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Finde dein IKIGAI – Lebe, was dich wirklich erfüllt Der Weg zu innerer Klarheit, Selbstverwirklichung und Sinn im Leben Weißt du, wofür du wirklich hier bist? In einer Welt voller Unsicherheiten und ständiger Veränderungen wächst bei vielen Menschen der Wunsch nach einem sinnerfüllten Leben. Wenn im Außen nichts mehr sicher scheint, wird innere Stabilität zum Schlüssel. Dieses Buch zeigt dir, wie du deinen ganz persönlichen Weg findest – mit Klarheit, Vertrauen und einem tiefen Gefühl von Sinn. Du hast vielleicht keinen Einfluss darauf, was im Außen geschieht. Aber du hast Einfluss darauf, was du daraus machst. Du kannst selbst entscheiden, welchen Weg du gehen willst. Alles, was du dafür brauchst, sind die Antworten auf diese vier Fragen: 1. Tust du, was du liebst? 2. Tust du, was du gut kannst? 3. Tust du, was die Welt braucht? 4. Tust du, wofür du bezahlt wirst? Wenn du dein Leben nach diesen Fragen ausrichtest, findest du dein Ikigai – den japanischen Begriff für "den Sinn des Lebens". Du entfaltest dein volles Potenzial, gewinnst neue Lebensfreude und verbindest dich mit einer Quelle innerer Kraft, die dich trägt – jeden Tag. Dieses Buch begleitet dich Schritt für Schritt: - Es hilft dir, deine Talente und Herzensanliegen zu erkennen - Es zeigt dir, wie du Blockaden und alte Glaubenssätze auflöst - Es verbindet östliche Weisheit mit moderner Psychologie - Es gibt dir praktische Werkzeuge an die Hand – von Reflexion bis "Magic Morning" - Es inspiriert dich, deine Berufung zu leben und für dich einzustehen Wenn du dein Ikigai lebst, verändert sich DEINE Welt – und damit die ganze Welt.
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Seitenzahl: 211
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Wendelin Niederberger
Finde dein
IKIGAI
Mit einem Vorwort von
Dr. Ruediger Dahlke
Wichtiger Hinweis:
Die Inhalte des Buches stellen keine Diagnose dar und sind kein Ersatz für ärztliche, medizinische, medikamentöse oder therapeutische Behandlung. Die im Buch veröffentlichten Empfehlungen wurden vom Verfasser und vom Verlag sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Ebenso ist die Haftung des Verfassers bzw. des Verlages und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen.
Die Erstausgabe erschien 2022 in der Schweiz bei Prosperity-Publishing, Wilen1. Auflage August 2025
© EchnAton Verlag Diana Schulz e.K.Wasserburger Str. 12, 83561 Ramerberg, Deutschlandwww.echnaton-verlag.de [email protected]
Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Verlages oder unter Anwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Cover: Marlene DeschlAutorenfoto: © Gabi HagenbuchGestaltung und Satz: Evelyne DurrerLektorat: Marco CaduffVerlagsmitarbeit: Sabine ZimmermannGrafiken Innenteil: ©Jörg Möller-JöhnkBilder Innenteil: Zellteilung: https://www.nature.com/articles/nchem.2133 Wasserkristall: http://emoto-labo.com/
Fuji-san und Kirschblüte: © OpenClipart-Vectors, Pixabay
Yin- und Yang-Symbol: © OpenClipart-Vectors, PixabayISBN (Print): 978-3-96442-079-4ISBN (E-Book): 978-3-96442-080-0
Widmung
»Meinem Vater Paul Niederberger (1924 – 2017), der sein Ikigai mit großer Begeisterung gelebt hat.«
Inhalt
Vorwort von Dr. Ruediger Dahlke
Herzlich willkommen
Teil 1:Warum du dein Ikigai kennen solltest
Alles erreicht. Und nun?
