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Ilan Stephani

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Beschreibung

Wie geht guter Sex?? Sex ist gut, wenn's kracht und zur Sache geht! Oder? Für einige Menschen stimmt das. Für sehr viele nicht. Doch wie funktioniert Lust? Wenn wir das wüssten, würden wir aufhören, Routinesex zu haben, bei dem wir nicht viel spüren. Und wir könnten uns endlich von sexuellen Selbstzweifeln verabschieden. Der Weg wäre frei für wirklich nährende, orgasmische Begegnungen - mit uns selbst, unserem Körper, unserem Partner, unserer Partnerin. Der Weg wäre frei für Ekstase! Mit ihren Elementen der Ekstase revolutioniert die Bestsellerautorin Ilan Stephani unser Bild von Sexualität. Sie zeigt, dass Sex viel mehr ist als das Spiel mit Genitalien. Und dass die Zugänge zur Lust je nach vorherrschendem Element vielfältig sind. Jeden törnt etwas anderes an oder ab. Wer das erkennt, kann mit sich und anderen in einen ekstatischen Tanz kommen ... In ihrem augenöffnenden und von sexuellem Stress befreienden Buch zeigt Ilan Stephani: - Wie Sie Ihr sexuelles Element finden - und damit Ihre individuelle Landkarte der Lust. - Was jedes Element einzigartig macht, was es braucht, was es glücklich macht.  - Innovative Impulse für den Solosex – mehr Ekstase im Alltag. - Wie die Elemente zusammenpassen: erfüllenderer Partnersex.  - Wie Ihre Ekstase die Welt verändern kann. Das Versprechen dieses Buches: Raus aus der sexuellen Matrix! Sex ohne Stress! Mehr Ekstase! https://youtu.be/RzylLhGDeNo" title="YouTube video player" width="560">  

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Seitenzahl: 257

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Impressum

© eBook: 2022 GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, Postfach 860366, 81630 München

© Printausgabe: 2022 GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, Postfach 860366, 81630 München

unum ist eine eingetragene Marke der GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, www.gu.de

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Verbreitung durch Bild, Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Projektleitung: Anja Schmidt

Lektorat: Lavinia Lazar

Covergestaltung: ki36 Editorial Design, Daniela Hofner

eBook-Herstellung: Viktoriia Kaznovetska

ISBN 978-3-8338-8451-1

1. Auflage 2022

Bildnachweis

Coverabbildung: Adobe Stock

Fotos: Antonia Wibke Heidelmann | antoniawibkeheidelmann.com

Illustrationen: Daniela Hofner, ki36 »Black-White-Liquid-Fluid«: Freepik Adobe Stock

Syndication: www.seasons.agency

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GRÄFE UND UNZER VERLAG

ERFÜLLTER SEX – ERFÜLLTES LEBEN

Ekstase ist unser natürlicher Urzustand. Doch wie finden wir zu ihm zurück? Ilan Stephani zeigt, wie wir uns von sexuellem Stress und Selbstzweifeln befreien und unsere ureigene Sexualität wiederentdecken.

In ihrem augenöffnenden Buch beschreibt sie:

Wie Sie Ihr sexuelles Element finden – und damit Ihre individuelle Landkarte der Lust. Was jedes Element einzigartig macht, was es braucht, was es glücklich macht.  Innovative Impulse für den Solosex – mehr Ekstase im Alltag. Wie die Elemente zusammenpassen – erfüllenderer Partnersex.  Wie Ihre Ekstase die Welt verändern kann.

WACHGEKÜSSTWAS WIR BEIM SEX WIRKLICH SUCHEN

Ilan, ist es normal, dass …?« Dies ist die mit Abstand häufigste Frage, die ich in meinen Retreats zum Thema Sex gestellt bekomme. Ist es normal, dass ich mit mir allein nie Lust auf Sex habe? Ist es normal, eine halbe Stunde Vorspiel zu brauchen? Ist es normal, dass ich einfach nie genug Männer rankriege?

»Ist es normal, dass ich …?« Ganz gleich, wie der Satz weitergeht: Nein. Nichts davon ist normal. Und das ist gut so. Glauben Sie mir, Sie wollen gar nicht normal sein. »Normal« zu sein in Sachen Sex ist eine Erfindung von Hollywood, eine kulturelle Behauptung, die medial zum Mainstream erhoben wurde. Diese sogenannte Normalität ist weder ein realistisches Abbild der menschlichen Sexualität, noch sagt sie irgendetwas darüber aus, ob dieser Sex ein wirklich glücklicher Sex ist. Was das Konzept der Normalität hingegen sehr erfolgreich hinkriegt, ist, uns sexuell zu verunsichern. Uns den Eindruck zu vermitteln, es gäbe »richtig« und »falsch« und alles, was sich außerhalb dieses gesellschaftlichen Sexstandards bewegt, sei nicht okay.

Hinter der Frage »Ist es normal, dass ich …« versteckt sich also die Frage: »Bin ich sexuell richtig?« Und hier ist meine Antwort: Ja.

ORIGINAL ODER KOPIE?

