Familien Handbuch - Cl. Müller - E-Book

Familien Handbuch E-Book

Cl. Müller

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Beschreibung

Wie geht Familie? Wie geht Beziehung? Dieses Buch fängt dort an, wo Filme und Romane in der Regel aufhören und versteht sich als praktischer Leitfaden für Paare und junge Familien sowie als Ideengeber für die Pflege der Liebe im Alltag. Das Wichtigste in Kürze für ein bewusstes Leben in Partnerschaft und Familie. Die bislang meist unbewusst gelebten Mechanismen und Gesetzmäßigkeiten in Beziehungen und Familien werden beleuchtet, um mit wertvollen Anregungen einen Beitrag für ein liebevolles und lebendiges Miteinander zu leisten. Es gibt auch die Lebenserfahrung einer Mutter weiter, wie man Kinder so ins Leben führt und begleitet, dass sie sich zu selbständigen, verantwortungsbewussten, freudvollen und lebenstüchtigen Erwachsenen entwickeln können. Darüber hinaus enthält das Buch umfassende Anregungen, die eigene Lebensenergie mit Hilfe von erprobten Kraft- und Energiespendern auch in schwierigen Lebensphasen zu bewahren bzw. auszudehnen.

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Seitenzahl: 103

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

Ziel und Motivation

Partnerschaft

Allgemeines

Aufgaben

Tradition und Moderne

Berufstätigkeit

Finanzen

Liebe und Beziehungspflege

Beziehungspflege

Spiegelgesetz

Kindheitsgedächtnis und -erinnerung

Lebensschule

Erfahrung – Empfindung – Entscheiden

Ehe

Kinder

Was Kinder wirklich brauchen

Schwangerschaft

Das Lied deiner Seele

Nomen est Omen

Geburt

Zeit und Inhalte

Raum

Jungen und Mädchen

Geschwisterliebe

Familienordnung

Schule, Schulweg

Grundlagen einer gesunden Ernährung

Du bist was du isst

Kleine Kräuter- und Pflanzenkunde

Kräuter ABC

Tiere würden Bio kaufen

Rhythmus

Impfungen

Organuhr

Lebensenergie

Gesundheit

Lebensmosaik

Kraft- und Energiespender von A-Z

Selbsterfahrung

Meine Geschichte

Außergewöhnliche Heilung unseres Sohnes

Zu mir

Schlusswort

Dank

Biografie

Literaturverzeichnis

Mögen Eure Partnerschaften, Eure Kinder und Familien, ja Euer ganzes Leben gesegnet sein und unter einem guten Stern stehen. Möget Ihr immer wieder, auch in stürmischen Zeiten, die Kraft von Mutter Natur, den Odem Gottes und der Göttin in Euch spüren.

Liebe ist die stärkste Kraft im Universum, weil sie verbindet statt trennt.

Freude ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

Vorwort

Mit diesen Aufzeichnungen will ich meine Gedanken und Erfahrungen über die Zusammenhänge von Gesundheit, Liebe und einer heilsamen Familienführung mit all denen teilen, die sich dafür interessieren. Die wundervollen Kraftquellen, die sich mir auf meinen Wegen erschlossen haben, liste ich für Sie alphabetisch auf. Sie brauchen mir nichts zu glauben, aber Sie können alles ausprobieren und Ihre eigenen Erfahrungen machen. Denn nur darum geht es: das herauszufinden, was Ihnen hilft, Ihr Lebensschiff auch durch stürmische Zeiten und Gewässer zu manövrieren, Ihr wahres Potenzial zu leben und sich immer die Liebe im Herzen zu bewahren.

Einleitung

Mein Buch fängt dort an, wo Romane, Geschichten und Filme in der Regel aufhören. Es beginnt mit der Entscheidung oder dem Entschluss, eine Partnerschaft einzugehen, vielleicht zu heiraten und eine Familie zu gründen. An dieser Stelle im Leben beginnt ein neues Lebenskapitel mit neuen Inhalten und Prioritäten und auch einigen Veränderungen. In unserer Kultur werden wir auf diesen Lebensabschnitt nicht wirklich vorbereitet. Für alles andere brauchen wir Prüfungen, Zertifikate, Nachweise. Für das Leben mit Partner und Kindern aber soll der Erfahrungsschatz aus Elternhaus und Schule, gepaart mit unseren Ideen und Instinkten, einfach ausreichen! Ist dem wirklich so?

