ein Elektroenzephalograph verzeichnet dabei zwischen zwölf und sieben Schwingungen pro Sekunde. Im Normalzustand, während des sogenannten Beta-Rhythmus, liegen die Schwingungen zwischen vierzig und zwölf. Im Theta-Rhythmus – zwischen sieben und vier Schwingungen – vergisst der Mensch seinen physischen Körper ganz und gar, sein Bewusstsein aber ist hellwach. Bei weniger als vier Schwingungen pro Sekunde befindet sich der Mensch in einem tiefschlafähnlichen Zustand, hat jedoch ein waches Bewusstsein. Auf der untersten Stufe, dem Delta-Rhythmus, »verliert« der Mensch das Bewusstsein.

Obgleich ich meine Patienten stets nur in den Alpha-Rhythmus bringe, passierte es bei Heinke Sudhoff sehr häufig, dass ihre Gehirnfrequenz absank in den Theta-Rhythmus und gelegentlich sogar in den Delta-Rhythmus. Ihre während der Sitzung auf Band gesprochenen kosmischen und astrophysikalischen Erkenntnisse jenseits von Raum und Zeit geben Anlass zu dieser Vermutung. Die von ihr beschriebenen mystischen Erfahrungen des Absoluten sind in ihrer tiefen, ja universellen Dimension äußerst selten.

Im Zustand des »erweiterten Bewusstseinszustandes« beantworten mir die Patienten Fragen, für die ich die »geleitete Imagination« verwende. Fast ohne Ausnahme gelingt es den Patienten, Aspekte ihres eigenen Lebens und des Lebens allgemein in größeren Zusammenhängen zu sehen. Die Erfahrung zeigt, dass Menschen in einem »erweiterten Bewusstseinszustand« die Begrenzung überwinden, die im Normalzustand durch psychische, mentale, intellektuelle Muster vorgegeben ist. Als Arzt habe ich mir logischerweise und legitimerweise die erstaunlichen Möglichkeiten zunutze gemacht, die sich dadurch für die Behandlung meiner Patienten ergeben. Auf diese Weise gelang es mir bereits viele Male zu heilen, was zuvor mit anderen Mitteln nicht zu heilen gewesen war. Ich spreche hier von physischen Beschwerden wie Migräne, Bluthochdruck, Gelenkschmerzen etc., aber auch von psychischen Beschwerden, wie z.B. Phobien, Bindungsangst, Antriebsschwäche und Schlafstörungen. Für alle diese und viele andere Leiden sind die Rückführungen in frühere Leben in der Tat ein Weg zur Besserung oder sogar zur Heilung.

Wie ist das zu erklären? Das menschliche Gehirn verfügt über Fähigkeiten, die bis dahin noch nicht genutzt wurden oder zumindest nicht in dem Umfang, in dem dies tatsächlich möglich wäre. Im »veränderten Bewusstseinszustand« gelingt es, die Gesetze von Zeit und Raum zu überwinden, was zur Folge hat, dass das Bewusstsein des Menschen sich unmittelbar an jedweden Ort und in jedwede Zeit hineinbegeben und die entsprechende Situation erleben kann. Auf diese Weise erreicht das Bewusstsein die Erinnerung an die Ursache des Leidens, das heute – im gegenwärtigen Leben – behandelt werden soll. Ob die Ursachen der Beschwerden auf der psychischen oder auf der physischen Ebene liegen, ist für den Erfolg der Rückführung in diesen Konflikt unerheblich. Im Prinzip leistet der Psychoanalytiker die gleiche Arbeit wie der Regressionstherapeut, da beide »zurückführen« – der eine bis maximal zur Geburt, der andere in ein früheres Leben. Der Radius des Feldes, in dem die Ursache eines Leidens gesucht wird, ist bei der Regressionstherapie größer – und so ist auch der Erfolg der Behandlungsmethode größer.

Wie ich schon erwähnte, kam Frau Dr.Sudhoff nicht als Patientin zu mir, sondern als Forscherin. Es gelang ihr in den vierzig Sitzungen mit mir nicht nur, Licht in die Vorgeschichte zu bringen. Auch ein anderes Licht konnte sie erleben und beschreiben: das nicht-physikalische, das so genannte numinose Licht, das im »erweiterten Bewusstseinszustand« erlebt wird als etwas Universelles, als etwas den irdischen Augen Unbekanntes, als ein beglückender Zustand. In diesem Zustand versteht man die Ordnung des Universums und wird eins mit ihm. Man wird selbst zum Universum.

Bereits in unserer ersten Sitzung hatte Heinke Sudhoff dieses Lichterlebnis. Sie beschrieb die energetischen Strukturen des Kosmos, die sie vor ihrem geistigen Auge auftauchen sah. Und sie erfuhr sich als »Wind«. Diese Formulierung findet sich bereits in den ältesten Texten der indischen Mystiker, in den Veden bzw. in den Upanishaden. Hier wird die Erfahrung des nicht physisch begrenzten Geistes geschildert und als wesentlich für die Verwirklichung des menschlichen Weges bezeichnet. Heinke Sudhoff beschrieb sich als Punkt, der gleichzeitig das Ganze ist, oder sie sah sich als Teil eines unteilbaren Ganzen – davon sprechen auch die alten Texte. Über Jahrtausende haben die Erkenntnisse der alten Mystiker offensichtlich nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt. Auch heute werden sie in derselben Weise erfahren und beschrieben. Die Mystiker aller Zeiten geben eine holistische Sicht des Universums und sprechen von einer Wirklichkeit, in der sich alles allein durch Schwingungen in verschiedener Frequenz definiert.

Nicht unser Normalbewusstsein und auch nicht unser Unterbewusstsein, sondern unser »Höheres Bewusstsein« erschließt uns Einsichten in universelle Zusammenhänge und nicht-manifestierte Welten. Es erschließt uns Einsichten in das Leben und den Rhythmus, in den alles im Universum eingebunden ist. Die Kette der Inkarnationen ist ebenfalls ein solcher Rhythmus. Erst die »Erkenntnis« – das Erkennen der letzten Wahrheit – bringt den Kreislauf der Wiedergeburten zu einem Abschluss. So jedenfalls sagen es uns die Philosophen aller Zeiten und rufen uns zu: »Erkenne dich selbst!«

Dr. med. Yves Ducher

Regressionstherapeut, Paris

QUANTENPHYSIK • MYSTIK • BEWUSSTSEIN

Was kann man von den Naturwissenschaftlern erfahren über das Phänomen des »erweiterten Bewusstseinszustands«, vor allem aber über den »holotropen Bewusstseinszustand«? Heute noch herrscht unter den Naturwissenschaftlern die Meinung vor, der Mensch bestehe aus Materie und sein Bewusstsein sei ein Produkt des Gehirns. Die Wissenschaftler führen »veränderte Bewusstseinszustände« auf messtechnisch erfassbare Änderungen neuro-biochemischer Stoffwechselprozesse und bioelektrischer Erregungsmuster neuronaler Systeme zurück, bei denen sogenannte neuromodularische Botenstoffe (Transmitter) eingeschaltet sind. Entsprechend dieser Denkweise gibt es kein Leben und kein Bewusstsein, das unabhängig ist von der Materie. Daraus folgt dann auch die Verneinung eines Lebens nach dem Tod und erst recht die Verneinung einer Reinkarnation. Doch diese Ansicht ist nicht mehr zeitgemäß, seit die Quantenphysik das Bewusstsein als einen bestimmenden Faktor der Realität und die (einzige) schöpferische Kraft im Universum erkannt hat. Der Kreis hat sich geschlossen: Quantenphysik und Mystik ergänzen und bestätigen sich gegenseitig, wobei das Bewusstsein eine zentrale Rolle spielt. Die heutigen interdisziplinären Neurowissenschaften sehen den veränderten Bewusstseinszustand als einzigartigen physikalisch-physiologischen Zustand in Verbindung mit einer komplexen Veränderung zeitlicher Organisation der Binnenstrukturen des Gehirns (z.B. bioelektrische Aktivitätsmuster bei Wahrnehmungen, Erinnerungen, Entspannung etc.), ohne bisher genaue Kenntnisse über das Zusammenwirken der neuronalen Netzwerke zu haben.

