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In dem Buch "Finde deine Formel" geht es darum, eine auf den Leser zugeschnittene Formel zu erstellen, die im Leben Orientierung, Halt, Kraft und Motivation bietet. Eine Formel in einer übersichtlichen Form, mit der man sich in dieser komplizierten Welt wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann. Dabei werden die großen Fragen des Lebens (Mensch und Gesellschaft, Gott und Sinn des Lebens) genauso wie die Suche nach sich selbst in Angriff genommen. Auf dieser Reise soll dieses Buch als nützlicher Wegbegleiter dienen und bietet Strategien und Hilfen in einem simplen, aber intensiven Gesamtkonzept.
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Seitenzahl: 165
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Für meinen Sohn.
Prolog: Fragen und Vorabinformationen
Teil 1 - Die Basis
1.1 Der Mensch und die Gesellschaft
1.1.1 Die Möglichkeiten der Veränderbarkeit und die Dilemmata des Menschen
1.1.2 Die neun Prinzipien des Menschen
1.1.3 Gefahren der Gesellschaft durch problematische Verhaltensweisen
1.1.4 Weitere Komplikationen und Notwendigkeiten
1.1.5 Unterschiede zwischen Menschen und der Einfluss von Kultur und Religion
1.2 Gott und die Menschheit
1.2.1 Einleitung
1.2.2 Das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gott
1.2.3 Der menschliche Glaube
1.2.4 Gründe, die für einen Gott sprechen können
1.2.5 Wie wäre Gott - Und welche Aufgabe hätte der Mensch?
1.3 Der Sinn des Lebens – mit und ohne Gott
1.4 Fazit
Teil 2 - Die Formel
2.1 Das Grundgerüst
2.2 Die Funktionsweise
2.3 Aufbau der einzelnen Schritte mit kurzen Erklärungen
2.4 Beispiel einer Formel
2.5 Lebensbereiche, elementare Strategien und das „Punkte zählen“
2.5.1 Lebensbereiche
2.5.2 Das „Punktezählen“
2.5.3 Ausgewählte Beispiele für die Punktevergabe in den einzelnen Bereichen
2.6 „Die Liste“
2.7 „Sicherheit vs. Freiheit“ - Der Wochenplan
2.7.1 Zum Aufbau des Tages- und Wochenplans
2.7.2 Anmerkungen zu den Aktivitäten
2.7.3 Anmerkung zur Einhaltung des Wochenplans
2.7.4 Beispiele eines Wochenplans
Teil 3 - Die Suche nach sich und zum Glück
3.1 Die Suche nach sich und den Zielen
3.2 Konflikte und Verzeihen
3.3 Empfehlungen
3.4 Die Formel – Vervollständigung und Verfeinerung
3.5 Sprüche und Zitate
Ausblick
Anmerkung
Abbildungsverzeichnis
Literaturverzeichnis
Das Vorhaben in Kürze – Worum es geht und die wichtigsten Fragen:
Im Folgenden geht es darum, eine Formel zu erstellen, die dem Leser Orientierung und Halt, Kraft und Motivation gibt. Eine Formel, von der man alles für einen im Leben Wichtige ableiten kann und mit der man in dieser komplizierten Welt - in einer übersichtlichen Form mit der Konzentration auf das Wesentliche und daher komprimiert, aber dennoch nicht unvollkommen - wieder klarsehen kann.
Dafür muss man zuvor seine Einstellungen und Weltsicht klären. Die daraufhin erstellte Formel selbst stellt eine tägliche, ca. zweiminütige Besinnung darauf dar, wer einem wichtig ist, was man erreichen will, wie die Welt funktioniert und was man in seinem Verhalten und in seiner Lebensführung beachten sollte. Dies geschieht, indem man zur Ruhe kommt und diese Formel gebetsartig durchgeht.
Es gilt dabei, diese Formel auf den Einzelnen zuzuschneiden; einen Weg zu finden, mit dem eigenen Leben, den eigenen Ängsten und den ganz persönlichen Problemen zurechtzukommen. Im Weiteren sollen die großen Fragen des Lebens so gut es geht geklärt werden, Wissen verbunden und die Welt verstanden werden, damit man nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst verstehen und zu sich finden kann.
