Fantasy Amigurumi - Yvonne Markus - E-Book

Fantasy Amigurumi E-Book

Yvonne Markus

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Beschreibung

Fantastische Häkelideen - Fantasy meets Amigurumi: zwei große Trends treffen aufeinander - Vom Phönixküken über den gruselig-süßesten Zombie aller Zeiten bis hin zu Schneewittchen und den sieben Zwergen: 29 niedliche und originelle Figuren aus Sagen, Legenden und Märchen zum Nachhäkeln - Inklusive Häkelschule und vielen Tipps und Tricks Dieses Buch wird Sie von der ersten bis zur letzten Seite verzaubern. Hier tummeln sich wilde Drachen, mutige Ritter, edle Prinzessinnen, Einhörner und Meerjungfrauen, aber auch Trolle, Goblins, Zombies und Vampire geben sich die Ehre und werden die Häkelnadel zum Glühen bringen. Wer Herr der Ringe, Grimms Märchen oder Harry Potter liebt, wird dieses originelle Anleitungsbuch nicht mehr aus der Hand legen können, bis alle Wollknäuel wie durch Zauberhand in knuffige Amigurumi verwandelt wurden. Mit kleiner Amigurumi-Häkelschule und vielen tollen Bildern.

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Seitenzahl: 95

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IMPRESSUM

© Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft mbHEmil-Hoffmann-Straße 1D-50996 KölnUmschlagabbildungen: André Köhl, St. Ingbert (Modellfotos); © LeitnerR – fotolia.com (Hintergrund Stoff), © IMaster – fotolia.com (Hintergrund Holz)Gesamtherstellung: © Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft mbH, KölnAlle Rechte vorbehaltenISBN 978-3-8155-7623-6www.naumann-goebel.de

Modelle und Häkelschule

Ulrike Lowis (Häkelschule S. 1–10)

Yvonne Markus (Häkelschule S. 12/13 [Männerbeine]; Modelle S. 18–22, 26, 32, 44, 50, 54, 60 und 67)

Annika Schlouck (Häkelschule S. 10, 12/13; Modelle S. 16, 24, 28–30, 35–40, 46–48, 52, 56, 64 und 70–78)

Patricia Ziegler (Häkelschule S. 11 [Stickstiche])

Fotos und Illustrationen

André Köhl: Fotos Häkelschule S. 12/13; alle Modellfotos und Modellfreisteller

Jochen Arndt: Fotos Häkelschule S. 4–10

Nicole Treinen-Kuhn: Fotos Häkelschule S. 10 re

Patricia Ziegler: Fotos Häkelschule S. 11

© felinda – Fotolia.com: Hintergrund der Seiten 14/15, 42/43 und 58/59

© Wooster – Fotolia.com: Icon „Wollknäuel mit Nadel“

Elisabeth Galas: Icon „Wollknäuel“

Redaktion

Beeke Heller

Materialangaben und Arbeitshinweise in diesem Buch wurden von den Autorinnen und den Mitarbeitern des Verlags sorgfältig geprüft. Eine Garantie wird jedoch nicht übernommen. Autorinnen und Verlag können für eventuell auftretende Fehler oder Schaden nicht haftbar gemacht werden. Das Werk und die darin gezeigten Modelle sind urheberrechtlich geschützt. Die Vervielfältigung und Verbreitung ist, außer für private, nicht kommerzielle Zwecke, untersagt und wird zivil- und strafrechtlich verfolgt. Dies gilt insbesondere für eine Verbreitung des Werkes durch Fotokopien, Film, Funk und Fernsehen, elektronische Medien und Internet sowie für eine gewerbliche Nutzung der gezeigten Modelle. Bei Verwendung im Unterricht und in Kursen ist auf dieses Buch hinzuweisen.

Inhaltsverzeichnis

Kleine Amigurumi-Häkelschule

Die Luftmaschenkette

Wendeluftmaschen

Kettmaschen

Feste Maschen

Halbe Stäbchen

Stäbchen und Doppelstäbchen

Maschen zu- und abnehmen

Einen neuen Faden ansetzen

Einen Kreis häkeln

Häkelarbeit beenden

Sicherheitsaugen anbringen

Dekorative Stickstiche

Grundanleitung Figur Frau/Mann

Sagenhaft süß

Ein(horn)traum in Rosa!

