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Beichten. Fluchen. Weitermachen. ist kein klassischer Ratgeber, sondern ein schonungslos ehrliches Buch für Menschen, die sich selbst manchmal nicht mehr wiedererkennen. Es vereint 15 ungeschönte Geschichten, Gedanken, die man lieber für sich behält, weil sie zu laut, zu dunkel oder zu unbequem erscheinen. Mit einer Mischung aus schwarzem Humor, ehrlicher Direktheit und einem Hauch Sarkasmus lädt dieses Buch dazu ein, sich selbst ein Stück näher zu kommen, auch wenn es weh tut. Perfekt für alle, die mit der rosaroten Welt der Selbsthilfe nichts anfangen können, aber trotzdem wissen wollen: Bin ich allein mit all dem Mist in meinem Kopf? Antwort: Nein. Du bist nicht allein. Und das hier könnte genau dein Buch sein.
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Seitenzahl: 50
Veröffentlichungsjahr: 2025
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„Ich schreibe nicht, um Antworten zu geben, sondern um Fragen zu stellen, die du dir selbst nicht laut stellen würdest.“
Gwendoline P. Point
Vorwort
Liebt er mich noch oder belüge ich mich selbst
Warum betrüge ich, obwohl ich meinen Partner liebe?
Wie höre ich auf an jemanden zu denken der mir nicht guttut?
Ich liebe zwei Menschen was soll ich tun?
Ich bin innerlich leer was stimmt nicht mit mir?
Ich funktioniere nur noch – ist das normal?
Ich will einfach nur verschwinden
Ich bereue, Mutter geworden zu sein – darf ich das sagen?
Ich kann nicht vergeben – und will es auch nicht.
Warum wünsche ich meinem Ex alles Schlechte?
Ich beneide meine Freunde – was ist los mit mir?
Ich habe etwas getan, das ich niemandem sagen kann.
Ich bin ständig wütend – aber ich weiß nicht warum
Wie soll ich leben, wenn ich nicht mehr an Heilung glaube?
Bevor du das Buch zuschlägst
Es gibt Gedanken, die sagt man nicht laut. Nicht beim Frühstück. Nicht in der WhatsApp-Gruppe. Und manchmal nicht mal dann, wenn man splitternackt vor dem Spiegel steht und sich denkt: Na super, das auch noch. Gedanken, die sich leise anschleichen, wenn alles still ist – oder genau dann, wenn der Lärm des Lebens dich überrollt und du plötzlich merkst: Da tobt was in dir, dass du nicht mehr unterdrücken kannst.
Fragen wie:
„Bin ich ein schlechter Mensch, nur weil ich meinen Freund verlassen will, obwohl er eigentlich ein wandelndes Einhorn ist – nett, aufmerksam, treu – also ein Jackpot mit Kuscheldecke?“
Oder:
„Ich wünschte, mein Nachbar würde sich beim nächsten Rasenmähen den Fuß abhacken. Und zwar richtig. Ohne Happy End. Einfach mal zwei Wochen himmlische Stille.“
Solche Sätze sagt man nicht in der Mittagspause. Nicht beim Elternabend. Und ganz sicher nicht beim ersten Date.
Man denkt sie. Man fühlt sie. Und man hofft, dass sie verschwinden, wenn man sie nur lange genug ignoriert.
Tun sie aber nicht. Sie kommen wieder. Mitten in der Nacht, wenn der Schlaf dir den Mittelfinger zeigt.
Auf dem Weg zur Arbeit, wenn du schon beim Aufstehen spürst, dass dein Tag nichts mit Leben zu tun hat.
Du funktionierst. Du tust, was man eben tut.
Du erwartest nichts, außer irgendwie durchzukommen.
Und manchmal fragst du dich: Bin ich überhaupt noch ich?
Oder bin ich nur noch das Echo von dem, was mal war?
Dieses Buch ist kein Trost. Kein Licht. Kein Guru auf Papier. Es ist kein Ratgeber, keine Anleitung und ganz sicher keine Entschuldigung.