Alle alten Kulturen wussten um die Bedeutung des Bewusstseins als der einzigen Realität und benannten es mit klangvollen Namen wie »Welt-Gedächtnis«, »Akasha-Chronik«, »Welt-Geist« u.a. Sie wussten auch um die Möglichkeiten, die sich dem Menschen im erweiterten, holotropen Bewusstseinszustand eröffneten. Heute besinnen wir uns erneut auf diesen »Königsweg«. Die Forschung auf diesem einzigartigen Feld macht kleine und größere Entdeckungen: »Morphogenetische Felder«, »Implizite Ordnung«, »Holistisches Weltbild«, »Holographische Strukturen«, »Heisenbergsche Unschärferelation«, »Fuzzylogic«, »Superstringtheorie« etc. sind neue Ansätze, um das traditionelle Weltbild zu überwinden.

Es geht in diesem Buch um unterschiedliche Bewusstseinszustände, um veränderte Schwingungen, Rhythmen und Frequenzen der Gehirnwellen und die dadurch möglichen Einsichten in eine anders dimensionierte Realität. Es zeigt die Möglichkeiten des menschlichen Bewusstseins vor dem Hintergrund der quantenphysikalischen Gesetze, die offenbar werden lassen, dass heute das physikalische Konzept des Weltalls dem philosophisch-spirituellen Konzept der Mystiker entspricht. Die über Jahrhunderte als grundverschieden erachteten Konzepte »Physik« und »Metaphysik« sind heute zu einer Art Kongruenz gekommen. Diese sensationelle Tatsache macht deutlich, wie richtig die Erfahrungen und Erkenntnisse sind, die in der mystischen »Schau«, in einem erweiterten Bewusstseinszustand, gemacht werden und seit jeher gemacht wurden.

Gewisse Grundkenntnisse über einige der wesentlichen Elemente der Quantenphysik sind für den Zugang zu diesem Buch ebenso unerlässlich wie die Kenntnis über den Weg zur philosophisch-mystischen Erkenntnis. Es folgt daher eine kurze Übersicht über die neuesten Einsichten der Wissenschaftler und über die ältesten Einsichten der Weisen aller Zeiten – soweit sie sich in diesem Text widerspiegeln.

Trotz modernster bildgebender Verfahren, die Einblicke in die Hirntätigkeit beim Denken und Wahrnehmen gestatten, kann die Arbeit des Gehirns bisher noch nicht beschrieben werden. Das Gehirn speichert alles Erlebte als unterschiedliche Frequenzen, die den Objekten, Farben, Tönen, Emotionen etc. eigen sind. Alles Erlebte und Erfahrene definiert sich letztlich durch verschiedene Schwingungsfrequenzen, die das Gehirn – für immer – speichert und – bei Bedarf – dekodiert. Die Erinnerung an Erlebtes und Erfahrenes ist dabei nicht in einer bestimmten Region des Gehirns gespeichert, sondern ist in jedem einzelnen seiner Teile hoch geordnet und komplex existent. (Über den Stand der Hirnforschung informierte mich Frau Prof.Dr.Hannelore Baumann (neurophysiologische Grundlagenforschung/​Hirnforschung) in einem persönlichen Gespräch.)

Dieses Phänomen findet sich auch – und anschaulicher – im Hologramm. Die gesamte Information über das Ganze steckt in jedem seiner Teile. Die Teile und Bilder des Hologramms, das heißt seine »Informationen«, werden vom Laserstrahl zum »Leben« erweckt. Wer oder was aber erweckt die gespeicherte »Information« im Gehirn zum »Leben«? Wer oder was interpretiert die vom Gehirn gespeicherten Frequenzen? Wer oder was schafft die Illusion einer Wirklichkeit, die vor unseren Augen wie ein Film abläuft? Es ist das Bewusstsein. Es »schafft« eine Illusion, die wir als unsere Realität wahrnehmen.

Die Quantenphysik hat offenbart, dass das Bewusstsein tatsächlich eine schöpferische Kraft ist – und vielleicht die einzige im Universum! Um diesen Sachverhalt zu verbildlichen, spricht der Quantenphysiker David Böhm vom Bewusstsein als einer »Linse«, die aus dem Feld, dem Energiemeer der nicht-manifestierten Möglichkeiten, ein »Bild« herauslöst und damit eine »Realität« erschafft, die nur so lange wirklich ist, wie die Linse, also das Bewusstsein, sich mit seiner schöpferischen Kraft darauf richtet. Das Bewusstsein wird damit zur »letzten Instanz« im Universum, zur mathematisch dekodierenden, interpretierenden Intelligenz.

Das Phänomen Bewusstsein ist heute verstärkt zum Gegenstand der Forschung geworden, und zwar fachübergreifend für die Physik, Astrophysik und Quantenphysik, aber auch für die Medizin, Psychiatrie, Physiologie und Biologie. Für die Philosophie war die Reflexion über das menschliche Bewusstsein ohnehin seit jeher unerlässlich. Dennoch steht die Erforschung des Bewusstseins heute immer noch am Anfang. Einigkeit herrscht vielleicht inzwischen darüber, dass das Bewusstsein außerhalb des physischen Körpers zu suchen ist und sich lediglich für die Dauer des Erdenlebens eines Menschen an die physische Existenz bindet. Das Gehirn hingegen ist Teil des physischen Körpers und verarbeitet die Impulse, die es von dem Bewusstsein erhält.

In der modernen Physik entstand die Frage nach der Bedeutung des Bewusstseins zunächst im Zusammenhang mit der Beobachtung atomarer und subatomarer Phänomene. Die Quantentheorie hat gezeigt, dass atomare Phänomene nur als Glieder in einer Kette von Prozessen zu verstehen sind und dass das Ende dieser Kette das Bewusstsein des menschlichen »Beobachters« dieser physikalischen Vorgänge ist. Nur unter Bezugnahme auf das involvierte Bewusstsein konnten die Gesetze der Quantentheorie folgerichtig formuliert werden.

Die grundsätzlich stimmige Ordnung und Einheit des ganzen Universums ist eine der bedeutendsten Offenbarungen der modernen Physik. Sie tritt im atomaren Bereich zutage und manifestiert sich umso deutlicher, je tiefer man in die Materie eindringt. Es wurde erkannt, dass die Bestandteile der Materie und die daran beteiligten Grundphänomene alle miteinander zusammenhängen, zueinander in Beziehung stehen und voneinander abhängen. Sie können nicht als isolierte Einheiten, sondern nur als integrierte Teile des Ganzen verstanden werden.