Scheidungszahlen, Berichte über Gewalt in Familien, Kindesmissbrauch und andere gesellschaftliche Auffälligkeiten zeichnen ein anderes Bild. Es gibt viel Verunsicherung, auch schon bei der Partnerwahl. Ein fast anstrengendes Verkopftsein, ein Zweifeln an den eigenen Gefühlen oder denen des Partners. Die Verunsicherung setzt sich fort im Zusammenleben, im Umgang mit Kindern wie auch in der Erziehung. Hinzu kommen Hektik, Stress und Druck. Erwarten wir zu viel oder heißt es vielleicht, erst einmal reif zu werden für die Individualität und Freiheit unserer Zeit? Je mehr individuelle Freiheiten wir besitzen, desto höher die Eigenverantwortung eines jeden einzelnen. Und das setzt Bewusstsein, Ordnung und Schulung voraus.

Ver-zweifeln Sie nicht, alles normal, würde ich fast sagen, denn wir leben in einer Zeit großen Wandels. Dieser Wandel betrifft ganz besonders die Institution Familie und unser Zusammenleben. Alte Rollen und traditionelle Muster sind auf dem Prüfstand. Neue Lösungen werden gesucht, ausprobiert und müssen sich im Alltag erst entwickeln und bewähren. Kinder als Spiegel der Eltern und unserer Gesellschaft, konfrontieren uns mit den Ergebnissen. Ist es Zufall, gottgegeben, zivilisationsbedingt oder vielleicht unserer Art zu leben gezollt, dass Allergien, ADHS, Konzentrationsstörungen, Übergewicht, Diabetes, Burnout usw. schon bei unseren Kleinen auf dem Vormarsch sind und so viele Menschen unter chronischen Krankheiten leiden?

In diesem Buch möchte ich Ideen zusammentragen aus dem eigenen reichhaltigen Erfahrungsschatz, damit die Freude am Miteinander und die Liebe untereinander wie auch Gesundheit und Wohlergehen möglichst lange erhalten bleiben. Ein dauerhaft fruchtbares Zusammenleben ist kein Zufall, sondern vielmehr eine Frage von Einstellung, Verhaltensweisen und gegenseitigem Verständnis mit entsprechendem Verhalten und einem hohen Maß an Verständigungswillen. Ein immerwährendes Bemühen um Gemeinsamkeit – und zwar von allen Seiten – ebenso wie ein gutes Miteinander sind erforderlich. Je eher wir uns über diese Zusammenhänge und die dahinter stehenden Mechanismen Gedanken machen, desto besser.

Ziel und Motivation

Wie komme ich dazu, mir Gedanken über die Zusammenhänge von Gesundheit, Liebe und Familie, über eine heilsame Lebens- und Familienführung zu machen?

Als ich heiratete hatte ich die Vorstellung, dass das Leben zu zweit leicht und beschwingt und die Alltagsaufgaben mit links zu meistern sein würden. Es kam anders. Ich erlebte, dass es keineswegs einfach ist, eine langjährige Partnerschaft bzw. Ehe zu führen, Kinder verantwortungsbewusst ins Leben zu begleiten und den Aufgaben und Herausforderungen gerecht zu werden. Oft ist es ein großer Spagat, sich die Freude und Leichtigkeit im Alltag zu bewahren. Es ist nicht selbstverständlich, neben den täglichen Pflichten für den Partner/die Partnerin und die Kinder da zu sein, ohne sich selbst und die eigenen Bedürfnisse aus den Augen zu verlieren. Zudem macht es mich traurig zu sehen, wie viele Partnerschaften so hoffnungsvoll starten und teilweise sehr bald zerbrechen.

Eine Partnerschaft ist eine Herausforderung, ein Wachstumsmotor, ein Schmelzofen, der uns in die höchsten Höhen, aber auch in die tiefsten Tiefen katapultieren kann. Das Wesen der Partnerschaft ist Ursprung und Prägung der Familie. Daher ist die Frage, wie sie lebendig, einfühlsam, kreativ und harmonisch gelebt und gestaltet werden kann, nicht nur wichtig für das Paar selbst, sondern für die ganze Gesellschaft. Denn wo die Paarbeziehung leidet, gibt es Schwierigkeiten in der Familie, und unsere Gesellschaft setzt sich zusammen aus einer Menge von Familien. Sobald viele Glieder schwächeln, lahmt auch das ganze System.

