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Veröffentlichungsjahr: 2023
Die Ziffern 1–12 bedeuten bei Angabe der Blütezeit die entsprechenden Monate.
Ein Hilfsbuch zum Bestimmen der zwischen den deutschen Meeren und den Alpen wildwachsenden und angebauten Pflanzen
Herausgegeben von
Prof. Dr. O. Schmeil und Jost Fitschen
Mit 1000 Abbildungen
Neunundzwanzigste Auflage
bearbeitet von
Jost Fitschen
1922 Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig
Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung, vorbehalten
Spamersche Buchdruckerei in Leipzig
Seit einer Reihe von Jahren ist die »Flora von Deutschland« in fast unveränderter Fassung erschienen. Auch die vorliegende Auflage weist keine durchgreifenden Änderungen auf; doch sind in dem Bestreben, den Inhalt des Werkes mit den neuesten Ergebnissen der Wissenschaft in Einklang zu bringen, einzelne Tabellen teilweise einer Neubearbeitung unterzogen worden. An eine Erweiterung des Umfangs durch Aufnahme einer größeren Zahl von Kulturpflanzen ist aus naheliegenden Gründen in absehbarer Zeit nicht zu denken. Dafür ist als Ergänzung der Flora ein Werk gesondert erschienen[1], das eine Bestimmung der einheimischen und bei uns angepflanzten Holzgewächse ermöglicht und auf das Interessenten hiermit verwiesen werden.
Altona, im Frühjahr 1922.
Jost Fitschen.
Die vorliegende neue Ausgabe hat nach verschiedenen Richtungen hin nicht unwesentliche Änderungen erfahren.
Wie schon eine flüchtige Durchsicht des Buches zeigt, sind im speziellen Teile die Familien in anderer Reihenfolge als bisher aufgeführt. Diese Änderung erfolgte, weil das System, das den früheren Auflagen zugrunde gelegt war, dem heutigen Stande der Wissenschaft nicht mehr recht entspricht. In Übereinstimmung mit dem »Lehrbuche der Botanik« ist vielmehr das von Alexander Braun aufgestellte und von Eichler, Engler, Wettstein u.a. Forschern weiter ausgebildete natürliche System zur Anwendung gekommen.
Während es sich hierbei in der Hauptsache nur um eine andere Gruppierung des Stoffes handelt, an die sich jeder Benutzer des Buches schnell gewöhnen wird, ist eine weitere Änderung von mehr einschneidender Bedeutung. Zum Bestimmen der Familien und Gattungen dienten bislang zwei Tabellen, von denen die eine nach dem natürlichen, die andere aber nach dem Linnéschen System eingerichtet war. Die letztere ist mit der neuen Auflage in Fortfall gekommen. Wir entsprechen damit dem Wunsche vieler Schulmänner, die das Linnésche System vom Unterrichte vollständig ausgeschlossen wissen wollen.
Nun muß jedoch anerkannt werden, daß dieses System, obgleich es für die Wissenschaft nur noch einen historischen Wert besitzt, beim Bestimmen von Pflanzen wertvolle Dienste zu leisten vermag. Es wäre uns deshalb auch nicht angängig erschienen, die erwähnte Tabelle zu beseitigen, wenn wir nicht geglaubt hätten, dafür etwas Besseres einsetzen zu können, nämlich eine Tabelle, die auf völlig neuen Gesichtspunkten basiert: Sämtliche Gewächse — mit Einschluß der berücksichtigten Kryptogamen — sind ohne Hinblick auf irgendein System in 8 Gruppen gebracht, die so abgegrenzt wurden, daß es nur eines Blickes bedarf, um eine unbekannte Pflanze in sie richtig einzugliedern. Zur Unterscheidung der einzelnen Familien und Gattungen sind in erster Linie stets die augenfälligsten und deutlichsten Merkmale berücksichtigt worden. Die neue Tabelle bietet gegenüber der alten außerdem den großen Vorteil, daß mit ihrer Hilfe selbst solche Gewächse leicht bestimmt werden können, die entweder nur selten blühen (wie manche Wasserpflanzen!) oder sehr kleine, unscheinbare Blüten besitzen.
Auf Wunsch vieler Freunde des Buches haben wir weiter eine Tabelle eingerichtet, die das Bestimmen sämtlicher Holzgewächse allein nach den Blättern ermöglicht.
Eine besondere Sorgfalt wurde auch der Fassung des Textes gewidmet. Mit Ausnahme ganz weniger Ausdrücke, die am Fuße der Tabellen angegeben und in der Einleitung erklärt worden sind, haben wir alle Bezeichnungen vermieden, die nur der botanischen Kunstsprache angehören und deshalb für den Anfänger unverständlich sein würden. Infolge dieser Einrichtung kann das Buch auch von dem mit Erfolg benutzt werden, der keinerlei botanische Vorkenntnisse besitzt und im Bestimmen von Pflanzen nicht geübt ist.
Die Anzahl der Abbildungen, deren große Bedeutung von allen Seiten immer mehr anerkannt wird, hat wiederum eine beträchtliche Vermehrung erfahren. Dieser Umstand, in Verbindung mit den bereits erwähnten Bereicherungen, hat zur Folge gehabt, daß das Buch um etwa einen Bogen stärker geworden ist. Es hat aber, da zum Drucke dünnes, jedoch sehr gutes Papier verwendet wurde, den Charakter einer Taschenflora keineswegs verloren.
Die Wurzel ist niemals mit Blättern (Blattresten, Blattnarben!) besetzt und dadurch von den unterirdischen Stengelgebilden sicher zu unterscheiden. Die Haupt- oder Pfahlwurzel bildet die direkte Fortsetzung des Stengels; ihre seitlichen Verzweigungen sind die Seiten- oder Nebenwurzeln. Bei vielen Pflanzen geht die Hauptwurzel bald zugrunde und wird durch einen Büschel faden- oder strangf. Nebenwurzeln ersetzt, die am unteren Teile des Stengels entspringen. Die Hauptwurzel heißt: spindelf., wenn sie einen langgestreckten, spitzen Kegel darstellt (Querschnitt kreisrund, Längsschnitt lanzettl. — Möhre); rübenf., wenn sie im oberen Teile dick aufgetrieben und kreisrund ist (Runkelrübe). Außerdem unterscheidet man noch walzliche, fädliche, holzige und fleischige Hauptwurzeln. Die Nebenwurzeln sind zuweilen knollig verdickt (Scharbockskraut, Knabenkraut).
Der oberirdische Stamm ist entweder holzig und ausdauernd oder saftig und krautig und dann meist alljährlich absterbend. Im letzteren Falle wird er gewöhnlich Stengel genannt. Einen hohlen, durch verdickte Knoten und Querscheidewände gegliederten Stengel bezeichnet man als Halm (Gräser). Beim Halbstrauch ist der untere Teil verholzt, während der obere krautig bleibt und jedes Jahr abstirbt (Bittersüß).
Nach der Richtung, Beschaffenheit der Oberfläche usw. nennt man den Stamm: aufrecht, d.h. senkrecht oder ziemlich senkrecht (Raps); aufsteigend, im unteren Teil auf dem Boden liegend, im oberen aufrecht (Feld-Beifuß); niederliegend oder niedergestreckt, der ganzen Länge nach dem Boden aufliegend (Vogel-Miere); kriechend, niederliegend und dabei an verschiedenen Stellen Wurzeln treibend (Gänse-Fingerkraut); windend, sich spiralig um andere Körper herumlegend (Hopfen); kletternd, mit Hilfe von Ranken, hakenf. Stacheln oder Wurzeln an anderen Gegenständen in die Höhe steigend (Weinstock, Klebkraut, Efeu); rasig, wenn viele Stengel derselben Pfl. dicht gedrängt zusammenstehen; stielrund, im Querschnitt kreisrund; halbkreisrund, der Querschnitt ist ein Halbkreis; geflügelt, mit breiten, herablaufenden Hautsäumen (viele Platterbsen); gefurcht, der Länge nach mit ziemlich breiten, rinnenf. Vertiefungen versehen (Pastinak); gerillt, gerieft, ebenso, aber die Vertiefungen sehr schmal (mehrere Doldengewächse).
Ausläufer sind am Grunde des Stammes entspringende Seitenzweige, die entweder dem Boden aufliegen oder in der Erde fortkriechen, an den Knoten Wurzel schlagen und oberirdische Sprosse bilden (Erdbeere, Kartoffel).
Der unterirdische Stamm ist von der Wurzel durch die Ausbildung von Blättern oder Blattschuppen zu unterscheiden (s. oben). Man nennt ihn Wurzelstock, wenn er von mäßiger Dicke und ziemlich gleichf. (wurzelähnlich) gebaut ist (Windröschen); Knolle, wenn er mehr oder weniger kugelig verdickt ist (Kartoffel) und Zwiebel, wenn er stark verkürzt und von mehreren dicken, fleischigen Blätt. schalenf. umgeben ist (Küchenzwiebel).
Das Blatt tritt uns in sehr verschiedener Gestalt entgegen. Die als »Blätter« schlechtweg bezeichneten grünen Gebilde der Pfl. sind die Laubblätter, während die dem Bltnstande angehörigen, am Grunde des Bltnstiels oder in der Nähe der Blüte stehend. Blätt. Deck- oder Hüllblätter genannt werden. Sie gleichen zuweilen den Laubblätt. (Lippenblütler), sind aber meist von ihnen durch Größe, Gestalt und Färbung verschieden (Hülle und Hüllchen der Doldengewächse, Hüllkelch der Korbblütler).
1. Die Teile eines vollständigen Blattes sind: 1. Blattfläche oder Blattspreite, der ausgebreitete Teil desselben; 2. Blattstiel, der stielartige Träger der Blattfläche; 3. Blattscheide, der unt., den Stengel röhrenf. umschließende Teil des Blattes (Gräser). Nebenblätter sind rechts und links am Grunde des Blattstiels sitzende blattart. Anhängsel, die zuweilen der Blattfläche gleichen, meist aber kleiner und anders gestaltet sind (vgl. Fig. 544). Bei den Gräsern findet sich an der Grenze zwischen Blattscheide und Blattfläche ein häutiges Anhängsel, das Blatthäutchen.