Das Verhalten eines jeden Teils wird bestimmt durch seine »nichtlokale« Beziehung zum Ganzen, und da wir diese nicht genau kennen, müssen wir den klassischen Begriff von »Ursache und Wirkung« durch den weiter reichenden Begriff der »statistischen Kausalität« ersetzen. Die Gesetze der Kernphysik sind statistische Gesetze, nach denen die Wahrscheinlichkeiten atomarer Geschehnisse durch die Dynamik des ganzen Systems bestimmt werden. Dabei sprechen die Physiker von einer »impliziten Ordnung«, die in Analogie zum Hologramm nach dem folgenden Prinzip strukturiert ist: Jedes Teil enthält das Ganze, so wie das Ganze jedes einzelne Teil enthält.

Dieses neue Weltbild beschreibt das Universum als dynamisches Gewebe zusammenhängender Vorgänge. Vor dem Hintergrund eines allumfassenden Energiefeldes ist alles mit allem verbunden. Einstein erkannte in diesem unbegrenzten Energiefeld die »einzige Realität«. Das ist gar nicht lange her und schon arbeitet man an einer neuen, zukünftig alles umfassenden Theorie, die auch schon einen Namen hat: »Superstringtheorie«. Darin geht es um ein theoretisch angenommenes, eindimensionales Objekt, das in seinen verschiedenen Vibrationszuständen alle bekannten Teilchen ausmacht. Sämtliche Elementarteilchen und Wechselwirkungsquanten werden nun als verschiedene »angenommene« Schwingungszustände aufgefasst. Das geht über das bisherige »holistische Konzept« und die Idee der »impliziten Ordnung« weit hinaus. Das Universum als ein eindimensionaler Punkt in verschiedenen Vibrationszuständen … Es ist leer geworden im Universum! Ein leeres Feld … voller Energie … Einsteins »einzige Realität«.

Die Materie hat seit Langem ihre Vormachtstellung im Universum verloren. In der klassischen Physik stimmt der Begriff »Materie« nicht mehr überein mit der klassischen Auffassung von einer materiellen Substanz. Der Begriff »fester Körper« wurde von der Atomphysik zertrümmert. Man ist nun nicht mehr der Ansicht, dass Teilchen aus irgendeinem »Grundstoff« bestehen. »Teilchen« sind lediglich eine örtliche, ephemere Verdichtung des Feldes, eine Konzentration von Energie. Die Grundlage des mechanistischen Weltbildes des Isaac Newton hat damit ihre absolute Gültigkeit verloren.

Versuche hatten zunächst gezeigt, dass Atome keine unzerstörbaren Festkörper, sondern leerer Raum sind, in dem sich extrem kleine Teilchen bewegen. Und dann erklärte die Quantentheorie, dass auch diese Teilchen keine Festkörper im Sinne der klassischen Physik sind. Die subatomaren Einheiten der Materie sind sehr abstrakte Gebilde mit einer »doppelten Natur«: Entweder sind sie Partikel, oder sie sind Welle. Aber diese Wellen sind keine wirklichen Wellen, wie etwa Wasser- oder Schallwellen, sondern sie sind »Wahrscheinlichkeitswellen«: abstrakte, mathematische Größen. Auf der subatomaren Ebene existiert Materie nicht mit »Sicherheit«, sondern zeigt eher eine »Tendenz« dazu, zu existieren.

Auch die klassisch formulierten Gesetze von Raum und Zeit gelten nun nicht mehr. Im Sinne der Relativitätstheorie ist der Raum nicht dreidimensional und die Zeit ist keine selbständige Einheit. Beide hängen zusammen und bilden ein vierdimensionales Kontinuum – die »Raum-Zeit«. Sie ist ein zeitloser Raum von höherer Dimension, in dem alle Ereignisse zusammenhängen. Aber der Zusammenhang darin ist nicht kausal. Vielmehr erscheint die subatomare Welt als ein Netz von Strukturen und energetischen Verbindungslinien, welches alles tatsächlich Existierende und Erdachte (!) zu einem Ganzen verstrickt. Die Quantentheorie enthüllt somit die grundsätzliche Einheit des Universums, in dem das Bewusstsein eine den Physikern bis dahin unbekannte Rolle spielt. Konsequent weiter gedacht, bedeutet dies, dass physikalische Gesetze jenseits der »Raum-Zeit« nicht gelten und dass das Bewusstsein demnach nicht den physikalischen Gesetzen unterliegt. So viel zu den neuesten Forschungsergebnissen der Wissenschaft.

Die für dieses Buch relevanten Punkte lauten zusammengefasst:

Frühere Vorstellungen von Zeit und Raum sind überholt.

Materie ist lediglich die vorübergehende Verdichtung eines Energiefeldes.

Das Bewusstsein hat schöpferische Kraft.

Das Energiefeld ist die einzige Realität.

Der eindimensionale Punkt enthält alle denkbaren Möglichkeiten.

Das Ganze ist paradoxerweise enthalten im eindimensionalen Punkt.

Statt Logik gelten »Widersprüchlichkeit« und »Wahrscheinlichkeit«.

Im subatomaren Bereich ist keine herkömmliche Berechenbarkeit möglich.

Physikalische Gesetze gelten nicht jenseits der »Raum-Zeit«.

Die Welt ist Illusion.

Das mögen für heutige Wissenschaftler zwar Neuigkeiten sein – wirklich neu sind die Erkenntnisse jedoch nicht. Die Mystiker wissen all das seit Jahrtausenden aus eigener »Anschauung«. Die Mystiker aller Zeiten haben in ihrer mystischen Schau »gesehen«, was heute in der Wissenschaft »erdacht« wird. Im veränderten Bewusstseinszustand der tiefen Meditation haben die Weisen und Erleuchteten schon immer die Welt als »Illusion« erkannt. Sie sprechen von der Flüchtigkeit der materiellen Welt, von den Sphären jenseits von Raum und Zeit, in denen die Gesetze der uns bekannten Welt aufgehoben sind. Sie sprechen von dem Ur-Grund als einem Energiemeer, in dem alles Erdenkliche als Möglichkeit angelegt ist. Sie sprechen von dem Paradoxon der »Doppel-Natur« der Dinge, und schließlich und vor allem sprechen sie von der »Einheit«, in die das individuelle Bewusstsein eingeht während der Meditation … oder nach dem Tod.

Mystiker betrachten das Bewusstsein seit jeher als integralen Teil des Universums. Einer der ersten Wissenschaftler, der auf die Kongruenz von Physik und Metaphysik hinwies, war der Astrophysiker und Nobelpreisträger Niels Bohr (1885–1962). Um zur Lehre der Atomphysik eine Parallele zu finden, so sagte er, müsse man sich den erkenntnistheoretischen Problemen zuwenden, mit denen sich bereits Denker wie Buddha und Lao-tse auseinandergesetzt haben.

Der Astrophysiker Fritjof Capra schrieb in seinem Bestseller »Das Tao der Physik« vor fast dreißig Jahren: »Ich begriff, dass sich aus der modernen Physik eine logische und folgerichtige Anschauung der Welt entwickelt, die mit der alten östlichen Weisheit in Einklang steht.« Dieser Erkenntnis schließt sich inzwischen eine immer größer werdende Zahl von Physikern an.

Die Vorstellung von physikalischen Erscheinungen als vergängliche Manifestation eines Energiefeldes entspricht der östlichen Weltanschauung. Wie Einstein betrachtet der Mystiker das allem zugrundeliegende, zeit- und raumlose Energiemeer als die »einzige Realität«. Diese Realität liegt für den Physiker genau wie für den Mystiker jenseits aller Vorstellungen und Begriffe, das heißt jenseits von Raum und Zeit, jenseits der fünf Sinne – und damit letztlich jenseits der menschlichen Logik. Die Erfahrung der letzten Realität kann niemals Objekt logischen Folgerns oder demonstrierbaren Wissens sein. Sie kann niemals mit Worten angemessen beschrieben werden, da diese Erfahrung jenseits des sinnlichen Wahrnehmungsbereichs und des menschlichen Intellekts liegt, aus dem unsere Worte und Begriffe stammen.

