Feier das Leben bunt und herzehrlich - Daniela Sarrazin - E-Book

Feier das Leben bunt und herzehrlich E-Book

Daniela Sarrazin

0,0
14,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Hast du auch manchmal das Gefühl, dass dein Leben dich überwältigt? Um wieder die Kontrolle über dich und dein Leben zu erlangen, hast du dich viel mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt. Vielleicht hast du auch schon mehr Achtsamkeit in deinen Alltag integrieren können. Aber die erhoffte Selbstfindung blieb bis jetzt aus und du hast Angst, stecken zu bleiben. Deine innere Stimme flüstert dir immer eindringlicher zu: Wer bin ich? Und was möchte ich von meinem Leben und das Leben von mir? Zuerst einmal: Glückwunsch, du hast deinen Wake-up-Call gehört. Jetzt musst du nur noch lernen, ihn anzunehmen. Sonst fällst du in alte Muster zurück und wirst weiterhin jeden Morgen mit dem Gefühl aufwachen, dass du nicht wirklich du bist und auch das Glück nicht in greifbarer Nähe ist. Oft wird dein Unterbewusstsein und damit deine Freiheit durch Traumata, limitierende Glaubenssätze oder unterdrückte Bedürfnisse blockiert. Das führt dazu, dass … •… dein Selbstbewusstsein leidet. •… du dich durch anhaltende Rastlosigkeit und Stress von deinem Körper entfremdest. •… deine Gedanken 24/7 ein unerwünschtes Kopfkino produzieren. •… du von deiner (unbewussten) Angst beherrscht wirst. •… du von schlechten Gefühlen kontrolliert wirst, die du verdrängst. Doch deine Erkenntnis, dass deine bisherigen Strategien dich nicht mehr weiterbringen, ist ein wichtiger Schritt zur Veränderung. Und dieses Buch kann dir helfen, die noch fehlenden Meter zu gehen. "Feier das Leben bunt und herzehrlich", geschrieben von Daniela Sarrazin, beschreibt ihre intensive Reise zum eigenen Kern der Persönlichkeit und begleitet dich auf deine ganz persönliche Reise der Transformation. Diese außergewöhnliche Autobiografie der Autorin erzählt herzehrlich und einfühlsam den Weg vom kognitiven Wissen zum eigenen Gefühl. Fundiert in fachkundiger Weisheit und bereichert durch die Selbsterfahrungen der Autorin, liegt der Fokus dieses Werks auf dem achtsamen Ankommen im eigenen Körper und der damit verbundenen erlernten Selbstliebe. Lass dich von dem Weg der Autorin inspirieren und deine innere Stimme wieder zufrieden in dir widerhallen. Das findest du in "Feier das Leben bunt und herzehrlich": •Neue Sichtweisen, die dir bei deiner Bewusstwerdung helfen •Praktische Tools, um die Verbindung zum eigenen Körper wiederherzustellen und innere Stärke und Selbstliebe zu entwickeln •Hilfestellungen, um auf Körpersignale zu achten und bewusst auf das eigene Nervensystem zu reagieren •Beispiele für viele Lebenssituationen und welche Strategien du für diese anwenden kannst •Eine Verbindung zwischen kognitivem Wissen, gefühlten Emotionen und Gefühlen sowie einer geerdeten Form von Spiritualität Bist du bereit, deinen Wake-up-Call anzunehmen? Dann wird dich dieses Buch bedingungslos unterstützen. Damit auch deine innere Stimme dir wieder sagt: Das bin ich. Und das fühlt sich gut an.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Seitenzahl: 206

Veröffentlichungsjahr: 2025

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Haftungsausschluss:

Die Ratschläge im Buch sind sorgfältig erwogen und geprüft. Alle Angaben in diesem Buch erfolgen ohne jegliche Gewährleistung oder Garantie seitens des Autors und des Verlags. Die Umsetzung erfolgt ausdrücklich auf eigenes Risiko. Eine Haftung des Autors bzw. des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und/oder unvollständiger Informationen verursacht wurden, ist ausgeschlossen. Verlag und Autor übernehmen keine Haftung für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte und ebenso nicht für Druckfehler. Es kann keine juristische Verantwortung und keine Haftung in irgendeiner Form für fehlerhafte Angaben und daraus entstehende Folgen vom Verlag bzw. Autor übernommen werden.