Eine Antwort aus dem Osten
Wofür es sich wirklich zu leben lohnt
Die Blume des Lebens und der Same des Lebens
Wer seinem Leben einen Sinn gibt, lebt länger
Reine Energie: Wie Gedanken, Gefühle und Materie sich gegenseitig beeinflussen
Eine Reise zum Ursprung
Die Kunst, die Welt so zu umarmen, wie sie ist
Flow – die Verbindung zum Universum
Das Tao des Ikigai
Warum dein Ikigai eine Vision und keine Ziele braucht
Die Magie der goldenen Feder
Teil 2: So findest du dein Ikigai
Finde den Lebensplan deiner Seele
Verbinde deine persönliche und deine berufliche Vision
Alles in Balance: Die vier Aspekte deines Ikigai
Die erste Integrationsstufe: Zwei Kreise schneiden sich
Die zweite Integrationsstufe: Drei Kreise schneiden sich
Wenn es nicht fließt: Glaubenssätze und Blockaden erkennen
Einfach mal »Danke« sagen
»Magic Morning« – Die Magie des Morgens nutzen
Menschen, die ihr Ikigai gefunden haben
Checklisten und FragebögenWie warst du als Kind?
Die vier Aspekte deines Ikigai
Heute ist dein Tag – finde dein Ikigai!
Epilog
Dank
Begriffserklärungen
Buchtipps
Weitere Angebote von Wendelin Niederberger
Taoistisches Gesichter-Lesen
Vorwortvon Dr. Ruediger Dahlke
Finde dein Ikigai ist eines der inspirierendsten Bücher, die ich je gelesen habe, und ich will dieses Vorwort nutzen, zu begründen, warum ich das so empfinde und dir, liebe Leserin, lieber Leser, dieses Buch so gern so nahebringen möchte. Ikigai heißt auf Japanisch Sinn des Lebens, und dieses Thema hat mich immer beschäftigt – wie in Schicksalsgesetze – Spielregeln des Lebens dargestellt –, und es wird höchste Zeit, dass es sich viele von uns zu eigen machen. Daher wünsche ich dem Buch Finde dein Ikigai von Herzen, ein ebenso großer oder noch größerer Bestseller zu werden. Den Sinn des Lebens in den Mittelpunkt zu stellen, wäre für jede(n) Einzelne(n) und uns alle so gut und wichtig!Ein weiterer Grund ist, dass ich im Buch Finde dein Ikigai so viele mir vertraute Ideen vorfand, die ich ausprobiert und als wirksam empfunden habe und deshalb schon so lange und gern vertrete. Ich möchte es allen nicht nur empfehlen, sondern wirklich ans Herz legen – dort gehört es hin. Es kann unser Herz erreichen, dort Liebe und Begeisterung auslösen und so Hirn und Herz verbinden. Nicht umsonst ist das alles verbindende Symbol dieses Weges die Blume des Lebens, die uns durchs Buch begleitet und trägt.Das Buch ist so voller wichtiger Hinweise, um einen beglückenden Weg durchs Leben zu finden, sowohl aus der Weisheitslehre des Ostens wie auch erprobt vom Autor selbst und in seinem Leben umgesetzt, und es entspricht in seiner Haltung der Ikigai-Idee von Laotse, dem Begründer des Taoismus:Plane das Schwierige da, wo es noch leicht ist.Tue das Große da, wo es noch klein ist.Alles Schwere auf Erden beginnt stets als Leichtes.Alles Große auf Erden beginnt stets als Kleines.Japaner, aber überhaupt alle spirituellen Sucher sind überzeugt, jeder von uns habe einen tieferen Grund zu leben, eine Aufgabe, für die es lohnt, jeden Morgen wieder aufzustehen – mit anderen Worten (s)ein Ikigai.Noch ein weiterer Grund, warum mich dieses Buch persönlich so anspricht, ist, dass ich Schicksalsgesetze aus der Perspektive westlicher Spiritualität geschrieben und es jetzt sehr genossen habe, so viele gleiche Gedanken aus japanischer und östlicher Sicht zu lesen, vom Autor so wundervoll aufbereitet.Der Buddhismus weiß: »Deine wahre Aufgabe liegt darin, deine wahre Aufgabe zu finden.«Aristoteles sagte es für den Westen so ähnlich und pragmatisch: »Wo sich deine Talente mit den Bedürfnissen der Welt kreuzen, liegt deine Berufung.