2. Nach ihrer Stellung sind die Blätter: grundständig, wenn sie am Grunde des Stengels entspringen und dann rosettig, wenn sie dicht gedrängt stehen und nach allen Seiten ausgebreitet sind (Löwenzahn); wechselständig oder zerstreut, wenn sie einzeln in ungleicher Höhe am Stengel stehen (Schwarzwurz); gegenständig, wenn sich 2 Blätt. in gleicher Höhe des Stengels gegenüberstehen (Taubnessel); quirlständig, wenn in gleicher Höhe am Stengel mehr als 2 Blätt. entspringen (Waldmeister).
Nach der Art der Anheftung nennt man das Blatt: sitzend, wenn ein Blattstiel fehlt (Tulpe); herablaufend, wenn sich die Blattfläche noch ein Stück am Stengel herunterzieht (Schwarzwurz); stengelumfassend, wenn die Blattfläche ganz oder fast ganz um den Stengel herumgreift (Fig. 1, Schlafmohn); durchwachsen, wenn das Blatt mit seinem ungeteilten Grunde den Stengel umgibt, so daß dieser durch dasselbe hindurchgewachsen zu sein scheint (Fig. 2, durchwachsenes Hasenohr); verwachsen, wenn 2 gegenst. Blätter am Grunde miteinander verschmolzen sind (Jelängerjelieber); schildförmig, wenn der Stiel in der Mitte der Blattfläche angewachsen ist (Fig. 3, Wassernabel, Kapuzinerkresse).
3. Bezüglich der Teilung der Blattfläche heißt das Blatt: ganz oder ungeteilt, wenn es ohne jeden Einschnitt ist (höchstens am Rande gezähnt, gesägt usw.); fiederspaltig, mit nach der Mittelrippe verlaufenden, nicht allzu tiefen Einschnitten (Raps, Löwenzahn); fiederteilig oder fiederschnittig, mit tieferen, fast die Mittelrippe erreichenden Einschnitten (Wasserfeder); leierförmig fiederspaltig, ebenso, aber mit größerem Endlappen (Fig. 5); handförmig geteilt, mit Einschnitten, die nach dem Grunde des Blattes verlaufen (Fig. 4, Hahnenfußarten); gelappt, wenn es durch spitze Einschnitte in breitere, meist stumpfe und abgerundete Zipfel geteilt ist (Fig. 6, Ahorn, Leberblümchen, Frauenmantel).
4. Nach der Zusammensetzung unterscheidet man das einfache und das zusammengesetzte Blatt. Das letztere besteht aus mehreren völlig getrennten Blättchen, die durch Stielchen oder Gelenke mit dem gemeinschaftlichen Blattstiel zusammenhängen. Es heißt: gefiedert, wenn der Blattstiel an 2 gegenüberliegend. Seiten kleine Blättchen (Fiederblättchen) trägt (Rose), und zwar unpaarig-gefiedert, wenn ein Endblättchen vorhanden ist, paarig-gefied., wenn ein solches fehlt (Fig. 7, Platterbse, Erbse); unterbrochen-gefied., wenn größere Fiederblättch. mit kleineren abwechseln (Fig. 8, Kartoffel, Odermennig); doppelt-gefied., wenn die Fiederblättchen wieder gefied. sind (viele Doldengewächse); gefingert oder handförmig, wenn mehrere Blättchen an der Spitze des Stengels von einem Punkte ausgehen. Nach der Anzahl der Blättch. heißt das Blatt 3zählig (Fig. 9, Klee), 5zählig (Fingerkräuter), 7zählig (Roßkastanie) usw.; doppelt 3zählig heißt ein Blatt, wenn an Stelle eines Blättch. wieder ein 3zähliges Blatt sitzt (Fig. 10, Laserkraut); fußförmig, wenn die Blättch. nicht von einem Punkte, sondern nebeneinander entspringen (Fig. 11, Nieswurz).
5. Nach der Beschaffenheit des Randes heißt das Blatt: ganzrandig, wenn es ohne jeden Einschnitt ist (Flieder); gesägt, wenn die spitzen Sägezähne in spitzem Winkel zusammenstoßen (Fig. 14a, Rose); doppelt gesägt, wenn große u. kleine Sägezähne abwechseln (Fig. 14b, Hagebuche); schrotsägeförmig, wenn die meist nach unt. gekehrt. Sägezähne wiederum fein gesägt sind (Fig. 12, Löwenzahn); gezähnt, wenn die spitzen Zähne in einem stumpfen Winkel zusammenstoßen oder durch einen sanften Bogen verbunden sind (Fig. 14c, kleine Brennnessel); gekerbt, wenn die abgerundeten Ausschnitte in einem Winkel zusammenstoßen (Fig. 14d, Veilchen); geschweift, mit welligen, sehr seichten Einschnitten (Fig. 14e, Gänsefußarten); buchtig, wenn Ausschnitte und Einbuchtungen abgerundet sind (Fig. 13, Eiche).
6. Nach dem Gesamtumriß ist das Blatt: nadelförmig (Nadelhölzer); linealisch, mit parallelen Rändern, viel länger als breit (Fig. 15, Gräser, Nelken); lanzettlich, 3- bis 4mal so lang als breit, mit zugespitzten Enden (Fig. 16, Weidenröschen); eiförmig, am Grunde breiter als an der Spitze, etwa doppelt so lang als breit (Fig. 17, Birnbaum); verkehrt eif. (Fig. 19), ebenso, aber über der Mitte am breitesten (Aurikel); elliptisch (Fig. 18, Kirschbaum); kreisrund (Froschbiß); keilf., in der Nähe der Spitze am breitesten und nach dem Grunde spitz zulaufend (Fig. 52, Seidelbast); spatelf., wie vor., aber mit abgerundeter Spitze (Fig. 20, Gänseblümchen); nierenf., breiter als lang, am Grunde mit einem tiefen, meist abgerundeten Einschnitt zwischen 2 breiten, abgerundeten Lappen (Fig. 21, Haselwurz); rautenförmig, ein verschobenes Viereck darstellend (Fig. 22, Schwarzpappel, Wassernuß). Alle diese Formen gehen auch ineinander über.
7. Nach der Form des Blattgrundes bezeichnet man das Blatt als: herzförmig, mit spitzem Einschnitt zwischen 2 abgerundeten Seitenlappen (Fig. 23, Bohne), nierenförmig (s. oben!); pfeilförmig, mit spitzem Einschnitt und 2 spitzen, abwärts gerichteten Seitenzipfeln (Fig. 24, Ackerwinde); spießförmig, wie vor., aber die Zipfel wagerecht abstehend (Fig. 25, Melde).
Die Haare sind dünne, meist röhrenf. und durchsichtige Auswüchse der Oberhaut, die aus einer bis vielen linienf. aneinander gereihten Zellen bestehen. Borsten sind steife, stechende Haare; Brennhaare enthalten im Innern einen scharfen, Brennen erregenden Saft, der beim Abbrechen der Spitze ausfließt (Brennnessel); Sternhaare sind sternf. verästelte Haare; Drüsen oder Drüsenhaare tragen an der Spitze ein kugeliges, Flüssigkeit absonderndes Köpfchen (Fig. 375, Sonnentau).
Nach der Art der Behaarung nennt man die Stengel und Blätter: kahl, wenn sie vollständig unbehaart sind; flaumig oder weichhaarig, mit kurzen, wenig abstehenden Haaren (oft mit bloßem Auge kaum wahrzunehmen — scharfer Hahnenfuß); seidenhaarig, mit glänzenden, meist dicht anliegenden Haaren (Gänse-Fingerkraut); zottig, mit dichten, langen, weichen Haaren (Bilsenkraut); rauhhaarig, mit abstehenden, ziemlich steifen, aber nicht stechenden Haaren (Skabiose); steifhaarig, borstig, mit steifen, borstigen Haaren (Schwarzwurz); filzig, mit dichten, ineinander verflochtenen Haaren (Königskerze); wollig, mit langen, gekräuselten Haaren (Staubfäden der Königskerze); gewimpert, am Rande mit fast gleichlangen, parallelen, abstehenden Haaren (Blätt. der Simsen).
Die Teile der Blüte. Eine vollständige Blüte ist zusammengesetzt (von außen nach innen) aus den Kelchblätt., Blblätt., Stbblätt. und dem Stempel. Die beiden äußeren Blattkreise (Kelch- und Blblätt.) werden auch als Bltnhülle bezeichnet. Sind beide Kreise der Bltnhülle von gleicher Beschaffenheit (Tulpe) oder ist nur ein Kreis vorhanden (Windröschen), so ist die Bltnhülle einfach. Sind dagegen die beiden Blattkreise von verschiedener Beschaffenheit und Färbung, so nennt man die (meist grünen) Blätt. des äußeren Kreises den Kelch und die auffällig (weiß, rot, blau usw.) gefärbten Blätt. des inneren Kreises die Blkrone. Dann bezeichnet man die Bltnhülle als doppelt. Die Stbblätt. sind in der Regel aus dem den Bltnstaub enthaltenden Stbbeutel und dessen stielart. Träger, dem Stbfaden, zusammengesetzt. Der unt., meist kugelig oder walzl. gestaltete Teil des Stempels heißt Frknoten. Er setzt sich nach oben in einen stielart. Teil, den Griffel, fort, der in die sehr verschieden gestaltete Narbe endigt. Enthält eine Blüte nur Stbblätt., so wird sie Stbblüte genannt; ist nur ein Stempel vorhanden, so heißt sie Stempel- oder Frucht-Blüte. Das mehr oder weniger verdickte Ende des Bltnstiels, aus dem die genannten Teile entspringen, ist der Bltnboden. Ist dieser mehr oder weniger gewölbt, so steht der Frkn. höher als die anderen Bltnteile: er ist oberständig (Fig. 26, 1). Ist der Bltnboden aber napf- oder krugf. ausgehöhlt, und ist der in dieser Höhlung (also unter den übrigen Bltnteilen) stehende Frkn. mit dem Bltnboden verwachsen (Fig. 26, 2), so nennt man ihn unterständig. Tritt bei derselben Beschaffenheit des Bltnbodens eine Verschmelzung nicht ein, so ist der Frkn. mittelständig (Fig. 26, 3).