Keine zwei gleichen Gesichter, keine zwei gleichen Fingerabdrücke, keine zwei gleichen Weltsichten, keine zwei gleichen Gefühlswelten, keine zwei gleichen Wahrnehmungsfilter, keine zwei gleichen Lebensläufe, keine zwei gleichen Nasen und keine zwei gleichen Genitalien: Jeder Mensch auf diesem Planeten ist ein Unikat.

Ihr persönlicher Sex und Ihre sexuellen Vorlieben sehen vollkommen anders aus als mein Sex und meine Vorlieben, und wieder ganz anders als der Sex und die Vorlieben Ihrer Partnerin oder Ihrer früheren Partner. Jeder von uns hat seine eigene sexuelle Wahrheit, weil jeder Mensch als Original geboren wurde. Aber – und hier fangen die Probleme an – statt genau darin ermutigt und gefeiert zu werden, lernen wir, eine sexuelle Kopie zu sein. Ob wir es wollen oder nicht, wir passen uns alle an die sexuellen Ideale dieser Kultur an. Als Mann? Bitte typisch männlich: aktiv, selbstsicher und souverän. Als Frau unbedingt verführerisch, aber ohne billig zu sein. Attraktiv, ohne das auszunutzen. In Sachen Sex hochgradig erregbar, multipel orgastisch, aber bitte nicht zu sexuell …

Ob offen oder verdeckt: Wir alle haben solche Botschaften aufgeschnappt und internalisiert. All das ist nicht neu und auch nicht schwer zu durchschauen. Aber unabhängig davon, ob wir Lust haben auf ein Leben als sexuelle Kopie oder nicht – wir sitzen tiefer darin fest, als uns lieb ist. Wir wissen zwar, dass wir einzigartig sind, aber wir klammern uns dann doch an Schema F, wenn wir nackt sind. Wir haben uns schon tausendmal vorgenommen, einfach »ich selbst« zu bleiben, komme was wolle. Aber wenn es dann wirklich so weit ist …

Einsichten und Vorsätze hin oder her, am Ende des Tages zählt nur das konkrete reale Erleben. Und somit die Antwort auf diese eine Frage: Wie fühlt sich Sex an? Beflügelnd, befreiend und glücklich? Ist Sex ein Bereich, der uns nährt, trägt und lebendiger macht? Wie sehr ist sexuelle Energie ein Strom, in dem wir baden und auftanken dürfen, ein Ozean, der uns umarmt und liebt und heilt? Und wie sehr ist Sex stressig, frustriert, mit Scham und Selbstzweifeln beladen? Wie sehr ist Sex eher – na ja, nicht so ekstatisch?

Die Liste dessen, was wir als »nicht so ekstatisch« erleben, mag verschieden sein, aber all diese Punkte auf der Liste führen uns in eine einzige Tiefe: Wir stecken fest in dem, was ich als sexuelle Matrix bezeichne.

DIE SEXUELLE MATRIX

Viel Sex ist besser als wenig Sex. Guter Sex ist, wenn beide Partner gleichzeitig zum Orgasmus kommen. Wer gut aussieht, kriegt problemlos Sexpartner. Männer brauchen für Sex eine Erektion. Überhaupt brauchen Männer Sex. Und die weibliche Sexualität? Ja, die gibt’s auch. Aber die ist … äh, komplex. Dies sind einige Beispiele für die zahllosen Konzepte, Glaubenssätze und stillschweigenden Behauptungen, aus denen das besteht, was ich als die sexuelle Matrix unserer Kultur bezeichne.

Kein einziges dieser Konzepte, kein einziger dieser Sätze stimmt. Wir stimmen diesem Kanon aus lustfreien Glaubenssätzen nur deshalb zu, weil er uns schon so oft serviert wurde, dass er sich uns als unser eigenes Glaubenssystem eingebrannt hat. Viel Sex sei besser als wenig Sex. Guter Sex sei, wenn beide Partner gleichzeitig zum Orgasmus kommen. Männer bräuchten Sex, Frauen bräuchten … und so weiter.

Diese Prägungen werden zu unserer Realität, und wir verhalten uns, als seien sie objektiv wahr. Wir orientieren uns an dieser sexuellen Matrix, ohne den subtilen Dauerstress zu bemerken, dem wir uns damit unterwerfen: ein unsichtbares Geflecht aus Definitionen, Konzepten, Irrtümern, Mythen, Glaubenssätzen, Märchen, Bildern, Vorstellungen und Erwartungen rund um Sex, Intimität, Frauen, Männer, Erregung, Lust und Orgasmen. Dieses Netz aus Prägungen legt sich über alle, die in dieser Gesellschaft leben, wie eine zweite Haut. So unauffällig, dass wir die Matrix nicht mehr von unserer individuellen, ureigenen sexuellen Essenz unterscheiden können. Und so perfide, gerade weil es so unauffällig ist.

Dass Sie sich in dieser sexuellen Matrix befinden, merken Sie daran, dass Sie bei sexuellen Stolpersteinen und Fragezeichen sich selbst hinterfragen und an Ihrer Sexualität zweifeln, statt die sexuelle Matrix infrage zu stellen. Ja, es fällt uns leichter zu glauben, mit uns sei etwas nicht okay, als unsere Sexkultur anzuzweifeln.

