Frage dein Krafttier - Patricia Rüesch - E-Book

Frage dein Krafttier E-Book

Patricia Rüesch

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Beschreibung

Krafttiere handeln kreativ, geben Schutz und führen uns oft mit viel Humor in unsere innere Stärke. Sie aktivieren auf erstaunliche Weise die Selbstheilung, beraten klug und unterstützen uns dabei, innerlich zu wachsen. In jedem Menschen ruht eine Dimension innerer Weisheit, Heilkraft, Schutz und Führung. Diese Dimension zeigt sich uns in Form eben dieser inneren Bilder. Oft erscheinen Tiere – auch Krafttiere genannt –, die uns beraten und unterstützen. Sie verwandeln unsere Schwächen in Stärken und helfen uns, innerlich in unsere Ganzheit zu wachsen. Dieses Buch zeigt auf einfache Weise, wie wir mit dieser inneren bildhaften Dimension Kontakt aufnehmen können und dort auf unsere Krafttiere treffen. Viele Fallbeispiele zeigen die erstaunlichen Wirkungen der Krafttiere in jeder Lebenslage: für Körper und Seele, für Kinder und Erwachsene. In der Tiefenimagination kommt die Lösung immer von innen, aus der tiefen weisen Dimension der inneren Bilder und nicht aus dem Denken des Menschen. In dieser tiefen bildhaften Dimension ist die Lösung und Unterstützung für alles enthalten, was unser Leben betrifft, alle Daten sind darin gespeichert, jahrhunderteweit zurück. Sie übersteigt unser Denken bei weitem. Das zeigt dieses Buch deutlich. Mit Tipps für die Kontaktaufnahme zu Krafttieren, vielen Fallbeispielen für die Heilung körperlicher und seelischer Beschwerden bei Kindern und Erwachsenen sowie einem Symptomregister.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 143

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Patricia Rüesch

Frage dein Krafttier

Es gibt heute unbedingt viele gute Gründe, das weibliche Geschlecht wieder besser sichtbar zu machen. Dies ist seit mehr als 40 Jahren auch Anliegen unseres Verlages. Ob dies durch Gendern erreicht wird, darf man jedoch hinterfragen, immerhin geht es um unsere Muttersprache. Sicher ist, dass der grammatische Genus nichts über das Geschlecht (Sexus) aussagt. Deswegen halten wir uns als Verlag beim Gendern bewusst zurück. Ausführliche Begründung dazu unter www.neue-erde.de/derdiedas

Patricia Rüesch

FRAGE DEIN KRAFTTIER

HEILENDE BOTSCHAFTEN FÜR KÖRPER UND SEELE DURCH ERLEBTE TIEFENIMAGINATION

Mit einem Vorwort von

E. S. Gallegos

Bücher haben feste Preise.

1. Auflage 2024

Patricia Rüesch

Frage dein Krafttier

Durchgesehene und erweiterte Neuausgabe der bei

Kösel erschienenen Ausgabe von 2006.

© Neue Erde GmbH 2024

Alle Rechte vorbehalten.

Umschlag:

Illustration: KatrinYork/stock.adobe.com

Gestaltung: Dragon Design, GB

Lektorat: Andreas Lentz

eISBN 978-3-89060-348-3

ISBN 978-3-89060-859-4

Neue Erde GmbH

Cecilienstr. 29 · 66111 Saarbrücken

Deutschland · Planet Erde

www.neue-erde.de

Inhalt

Vorwort von Dr. Prof. Eligio Stephen Gallegos

Vorwort zur 4. Auflage

Über eine wenig bekannte Fähigkeit des Menschen

Ist das denn menschenmöglich?

Beginn einer neuen Sicht des Lebens

Innere Bilder – Zugang zum Unbewussten

Wir sind weiser als wir denken – Hymne an die tiefe Imagination

Die Weisheit aus sich selbst schöpfen

Heilung ist allgegenwärtig

Krafttiere? – So normal wie Luft und Licht

Krafttiere stellen sich vor

Respekt

Es müssen nicht Tiere sein

Wie geht das nun?