Die Blütenhülle. Die Kelch- und Blblätt. sind entweder frei, d.h. vollständig unter sich getrennt od. mehr od. weniger vollkommen miteinander verwachsen. Läßt sich eine Blüte durch mehr als einen Schnitt in zwei symmetrische Teile zerlegen, so daß die eine Hälfte das Spiegelbild der andern ist, so heißt sie regelmäßig (Schlüsselblume); läßt sie sich aber nur durch einen einzigen Schnitt in der angegebenen Weise teilen, so ist sie unregelmäßig (Taubnessel, Veilchen).
Die Blkr. kann ihrer Gestalt nach sein: röhrig, mit wenig sich erweiterndem Saum[2] und daher überall ziemlich gleichweit (Schlüsselblume); keulig, nach oben sich verdickend (Fig. 630, Schwarzwurz); glockig (Glockenblume); trichterf., von unten nach oben gleichmäßig erweitert (Fig. 121, Winde); radf., mit kurzer Röhre und flach ausgebreitetem Saum (Ehrenpreis, Labkraut); stieltellerf., ebenso, aber mit langer Röhre (Flieder); krugf., oben verengt, unten bauchig (Fig. 51, Sumpfheide, Heidelbeere); zweilippig, unten röhrig, oben durch einen tiefen Einschnitt in 2 Zipfel (Lippen) gespalten (Fig. 651, Taubnessel); schmetterlingsf., mit 5 freien, ungleichen Blblättern, von denen das größere, obere Fahne (Fig. 27, Fa.), die beiden seitlichen Flügel (Fl.), die beiden unt., verwachsenen (K.Sch.) Kiel oder Schiffchen genannt werden (Erbse). Fast sämtliche Formen kommen auch beim Kelch vor.
An den freien Blblätt. unterscheidet man den unt. schmäleren Teil, den Nagel, und den oberen, ausgebreiteten Teil, die Platte. Je nach der Länge des Nagels heißt ein Blblatt lang- oder kurzbenagelt.
Die Bltnhülle der Orchideen besteht aus 6, in 2 Kreisen angeordneten Blätt., von denen das unt. Blatt des inneren Kreises zu einer Honiglippe ausgebildet und oft gespornt ist (Fig. 41).
Bei den Bltn der Gräser (Fig. 28, 789) nennt man die kleinen kahnf. Deckblättchen Spelzen. Die Spelze am Grunde eines Ährchens, die etwa die Stelle des fehlenden Kelches einnimmt, ist die Kelchspelze (K.); die beiden darauf folgenden Spelzen, die Staubblätt. und Stempel einhüllen, bezeichnet man als Bltnspelzen. Sie werden als äußere (a.B.) und innere (i.B.) Bltnspelze unterschieden.
Die Blütenstände. Sind bei einer Pflanze mehrere Bltn vorhanden, so sind dieselben fast immer in einer gesetzmäßigen Art und Weise zu Bltngemeinschaften od. Bltnständen angeordnet. Den Stengelteil des Bltnstandes, dem die einzelnen bltntragenden Zweige od. die gestielten od. ungestielten Bltn entspringen, bezeichnet man als die Hauptachse desselben. Die aus ihm hervorgehend. Zweige werden Nebenachsen genannt. Man unterscheidet:
1. Traubige Blütenstände. Die Hauptachse ist bis zu einer gewissen Größe verlängert und übertrifft die Nebenachsen an Länge und Stärke. Dazu gehören: Traube, die Hauptachse trägt langgestielte Bltn (Fig. 29a, Maiblume); Doldentraube, eine Traube, bei der alle Bltn fast in gleicher Höhe stehen (Fig. 29b, Rainfarn); Rispe, eine Traube, deren Nebenachsen wieder Trauben bilden (Fig. 29c, Weinstock, Rispengräser); Doldenrispe, eine Rispe, bei der die Endbltn fast in gleicher Höhe stehen (Fig. 29d, Eberesche); Ähre, die Hauptachse trägt ungestielte Bltn (Fig. 29e, Eisenkraut). Bei der zusammengesetzten Ähre (Fig. 29f, Roggen) findet sich an Stelle der Blüte eine kleine Ähre (Ährchen); der Kolben ist eine Ähre mit fleischig verdickter Achse (Fig. 29g, Aronstab), das Kätzchen, eine Ähre mit unscheinbaren Bltn, die später als Ganzes abfällt (Haselnußstrauch). Wenn bei einem Kätzchen Achse und Deckschuppen verholzen, so wird es als Zapfen bezeichnet (die meisten Nadelholzbäume).
2. Doldige Blütenstände. Die Hauptachse ist verkürzt (»hört plötzlich auf«), und die Nebenachsen entspringen an einem Punkte. Hierher gehören: Dolde, von der verkürzten Hauptachse erheben sich gestielte Bltn, die zumeist in gleicher Höhe stehen (Fig. 29h, Schlüsselblume); zusammengesetzte Dolde, eine Dolde, bei der jede Nebenachse wieder eine Dolde trägt (Fig. 29i, die meisten Doldenpfl.); Köpfchen, auf der verkürzten Hauptachse stehen dicht gedrängt zahlreiche ungestielte od. ganz kurz gestielte Bltn (Fig. 29k, Grasnelke). Wenn ein Köpfchen von Hüllblätt. umgeben wird (wie bei den Korbblütlern), so nennt man es Blütenkörbchen (Fig. 29l).
3. Trugdoldige Blütenstände. Die Hauptachse ist durch eine endst. Blüte abgeschlossen und trägt unter dieser nur noch eine od. wenige Nebenachsen, die entweder mit einer Blüte abschließen od. in derselben Weise verzweigt sind. Bei der Trugdolde entspringen unter der endst. Blüte an einem Punkte 2 od. mehr Nebenachsen, die sich wiederholt wie die Hauptachse verzweigen können (Fig. 30, Wolfsmilch, Holunder). Büschel od. Knäuel sind Trugdolden mit sehr verkürzten Stielen, so daß die Bltn meist unregelmäßig gehäuft erscheinen (viele Nelken, Gänsefuß).
Aus dem Frkn. entwickelt sich die Fr. Die Frknwand bildet sich zur Fruchthülle od. Fruchtschale aus. Man unterscheidet:
1. Trockene Früchte. Die Frschale ist bei der Reife trocken. Öffnen sich die reifen Früchte nicht, so nennt man sie Schließfrüchte; wenn dagegen zur Reifezeit die Frschalen aufspringen, bezeichnet man die Fr. als Kapselfrüchte (Springfrüchte). Die Nuß ist eine Schließfrucht mit harter Schale (Haselnuß); die Teil- oder Spaltfrucht eine Schließfrucht, die bei der Reife in 2 oder mehrere einsamige Teile (Ahorn, Doldengewächse) zerfällt. Besondere Formen der Kapselfrüchte sind die Hülse, eine einfächerige, mit 2 einander gegenüberliegenden Längsspalten aufspringende Fr. (Erbse), und die Schote, eine ebenfalls mit 2 Klappen aufspringende Fr., die aber durch eine Längsscheidewand in 2 Fächer geteilt ist (Kreuzblütler). Ist die Schote wenig länger als breit, so wird sie Schötchen genannt.
2. Saftige Früchte. Die Frhülle ist saftig und fleischig. Besteht sie aus einer häutigen Außen- und einer saftigen Innenschicht, so bezeichnet man die Fr. als Beere (Weinbeeren); ist die Frwand aus 3 Teilen zusammengesetzt: einer äußeren häutigen, einer mittl. fleischigen und einer innern harten Schicht, so heißt sie Steinfrucht (Kirsche).
Es ist bei der Einrichtung der Tabellen darauf Bedacht genommen, sie so zu gestalten, daß auch der im Bestimmen nicht Geübte sich rasch orientiert und bei sorgfältiger Beobachtung und genauer Untersuchung ohne große Mühe den Namen einer ihm unbekannten Pflanze auffindet. Um über die ersten Schwierigkeiten hinwegzuhelfen, soll an einigen Beispielen gezeigt werden, wie beim Bestimmen einer Pflanze zu verfahren ist.
1. Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis). Wir beginnen auf Seite 12, wo es in der ersten Tabelle heißt:
1. Pfl. ohne Bltn und Samen usw.
415
— Pfl. mit samenerzeugenden Bltn usw.
2
Die hinter einer Ziffer und dem darauf folgenden Striche stehenden Merkmale bilden stets Gegensätze, von denen immer nur einer auf die zu bestimmende Pflanze zutreffen kann. In diesem Falle kommen die ersten Merkmale nicht in Betracht, denn es handelt sich um eine Pflanze mit »samenerzeugenden Blüten«. Wir folgen deshalb der am Ende der Reihe stehenden Ziffer, die uns auf Nr. 2 der Tabelle verweist, wo wieder zwischen zwei Gegensätzen die Entscheidung getroffen werden muß. Da nach einer Bemerkung zu der 1. Gruppe nur die Nadelhölzer gehören, so ist die vorliegende Pflanze der 2. Gruppe zuzurechnen, und wir müssen unter Nr. 3 weiter suchen. Hier ist die Entscheidung nicht immer leicht, da es bei beiden Gruppen Ausnahmen gibt, wie schon die Worte »in der Regel« und »fast stets« andeuten. Die in Klammern beigefügten Bemerkungen werden aber leicht auf den rechten Weg helfen, und selbst dann, wenn dem Anfänger trotzdem ein Irrtum unterlaufen sollte, wird er in den allermeisten Fällen doch zum Ziele gelangen, weil die »schwierigen« Gewächse in beide Gruppen aufgenommen sind. Unsere Pflanze gehört zweifellos zur 1. Gruppe, zu den Monokotylen, der parallelnervigen Blätter und der 6(2×3)zähligen Blütenteile wegen. Es ist deshalb zur weiteren Bestimmung die nächste Tabelle auf der folgenden Seite zu benutzen. Von Nr. 1 kommen wir auf Nr. 2, weil die Blüten weder fleischige Kolben noch kugelige Köpfchen bilden. Die Pflanze ist in Stengel und Blätter gegliedert, was uns nach Nr. 3 und dann sofort weiter nach Nr. 19 führt. Ohne Schwierigkeiten gelangen wir weiter nach 20, 25, 26, 27 und schließlich nach 28, wo sich die letzten Gegensätze finden. Der Fruchtknoten ist unter der Blüte sichtbar, weshalb die Pflanze zu der Familie der Amaryllidaceen gehören muß. Zur Bestimmung der Art benutzen wir die Tabelle auf Seite 401 und kommen — unterstützt durch die Abbildung — ohne große Mühe auf den richtigen Namen.
2. Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Die Pfl. gehört nach der 1. Tabelle unzweifelhaft zu den Dikotylen (gefingerte Blätt.!). Da ein Kelch fehlt, ist Tabelle III auf Seite 21 weiter zu benutzen. Von Nr. 1 gelangen wir nach Nr. 9 und von hier nach Nr. 12. Es kann zweifelhaft erscheinen, ob die Blätt. quirlst. od. wechselst. sind. Während nämlich im oberen Teile des Stengels 3 Blätt. zu einem Quirl geordnet sind, entspringt am Grunde des Stengels noch ein einzelnes Blatt. Wie in allen zweifelhaften Fällen, so ist es auch hier gleichgültig, welchen Weg man einschlägt. Gehen wir z.B. von Nr. 12 nach Nr. 48, so gelangen wir weiter nach Nr. 72 und schließlich nach 73, wo wir sofort herausfinden, daß die Pflanze zu der Familie der Ranunculaceen gehören muß. Wenn wir von Nr. 12 nach 13 gehen, so gelangen wir sogar noch etwas rascher zu demselben Resultate (von 13 nach 14, 15 und 16). Die Familientabelle auf Seite 114 führt uns auf die Gattung Anemone (1, 2, 3, 4, 17, 18,) und schnell ist dann aus der Tabelle auf Seite 118 auch die Art herauszufinden.
3. Der Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys). Für Anfänger, die mit den botanischen Kunstausdrücken noch nicht genügend vertraut sind, empfiehlt es sich, beim Aufsuchen der Familie oder Gattung auf Seite 37 zu beginnen. Die Pflanze ist krautig und hat gegenst. Blätt., weshalb wir auf Seite 60 weiter suchen müssen. Nr. 1 dieser Tabelle verweist uns nach Nr. 20, dann weiter nach 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 30 und schließlich nach 32. Wie die dort aufgeführten Merkmale erkennen lassen, gehört unsere Pflanze zu den Scrophulariaceen, weshalb wir auf Seite 262 weiter zu prüfen haben. Die vierzipfl. Blkr. und die Zweizahl der Stbblätt. bilden die Merkmale der Gattung Veronica. Mit Hilfe der Arttabelle auf Seite 267 wird dann leicht festgestellt, daß es sich nur um den Gamander-Ehrenpreis handeln kann.
(Eine Tabelle zum Bestimmen der Familien und Gattungen nach einfachen Merkmalen beginnt auf S. 37.)
1. Pfl. ohne Bltn und Samen; Vermehrung durch einzellige, staubfeine Körner (Sporen). Farne, Bärlappe, Schachtelhalme usw.
Kryptógamae[3]415
— Pfl. mit samenerzeugend. Bltn, die entweder Stbblätt. und Stempel oder beide enthalten.
(Phanerógamae) 2
2. Samenknospen frei, nicht von einem Frkn. eingeschlossen. Bäume od. Sträucher mit nadel- od. schuppenf., meist immergrünen Blätt. (Hierher gehören nur die Nadelhölzer)
Gymnospérmae412
— Samenknospen v. ein. Frkn. eingeschlossen
(Angiospérmae) 3
3. Laubblätt. in der Regel mit parallel od. bogig verlaufenden, unverzweigten Hauptnerven (Fig. 31), stets einfach und ungeteilt; Bltnteile meist in der 3-Zahl vorhanden; Keimling mit einem Keimblatt. (Hierher gehören die Liliengewächse, Orchideen, Schilfe, Binsen, Gräser, Halbgräser usw. — aber keine Bäume und Sträucher. Ebenso gehören alle Pfl., deren Bltn außer dem Stempel noch 5 od. 10 Stbblätt. enthalten, zur folgenden Gruppe. Von den Gewächsen, in deren Bltn sich 4 Stbblätt. mit dem Stempel zusammenfinden, gehören nur eine grünlich blühende Wasserpfl. (Potamogeton) und (Fig. 917) eine kleine weißblühende Laubwaldpfl. (Maianthemum) mit meist nur 2 bogennervigen, herzf. Blätt. zu dieser Gruppe.)
MonocotýleaeTabelle I, Seite 13
— Laubblätt. fast stets mit fiederig (Fig. 18) od. fingerig (Fig. 6) angeordneten Hauptnerven; Bltnteile meist in der 5- oder 4-Zahl vorhanden; Keimling mit 2 Keimblätt. (Hierher gehören u.a. alle Bäume und Sträucher (mit Ausnahme der Nadelhölzer), sämtliche Pfl. mit feinzerteilten, handf. geteilten, fiederteiligen, gefied. od. gefingerten Blätt., alle Landpfl. mit gezähnten, gesägten und gekerbten Blätt. und alle Gewächse ohne grüne Blätt. [außer einigen Orchideen]).
(Dicotýleae) 4
4. Bäume od. Sträucher (bei kleinen Sträuchern ist der Stengel zuw. nur unten holzig.)
Tabelle II, Seite 16
— Kräuter
5
5. Bltnhülle nicht in einen grünen Kelch und eine andersfarbige Blkr. gegliedert (die Bltnhülle ist entw. einfach (nur ein Kreis von Bltnhüllblätt.) od. doppelt und dann gleichfarbig, d.h. beide Kreise haben gleiche Färbung)
Tabelle III, Seite 21
— Bltn mit Kelch und Blkr. (der Kelch ist nicht immer grün, doch stets anders gefärbt als die Blkr. Zuw. fällt er früh ab und ist dann nur an den Knospen zu finden)
6
6. Blkr. getrenntblättr.
Tabelle IV, Seite 27
— Blkr. verwachsenblättr. (zuw. nur am Grunde verbunden)
Tabelle V, Seite 32
1. Bltn alle in einem keulenf. oder walzl., oft fleischigen Kolben oder in kugeligen Köpfchen (Fig. 32, 33 u. 909–911)
29
— Bltn nicht in Kolben od. kugeligen Köpfchen
2
(Nur bei Zea (Mais) stehen die Stempelbltn in einem Kolben.)
2. Pfl. nicht in Stengel und Blätt. gegliedert, nicht im Boden wurzelnd, stets schwimmend od. untergetaucht; Stengel blattart., rundl. od. an einem Ende stielart. verschmälert und dann meist kreuzweise verbunden. Blüht sehr selten
Wasserlinse, Entenflott,Lemna385
— Pfl. in Stengel und Blätt. geglied. od. mit nicht deutl. unterscheidb. Blätt., aber dann nie freischwimmend
3
3. Bltn blumenkronart. gefärbt (weiß, gelb, rot, blau usw.), bisweilen außen grün od. doch mit grünen Zipfeln od. Streifen, selten ganz grün od. gelblich, aber dann stets 2lippig
19
— Bltn unscheinbar, grünl. od. bräunl., nicht blumenkronart., nie 2lippig; Bltnhülle oft nur in Form von Schuppen od. Spelzen vorhanden od. ganz fehlend (Hierher gehören u.a. alle Gräser u. grasart. Gewächse, Binsen, Simsen, alle unter Wasser blühend. Pfl., sowie alle Wasserpfl. mit quirlst. Blätt. — aber auch viele mit anders gestellten Blätt. Einige Orchidaceen mit grünl. od. gelbl. Bltn gehören zur vorhergehenden Gruppe)
4
4. Landpfl.
13
— Wasserpfl.
5
5. Blätt. quirl- od. gegenst. (Keine Gräser od. Binsen)
8
— Blätt. wechselst.
6
6. Bltn mit 1 od. 2 kahnf. Deckblättchen (Spelzen), in kleinen Ährchen (Fig. 28 u. 833); Stbblätt. 2–3
15
— Bltn nicht von kahnf. Deckblättchen umschlossen; Bltnhülle 4- od. 6blättr., zuweilen fehlend od. sehr wenig entwickelt
7
7. Bltn in wenigblüt. Köpfchen (Fig. 34); Bltnhülle 6blättr., trockenhäut., bräunl.; Stbblätt. 6
Juncus396
— Bltn in Ähren od. doldenf. Büscheln od. einzeln, zuw. von Scheiden eingeschlossen; Bltnhülle nicht 6blättr.; Stbblätt. 1–4.
Potamogetonáceae380
8. (5.) Blätt. am Grunde mit einer den Stengel umgebend. Scheide od. mit einem großen, durchscheinenden Blatthäutchen
Potamogetonáceae380
— Blätt. am Grunde ohne Scheide u. ohne ein großes, durchscheinendes Blatthäutchen
9
9. Blätt. mehr od. weniger fein gesägt od. gezähnelt (zuweilen nur vorn — Lupe!)
12
— Blätt. völlig ganzrandig
10
10. Blätt. gegenst., die oberen oft zu einer auf dem Wasser schwimmenden Rosette zusammengedrängt; Bltn einzeln, blattachselst., nur mit 2 kleinen, sichelf. Hüllblätt.; Fr. 4teilig, scharf berandet (Fig. 35)
Callitriche[4]90
— Blätt. quirlst.; Stengel hohl
11
11. Stbblätt. 8; Blätt. zu 3–6, die untergetauchten schmal lanzettl., zurückgeschlagen, die oberen eif.
Elátine149
— Stbblatt 1; Blätt. zu 8–12, linealisch
Hippúris212
12. (9.) Blätt. gegenst. (selten zu 3), besonders vorn gezähnelt; Bltn grün, in Ähren (Potamogeton densus)
Potamogetonáceae380
— Blätt. zu 3–8quirlig, der ganzen Länge nach gleichmäßig gezähnt od. feingesägt (Fig. 36); Bltn weiß od. rötl., einzeln, sitzend od. auf langen fadenf. Stielen (Hydrilla, Helodea)
Hydrocharidáceae379
13. (4.) Bltnhülle 6blättr. od. 6teil. (bei Paris 8–10blättr.); Stbblätt. mindestens 6
16
— Bltnhülle entweder aus 1 od. 2 Spelzen (kleine kahnf. Deckblättch.) gebildet (Gräser und Riedgräser) od. aus 2 kleinen sichelf. Blättch. od. fehlend; Stbblätt. 1–3
14
14. Blätt. gegenst.; Bltn einzeln, blattachselst., von 2 weißl., sichelf. Blättchen gestützt; Fr. 4teilig (Fig. 35)
Callitriche90
— Blätt. nicht gegenst.; Bltn mit 1 od. 2 Spelzen, in kleinen Ährchen; Blätt. am Grunde scheidig
15
15. (6.) Bltn zwischen 2 Spelzen; Ährchen am Grunde meist mit 2 Kelchspelzen (Fig. 28); Stengel knot., meist rund u. hohl; Blattscheiden meist gespalten (der Länge nach aufgeschlitzt), an der Übergangsstelle zur Blattfläche mit einem Häutchen od. einer Haarreihe. Gräser.