Das Leben ist Beziehung und in Beziehungen lebt unsere Gefühlswelt. Wenn Beziehungen scheitern, leiden alle Betroffenen, vielleicht nur in unterschiedlicher Form. Das kann zu Krankheiten oder psychischen Problemen und/oder zu finanziellen Schieflagen führen, und bei Kindern kommen häufig noch schulische Probleme hinzu. Spätestens dann wirkt sich das Einzelschicksal auf die Gesellschaft im allgemeinen aus. In Beziehungen werden Gefühle leider häufig verletzt, sei es vollkommen unbewusst, unabsichtlich oder manchmal sogar absichtlich. Verletzte Gefühle führen zu Dissonanzen, die das Energiefeld des einzelnen und aller Betroffenen stören, um nicht zu sagen zerstören. Dauerhafter Unfrieden und Misstöne führen zu Kummer, Leid und auf Dauer zu Krankheit. Und was mit dem einzelnen geschieht, hat immer Auswirkung auf das große Ganze, speziell auf das Umfeld. Die Energie bei einem Streit fühlt sich in etwa so an wie ein Spiegel, der in 1000 Stücke zerspringt. Stellen wir uns doch einfach einmal vor, wie lange die Reparatur dauert und wie viel Mühe es kostet, die Scherben wieder zu etwas Harmonischem zusammenzusetzen! Wir alle kennen vermutlich das Phänomen, dass es sich schlechter lernen oder arbeiten lässt, wenn wir emotional belastet sind durch Druck, Angst, Streit, Beziehungsschmerz oder den Verlust eines geliebten Menschen.

Verständlich also, dass jedes angenehme oder unangenehme Gefühl des einzelnen sich immer auch auf andere, besonders den Partner und die Familie auswirkt. Bei Krankheit, Unfällen, Not, Scheidung, Arbeitslosigkeit, Problemen mit Kindern verhält es sich genauso es trifft immer den gesamten Familienverbund. Wenn wir also unsere Partnerschaften mit mehr Aufklärung, Verständnis und Wissen führen, können wir nur gewinnen, als Individuum, als Familie und als Gesellschaft.

Das macht die folgenden Worte von Konfuzius ausgesprochen aktuell und zeitlos.

Wenn Du das Land in Ordnung bringen willst,

musst Du die Provinzen in Ordnung bringen.

Wenn Du die Provinzen in Ordnung bringen willst,

musst Du die Städte in Ordnung bringen.

Wenn Du die Städte in Ordnung bringen willst,

musst Du die Familien in Ordnung bringen.

Wenn Du die Familien in Ordnung bringen willst,

musst Du Deine eigene Familie in Ordnung bringen.

Wenn Du Deine eigene Familie in Ordnung bringen willst,

musst Du Dich in Ordnung bringen.

Konfuzius

Partnerschaft

Partnerschaft ist ein Menschheitsthema, vielleicht das wichtigste und komplexeste zwischenmenschliche Thema überhaupt. Ich glaube, wir sollten besser darauf vorbereitet sein als wir es bislang sind. Es könnte hilfreich sein, ein wenig Psychologie, Verhaltenslehre und Lebensschule mit auf den Weg zu bekommen. Die Partnerschaft oder Ehe ist außer einer Liebesgemeinschaft auch:

Wohngemeinschaft, Arbeitsgemeinschaft, Finanzgemeinschaft, Erziehungsgemeinschaft, Urlaubsgemeinschaft, Lerngemeinschaft, Schicksalsgemeinschaft ...

Im besten Sinne ist es eine Entwicklungsgemeinschaft: actio/reactio: ich spiegle mich in dir und du dich in mir – beide wachsen und entwickeln wir uns hin zur Liebe, zur Einheit ...

Aus einer höheren Warte gesehen hat Partnerschaft den Sinn, miteinander und aneinander lieben zu lernen, letztlich damit jeder die gesuchte Einheit in sich selbst entdecken kann. Das Leben jedes sensitiven, geistig orientierten Menschen ist von der Sehnsucht nach der verlorenen Einheit geprägt, die eine Suche nach sich selbst ist. Wir leben in dieser Welt der Dualität, weil wir nur hier zur Einheit zurückfinden können. Denn die Sehnsucht nach ihr wird durch die immer wieder erlebte Dualität lebendig erhalten. Gerade durch die Seele, mit der jeder Mensch am engsten verbunden ist, werden wir am stärksten gefordert und damit gefördert. Schwierigkeiten haben zunächst nichts mit dem Partner zu tun, sondern mit uns selbst. Es ergibt sich die Frage: was habe ich zu lernen, was darf ich verändern, was gibt es für mich in dieser Situation zu tun? Deshalb können die Herausforderungen auch nur in uns selbst und von uns selbst gelöst werden, nicht vom anderen. Echte Partnerschaft besteht aus zwei selbständigen »heilen« Wesen, die ihre Individualität auch in der Vereinigung mit dem anderen bewahren.