Sollte diese Publikation Links auf Webseiten Dritter enthalten, so übernehmen wir für deren Inhalte keine Haftung, da wir uns diese nicht zu eigen machen, sondern lediglich auf deren Stand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung verweisen.

Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

1. Auflage 2025

© 2024 by Remote Verlag, ein Imprint der Remote Life LLC,3833 Powerline Rd., Suite 301-C, 33309 Fort Lauderdale, Fl., USA

Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Projektmanagement: Remote Verlag

Lektorat und Korrektorat: Antje Nevermann, Fabian Galla, Markus Czeslik

Umschlaggestaltung: Zarka Bandeira

Satz und Layout: Verena Klöpper

Abbildungen im Innenteil: ©Daniela Sarrazin

ISBN Print: 978-1-960004-27-7

ISBN E-Book: 978-1-960004-28-4

www.remote-verlag.de

[email protected]

Daniela Sarrazin

FEIER DAS LEBEN BUNT UND HERZEHRLICH

Ein Ausflug in die Welt der Achtsamkeit und Selbstfindung

www.remote-verlag.de

INHALT

Warum habe ich eigentlich dieses Buch geschrieben?

Vorwort

»Geistigfrei« auf La Gomera – meine Reise beginnt

Weihnachten und Silvester auf Mallorca

Plötzlich Funkstille – komm mit auf meine Reise

Nein sagen und Grenzen setzen

Projektionen

Mich zumuten und selbst lieben

Zeit für mich

Bewusste und unbewusste Gefühle gestalten unser Leben

Wir sind nicht unsere Gedanken

Führung fängt bei mir selbst an

Angst, meine wichtigste Emotion im Veränderungsprozess

»Bunt, heiß und HERZ-ehrlich« – eine besondere Reise

Warum Schattenarbeit so wichtig für uns ist

The Work von Byron Katie

Das Spiegelgesetz als »Selbstreflexions-Tool«

Ego und Selbst

Mein positives Umfeld

In Verbindung sein

Der NARM-Ansatz

Die Bedeutung unserer Kindheit

Die Entstehung unserer Glaubenssätze

Lösen aus Bindungsdynamiken

Überangepasste Kindheit

Neugieriges Erkunden im Hier und Jetzt

Verbindung mit mir und anderen Menschen

Meine eigene Größe

Das Wissen über Trauma hat die Kraft, unsere Welt zu verändern

Bedingungslos lieben, loslassen und annehmen

Sinn des Lebens

Versöhnung finden

Alte Überlebensstrategien auflösen

Grenzenlose Freiheit

In Bewegung kommt etwas in Bewegung

Unterschiedliche Landkarten

Ehrliches Mitteilen

Eisbaden und Körperarbeit im Heilungsprozess

Keine Grenzen zwischen Ich und Du

Mein Leben mit dem integralen Ansatz

Hinter jedem Menschen steht eine Geschichte

Mein grüner Sommer im Altmühltal

Das Leben meint es gut mit mir

Worte, Gedanken und Zitate

Danksagung

Über die Autorin

»Feier das Leben« – deine Reise zu dir selbst

Quellenverzeichnis

Der Autor spricht mit seiner Ansprache jedes Geschlecht sowie Diverse Personen an. Das generische Maskulinum wurde ausschließlich für eine bessere Lesbarkeit des Sprachflusses gewählt.

„FEIER DAS LEBEN“ – DEINE REISE ZU DIR SELBST

Möchtest du mich begleiten auf eine herzehrliche Reise durch mein Altmühltal?

Wenn du genau wie ich nicht in ferne Länder reisen, sondern deine inneren Räume des eigenen Selbst erkunden möchtest, dann begleite mich auf eines meiner „Feier das Leben“-Retreats im Altmühltal. Wir erarbeiten, im Hier und Jetzt, gemeinsame Lösungsstrategien zu aktuellen Problemen und wachsen „so“ zusammen in unser ureigenes Potenzial.

Lass uns absichtslos und traumasensibel auf eine Reise in unsere Innenwelt gehen, um so zahlreiche Konflikte in unserer heutigen Zeit zu lösen.

Unser Basiscamp werden wir jahreszeitabhängig auf den Zelt- und Campingplätzen Altmühlfrankens sowie liebevoll restaurierten Bauernhöfen zwischen Ilm und Altmühl errichten. Ich lade dich ein, den stillen heiligen Fluss, wie die Altmühl einst von den Kelten genannt wurde, wahlweise mit Kanus oder Kajaks der Aktiv Mühle zu erkunden, und so die Entschleunigung in der Ruhe zu finden und deiner „inneren Stimme“ wieder aufmerksam zuzuhören.