Gramíneae331
— Bltn hinter einer Spelze (Fig. 37); Ährchen am Grunde ohne Kelchspelzen (aber zuweilen mit leeren Bltnspelzen); Stengel fast nie knotig, meist 3kantig, massiv; Blattscheiden meist geschlossen. Riedgräser
Cyperáceae360
16. (13.) Stengel windend; Blätt. langgestielt, pfeilf. bis herzf.; Stbbltn und Stempelbltn auf verschiedenen Pfl.
Tamus402
— Stengel nicht windend
17
17. Bltnhülle bräunl., lederart., trocken, ein Griffel mit 3 Narben (Fig. 38). Binsen, Simsen
Juncáceae396
— Bltnhülle grün od. gelblich grün, nicht trockenhäutig
18
18. Narben federig (Fig. 39) od. dem Frkn. schief aufsitzend (Fig. 40); Fr. bei der Reife in 3 od. 6 Teilfrüchte zerfallend; Blätt. schmal, grasart.; Pfl. 10–60 cm hoch, an feuchten Orten wachsend
Juncagináceae380
— Narben weder federig noch dem Frkn. schief aufsitzend; Fr. bei der Reife nicht zerfallend
Liliáceae387
19. (3.) Bltnhülle unregelmäßig, 6blättr., in 2 Kreisen angeordnet, das unt. Blatt des inneren Kreises zu einer Honiglippe ausgebildet, oft gespornt (Fig. 41 u. 953); Stbblätt. 1 (selten 2), 2fächerig, mit der großen, klebrigen Narbe zu einem »Säulchen« verwachsen; Frkn. unterst., oft gedreht. Pfl. zuweilen nur mit schuppenf., nicht grünen Blätt.
Orchidáceae404
— Bltnhülle regelmäßig od. fast regelmäßig, nicht lippig
20
20. Landpfl. od. Wasserpfl., bei denen wenigstens die ob. Blätt. weit aus dem Wasser hervorragen
25
— Wasserpfl. Blätt. entw. alle untergetaucht od. die ob. schwimm.
21
21. Blätt. klein, nicht 1 cm breit, gegenst. od. quirlig
23
— Blätt. bedeutend größer, wechselst.
22
22. Blätt. entweder schwertf., stachelig-gesägt (Fig. 42), zu einer schwimmenden Rosette vereinigt od. herzf., kreisrund, langgestielt (Fig. 43), schwimmend; Bltn weiß (Stratiotes, Hydrocharis)
Hydrocharidáceae379
— Blätt. linealisch, lanzettl., eif. od. (Fig. 44), pfeilf., niemals schwertf. od. kreisrund; Bltn weiß od. rötlich, zu 1–5 an den Gelenken des Stengels entspringend od. in quirligen Rispen od. Trauben
Alismatáceae378
23. (21.) Blätt. quirlst. (Hydrilla, Helodea)
Hydrocharidáceae379
— Blätt. gegenst.
24
24. Blkr. weiß, auf der einen Seite gespalten, mit tief 5teiligem Saum; Kelch 2spaltig (Fig. 45)
Móntia102
— Blkr. rötlichweiß, mit 3–4 freien Blblätt.; Kelch 2–4spaltig
Elátine149
25. (20). Jede Blüte mit 1–4 Griffeln od. Narben
26
— Jede Blüte mit 4 bis vielen Griffeln. Wasser- oder Sumpfpfl.
Alismatáceae378
26. Zarte Uferpflanzen mit gegenst. Blätt.; Kelch 2–4 spalt.
24
— Landpfl. od. höhere Sumpfpfl.; Bltnhüllblätt. alle blumenkronart. gefärbt
27
27. Stbblätt. 3; Narben 3, zuweilen blumenblattart.; Frkn. unterst.
Iridáceae402
— Stbblätt. 6 (seltener 4)
28
28. Frkn. unterst. (unter der Blüte sichtbar)
Amaryllidáceae401
— Frkn. oberst. (von den Bltnhüllblätt. umschlossen)
Liliáceae387
29. (1). Nur 1 Kolben vorhanden, der von einem Deckblatt gestützt wird (Fig. 909–911)
Aráceae385
— Mehrere (meist 2) walzl. od. eif. Kolben untereinander od. Bltn. in kugeligen Köpfchen; obere Kolben und Köpfchen mit Stbbltn (Fig. 32–33)
Typháceae386
1. Stengel windend, kletternd od. rankend
66
— Stengel nicht windend, kletternd od. rankend
2
2. Blätt. nadel- oder schuppenf. (zur Blütezeit immer vorhanden)
63
— Blätt. nicht nadel- od. schuppenf. (zur Blütezeit zuw. fehlend)
3
3. Pfl. zur Blütezeit mit mehr od. weniger entwickelten Blätt.
13
— Die Blätter stecken zur Blütezeit noch ganz in der Knospe
4
4. Bltn nicht in Kätzchen
8
— Bltn (wenigstens die Stbbltn) in Kätzchen (Stbblätt. und Stempel stehen hinter einer Schuppe)
5
5. Entwickelte Kätzchen aufrecht od. schief abstehend
7
— Stbkätzchen (Kätzchen mit Stbblätt.) und oft auch die Stempelkätzchen hängend
6
6. Schuppen der Stbkätzchen am Rande meist lang zottig; Stempelkätzchen hängend, mit den ersteren nie auf derselben Pfl. (Populus)
Salicáceae79
— Schuppen der Stbkätzchen am Rande nicht langzottig; Stempelbltn entw. knospenart. (Fig. 46a) od. in kleinen eif. Kätzchen (Fig. 46b), mit den Stbkätzchen auf derselben Pfl. (aber nicht immer auf demselben Zweige)
Betuláceae76
7. (5.) Stbblätt. kürzer als die Kätzchenschuppen (Fig. 47); Stbkätzchen bis 1½ cm lang, Stempelkätzchen 5–6 mm lang (Fig. 254); Zweige glänzend dunkelbraun. Pfl. bis 1½ m hoch
Myríca85
— Entwickelte Stbblätt. viel länger als die Kätzchenschuppen; Kätzchen größer
Salix79
8. (4.) Bltn ohne jede Bltnhülle; Stbblätt. 2 (Fig. 48)
Fráxinus238
— Bltnhülle vorhanden
9
9. Stbblätt. 20 bis viele; Bltn weiß od. rosa (Prunus)
Rosáceae166
— Stbblätt. höchstens 8; Bltn nie weiß
10
10. Bltn goldgelb
12
— Bltn nicht goldgelb
11
11. Blkr. langröhrig, rosa; Stbblätt. 8
Daphne211
— Blkr. glockig, bräunlichrot; Stbblätt. 3–8; Bltn gebüschelt (Fig. 49)
Ulmus86
12. (10.) Stbblätt. 2; Bltn über 1 cm lang
Forsýthia238
— Stbblätt. 4; Bltn etwa 3 mm breit, in Dolden
Cornus230
13. (3.) Blätt. ungeteilt, gelappt od. buchtig, aber nicht gefiedert oder gefingert (also nicht aus völlig getrennt. Blättch. zusammengesetzt)
24
— Blätt. gefiedert od. gefingert
14
14. Stbbltn in walzenf. Kätzchen; Stempelbltn zu 1–3 an der Spitze der Ästchen. Walnuß,
Juglans79
— Weder Stbbltn noch Stempelbltn in Kätzchen
15
15. Blätt. gegenst.
21
— Blätt. wechselst.
16
16. Blkr. schmetterlingsf. (Fig. 27); Stbblätt. 10, ihre Fäden verwachsen
Papilionáceae195
— Blkr. nicht schmetterlingsf.
17
17. Bltn grünlichgelb, grünlichweiß od. purpurviolett
19
— Bltn goldgelb, rot od. reinweiß
18
18. Stbblätt. 6; Bltn gelb; Blätt. gefiedert, dornig, lederart.
Mahónia124
— Stbblätt. zahlreich; Blätt. nicht lederart.
Rosáceae166
19. Blattstiele, Blütenrispen und junge Zweige wollig zottig; Bltn grünlichgelb; Stbblätt. 5; Fr. in rötl. Kolben
Rhus161
— Blattstiele nicht wollig zottig
20
20. Bltn dunkelviolett, klein, in ährenf. Trauben
Amórpha204
— Bltn grünlichweiß, in Rispen; Blätt. sehr groß; Blättch. am Grunde grobgezähnt
Ailánthus160
21. (15.) Blätt. gefingert; Fr. mit stachlichter Hülle. Kastanie
Aesculus159
— Blätt. gefiedert
22
22. Bltn aufrecht, weiß od. gelblichweiß, in Rispen od. Trugdolden (Sambucus)
Caprifoliáceae288
— Bltn hängend
23
23. Bltn gelbgrün, in Büscheln; die einzelnen Bltn langgestielt, entw. nur Stbblätt. od. nur Stempel enthaltend
Negúndo159
— Bltn weiß, in Traub.; Kapsel häut., aufgeblasen
Staphylāēa160
24. (13). Blätt. wechselst. od. (Fig. 54) gebüschelt
39
— Blätt. gegenst.