Es wird dich nicht beruhigen und es hat auch keine verdammte Lösung für dein Drama parat.
Was es ist? Ein Spiegel. Ein Ort für Gedanken, die du sonst runterschluckst. Für das, was du nachts mit dir selbst diskutierst und tagsüber in Schubladen steckst.
Für alles, was du still in dich reinfrisst, weil du glaubst, dass nur du so fühlst.
Jede Geschichte hier basiert auf echten Gesprächen. Auf anonymen Nachrichten, verzweifelten Geständnissen, stummen Blicken. Verändert, verfremdet, aber nie erfunden. Weil diese Gedanken existieren.
Bei Sechzehnjährigen genauso wie bei Vierzigjährigen.
Bei Müttern. Chefs. Pflegekräften. Künstlerinnen.
Arbeitslosen. Bei Menschen wie dir.
Wenn du wissen willst, ob es einen Ausweg gibt – lies.
Vielleicht findest du keinen. Vielleicht findest du dich.
Und manchmal, ist das sogar schlimmer.
Oh, die Liebe. Wo wären wir ohne dieses beklemmende, aber gleichzeitig unglaubliche Glücksgefühl?
Es lässt dich im ersten Moment fliegen, nur um dich im nächsten mit voller Wucht zurück auf den Boden zu schleudern. Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind meine Großeltern beobachtete. Wie sie sich neckten, stritten und dann wieder lachten. Sie versprühten etwas, das ich damals noch nicht benennen konnte, aber es fühlte sich stark an.
Vertraut. Unerschütterlich.
Dieses „Ich will bei dir sein und bleiben“ war keine leere Phrase – es war ihr Alltag. Und ich? Ich wollte genau das.
Einen Menschen, der bleibt. Der mit mir durch alles geht.
Später, in der Schule, traf mich die Realität mit voller Härte.
Die Pubertät hatte keinen Sinn für Romantik.
Sie kam wie ein Vorschlaghammer und riss mir die Illusionen aus den Händen.
Liebe, das wurde mir schnell klar, ist nicht nur schön.
Sie kann dich brechen.
Heute, viele Jahre später, bin ich verheiratet.
Ich habe Kinder. Und manchmal glaube ich, ich habe diese Liebe tatsächlich gefunden. Aber dann gibt es diese anderen Momente. Die stillen. Die bedrohlichen. Die, in denen ich mich frage: Bin ich gut genug? Liebt er mich so sehr, wie ich ihn liebe? Zuerst sind es nur Gedanken. Kleine Zweifel, die jeder mal hat. Aber dann werden sie lauter. Dunkler.
Ist er noch glücklich mit mir? Gebe ich ihm wirklich das, was er braucht? Oder wünscht er sich längst ein neues Abenteuer?
Und dann drifte ich in eine Eifersuchtsspirale.
Sucht er vielleicht schon intensiv nach einer neuen Partnerin? Schreibt er womöglich bereits mit jemand anderem? Ich fange an zu analysieren, ihn zu fragen.
Zuerst ganz subtil, dann gezielter. Solange, bis ich eines Abends tatsächlich eine Nachricht finde.
Und in diesem Moment steigt ein Dämon in mir auf.
Ich beginne, alles infrage zu stellen.
Unsere gesamte Beziehung, das Zusammenleben, die Gespräche – einfach alles. An diesem Abend habe ich eines gelernt:
Wenn du also das Gefühl hast, dass da irgendetwas nicht stimmt, dann ist da auch etwas im Busch.
Wenn du dich fragst, ob er dich wirklich noch liebt oder ob du dich selbst belügst – dann, Liebes, stimmt etwas ganz grundsätzlich nicht in eurer Beziehung.
Das heißt nicht automatisch, dass er oder sie dich betrügt.
Aber es ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass du etwas spürst, was so nicht mehr in eure Liebe passt.
Da hilft kein Grübeln, kein Spekulieren.
