FASZINATION COMER SEE - Rosmarie Macri - E-Book

FASZINATION COMER SEE E-Book

Rosmarie Macri

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Beschreibung

Der einzigartige Comersee, umgeben von einer imposanten Bergwelt, verdankt seine besondere Faszination der eindrucksvollen und abwechslungsreichen orografischen Beschaffenheit. Hier vermischt sich üppige Natur mit der Schönheit der jahrhundertealten herrschaftlichen Villen und ihren zum See hin abfallenden Gärten. Für Kulturliebhaber gibt es in den mittelalterlichen Dörfern und Städten viele architektonische Kostbarkeiten zu entdecken. In den Kirchen und Museen ist ein immenser Reichtum an Kunstschätzen zu bewundern. Zu den Besonderheiten gehört auch die lebendig gebliebene Schifffahrt, mit der man vieles mit Blick vorm See aus betrachten kann. In dieser so andersartigen Umgebung kann man sich schnell vom Alltagstress erholen. Praktische Informationen zu Aktivitäten, Essen und einkaufen sind gut strukturiert im Buch eingebaut.

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Seitenzahl: 312

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Rosmarie Macri

FASZINATION COMER SEE

Reiseführer für Entdecker und Liebhaber

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

VORWORT

HÖHEPUNKTE

GESCHICHTE

WESTKÜSTE: COMO – SALA COMACINA

WESTKÜSTE: TREMEZZINA – MENAGGIO

WESTKÜSTE: SAN SIRO – GERA LARIO

BELLAGIO - SEEDREIECK

OSTKÜSTE: LECCO – COLICO

VALTELLINA - VALCHIAVENNA

SEHENSWERTES IN DER NÄHE

LA DOLCE VITA GENIESSEN

SPORTAKTIVITÄTEN

VERSCHIEDENES

Impressum neobooks

VORWORT

Willkommen am Comer See

Der Comer See mit seinen vier ganz unterschiedlichen Küsten lädt zum Geniessen und Entdecken ein. Umringt von einer imposanten Bergwelt liegt seine besondere Faszination in der eindrucksvollen und abwechslungsreichen orografischen Beschaffenheit.

Das Erleben der vielfältigen Natur an diesem wunderschönen See mit seinen zahlreichen Buchten und zerfurchten Bergen ist nachhaltig eindrücklich. Beim Erkunden unterschiedlichster Städtchen am See wird man mit atemberaubenden Ausblicken und einzigartiger Ursprünglichkeit reich belohnt.

Hier vermischt sich üppige Natur mit der Schönheit der jahrhundertealten herrschaftlichen Villen und ihren zum See hin abfallenden Gärten. In einer solch malerischen Umgebung kann man sich schon wegen der Andersartigkeit schnell vom Alltagstress erholen und die Seele baumeln lassen.

Für Kulturliebhaber gibt es beim Bummel durch die mittelalterlichen Dörfer und Städte viele architektonische Kostbarkeiten zu sehen. In den Kirchen und Museen ist ein immenser Reichtum an Kunstschätzen zu entdecken.

Zu den Besonderheiten am Lago di Como gehört auch die lebendig gebliebene Schifffahrt. Mit dieser bequemen Art des Reisens können die sehenswertesten Orte am Comer See zeitnah und doch gemütlich vom Wasser aus entdeckt werden.

Für Interessierte offeriert der Comer See die verschiedensten Möglichkeiten, mit eigenen oder gemieteten Booten den See und die Ufer zu erkunden oder Wassersport zu betreiben. Möchte man sich etwas Besonderes leisten, ist ein Rundflug mit einem Wasserflugzeug zu empfehlen.

Die Hügel und Berge laden zu Wanderungen und Mountainbike-Touren ein. Während der Saison gibt es verschiedene Almwirtschaften mit meist toller Aussicht, wo man sich gut erholen kann. Der erhebliche Gegensatz zwischen den Küsten und den Almwirtschaften auf den Bergen gibt das Gefühl, in mehreren Welten gleichzeitig im Urlaub zu sein.

Motorrad fahren auf den kurvenreichen Straßen an den Hängen und Pässen ist hier ein beliebtes Freizeiterlebnis. Ein Abstecher ins Moto-Guzzi-Werksmuseum in Mandello bei Lecco ist für Motorradfreunde ein Muss.

Gepflegte Geschäfte mit qualitativ hochwertiger und gleichzeitig stilvoller italienischer Mode erfreuen die Gäste. Auch in den internationalen Ladenketten italienischer Marken in Como und Lecco findet man oft das passende Stück.

Inhalte in den Kapiteln

Willkommen am Comer See

Inhalte in den Kapiteln

Einzigartige Ursprünglichkeit

HÖHEPUNKTE

Besonders malerische Orte

Die schönsten Aussichtspunkte

GESCHICHTE – COMER SEE UND LOMBARDEI

WESTKÜSTE: COMO – SALA COMACINA

Como, Brunate

Cernobbio

Moltrasio - Carate Urio

Laglio - Brienno – Laglio

Argegno

Val d'Intelvi/Intelvi-Tal

Colonno - Sala Comacina

WESTKÜSTE: TREMEZZINA – MENAGGIO

Tremezzina (Ossuccio/Isola Comacina, Lenno, Mezzegra, Tremezzo)

Griante, Cadenabbia

Grandola ed Uniti – Porlezza

Menaggio

WESTKÜSTE: SAN SIRO – GERA LARIO

S. Siro (Rezzonico – Acquaseria)

Cremia

Pianello del Lario - Musso

Dongo

Gravedona ed Uniti

Domaso

Gera Lario – Sorico - Dascio

BELLAGIO – SEEDREIECK

Blevio – Torno

Faggeto Lario - Molina

Pognana Lario - Nesso

Lezzeno

Bellagio

Oliveto Lario - Magrelio/Ghisallo

Malgrate, Canzo, Asso

OSTKÜSTE: LECCO - COLICO

Lecco

Mandello Lario

Lierna

Varenna/Fiumelatte - Perledo

Bellano

Dervio/Corenno Plinio - Dorio

Colico – Piona

VALTELLINA & VALCHIAVENNA(nördlich vom Comer See)

Morbegno – Sondrio

Chiavenna

Bergell (Richtung St. Moritz)

Madesimo (Richtung Splügenpass)

SEHENSWERTES IN DER N?HE

Mailand - Milano

Bergamo - eine Kunststadt

Pavia

Monza

Campione d'Italia

Swissminiatur, Melide (Schweiz)

UNESCO Weltnaturerbe S. Giorgio

FAI - Besitztümer in der Lombardei

(Fondo Ambiente Italiano)