Auf dieser Reise soll dieses Buch als nützlicher Wegbegleiter dienen, der einem Strategien und Hilfen in einem simplen, aber intensiven Konzept bietet, welches das Leben fortan begleitet.
Um eine wahrhaftige Formel seines Lebens zu erstellen, braucht es mehr als nur ein paar Überlegungen, sie kann nicht komplett vorgegeben werden und ist auch nicht ohne eigenes Zutun realisierbar. Daher bietet dieses Buch ein Gesamtkonzept, bei dem man sich mit seinem Leben, seinen Konflikten, aber auch seinen Stärken auseinandersetzt und mit nützlichen Strategien so kombiniert wird, dass man seine Ziele im Leben erkennt und erreicht. Am Ende erhält man nicht nur eine Formel, die man in sein Leben integriert, sondern eine Formel, mit der man auch wächst und sein Leben konkret verändert.
Fragen, die hier unter anderem beantwortet werden sollen, sind:
Gibt es eine Möglichkeit, wie ich es schaffe, ...
… eine Formel zu erstellen, die mir generell, aber auch in problematischen Situationen innerhalb einer Minute Orientierung, Halt, Kraft und den Fokus auf das Wesentliche geben kann?
… meinen Alltag zu ordnen, produktiver zu werden und mich selbst zu motivieren?
… das Leben, die Menschen und die Gesellschaft besser zu verstehen und mich in meinem Verhalten weiterzuentwickeln?
… die Frage nach Gott und dem Sinn des Lebens differenzierter zu betrachten oder (langfristig) sogar zu beantworten?
… mich und mein Leben zu akzeptieren, meine Konflikte und Probleme hinter mir zu lassen und wie ich meine Ängste und Zwänge lösen kann?
… zu mir selbst zu finden und zu dem zu werden, der ich sein möchte?
… mich endlich zu entspannen und glücklich werden zu können?
Da es sich bei diesem Buch um das Standardwerk meines Konzepts der „Formel“ handelt, werden im Folgenden zunächst einige grundlegende Fragen und weiterführenden Informationen des Gesamtkonzepts behandelt. Wer mit dem Buch gleich loslegen und diese detaillierten Vorabinformationen überspringen möchte, kann ohne weiteres direkt mit Teil 1 – Die Basis beginnen.
Dieses Projekt ist so aufgebaut, dass für die Basis der zu erstellenden Formel in Teil 1 zunächst einmal die grundlegendsten Aspekte des Lebens geklärt werden, die für jeden beinahe gleich sein dürften und die elementarsten Fragen der Menschheit beinhalten:
Wie funktioniert die Welt und der Mensch an sich?
Gibt es einen Gott und welche Aufgabe haben Menschen in ihrem Leben zu bewältigen?
Wenn es einen Sinn des Lebens gibt, welcher wäre es?
Darauf aufbauend ist es im zweiten Teil von zentraler Bedeutung, die grundlegende Formel für sich selbst zu erstellen und sein Leben in verschiedene Lebensbereiche, die das eigene Leben ausmachen, einzuteilen. Damit man sein Leben in die Hand nimmt und unabhängig werden kann, werden verschiedene Strategien angewendet und in den bisherigen Lebensalltag integriert, damit man produktiver wird und erste Erfolgserlebnisse erzielt. Außerdem wird ein persönlicher Wochenplan erstellt, der das Leben zusätzlich ritualisiert und eine Balance zwischen Sicherheit und Freiheit herstellt.
Das größte Problem ist es für gewöhnlich, die ausgewählten Strategien und gesetzten Ziele auch umzusetzen, Verhaltensweisen zu etablieren und sein Denken dauerhaft zu verändern. An diesem Punkt scheitern viele selbst erarbeiteten Vorsätze und ganze Therapien. Man muss an sich in Gänze arbeiten, es selbst wollen und vor allem aktiv und dauerhaft an seiner Situation arbeiten.
Die im Anschluss erstellte Formel wird später, im dritten Teil, mit klaren Zielen vor Augen und dem Bewusstsein, dass man hier nicht nur eine Strategie zur Verbesserung seiner Lebenslage erarbeitet, sondern gerade dabei ist, sein gesamtes Leben so zu leben, wie man es sich wünscht, ergänzt und verfeinert.