Die neu erkannte Wirklichkeit der Quanten ist somit nicht nur verbal kaum zu vermitteln, sie überschreitet auch die Grenzen der menschlichen Logik und der Vorstellungskraft des Menschen – in einem »normalen« Bewusstseinszustand. Doch die »erweiterten Bewusstseinszustände« ermöglichen den Zugang zu einer außersinnlichen, die fünf Sinne transzendierenden Welt. Sie ermöglichen, kosmische Zusammenhänge zu »sehen«, zu »verstehen« und Wahrheiten zu »erkennen«.

Durch eine Erweiterung seines Bewusstseins hat der Mensch also die Möglichkeit, eine entsprechend erweiterte Wahrnehmung zu erlangen. Auf der physikalischen Ebene drückt sich dies in Form einer veränderten Gehirnstrom-Struktur aus. Mit der veränderten Frequenz der Gehirnwellen wird der Zugang zu Bereichen möglich, die außerhalb des normalen Feldes der Wahrnehmung liegen. Um diese Tatsache an einem kleinen Beispiel zu verdeutlichten: Gewisse Tonhöhen, die der Hund ohne Weiteres hört, bleiben dem Menschen unzugänglich. Ähnlich begrenzt ist die Wahrnehmung des Menschen für Gerüche, Farben u.ä. Aber er hat die Möglichkeit, einen anderen »Sender« oder »Kanal« einzustellen, indem er – bewusst oder unbewusst – die Frequenz der Gehirnwellen verändert. Seine »Wahrnehmung« wird dann »außersinnlich« oder »übersinnlich«.

Da das verbale Beschreiben außersinnlicher oder übersinnlicher Wahrnehmung – wie schon gesagt – ein Problem ist und der Versuch, derartige Erfahrungen im spirituellen »Denkgebäude Universum« zu vermitteln, scheitern muss, sucht der Mystiker oft Zuflucht beim Paradoxon. Aber auch die Physik hat es heute mit paradoxen Aspekten zu tun, wenn z.B. der eindimensionale Punkt das ganze Universum enthält und das Ganze in jedem seiner Teile enthalten ist. Ein weiteres Paradoxon der Physik ist die Realität der Doppelnatur bestimmter Phänomene, insbesondere des physikalischen Lichts mit seinen Photonen. Wie kann man sich wirklich vorstellen, dass etwas nicht einfach existiert, sondern lediglich eine Tendenz hat zu existieren? Und wie kann man sich vorstellen, dass etwas wahlweise gleichzeitig oder nacheinander Welle oder Teilchen ist?

Als ich mir selbst die »Doppelnatur« der Phänomene, das heißt deren Wechsel zwischen »Welle« und »Teilchen« vorzustellen versuchte, sah ich vor meinem geistigen Auge auch die menschliche Existenz als ein solches Welle-Teilchen-Phänomen: Der rhythmische Wechsel zwischen materieller Existenz und nicht-materieller Existenz, zwischen Leben und Tod bzw. zwischen Leben im Diesseits und Leben im Jenseits, zwischen Materie und reinem Geist – dieser Wechsel verdient ebenfalls die Bezeichnung »Doppelnatur« – genauso wie das physikalische Licht. Die menschliche Existenz als ein ständiger Wechsel zwischen »Welle« und »Teilchen«, zwischen reinem (nicht-inkarniertem) Bewusstsein und physisch-inkarniertem Bewusstsein – wie das Licht? Mir gefällt diese Vorstellung.

So wie die naturwissenschaftliche Kenntnis auf dem Experiment beruht, so gründet sich das Wissen des Mystikers auf der Erkenntnis, auf der »Schau« in einem metaphorischen Sinn. Durch die innere Erfahrung erlebt er eine höhere Wirklichkeit, in die er durch Versenkung in einen veränderten Bewusstseinszustand gelangt. Die »fromme Schau« ist die Basis des Wissens mystischer Philosophen. Die Erwähnung der »inneren Schau« findet sich in allen mystischen Traditionen und bei jedem einzelnen der Weisen, Heiligen, Mystiker und Erleuchteten. Es handelt sich (natürlich) um ein Schauen mit dem geistigen Auge. Die mystische Erfahrung der letzten Realität ist eine im Wesentlichen nicht-sinnliche Erfahrung.

Bis heute sieht man die Texte der Mystiker mit Vorliebe als eine species sui generis, als eine Gattung eigener Art. Eine mögliche Übereinstimmung mit »realen« physikalischen Begebenheiten in unserem Universum wurde erst gar nicht ernsthaft in Betracht gezogen. Nach westlichem Verständnis hatten Physik und Metaphysik keine Berührungspunkte. Und jetzt ergeben sich nicht nur Berührungspunkte, sondern eine erschütternde Kongruenz der Weltbilder, die von Physikern und Mystikern unabhängig voneinander erdacht und erschaut wurden. Die moderne Physik und die zeitlosen mystischen Lehren können sich gegenseitig bestätigen und das Verständnis erleichtern.

Wissenschaftliche Kenntnis und philosophische Erkenntnis sind an einem Schnittpunkt angekommen. Wissenschaft und Philosophie, die beiden Parallelen, die sich niemals treffen bzw. schneiden konnten, haben sich geschnitten … in der Unendlichkeit! Welch ein Paradoxon!

Mystiker und Physiker waren auf verschiedenen Wegen zu derselben Erkenntnis gekommen: Alle Dinge zeigen sich als voneinander abhängige und untrennbare Teile des kosmischen Ganzen, als verschiedene Manifestationen der gleichen letzten Wahrheit. Das kosmische Gewebe lebt; es bewegt sich, wächst und verändert sich laufend. Das Universum ist eine dynamische Einheit. Die einzige Realität ist die Ur-Energie, in der alles entstellt und vergeht in einem zeitlosen Zyklus.

Viele Physiker werden heute zu Philosophen, und viele Philosophen lassen sich inspirieren von den Forschungsergebnissen der Physiker. Ein Umdenken ist erforderlich – ein Bemühen um höhere Erkenntnis, um Erkennen durch das geistige Auge. Die kosmische Einheit zu erkennen, zu »schauen«, ist das oberste Ziel der Mystiker. Diejenigen, die dies erreichen, sprechen von Harmonie, grenzenloser Liebe, von Glückseligkeit, von Wissen und Verstehen, von Einverstandensein und Einssein mit der Schöpfung. Die Vollkommenheit dieses Zustands wird oft als ein Lichterlebnis oder als »Erleuchtung« erfahren.

All diese Erfahrungen gehen meines Erachtens zurück auf das Sehnen nach der ursprünglichen, universellen Einheit, so wie sie vor der Schöpfung der Materie »existent« war. Wie die ältesten Texte der Mystiker bereits sagen, strebt die individuelle menschliche Seele danach, einzugehen in die All-Seele, in die Einheit, die auch als Weltgeist oder Gott bezeichnet werden kann. Geht aber die individuelle Seele ein in die All-Seele, so ist jede Form von Dualität aufgehoben. Diese Existenz in der Einheit empfindet der Mensch als »Harmonie«, als »Glückseligkeit« oder als »bedingungslose Liebe«. Was im reinen Zustand des holotropen Bewusstseins – man kann es auch Gottesbewusstsein nennen – erfahren werden kann, ist somit die Erfüllung dieses Sehnens nach der Einheit, nach der Auflösung des Ichs im Ur-Grund. Die Erfüllung dieses Sehnens nach dem Ende des Dualismus »Welt und Ich« kann als Erleuchtung definiert werden.