DOLCE VITA GENIESSEN (Kunst des Lebens)

Unterwegs mit dem Schiff auf dem Lago di Como

Italienisch Essen, lokale Spezialitäten, Gut zu Wissen

Tipps für Gäste mit Kindern

Pubs/Diskos/Lokale mit Unterhaltung und Wochenmärkte

Jährliche Veranstaltungshöhepunkte

Shoppen in Outlets

SPORT AKTIVITÄTEN

Wassersport (Verleih & Schulen)

Wandern

Bikes und Mountainbikes, Mountainbiketouren

Tennisplätze und Reitmöglichkeiten

Golfen – allgemeine Informationen

VERSCHIEDENES

Allgemeine Informationen

Bekannte Feiertage

Touristinfos, Taxi, Taxiboote, Auto & Motorradverleih

Praktische Tipps für Gäste

Erste Hilfe und Notrufe

Allgemeine rechtliche Informationen(urheberrechtlich geschütztes eBook, Informationen ohne Gewähr)

Bibliographie, Autor

Die einzigartige Ursprünglichkeit am Comer See hat unzählige Gründe

Der Comer See, oder Lario (lateinisch Larius Lacus). ist komplett in die prealpine Hügelkette eingefurcht. Eine Landzunge nach der anderen formt kleine oder grössere Buchten mit malerischen Stellen zum Verweilen. An den Hügeln und an den Küstengebieten des 46 km langen Sees sind viele Dörfer und Städtchen verstreut.

Die Seebreite von maximal 4,3 km verengt sich bei den zwei Seearmen von Como und Lecco erheblich. Die Seetiefe von 410 m hat nach dem Bau der Passstrassen der Römer im Jahr 59 v. Chr. während der folgenden Jahrtausende dazu eingeladen, den See als Wasserstrasse zwischen dem Handelzentrum Mailand und den Pässen, die jenseits der Alpen führen, zu benutzen. Dies führte dazu, dass im Laufe der Zeit viele Dörfer mit ihren historischen Schätzen entstanden.

Im Mittelalter musste man sich gegen die Eindringlinge von Norden verteidigen.So wurden Burgen gebaut und die Dörfer mit Festungen versehen. Mit der Christianisierung nördlich der Alpen wurden am Comer See viele Kirchen und Klöster gebaut. Der beschauliche See mit Hunderten von Bergspitzen im Hintergrund war wohl als Anziehungspunkt prädestiniert und auch die Pilger nach Rom konnten beherbergt werden.

Um diese Gläubigen anzuziehen, wurden die Kirchen von lokalen Künstlern mit unzähligen Kunstwerken versehen. Die bekanntesten Künstler der Gegend (Maestri Comacini, Maestri Intelvesi) waren Meister auf den Gebieten der Architektur, Malerei, Bildhauerei und Stukkatur. Sie haben in zahlreichen Städten Italiens und Europas mit ihrer Arbeit zur Verbreitung der italienischen Baustile Rinascimento (Renaissance) und Barocco (Barock) entscheidend beigetragen.

Die frühzeitige wirtschaftliche Entwicklung der Lombardei erfolgte Dank der Anhäufung von enormen Kapitalmengen durch den Export von wertvollen Seiden- und Metallfabrikaten während der vergangenen Jahrhunderte. Die Gegend von Como hatte vom 12. Jh. bis ins 20. Jh. eine führende Rolle in der Herstellung von kostbaren Seidenstoffen. Die Poebene mit ihren unzähligen Bewässerungskanälen sorgte für eine blühende Textilmanufaktur und Landwirtschaft mit dem Anbau von Getreiden, Maulbeerbäumen, Flachs und Futter für die Milchwirtschaft.

Nach dem Pyrenäen - Frieden von 1659 mussten vom lombardischen Adel nicht mehr Kriege gegen Frankreich finanziert werden und so entstanden am Comer See nach und nach Villen mit großzügig angelegten Gärten. Mit der Zeit gehörte es auch für reiche Unternehmer zum guten Ton am Comer See eine Villa mit Park zu besitzen, wo sich Intellektuelle, Wissenschaftler, Musiker, Literaten und Weitgereiste trafen und Gedanken austauschten.

Mit dem Bau des Gotthardbahntunnels in der Schweiz (1870-1882) hat die Bedeutung des Handelswegs am Comer See schleichend abgenommen. Zum Glück war es nach dem 2. Weltkrieg in Italien Mode gekommen, die Ferien am Meer zu verbringen. So geriet der romantische Comer See etwas in Vergessenheit. Daher ist vieles aus der Vergangenheit, was in anderen Gegenden verloren ging, hier auf zum Teil wunderbare Weise erhalten geblieben.

HÖHEPUNKTE

Höhepunkte –Top Ten

Duomo di Como

Die Kathedrale ist ein gelungenes Beispiel für die Veränderungen, die im Zeitraum fünf Jahrhunderten Stilelemente aus der Zeit der Romanik, der Gotik, der Renaissance und des Barock zu einem herrlichen Ganzen vereinen.

UNESCO - Welterbe Sacro Monte/Heiliger Berg von Ossuccio

In wunderschöner Lage befindet sich die Wallfahrtskirche Madonna del Soccorso mit ihren mannshohen Statuen in 14 verschiedenen Barock-Kapellen.

Villa Balbianello / FAI in Lenno

Die auf einem Felsvorsprung gelegene Villa mit dem wunderschönen Laubengang gewährt einen spektakulären Blick auf den mittleren Teil des Sees mit der Halbinsel Bellagio und auf den Seearm von Como.

Botanischer Garten der Villa Carlotta in Tremezzo

Kunst, Natur und Architektur verschmelzen hier mit der herrlichen Landschaft. Der terrassenförmig angelegte botanische Landschaftsgarten ist für sich allein schon sehenswert.

Bellagio, die Perle des Lario

Das Städtchen ist traumhaft schön gelegen an der Spitze des Seedreiecks mit malerischen Ortsteilen, Laubengängen und kleinen Geschäften. Hier kann man die Villa Serbelloni und die Villa Melzi mit ihren schönen Landschaftsgärten besuchen.

S. Maria del Tiglio in Gravedona

Die äußerst kostbare romanische Kirche mit achteckigem Glockenturm und zweifarbiger Fassade befindet sich neben der Pfarrkirche S. Vicenzo am See. Im Innern sind aussergewöhnliche Freskomalereien zu bewundern.

Corenno Plinio in Dervio

Eines der charakteristischsten Orte am Comer See mit romanischer Kirche und monumentalen Grabstätten befindet sich auf dem Felsvorsprung bei Dervio.