Was Krafttiere bedeuten

Omnipotente Heilkraft

Unsere Heilkraft ist immer für uns da

Was uns fehlt, wird uns gegeben

Das richtige Bild zur richtigen Zeit

Die Medizin der Krafttiere

Auf die Sprache des Körpers achten

Die Lautstärke der Körperstimme

Vom Sinn der Krankheit

Krafttiere aktivieren die Selbstheilungskraft

Blasenentzündung

Hinter jedem Leiden wartet eine Heilgeschichte

Kopfschmerz

Die Krafttiere sind die inneren Heilungsexperten

Bettnässen

Die Medizin ist in uns

Neurodermitis

Die Sackgasse des schlechten Gewissens und der Sprung hinaus

Beinschmerzen

Die Krafttiere – immer im Handgepäck

Flugangst

Vertrauen in die Imagination macht das Unmögliche möglich

Das Ungeborene in eine neue Lage bringen

Krafttiere arbeiten vorwärtsorientiert

Angst vor der Geburt

Krafttiere wissen, was wir brauchen

Hautausschlag

Innere Bilder sind weit mehr als nur »innere Bilder«

Was Kinder mich lehrten

Gedanken über »anstrengende« Kinder

Nadja klammert sich an ihre Mutter

Vom Wert des Spielens

Filippo, ein unruhiges und unkonzentriertes Kind

Das freie Spiel

Mangelhafte Schulleistung

Aggressionen verwandeln

Warum Stofftiere wichtig sind

Krafttiere helfen uns, innerlich zu wachsen

Krafttiere sind Führer auf dem Lebensweg

Der Alltag serviert uns die Chance, zu wachsen

Abhängigkeit von Männern und die wieder gewonnene Selbständigkeit

Krafttiere verändern unsere Gefühle positiv

Verbitterung

Krafttiere führen uns zu uns selbst

Übergewicht

Böse und hässliche Tiere – Schattenseiten und Wachstumsmöglichkeiten

Träume – Die Bühne der Imagination

Die Wahrnehmungsfähigkeit erweitern

Ein Wort zum Schluss

Wo Krafttiere helfen können – Themen von A–Z

Adressen

Über die Autorin

Bücher und CDs

Vorwort

von Prof. Dr. Eligio Stephen Gallegos

Unsere heutige westliche Kultur lehrt, dass Wissen nur von außen kommen kann, von Lehrern, Büchern, Autoritäten und von der genormten Wissenschaft. Was in dieser Philosophie vernachlässigt wird, ist das Wissen über die tiefe innere Dimension eines jeden einzelnen, die darüber Bescheid weiß, wer wir in unserer lebendigen Wurzel eigentlich sind. Sie ist eines der Geschenke an uns, das die Einzigartigkeit eines jeden Menschen ausmacht. In der Kindheit – vor allem mit dem Schulbeginn – geht dieses angeborene Wissen verloren, da wir fühlen, dass es nicht länger geschätzt wird, und wir verschließen unsere Tür zu ihm.

Patricia Rüesch hilft durch ihre Arbeit anderen Menschen, den Schlüssel zu dieser Tür wiederzufinden. Öffnen wir diese Tür, werden wir den Schatz der inneren Weisheit neu entdecken. Dann können wir unsere eigene tiefe Lebendigkeit leben und jeden einzelnen Moment genießen. Äußere Schwierigkeiten werden zu Gelegenheiten, innerlich zu wachsen, und Verletzungen transformieren sich in Stärke. So können wir uns bei uns selbst und bei andern zu Hause fühlen.

Patricia Rüesch beschreibt viele ausgezeichnete Beispiele ihrer Heilarbeit mit Menschen, die körperliche Krankheiten haben. Sie zeigt auf, wie Krankheitssymptome von innen heraus geheilt werden können – auch dann, wenn von außen nichts mehr helfen kann. Sie spricht auch über Probleme bei Kindern. Du wirst entdecken, dass dieses Buch hilft, deine eigene innere intuitive Weisheit um Rat zu fragen, wenn es Probleme mit deinem Kind gibt. Aber es weist ebenso einen Weg, Kindern selbst einen Zugang zu ihrer inneren Dimension zu zeigen, welche nur sie selbst kennen.