Fernab des Denk-Modus kannst du so, umgeben von Wacholderheide und friedlich grasenden Schafen, endlich einmal wieder bei dir ankommen und dein Gedankenkarussell für einen Moment zum Stoppen bringen.

Nähere Informationen findest du auf meiner Webseite:

www.sarrazin-coaching.de

»Innerer Frieden beginnt, wenn das Drama deiner eigenen Geschichte keine Kontrolle mehr über deine Gedanken und deine Gefühle hat.«

Angela D. Kosa

WARUM HABE ICH EIGENTLICH DIESES BUCH GESCHRIEBEN?

Ich habe irgendwann einmal damit begonnen, viele meiner Gedanken über meinen WhatsApp-Status zu teilen. Und mich »so« zu zeigen und »zuzumuten«. Es war meine Form des Heilungsprozesses. So kam darüber auch der Impuls zu diesem Buch.

Nun fragt ihr euch vielleicht, warum dieser Prozess so lange dauert, denn schließlich habe ich fünf Jahre gebraucht, um an diesen Punkt in meinem Leben zu kommen. Mir war es immer wichtig, echt zu sein. Also das zu leben, was ich auch anderen Menschen in meinem beruflichen Wirken erzähle. Und da war mir damals wie heute klar: Heilung bedeutet, mein eigenes Identitätsgefühl von einem falschen zu meinem wahren zu korrigieren, und das braucht nun einmal Zeit. Unsere programmierte Ego-Identität lässt sich nicht in einer Nacht auslöschen, denn sie ist nicht nur in unserem Kopf. Vielmehr befindet sie sich in allem, was wir tagtäglich machen. Sie findet sich in der Art, wie wir essen, schlafen, arbeiten und leben. Daher ist es wichtig, diesem Prozess Zeit und Raum zu geben. Denn wenn wir Frieden im Innen finden, dann entsteht auch automatisch Frieden im Außen.

Dieses Buch ist meine eigene Reise zu mir selbst. Es ist daher etwas ganz Persönliches und ich habe wirklich lange gehadert, es zu veröffentlichen. Es beinhaltet Originaltexte aus den jeweiligen Lebensphasen sowie Erkenntnisse aus dem Hier und Jetzt.

Ich biete dir in den nachfolgenden Kapiteln einen Blumenstrauß an Ideen und Impulsen an, wobei bildhaft gesprochen nicht jede Blüte zu dir passen muss. Nimm einfach die, die dir gefällt, und verfolge sie in deinem Tempo weiter.

Es handelt sich bei den einzelnen Reisezielen um meine Lernerfahrungen, und die sind nicht unbedingt eins zu eins auf dich übertragbar. Dennoch können sie für dich Ideen und Ansätze für deinen Heilungsprozess beinhalten. Lass dich einfach überraschen.

Dollnstein

VORWORT

Ich schaue zurück auf den 27. Mai 2019: den Tag, an dem ich mich auf die tiefe Reise zu mir selbst gemacht habe. Das mag seltsam klingen, schließlich befasse ich mich seit 20 Jahren nicht nur privat, sondern auch beruflich mit der Persönlichkeitsentwicklung. Doch dieser Tag veränderte nachhaltig mein Leben und so schäle ich mich seitdem, wie beim Zwiebel schälen, immer tiefer Schicht für Schicht durch mein Ego – und werde so immer bewusster. Diese Bewusstheit braucht es aus meiner Sicht gerade jetzt in dieser sich verändernden Welt. Warum? In sich verändernden Zeiten brauchen wir neue Strategien der Begegnung. Der Begegnung mit uns selbst, mit anderen Menschen, kurzum im Miteinander. Doch was kann ich tun, wenn mir das Leben immer wieder Lernfelder im Außen schickt, in denen ich mich als Opfer der Umstände, machtlos und handlungsunfähig fühle? Nach meinem Wissen über Entwicklungstraumata stehen uns einige Möglichkeiten zur Verfügung. Wir versuchen, dem Neuen mit alten, erlernten »Egostrategien« zu begegnen. Oftmals ohne Erfolg und mit viel Widerstand. Wir bekämpfen unsere Überforderung und Ohnmacht, indem wir uns ein Gegenüber, einen Gegner im vermeintlichen Außen suchen. Oder wir werden uns darüber bewusst, dass wir in uns hineinhören dürfen, um zu erforschen, was da gesehen, durchfühlt und losgelassen werden möchte. Richtig gelesen, wir sind keine Opfer der Umstände, sondern wir können handeln. Doch das ist herausfordernd und konfrontiert uns mit allem in uns, was wir bisher mehr oder weniger erfolgreich verdrängt haben.