Dafür muss man sich selbst kennenlernen und entdecken wer man ist, was einen ausmacht und was man braucht, um glücklich zu sein. Unter anderem muss hier auch geklärt werden, welche ungelösten Konflikte man mit sich herumschleppt, welche für einen selbst ungünstigen Annahmen und Verhaltensweisen daraus entstanden sind und welche Alternativen es zum derzeitigen Blick auf die Welt gibt. Darüber hinaus geht es darum, wie man anderen, aber auch sich verzeihen kann und Denkweisen, die dem eigenen Glück im Weg stehen, hinter sich lassen kann.
Wenn man lernt, geeignete Verhaltensweisen und Strategien zu etablieren und sich hierin zu entwickeln – und, wenn man sich über die wichtigsten Aspekte des Lebens klar geworden ist, auf die man sich fortan konzentrieren kann – dann findet man wirklich zu sich, seinen Platz im Leben und hat die Chance, sein persönliches Glück zu finden. In diesem letzten Teil des Buches werden zahlreiche Empfehlungen gegeben, die man auf der Suche nach seinem eigenen, glücklichen Leben, beachten kann.
Am Ende ist es natürlich ein lebenslang andauernder Prozess, sich zu entwickeln und an sich zu arbeiten – mit der „eigenen Formel“ wird dazu ein Konzept geboten, bei dem man eine starke Basis geboten bekommt, mit der man dieses Leben selbstbewusst und fokussiert in Angriff nehmen kann, in dem wissen, wer man ist und was man erreichen will.
Warum die meisten anderen Ansätze nichts bringen
Um die Welt zu verstehen und einen Weg zu finden, wie man seine Ziele erreichen kann, wie man mit persönlichen Problemen oder Ängsten umgehen kann, wie man sich selbst motivieren und wie man neue Kraft schöpfen kann – zu all diesen Fragen wurde bereits viel geschrieben, doch nichts, was meiner Ansicht nach dauerhaft helfen kann.
Denn entweder sind die Projekte und Strategien nur sehr speziell auf einzelne Teilaspekte des Lebens zugeschnitten („Was tun um glücklich zu werden?“; „Wie kann ich meine Ängste loswerden?“; „Wie schaffe ich es, mich zu motivieren?“), oder es wird einem versprochen, dass der Weg zum Glück und zur Motivation unter anderem der sei, den ganzen Tag zu grinsen oder sich durch kurze bis lange Videosequenzen von Motivationsreden und diversen Sprüchen selbst motivieren zu lassen, sodass man in Windeseile (und bis ans Lebensende) glücklich und ununterbrochen tatkräftig ist.
Motivationstrainer scheinen in der Regel voll engagiert, eloquent, charismatisch und voller Energie zu sein. Ihnen zuzuhören baut auf und ist mit Sicherheit spannend und bestimmt auch nicht falsch, doch sehe ich hier weder einen langfristigen Mehrwert für die einzelne Person, die eigenen Probleme in den Griff zu bekommen noch das Potential, das eigene Leben so umzukrempeln, das man glücklich wird oder zu sich selbst findet.
In der Regel ist man für einen kurzen Zeitraum angespornt, zum Beispiel mehr Sport zu treiben oder engagierter in der Arbeit zu sein, bis die erzeugte Begeisterung wieder abflacht, alte Problematiken zurückkehren und man nichts dauerhaft geändert hat.
Klar ist meiner Meinung nach: Nur ein ganzheitlicher, sinnvoller und umfangreicher Ansatz, zugeschnitten auf und in Mitarbeit mit der individuellen Person - kann helfen, tatsächlich zu sich selbst zu finden. Dies ist viel Arbeit, doch lohnt es sich, da man nicht nur aktuelle Probleme behandelt, sondern sich neu kennenlernt, lernt zu verstehen und sich sein Leben so gestaltet, wie man es wirklich möchte.
Das klingt nach viel Arbeit. Schaffe ich das?