Orrido - Schlucht in Bellano

Der herabstürzende Wildbach Pioverna hat enge Windungen in eine tiefe Schlucht geformt, die das großartige Naturschauspiel des Orrido bilden. Auf Laufstegen zwischen steilen Felswänden sieht man die mächtigen Labyrinthe.

Varenna

Varenna ist ein malerischer Ort am Berghang mit bezaubernden Bögen, Laubengängen und verwinkelten Gassen. Ein beliebter Fleck zum Verweilen mit einzigartiger Atmosphäre.

Mandello del Lario

Im Moto Guzzi - Werksmuseum finden Fans über 100 Serienmodelle, die hier hergestellt wurden. Auf dem oberhalb gelegenen Felsen ist mit dem Oratorium S. Giorgio eine Kunstperle der Ostküste zu sehen.

Besonders malerische Orte

Malerischer Entdeckungsspaziergang am See in Como

Von der Villa Olmo bis zum Volta - Tempel kommt man an verschiedenen Villen vorbei und die schöne Atmosphäre des Seebeckens erfüllt die Seele. Man kann die Instrumente von Alessandro Volta, dem Entdecker relevanter Erfindungen im Bereich der Elektrizität bewundern.

Cernobbio

Am See befindet sich der herrliche Platz mit dem nostalgischen Landungssteg. Hier lässt es sich gut unter Bäumen spazieren, man kann ein Eis oder ein Imbiss geniessen.

Argegno

Einmalerischer Ort mit einem kleinen Hafen und einer Schiffsanlegestelle. Rund um die Piazza Roma gibt es stilvolle Restaurants, in denen man auch unter freiem Himmel Essen und Trinken kann.

Sala Comacina

Die eng aneinander geschmiegten Häuser mit ihren verschiedenen Farben laden an der kleinen Bucht zum Flanieren und Essen ein. Auch eine Überfahrt auf die gegenüberliegende Insel Isola Comacina ist möglich.

Ossuccio

Die Wiese am See in der Nähe des symbolischen Glockenturms des Oratoriums S. Maria Maddalena ist ideal zum Geniessen von Sonne und Panorama. Hier findet man auch das ehemalige Pilgerhospiz und ein archäologisches Museum.

Golfo di Venere von Lenno

Die Seepromenade an der wunderschönen Venusbucht mit Bootshafen und Schiffsanlegestelle lädt zum erholsamen Flanieren ebenso wie zum Essen und Trinken in beschaulicher Ruhe direkt am Wasser ein.

Villen und Gärten von Lenno bis Menaggio

Von Lenno bis nach Menaggio ist eine Villa mit Garten nach der andern zu sehen. Die luxuriöse Riviera, wo sich einst sogar Queen Victoria auf Anraten ihres Arztes sich erholte, ist einzigartig.

Parco Orelli, Tremezzo

Der Badeplatz mit gepflegter Wiese und majestätischer Treppe befindet sich am Seeufer. Der Pavillon direkt am See mit seiner kleinen Bar mit Tischen ist an Romantik kaum zu übertreffen. Gerade in den Abendstunden genießen insbesondere die “Insider” diese Stimmung.

Seepromenade von Menaggio

Die Seepromenade mit ihrer Blumenpracht bietet einen herrlichen Blick auf den mittleren Teil des Sees. Die angrenzende Piazza am See ist sehr belebt. Seine Straßencafés und Restaurants laden zum Verweilen ein.

Rezzonico

Das Ortsbild wird vom imposanten Schloss dominiert. Geht man durch die Gassen hinunter zum See, trifft man auf einen kleinen Platz, wo man besinnlich die schöne Atmosphäre genießen kann.

Cremia

Im Ortsteil S. Vito am See kann man es sich auf dem Sandstrand gemütlich machen. In diesem Weiler mit dem kleinem Hafen laden gleich zwei Restaurants mit Terrassen zum Essen ein.

Bucht von Gravedona

Die Bucht an der Landzunge mit der schönen Uferpromenade und Schiffsanlegestelle unterhalb der romantischen Kulisse des alten Castellos ist einzigartig. Straßencafés laden zum Ausspannen ein.

Bucht von Piona

Der Strand an der Bucht von Piona lädt zum Geniessen von Ruhe und wunderschöner Aussicht auf See und Berge ein. Ganz in der Nähe ist die Abtei von Piona mit mittelalterlichem Kreuzgang und romanischen Fresken.

Die schönsten Aussichtspunkte

Castello Baradello, Como

Der Turm Richtung Bellagio ist ein Traum für romantische Spaziergänge. Der Ausblick über die Dächer der zu Füßen liegenden Stadt ist grandios.

Brunate

Von den Hauptaussichtspunkten sind die Alpen bis zum Monte Rosa und auch die Poebene zu sehen. Besonders zu empfehlen für Ausblicke sind das Belvedere der Via Pirotta, die Piazzale Bonascossa, der großer Kirchplatz S. Andrea, die Quelle Pissarottino sowie die runden Plätze in der Via Monterosa, im Marenghi Park in S. Maurizio und beim Leuchtturm.

Sighignola und Belvedere, Lanzo

Oberhalb von Lanzo d’Intelvi ist in Sighigniola der Balcone d’Italia zu finden, wo eine grandiose Aussicht auf den Luganer See und die Bergwelt zu geniessen ist. Vom Belvedere rechterseits von Lanzo d’Intelvi ist das Panorama auf Lugano, Gandria und das Valsolda zu bewundern.

Casasco, Cerano, Schignano im Intelvi Tal

Herrliche Aussichtspunkte auf den Comersee finden sie: an den Hängen des Monte Generoso in Casasco, vom Monte Croce, von der Alm oberhalb von Cerano, von Schignano, von Pigra oberhalb von Argegno.

Griante

Im Ortsteil Carsolina ist der Aufstieg zum Wallfahrtskirchlein San Martino an der Felswand zu empfehlen, wo ein grandioser Ausblick zu geniessen ist. Auch der herrliche Blick auf die Seelandschaft vor der Pfarrkirche von Griante ist unvergesslich.

Peglio oberhalb von Gravedona

Neben und vor der Kirche von S. Eusebio in Peglio wird man mit einem wunderbaren Ausblick auf den Seeabschnitt rund um Gravedona und zur Ostküste belohnt.

Vercana oberhalb von Domaso

Vor der Kirche S. Stefano in Vercana geniesst man ein spektakuläres Panorama auf Colico mit Monte Legnone im Hintergrund und links die Mündung des Flusses Mera an der Spitze des Comer Sees.