Meine persönliche Bewusstwerdungs-Reise begann an besagtem 27. Mai 2019, meinem persönlichen »Wake-up-Call«. Es begann mit einem unvorstellbaren Schmerz, ausgelöst durch ein lebensveränderndes Ereignis im Außen, und endete in einer schweren körperlichen Lähmungserscheinung. Ich konnte mich tagelang nicht mehr bewegen und bin meiner Osteopathin heute noch dankbar, dass sie mich wieder komplett hergestellt hat. Seither ist mir bewusst, wie wichtig Körperarbeit für den Bewusstwerdungs- und Heilungsprozess ist.

Seither schenke ich der inneren Stimme in mir Gehör, die sich die Fragen stellt: Wer bin ich? Was möchte ich von meinem Leben und was möchte das Leben von mir?

Anselm Grün hat es einmal treffend formuliert:

»In einer schwierigen Zeit sind wir uns am nächsten.«1

Oft braucht es einen Auslöser von außen, um noch tiefer ins eigene Bewusstsein zu gelangen. Ich wäre diesen Weg viel lieber mit Leichtigkeit gegangen, doch das war nicht mein Weg. Mein Weg war der durch die Angst und den Schmerz – und heute kann ich sagen, es war gut, ihn so gegangen zu sein. Warum? Ich habe meinen persönlichen »Wake-up-Call« angenommen und kann nun viele meiner »Egostrategien« und Muster erkennen. Ich versuche, mich nicht mehr mit diesen und meinen Gedanken zu identifizieren – und das gelingt mir von Tag zu Tag besser. Ich kann andere Menschen mögen, auch wenn ich ihr Verhalten nicht verstehe und ihre Sicht auf die Welt nicht teile.

Viele von uns möchten unangenehme Gefühle nicht erleben, wollen diese so weit wie möglich wegschieben. Doch wer ungute Gefühle nicht zulassen kann, der kann auch gute Gefühle nicht wahrhaftig spüren. Wer seine Gefühle nicht umfassend spüren kann, der kann auch keinem anderen Menschen wirklich begegnen.

Stattdessen bedienen wir gegenseitig unsere gelernten Muster und glauben, dies sei Liebe. Dass es sich dabei um Überlebensstrategien aus der Kindheit handelt, haben viele von uns noch nicht erkannt und bekämpfen stattdessen all jene im Außen, die uns einen Spiegel vorhalten.

Wenn uns im täglichen Miteinander etwas herausfordert und auch schöne Erlebnisse in Beziehungen kleine rote Knöpfchen drücken, sehen wir in unseren Beziehungspartnern – und damit meine ich jegliche Form der Beziehung – unsere eigenen Muster, denen wir uns womöglich nicht stellen wollen. Und so bekämpfen wir im Außen, was wir eigentlich in uns heilen dürfen. Dabei handelt jeder in jedem Moment bestmöglich für sich – und manch einer ist vielleicht auch noch gar nicht bereit dazu. Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo auf seinem Persönlichkeitsweg, das niemals bewertet werden sollte.

Übrigens: Das »Außen« gibt es in dem Sinne nicht. Es wird immer durch die eigenen Gedanken, Ängste und Muster geformt. Und: Beziehungen können nur in Beziehungen heilen – das kann auch in guten Freundschaften geschehen.

Doch kommen wir zurück zu unserem Verhalten. Oftmals brauchen wir nur eine Entscheidung – eine Entscheidung für die geistige Freiheit. Die entsteht jedoch nicht, wenn ich meine Ängste und Muster weiter meide. Dadurch werden sie nur unbewusst größer. Deshalb möchte ich dich mit diesem Buch auf eine Reise, besser einen Ausflug, in meine und auch deine Innenwelt einladen. Ich freue mich, dich dabei ein Stück begleiten zu dürfen.