«Finde dein Ikigai macht uns Mut, diese Schnittmenge für uns persönlich zu identifizieren und unser volles Potenzial zu entdecken, unsere Talente und Begabungen zu finden und als Gaben zu erkennen, die es zu geben gilt, um unseren Traum von uns selbst zu leben und zu verwirklichen.In dieser besonderen Zeit nach dem Corona-Koma, einem überdeutlichen Hinweis, wie schwach unser persönliches und kollektives Immunsystem geworden ist, und einem Verweis darauf, wie sehr unsere Art zu leben und zu wirtschaften am Ende ist, brauchen die meisten von uns und wir kollektiv einen neuen Lebenssinn, eben unser eigenes Ikigai.Angesprochen sind wir fast alle, und selbst diejenigen, die diesen Weg schon länger gehen – vielleicht ohne ihn Ikigai zu nennen –, finden Freude daran. Eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Medizin ist es aber für alle, die noch an der Verschieberitis leiden, dieser schrecklichen seelischen Seuche, die alles Wesentliche auf später verschieben lässt. Wer sich am Montagmorgen nach dessen Abend sehnt, am Wochenbeginn nach dem Wochenende, im Winter nach den großen Ferien im Sommer, ist in Gefahr, die großen Ferien des Lebens, die Rentenzeit, mit Langeweile zu füllen, wenn auch bis dahin kein erfüllender Sinn, kein Ikigai, gefunden ist.Ein Patient von mir schaffte es nur mit Hilfe seines Hobbys Golf, sich über die Stresszeiten seines anspruchsvollen Manager-Lebens zu retten. Dafür jettete er jeden Sommerurlaub in (s)ein Traumhotel auf (s)einer Trauminsel. An diesem fernen Traumplatz kaufte er sich rechtzeitig vor der Pension ein halbes Stockwerk, um dann nur noch zu golfen und zu genießen. Als ich ihn – als Patient und reichlich krank – wieder traf, hatte er herausgefunden, was Raubbau an der eigenen Gesundheit für ein Wahnsinn ist und auch, wie sich Golfen für den Rest des Lebens am Traumplatz in einen Alptraum wandelte.Wendelin animiert uns mit dem Buch Finde dein Ikigai, diesen im Westen so weit verbreiteten Fehler zu vermeiden, und fragt konkret und zwischen so vielen brillanten Zeilen: Wie wäre es, wenn du bereits jetzt, in diesem Moment, anfangen würdest, ein erfülltes Leben in innerem Frieden voller Zufriedenheit zu leben? Wie würde es sich für dich anfühlen, schon jetzt einfach zu tun, was du wirklich liebst, was deine Seele bewegt und dein Herz erfüllt? Gibt es außer selbst auferlegten, völlig überflüssigen Beschränkungen einen einzigen Grund, das nicht schon jederzeit zu verwirklichen?Falls du bis jetzt noch an solche Ausreden glaubst, wird sie dir dieses Buch auf liebevolle Weise zertrümmern. Dein Ikigai zu leben, bedeutet, jeden Moment zu genießen, schon in den kleinen alltäglichen Dingen, und nicht auf irgendwelche Riesenerfolge zu warten. Eines der Geheimnisse dieses Buches ist es, die ewige Warterei ein für allemal auf leichte und freundliche Weise zu beenden. Es vertröstet uns gerade nicht auf eine hohe Lebenserwartung und lange Pensionszeit, sondern ermutigt, jetzt mit dem Leben zu beginnen. Alles spricht dafür, und Wendelin bemüht neben der zeitlosen Weisheitslehre auch moderne Sozial-Forschung. Die deutschen Arbeitnehmer sind mit 85% Unzufriedenen noch die glücklichsten, in der Schweiz haben 88% und in Österreich sogar 89% der Befragten die Nase gestrichen voll von ihrer Arbeit.Zum Glück kenne ich keine entsprechende Statistik für Beziehungen. Aber wäre die Bilanz wohl viel besser? Hoffentlich! Aber nach guten 40 Arztjahren mit viel Partnerschaftsberatung muss ich es leider stark bezweifeln.Das mit beinahe allen Mitteln von unseren Obrigkeiten inszenierte Corona-Koma wird wohl viele dieser Arbeitsstellen