Ich denke, dass es möglich ist, sich die Fragen des Lebens weitgehend zu beantworten und zugleich an sich zu arbeiten, sodass man letztendlich ein so glückliches Leben führen kann wie es möglich ist. Dabei stellen die Inhalte dieses Buches Aufgabenbereiche dar, die das ganze Leben andauern, das Leben sogar ausmachen und viel Kraft und Zeit in Anspruch nehmen – Am Ende sind sie aber auch die Schlüssel zum persönlichen Glück und zur Zufriedenheit.
Das Gute ist, dass es meiner Ansicht nach für nahezu jeden Menschen möglich ist, sein Glück zu finden, wenn man sich ernsthaft darauf einlässt.
Damit man nicht sogleich überfordert wird, fängt man mit kleinen Schritten an und erzielt schnell Erfolgserlebnisse. Zudem gibt es viele verschiedene Bereiche, und es ist nicht wichtig, dass sofort alles gelingt.
Die Formel stellt so als Basis den Ausgangspunkt, zugleich aber auch die Lösung der Probleme und Fragen dar, und so steckt trotz ihrer relativen Kürze viel mehr in ihr als eine wenige Minuten andauernde, gebetsartige Reflexion. Man lernt, die gewonnen Erkenntnisse in den Lebensalltag einfließen zu lassen. Das Leben wird dadurch mit mehr Lebensqualität bereichert, da beispielsweise Ängste abgebaut werden und man sich immer besser und gezielter entspannen kann.
Meinem festen Glauben nach gibt es einen Weg, wie man mit seinem Leben zurechtkommen und sich diesem mutig stellen kann, seinen Problemen und Ängsten kraftvoll entgegentreten und einen eigenen Weg zum Glück finden kann.
Ganz wichtig: Kann diese Formel eine Therapie ersetzen, wenn ich an einer Depression erkrankt bin?
Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, benötigen in jedem Fall eine psychologische oder ärztliche Behandlung und daher kann dieses Konzept niemals eine Therapie oder medizinische Behandlung ersetzen.
Die Formel ist als Hilfestellung für jeden Einzelnen gedacht, um an sich zu arbeiten, sich zu entwickeln und sich zu motivieren. Sie soll Kraft spenden, man soll sich die wichtigsten Fragen des Lebens beantworten und auch seine Probleme bewältigen. Insofern denke ich, dass sie für jeden interessierten Menschen eine günstige Ergänzung zum bestehenden Leben sein könnte und hoffe, dass sie möglichst vielen Menschen helfen kann.
Eine Alternative für eine professionelle Behandlung aufgrund einer schweren Erkrankung kann sie jedoch nicht leisten, und wenn man merkt, dass man eine Therapie benötigt oder Suizidgedanken hat, sollte man sich in jedem Fall Hilfe holen.
Die mit der Formel verbundene Hoffnung
Die ursprüngliche Zielsetzung war es, mit dieser Formel und den zugehörigen Theorien und Texten meinen Beitrag für ein besseres und friedlicheres Leben zu leisten und hiermit möglichst vielen Menschen beizustehen.
Eines Tages bemerkte ich, dass ich mir selbst über viele Dinge noch nicht ganz so klar war wie ich dachte – Ich musste mich erst finden. Daher sollte die Formel zunächst mir selbst helfen, im Leben zurecht zu kommen und mich angemessen zu verhalten. Sie sollte einen Leitfaden darstellen, um Probleme und Konflikte zu lösen, um Geschehenes zu verarbeiten, mich darüber hinaus zu motivieren und um glücklich zu werden.
So wurde ich, was die verschiedenen Strategien angeht, selbst zum Versuchskaninchen, während die Struktur der Formel sowie die Texte immer wieder überarbeitet wurden, bis dieses Konzept seine heutige Form angenommen hat.
Mir selbst hat es sehr geholfen und ich bin froh, mich mit diesen Themen auseinandergesetzt zu haben. Ich habe mich und meinen Weg gefunden, um glücklich zu werden und mehr innere Ruhe zu erlangen. Aus diesem Grund hat sich für mich dieses ganze Vorhaben schon einmal gelohnt. Nun bleibt mir nur zu hoffen, dass dieses Konzept auch bei anderen Menschen Anklang findet.