Aber zurück zum Phänomen Bewusstsein: Erwähnenswert und neu ist die Rolle des »Beobachters«, wie der Astrophysiker das Bewusstsein heute in seinen physikalischen Formeln nennt. Die Mystiker wissen seit jeher aus eigener »Anschauung«, dass das menschliche Bewusstsein in der Erfahrung z.B. der kosmischen Strukturen oder der Leere des Ur-Grunds eine kreative Kraft ist. Mystiker wussten immer, dass der »Beobachter«, das heißt dessen Bewusstsein, indem es sich auf »Etwas« richtet oder konzentriert, dieses »Etwas« verändert oder aber erschafft. So habe ich es erlebt in tiefer Trance. So wurde es schon immer von den Mystikern erlebt. Und so wird es heute auch von den Astrophysikern in ihre Berechnungen einbezogen. Das Bewusstsein ist eine Komponente, welche in die Messung einbezogen werden muss und welche die Messergebnisse der Quantenphysiker mit bestimmt. Es ist die entscheidende kreative Kraft innerhalb der Schöpfung – für die manifestierte und auch für die nicht-manifestierte Welt. »Das Bewusstsein ist ein wesentlicher Aspekt des Universums, den man in eine künftige Theorie physikalischer Phänomene einbeziehen muss«, schreibt der Astrophysiker Fritjof Capra. Welch eine Hommage an das Bewusstsein.

Aber das Bewusstsein beeindruckt nicht nur als kreative, sondern auch als allgegenwärtige Kraft. Seine simultane Präsenz ist gleichbedeutend mit einer unendlich großen Geschwindigkeit der Übermittlung von Informationen. Mit Erstaunen hat man kürzlich in einem Experiment festgestellt, dass Informationen zwischen zwei Elektronen mit entgegengesetztem »Spin«, die sich mit Lichtgeschwindigkeit voneinander fortbewegen, unmittelbar und ohne jegliche Verzögerung übermittelt werden – in jedem Fall aber schneller als mit Lichtgeschwindigkeit. »Nichts übersteigt die Geschwindigkeit des Lichts«, habe ich noch in der Schule gelernt. Nun wurde auch dieser Lehrsatz überholt. Als Träger und Übermittler der Informationen zwischen den Elektronen in jenem Experiment muss das kosmische Bewusstsein angenommen werden, das als omnipräsent und omnipotent erfahren wird. Der »Beobachter« bzw. dessen Bewusstsein steht am Ursprung aller kosmischen Vorgänge und dynamischen Strukturen. Ja, es scheint, als ob die dem Kosmos innewohnende Energie und Dynamik identisch ist mit diesem beobachtenden Bewusstsein.

Die Wissenschaftler geben der Erforschung des menschlichen Bewusstseins ihre erhöhte Aufmerksamkeit, seit sie wissen, dass die Forschung in der Physik und Quantenphysik ohne Berücksichtigung des Bewusstseins stagnieren wird. Aber bis die Wissenschaftler irgendwann vielleicht gültige, aufsehenerregend »neue« Ergebnisse ihrer Bewusstseinsforschung präsentieren, werden zahllose Menschen weiterhin in aller Stille ihre eigenen Erfahrungen mit dem Bewusstsein machen. Sie werden ihren Geist zentrieren, ihre Motorik zur Ruhe bringen und so dem Bewusstsein die Möglichkeit geben, in andere Dimensionen aufzusteigen, weit jenseits der materiellen und irdischen Welt, weit jenseits von Raum und Zeit. Der weise Chuang-tzu findet für dieses Phänomen die Worte: »Der stille Geist des Weisen ist ein Spiegel des Himmels und der Erde – das Schauglas aller Dinge.«

HYPNOSE • TRANCE • REGRESSIONSTHERAPIE • HOLOTROPE BEWUSSTSEINSZUSTÄNDE

Gültige Aussagen über veränderte Bewusstseinszustände können wohl lediglich von jenen erwartet werden, die ihre eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht bzw. erlebt haben. Der Kreis der »Fachleute« ist also klein. Dennoch wird dieses bisher noch weitgehend unerforschte Gebiet von der Wissenschaft zunehmend gut ausgeleuchtet. Die Hypnose galt lange Zeit als der Zwillingsbruder des Schlafes, eine Annahme, die man nach gegenwärtigen Erkenntnissen als falsch bezeichnen muss. Es handelt sich bei der Hypnose vielmehr um einen entspannten Wachzustand, dessen Besonderheit durch die extrem eingeengte und auf einige wenige Inhalte ausgerichtete Aufmerksamkeit gekennzeichnet ist. Die elektronegative Aufladung der Großhirnrinde verändert sich in Hypnose nicht signifikant gegenüber dem normalen Wachzustand. (Zitiert nach Gieselher Gutmann, Universität Wien.)

In der hypnotischen Trance bleibt ein logisches und semantisches Denken aktiv, wobei das Ich-Bewusstsein und das Bewusstsein von Raum und Zeit vermindert sind. Die hirnelektrischen Analysen liefern Hinweise darauf, dass die induzierte Trance einen altered state of consciousness (veränderten Bewusstseinszustand) herbeizuführen vermag, der eine seltsame Mischung aus psychischer Hochspannung und Entspannung zu sein scheint. Gieselher Gutmann hat für diese »entspannte Hochspannung« den Begriff paradoxical arousal (paradoxe Erregungszustände) eingeführt.

Die Wissenschaft fand heraus, dass die Qualität der Erfahrung in der Trance abhängt von der inneren Haltung, mit der jemand in die Trance geht. Die innere Haltung verändert die Gehirnwellen, den »Sender« und »Empfänger« für das »Schwingungsfeld des Bewusstseins«. Das veränderte Schwingungsfeld der Gehirnwellen ist für den messenden Forscher letztlich das einzig Beweisbare, schreibt Günter Haffelder, und bietet dann einen »Beweis« ganz anderer Art: »Es ist, als ob (in der Trance) der Zugang ermöglicht wird zum Wissen unserer Ahnen, zum Erkennen von Informationen, die uns nicht mehr bewusst waren. […] Diese Informationen sind (im Zustand der Trance) abrufbar.« (Zitiert nach Günter Haffelder, Institut für Kommunikation und Gehirnforschung, Stuttgart.)

Um eben diesen Zugang zu dem »vergessenen Wissen der Ahnen« geht es in meinem Text.

Ich werde in diesem Buch von meinen Erfahrungen in einem erweiterten Bewusstseinszustand berichten. In vierzig verschiedenen Sitzungen von jeweils zwei bis drei Stunden machte ich sehr unterschiedliche Erfahrungen und erlebte den Zugang zu erstaunlichem und für mich neuem Wissen.

Ausgangspunkt der Serie von Rückführungen in früher gelebte Leben war zunächst mein Wunsch, mehr zu erfahren über die früheste Phase der Menschheitsgeschichte, über die Menschen der Megalithzeit, über ihr unerklärlich großes kosmologisches, astronomisches und mathematisches Wissen sowie über ihre Kulthandlungen und Bräuche. Auf diesem Gebiet erhielt ich überraschende, mir und der Fachwelt bis dato unbekannte Informationen über die frühesten Zeugnisse menschlicher Aktivitäten auf diesem Globus, über Kult und Kenntnisse unserer frühesten Vorfahren – und eine neue Datierung der frühesten Steinmonumente.