Viele von uns verstricken sich im Laufe ihres Lebens immer tiefer in den Automatismus sexueller Selbstzweifel, und am Ende des Tages stehen wir mit einem Haufen Befürchtungen da:

Ich habe nie Lust. Ich glaube, ich bin frigide.

Ich bin impotent. Mit mir stimmt was nicht.

Ich hatte noch nie einen Orgasmus.

Was wäre, wenn in all diesen Fällen unser Körper nicht mit dem Sex an sich ein Problem hat, sondern sich viel eher der sexuellen Matrix verweigert? Es ist ein himmelweiter Unterscheid, ob ich nie Lust auf Sex habe oder ob ich nie Lust habe auf das, was mir bisher als Sex verkauft wurde. Was wäre, wenn Ihr Nervensystem mit sexuellen Problemen viel eher Nein zu einer bestimmten kulturellen Matrix von Sex sagt – statt Nein zu Sex an sich?

Fakt ist: Diese innere Verwirrtheit, das Gefühl sexuell »falsch« zu sein, »zu viel« oder »zu wenig« oder einfach »asexuell«, gekoppelt mit der Scham, über unsere Unterschiede zu reden, führt dazu, dass wir spätestens in Paarbeziehungen ins Stolpern kommen. Dass Partner häufig gar keinen Sex mehr haben oder Sex haben nach Schema F, ratlos, unerfüllt oder frustriert.

Hier ist der Punkt: Wenn Sex zum Problem wird, dann nicht deshalb, weil mit uns oder mit unseren Partnern etwas nicht stimmt, sondern weil die sexuelle Matrix mit ihren Geboten und Verboten einen Druck auf uns ausübt, der einfach nicht sexy ist. Wir versuchen, normal zu sein, aber wir Menschen können nun mal nicht normal sein. Dummerweise wissen wir auch nicht mehr, wie wir wären, wenn wir nicht versuchen würden, normal zu sein. Was entspricht uns wirklich? Wir haben es vergessen. In der Wucht der kulturellen Matrix ist der Zugang zu unserer eigenen Essenz verloren gegangen.

Und das übrigens nicht nur im Sex. Unser inneres Erleben, die Gefühle, die Körperempfindungen, die natürlichen Impulse haben sich zurückgezogen und versteckt – bis sie nicht mehr zu spüren sind. Und wenn sich unsere unschuldigen Instinkte ausnahmsweise doch melden, vertrauen wir ihnen nicht. Zu sehr stehen sie mit der Übermacht der sexuellen Matrix in Konflikt.

Lassen Sie es mich drastisch formulieren: Wir haben es hier mit einem kulturell-kollektiven sexuellen Entwicklungstrauma zu tun. Wir wurden alle vernachlässigt darin, für unsere sexuelle Einzigartigkeit gefeiert zu werden. So ist die Wahrheit unserer Innenwelt kollabiert.

Dieses Buch ist dazu da, all unsere einzigartigen, ekstatischen, sexuellen Innenwelten wieder wachzuküssen. Es veranschaulicht, wie vielfältig Sex wirklich ist und wie natürlich, schön, einfach und glücklich er sein kann – wenn Sie Ihren ureigenen ekstatisch-sexuellen Zugang wieder wachküssen.

WACHGEKÜSST

Meine erste Erfahrung mit Ekstase war nicht besonders sexy. Um genau zu sein: Sie machte mir Angst. Todesangst. Ich hatte nicht mit ihr gerechnet, ich hatte sie nicht gesucht, nicht erbeten, nicht einmal für möglich gehalten. Sie überfiel mich mitten im Alltag und zerriss meinen Schleier aus Routinen und Gewohnheit.

Wie kam das? Nun, ich hatte nichts getan. Ich war 18 Jahre alt, lebte in Berlin in einer kleinen WG und hatte mich mittags, zwischen zwei Verabredungen, auf meine Yogamatte gelegt. Und irgendwie tat ich »nichts«. Ich schlief nicht ein, ich war nicht wach, ich meditierte nicht, ich dachte nicht besonders nach. Ich lag einfach da. Auf dem Rücken, in einer Berliner Altbauwohnung.

Tja, und dann stürzte der Himmel ein. Ich bemerkte plötzlich einen inneren Sog in meinem Herzraum, einen Strudel aus brausender Energie, die sich rasant schnell nach innen stülpte und unermesslich ausdehnte (sich »nach innen hin ausdehnen« ist eine dieser typischen Paradoxien in der Ekstase, die überwältigend real sind und zugleich in unserem Alltagsbewusstsein keinen Sinn ergeben).

Es war, als würde Starkstrom aus dem Nichts heraus in mir auftauchen und sich durch die Schichten meiner Normalität hindurchfressen. Ich war vollkommen überwältigt. Nur wenige Momente lang konnte ich diese Erfahrung genießen. Bald packte mich die nackte Angst. Das, was da in mir geschah, geschah aus mir selbst heraus. Ich war meiner eigenen Unendlichkeit wehrlos ausgeliefert.