kosten und auch viele Selbstständigkeiten. Was dann? Jährliche Shutdowns für ein oder zwei Infektions-Wellen und noch mehr Depressionen oder etwas ganz Neues, Sinnvolleres? Wäre das jetzt nicht spätestens die Zeit für Ikigai? Den Sinn des Lebens zu finden, macht glücklich wie nichts anderes und stark. Und wie die Wissenschaft heute weiß, stärkt es auch unsere Abwehrkraft enorm. Seit über 40 Jahren nehmen viele meiner Freunde und ich nicht mehr an Grippe-Wellen teil. Und ich weiß nicht sicher, liegt es an der pflanzlich-vollwertigen »Peacefood«-Kost und den Essenspausen des Fastens oder an Ikigai? Wahrscheinlich an beidem, denn Letzteres fördert Ersteres ungemein.Es sind so einfache und wesentliche Fragen, mit denen uns Wendelin die Alternativlosigkeit von Ikigai so nahe bringt.Wie wäre es, wenn unser notwendiges Einkommen die natürliche Folge einer für uns sinnvollen Aufgabe wäre und nicht das Ziel? Wie wäre es, sich von den sinnlosen und fürchterlichen Teufelskreisen zu verabschieden?Sehnt sich deine Seele nicht eher nach Harmonie und Liebe statt nach Konsum, auch wenn dieser die religiöse Praxis der größten und am schnellsten wachsenden Glaubensgemeinschaft der Geld-Welt-Religion ist?Macht es wirklich Sinn, mit Geld, das wir gar nicht haben, sondern uns leihen müssen, Dinge zu kaufen, die wir gar nicht brauchen, um vor Leuten zu protzen, die wir gar nicht mögen?Macht es wirklich Sinn, Milliarden sogenannte Nutz-Tiere entsetzlich zu quälen, um Fleisch zu produzieren, das uns krank macht? Dass wir Forschern erlauben, Millionen sogenannte Versuchs-Tiere zu foltern auf der Suche nach Medikamenten, die wir gar nicht bräuchten, wenn wir kein Fleisch essen würden?Auch für die persönlichen Teufelskreise und Sackgassen eröffnet uns Wendelin (s)ein reiches Repertoire an Auswegen auf dem Weg zu unserem individuellen Ikigai.Und schon der Weg ist eine wundervolle Offenbarung, Dankbarkeit und Liebe sind sein Antrieb, und er ist mehr Fluss als Weg, ein Fließen der Lebensenergie, der Flow, von dem schon Heraklit wusste, als er formulierte: panta rhei – alles fließt.Am raschesten verwirklichst und vollendest du diesen Weg des fließenden Lebensstromes, wenn du früh beginnst, dich selbst zu lieben. Allmählich wird sich die Liebe wie von selbst auf alle anderen und sogar alles andere ausdehnen – und je mehr Liebe du gibst, desto mehr wirst du bekommen und auch behalten. Du kannst schon mal mit Freundlichkeit anfangen zu üben.Wendelin verrät uns für diesen wunderbaren Weg seine persönlichen Methoden, die so viel mehr als Tricks sind, etwa die »Magic Morning«-Übung. Wer wüsste nicht, dass Morgenstund‘ Gold im Mund hat. Aber wer nutzt schon diese frühen und besten Stunden des Tages für sich, den einzigen Menschen, von dem wir sicher sein können, dass er ein Leben lang zu uns hält.Zu den vielen Wunder-wirkenden Tipps des Autors möchte ich gern noch »Kurzzeitfasten« hinzufügen. Mit keiner Methode habe ich in den letzten 40 Jahren auch nur annähernd so viel Zeit (und damit auch Geld) gespart und Gesundheit gewonnen. Wer eines von beiden, Frühstück oder Abendessen, weglässt, verliert nichts Wesentliches, gewinnt aber mehr, als er sich jetzt vorstellen mag. Das kann eine große Erleichterung sein auf dem Weg zum Ikigai, dem persönlichen Lebenssinn – egal ob du gerade losgegangen oder schon auf der Zielgeraden bist.Ruediger DahlkeTamanGa, September 2020(www.dahlke.at)
Plane das Schwierige da, wo es noch leicht ist.Tue das Große da, wo es noch klein ist.Alles Schwere auf Erden beginnt stets als Leichtes.Alles Große auf Erden beginnt stets als Kleines.