Daneben und wichtiger noch waren für mich letztlich die neuen Erkenntnisse, die ich im holotropen Bewusstseinszustand gewinnen konnte. Ich machte metaphysische Erfahrungen in der Welt der Quantenphysik mit ihren paradoxen Erscheinungsformen in den Sphären jenseits der »Raum-Zeit«. Ich gewann Einsichten in die Strukturen des Energiefeldes, das von Einstein als die »einzige Realität« bezeichnet und von mir als eine göttliche Ordnung erfahren wurde.

Neben den spirituellen Einsichten und Erkenntnissen über kosmische Zusammenhänge habe ich auch Erfahrungen durchaus irdischer Natur gewonnen. Ich meine hier den eher erdbezogenen Rhythmus von Leben – Tod – Wiedergeburt. In den Phasen zwischen den einzelnen Inkarnationen erfuhr ich das Wesen von »Schuld«, »Läuterung« und »Gnade«.

Ein weiteres Ergebnis der vierzig Regressionssitzungen war die Erkenntnis, dass die Reihung von Leben durch die Jahrtausende hindurch einen Rhythmus und einen Zusammenhang erkennen lässt. Gleichsam wie in einer Psychoanalyse zeigen sich durchgängige Verhaltensmuster und Grundstrukturen. Wenn dieser »rote Faden«, der sich durch alle Inkarnationen hindurchzieht, erkannt wird, kann er genutzt werden wie ein Ariadne-Faden, der aus dem Labyrinth des irdischen Problemkreises herausleitet. Zumindest aber lebt man dieses Leben nach der neu gewonnenen Einsicht bewusster … und lieber.

Ein unerwartetes Ergebnis der Rückführungen war für mich die Begegnung mit Wesen aus Parallelwelten bzw. von anderen Planeten. In mehreren meiner früher gelebten und jetzt erneut durchlebten Leben hatte ich Kontakt mit »fremden Besuchern«, die sehr deutlich eine höhere Intelligenz besaßen als die Erdbewohner – als ich – und die über eine hoch entwickelte Technologie verfügten. In drei Regressionssitzungen machte ich Erfahrungen mit ihrer Überlegenheit und ihrer Manipulation der Erdbewohner. Ich erfuhr mich in einem Leben um 40000v.Chr. als ein »fortgeschrittenes Tier«, wie ich mich bezeichne, und sah, wie fremde Wesen – intelligente Menschen – in meiner Umgebung erschienen und eine mir bis dahin unbekannte Geschäftigkeit entfalteten. Auch die Produktion von hybriden Wesen durch Genmanipulation erlebte ich, wenngleich ich diese Vorgänge aufgrund meiner begrenzten bzw. künstlich reduzierten geistigen Fähigkeit nicht verstand und entsprechend dürftig beschreibe. Es scheint mir, als hätten sich diese von mir durchlebten Ereignisse in der Zeit ereignet, als der Neandertalertypus und der moderne Menschentypus gleichzeitig auf der Erde lebten. Der Neandertaler starb um 35000 vor unserer Zeitrechnung allmählich aus, und der »moderne« Cromagnon-Mensch, der nicht ein Abkömmling des Neandertalers ist, erschien vor ca. 70000 Jahren auf dem Plan. Aber nicht nur in der Steinzeit, auch in der Antike und in der Neuzeit habe ich im holotropen Bewusstseinszustand erstaunliche Erkenntnisse gewonnen.

All das habe ich intensiv durchlebt und es hat mein Leben – zumindest innerlich – verändert. Jeder, der ähnliche Erfahrungen im Zustand des erweiterten Bewusstseins gemacht hat, verändert sich und seine Einstellung zum Leben – und zum Tod. Meist wird davon gesprochen, dass sich nach solchen Jenseitserfahrungen die Angst vor dem Tod verliert, dass das Leben als sinnvoll erkannt wird, dass es freudiger, intensiver und mit weniger Aggression und falschem Ehrgeiz gelebt wird. Auch eine neue Hinwendung zur Religion oder, genauer gesagt, zur Essenz der religiösen Lehren wird als Folge außersinnlicher Erfahrungen genannt. Diesen Wandel in der Einstellung zum Leben habe auch ich an mir selbst festgestellt. Ich bin dankbar und empfinde es als Gnade, dass ich – auf dem Umweg über die Erforschung der Megalithzeit – zu diesen Erkenntnissen kommen konnte.

Da ich auf meinem ungewöhnlichen Weg der Sinnsuche eine innere Freude und Gewissheit gefunden habe, möchte ich meine Erfahrungen in diesem Buch veröffentlichen. Vielleicht erkennt der eine oder andere Leser, der noch diese undefinierbare Leere und Orientierungslosigkeit in seinem Leben verspürt, durch diesen Text ein lohnendes Ziel für seinen Lebensweg. Dieses Ziel ist schon in uns angelegt. Das Bewusstsein richtet sich auf dieses Ziel, sobald es zur Ruhe kommt, sobald es sich löst von den Verstrickungen mit dem physischen Körper und seinen Forderungen. Das Bewusstsein löst sich vom Physischen, sobald es die Welt der fünf Sinne transzendiert, sobald es »loslässt«. Dieses Loslassen erfolgt, sobald sich das Bewusstsein »konzentriert« auf die eigene Mitte, die als die Mitte des Universums erfahren wird, wenn das Ich-Bewusstsein eingeht in das All-Bewusstsein. Das Ich erschaut und versteht die Ordnung des Universums, es wird selbst zum Universum.

Es geht in diesem Buch also um das Bewusstsein, genauer gesagt um das »Höhere Bewusstsein«. Dieses unterscheidet sich von dem Alltagsbewusstsein, das den Ablauf des Lebens regelt und ein Reservoir ist an Erinnerungen und Kenntnissen, die uns das tägliche Leben meistern lassen. Es unterscheidet sich auch vom Unterbewusstsein, der Gedächtnisbank, in der nicht nur die Daten, sondern auch die emotionalen Werte eines Erlebnisses gespeichert sind, die dann zur Ursache werden für Verhaltensweisen, Vorlieben, Charaktereigenschaften etc. Dieses Unterbewusstsein hat keine Möglichkeit zu urteilen oder einzuschätzen. Es speichert lediglich.

Grundsätzlich anders verhält es sich mit dem »Höheren Bewusstsein«, das erst vor vierzig Jahren zum Gegenstand der Forschung wurde. Dieses »Höhere Bewusstsein« scheint der Sitz ungeahnter psychischer Fähigkeiten zu sein. Mithilfe verschiedener Techniken wurde es möglich, diesen sublimsten Teil des menschlichen Wesens zu erfassen, jenen Bereich, in dem der an die physische Existenz gebundene Erfahrungsbereich der fünf Sinne überschritten wird.

Der Mensch findet mithilfe dieser Techniken Zugang zu unbegrenzten Dimensionen. Die Erfahrung von umfassendem Wissen um kosmische Zusammenhänge und um die Beschaffenheit des Universums ist ebenso Merkmal des »Höheren Bewusstseins« wie die Erfahrung »universeller Liebe«, »Harmonie«, »Glückseligkeit« sowie Verstehen und Zustimmung zur ganzen Schöpfung. Der Geist erfährt sich als Teil des Weltgeistes, als einen Teil des Ganzen in einem ewigen Rhythmus, als eine schöpferische Kraft. Menschen, die Erfahrungen mit dem Zustand des »Höheren Bewusstseins« gemacht haben, erzählen davon, dass sie in Kontakt gewesen seien mit der wahren Natur der Realität … mit der Wahrheit.