Der Innenstrom nahm kein Ende und warf mich in wilde ekstatische Ausbrüche. Ich lachte und weinte gleichzeitig in unkontrollierten Wellen, ich warf mich auf dem Boden herum und schrie in unerträglich intensiver Freude. Ich hörte die Götter über mir prusten vor Lachen. Mein ganzes Sein zersprang in purer losgelassener Freude. »Oh, dieses Leben, dieses Leben! Ich kann nicht schöner danken, als indem ich einstimme in dieses kosmische Gelächter …«

Ekstatische Räume sind schwer zu beschreiben. Dieser hier war wie eine unendlich langsame und rasend schnelle, sich ewig fortsetzende und vertiefende Implosion grenzenloser Lust mitten in der Explosion. Jedenfalls war es das Ende meiner Illusion zu wissen, was Leben ist.

Wie viel Zeit ich in diesem Zustand verbrachte? Ich weiß es nicht. Aber gleichgültig, wie lang der Zustand anhielt: Er war die mit Abstand machtvollste, lustvollste und wildeste Erfahrung all meiner bisherigen Erfahrungen. Und er brannte mir ein paar Aha-Momente ein, die ich seitdem unmöglich wieder vergessen kann. Zum Beispiel wusste ich intuitiv und überwältigend klar: »Das hier ist Realität. Mein Normalsein ist es nicht.«

Auch erkannte ich in diesen Momenten (die wohlgemerkt nicht das Geringste mit »Sex« zu tun hatten), was ein Orgasmus wirklich ist, wenn wir unsere kleinen Kulturorgasmen beiseitelassen. Und am wichtigsten: Ich weiß seitdem, dass es einfacher ist, ekstatisch zu sein, als nicht ekstatisch zu sein. Ja, ich fand in diesen Räumen meine Heimat wieder: Ekstase ist einfacher als Leiden.

REFERENZERFAHRUNGEN

Dieser Einbruch von Ekstase sollte in meinem Leben nicht der einzige bleiben, und mittlerweile dreht sich meine gesamte Arbeit und drehen sich alle Retreats, die ich gebe, um Ekstase. Dabei geht es mir bei Weitem nicht nur um solche Extremerfahrungen, sondern um Ekstase in all ihren Facetten, in all ihren möglichen Erscheinungsformen. Von kosmisch grenzenlos und wild bis subtil, alltäglich, weich und nährend.

Warum dieser Fokus auf Ekstase? Weil ich verstanden habe, dass wir immer im Kern unseres Begehrens, unserer Sehnsüchte, Süchte und Handlungen Ekstase suchen. Anders formuliert: Wir suchen im Sex nicht den Sex. Wir suchen im Sex die Ekstase.

Diese Einsicht hatte ich umso dringlicher, als ich zu der Zeit Sexarbeiterin war und wir im Puff ja nun wahrlich nicht die Ekstase vermuten. Als ich nach meinen ersten ekstatischen Erfahrungen jedoch genauer hinsah, wurde mir klar, dass selbst in einem Puff die Männer den Sex nicht um des Sexes willen suchen, sondern in der unterbewussten Hoffnung auf ihre eigene innerste Lebendigkeit. Ihre sexuelle Essenz.

Als ich später begann, Frauenretreats zu Sexualität und Orgasmus zu geben, sagten mir die Teilnehmerinnen, sie wollen tollen Sex erleben. Aber richtig satt wurden sie erst, als sie ihre innere Ekstase gefunden hatten. (Die fanden sie manchmal über ihre Genitalien und manchmal auf einem der unzähligen anderen Wege.)

Wiederum später – ich hatte mich als Körper-, Entwicklungs- und Traumatherapeutin weitergebildet und das Nervensystem des Menschen studiert – hielt ich auch die fachliche Erklärung dafür in der Hand: Wir Menschen streben instinktiv nach Ekstase. Nicht weil wir verstiegen sind, sondern realistisch.

Sehen Sie, Ekstase ist einfach. Ekstase ist simpel. Ekstase ist ruhendes Baden im Starkstrom. Denn Ekstase ist unser Urzustand. Wir kommen auf die Welt als ekstatische Wesen. Und so könnte und würde und so will es weitergehen in uns. Ja, verflixt, warum ist es denn dann nicht so weitergegangen?

Nun, wir lernen, uns zu benehmen. Die Konditionierung durch unsere heutige westliche Kultur und sexuelle Matrix führt dazu, dass unsere Ekstasefähigkeit sich bis ins Erwachsenenalter dramatisch verringert. So sehr, dass Sie und ich als Erwachsene vergessen haben, dass Ekstase möglich ist, natürlich und einfach.

Die guten Nachrichten sind: Solange wir leben, sehnt sich unsere Essenz nach ihrem Urzustand. Wir können unser innerstes Wesen nicht wirklich vergessen, wir können es nur aus dem Alltagsbewusstsein verdrängen. Es gibt eine Instanz in uns, die intakt und unberührt ist von dieser Kultur, die sich an diesen Urzustand der inneren schäumend lebendigen Freiheit erinnert und alles dafür tut, ihn wiederherzustellen.