25
25. Auf Baumästen wachsende Sträucher
Lorantháceae87
— Pfl. im Erdboden wurzelnd
26
26. Stbblätt. 2–8 od. nur Stempel in der Blüte
29
— Stbblätt. 10 bis viele
27
27. Kleine, bis 30 cm hohe Halbsträucher; Bltn fast stets gelb
Heliánthemum148
— Höhere Sträucher. Bltn weiß
28
28. Stbblätt. 10; Stbfäden platt, 3 spitzig; Kelchzipfel u. Blblätt. 5; Bltn geruchlos
Dēūtzia164
— Stbblätt. zahlreich; Kelchzipfel und Blblätt. 4–5; Griffel 1 bis mehrere, unten verwachsen; Bltn stark duftend
Philadélphus164
29. (26.) Blkr. 2lippig; Stbblätt. 2 od. 4 (2 lange und 2 kurze)
Labiátae251
— Blkr. nicht 2lippig (oder undeutlich und dann mit 5 Stbblätt.)
30
30. Stengel niederliegend, dünn, nur am Grunde holzig; blühende Triebe aufrecht; Blätt. mehr od. weniger lederart.
38
— Bäume od. Sträucher mit aufrechten Zweigen
31
31. Blätt. lederart., immergrün; Bltn geknäuelt, gelblichweiß
Buxus90
— Blätt. krautig, leicht zerreißbar, im Herbste abfallend
32
32. Bltn grün od. gelblichgrün
36
— Bltn weiß, gelblichweiß, rötlich od. violett.
33
33. Stbblätt. 5; Blkr. verwachsenblättr.; Frkn. unterst.
Caprifoliáceae288
— Stbblätt. höchstens 4
34
34. Blblätt. 4, frei; Stbblätt. 4; Frkn. unterst.
Cornus230
— Blkr. verwachsenblättr.; Stbblätt. 2; Frkn. oberst.
35
35. Fr. eine Beere; Kelch abfallend; Bltn weiß
Ligústrum238
— Fr. eine Kapsel; Kelch bleibend; Bltn rötl., bläulich od. weiß
Syrínga238
36. (32.) Blätt. gelappt; Stbblätt. meist 8. Ahorn
Acer159
— Blätt. nicht gelappt; Stbblätt. 4–5 od. nur Stempel in der Blüte
37
37. Zweige meist dornig; Seitennerven des Blattes der Blattspitze zugebogen; Griffel 2–4spalt.; Fr. eine Beere
Rhamnus160
— Zweige dornenlos, jung oft 4kantig od. zusammengedrückt; Seitennerven des Blattes dem Rande zu verlaufend; Fr. eine rote, stumpf- od. geflügelt kantige Kapsel
Evónymus160
38. (30.) Bltn blau, einzeln, ansehnlich
Vinca242
— Bltn hellrosa, zu 1–2 auf langen Stielen, nickend (Fig. 110). Nadelwälder
Linnǣa290
39. (24.) Bltn (wenigstens die Stbbltn) in dichten od. (Eiche) lockeren Kätzchen oder in lang herabhängenden kugeligen Büscheln oder Köpfchen
57
— Bltn nicht in Kätzchen, meist auffällig gefärbt
40
40. Stbblätt. höchstens 10 oder nur ein Stempel in der Blüte
44
— Stbblätt. 20 und mehr, stets mit den Stempeln in derselben Blüte; Bltn zuweilen gefüllt
41
41. Bltnstiel mit bleichem, halbangewachsenem Deckblatt (Fig. 50); Blätt. schief herzf. Linde
Tília153
— Bltnstiel ohne ein solches Deckblatt
42
42. Bltn weiß od. rötlich; Blätt. mit oft früh abfallenden Nebenblätt.; Bltnboden krug- od. becherf., auf seinem oberen Rande Kelch, Blkr. und Stbblätt. tragend
Rosáceae166
— Bltn gelb
43
43. Kleiner (10–20 cm) niederliegender od. aufsteigender Halbstrauch; Blätt. ganzrandig
Heliánthemum148
— Höherer (2–3 m) Strauch; Blätt. scharf gesägt; Bltn meist gefüllt (Kerria)
Rosáceae166
44. (40.) Blkr. schmetterlingsf. (wie in Fig. 27); Fr. eine Hülse
Papilionáceae195
— Blkr. nicht schmetterlingsf
45
45. Blätt. gelappt od. buchtig und dann dornig gezähnt
56
— Blätt. höchstens etwas gesägt od. gezähnt, nicht gelappt
46
46. Bltnhülle in Kelch und Blkr. geschieden (der Kelch ist nicht immer grün und bei Frangula größer als die winzigen Blblätt.)
51
— Bltnhülle einfach od. doch sämtliche Bltnhüllblätt. von gleicher Farbe
47
47. Dorniger Strauch mit unterseits silberweißen Blätt. Staub- und Stempelbltn auf verschiedenen Pfl.
Hippóphaes211
— Dornenlose Sträucher
48
48. Stbblätt. 4–5
50
— Stbblätt. 8–10
49
49. Bltnhülle doppelt, der äußere Kreis (Kelch) zuweilen weiß od. rot od. nur als ein undeutlicher Saum vorhanden (Fig. 51); Bltnhüllblätt. zuw. bis auf den Grund geteilt
Ericáceae230
— Bltnhülle einfach, rot od. gelblichweiß, langröhrig; Blätt. keilf. (Fig. 52)
Daphne211
50. (48.) Blätt. silberweiß; Bltn gelblich
Elaeágnus211
— Blätt. grün; Bltn grünl., in endst., reichblütiger Rispe, später zu einem haarigen Büschel auswachsend. Gartenpfl.
Rhus161
51. (46.) Bltn gelb
54
— Bltn nicht gelb
52
52. Stbblätt. 8–10. Kleine Sträucher
Ericáceae230
— Stbblätt. 5
53
53. Bltn rötlich od. violett
Solanáceae248
— Bltn grünlichweiß
Frángula161
54. (51.) Blkr. unregelmäßig; die 2 seitl. Kelchblätt. blumenkronart., flügelf. (Fig. 53); Blätter lederart. Höhe 10–20 cm
Polýgala158
— Blblätt. alle gleich gestaltet; Stbblätt. 6
55
55. Kelch- und Blblätt. 4; Stbblätt. ungleich (4 lange, 2 kurze)
Crucíferae126
— Kelch- und Blblätt. 6; Blätt. in Büscheln, am Grunde mit Dornen (Fig. 54). Höherer Strauch
Bérberis124
56. (45.) Blätt. lederart., dornig gezähnt (Fig. 55), immergrün; Bltn weiß; Stbblätt. 4
Ilex161
— Blätt. krautig, gelappt; Stbblätt. 5 (Stachel- und Johannisbeeren)
Ribes163
57. (39.) Bltnhülle deutlich 4blättr.; Kätzchen kurz, aufrecht; Blätt. ungeteilt od. gelappt. Maulbeerbaum
Morus86
— Bltnhülle der Stbbltn wenig entwickelt, schuppenförmig
58
58. Blätt. buchtig (Fig. 13); Stbbltn in unterbrochenen Kätzchen. Eiche
Quercus78
— Blätt. ungeteilt od. mit spitzen Lappen
59
59. Stbbltn in lang herabhängenden kugeligen Köpfchen oder Büscheln
62
— Stbbltn in längeren Kätzchen od. Ähren
60
60. Stbbltn und Stempelbltn auf verschiedenen Pflanzen (Weiden, Pappeln)
Salicáceae79
— Stbbltn und Stempelbltn auf derselben Pfl. (Mehrere Zweige untersuchen!)
61
61. Blätt. 10–20 cm lang, stachelspitzig gezähnt; Stbbltn geknäuelt, in steif aufrechter Ähre, die am Grunde einen Büschel mit Stempelbltn trägt. Echte Kastanie
Castánea78
— Blätt. kleiner; Stbbltn fast stets in hängend. Kätzchen
Betuláceae76
62. (59.) Blätt. ungeteilt; Stempelbltn aufrecht. Rotbuche
Fagus78
— Blätt. gelappt; Stempelbltn und Stbbltn in kugelrund., hängend. Köpfchen (Fig. 56). Rinde in Schuppen abblätternd
Plátanus87
63. (2.) Zweige sehr dornig; Blätt. stechend; Bltn gelb (Ulex)
Papilionáceae195
— Zweige dornenlos; Bltn rötl.
64
64. Stengel und Äste dem Erdboden aufliegend; Bltn mit 3 langen Stbblätt. od. nur mit Stempeln; Blätt. nadelf. (Fig. 57), hohl
Émpetrum91
— Sträucher mit aufrechten Ästen und Zweigen
65
65. Kleine Sträucher von 5–80 cm Höhe; Stbbeutel frei, am Grunde oft mit spitzen Anhängseln (Heide).
Ericáceae230
— Strauch mindestens 1 m hoch; Zweige rutenf.; Stbbeutel am Grunde verwachsen, ohne Anhängsel
Myricária149
66. (1.) Blätt. gefied. od. gefingert
71
— Blätt. ungeteilt od. gelappt
67
67. Bltn violett; Stbbeutel verwachsen.
Solanáceae248
— Bltn grünlich od. gelblichweiß od. hellpurpurn
68
68. Blätt. 5eckig (Fig. 186) od. eif.; Bltn grün, dold. Efeu,
Hédera230
— Blätt. krautig, leicht zerreißbar
69
69. Blätt. ungeteilt, gegenst.; Bltn kopfig-quirlig, gelblichweiß, seltener purpurn (Lonicera)
Caprifoliáceae288
— Blätt. gelappt; Bltn grün od. gelblichgrün
70
70. Stengel windend; Stbbltn und Stempelbltn auf verschiedenen Pfl. Hopfen
Húmulus86
— Stengel rankend; Blblätt. an der Spitze verbunden
Vitis160
71. (66.) Stbblätt. 5; Blätt. gefingert. Wilder Wein
Ampelópsis160
— Stbblätt. zahlreich
72
72. Blätt. gegenst.
Ranunculáceae114
— Blätt. wechselst.
Rosáceae166
1. Landpfl. od. Wasserpfl., deren ob. Blätt. weder schwimmend noch untergetaucht sind
9
— Wasserpfl. mit untergetauchten od. schwimmenden Blätt.
2
2. Blätt. gefied., fiederteilig od. gabelspalt.
7
— Blätt. ungeteilt
3
3. Blätt. quirlst., schmal; Bltn einzeln, blattachselst.
Hippúris212
— Blätt. gegenst. oder wechselst
4
4. Bltn einzeln, blattachselst.; alle Blätt. gegenst.
6
— Bltn in Ähren; höchstens die ob. Blätt. gegenst.