Die Existenz in einem »Höheren Bewusstsein« benennt man mit den verschiedensten Begriffen: Kosmische Erfahrung, Mystisches Erleben, Ozeanisches Bewusstsein, Transzendenz, Ekstase etc. Der mit diesen Begriffen belegte Bewusstseinszustand ist zunächst und immer gekennzeichnet durch die Auflösung der dualistischen Wahrnehmung. »Ich und die Welt« wird zu »Ich als Einheit mit der Welt«. Das Bewusstsein des Individuums gibt seine Abgrenzung gegenüber der Welt auf und geht ein in das undefinierte, unbegrenzte Energiemeer, das als ein All-Bewusstsein bezeichnet wird.

Verwirrend für die Menschen, die von außersinnlichen Erlebnissen hören, ohne sie selbst erfahren zu haben, ist der Mangel an Bezugspunkten zu ihnen bekannten Erfahrungen und zur Logik. Das Koordinatensystem »Raum und Zeit«, in das sich alles irdische Geschehen einordnen lässt, existiert nicht im außersinnlichen Bereich. Auch Emotionen haben jenseits der »Raum-Zeit« einen anderen Stellenwert. Dazu kommen Phänomene und Erfahrungen, für die es einfach keine adäquate Beschreibung gibt. Liebe, zum Beispiel, Freude und Glückseligkeit haben im »Jenseits« eine Dimension, die in allen Jahrtausenden mit anspruchsvollen Begriffen wie ewig, heilig, universell, göttlich oder unendlich – und dennoch unzureichend – umschrieben wurden.

Zu allen Zeiten war dieses Wissen um das »Heilige« und »Ewige« nur einem kleinen Kreis von Weisen, Heiligen oder Erleuchteten bekannt. Ihnen wurde das Wissen durch Initiation oder einen Akt der Gnade zuteil. Sie hießen Auserwählte, Initiierte, Esoteriker oder Eingeweihte. Jede Religion fand ihren eigenen Namen – das Ziel der Erkenntnis aber war immer dasselbe: der Weg, die Wahrheit und das Licht … Eingehen in die himmlische Sphäre, das Erleben einer nicht-irdischen Freude … die Erlösung aus der materiellen Welt.

Jenseitserfahrungen zu machen ist das Herrlichste, was das Leben zu bieten hat. Im Zyklus der »Reinkarnationen« die universelle Ordnung zu erkennen und zu erleben ist eine sehr wichtige, vielleicht sogar befreiende und zumindest in meinem Fall auch eine sehr beglückende Erfahrung. Das Erleben des Rhythmus der ewigen Wiedergeburt macht es möglich, das Bewusstsein als etwas über den Tod hinaus Existierendes zu erkennen, dessen Bestimmung und Sehnen es ist, mit dem als Licht wahrgenommenen Energiemeer zu verschmelzen – zur Einheit zurückzufinden.

Der Glaube an das Weiterleben der Seele nach dem Tod und eine spätere Wiedergeburt wird mit den verschiedensten Namen umschrieben: Reinkarnation, Metempsychose, Transmigration, Palingenesis, Metemsomatose, Seelenwanderung oder Wiedergeburt. Die größten Geister der Menschheitsgeschichte – Goethe, Nietzsche, Platon und viele andere – schrieben über ihren Glauben an die Reinkarnation. Dieser Glaube ist die Basis sehr alter, aber auch sehr junger Religionen. Die Anthroposophen und ihr Vordenker Rudolf Steiner sind ein Beispiel aus dem 20. Jahrhundert. Obwohl das Christentum heute die »Präexistenz der Seele« nicht akzeptiert und seit dem Konzil von Konstantinopel (533n.Chr.) als Irrlehre verdammt, lassen sich auch in der heutigen Bibel noch einzelne Textstellen finden, die auf den Glauben an die Reinkarnation hinweisen. In einer sehr aufschlussreichen Textstelle fragt Christus seine Jünger: »Für wen halten die Leute den Menschensohn?«. Und die Jünger antworten: »Etliche sagen, du seiest Johannes der Täufer, die anderen, du seiest Elias, etliche, du seiest Jeremias oder der Propheten einer.« (Matth. 16,14). Und bei Lukas (9,18–20) heißt es dazu: »Sie sagen, du seiest Johannes der Täufer, und andere sagen, der Elias, wieder andere, dass ein Seher des alten Volkes auferstanden sei (von den Toten).« Hochrangige katholische Geistliche, die ich dazu befragt habe, konnten oder wollten mir keine Interpretation dieser Bibelstellen geben – vielleicht aus Angst vor Rom? Für mich hat diese Bibelstelle nur dann einen Sinn, wenn davon ausgegangen werden kann, dass für Christus und seine Jünger der Glaube an die Reinkarnation eine Selbstverständlichkeit war.

Auch ohne den Segen der christlichen Kirche sehen viele Christen die Reinkarnation als Basis ihres Weltbildes. Der Glaube an ein Weiterleben der Seele in einem anderen Körper lässt sich für diese Menschen ohne Weiteres mit der christlichen Lehre vereinbaren. Erfahrungen im holotropen Bewusstseinszustand und ganz besonders die kosmischen Erfahrungen ermöglichen und erleichtern den Zugang zur christlichen Botschaft, in der es vor allem um Licht und Liebe geht.

Die überirdischen Erfahrungen, die der Mensch im Zustand des »Höheren Bewusstseins« erleben kann, klingen an in den Worten des Papstes in seiner Generalaudienz vom 28.10.1998: »Man darf nicht glauben, dass das Leben nach dem Tode erst mit der endzeitlichen Auferstehung beginnt. Ihr geht jener spezielle Zustand voraus, in dem sich jeder Mensch vom Augenblick des physischen Todes an befindet. Es handelt sich um eine Übergangsphase, bei welcher der Auflösung des Leibes die Fortdauer und Subsistenz eines geistigen Elements gegenübersteht, das mit Bewusstsein und Wille ausgestattet ist, sodass das Ich des Menschen weiterbesteht.«

MEINE REGRESSIONSSITZUNGEN

Es folgen nun die Tonbandaufzeichnungen der vierzig Sitzungen in der Praxis des Pariser Arztes und Regressionstherapeuten. Die Protokolle werden in ihrer ursprünglichen, chronologischen Reihenfolge aufgeführt. Auf diese Weise lässt sich nachvollziehen, wie mühsam es für mich zunächst war, die Schwingungsfrequenz meiner Gehirnwellen abzusenken und damit einen veränderten Zugang zu meinem »Höheren Bewusstsein« zu bekommen. Es wird deutlich, wie schwierig zunächst der Einstieg in die physischen und metaphysischen Erfahrungen war, mit denen ich während der Rückführungen konfrontiert wurde. Auch wird deutlich, wie ich mit den Monaten besseren Zugang fand zu den nicht-physischen Welten und wie mir mit der Zeit das Formulieren leichter fiel.

Zum besseren Verständnis der Protokolle sei noch gesagt, dass nicht etwa ein »Film« vor meinem geistigen Auge abläuft, sondern dass ich belebte Szenen und Sequenzen »sehe«, die ich nur deswegen beschreibe, weil der begleitende Arzt mich dazu animiert. Durch die Aufforderung oder durch das Zählen des Arztes, meistens von eins bis fünf, richtet sich das Bewusstsein auf eine neue Sequenz des Lebens, in das die Regression geführt hat.

Beim Arbeiten im »veränderten Bewusstseinszustand« sind mehrere Faktoren bestimmend: die innere Haltung des Menschen, die karmische Reife und die parapsychologische Begabung.