Gleichzeitig beschreibt Patricia Rüesch in diesem Buch auch ihren eigenen Wachstumsweg und was alles sie als Heilerin in all den Prozessen bei sich selbst entdeckt hat. Sie tut dies in einer leicht verständlichen Form.

Dieses Buch sollten alle lesen. Die Autorin spricht zu jedem Menschen, der schon mit Problemen gerungen hat, für die es keinen Ausweg zu geben schien. Sie führt den Leser sanft zur Lösung, die jeder einzelne in sich trägt.

Vorwort zur 4. Auflage

Nachdem ich einige Zeit um die treffenden Worte für das Vorwort gerungen hatte und damit doch nicht zufrieden war, wendete ich mich – wie so oft – nach innen. Welchen Vorschlag bringen mir die Krafttiere? Eine Möwe und eine Giraffe mit ihrem Weitblick tauchten auf und lösten in mir allein durch ihr Erscheinen augenblicklich nachfolgende Worte aus.

Wir können Großes erreichen,

wenn wir nach innen horchen und uns führen lassen.

Wir können eine neue Welt erschaffen –

im Kleinen wie im Großen –

wenn wir nach innen blicken und uns führen lassen.

Wir können glückliche Menschen werden,

viel Segen erfahren,

wenn wir uns nach innen richten und uns führen lassen.

Viele sind schon lange auf dem Weg nach innen.

Viele beginnen jetzt.

Viele kommen später noch dazu.

Dieses Buch ist ein Wegweiser für diesen inneren Weg.

Es war es schon früher, ist es jetzt und wird es auch in der

Zukunft sein.

Ich danke Andreas Lentz und seinem Verlag »Neue Erde«, dass er an diese Vision glaubt, an dieses Buch und an dessen Kraft und an die Menschen dieser Erde und es deshalb nochmals, zum vierten Mal, neu auflegt.

Die Zeiten haben sich seit der Originalausgabe 2006 geändert. Das »Du« hat sich zwischen den Menschen längst eingebürgert. Da es mehr von Herz zu Herz ist, habe ich mich entschlossen, diese Version daran anzupassen. Außerdem wurde der Inhalt unter anderem um das Kapitel »Es müssen keine Tiere sein« erweitert.

Ich wünsche dir gute Reisen nach innen, Mut, gute Lösungen, Gesundheit, Frieden und Freude in deinem Herzen.

Patricia Rüesch, Luzern, im Frühjahr 2024

Über eine wenig bekannte Fähigkeit des Menschen

Ist das denn menschenmöglich?

Der Orang-Utan schaute mich mit breitem Grinsen an. Meine Stimmung heiterte sich auf, auch in mir entstand ein Grinsen, eine übermütige Laune. Ich lag mit geschlossenen Augen auf der Matte. Franz Biedermann hatte mich aufgefordert, mit meinem inneren Auge zu schauen. Da stand er, über jeden Zweifel erhaben, groß, dunkelorange, mit langhaarigem Fell und dem unverkennbaren großen flachen bläulichen Gesicht: der Orang-Utan. Dies geschah am Ende einer Psychotherapiestunde zu Beginn meiner eigenen Praxis als Heilpraktikerin. Ich war kaum 27-jährig und noch sehr jung, um allen Herausforderungen einer eigenen Praxis gewachsen zu sein. Deshalb wollte ich mich besser kennenlernen, wollte meine innere Entwicklung fördern, um stark zu werden.