Die Formel funktioniert dabei unabhängig davon, ob man am Ende an einen Gott glaubt oder nicht. Menschen, die an eine bestimmte Religion glauben, müssen selbst entscheiden, inwieweit dieses Konzept für sie mit ihrer Religion vereinbar ist, doch sollten hierbei meines Erachtens nach kaum Probleme auftreten. Der betreffende Glaube soll in keinem Fall beleidigt werden, noch möchte ich anderen Menschen ihren Glauben absprechen.
Der gesetzte Anspruch an diese Arbeit
Viele der in dieser Arbeit behandelten Problemstellungen werden sehr kontrovers diskutiert, was bei der Thematisierung von Bereichen wie dem Sinn des Lebens, Gott oder der Seele nie ausbleibt und aufgrund der hier verankerten hohen Emotionalität immer eine große Uneinigkeit herrschen wird.
Auch einige der in diesem Werk zitierten Wissenschaftler, die in ihren Bereichen oft führend sind, stehen aufgrund verschiedener Thesen oder bestimmten Aussagen und Haltungen in der Kritik.
In diesem Buch geht es um den Versuch, Wissen so miteinander in Beziehung zu setzen, dass in diesem komplexen Leben, dieser chaotischen Welt und dem unüberschaubaren Maß an Wissen und Erkenntnissen eine Ordnung erkennbar wird, an der man sich orientieren und die einem Halt geben kann.
Der Anspruch, der erhoben wird, ist der, dass die getroffenen Annahmen möglich und widerspruchsfrei sind, den wahrscheinlichsten Umstand der Wirklichkeit abbilden, aber auch, dass so unvoreingenommen wie möglich an dieses Projekt herangetreten wurde.
Dabei stellt die Akzeptanz des Resultats eine sehr wichtige Komponente dar, die im Entwicklungsprozess hart erlernt werden musste. Denn so kann es auch geschehen, dass die Erweiterung des bisherigen Wissens eine entscheidende Überarbeitung des bisherigen Weltbildes erforderlich macht. Da die Frage um einen Gott eine sehr strittige und in Teilen unlösbare Thematik ist, habe ich versucht, den möglichen Grad der Lösbarkeit aufzuzeigen persönliche Deutungen und Hypothesen kenntlich zu machen.
In der Wissenschaft versucht man nichts weiter, als Sachverhalte zu erklären und das gewonnene Wissen in ein logisches System zu bringen, das in der Realität Bestand hat. Alles, was man tun kann, ist, Dinge zunächst zu beobachten und zu beschreiben, daraus Regeln abzuleiten und Thesen, bzw. Theorien zu erstellen, die in das System bestehenden Wissens eingeordnet und auf ihre Gültigkeit hin überprüft werden.
Nicht zu vergessen ist, dass es durch die fehlende Allwissenheit des Menschen keine hundertprozentigen Beweise in der Wissenschaft geben kann. Alles, was untersucht wird, ist durch unsere Wahrnehmungskapazität und unsere Annahmen, basierend auf einem beschränkten, menschlichen Verstand geprägt. Das menschliche Denken ist immer an den Menschen gebunden und wir so nie völlig objektiv sein können. Obendrein können wir nie die ganze Wirklichkeit beobachten, sondern nur einen Ausschnitt.
Schon Kurt Gödel bewies durch seine beiden Unvollständigkeitssätze, dass selbst die Mathematik mit ihren Beweisen an ihre Grenzen stößt. So können formale Theorien, die auf Axiomen basieren, nie ganz bewiesen werden (vgl. Dawson Jr. 1999). Die fehlende Allwissenheit bedeutet jedoch nicht, dass es keine Beweise in der Wissenschaft gäbe oder dass man alles einfach so in Zweifel ziehen könnte.
Die hier gewonnenen Erkenntnisse, beispielsweise die Naturgesetze, gilt es nicht nur zu akzeptieren, sondern durch ihre Logik auch als wahr anzuerkennen. Bei der Frage nach einem Gott handelt es sich um die grundsätzliche Fragestellung des Lebens, ohne dass man etwas wirklich beobachten könnte, und man kann aufgrund der Gegebenheiten nichts anderes tun, als beide Möglichkeiten zu erläutern und abzuwägen, ob es nicht doch einen Weg gibt, die Frage so gut wie möglich (für sich) zu beantworten.