WIE FISCHE IM SCHWARM

Was ist denn eigentlich Ekstase?, werde ich oft gefragt. Okay, fangen wir an. Und zwar ganz langsam. Hier ist die Definition, und ich werde sie näher erklären: Ekstase ist die spontane, elegante Selbstorganisation der Lebensenergie in einem Organismus, die geschieht, wenn wir sie zulassen.

Am einfachsten ist es, wenn Sie sich vorstellen, in welchem Grundzustand wir auf die Welt kommen. In einem Baby sind alle Aspekte des Erlebens vernetzt, verkörpert und unmittelbar, auch in einem direkten Kontakt untereinander. Wir stehen uns selbst nicht im Weg: Die Leber kommt mit der Wutkraft klar, die Stimme kommt mit dem Schmerz und mit der Freude klar, die Genitalien kommen mit den Empfindungen in den Beinen klar, die Atmung kommt mit der Bewegung klar, und die Knochen mit den Augen, mit den roten und weißen Blutkörperchen, mit dem Rückenmark und mit der Haut. Alles ist in Resonanz miteinander.

Später kommt das, was wir Erziehung, Konditionierung, kulturelle und sexuelle Matrix nennen, und führt zur graduellen Isolierung und Fragmentierung der verschiedenen Einzelteile. Wir spalten uns immer mehr innerlich ab, verstecken Anteile unser selbst, für die wir uns schämen, tragen eine Maske nach außen und bewerten und bezweifeln uns mehr, als dass wir uns noch spüren.

Machen wir kurzen Prozess: Die Struktur eines normalen westlichen Menschen ist ein Bündel fragmentierter Einzelteile. Wenn sich Ekstase freischaltet, dann machen diese isolierten Einzelteile die Erfahrung, nicht mehr isoliert zu sein. Sie finden zu ihren Brüdern und Schwestern zurück, zu denen sie eigentlich gehören und die sie auf dem Weg der Kultur verloren haben. Sprich: Sie schwingen wieder miteinander. Und dann … dann stürzt der Himmel ein.

Die US-amerikanische Wissenschaftlerin und Sexualforscherin Emily Nagoski hat ein wundervolles Bild gefunden für das, was dabei im menschlichen System passiert. Sie beschreibt die Ekstase als Schwarmzustand. So wie Vögel, die sich in der Luft spontan und elegant zu einem Schwarm organisieren und dabei stets in Bewegung bleiben, so organisieren sich die Einzelteile im menschlichen Lebewesen (Zellen, Organe, Gefühle, Glaubenssätze, Selbstbilder, Persönlichkeitsanteile) in der Ekstase wieder selbstständig, spontan und elegant und überwinden so die Getrenntheit, der sie in der Fremdorganisation durch die Matrix unterworfen waren.

Ein Schwarm hat keine feste Form. Er ist eine lebendige, sich verändernde, doch unverwechselbare Gestalt. Ob der Schwarm aus Vögeln oder Fischen oder Anteilen im Erleben besteht, er bewegt sich in eine bestimmte und gleichzeitig freie Richtung, wird mal breiter, mal schmaler, mal kondensierter, mal weiter, und ab und zu bricht er wieder ganz in seine Einzelteile auseinander, nur um sich innerhalb von Sekunden wieder zu einem großen Ganzen zusammenzufinden. Ein ekstatisches Naturschauspiel zum Niederknien.

Ein Schwarm ist der Ausdruck dessen, wie unfassbar schön, erhebend und sicher Freiheit ist. Ein Schwarm folgt keinem Plan, keinem Skript und keinem Dirigenten. Ein Schwarm ist ein Schwarmwesen, in dem jeder einzelne Bestandteil die Grenzen der eigenen fragmentierten Identität auflöst, ohne negiert zu werden. Ein Schwarm ist Bindung als Freiheit und Individualität als Einheit.

Ekstase ist das Paradies in uns, welches wir so oft verloren haben. Sie entsteht in uns genauso wie der Vogelschwarm am Himmel. Sie erhebt sich automatisch, wenn wir der Energie in uns erlauben, ihrer angeborenen Intelligenz nachzugeben. Das bedeutet auch: Wenn wir nicht ekstatisch leben, dann deshalb, weil wir unbewusst etwas tun, um den natürlichen Schwarmzustand unserer Innenwelt zu verhindern. Und dieses Ding, das die Ekstase verhindert – für die meisten von uns 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche –, das ist, Sie ahnen es schon: die kulturelle Matrix. Jener subtile Dauerstress, jene strukturelle Gewalt, die so normal geworden ist, dass wir sie nicht mehr bemerken. Der Preis, den wir für ein Leben in der Matrix zahlen, ist jedoch katastrophal. Es kostet uns unsere Lebendigkeit, unsere Energie, unsere Lebenskraft und unsere Authentizität.

IST EKSTASE EIGENTLICH ORGASMUS?