Laotse, Begründer des Taoismus
Teil 1:
Warum du dein Ikigai kennen solltest
Alles erreicht. Und nun?
Bevor meine Frau und ich vor mehr als drei Jahrzehnten die visionäre Erfolgsakademie gründeten, arbeitete ich als Hotelier und gemeinsam leiteten wir ein Hotel. Ich war sehr erfolgreich in dieser Tätigkeit, die mich – nach meinem damaligen Verständnis – voll und ganz erfüllte. Mit »erfüllte«meine ich, dass ich zu jener Zeit als Hotelier alle Ziele erreicht hatte, die ich mir persönlich vorgenommen hatte und die mir wichtig waren. Und nicht nur das – alles, was in dieser Branche und in diesem Job zu erreichen war, habe ich bis zur Perfektion gebracht. Ich habe so ziemlich alle Ausbildungen besucht, die man zu jener Zeit überhaupt absolvieren konnte. Ich perfektionierte meine Aufgabe immer mehr, bis ich nach und nach genau auf jenem Top-Level angekommen war, welches ich mir immer erträumt hatte. Plötzlich stand ich auf dem Gipfel, blinzelte in die Sonne und wusste, dass ich nun wirklich alles erreicht hatte. Doch das erwartete großartige Glücksgefühl blieb aus. Stattdessen meldete sich in mir eine leise Stimme.»Und jetzt«? sagte die Stimme zu mir. »Was kommt jetzt noch, nachdem du alles erreicht hast? War das schon alles? Oder soll dein Leben einfach so weitergehen – in dem Sinne, dass du einen noch größeren Betrieb übernimmst? Wo soll es denn hingehen? Was kommt nun? Was willst du noch erreichen? Warum bist du wirklich hier?«Die leise Stimme in mir wurde immer lauter, bis ich sie nicht mehr ignorieren konnte. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass ich nicht einfach so weitermachen konnte. Ich musste etwas verändern in meinem Leben. Aber was?Und so hielt ich Ausschau nach jemandem, der mir dabei helfen würde, diese essenziellen Fragen zu beantworten. Warum war ich wirklich hier? Welche Aufgabe würde mir die wahre Erfüllung bringen?Doch so sehr ich auch suchte – es gab niemanden, der mir dafür seine Hilfe anbieten konnte. Der Beruf des Lebensplan-Beraters war in der westlichen Welt zu jener Zeit noch gar nicht bekannt. Also machte ich mich auf den Weg, um die Antworten selbst zu finden. Auf einer Reise in den Osten entdeckte ich eine Philosophie, die auf dem Prinzip der Harmonie beruht und die mich von Anfang an faszinierte. Hier fand ich endlich meine Antworten, und so habe ich mich selbst zum Lebensplan-Berater ausgebildet. Gleichzeitig begann ich, meinen wahren Traum zu leben.Auf diesem Weg passierte etwas Erstaunliches. Je mehr ich mich mit der Frage nach dem Sinn meines Daseins beschäftigt habe, umso öfter habe ich Menschen getroffen, denen es ebenso erging wie mir:Da waren Menschen, die eine Unzufriedenheit in ihrem Beruf spürten, weil sie ihre wahren Talente nicht leben konnten und keinen wirklichen Sinn