Weiser Magier

Kleine Meerjungfrau

Waldwichteline

Zauberhaftes Pilzhaus

Norwegischer Waldtroll

Blumenfee „Vergissmeinnicht“

Frecher Goblin

Phönixküken aus der Asche

Wilder Drache

Babydrachen-Bande

Nobler Pegasus

Liebenswert gruselig

Bissiger Vampir

Blutrünstiger Zombie

Frankensteins Monsterchen

Fröhlicher Zyklop

Flauschiges Monstermädchen

Gruuuuseliges Gespenst

Der einzig wahre Yeti

Es war einmal …

Rotkäppchen und der Wolf

Mutiger Ritter

Prinz und Prinzessin

Hexlein mit Kessel

Über den sieben Bergen …

Der gestiefelte Kater

Froschkönig

Abkürzungen, Schwierigkeitsgrade

Kleine Amigurumi-Häkelschule

Bevor Sie mit dem Häkeln der Figuren loslegen, können Sie hier die dazu benötigten Maschen erlernen oder Ihr Wissen auffrischen. Alle hier und in den Anleitungen genannten und benutzten Abkürzungen finden Sie auch auf Seite 80 zum schnellen Nachschlagen. Und schon können Sie ins Reich der Fantasie starten!

Die Luftmaschenkette

Luftmaschen bilden das Fundament der meisten Häkelarbeiten. Sie sollten besonders gleichmäßig gearbeitet werden. Meistens werden sie als Kette aus mehreren Luftmaschen gehäkelt. Die Abkürzung lautet LfM.

Die Anfangsschlinge:

1+2 Legen Sie das Garn ca. 10 cm nach dem Fadenende zu einer Schlinge. Dabei liegt der Arbeitsfaden – das ist der vom Garnknäuel kommende Faden – unter der Schlinge. Dann in die Schlinge stechen, den Arbeitsfaden mit der Nadel holen und ein Stück weit durch die Schlinge ziehen, sodass sich die Schlaufe nicht allzu fest um die Nadel legt. Die erste Luftmasche (Lfm) ist fertig.

Die Luftmaschenkette:

1 Achten Sie beim Häkeln einer Luftmaschenkette darauf, das Fadenende mit Daumen und Mittelfinger der linken Hand zu spannen. Dann die Häkelnadel an den Arbeitsfaden legen.

2 Den Haken so drehen, dass sich der Faden darum legt, und den Faden durch die Schlinge der vorhergehenden Luftmasche ziehen.

3 Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange, bis Sie die gewünschte Maschenzahl gehäkelt haben. Halten Sie dabei die Luftmaschenkette zwischen Daumen und Mittelfinger, um die Spannung zu halten, und achten Sie darauf, dass alle Luftmaschen dieselbe Größe haben und weder zu fest noch zu locker geraten. Sind sie zu fest, wird die erste Reihe Ihrer Arbeit nach außen fächern und das Einstechen der Nadel sehr erschwert, sind sie zu lose, ziehen sich die Maschen in der folgenden Reihe zusammen.

Wende(luft)maschen

Luftmaschen mit Sonderfunktion sind die sogenannten Wendeluftmaschen (Wende -Lfm). Sie werden beim Arbeiten in Reihen am Ende jeder Reihe gehäkelt, um die passende Höhe für die in der nächsten Reihe folgenden Maschen zu erreichen. Wenn man auf die Wendeluftmasche(n) verzichtet, verjüngt sich die Häkelarbeit unweigerlich – es zieht an den Rändern. Wendeluftmaschen sorgen also für gerade Kanten.

In Reihen, die aus festen Maschen bestehen, wird eine Wendeluftmasche gehäkelt. Besteht die Reihe aus halben Stäbchen, werden zwei Wendeluftmaschen benötigt, bei Stäbchenreihen drei.

Luftmaschen zählen

Das Zählen von (Luft-)Maschen bereitet immer wieder Probleme. Grundsätzlich gilt: Jedes Glied der Kette ist eine Masche. Nicht mitgezählt werden Anfangsschlaufe und Arbeitsschlaufe, also die Masche, die sich gerade auf der Nadel befindet.