Anmerkung zu zentralen Begrifflichkeiten
Glück
Das Glück wird teilweise von der treffenderen Zufriedenheit getrennt, an geeigneten Stellen aber auch synonym verwendet, da man durch eine ganzheitliche Formel mitsamt den zugehörigen Strategien an seinem eigenen Vorankommen und damit an sich ergebenen besseren Lebensbedingungen genauso arbeitet wie an den sozialen Bindungen. Dies hat sowohl Auswirkungen auf die kurzen Gefühle des Glücks, als auch auf die generelle Zufriedenheit im Leben, die in dieser Arbeit als das erstrebenswerte Glück subsumiert wird.
Natürlich ist klar, dass mit dem Glück nicht ein dauerhafter euphorischer Zustand beschrieben wird, sondern ein Leben zu leben, das der eigenen Vorstellung am ehesten entspricht und indem sich Chancen eröffnen, während Probleme minimiert werden. Im Weiteren wird bezüglich dieser Thematik auch auf die Ergebnisse zu zahlreichen Studien in diesem Bereich eingegangen.
Gefühle und Emotionen
Mit Ausnahme der grundlegenden Unterscheidung zwischen den ständigen, mehr oder weniger präsenten Gefühlen, die von Gerhard Roth (2003: 139) als „(bewussten) Erlebniszustand“ als Unterform der Emotionen beschrieben wird, und den bewussten und unbewussten Emotionen, die im limbischen System entstehen und Einfluss auf das Verhalten nehmen, wird in dieser Arbeit auf eine weitere Differenzierung der beiden Begriffe nicht näher eingegangen (vgl. ebd.: 139ff).
Ich gehe im Folgenden davon aus, dass besonders die Gefühle der Angst und der Liebe im Denken und Handeln einen oft (auch von sich selbst) unterschätzten Platz haben und somit wie die Emotionen in jegliches Handeln mit einfließen. Der vom Verstand nicht trennbare emotionale Charakter des Menschen auf allen Ebenen darf somit ebenfalls nie im Zwischenmenschlichen unterschätzt werden.
Wir alle sind unterschiedlich und leben unser eigenes Leben – Individualität spielt in der heutigen Zeit eine große Rolle. Doch neben der Einzigartigkeit unseres Seins funktionieren wir Menschen, unser Gehirn und damit auch die Art und Weise unseres Denkens nach den gleichen Prinzipien, sodass wir uns oftmals ähnlicher sind als gedacht.
Die erste Frage, die hier aufkommt, ist die nach der Möglichkeit, sich und sein Verhalten überhaupt zu verändern, denn dies wird für die gesetzten Ziele von zentraler Bedeutung sein und wird unter anderem durch Konditionierung des eigenen Lebensstils, Strategien zur Motivation und durch das Erreichen von kleinschrittigen Zielen erreicht.
Durch die Funktionsweise des Gehirns ist es allerdings gar nicht so leicht, sich zu verändern. Dies sieht man nicht nur daran, dass fast alle Menschen große Veränderungen in ihrem Lebensstil anstreben und bislang unerreichten Zielen nachjagen. Viele Menschen haben zudem Vorsätze und Wünsche, die theoretisch absolut erreichbar sind, die jedoch nur aufgrund des eigenen, scheinbar grundlosen Unvermögens, die gesetzten Ziele in die Tat umzusetzen, nicht erreicht werden.
Man hält an diesen Vorhaben fest, ohne dass man sie wirklich in Angriff nimmt, und arrangiert sich mit der Gewöhnung an das eigene Unglück. Dabei spielt es keine Rolle, ob es darum geht, eine Verhaltensweise zu ändern, sich beruflich zu verwirklichen oder einen geeigneten Partner zu finden – die Gelegenheit ist da, die Bedingung günstig, doch wird das Ziel dennoch hinausgeschoben.
Der Mensch, der sich schnell an Gegebenheiten gewöhnt und aus evolutionsbiologischer Sicht ökonomisch handelt und keine Ressourcen verschwendet, findet viele Gründe für das Untätigsein.