in ihrer Aufgabe sahen. Ich traf auf Menschen, die gerne etwas völlig anderes gemacht hätten, die sogar bereits eine Vision hatten, deren Umsetzung aber nicht wagten – weil ihnen der Mut fehlte oder weil sie nicht wussten, ob sie davon würden leben können. Und ich traf auf Menschen, die wie ich alle selbst gesetzten Ziele erreicht hatten und die nun eine innere Leere spürten. Da wusste ich, dass ich keine Ausnahme bin, sondern dass die Suche nach dem Sinn des Lebens sehr viele Menschen beschäftigt.Vielleicht gehörst du auch zu jenen Menschen, die intuitiv fühlen, dass es (außer dem Gehalt, der Zusammenarbeit mit den Kollegen oder der Anerkennung durch den Chef) einen wirklich sinnvollen Grund geben muss, um Tag für Tag morgens aufzustehen. Und vielleicht hast du auch schon einmal diese leise Stimme vernommen, die nicht aus dem Verstand zu kommen scheint und die einfach nur Fragen stellt wie:Worum geht es wirklich?Was ist deine wahre Aufgabe?Warum bist du hier?
Sobald wir beginnen, uns diese Fragen ernsthaft zu stellen, verändert sich unser Leben. Vielleicht ist es anfangs nur ein leises Gefühl, eine Ahnung, dass es so nicht weitergehen kann. Was den meisten von uns jedoch fehlt – so wie mir damals auch – ist eine echte Unterstützung bei der Suche nach dem Sinn des eigenen Daseins.In der östlichen Philosophie und Kultur habe ich mit Ikigai den Schlüssel für ein zufriedenes und glückliches Leben gefunden.
Die Japaner sind davon überzeugt, dass jeder Mensch ein Ikigai hat. Das Ikigai ist der reason for being, der Grund, für den es sich wirklich – wirklich wirklich! – lohnt, morgens aufzustehen.Auch wenn Ikigai seinen Ursprung in Japan hat, finden sich in allen Kulturen und zu allen Zeiten Hinweise auf die existenzielle Bedeutung einer Lebensaufgabe. Denn die Frage nach dem Sinn des Daseins gehört zu den ältesten Fragen der Menschheit überhaupt.Im Buddhismus heißt es: »Deine wahre Aufgabe liegt darin, deine wahre Aufgabe zu finden.«Der griechische Philosoph Aristoteles formuliert es ganz pragmatisch: »Wo sich deine Talente mit den Bedürfnissen der Welt kreuzen, liegt deine Berufung.«Nicht immer ist diese wahre Aufgabe offensichtlich. Sehr oft ist das Ikigai in einem Menschen verborgen und muss erst entdeckt werden. Doch wenn du dich auf die Reise zu dir selbst begibst, wirst du überrascht sein über all die Schätze, die im Verborgenen schlummern. Ikigai macht dir Mut, dein volles Potenzial zu entdecken und deinen Traum zu leben.Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Menschen dabei zu unterstützen, eine Antwort auf die Frage zu finden, warum sie in dieses Leben gekommen sind. Aus dieser Motivation heraus ist auch dieses Buch entstanden – es soll dir ein Wegbegleiter auf der Suche nach deinem persönlichen Ikigai sein.