Ich verließ den Therapieraum und merkte dabei unweigerlich, dass alles nicht so war wie sonst. Zwar hatte ich in vorangegangenen Sitzungen bereits Tiere gesehen – etwa eine Schlange oder einen Fuchs – aber kaum hatte ich die Augen geöffnet, waren diese Bilder jedes Mal verschwunden. Diesmal spürte ich jedoch ganz deutlich, dass der riesige Affe noch da war. Er begleitete mich zur Tür. Ich setzte mich aufs Fahrrad und fuhr gemächlich in meine Praxis zurück. Der Affe kam mit. Er hatte sich – in meiner Vorstellung – im Damensattel auf den Gepäckträger gesetzt und schwenkte dabei frisch fröhlich seine langen Beine schwungvoll hin und her. Ich musste lauthals herauslachen – und das mitten auf der Straße. Dieses Bild war einfach zu witzig!

Ich erreichte meine Praxis und wollte mich an die Arbeit machen; so hatte ich mir dies jedenfalls vorgestellt. Der Affe jedoch hatte etwas anderes mit mir vor. Er machte jegliche Konzentration zunichte, indem er mich unaufhörlich neckte. »Na gut, wenn du etwas von mir willst, so nehme ich mir eben Zeit für dich«, dachte ich und richtete mich bequem auf dem Boden ein. Er kam und legte Buchstaben auf meinen Bauch. Ein A, ein N, ein H, ein A, ein L, O, N, I und ein A. Ich merkte mir das Wort, das da entstand: Anhalonia, und dachte darüber nach, ob das vielleicht ein Heilmittel sein könnte.

Etwas später war ich in einem Restaurant verabredet. Ahnungslos ging ich hin, und da war er wieder – mein inzwischen vertrauter Orang-Utan – voller Heiterkeit. Er erlaubte sich, über die Tische zu hüpfen, sich am Terrassengeländer herumzuschwingen, und brachte mich damit unweigerlich zum Lachen – ich konnte gar nicht anders, ich musste gerade herauslachen: Es war so lustig zuzuschauen!

Zurück in der Praxis blätterte ich neugierig in Arzneimittelbüchern auf der Suche nach dem Begriff Anhalonia. Tatsächlich, es gab ein Heilmittel, das Anhalonium heißt. Bei den Indianern ist es als Peyotl-Kaktus bekannt und wurde in einigen Stämmen bei religiösen Zeremonien verwendet. Unglaublich, was ich las: »Dieses Mittel ist in der Lage, ganz spezifische Bereiche des Gehirns zu aktivieren, diejenigen Bereiche, in denen die höheren und höchsten Hirnfunktionen angesiedelt sind, also das, was wir meist den spirituellen oder, genauer gesagt, den transzendenten Teil unserer Existenz nennen. […] Es entsteht eine vertiefte Einsicht in die inneren Vorgänge der individuellen Seele sowie ein erweitertes Bewusstsein seiner selbst. Das Körperbewusstsein ist ebenfalls erweitert. Das Individuum entwickelt hellseherische und manchmal prophetische Verhaltensweisen. […] Der Geist ist außerordentlich klar und in der Lage, komplexe innere Themen wahrzunehmen…«

Ich war aufgeregt – welch spannende Information! Aber ich konnte nichts damit anfangen. Was ist mit Anhalonium, weshalb bringt mir der Affe diese Botschaft? Bringt er mir ein Heilmittel, das ich gebraucht hätte? Hätte ich es einnehmen sollen?

Ich weiß es nicht, denn damals hatte ich noch nicht gelernt, auf die Tiere zu hören und sie zu fragen, wenn ich etwas nicht verstanden hatte. Ich wusste noch nichts von der Möglichkeit einer gegenseitigen Kommunikation. Ich spürte in mir jedoch eine tiefe Faszination über ein Phänomen, dem ich begegnen durfte. Dieser Affe hatte offensichtlich Zugang zu einem Wissen, das unvergleichlich umfassender war als das meine. Und ich spürte auch, dass Anhalonium etwas ganz Besonderes war; es hatte viel mit meiner Person zu tun oder viel mehr mit einem Potenzial in mir. Es beinhaltete eine Dimension, die ich nicht formulieren, sondern nur erahnen konnte. Ich hatte noch nicht gemerkt, dass die Krafttiere auf ihrer Ebene der inneren Bilder genau dieses erhöhte Bewusstsein in mir ermöglichten. Weit mehr: Die Krafttiere würden das Bewusstsein aller Menschen erweitern, die sich nach innen wandten – hin zu ihren geistigen Bildern – und sich auf die Kommunikation mit ihnen einließen.