Es sollte also niemanden verwundern, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Erfahrungen machen. In meinem Fall ist auch wichtig zu betonen, dass ich vor den Sitzungen mit dem Regressionstherapeuten nichts über veränderte Bewusstseinszustände wusste. Ich hatte mich bis dahin auch niemals mit mystischen Schriften befasst. Den letzten Stand der Forschung auf dem Gebiet der Quantenphysik kannte ich nicht besser als jeder andere Laie. In Anbetracht dieser Tatsache ist es erstaunlich, wie genau meine Formulierungen während der meditativen Zustände übereinstimmen mit Texten der Mystiker einerseits und andererseits mit dem Vokabular, das heute in der modernen Physik verwendet wird. Die Visionen, die mir im Zustand des »Höheren Bewusstseins« spontan kamen, entsprechen in einer mir immer noch unbegreiflichen Weise den Erkenntnissen, die sich die Quantenphysiker mühsam erarbeiten.

Fragen, die in der Quantenphysik oder in der Neurophysiologie entweder noch offen sind oder aber erst in jüngster Zeit beantwortet werden konnten, habe ich als außersinnliche Wahrnehmung erfahren, verstanden und formuliert. Oft handelte es sich hierbei um Phänomene jenseits der »Raum-Zeit«, für die wir kein Vokabular haben, da unser Wortschatz sich auf physikalisch Messbares im Diesseits bezieht. Ich musste deshalb ausweichen auf Bilder, Symbole oder Ideogramme, die schlecht und recht die kosmischen Phänomene umschrieben. Ich »sah« zum Beispiel das Phänomen »Raum-Zeit« als geschlossene Kugel und beschrieb es auch so. Jahre später las ich, was Stephen Hawking erst 1989 errechnete: Die »Raum-Zeit« – mathematisch dargestellt – hat die geschlossene Form einer Kugel (» … boucle sur elle-meme«). (Stephen Hawking, »Trous Noirs et Bébés Univers«, Paris 1993, S.79).Oder ich »sah« in der unendlichen Leere des Universums kubische, aufgetürmte Formen, die ich in der Regressionssitzung als »Gebilde aus Blöcken und Konstruktionen« bezeichne, was ich erst im Jahr 2004 verstand, nachdem ich in »Bild der Wissenschaft« (4/​2003) gelesen hatte: »Im Weltbild der allerneuesten Weltformel ›Stringtheorie‹ erscheint das Universum wie ein kubistisches Gebilde. Der Kosmos beruht auf Geometrien, die perspektivisch wechseln wie ein Vexierbild.« Bevor die Quantenphysiker es errechneten, hatte ich das »kubistische Bild« im holotropen Bewusstseinszustand gesehen!

Ich sah und beschrieb auch anderes: das Bewusstsein als Ur-Grund jeglicher Schöpfung, oder: das Licht als identisch mit dem Bewusstsein, oder: das grenzenlose Energiemeer, aus dem das Bewusstsein schöpft und erschafft, oder: der ewige Rhythmus bzw. Zyklus, in den alles im Universum eingebunden ist, oder: die energetischen Verbindungslinien, die mathematischen Strukturen in einem universellen, multidimensionalen Netz, oder: die göttliche Ordnung im Universum, oder: der Punkt enthält die unendliche Vielfalt des Ganzen.

Als ich meine Konzentration, mein Bewusstsein auf einen Punkt in dem vibrierenden Energiemeer richtete, öffnete sich dieser Punkt vor meinem geistigen Auge und ich sah eine Explosion wie ein gewaltiges, buntes Feuerwerk: Aus dem Punkt wurde ein Universum von Formen und Farben. Auch sah ich das Ende des Dualismus, das Aufgehen des Ich-Bewusstseins im All-Bewusstsein. Ich sah das individuelle menschliche Leben als einen Lichtpunkt im Energiefeld. Ich sah die Sphären jenseits der »Raum-Zeit«, die Sphäre, in der Raum und Zeit genauso wenig Gültigkeit haben wie die Materie. Und schließlich sah ich mich nicht mehr! Ich war aufgegangen im Ur-Grund, ich war allgegenwärtig, unendlich und ewig … als Bewusstsein.

Die metaphysischen Erfahrungen waren für mich zunächst zwar nicht das eigentliche Ziel der Rückführungen gewesen, sie waren aber mit Sicherheit deren wesentlichstes Ergebnis. Der ursprüngliche Grund der Rückführungen – die Erforschung der Megalithkultur – führte aber ebenfalls zu neuen, unerwarteten Erkenntnissen, die verblüffend, aber durchaus logisch und plausibel sind. Die von mir gemachten Aussagen zur Frühphase der Megalithzeit betreffen u.a. die Lebensbedingungen, die Denkweise und die kosmologischen Kenntnisse des homo sapiens sapiens, den es gemäß moderner Forschung seit rund 70000 Jahren auf dieser Erde gibt. Neben diesem kreativen Typus tauchen in den erneut gelebten Leben auch »primitivere« Menschenarten auf. Auch wenn die in Trance gemachten Äußerungen zur Vorgeschichte oder Urgeschichte stets logisch und stimmig erscheinen, bleibt doch die Tatsache bestehen, dass sie sich selten nachprüfen lassen, weil diese früheste Epoche der Menschheitsgeschichte nirgends dokumentiert ist – außer in uns selbst, in der Datenbank unseres »Höheren Bewusstseins«.

Leicht und nahezu lückenlos ließen sich dagegen die Angaben nachprüfen, die ich während der Rückführungen über Leben in der Neuzeit gemacht habe. In einer der vierzig Regressionssitzungen lebte ich das Leben des heiligen Hieronymus und machte erstaunlich korrekte Angaben zu seiner Kritik an der Kirche, zu seinem Leben als Asket und Einsiedler. Ich sprach von dem »Kreuz« als einem »Hammer«, mit dem wir uns Schaden zufügen. Zu meiner größten Verwunderung ist dieses Zitat vom »Hammer« aus einem Brief des Hieronymus an Papst Damasus überliefert! Auch in den übrigen Sitzungen machte ich korrekte Angaben. Es gelang mir, in Stadtarchiven, Kirchenbüchern, historischen Texten etc. die von mir im Zustand des erweiterten Bewusstseins angegebenen Daten, Familiennamen, Städtenamen, Erbschaftsverträge, Rituale, Titel, Berufe, Lebensumstände, geschichtlichen Fakten, Farben, Wappen etc. zu verifizieren. Alles scheint im »Höheren Bewusstsein« gespeichert und bei der richtigen Frequenzeinstellung abrufbar zu sein.

Dr.Yves Ducher, der als Regressionstherapeut die Sitzungen durchführte, hat mir immer wieder gesagt, dass er in den über zehn Jahren als Regressionstherapeut nie einen Menschen in seiner Praxis hatte, der im Zustand des »erweiterten Bewusstseins« ähnlich universelle Erkenntnisse erfahren und formuliert habe wie ich. Sehr wenige Menschen gelangten zu gültigen Erfahrungen in kosmischen Dimensionen, so sagt er. Es wird schon stimmen. Schließlich bestätigt auch der Hirnforscher Ernst Pöppel die Seltenheit kosmischer Erfahrungen: »Solche extremen Erlebnisse im Verlauf einer Meditation (d.h. im Zustand eines veränderten Bewusstseins) sind […] auch für den regelmäßig Meditierenden außerordentlich selten«. (Ernst Pöppel, »Lust und Schmerz«, München 1995, S.267.)