Ausläufer des Legnone - Bergs (2609 m), Colico

Beim Kirchlein S. Rocco oberhalb von Villatico ist ein herrliches Panorama zu sehen. Im Vordergrund sind die Orte Dorio, Corenno Plinio und Dervio zu sehen, im Hintergrund der Berg San Primo im Seedreieck.Rechts davon erhebt sich der Berg von Tremezzo.

Ortsteil Mandonico in Dorio

Hier ist ein herrliches Landschaftsbild ist zu geniessen. Man sieht unten den See und oben den imposanten Berg, wo Oliven, Reben, Lorbeer und Maulbeerbäume angebaut werden.

Felsvorsprung Corenno Plinio

Die malerische Aussicht auf den Comer See mit dem Profil der Berge am Horizont erlaubt von Corenno aus einen poetischen Blick der Ruhe.

Castello di Vezio, Perledo, Varenna

Die Aussicht im Garten der Burg ist spektakulär.Man sieht die verschiedenen Seearme und die umliegenden Hügel und Berge.

Piani d'Erna, Lecco

Mit der Seilbahn in Piani d`Erna (1329 m) am Fuß des Resegone - Berges angekommen,wird man mit einem spektakulären Ausblick über die Alpenkette und die südlich liegenden Seen der Brianza belohnt.

Villa Serbelloni, Bellagio

Bei der Besichtigung des abwechslungsreichen Parks der Villa Serbelloni wird man auch mit einem beeindruckenden Blick auf den See und die Berge belohnt.

Romeo, Ghisallo Pass, Magrelio

Vom Belvedere Romeo aus gibt es eine unwahrscheinliche Aussicht auf die Grigne - Berge, den Seearm von Lecco, die Seemitte und den oberen Teil des Comer Sees mit seinen Bergketten.

GESCHICHTE

Geschichte - Comer See und Lombardei

Ab 4. Jh v. Chr.:Kelten und Gallier lassen sich in der Lombardei nieder und es kommt zu Konflikten mit den ansässigen Völkern (Liguren, Veneten und Insubri am Comer See). Sie stossen immer weiter nach Süden bis Rom vor

196 v.Chr.:Beginn der 670-jährigen Herrschaft der Römer: Die Römer erobern mit Konsul Marco C. Marcello an der Spitze Gallia cisalpina (Südseite der Alpen). Um die Verlierer an Rom zu binden, schliesst er mit den Galliern den Vertrag der gegenseitigen Anerkennung von gleichwertigen Partnern und gewährt jus Latii die Römische Staatsbürgerschaft.

89 v.Chr.:Nach der schrecklichen Invasion der Rätier (Bündner) im Gebiet des Comer Sees, baut der römische GeneralGnaeus Pompeius Strabodie Gegend wieder auf.

77 v.Chr.:Lucio Cornelio Scipionebringt 3000 Siedler in die Gegend, um weitere Überfälle aus dem Norden zu verhindern.

59 v.Chr.:Julius Cäsar bereitet die transalpine Expansion vor. Die Strategie der Römer ist, die Wasserstrasse bis nach Chiavenna für den Ausbau von Passübergängen ebenso wie das Klima des Comer Sees als Winterquartier für die römischen Heere zu nutzen.

Um die Gegend zu sichern, autorisiert er die Gründung von Kolonien mit bis zu 5000 Siedlern (davon 500 Griechen). Sie gründen Dörfer, terrassieren die Hänge, führen den Anbau von Oliven, Weinreben, Lorbeer und Kastanien ein und etablieren die Schifffahrt auf dem Lago di Como. Die Passstra?en Splügen, Maloja, Julier und Septimer werden errichtet. Die Ebene von Como wird urbar gemacht und eine neue Stadt Como wird direkt am See gebaut.

61 - 113 n. Chr.:Plinius, der Jüngere: Schriftsteller und Senator in Rom

49 v. – 112 n.Chr.:Como wird 49 v.Chr. eine römische Gemeinde (Municipium) Plinius, der Ältere und der Neffe errichten in Como eine Bibliothek, ein Thermalbad und am See auch römische Villen.

313:Edikt von Mailand: Der römische Kaiser Konstantin öffnet sich dem Christentum und garantiert mit dem Edikt von Mailand die Religionsfreiheit im Römischen Reich. Mailand wird eine der Hauptstädte des Römischen Reichs.

476 – 1095:ALTO MEDIOEVO (Hochmittelalter) Kunst- und Baustil: klassisch römisch, später byzantinisch.Der Zeitraum erstreckt sich vom Mittelalter (476 - Fall des Westlichen Römischen Reichs) bis zum Ende des 10. Jh. n. Chr.

476 – 553:Herrschaft der Ostgoten

554 – 569:Herrschaft der Byzantiner des Oströmischen Reichs welche immer wieder die Eindringlinge von Norden abwehren.

569 – 773:200 jährige Herrschaft der Langobarden. In diese Zeit fällt auch die Bekehrung des Volkes zum Christentum durch deren Königin Teodolinda.

774:Nach dem Tod von Teodolinda bittet der Papst den fränkischen König Karl der Große um Hilfe im Streit mit den Langobarden.

800 – 887:Karl der Große lässt sich in der Weihnachtsnacht des Jahres 800 von Papst Leone zum Kaiser krönen. Danach entsteht die karolingische Herrschaftsform, die bis 887 anhält.

962 – 1024: 962 lässt sich Otto von Sachsen vom Papst Johannes XII. zum Kaiser krönen. Damit entsteht das Heilige Römische Reich (Sacro Romano Impero) und die Dynastie der Sachen. Kaiser Otto organisiert das Imperium neu und etabliert Bischofsgrafschaften.

11. - 14. Jh.:Die Städte in der Lombardei werden nach dem Modell des antiken Griechenlands in Stadtstaaten mit direkter Demokratie umgewandelt.

1118 – 1127:10-jähriger Krieg mit Mailand. Im Jahr 1127 wird Como von Mailand belagert, Mauern und Wohnhäuser werden zerstört und viele der Einwohner getötet.

1127 – 1158:Como verbündet sich mit Friedrich I., genannt Barbarossa, und baut die Stadt mit Mauern und Türmen wieder auf.

1162:Como nimmt an der Zerstörung von Mailand teil.

1167:Gründung der Lega Lombarda gegen das Heilige Römische Reich. Como beteiligt sich nicht daran.

1169:Como nimmt an der Zerstörung der Isola Comacina teil.

1176:Die Lega Lombarda schlägt Barbarossa in Legnano.

1179:Como erhält von Barbarossa eine Treueprämie, in diesem Fall das Castel Baradello, den Torre di Olonio und Sorico.