Noch heute bin ich zutiefst bewegt von der Begegnung mit dem Affen, seiner Lebendigkeit und sprudelnden Lebensfreude, seiner Hartnäckigkeit mit dem Wunsch nach Gehör, damit ich empfangen konnte, was er für wichtig empfand. Es war auch erstaunlich, wie schnell sich seine gute Stimmung auf mich übertrug, mich veränderte und mich zum Lachen brachte. Es war einfach einzigartig, humorvoll und weckte in mir etwas, das ich wohl ein Leben lang nicht mehr vergessen werde.

Beginn einer neuen Sicht des Lebens

Als ich das nächste Mal zur Therapie ging, erzählte ich Franz von meinem Erlebnis mit dem Orang-Utan. »Meinst du, ich spinne?« fragte ich ihn am Schluss. Er lachte und sagte leichthin: »Das tun wir doch alle ein bisschen.« Er erwähnte das Wort Krafttier, aber ich konnte damit nicht viel anfangen.

In einer weiteren Sitzung tauchte der Orang-Utan von neuem auf. Die Vision dieses Affen war so stark und real, dass ich sie Franz anvertraute. Ich legte mich auf den Teppich und ließ meiner tiefen Imagination freien Lauf. Diesmal machte sich der Affe an meinen Augen zu schaffen, was mir ebenfalls lange Zeit rätselhaft blieb. Erst mit den Jahren verstand ich auch intellektuell, was damals mit mir geschah: Indem der Orang-Utan mein Auge »ausgetauscht« hatte, begann er meine Sicht(weise) zu verändern, also die Art, wie ich die Wirklichkeit wahrnahm. Das war wohl auch gut so. Eine Kollegin, die ich seit der Gymnasialzeit kannte, meinte Jahre später: »Diese Imaginationsarbeit tut dir gut. Früher erschienst du mir wie eine sauber aufgeräumte Küche, jetzt wirkst du viel lebendiger!«

Franz drängte mich damals, 1994, das erste in der Schweiz stattfindende Seminar mit Eligio Stephen Gallegos zu besuchen. Steve Gallegos – wie er sich auch nennt und der inzwischen ein hohes Alter erreicht hat – bot an, eine Woche lang in Gruppen mit den Krafttieren der sieben Haupt-Chakras (Energiezentren des Körpers) zu arbeiten. Steve ist der Gründer der hier beschriebenen Methode, die sich anfänglich The Personal Totem Pole Process nannte, später auf Englisch »deep imagery«, zu Deutsch tiefe Imagination oder auch Tiefenimagination. Er erwarb seinen Doktortitel im Fach Psychologie an der Florida State University und arbeitete viele Jahre als Psychologie-Professor an der Mercer University und als Therapeut mit Ausrichtung nach C. G. Jung. In einem visionären Augenblick entdeckte er die Krafttiere und entwickelte daraus eine Methode. (Darüber ist ausführlich in seinem ersten Buch »Indianisches Chakra-Heilen«, Neue Erde, zu lesen). Sein wichtigstes Anliegen ist es, den Menschen zu seiner Ursprünglichkeit und Ganzheit zu führen.

Glücklicherweise überwand ich meine Ängste, Teil einer solchen Gruppe zu sein. Ich lernte Steves Art zu arbeiten kennen und auch den damaligen Übersetzer Christian Lerch, der mich später in dieser Methode ausbildete. Christian begleitete mich viele Jahre später in unzähligen Einzelsitzungen. Eindrücklich erfuhr ich, wie sehr er in heiklen Momenten selbst der tiefen Imagination vertraute. Wohl deshalb waren all die umfassenden Prozesse in mir überhaupt möglich, wofür ich ihm heute noch dankbar bin.