Auch das werde ich ganz oft gefragt. Die Antwort: Nein. Denn in unserer westlichen Kultur wird »Orgasmus« gleichgesetzt mit dem sogenannten Gipfelorgasmus, also einem Energieverlauf, der durch Spannungsaufbau im Körper entsteht, durch sich aufschaukelnde Wellen bis zu einem Point of no Return, in dem sich aufgebaute Energie schlagartig entlädt. Und all das passiert exklusiv in den Genitalien oder zumindest ausgehend von den Genitalien.

Keine Frage, das ist schön. Aber das ist nicht Ekstase. Der viel orgasmischere und somit ekstatischere Sex ist der Sex, in dem es nicht um diese Form von »Kulturorgasmus« geht. Lassen Sie es mich so sagen: Unsere Kulturorgasmen sind eine kurze Stippvisite in einer ekstatischen Selbstorganisation der Lebensenergie – ein erfreuliches, gezähmtes, überschaubares Ereignis. Würden wir in diesen Momenten aufhören, die Ekstase zu verhindern, wir würden am anderen Ende der Welt wiedergeboren werden, gewaschen, genährt, geheilt in dem Ozean unserer eigenen sexuellen Essenz.

Orgasmen sind also kein sexuelles Phänomen. Orgasmen sind ein energetisches Phänomen. Sie können in den Genitalien entstehen, sie können aber genauso gut auch in den Zehen entstehen, in Zufällen, in Fitnessstudios, auf Yogamatten, in Träumen und in Beinmuskeln, im Herzen, im Wald, im Abendkleid und im Lachanfall. Sie können durch Berührung entstehen oder ohne Berührung. Zu zweit, zu zehnt, oder einfach nur mit sich allein – und mit dem ganzen Kosmos. Orgasmischen, ekstatischen Sex gibt es in Tausenden äußeren Erscheinungsformen. Doch all diese Formen haben eine Gemeinsamkeit: wie sich unsere Energie dabei verhalten darf.

Sie wissen es schon: Allen ekstatischen Erscheinungsformen ist gemeinsam, dass wir unseren inneren Fluss nicht länger bremsen, umlenken, stauen oder pushen, sondern dass wir ihm erlauben, uns davonzutragen. Sobald Ihre Energie sich frei entfalten kann, trägt sie Sie weit weg von den Fesseln des Wissens und des Alltags und wirft Sie zurück in den unendlichen Raum der direkten Erfahrung. Dass wir das als so genussvoll erleben, liegt daran, dass uns dieser Zustand so sehr entspricht wie kein anderer. Unsere Innenwelt zuzulassen, das löst das Erleben von Ekstase aus.

Verrückterweise sind diese Räume anfangs nicht wirklich angenehm. Man denke an meine Todesangst, als ich der Ekstase begegnete. »Das ist mir zu viel.« – Dieses Empfinden bremst allzu oft die ersten Tauchgänge im Ozean. Je mehr wir uns jedoch uns selbst wieder annähern, desto mehr tolerieren wir den wachsenden Schwarm in unserem Inneren und desto uferloser, zeitloser und glücklicher wird unsere Erfahrung. Diese Reise löst alle Verkrustungen dieser Kultur. Kleinere und größere Orgasmen mögen diese Reise begleiten oder auch nicht. Sie tauchen auf, wie sie eben wollen, wie die autonomen Strudel, die sich in einem Fluss bilden, bevor seine Fluten und Wellen im Ozean vergangen sind.

Und was genau setzt diese atemberaubenden Alleingänge in uns in Gang? Wir sind unfassbar individuell, aber in diesem Punkt alle gleich: Ekstase braucht das Gefühl von Sicherheit. Betonung auf »Gefühl«. Ekstase braucht keine objektiv sichere Welt, in der man nicht stirbt und nie verletzt wird. Aber Ekstase braucht essenziell das Gefühl, dass Lebendigkeit eine nährende, tragende, ruhende Erfahrung ist. Ekstase braucht, dass wir den kulturellen, globalen Überlebensmodus ablegen. Ekstase braucht, das Leben als Kopie zu verlassen und sich der eigenen Innenwelt wieder hinzugeben. Ekstase braucht eine Regulation in unserem Nervensystem, ein Schwingenkönnen, welches in westlichen Zivilisationen verloren gegangen ist.

Die Art, wie unsere Kultur »Sex« definiert, erzeugt dummerweise für die meisten Menschen eher Stress und Fragmentierung als Schwarmzustand und spontane göttliche Selbstorganisation. Beispielsweise ist für die meisten Menschen die typische sexuelle Bewegung eines Penis in einer Vagina nicht der wahrscheinlichste Weg in die Ekstase. Und manche Menschen führt er schnurstracks tiefer in die Nichtekstase. Wenn wir also sexuelle Ekstase wollen, dann ist das mit der gefühlten sexuellen Sicherheit eine zentrale sensible Angelegenheit, der wir mit aller Kunst und Offenheit lauschen müssen, um sie wiederzufinden. Wie Sie diese fundamentale innere Sicherheit in Bezug auf Sex für sich wiederfinden, wie Sie die perfekten Bedingungen für Ihre persönliche göttliche Ekstase erschaffen, davon handelt dieses Buch.