Meine Erfahrung zeigt mir gnadenlos, dass alles nach dem einen Prinzip funktioniert: So wie innen, so auch außen.2 Daher möchte ich dich mitnehmen, und zwar so, dass du dir auf unserer gemeinsamen Reise deines eigenen Wertes und Potenziales bewusst wirst. Erlaube dir, aus den alten gesellschaftlichen und Erziehungsmustern auszusteigen und vom Objekt, also dem, was andere von dir erwarten, zum Subjekt, dem, was tief in dir drin an ureigener Persönlichkeit angelegt ist, zu werden.

Auch hier wünsche ich mir persönlich eine kollektive Wandlung im Mindset und folglich in der täglichen Realität. Ich wünsche mir mehr Gerechtigkeit nach außen und gleichzeitig auch mehr Selbstverantwortung für die eigenen Schattenthemen.

Aus meiner Arbeit als Coach/Mediatorin schöpfe ich täglich Kraft und Energie, weil ich in meinem Element bin und einen tieferen Sinn darin erkenne, der über das Geldverdienen hinausgeht. Ich bin dankbar, mit meiner Arbeit tief zu bewegen und zu mehr Bewusstheit und Heilung zu führen. Ich mache meinen Job deshalb, weil ich dazu beitragen möchte, mehr Bewusstwerdung in die Familienunternehmen und in jeden Einzelnen von uns zu bringen.

Für jeden gesunden Mensch ist dieser Weg möglich, sobald er sich dazu entscheidet, diesen Weg zu gehen. Wenn sich meine Klienten erlauben, ihre Angst zu überwinden und in ihre Kraft zu kommen, erlauben sie gleichzeitig auch ihrem Gegenüber, ebenso frei von Angst zu sein und ebenfalls in seine Größe zu kommen. Ich wünsche mir mehr achtsame und bewusste Menschen, die durch die Begegnung mit sich selbst andere nicht mehr (unbewusst) verletzen. Und genau aus dieser intrinsischen Motivation heraus ist dieses Buch entstanden.

»GEISTIGFREI« AUF LA GOMERA – MEINE REISE BEGINNT

Während ich dieses besondere, weil erste Kapitel meines Buches schreibe, sitze ich im Hotel »Jardín Tecina« in der fast schon mondän anmutenden Ortschaft Playa de Santiago auf La Gomera. Es ist das erste Mal, dass ich auf meiner Herzinsel in einer Hotelanlage wohne. Denn zuvor habe ich La Gomera an unterschiedlichen Orten und in anderen Umgebungen erleben dürfen. Es ist bei jedem neuen Besuch die alte Vertrautheit mit ihr da, jedoch erlebe ich sie immer wieder neu. Mit dieser kindlichen Neugier, mit der ich der Insel immer wieder neu begegnen kann, gehe ich seit Kurzem auch durch mein Leben. Und diese Sichtweise macht es geistig frei, bunt und lebendig.

Hotel Jardin Tecina auf La Gomera

Warum widme ich mein erstes Kapitel ausgerechnet der kleinen Kanarischen Insel im Atlantik?

Dafür möchte ich weiter ausholen und dir etwas über die einzelnen Kapitel erzählen. Wie ich dir bereits berichtet habe, durfte ich mich ab dem 27. Mai 2019 auf eine unglaubliche Abenteuerreise namens Leben machen. Diese Reise hat mich – ob bewusst oder unbewusst, das mag ich im Nachhinein gar nicht mehr beurteilen – an unglaubliche Orte geführt. So auch wieder nach La Gomera, wo ich 2012 während einer Kanaren-Kreuzfahrt bereits einen Tag verbringen durfte. Die bunten Fische im Hafen von La Gomera und das Auslaufen aus dem Hafen in der Dunkelheit der Nacht haben sich bei meiner ersten Kreuzfahrt vor zwölf Jahren in mein Gedächtnis eingeprägt. Genauso wie die kleinen beleuchteten Häuser, die aus den Felsen hervorstrahlten, die ich damals aus einem Strandkorb vom Heck des Kreuzfahrtschiffes heraus ein vorerst letztes Mal sah und an die ich mich auch Jahre später noch mit einem Lächeln auf den Lippen erinnerte.