Innere Bilder – Zugang zum Unbewussten

Die Frage drängt sich auf, ob es sinnvoll ist, sich mit seinen inneren Bildern zu beschäftigen. Ja, gibt es einen wirklich einsichtigen Grund, sich auf seine spontan auftretende Welt der geistigen Bilder einzulassen?

Fühlst du dich manchmal schlecht und weißt dir nicht zu helfen?

Leidest du an Beschwerden und möchtest dich aus eigener Kraft davon befreien? Hast du dir auch schon Unterstützung gewünscht, um eine Herausforderung zu bewältigen? Um Schwächen in Stärken umzuwandeln oder um Klarheit zu erlangen? Hast du Träume, die du verstehen möchtest?

Deine inneren Bilder können dir in all diesen Belangen helfen!

Wie ist das möglich?

Unsere Orientierung nach außen hat uns viel gebracht, aber uns auch von Wesentlichem entfernt. So haben wir vergessen, wie wir mit unserem Unbewussten Kontakt aufnehmen können. Denn im Unbewussten liegen die Antworten bereit, die wir in Büchern und im Internet suchen, uns von Experten wie Ärzten, Naturheilkundigen, Therapeutinnen erhoffen oder trotz mancherlei Grübeleien nicht finden.

Wie aber gehen wir nun den Weg zu unserem Unbewussten? Und was ist das eigentlich, dieses Unbewusste? Wie erfahren wir, dass es existiert, da es doch unbewusst ist?

Ich schreibe hier nicht als Psychologin, sondern als erfahrene Heilpraktikerin. Das Unbewusste erscheint mir als eine Art Depot der uns allzeit begleitenden Gefühle, Erlebnisse, seelischen Verletzungen, die wohl in uns sind, die wir bewusst jedoch nicht wahrnehmen. Das Depot bleibt uns verschlossen, verborgen, verdeckt. Alles, was für uns in unserer (frühen) Kindheit und im restlichen Leben »too much« an Gefühlen war oder wir einfach nicht fühlen wollten, haben wir vergessen und ins Lager gelegt. Und das war auch gut so, denn es half uns, zu überleben. Das Deponieren ist ein Schutzmechanismus, der bestens funktioniert. Nur hat das Ganze einen Haken: Die Erlebnisse befinden sich weiterhin im Depot. Da »rosten« sie über Jahre und Jahrzehnte vor sich hin, und hie und da machen sie sich wieder bemerkbar: Ungelöstes meldet sich zum Beispiel in Träumen; alte Traumata und daraus entstandene Sicht- und Verhaltensweisen, die das Leben zum Nachteil prägten, können geistige, psychische oder körperliche Beschwerden hervorrufen.

Innere Bilder sind die Brücke zu unserem Unbewussten und zugleich sind sie eine Art Sprache des Unbewussten, Ausdruck oder Spiegel des Unbewussten.

Und sie sind weit mehr: Die inneren Bilder enthalten eine Kraft, die uns heilen kann. Diese Kraft kann uns helfen, alle im Depot lagernden verdrängten Puzzleteile unseres Seins umzuwandeln und zu einem gesunden Ganzen werden zu lassen. Davon erzählt dieses Buch und von vielem Spannenden mehr.

Innere Bilder können uns heilen.

Wir sind weiser als wir denken – Hymne an die tiefe Imagination

Es gibt eine Dimension in jedem von uns Menschen, die unser Denken an Klugheit bei weitem übertrifft. Ob du studiert hast oder nicht, hier spielt dies keine Rolle. Diese Weisheit, von welcher ich schreibe, ist unabhängig von jeglicher Bildung und jedem Alter. Sie ist einfach da und wartet darauf, in Anspruch genommen zu werden: Es ist die allwissende tiefe Imagination, die Heilkraft der inneren Bilder.

Ich habe in meinem Leben nicht die Größe erreicht, zu verstehen, wieso die tiefe Imagination so weise ist. Ich habe nur erfahren, dass