1183:Frieden von Konstanz: Barbarossa anerkennt die Unabhängigkeit der Städte und erhält dafür deren Gehorsam.

1265 -1288:2. Krieg zwischen Mailand und Como: Die Mailänder gewinnen.

1277 – 1535:Die 270jährige Herrschaft der Familien Visconti und Sforza im Herzogtum von Mailand, wird zweimal unterbrochen. Die Franzosen beherrschen das Herzogtum von 1499 bis 1512 und üben von 1515 bis 1522 nochmals die Kontrolle über das Herzogtum von Mailand aus.

14. - 16. Jh.:RINASCIMENTO (Renaissance) Kunst- und Baustil: RenaissanceDie Zeit des humanistischen Denkens hat ihren Ausgangspunkt in Florenz und breitet sich dann über Rom in ganz Italien und Europa aus.

1402:Tod von Galeazzo Visconti: Daraufhin versucht Franchino II., genannt Rusca, in Como eine persönliche Herrschaft zu bilden, was vernichtende Folgen hat.

1416:Como unterstellt sich Filippo Maria Visconti.

1447 – 1450:Kurze Periode der Unabhängigkeit als Republik Sant' Abbondio.

1450:Como unterstellt sich Francesco Sforza, dem neuen Herzog von Mailand, der durch Heirat die Herrschaft der Visconti übernommen hat.

1516 und 1521:Die Bündner zerstören Menaggio und andere Orte gleich zweimal.

1525 -1714:190 jährige Herrschaft der Spanier: Die grossen Interessen Frankreichs an der Lombardei bringen unzählige Kriege mit sich.

17. – 19. Jh.: ETÀ MODERNA (Neuzeit): Kunst- und Baustil: Barock 17. - 18. Jh., Neoklassizismus 18. -19. Jh

1746 – 1796:Die Lombardei kommt unter die Herrschaft der Habsburger Monarchie und ihrer Königin Maria Theresa von Österreich.

1762:Neues Traktat zwischen Rätien und dem Herzogtum von Mailand.

1796 – 1797:Erster Italienfeldzug von Napoleon; die Cisalpine Republik entsteht.

1799:Die Österreichisch - Russische Armee schlägt die Franzosen in Lecco und auch die Lombardei fällt in ihre Hände.

1800 – 1805:Zweiter Italienfeldzug Napoleons: Das Napoleonische Königreich Italien entsteht.

1814:Das Habsburger Imperium annektiert die Lombardei.

1848:Erster Unabhängigkeitskrieg: Die Lombardei verliert und bleibt unter der Herrschaft der Habsburger Monarchie.

1861:Das Königreich Italien entsteht ohne Beteiligung der Lombardei, Venetiens und Rom(Lazium).

1870:Zurückeroberung der Regionen Lombardei, Venetien und Rom(Lazium). Rom wird zur Hauptstadt des neuen Italiens.

1898:Unruhen in Mailand, General B. Beccaris lässt auf die Menge schiessen.

1900:Der Anarchist G. Bresci erschießt den italienischen König Umberto I. in Monza.

1914 – 1918:Erster Weltkrieg mit der alpinen Kriegsfront in der Lombardei. Bau der Festungen der Linea Cadorna entlang der Schweizer Grenze.

1919:Entstehung der Bewegung „Fasci di Combattimento“ in Mailand, welche in der Entstehung des Faschismus in Italien gipfelt.

1922 – 1945:Mussolini übernimmt die Macht in Italien. Er wird im April 1945 am Comer See in Dongo von den Partisanen festgenommen und in Mezzegra erschossen.

60er Jahre:Italienischer Wirtschaftsboom mit der Lombardei als treibende Kraft.

70er Jahre:In Mailand beginnen die “Anni di Piombo“ Jahre mit weitverbreiteten Konflikten und beispiellosem Terror, welcher zuerst von rechtsextremen Gruppen in Mailand ausgeführt wurde und schnell auch von den linksextremen Roten Brigaden. Danach breitete sich der Terror in Nord- und Zentralitalien aus.

80er Jahre: Mailand ist erneut das Symbol des Wirtschaftswachstums: Korruptionsfälle enden im Mailänder Gericht und fegen Parteien, Politiker und Unternehmer weg. Die „Lega Lombarda“ für regionale Unabhängigkeit gewinnt immer mehr Anhänger und der Mailänder Unternehmer Silvio Berlusconi nutzt das politische Vakuum und gründet die Partei „Forza Italia“.

WESTKÜSTE: COMO – SALA COMACINA

Como

alltägliche Eleganz und eindrückliche Kathedrale

Ein Spaziergang durch die historische und gleichzeitig autofreie Altstadt mit ihren fast 87000 Einwohnern lohnt sich immer. Es gibt schöne Plätze, unzählige italienische Bars, Gelateria und viele charmante kleine Boutiquen. Die Römer bauten 196 v. Chr. ein zweites Como am See auf, um den See als Wasserstrasse nach Chiavenna und zu den Alpen zu nutzen. Die Bedeutung der römischen Stadt wurde wesentlich vergrößert durch Plinius, dem Älteren und später durch Plinius, dem Jüngeren von Como. Beide wurden einerseits durch ihre schriftstellerische Tätigkeit, andererseits aber auch durch ihr Wirken als Senatoren in der Stadt Rom berühmt und bekannt. Sie förderten den Bau und die Entwicklung von Bibliotheken, Thermalbädern und Villen.

Como wurde später von Hunnen und Goten zerstört, bevor es unter langobardische Herrschaft fiel. Die Stadt war im 12. Jh. mit Kaiser Barbarossa verbündet und wurde deswegen von den Mailändern vernichtet. Anschließend zerstörte man die mit Mailand verbündete Insel Comacina. Der weitgereiste Historiker und Humanist Paolo Giovio von Como (1483-1552) gab der Stadt durch seine Schriften erheblichen Glanz.

Die Provinz Como ist seit Jahrhunderten berühmt für die Seiden-, Möbel- und Textilindustrie. In Como hat die Seidenproduktion vom Maulbeerbaum bis zu kostbarsten Seidenstoffen bereits seit dem 16. Jahrhundert Tradition. Heute noch ist Como führend in der Produktion von den wertvollsten Seiden Stoffen in der Welt. Das Topereignis des Jahres ist die im März stattfindende IDEACOMO. Sie ist Italiens exklusive Stoffmesse, auf der sich alle namhaften Modeschöpfer der Welt für dienächste Saison eindecken

Neben historischen Gebäuden besitzt Como einige imposante Villen undinteressante Gebäude des Rationalismus der 20er Jahre. Das Novocomum Wohnhaus,die Casa del Fascio, die Casa Giuliani-Frigerio und der Kindergarten/asilo Sant’Elia stammen von demberühmten Architekten G. Terragni und wurden zwischen 1927-1940 erbaut.