Sieben Jahre später kehrte ich tief verletzt, immer noch gut im Job funktionierend, aber vom Leben enttäuscht an diesen Platz zurück. Es war mittlerweile Dezember und wir schrieben immer noch das Jahr 2019. Hinter mir lag seit Mai ein sehr bewegtes Jahr. Wohlgemerkt, ich hatte nach wie vor alle meine Arbeitstage wie geplant durchgeführt und zwischenzeitlich meinen Urlaub für meine Ausbildungsmodule in Integraler Organisations-Struktur-Aufstellung bei Rolf Lutterbeck verplant.3 Darüber hinaus hatte ich jede freie Gelegenheit genutzt, um diverse eigene Aufstellungen zu machen.

Doch nicht nur die nahmen meine Freizeit in Anspruch, sondern auch unzählige Onlineseminare bei Byron Katie, Stefanie Stahl, Terry O’Fallon, Frank Kinslow, Laura M. Seiler, Dr. Franz Ruppert, Christian Bischoff, Bodo Janssen, Gerald Hüther, Katherine Woodward Thomas, Frank Hoffmeister, Verena König und Dami Charf. Auch durfte ich zehn Tage im Ashram der Sivananda Yoga Europazentrale in Reith in Kitzbühel sowie eine unglaublich intensive Zeit im Biolandhaus »Arche« in Eberstein verbringen.

In der »Arche« hatte ich ursprünglich ein Buchprojekt für einen Verlag zur Unternehmensnachfolge weiterverfolgen wollen, jedoch habe ich mich genau in dieser Zeit dagegen entschieden. Warum? Es wurde mir einfach zu viel und es brachte mir keine Antworten. Denn ich hatte viele Fragen im Kopf. Und Emotionen, die ich weder in meinem Kopf noch mit meinem Kopf lösen konnte. Dabei hatte ich genau das mein Leben lang gemacht. Genau hier hat mich meine Kundalini-Yogapraxis, Emotional Freedom Technique (kurz EFT)4, sowie die Osho-Schüttelmeditation, auch »Dynamische«5 genannt, unglaublich entlastet.

Mit Osho war ich schon viele Jahre zuvor durch meine Ausbildung zur Diplom-Lebens- und Sozialberaterin in Wien in Berührung gekommen. Was damals noch befremdlich für mich wirkte, hat sich mit den Jahren zur Gewohnheit entwickelt. Überhaupt kam ich in den letzten zwanzig Jahren immer wieder mit Schülern von Osho in Berührung. Die hatten im Experimentierfeld des spirituellen Lehrers, der wegen seiner Methoden sehr umstritten war, Meditationsformen und Methoden entwickelt, um unterdrückte Gefühle und Emotionen bewusst auszudrücken, sie zu erfahren und sie dann auch loszulassen. Für mich waren die ersten Begegnungen mit diesen Ansätzen anfänglich sehr befremdlich, war ich doch sehr verkopft und stets kontrolliert. Da kam eine Dynamische Meditation fast einem Kontrollverlust gleich. Einfacher gelang mir während meiner Ausbildung in Wien der Zugang zu Viktor Frankl. Er, besser sein Lebenswerk, war es dann auch, was in diesem besagten Jahr Antworten für mich bereithielt.

Nach all diesen einprägsamen Stationen, die gleichsam wie Reiseziele waren, landete ich Anfang Dezember 2019 auf Teneriffa, von wo aus es mit der Fähre nach La Gomera weiterging. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie ich im Hafen von San Sebastián stand, in meinem gelben Friesennerz mit einem roten Emblem der Freien Hansestadt Hamburg. Völlig überteuert und deplatziert. In dem Moment habe ich mich gefragt: »Was mache ich hier eigentlich? Wie bin ich genau hierhergekommen?« Nicht dass ich mir diese Frage nicht schon früher an anderen Orten gestellt hätte. Meine Antwort heute, im Februar 2024, lautet: Jedes Reiseziel war genau richtig für mich, denn nicht mein Kopf, sondern mein Herz hat mich geführt. Und zu dem hatte ich vorher gar keinen Zugang. Ich habe einfach begonnen, meinem Leben zu vertrauen, und es fühlte sich unglaublich an. Allerdings auch unglaublich schmerzhaft, denn ich hatte ja einiges in mir verleugnet und verdrängt. Das wollte nun gesehen, durchfühlt und losgelassen werden. Und das brauchte einfach Zeit.