Kettmaschen

Kettmaschen (Km) sind die niedrigste Maschenart. Man verwendet sie z. B. als Abschlussmaschen oder zur Stabilisierung von Kanten. Außerdem benutzt man sie wegen ihrer geringen Höhe, um Häkelnadel und Faden über eine Gruppe bereits bestehender Maschen in eine neue Position zu bringen. Eine Kettmasche arbeitet man in eine LfM-Kette wie folgt:

1+2 In das oben liegende Maschenglied einstechen (1), dann Faden holen und durch die beiden auf der Nadel liegenden Schlaufen ziehen (2). Wird die Km in eine andere Maschenart, wie z. B. feste Maschen, gearbeitet, sticht man zu Beginn in beide Maschenglieder ein.

Feste Maschen

Feste Maschen (fM) sind sehr robust und ergeben ein festes, gleichmäßiges Maschenbild. Beim Häkeln wird keine andere Maschenart so häufig verwendet wie die feste Masche. Auch zum Häkeln von Figuren sind sie ideal.

1 Mit der Nadel in die oberen beiden Maschenglieder der Masche der Vorreihe einstechen. Faden holen und durch die erste auf der Nadel liegende Schlaufe ziehen. Damit liegen 2 Schlaufen auf der Nadel.

2 Nun den Faden erneut um die Nadel legen und durch beide Schlaufen ziehen. Damit ist die Masche fertig und die nächste feste Masche kann in die nächste Masche der Vorreihe gehäkelt werden.

Wenn Sie die festen Maschen als erste Reihe in eine Luftmaschenkette arbeiten, müssen Sie die Basiskette eine Masche länger häkeln, als für den Anschlag vorgesehen (siehe Wendeluftmasche). Diese Masche überschlagen Sie dann am Reihenanfang, d. h., Sie stechen von der Nadel aus gesehen in die zweite Luftmasche ein.

Halbe Stäbchen

Halbe Stäbchen (hStb) ähneln in ihrem Musterbild den festen Maschen, sind jedoch lockerer und außerdem etwas höher. Das liegt daran, dass sie mit einem zusätzlichen Umschlag gearbeitet werden, und zwar so:

1 Um ein halbes Stäbchen zu häkeln, legt man den Faden zunächst einmal um die Nadel, d. h., man macht einen sogenannten Umschlag.

2 Dann sticht man in die oberen beiden Maschenglieder der Vorreihe ein. Nun sind drei Schlaufen auf der Nadel.

3 Im nächsten Schritt den Faden holen und durch die erste auf der Nadel liegende Schlaufe ziehen. Auf der Nadel sind immer noch drei Schlaufen.

4 Faden erneut holen und in einem Rutsch durch die drei auf der Nadel liegenden Schlaufen ziehen. Wenn Sie in Reihen häkeln, am Ende der Reihe zwei Wendemaschen arbeiten und in der nächsten Reihe in die vorletzte Masche der Vorreihe einstechen: Die Wendemaschen zählen als erste Masche.

Stäbchen und Doppelstäbchen

Stäbchen (Stb) werden in Häkelmustern häufig in Kombination mit anderen Maschen oder in diversen Variationen verwendet und bringen Höhe in die Häkelarbeit.

1 Legen Sie den Faden zunächst einmal um die Nadel, um einen Umschlag zu machen, und stechen Sie dann in die oberen beiden Maschenglieder der Vorreihe ein, sodass drei Schlaufen auf der Nadel liegen.

2 Im nächsten Schritt wird der Faden geholt und durch die erste auf der Nadel liegende Schlaufe gezogen. Damit hat man weiterhin drei Schlaufen auf der Nadel.

3 Dann holt man den Faden erneut und zieht ihn durch die ersten beiden Schlaufen auf der Nadel. So verbleiben noch zwei Schlaufen.

4 Holen Sie den Faden jetzt noch ein letztes Mal und ziehen Sie ihn durch diese beiden Schlaufen. Damit ist das Stäbchen fertig gehäkelt.

Für ein Doppelstäbchen (DStb) gehen Sie genauso vor, machen jedoch zu Beginn zwei Umschläge um die Nadel und arbeiten Schritt 3 des Stäbchens zwei Mal.