Geht man um die Stadtmauern herum, an denen drei gewaltige Türme stehen, trifft man hinter dem Dom auf das im klassizistischen Stil erbaute Teatro Sociale, welches auf den Fundamenten der zerstörten Burg der Visconti steht. Auf der Südseite der Stadtmauern trifft man auf den Eingang zur Burg Drizz.

Dort wo der Platz mit der Garibaldi Statue mit der via Milano verbunden ist, war schon im Altertum ein blühendes Handelszentrum. Auf der westlichen Seite der Stadtmauer fällt die Wallfahrtskirche mit dem wunderwirkenden Heiligen Kreuz aus dem 15. Jh. auf. Noch heute wird es bei der alljährlichen Karfreitagsprozession verehrt.

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Kathedrale/Duomo: Das Meisterwerk der Maestri Comacini entstand durch Künstler wie die der Familie Rodari. Sie stammen aus der gleichen Gegend und haben auch am Mailänder Dom und an der Certosa von Pavia gearbeitet. Die Fassade der Comer Kathedrale aus wunderschönem Marmor aus Musso vom oberen Teil des Comer Sees und entstand zwischen 1457 und 1486. Sie wurde in den nachfolgenden Jahrhunderten mit kostbaren Statuen bereichert. Nicht nur Heilige, sondern auch zwei bedeutende Persönlichkeiten aus dem Como der römischen Zeit (Plinius, der Ältere und Plinius, der Jüngere) sind dargestellt.

Aus der vormaligen romanischen Basilika S. Maria Maggiore wurde der Altar übernommen. Er ist heute im Chorraum zu sehen. Die Kuppel wurde in der Barockzeit um 1740 erbaut. Die Kathedrale ist ein gelungenes Beispiel für die Verschmelzung von Stilelementen von Romanik, Gotik, Renaissance und Barock im Verlaufe von fünf Jahrhunderten, hier zu einem herrlichen Ganzen vereint.

Der Dom ist eines der eindrucksvollsten Kirchenbauwerke Italiens. Neun prächtige Gobelins aus dem 16. und 17. Jh, gefertigt in Ferrara, Florenz und Antwerpen sowie kunstvolle Altarbilder aus dem 15. Jh von Bernardino Luini und Gaudenzio Ferrari schmücken das Innere. Täglich geöffnet von 8 – 12 Uhr und 15 – 19 Uhr

Broletto (befindet sich neben dem Dom): Das Gebäude mit breiten Bögen in verschiedenfarbigen Steinen aus dem 13. Jh. war der Sitz der Stadtkonsule.

Sant’ Abbondio: unter der heutigen fünfschiffigen Kirche mit zwei romanischen Türmen existierte bereits ein Vorgängerbau aus dem 5. Jh., welcher 1010 den Mönchen des Benediktinerordens übergeben wurde. Die heutige, wesentlich größere Kirche wurde dann 1095 neu erstellt. Kommt man in die Basilika, geht der erste Blick auf die wunderschönen Freskomalereien in der Apsis. Erst dann fällt er auf die fünf Schiffe mit den imposanten Bögen und Säulen.

San Fedele: an der selben Stelle gab es auf der Piazza S. Fedele bereits eineKirche aus dem 6. Jh. Der heutige romanische Bau entstand im 10. Jh. und wurde im 17. Jh. im Inneren in den barocken Stil verwandelt.

San Carpoforo: im Ortsteil Camerlata befindet sich die romanische KircheSan Carpoforo, welche ebenfalls auf ein Kloster des Benedektinerordens zurückgeht. Der Blick in die Kirche ist bezaubernd, denn mit ihren drei Schiffen unddem erhobenen Chor ist sie von schlichter Schönheit. Unter den Kirchenschiffen ist eine Krypta zu bewundern, die in drei Gewölbe mit drei Säulen unterteilt ist.

Villa Mirabella: bereits im 16. Jh. bestand ein Gebäude auf dem Felsen Mirabella oberhalb des Sees. Die heutige Villa entstand 1912 durch die Familie Cornaggia Medici. Zuvor hatte die Familie die in der Nachbarschaft befindliche Villa Geno der Gemeinde Como verkauft. Die Villa Mirabella war 1999 Set für die SoapOpera “Vivere”.

Villa Geno (vormals Villa Cornaggia): Hier gab es im 13. Jh. ein Kloster mit Kirche und Spital, welches im 16. Jh. in ein Lazarett für Pestkranke verwandelt wurde. Die Markgräfin Cristina Menafoglio Ghilini wurde 1790 Besitzerin und ließ eine suburbane Residenz erbauen, die Anfang des 19. Jh an die Markgrafen Cornaggia Medici verkauft wurde. Diese ließen die Villa 1850 im neoklassizistischen Stil neu aufbauen. Die Villa gehört heute der Gemeinde Como und beherbergt ein Restaurant.

Villa La Rotonda /Saporiti: Die Villa mit dem runden Salon, der einen großartigen Blick zum See hin ermöglicht, wurde von den Markgrafen Villani um 1790 in Borgo Vico am Westufer des Comer Sees erbaut. Nachfolgende Besitzer waren die Saporiti, welche sogrundlegende Veränderungen vorgenommen haben, dass die Villa noch heute mit ihrem Namen identifiziert wird. Napoleon war 1797 wohl der bekanntesteGast dieser Villa. Seit 1950 gehört die Villa Rotonda der Provinzverwaltung von Como. Hier sind Büros und Sitzungsräume untergebracht.

Villa Gallia: Die Villa des Bischofs und berühmten Humanisten Paolo Giovio wurde um 1537 als Museum gestaltet. Sie wurde jedoch 1615 vom Abt Marco Gallio mit soliderem Material neu erbaut. Das Herzstück der Villa ist der zentrale Salon mit seinen Freskomalereien. Die zwei Fassaden sind mit verglasten Loggien ausgestattet. Die Räume der Villa sind Teil der Büros der Provinzverwaltung von Como und liegen gleich neben der Villa Rotonda.

Villa Olmo: Die in einem Landschaftspark befindliche Villa wurde 1796 von der Familie Odescalchi erbaut. Ihre Pracht wurde schon während der Bauzeit gepriesen und noch heute dient sie oft als Hintergrund für Hochzeitsfotos. Die Villa ging dann in die Hände der Familie Raimondi, um dann an die Visconti di Modrone zu gehen, die ihrerseits Vorfahren des berühmten Filmregisseurs sind. Im 19.Jh. wurde das Gebäude restrukturiert.