DIE ELEMENTE DER EKSTASE

Meine eigenen Ekstaseerfahrungen und die Arbeit mit Hunderten von Frauen und Männern, die lernen wollten, lebendigeren Sex zu haben, hat mich immer wieder vor diese Frage gestellt: Wie sieht eine Landkarte aus, die jedem Menschen sexuelle Sicherheit vermittelt – das fundamentale Wiedererkennen der Tatsache »Ich bin richtig«? Wie sieht eine Anleitung aus, die von unserer sexuellen Vielfalt ausgeht und die jeden Menschen zurück in die eigene Essenz begleitet?

Die Suche nach der Antwort verlangte, dass ich jeden, aber auch wirklich jeden Bestandteil unserer sexuellen Matrix prüfen und … verwerfen musste. Sobald ich geübter wurde darin, vorsichtshalber gar nichts mehr zu glauben und lieber nichts zu wissen, als den Irrtümern weiter aufzusitzen, sobald ich fundamental offen wurde, begann ich, all die Unterschiede wirklich zu hören, die sich in meiner Arbeit zeigten.

Dass wir Menschen keine Kopien sind, wurde mehr als überdeutlich. Von wegen »typisch männlich« und »typisch weiblich«! Von wegen »Frauen mögen X, und Y mögen sie nicht.«

Da saßen Frauen in meinen Gruppen, die sagten: »Ich komme zu schnell. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll, meine Typen sind ständig frustriert, dass sie nicht genug Zeit mit mir haben.« Andere schwärmten von sexuellen Begegnungen, die frei vom Orgasmusdruck verliefen. – »Vorspiel? Bitte nicht. Stresst mich zu Tode«, sagte eine Frau. Ihre Nachbarin äußerte verlegen: »Also von mir aus könnte es beim Vorspiel bleiben. Jedes Mal.«

Wenn ich feinstoffliche Reisen zu der subtilen Energie der Gebärmutter anleitete, flippten einige Frauen aus vor Begeisterung und berichteten danach, der ganze Körper leuchte in goldenem Licht. Neben ihnen saß ihre beste Freundin und gähnte höflich.

Neben meinen sexuellen Forschungen war es aber auch die Körpertherapie, in der ich zentrale Aspekte lernen durfte. So hatte ich eine Reihe von Aha-Momenten beispielsweise in der Ayurveda-Massage. Diese uralte Heilkunst lehrt die Unterscheidung in die Wasser-Berührung und die Feuer-Berührung. Zugeordnet sind verschiedene Strukturen im menschlichen Körper, verschiedene Pulse, Qualitäten und Intentionen. Tatsächlich finden sich in vielen Methoden der Körpertherapie typische Zuordnungen von Körperelementen zu den Naturelementen: Blut und Muskeln entsprechen dem Element Feuer, die Knochen dem Element Erde, die Lymphe, Tränen, Schweiß und Bindegewebe entsprechen dem Element Wasser und die Haut entspricht dem Element Luft. Es gibt eine ganze Reihe von Traditionen, die sogar Krankheitsbilder und Dysbalancen auf dieser Basis behandeln. Als ich dieses Wissen in den verschiedensten Methoden aufspürte, wurde mir schlagartig klar, dass eine solche Landkarte der Elemente auch unsere individuelle menschliche Sexualität erklären könnte!

Ich begann, meine Thesen in den Gruppen einzubauen, die ich gab. Ich stellte viele Fragen. Ich hörte zu, so genau ich konnte. Ich stellte die Widersprüche der verschiedenen Teilnehmerinnen nebeneinander, ich verglich meine eigenen sexuellen Vorlieben mit denen meiner Freundinnen und Partner und nutzte die Qualitäten der Naturelemente, um unsere Unterschiede zu erklären.

Ab dem Moment ergoss sich die gesamte Landkarte der Elemente der Ekstase von selbst vor meinen Augen. Plötzlich machte all das einen atemberaubend schönen, weichen, klaren Sinn, was mich so oft hatte grübeln lassen. Auf einmal sah ich ein zusammenhängendes, schlichtes und komplexes System vor meinem inneren Auge, das die Vielfalt menschlicher Sexualität begreifbar macht, es aber auch gliedert in eine klare Typologie: Der Kosmos Sex begann durch das Prisma der vier Naturelemente zu schillern. Das Thema Sex wurde erstmals wirklich einfach, frei und friedlich.

Herausgekommen ist bei dieser Forschung das, was ich Ihnen in diesem Buch vorstellen möchte: die Elemente der Ekstase – die einfachste, natürlichste und weichste Möglichkeit, die mir jemals begegnet ist, um die einzigartige sexuelle Essenz eines Menschen wieder wachzuküssen.

Die Elemente der Ekstase sind keine neue Vorgabe und keine neue Sammlung aus versteckter sexueller Matrix (»Du solltest unbedingt mal … du solltest nicht …«), sondern eine systematische Verführung dazu, sich selbst wieder aufzuspüren. Einen Raum wiederzufinden, in dem Ihr Sex glücklich, frei und ekstatisch wird. Den Elementen der Ekstase liegt die Erkenntnis zugrunde, dass jeder Mensch die vier Elemente in unterschiedlicher Konzentration in sich trägt, wenn es um Sex geht. Unsere individuelle Sexualität ergibt sich also aus einer individuellen Komposition von Anteilen der vier Naturelemente. Und häufig fühlen wir uns besonders in einem der Elemente »in unserem Element«.