Eine Antwort aus dem Osten
Unsere westliche Welt liebt das Prinzip von Ursache und Wirkung. Vor rund 500 Jahren, mit Beginn der Neuzeit, und später in der Aufklärung, begannen die Menschen im Westen, ihre Welt mit wissenschaftlichen Methoden zu strukturieren und in Regeln und Systeme einzuordnen. Newton’s Kausalitätsgesetz und die Grundannahme, dass es zu jeder Wirkung eine Ursache gibt, prägt unsere westliche Kultur bis heute. Dieses lineare Denken hat durchaus einige Vorteile, denn der rational denkende Verstand weiß dadurch immer, was zu tun ist. So vertrauen wir im Westen darauf, dass eine perfekte Planung und Methodik einen reibungslosen Ablauf garantiert.Auch unsere westliche Schulmedizin beruht auf diesem Prinzip: Für jede Erkrankung gibt es eine Ursache, und darauf wird die entsprechende Behandlung abgestimmt. Die Ursache einer bakteriellen Infektion ist ein Bakterium, also wird dieses mit Antibiotika behandelt. Ein solches Vorgehen garantiert uns immer eine Lösung, hat jedoch den Nachteil, dass es nur dann funktioniert, wenn der Mensch als eine Art Maschine im »Wenn-dann-Modus« betrachtet wird.Die östliche Kultur hingegen betrachtet die Welt auf eine ganz andere Art und Weise, als wir das hier im Westen tun. In der Medizin wird der Mensch ganzheitlich, also als eine Einheit von Körper und Psyche gesehen. Die Frage nach der Ursache einer Erkrankung lautet hier: Warum konnte dein Organismus als Ganzes in Disharmonie geraten, so dass Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren ihn überhaupt angreifen konnten?Alternative Heilmethoden, die oft auf fernöstliche Wurzeln wie die traditionelle chinesische Medizin zurückgreifen, ziehen deshalb so viele Menschen an, weil sie spüren, dass die Heilung einer Erkrankung mehr bedeutet als die Einnahme eines vom Arzt verordneten Medikaments. Immer mehr Menschen beginnen zu fühlen, dass ihre Krankheit eine Botschaft hat, die es zunächst zu verstehen gilt. Möglicherweise ist sogar eine komplette Veränderung der Lebenssituation oder der Denkweise erforderlich, damit wirkliche Heilung erfolgen kann. Die ganzheitliche Betrachtung weitet unseren Horizont und liefert ganz neue Erkenntnisse – sofern wir bereit sind, nach innen zu schauen und Verantwortung für uns selbst und unser Wohlbefinden zu übernehmen.
Die Botschaft des Coronavirus
Im Jahr 2020 zeigte uns ein kleines Virus die Grenzen unseres kausal-analytischen Weltbildes auf. Wenn wir das Coronavirus einmal durch die ganzheitliche Brille betrachten, werden wir zu ganz neuen Erkenntnissen kommen. Denn auch unser Planet mit allem, was sich darauf befindet, ist ein großer, zusammenhängender Organismus. Daher müssen wir uns auch die Frage stellen, wie denn unser System derart in Disharmonie geraten konnte, dass ein so kleines Virus uns überhaupt angreifen konnte. Dazu braucht es ein ganzheitliches Verständnis von Krankheit. Denn eine Krankheit ist oft die einzige Chance unserer Seele, mit uns in Kontakt zu treten. Wir würden ihr sonst ja auch gar nicht zuhören. Erst wenn es wirklich unangenehm wird, weil wir unser altes Leben nicht weiterleben können, beginnen wir Menschen (oder zumindest einige von uns), in uns zu spüren und etwas zu verändern. Einige machen aber auch weiter wie bisher – zumindest so lange, bis sie den nächsten »Weckruf« bekommen.Wenn wir das Coronavirus einmal als Seele der Menschheit betrachten, die mit uns in Kontakt tritt: Was ist die Botschaft?Es sind vor allem ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen, die an Covid-19 