5
5. Bltn rosenrot, mit 5spalt. Hülle; Blätt. langgestielt, schwimmend (Polygonum)
Polygonáceae103
— Bltn grün od. bräunlich, mit 4blättr. Hülle; Stbblätt. 4
Potamogéton[5]380
6. Bltnhülle fehlt od. besteht aus 2 kleinen, sichelf., weißl. Blättch., die entweder 1 Stbblatt od. den 4teilig. Frkn. mit 2 Griffeln umschließen; Fr. scharf berandet (Fig. 35)
Callitriche90
— Bltnhülle 4teilig, grüngelb; Stbblätt. 4; Griffel 2; Blätt. eif.
Isnárdia215
7. (2.) Blätt. gabelspalt.; Bltn einzeln, blattachselst.; Pflanzen ganz untergetaucht.
Ceratophýllum125
— Blätt. gefied. od. fiederteilig
8
8. Bltn weiß, in Dolden; Blätt. gefiedert
Umbellíferae215
— Bltn rosa, in Ähren od. ährenf. Quirlen; Blätt. kammf. fiederteilig
Myriophýllum212
9. (1.) Pfl. mit grünen Blätt.
10
— Pfl. ohne grüne Blätt.
12
10. Stengel gegliedert (Fig. 318), zerbrechlich, oft rötlich. Salzpfl. (Salicornia)
Chenopodiáceae108
— Stengel nicht gegliedert
11
11. Blkr. 4–5blättr.; Stbblätt. 10; Pflanzen gelbl., zur Blütezeit an der Spitze überhängend (Monotropa)
Ericáceae230
— Blkr. verwachsenblättr.; Pfl. rötlich od. bräunlich. S. Seite 32, Nr. 2.
12. (9.) Blätt. quirl- od. (wenigstens die unt.) gegenst.
48
— Blätt. grund- od. wechselst.
13
13. Bltn in einem keulenf. Kolben (Fig. 911), der von einem tütenf. Hüllbl. umschlossen wird (Arum)
Aráceae385
— Bltn nicht in einem keulenf. Kolben
14
14. Blätt. schildf. (Fig. 3)
47
— Blätt. nicht schildf.
15
15. Stbblätt. höchstens 10
17
— Stbblätt. zahlreich
16
16. Bltn in kugeligen Köpfchen (Fig. 58), grünlichrot; Blätt. gefied., ihr Stiel am Grunde mit kleinen Nebenblättern (Sanguisorba)
Rosáceae166
— Bltn nicht in kugeligen Köpfchen, fast stets auffällig gefärbt; Blätt. ohne Nebenblätt.
Ranunculáceae114
17. (15.) Bltn mit einem spitzen od. (Fig. 59) sackf. Sporn, rot, gelb od. weiß
46
— Bltn ungespornt
18
18. Viele Bltn zu einem dichten Köpfchen vereinigt, das am Grunde von grünen Hüllblätt. umgeben ist[6] (Fig. 60–63)
43
— Bltn anders geordnet od. in Köpfchen, die am Grunde nicht von Hüllblätt. umgeben sind
19
19. Blätt. gefied., fiedersp., handf. gespalten od. gelappt
36
— Blätt. völlig ungeteilt, höchstens gesägt, gezähnt od. gekerbt, zuw. am Grunde spieß- od. pfeilf.
20
20. Pfl. mit weiß. Milchsaft. Mehrere Stbbltn (die aus je einem Stbblatt bestehen) u. eine gestielte Stempelblüte von einer gemeinsamen Hülle umgeben (Fig. 265); Bltn gelbgrün
Euphórbia88
— Pfl. ohne weißen Milchsaft; Bltn anders gestaltet
21
21. Blätt. alle grundst.
35
— Blätt. am Stengel zerstreut
22
22. Blätt. am Grunde mit einer ringsum geschlossenen, den knotig geglied. Stengel tütenf. umgebend. Scheide[7] (Fig. 64); Bltn weiß, rötl. od. grün; Griffel 2–3
Polygonáceae103
— Blätt. am Grunde ohne geschlossene Scheide (zuweilen mit einer vorn offenen Scheide, aber dann die Bltn gelb)
23
23. Bltn gelb, braun od. innen weiß und außen grün
32
— Bltn grünlichgelb od. innen und außen grün
24
24. Blätt. sehr schmal, nur einige mm breit
29
— Blätt. viel breiter, flach
25
25. Blätter vorn ausgerandet, mit einer Stachelspitze in der Ausrandung (Fig. 65), kahl; Stengel liegend od. aufstrebend; Bltn meist 3zählig
Albérsia108
— Blätt. anders gestaltet
26
26. Bltnstand mit stechend. Deckblätt., fast stachelig (Fig. 66); Stengel aufrecht, kurzhaarig; Bltn 5zählig
Amarántus108
— Bltnstand nicht stechend
27
27. Stbblätt. 8; Blätt. rundl. (Fig. 72); H. 5–12 cm
Chrysosplénium165
— Stbblätt. 1–5; Blätt. nicht rundl., stets bedeutend länger als breit
28
28. Blätt. kurzhaarig, langgestielt, eif. od. länglicheif., an beiden Enden zugespitzt, ganzrand. (Fig. 67); Bltn in blattachselst. Knäueln; Stbblätt. 4–5; Griffel 1; Narbe kopfig
Parietária85
— Blätt. kahl, selten unterseits drüsig, oft mehlig bestäubt, am Grunde zuweilen spießf.; Stbblätt. 1–5; Griffel od. Narben 2–5
Chenopodiáceae108
29. (24.) Bltn zu 2–5, fast sitzend, von 5 Deckblättchen weit überragt (Fig. 68), gelb; Frkn. unterst.; Griffel 2 (Bupleurum)
Umbellíferae215
— Bltn anders angeord.; Frkn. oberst.
30
30. Bltnhülle trockenhäutig, 5blättr.; Stbblätt. meist 3, am Grunde verwachsen; Blätt. pfrieml., fast 3kantig, stachelspitzig, ziemlich steif, bis 1 cm lang; Stengel am Grunde sehr ästig, meist nicht bis 2 mm dick (Fig. 69). Sandfelder. (Kochia hirsuta hat längere Blätt. und ist rauhhaarig, Salsola kali ist fleischiger und hat einen dickeren Stengel.)
Polycnémum108
— Bltnhülle krautig (selten dünnhäut. u. dann 5 am Grunde nicht verwachsene Stbblätt. einschließend); Stbblätt. 5 od. 8, seltener weniger (u. dann die Bltnhülle fehlend od. 2blättrig)
31
31. Bltn gelbgrün, zu 1–3 blattachselst., mit Deckblättchen (Fig. 70); Bltnhülle 4zipfl., krugf.; Staubblätt. 8
Thymelǣa211
— Bltn grün; Bltnhülle 5zipfl., 2blättr. od. fehlend; Stbblätt. 1–5
Chenopodiáceae108
32. (23.) Blkr. ca. 3 cm lang, gelb od. braun, am Grunde kugelig (Fig. 71)
Aristolóchia126
— Blkr. viel kleiner
33
33. Bltn innen weiß, außen grün, in Rispen od. Trauben; Griffel 1; Blätt. sehr schmal
Thesíum87
— Bltn gelb, in Dolden od. Trugdolden; Griffel 2
34
34. Stbblätt. 8; Blätt. rundl.-nierenf., gekerbt; Bltn in Trugdolden (Fig. 72)
Chrysosplénium165
— Stbblätt. 5; Blätt. ganzrandig; Bltn in Dolden (Bupleurum)
Umbellíferae215
35. (21.) Bltn in Ähren; Stbblätt. 4; Blkr. trockenhäut. Wegerich
Plantágo280
— Bltn einzeln, grünlich; Früchtchen zahlreich, in verlängerter Ähre (Fig. 73). H. 2–10 cm (Myosurus)
Ranunculáceae114
36. (19.) Blätt. grundst., fiedersp.; Blkr. trockenhäut.
Plantágo280
— Blätt. auch höher am Stengel
37
37. Bltn in länglichen, rundlichen od. fast würfelf. Köpfchen
41
— Bltn in Trauben, Rispen, Dolden, Trugdolden oder ährenf. angeordneten Knäueln
38
38. Stbblätt. 6 (4 lange, 2 kurze); Bltnhülle 4blättr.; Fr. eine Schote od. ein Schötchen; Bltn nie grünlich
Crucíferae126
— Stbblätt. 1–5
39
39. Bltn in einfachen od. zusammengesetzten Dolden, weiß, rötl. od. gelb, selten grünlich; Staubblätt. 5; Bltnhülle 5blättr.; Fr. teilt sich bei der Reife in zwei Früchtchen. (Fig. 74)
Umbellíferae215
— Bltn nicht in Dolden (zuweilen in Trugdolden), stets grün od. gelbgrün
40
40. Blattstiel am Grunde mit kleinen Nebenblätt.; Blätt. 5–9lappig oder handf. 3teilig (Fig. 503–504); Stbblätt. 1 od. 4 (Alchemilla)
Rosáceae166
— Blattstiel ohne Nebenblätt.; Griffel und Narben 2–5; Stbblätt. 5; Pflanzen oft mehlig bestäubt
Chenopodiáceae108
41. (37.) Blätt. handf. geteilt od. gelappt
43
— Blätt. gefiedert, 3zählig od. doppelt 3zählig
42
42. Köpfchen kugelig od. längl. (Fig. 75), rotbraun od. grünlich; Stbblätt. 4 oder viele; Blätt. gefied. H. 30 bis 150 cm (Sanguisorba)
Rosáceae166
— Köpfchen fast würfelf. (Fig. 76), grünlich; Stbblätt. 4 od. 5, geteilt (daher scheinbar 8 od. 10); Blätt. 3zählig od. doppelt 3zählig. H. 5 bis 10 cm
Adóxa290
43. (18.) Stbblätt. 5, ihre Stbbeutel zu einer Röhre verwachsen (Fig. 732), die den Griffel einschließt; Blkr. entweder röhrig od. zungenf.; Fr. oft mit Haarkrone
Compósitae293
— Stbbeutel der Stbblätt. nicht verwachsen
44
44. Köpfchen grün, entweder nur mit Stbbltn od. nur mit Stempelbltn; Stempelbltn zu 2, von einer stacheligen Hülle umschlossen; Blätt. gelappt
Xánthium305
— Stbbltn und Stempelbltn in derselben Blüte od. die letzteren doch nicht von einer stacheligen Hülle umgeben
45
45. Pfl. mit Milchsaft; Blätt. ganz (Vergleiche Nr. 20)
Euphórbia88
— Pfl. ohne Milchsaft; Blblätt. 5; Griffel 2
Umbellíferae215
46. (17.) Blätt. ungeteilt; Bltn gelb; Fr. schotenf.