In diesem Sinne können wir auch von unterschiedlichen Typen sprechen: von dem sexuellen Luftmenschen, dem sexuellen Feuermenschen, dem sexuellen Wassermenschen, dem sexuellen Erdmenschen – und nicht zu vergessen von den zwei Flügelmenschen, aber dazu kommen wir noch.

Ich begann, diese Landkarte der Ekstase zusammenzusetzen und in Interviews und Vorträgen vorzustellen. Ehrlich gesagt, ohne den geringsten Ehrgeiz, daraus jemals mehr zu machen als einen kleinen Forschungsflügel meiner Arbeit. Denn wie gesagt, in meiner Arbeit geht es um Ekstase, nicht nur um Sex. Aber da hatte ich nicht mit den Zuhörerinnen meiner Vorträge gerechnet. Seit dem ersten Wortlaut zu den Elementen der Ekstase brach eine Flut der Resonanz über mich herein, die ich nie zuvor so erlebt habe. Schilderungen direkt ekstatischer Erweckungserlebnisse und sexueller Durchbrüche landeten in meinem Postfach, und eine kleine, hartnäckige Clique aus begeisterten Frauen heftete sich seit der ersten Stunde an meine Fersen. Sie ließ mir einfach keine Ruhe mehr. »Ilan, dieses Wissen muss in die Welt! Uns ist völlig egal, wie. Aber untersteh dich, das hier geheim zu halten!«

Nun sehen Sie, wie weit es damit gekommen ist. Oh, es ist mir eine geradezu ekstatische Freude, Ihnen hiermit die Elemente der Ekstase zu vermitteln. Sobald Sie herausgefunden haben, zu welchen Anteilen Sie aus den vier Naturelementen komponiert sind, sind Sie erstens befreit von der Hypnose einer sexuellen Matrix und haben zweitens einen kinderleichten Weg vor sich, um Ihre sexuelle Ekstase wieder zu entfalten.

DIE ELEMENTE DER EKSTASE

Jetzt wissen Sie, was Sie sich hier eingehandelt haben: nicht einfach eine Methode für besseren Sex (obwohl das ein nettes Nebenprodukt ist), sondern ein Ticket für die wilden Wellen der Ekstase.

Der erste Teil des Buches stellt Ihnen diesen Ozean vor. Sie lernen hier die Elemente der Ekstase kennen. Es gibt insgesamt sechs Elemente der Ekstase: die klassischen Naturelement Erde, Wasser, Feuer, Luft und die zwei Kulturelemente Flügel der Erde und Flügel der Luft. Sie werden sich beim Lesen in manchen Elementen spontan wiederfinden und in anderen nicht. Ebenso werden Sie unweigerlich eine Menge Aha-Momente haben, wenn bisherige Probleme in Sachen Sex und Beziehungen plötzlich Sinn ergeben – manchmal mehr Sinn, als Ihnen lieb ist. Und garantiert finden Sie ein Element, mit dem Sie am meisten in Resonanz gehen. Das ist jenes sexuelle Element, mit welchem Sie sich am sichersten und vertrautesten fühlen. Dieses Element der Ekstase dürfen Sie betrachten als Ihr sexuelles Zuhause und gleichzeitig als Ihre beste Startbahn, um abzuheben in die Ekstase.

Bitte behandeln Sie die Elemente der Ekstase jedoch nicht als eine starre sexuelle Typenlehre. Das Element, das Ihre Startbahn in die Ekstase bildet, ist keine sexuelle Identität, sondern Ihr aktuell leichtester Zugang zur Ekstase. Ihre Sexualität ist wesentlich komplexer als Ihre sexuelle Homebase. Sie ist eine individuelle Zusammensetzung mehrerer, vielleicht auch aller Elemente. Betrachten Sie Ihre Sexualität also staunend und begeistert wie ein buntes Mosaik, wie eine unnachahmliche, einzigartige Komposition der Elemente, als ein lebendiges und pulsierendes System.

WIE FINDEN SIE IHR ELEMENT?

Ihre Startbahn zu erkennen ist einfacher, als es scheint. Sie spüren es direkt in Ihrem Nervensystem. Achten Sie auf Ihre körperlichen Empfindungen, während Sie über die verschiedenen Elemente der Ekstase lesen. Scannen Sie ab, bei welchem der kommenden sechs Kapitel Ihre Muskeln und Ihre Atmung, Ihr ganzer Körper sich am entspanntesten, sichersten und glücklichsten anfühlt.

Sich in einem bestimmten Element wiederzufinden, läuft ungefähr so ab: Sie atmen instinktiv auf. Sie nicken oder lächeln beim Lesen. Ihre Haut wird weicher und offener. Sie entspannen sich. Vielleicht denken Sie auch: »Wow! Ja, das kenne ich.«

Sich in einem Element nicht