gestorben sind. Das Virus greift jene Menschen ganz besonders an, deren Immunsystem geschwächt ist. Doch welches Gefühl schwächt unser Immunsystem ganz besonders? Es ist das Gefühl der Angst! Es war gut zu beobachten, wie dieses kleine Virus sehr viele und dabei ganz unterschiedliche menschliche Ängste auf der ganzen Welt ausgelöst hat: Ohnmacht, Angst vor dem Tod, Angst vor Verlust, Angst vor Veränderung, Angst vor Einsamkeit, Angst vor Überforderung, Angst vor dem Loslassen, Existenzangst – aber auch Angst vor Machtverlust und Angst vor dem Verlust der Freiheit. Das Neue an der Situation war, dass alle diese Ängste, denen die meisten von uns im Leben bereits begegnet sind, plötzlich weltweit und potenziert auftraten.In jeder Krise steckt immer auch eine Chance. Das östliche Weltbild kennt keine absoluten Wahrheiten, sondern nur Polaritäten. Im Chinesischen setzt sich daher das Wort Krise aus dem Begriff WEI (Gefahr) und JI (Wende zum Besseren) zusammen. Jede Bedrohung enthält daher auch die Gelegenheit, etwas zu verbessern.Jeder, der sich seinen größten Ängsten einmal gestellt hat und diese dabei überwinden konnte, wird zwei Dinge feststellen: Zum einen, dass die eigenen Ängste, so furchteinflößend sie auch zunächst erscheinen mögen, nichts als harmlose Papiertiger sind. Zum anderen, dass die eigene Persönlichkeit gewachsen ist, also quasi einen Transformationsprozess durchlaufen hat. Wer diesen Quantensprung durchlebt hat, wird nicht mehr in alte Ängste und Abhängigkeiten zurückkehren. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, muss man die eigenen Ängste allerdings einmal gefühlt und akzeptiert haben. Darin liegt auch die Chance einer Wende zum Besseren: Das Virus fordert uns auf, unsere Ängste bewusst anzuschauen, auszuhalten – und dann dauerhaft loszulassen.Wir haben die Wahl. Wir können uns weiter in unseren Sorgen und Dramen verlieren – oder bewusstere, reifere, vertrauensvollere Menschen werden. Denn nur so können wir unser Ikigai auch wirklich leben!
Der Patient auf der Intensivstation
Das Coronavirus hat noch eine weitere Botschaft für uns: Welcher Patient – global betrachtet – musste wirklich auf die Intensivstation? Wer zeigte die stärksten Symptome von allen? Und wer hatte tatsächlich das schwächste Immunsystem?Die Antwort liegt auf der Hand – es ist unsere Wirtschaft, die mit enormen Subventionen und Krediten beatmet werden musste, wobei die Hilfsgelder die Funktion der Beatmungsgeräte übernahmen. Unser bisheriges Wirtschaftssystem, so wie es bis jetzt funktioniert hat, war energetisch betrachtet zu »dicht«, was bedeutet, dass die Immunabwehr nicht stark genug war.Was dürfen wir also aus diesem Szenario lernen? Aus einer ganzheitlichen Perspektive heraus hat das Virus uns lediglich einen Spiegel vorgehalten. Wir dürfen uns nun um unser eigenes Immunsystem kümmern, indem wir uns fragen, welche Aufgabe im Leben uns stärkt – und welche uns schwächt.Wir dürfen uns daher vom Virus abwenden – und der Wirtschaft zuwenden. Denn dort wird unsere Hilfe gebraucht! Sie wird aber nicht in Form von Geldern benötigt, sondern als Stärkung des Immunsystems.
Dieses Immunsystem basiert auf einem neuen Denken. Wir alle werden gerade dazu angehalten, ein neues Bewusstsein zu entwickeln. Eine Wirtschaft zu etablieren, die dem LEBEN dient und nicht der Gewinnmaximierung. Eine Welt zu schaffen, die der Lebendigkeit, dem Miteinander, dem Gemeinwohl, der Kreativität, der Gerechtigkeit und der Wertschätzung der natürlichen Ressourcen gerecht wird.