1925 wurde sie für grosse Anlässe und Ausstellungen von der Gemeinde Como gekauft. Der Name Olmo ist eine Anspielung auf die Ulmen, die nach römischer Tradition in der Gegend wuchsen. Beim Besuch von Ausstellungen können gleichzeitig die herrlichen Räume besichtigt werden. Diese Prachtvilla ist eines der Schmuckstücke von Como. Das prunkvolle Gebäude, im neoklassizistischen Stil erbaut, gilt heute als kulturelles Zentrum der Stadt. In den edel ausgestatteten Räumen finden Konzerte, Vernissagen, Theateraufführungen und Kongresse statt. Als große Attraktion gilt der Spiegelsaal.

Der kunstvoll angelegte Park und auch der Garten sind öffentlich und laden zum Spazieren ein. Park und Garten sind ganzjährig geöffnet. Von Como aus ist die Villa Olmo an der Uferstraße in Richtung Cernobbio zu finden und ist vom Zentrum gut zu Fuß zu erreichen. Di, Mi, Do: 9 Uhr – 18 Uhr, teilweise auch bis 20 Uhr, Fr, Sa, So: 9 Uhr - 22 Uhr (jahreszeitabhängig),Mo: geschlossen, Via Cantoni, Tel. 031 - 252443

Villa del Grumello; Die Villa liegt an der Strasse zwischen Como und Cernobbio. Dokumente zeigen, dass es in den Jahren 1570-80 einen Palast mit Aquädukt für einen Brunnen und einen Park gab, der dem Bankier Tommaso d’Adda gehörte. Im 17. Jh. gehörte die Villa den Odescalchi, die sie radikal renoviertenund grandiose Empfänge hielten.

Zwischen dem 18. und 19. Jh. besaß eine andere Comer Familie die Villa: die Giovio, welche berühmte Persönlichkeiten wie Vincenzo Monti und Alessandro Volta (Erfinder der elektrischen Volt) zu Gast hatten. Hier weilte auch der Poet Ugo Foscolo, die Hauptfigur der umstrittenen Liebe zur Gräfin Francesca Giovio. Die Villa in ihrem derzeitigen Zustand ist nach den Umbauten von 1870 das Werk der letzten Besitzerfamilie Celesia. Heute gehört die Villa dem Verein „Villa Grumello“. Es beherbergt das für Zentrum für Wissenschaft und Kultur “Alessandro Volta” und das Landau Network.

Volta-Tempel: Der Volta-Tempel erinnert an den aus Como stammendenAlessandro Volta (1745-1827), dem Pysiker undEntdecker relevanter Erfindungen im Bereich der Elektrizität. Seinen Erfindungen zu Ehren wurde die internationale Maßeinheit der elektrischen Spannung mit Volt betitelt.Er beherbergt Instrumente von Volta wie seine berühmte “Batterie”.

Geöffnet: April – September: 10 - 12 Uhr und 15 - 18 Uhr, Oktober –März: 10 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr,nur Mo. Ruhetag. Das Museum befindet sich links von der Fähranlegestelle direkt am Ufer des Sees, Viale Marconi - Tel. 031 – 574705

Castello Baradello: Der Turm ist ein Traum für romantische Spaziergänge. Die Ruine des ehemaligen Castells, das 1158 von Kaiser Barbarossa erbaut wurde, wacht am Osthang des Monte della Croce über die Stadt. Der Ausblick über die Dächer der zu Füßen liegendenComo ist grandios. Geöffnet: Do, Sa, So: 10 - 12 Uhr Via Imbonati 1, Cavallasca - Tel. 031 - 211131

Brunate: Eine andere Perspektive auf Como bietet der Aussichtspunkt Brunate in 716 m Höhe. Bei schönem Wetter kann man das Auto an der Piazza Funicolare abstellen und mit der Standseilbahn hinauf fahren. Wer es lieber sportlich mag, kann mit dem Mountainbike der Serpentinenstraße nach oben folgen. Der Ausblick auf die zu Füßen liegende Stadt ist faszinierend.

In den Sommermonaten fährt die Bahn halbstündlich von morgens 6 bis ca. 24 Uhr. Es gibt oben an der Bergstation zahlreiche Wandermöglichkeiten. Man kann öffentliche Villen mit ihren Ausstellungen und Vernissagen besuchen oder in einem der sehr guten Restaurants speisen.

Museo Didattico della Seta/ Seidenmuseum: Die große Tradition vonComo im Bereich der Seidenherstellung macht einen Besuch des Seidenmuseums in Como naheliegend. Auf einer Fläche von ca. 800 m² sind Geräte, Maschinen und Instrumente ausgestellt, die zur Seidenherstellung notwendig sind. Sie dokumentieren anschaulich die Abfolge des Arbeitsprozesses strukturiert nach: Aufzucht der Seidenraupe, das Entwirren des Kokons, die Zwirnerei, die Weberei, Kontrolle & Messung, Färberei, Druck, Fertigbehandlung.

Bis zum Museum sind es vom Dom ca. 20 Minuten zu Fuß. Ansonsten nehmen sie den Bus Nr. 7 in Richtung ViaMilano und steigen nach ca. zehn Minuten in der Via Castelnuovo aus. DieFahrkarten gibt es in den Tabacchi-Geschäften GeöffnetDi - Sa: 9 - 12 Uhr und 15 - 18 Uhr. Via Castelnuovo,9 Tel. 031 – 303180 [email protected]

Pinacoteca Civica: Im Erdgeschoss werden Objekte, Bilder und Fotos aus dem Mittelalter gezeigt . Im ersten Stock ist die Bildergalerie in 10 Räumen, mit Gemälden vom 16. bis zum 19. Jh. von Künstlern aus Como und der Lombardai . Der 2 Stock ist dem 20. Jh. gewidmet und zeigt das Wesentlichste der beachtlichen Kreativitätsbewegungen von Como im 20. Jh: der Futurismo mit Antonio Sant'Elia, der Razionalismo mit Giuseppe Taragni, der Astratismo Comasco mit Mario Radice, Manlio Rho, Carla Badiali, Aldo Galli und der originelle aus Palermo stammende Künstler Ico Parisi, der mit unterschiedlichsten Materialien Kunstwerke kreierte. Via Diaz 84, Como Tel. 031 – 269869

Museo Archeologico "Paolo Giovio: Piazza Medaglie d'Oro 1, Como Tel. 031 – 252550

Museo Storico "Giuseppe Garibaldi" Piazza Medaglie d'Oro 1, Como Tel. 031 – 252550

Öffnungszeiten obiger Museen in Como:

Di – Sa: 9.30 - 12.30 Uhr und 14 - 17 Uhr So: 10 bis 13 Uhr. Mi: vom 15. September bis 15. Juli sind die Museen durchgehend von 9.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet (außer 24. Dez bis 7. Jan.).Mo: geschlossen

SPAZIERVORSCHLÄGE & TIPPS

Genießen und Flanieren: Genießen sie den Dom von Como mit den angrenzenden Gassen oder sie flanieren entlang der Boutiquen, die mit schlichter Eleganz und Sinn für Schönheit dekoriert sind.