So gelangte ich an diesem Tag im Dezember zum ersten Mal mit dem Boot nach El Cabrito. Dort warteten Peter Schuth, mein Mental- und Achtsamkeitstrainer nicht nur für die nächsten Tage, doch das wusste ich damals noch nicht, und meine Retreatgruppe schon auf mich. Das Retreat »Zeit für mich! Die Reise zu dir selbst!«6 war eine der zwei Möglichkeiten, die mir in meinem Wunschzeitraum auf La Gomera als Selbsterfahrung im Internet angezeigt worden waren. Denn es musste auf jeden Fall die kleine Kanareninsel sein, der die in den Fluss bringende Energie des Sakralchakras nachgesagt wird. Das war mir klar, denn dort waren die Fische, die mich bei meinem ersten Besuch so beeindruckt hatten. Die zweite Option war damals ein Camp in der Wildnis La Gomeras, wo der Geist der alten Hippies noch spürbar erschien, welche Ende der 1960er-Jahre auf die noch unerschlossene Insel pilgerten. Doch nach Vollmondpartys, Felswänden, Zeit mit mir allein und gemeinsamem Musikmachen stand mir damals noch nicht der Sinn. Überhaupt trieb mir der Gedanke, allein unter freiem Himmel zu übernachten, schier den Schweiß auf die Stirn. Aus heutiger Sicht kaum zu glauben. Doch dazu später mehr.

So wurden es El Cabrito und das Selbsterfahrungsretreat mit »geistigfrei«-Ansatz von Peter, über den du im Kapitel über Ungarn mehr erfahren wirst. Und das hatte es in sich. Was ich erlebte, war eine Achterbahn der Gefühle, ziemlich viel Kopfkino, Reaktivieren sämtlicher alter Überlebensstrategien, Heulattacken, die kein Ende fanden, und tiefe, ehrliche und schonungslose Gespräche. Ich bin mir auf La Gomera nicht nur in dieser Zeit, sondern auch während der vielen weiteren Besuche so sehr begegnet, dass mein Leben mit dieser Insel auf ewig verbunden sein wird. Genauso übrigens wie mit meiner geliebten Altmühl, dem »stillen heiligen Fluss«, wie ihn einst die Kelten nannten, der sich friedlich durch das Altmühltal in meiner bayerischen Heimat schlängelt.

Rückblickend auf diese erste Zeit in El Cabrito erinnere ich mich heute noch an einen hellen, überwältigenden Vollmond über dem Atlantik, unzählige gemeinsame Sonnenaufgänge, in denen ich durch die wunderbare Gruppe in meiner Traurigkeit gehalten wurde, ständige Hinweise auf Quallen im Strandbereich, einmal am Tag leckeres Eis aus einer Orangenschale, ein Tal voller Tränen in meinen Augen, wunderbare Meditationen, lautes Kopfkino, geruhsame Nächte, das Geräusch der durchs Wasser bewegten Steine am Strand, die Begegnung mit spitzen Steinen auf dem Weg vom Strand ins Wasser, schlechten Internetempfang, tiefe Gespräche, einen Peter, der mir an manchen Stellen als Projektionsfläche für noch verdrängte Schattenthemen diente, Peters Koshi-Klangspiel, die besten Avocados, die ich je, davor und danach, gegessen habe, gemeinsames Schwimmen im Atlantik und eine emotionale Abreise als Zweitletzte der Gruppe. Kurzum: Ich war verliebt in diese Insel und daher bin ich seither immer wieder zurückgekommen, so auch jetzt, um alle bisherigen Puzzleteile auf meinem Weg zusammenzufügen. Und vielleicht passt auch eines dieser Puzzleteile zu dir.