Beim Häkeln in Reihen wird das erste Stäbchen durch drei Wendeluftmaschen ersetzt. Eingestochen wird für das zweite Stäbchen dann wie bei den halben Stäbchen in die vorletzte Masche der Vorreihe.

Maschen ab- und zunehmen

Maschen werden ab- und zugenommen, um der Häkelarbeit die gewünschte Form zu verleihen.

Zunahmen innerhalb einer Reihe oder Runde

Um eine Masche innerhalb einer Reihe/Runde zuzunehmen, häkeln Sie einfach zwei Maschen der gewünschten Maschenart in eine Einstichstelle. Dies ist am Anfang, aber auch mitten in der Reihe/Runde möglich. Sie können auch über eine Reihe/ Runde verteilt mehrere Maschen zunehmen. In einer Häkelanleitung ist meist ganz genau angegeben, an welchen Stellen zugenommen werden soll, z. B. in einer Reihe/Runde „jede 3. Masche verdoppeln“.

Abnahmen innerhalb einer Reihe oder Runde

Um Maschen innerhalb einer Reihe/Runde abzunehmen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Eine Methode besteht darin, einfach eine Masche zu überspringen. Allerdings entsteht dann an dieser Stelle ein Loch. Bei Arbeiten, die nur aus festen Maschen bestehen, ist das Loch ggf. so klein, dass es vernachlässigbar ist. Je größer (höher) die Maschenart, desto größer jedoch das Loch. Ein Loch können Sie verhindern, indem Sie zur Verringerung der Maschenzahl in einer Reihe/Runde mehrere Maschen zusammen abmaschen. Dazu arbeiten Sie die Maschen, die gemeinsam abgemascht werden sollen, zunächst alle bis auf den letzten Arbeitsschritt zu Ende, um dann zum Schluss den Faden in einem Rutsch durch alle auf der Nadel liegenden Schlingen zu ziehen. Das folgende Beispiel illustriert, wie man zwei Stäbchen zusammen abmascht.

1 Zunächst das erste Stäbchen arbeiten, bis nur noch zwei Schlingen auf der Nadel liegen: Dazu den Faden einmal um die Nadel legen, in die Masche der Vorreihe einstechen, Faden holen. Nun liegen drei Schlaufen auf der Nadel. Faden noch einmal holen und durch die ersten beiden Schlaufen auf der Nadel ziehen, sodass Sie nur noch zwei Schlaufen auf der Nadel haben.

2 Dann auf die gleiche Weise das zweite Stäbchen in die nächste Masche der Vorreihe arbeiten. Zum Schluss liegen drei Schlaufen auf der Nadel. Nun den Faden holen und durch alle drei Schlaufen ziehen.

Einen neuen Faden ansetzen

Kein Knäuel hält ewig, und es kann auch vorkommen, dass Ihr Arbeitsmaterial sich unauflösbar verknotet hat oder an einer Stelle schlecht versponnen ist. Dann müssen Sie einen neuen Faden ansetzen. Das Gleiche gilt, wenn Sie einen Farbwechsel vornehmen. Am besten eignet sich zum Anschlingen eines neuen Fadens der Reihenanfang, doch es geht auch innerhalb einer Reihe oder Runde.

Faden mit einer Kettmasche ansetzen

Dieses Verfahren eignet sich für jede Maschenart, wenn es darum geht, am Anfang einer Reihe einen neuen Faden anzuschlingen.

Sichern Sie zunächst den alten Faden, indem Sie ihn durch die Arbeitsschlinge ziehen. Nun machen Sie eine neue Anfangsschlinge und legen diese auf die Nadel. Dann mit der Nadel in die erste Masche der Reihe einstechen, Faden holen und durch die Masche und die Anfangsschlinge ziehen. Mit dem neuen Faden weiterarbeiten. Wenn Sie Ihre Arbeit beendet haben, lösen Sie die Anfangsschlinge vorsichtig und vernähen den Faden gut.

Faden mit einer festen Masche ansetzen

Diese Methode können Sie verwenden, um beim Arbeiten in festen Maschen am Anfang oder innerhalb einer Reihe oder Runde einen neuen Faden anzusetzen.

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