Bummel in der via Vitani:Diese antike Strasse, wo sich das Römische Theater befand, ist ein Ort mit einer besonderer Atmosphäre. Um das Jahr 1000 gehörte die Mehrzahl der Häuser der vorherrschenden Familie Vitani. Interessant zu sehen ist, dass die antiken Häuser ohne Pflaster sind und die Häuser mit Pflaster damals Gärten waren. Später brachte ein heftiger Kampf hier die Rusca Familie in die Vorherrschaft.

Diese Strasse ist auch der Ort, wo 1853 Madre Giovannina Franchi ihre Kongreation gründete, um Kranke zu beherbergen und zu pflegen. Sie wurde im September 2014 in der Basilika von Como selig gesprochen.

Spaziergang am See entlang von der Villa Olmo bis zum Volta-Tempel:Bei diesem Spaziergangn können die drei Villen Olmo, Rotonda und Gallia mit ihren Gärten gesehen werden. Gleichzeitig kommt man auch am Hangar der Wasserflugzeuge vorbei. Rund um den Volta-Tempel im Stadtpark kann man am See verweilen. Während der Glyzinen-Blüte im Frühling ist dieser Spaziergang besonders empfehlenswert.

Spaziergang entlang der Seepromenade bis zur Villa Geno: Genießen sie die Abendsonne, wenn sie entlang des östlichen Seeufers von Como bis zum Springbrunnen der Villa Geno spazieren.

Piazza Volta:Die Piazza mit der Statue des grossen Erfinders Alessandro Volta ist ein schöner Ort zum Verweilen und zum Flanieren in den angrenzenden Gassen.

Ausflüge mit Schiff und Tragflügelboot: ab/zur Anlegestelle Como (mehr unter dem Abschnitt “Dolce Vita geniessen – Unterwegs mit dem Schiff”)

PRAKTISCHE INFORMATIONEN

Touristinformation

Geöffnet: Mo.-Sa. 9 - 13 Uhr /14 - 18 Uhr Piazza Cavour 17, Como Tel. 031 - 3300128 und 031 – 3300129 [email protected] [email protected]

Taxi

Tel. 031 - 271466; Stazione FS (Hauptbahnhof). Sp: Eng, Deu

Tel. 031 - 260259; Piazza Peretta (nahe der Touristeninformation).Sp: Eng

Tel. 031 - 272000. Sp: Eng Ungefähre Kosten ab den Flughäfen: Malpensa 90 €, Bergamo Orio al Serio 110 €, Linate 110 €)

Taxiboat - Etablierter Anbieter am Hafen von Como (gegenüber Piazza)

Autoverleih

AVISVia Innocenzo XI 34, Tel. 031 - 266174

EUROPCARVia Innocenzo XI 14, Tel. 031 - 241643

Bus

Große Bushaltestellen sind beim Hauptbahnhof S. Giovanni der FS in Como, beim Bahnhof der Ferrovia Nord und auf dem Piazza Matteotti am See zu finden, wo auch Busfahrscheine verkauft werden. Ansonsten erhält man diese in Geschäften wie Tabacchi, Edicola und Bars in der Nähe der Haltestellen. Zu beachten: nur Einzelfahrscheine, keine Fahrscheine im Bus.

Lebensmittel

Alimentari CASSELLA Bäcker In der Stadtmitte mit Lebensmitteln und frischen Brötchen. Via Monti Maurizio 20, Tel. 031 - 302557

GRANMERCATOHier gibt es Käse, Wurst, Fleisch und Brot. Stadtmitte (neben der Bushaltestelle am Bahnhof Ferrovia Nord) So. am Vormittag auch frische Brötchen. Piazza Giacomo Matteotti 3, Tel. 031 - 304750

Supermärkte

Bennet LARIO CENTER:Richtung Cernobbio: Großer Supermarkt in Como-Tavernola.Via Asiago - Tel. 031 - 340670. Geöffnet: Mo - Sa: 9 - 20.30 Uhr (Do und Fr bis 22 Uhr)

IPER : Richtung Milano: außerhalb von Como auf der Landstraße nach Grandate. Geöffnet: Mo. - Sa. 8.30 - 21 Uhr.S.S. Dei Giovi - Grandate (CO) Tel. 031 - 4633011

CARREFOUR: Lungolago (neben dem Parkhaus Lago)

Café

COLONIAL CAFÉ

Ein Café in echtem Colonial-Stil mit verschiedenen Teesorten und Livemusik. Geöffnet: Mo.-Fr. 8 - 24 Uhr, Sa.-So. 8 bis 02 Uhr. Mo. und So. vormittags Ruhetage Speisekarte: Eng. Piazza Mazzini - Tel. 031 - 243043

Internationale Zeitungen

EDICOLAVia Pietro Boldoni 17,

EDICOLA NOVATIPiazza Cavour,

KIOSKPiazza Volta,

Internet

BAR ARCO DEL SOLEWi-Fi, Web Cam und Drucker.Via Garibaldi 59, Tel. 0344 - 91891

Textilien, Leder, etc

IN SETA

IN SETA produziert und verkauft man Modeaccessoires wie Schärpen, Krawatten, Foulards, Mützen, Handschuhe, Kleidungsstücke und Schlafanzüge. Piazza Cavour 8, Tel. 031 - 271386

Lederschuhladen BRUNATE

Dieser Schuladen befindet sich südlich von Como und arbeitet seit 1926 mit Leder. Via del Serpio 54, Lomazzo - Tel. 02 - 96779393

COIN Warenhaus

Das COIN ist in der Fußgängerzone gegenüber dem Dom. Das Geschäft mit gutem Preis- Leistungsverhältnis führt Kosmetik, Accessoires, Kleider, Wohnartikel und kleine Möbel.Geöffnet: von Mo. bis So. Piazza Duomo / Via Boldoni 5.

Restaurants & Vinothek

CASTIGLIONI “Oils and Wines from Italy”