WEIHNACHTEN UND SILVESTER AUF MALLORCA

Von La Gomera ging es für mich über München weiter auf das ehemalige Landgut und die heutige Retreat-Finca Son Manera auf Mallorca. Dort wollte ich nicht nur die Weihnachtstage und den Jahreswechsel verbringen, sondern auch erstmalig die Raunächte mit wunderschönen Ritualen zur Jahresreflexion7 zelebrieren. Ich hatte mir einige Bücher, Rauchwerk und eine Raunachtskerze aus der Allgäuer Kräuterwerkstatt besorgt und wollte mich intensiver mit diesem alten Ritual beschäftigen. Bereits im März 2019 war ich zum Wandern auf der Baleareninsel gewesen und hatte das Selbsterfahrungsretreat daher bewusst auf ihr ausgewählt. Wie schon das ganze Jahr über stellte ich mir auch hier die Frage: »Warum bist du hier? Was gibt es an diesem Ort zu entdecken?« Aus heutiger Sicht hätte ich die gleichen Erfahrungen auch in meinem Garten zu Hause machen können, doch ich wusste damals leider noch nicht wie. Und da ich immer noch im Außen nach Antworten suchte, musste ich halt in der Welt umherreisen. Wie gesagt, die Antwort wartet nicht im Außen, sondern in uns. Und da ich mir damals Auszeiten mit mir noch buchen musste, statt mich einfach mit meinem Kajak oder meiner Dori – das ist übrigens mein Camper-Van, über den ich euch später noch etwas erzählen werde – an und auf die Altmühl zu setzen, saß ich also nach La Gomera nun auf Mallorca. Diese Auszeit konnte ich mir, da ich gut in meinem Job funktionierte, auch leisten. Dafür bin ich heute noch zutiefst dankbar. Oder, wie mir letztens ein Kunde auf seine liebevoll oberbayerische Art zu verstehen gegeben hat: »Gut, dass du den Schmarrn die ganze Zeit betrieben hast, nicht auszudenken, wo wir heute mit unserem Unternehmen ohne stehen würden.« Das ist die hochdeutsche Übersetzung seiner Aussage. So schaut ein Lob in Bayern aus. Und das gleicht fast schon einer Oscarverleihung.

Doch kommen wir zurück auf die Finca Son Manera, die in der spanischen Gemeinde Montuïri zu finden ist. Mit 3.119 Einwohnern liegt sie im Herzen der Lieblingsinsel der Deutschen. Dieser kleine Ort wurde einst im blutigen Kampf um Mallorca von den Sarazenen besetzt und ihnen Jahrhunderte später auch wieder entrissen. Das hat sich eingeprägt und nun kam ich mit meinem Namen und bekam ein Hotelzimmer mit Terrasse, welches ich weder gebucht noch in der eigentlichen Höhe bezahlt hatte. Aber das ist mir erst viel später aufgefallen. Erst am letzten Abend stand ich mit einer lieben spanischen Housekeeping-Mitarbeiterin auf der Terrasse und während wir gemeinsam auf die beeindruckende, abendländisch anmutende Altstadt blickten, sprach sie von meinen Vorfahren. Das machte für mich in dem Moment keinen Sinn. Warum? Der Name Sarrazin stammt aus dem Französischen und kommt dort genauso häufig als Familienname vor wie bei uns der Name Meier, Müller oder Schulz. Er wird im Französischen nur anders geschrieben und bedeutet: »Jemand, der im Land der Sarazenen war.« Kurz gesagt: Wer gegen die Sarazenen in den Krieg zog und so Frieden stiftete, bekam den Namen, ein Stück Land und etwas Geld.

Findet in meiner Welt Frieden erst einmal in mir und damit auch im Außen statt, war es zur Zeit meiner Vorfahren noch anders. Daher tragen die Schüler meines Herzensprojekts »Schau hin und nicht weg, denn jeder ist okay, so wie sie/er ist« mein Familienwappen als Zeichen für ihre Friedensmission auf ihren T-Shirts. So unterstützen sie andere Schüler als Coaches und Streitschlichter, einen friedlichen Umgang an der Schule zu leben.

Doch zurück zu meinem Retreat auf der Finca: Ich kann mich noch gut an meine Yogaeinheiten dort erinnern, in denen wir sehr gezielt auch Körperbereiche einbezogen haben, in denen Entwicklungstraumata der ersten Lebensjahre8 eingeschlossen wurden. Das ist bei vielen von uns so, auch wenn wir dies nicht wahrhaben wollen. Warum, wirst du in den nächsten Kapiteln dieses Buches erfahren.

Ich kann mich noch sehr gut an die einzelnen Nächte erinnern, in denen ich von der Körperarbeit und den Raunächten aufgewühlt in meinem Hotelzimmer lag und mich fragte, wann ich denn endlich mit meinem persönlichen Prozess fertig sei. Welch lustiger Gedanke, aus meiner heutigen Perspektive betrachtet: Wir entwickeln uns ein Leben lang oder eben nicht. Und mit Entwicklung meine ich nicht Selbstoptimierung, sondern Schattenarbeit.

Da gibt es für mich einen großen Unterschied. Wenn ich mich selbst optimiere, schaue ich nicht unbedingt auf meine Glaubenssätze und Muster9