Impátiens157
— Blätt. gefiedert od. doppelt 3zählig
Fumariáceae146
47. (14.) Gartenpfl. Bltn gespornt, orange
Tropāēolum157
— Sumpfpfl. Stengel kriechend (Fig. 77); Bltn klein, rötl., doldig (Hydrocotyle)
Umbellíferae215
48. (12.) Blätt. quirlst.
72
— Blätt. gegenst.
49
49. Bltn in Köpfchen, die am Grunde von grünen Blätt. umgeben sind
43
— Bltn anders angeordnet od. in Köpfchen ohne Hülle
50
50. Blätt. gefied., gefingert od. 3zählig
69
— Blätt. ungeteilt, zuweilen buchtig od. gelappt
51
51. Bltn mit langem, fadenf. Sporn (Fig. 78), rot
Centránthus291
— Bltn ohne Sporn
52
52. Blätt. nierenf., halbkreisrund, etwa so lang als breit
68
— Blätt. zugespitzt, länger als breit
53
53. Bltn blumenkronartig gefärbt (weiß, rötlich od. bläulich)
65
— Bltn unansehnlich, grün, gelblichgrün od. die Bltnhülle trockenhäutig
54
54. Stengel windend; Blätt. gelappt. Hopfen
Húmulus86
— Stengel nicht windend
55
55. Pfl. bei Verletzungen einen weißen Milchsaft absondernd. Siehe Seite 22 Nr. 20
Euphórbia88
— Pfl. ohne Milchsaft
56
56. Blätt. vollständig ganzrand. (od. etwas gezähnelt und dann schmal linealisch)
59
— Blätt. gesägt, gezähnt od. gekerbt, stets breit und flach
57
57. Pfl. mit Brennhaaren; Stbblätt. 4. Brennnessel
Urtíca85
— Pfl. ohne Brennhaare
58
58. Stbblätt. 8–12; Stbbltn u. Stempelbltn auf verschiedenen Pflanzen
Mercuriális90
— Stbblätt. meist 5; Blütenhülle 5teilig od. 2blättr.
Chenopodiáceae108
59. (56.) Bltn einzeln in den Blattachseln, sitzend od. gestielt
62
— Bltn in Knäueln od. Ähren
60
60. Bltn in kugel. od. kurzwalzl., dold. angeordneten Ähren (Fig. 79); Stbblätt. 4, weit aus der Blkr hervorragend.
Plantágo280
— Bltn geknäuelt
61
61. Pfl. mehlig bestäubt od. schülferig; Stbbltn und Stempelbltn getrennt; Bltnhülle der letzteren 2blättr.
Chenopodiáceae108
— Pfl. nicht mehlig bestäubt; Bltnhülle 5blättr.; Blätt. eif., klein (Fig. 285) od. linealisch
Caryophylláceae91
62. (59.) Bltnhülle 12zähnig; Stbblätt. 6; Stengel rötl.; Blätt. verkehrt eif. (Fig. 80)
Peplis211
— Bltnhülle nicht 12zähnig
63
63. Bltn gestielt; Stbblätt. 4–10; Frkn. oberst.
Caryophylláceae91
— Bltn sitzend
64
64. Landpfl. Bltnhülle trockenhäutig; Blätt. pfrieml. (Fig. 69)
Polycnémum108
— Im Wasser od. auf schlammig. Boden lebende Pfl.
6
65. (53.) Bltn rotbraun, mit 4 großen, weißen Hüllblätt. (Fig. 81)
Cornus230
— Bltn anders gestaltet
66
66. Zipfel der Bltnhülle begrannt, knorpelig, verdickt, zusammengedrückt (Fig. 82); Bltn weiß (Illecebrum)
Caryophylláceae91
— Zipfel der Bltnhülle nicht begrannt und knorpelig verdickt
67
67. Stbblätt. 5; Bltn rosa; Blätt. fleischig
Glaux237
— Stbblätt. 3 od. nur 1 Stempel in der Blüte
Valerianáceae290
68. (52.) Bltn gelblichgrün, in Trugdolden (Fig. 72); Stbblätt. 8
Chrysosplénium165
— Bltn bräunlich, einzeln; Stbblätt. 12
Ásarum126
69. (50.) Bltn zu 5–10 in einem endst., fast würfelf. Köpfchen (Fig. 76), grün
Adóxa290
— Bltn nicht in einem endst. Köpfchen
70
70. Blätt. 3–7zählig gefingert; Bltn grün. Hanf
Cánnabis86
— Blätt. gefiedert; Bltn weiß od. rötlich
71
71. Stbblätt. 3; Blkr. am Grunde mit Höcker
Valeriána290
— Stbblätt. zahlreich
Ranunculáceae114
72. (48.) Stengel mit mehreren Blattquirlen
74
— Stengel nur mit einem einzigen Blattquirl
73
73. Stbblätt. 8; Bltn grün; Blätt. ganz (Fig. 83)
Paris396
— Stbblätt. zahlreich; Bltn nicht grün; Blätt. gefingert od. gefied.
Ranunculáceae114
74. Bltn weiß, gelb od. rötl., selten gelbgrün und dann der Stengel stachelig rauh; Stbblätt. meist 4
Rubiáceae285
— Bltn grün; Stengel glatt
75
75. Blätt. zu 8–12; Stbblatt 1. Wasserpfl.
Hippúris212
— Blätt. zu 4; Stbblätt. meist 3. Landpfl. (Polycarpon).
Caryophylláceae91
1. Landpfl. od. Wasserpfl., deren obere Blätt. aus dem Wasser ragen (also nicht schwimmen)
11
— Wasserpfl. mit untergetauchten od. schwimmend. Blätt.
2
2. Blätt. sehr groß (10–20 cm breit), tief herzf.; Bltn gelb od. weiß
Nymphaeáceae125
— Blätt. viel kleiner
3
3. Blattspreite blasig; Blattstiel flach, am Ende mit 4–7 langen Borsten (Fig. 135); Blätt. dicht quirlig, klein, untergetaucht
Aldrovánda126
— Blätt. anders gestaltet
4
4. Stbblätt. 20 und mehr; Bltn weiß; untergetauchte Blätt. fein zerteilt, schwimmende (oft fehlend) rundl. od. nierenf. (Batrachium)
Ranunculáceae114
— Stbblätt. höchstens 12 (zuweilen nur Stempel in der Blüte)
5
5. Schwimmende Blätt. rosettig, rautenf. (Fig. 22); Blattstiel oft bauchig
Trapa215
— Blätt. nicht rautenf.
6
6. Blätt. quirl- oder gegenst.
8
— Blätt. grund- oder wechselst.
7
7. Kelch und Blkr. 3blättr. (Hydrocharis, Sagittaria, Alisma). Siehe Seite 15, Nr. 22.
— Kelch und Blkr. 4blättr. Höhe 1–7 cm (Subularia)
Crucíferae126
8. Blätt. tief fiedersp.; Bltn in endst. Ähre
Myriophýllum212
— Blätt. ungeteilt
9
9. Frkn. 4; Stbblätt. 4; Blätt. spitz, entfernt (Tillaea)
Crassuláceae161
— Frkn. 1; Stbblätt. 3, 6 od. 8
10
10. Blblätt. 3–4, getrennt; Stengel glasart. durchscheinend
Elátine149
— Blkr. verwachsenblättr., ihre Röhre einseit. gespalt.
Móntia102
11. (1.) Blblätt. alle gleich gestaltet (aber zuweilen ungleich groß)
17
— Blblätt. verschieden gestaltet (gespornt, schmetterlingsf. usw.)
12
12. Bltn mit einem spitzen od. stumpfen Sporn
16
— Bltn nicht gespornt
13
13. Kelch 2 od. (scheinbar) 3blättr.
15
— Kelch 5zähnig od. 4–6teilig
14
14. Blkr. schmetterlingsf. (Fig. 27); Stbblätt. 10, alle Stbfäden verwachsen oder 1 frei; Kelch verwachsenblättr.
Papilionáceae195
— Blkr. nicht schmetterlingsf.; Blblätt. alle od. z.T. zerschlitzt (Fig. 84); Stbblätt. 10–30; Kelch 4- od. 6teilig
Reséda148
15. Blblätt. 4, die 2 inneren 3spalt., gelb; Kelch 2blättr.; Fr. lang schotenf.; Blätt. doppelt fiedert.
Hypécoum148
— Vorderes Blblatt mit kammf. Anhängsel od. 41appig; Kelch scheinbar 3blättr., da die beiden seitl. Kelchblätt. blumenkronartig gefärbt sind (Fig. 53); Blätt. ungeteilt
Polýgala158
16. (12.) Kelchblätt. 5, grün; Bltnstiele gekrümmt (Fig. 85); Blätt. mit Nebenblätt. Veilchen
Víola150
— Kelchblätt. 2, häutig, früh abfallend od. ganz fehlend; Blätt. 3zählig, doppelt 3zählig od. doppelt gefied.
Fumariáceae146
17. (11.) Stbblätt. höchstens 10 (od. nur Frkn. vorh.)
26
— Stbblätt. 12 und mehr
18
18. Kelch 2spalt. oder 2blättr., früh abfallend (Knospen!)
25
— Kelch mehrblättr. od. mehrzipfl.
19
19. Blätt. dick und fleischig; Frkn. 4–20
Crassuláceae161
— Blätt. nicht dick und fleischig
20
20. Blätt. quirl- od. gegenst. (zuweilen nur die oberen)
23
— Blätt. grund- od. wechselst.
21
21. Stbfäden zu einer Röhre verwachs. (Fig. 86a); Früchtchen zahlreich, in einen Kreis um ein Mittelsäulchen gestellt (Fig. 86b)
Malváceae153
— Stbfäden bis zum Grunde getrennt
22
22.