Bei der Partnerwahl selbst werden wir von unseren Instinkten geleitet. Hormone und Pheromone (körpereigene Duftstoffe) spielen dabei eine besonders große Rolle. Die Natur hat es so eingerichtet, dass wir uns - ganz im Sinne der Fortpflanzung - mit dem/der stärksten Partner/in zu paaren suchen. Ein Partner, eine Partnerin also, mit dem/der die beste Nachkommenschaft gewährleistet ist. Die Anziehungskräfte wirken unbewusst, vor allem über den Geruchssinn und über die Duftstoffe, die wir als Individuum aussenden, die Pheromone. Dieser Zusammenhang wird im Volksmund mit dem Satz ausgedrückt: »Ich kann ihn/ sie gut riechen« oder nicht gut riechen ...

Anmerkung an dieser Stelle: mit Einnahme der Antibabypille wird dieser Vorgang verändert, weil sich die körpereigenen Duftstoffe während einer Schwangerschaft wandeln. Da die Pille eine Schwangerschaft vortäuscht und sich in dieser Zeit der Geruchssinn und die Körperausdünstungen der Frauen ziemlich verändern können, ist es durchaus möglich, dass ein »falscher Partner« angezogen wird. Dieser Zusammenhang könnte Trennungen bzw. Scheidungen nach kurzem Zusammen- oder Familienleben erklären. Eine Beobachtung, die es sicher wert wäre, untersucht zu werden.

Vielleicht ist es für junge Paare eine folgerichtige Idee, sich vor der Eheschließung auf eine andere Art der Verhütung oder eine Zeit der Abstinenz zu verständigen, um sich der Partnerwahl noch sicherer zu sein.

Leider haben wir in den Industrienationen zunehmend verlernt, natürlich zu sein und unsere Instinkte wahrzunehmen, geschweige denn, ihnen zu vertrauen. Umfragen zufolge mögen Männer an Frauen am liebsten Natürlichkeit. Trotzdem verstecken viele Frauen ihre natürliche Schönheit hinter Tonnen von Schminke, gefärbten Haaren und anderen Chemikalien.

Mit jeder Partnerschaft gehen wir den Schritt vom Ich zum Du und dann zum Wir. Durch die Eheschließung bekennen wir uns im Außen- und Innenverhältnis zum anderen zugehörig und werden Teil seiner Familie/Sippe. Es heißt so schön, du heiratest eine ganze Familie. Abwegig ist das nicht, oft merken wir es allerdings erst viele Jahre später. Ganzheitlich orientierte Menschen gehen davon aus, dass jeder Mensch Informationen und Energien vieler Generationen in sich trägt. Darum empfiehlt es sich, schon früh zu beginnen, sich mit den eigenen Wurzeln, Prägungen, Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. So lernen wir uns selbst besser kennen und können unseren Partner und dessen Umfeld auch leichter verstehen. Dieses Verständnis kann davor bewahren, unsere eigenen Mängel auf andere, vorzugsweise den Partner, zu projizieren.

Wie kommt es, dass das Thema Liebe und Partnerschaft manchmal so schwierig zu sein scheint? Darauf gibt es keine einfache Antwort, aber es gibt Einflussfaktoren. Zum einen steht uns häufig unsere hoch gepriesene Verstandesebene im Wege, auf die wir in der heutigen Erziehung so viel Wert legen. Die Herzensebene mit ihren zarten Gefühlen kommt oft schon im Kindesalter viel zu kurz. Prägungen, Erwartungen und das Vorbild aus den Familien bewirken ihr übriges. Auch elterliche und gesellschaftliche Zwänge oder Normen haben großen Einfluss. Mir scheint, dass die Menschheit von heute über die früher übliche »Versorgungsehe« hinausgewachsen ist und sich »Herzensverbindungen« wünscht, ohne genau zu wissen, wie diese gebildet, geschweige denn erhalten werden können. Beträchtliche gesellschaftliche Veränderungen mit ihren Auswirkungen auf unsere moderne Lebensweise und damit auch auf die Partnerschaften kommen noch hinzu. Zu erwähnen wären in diesem Zusammenhang:

ein immenses Freizeit- und Beschäftigungsangebot

längere Lebenszeit