Frösche. Meister der Anpassung - Sally Coulthard - E-Book

Frösche. Meister der Anpassung E-Book

Sally Coulthard

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Beschreibung

Alle Kröten sind Frösche, aber nicht alle Frösche Kröten.

Frösche sind außergewöhnliche Geschöpfe und echte Überlebenskünstler. Mit einem Körperbau, der sich seit Jahrmillionen kaum verändert hat, haben sie Meteoriteneinschläge, Eiszeiten und die Dinosaurier überlebt. Anders als andere Tiere können sie sowohl durch ihre Haut als auch durch ihre Lunge atmen. Und manche von ihnen sind so giftig, dass sie zehn Menschen auf der Stelle töten könnten.

Dieses Buch erzählt, wo es Frösche gibt, die springen, aber nicht landen können, wie sie Energie in ihren Sehnen speichern, welche Rolle sie bei Shakespeare spielen und warum ihre Vielfalt größer ist, als wir je dachten. Ob in der Arktis oder in der Wüste – noch gibt es sie fast überall, doch auch Frösche haben es zunehmend schwer. Warum wir sie schätzen, schützen und sogar feiern sollten – willkommen in ihrer froschzinierenden Welt!


»Mit tollen Einblicken und zahlreichen Tipps. Ein entzückendes Buch für Naturliebhaber!«

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Veröffentlichungsjahr: 2026

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Zum Buch

Alle Kröten sind Frösche, aber nicht alle Frösche Kröten.

Frösche sind außergewöhnliche Geschöpfe und echte Überlebenskünstler. Sie haben Meteoriteneinschläge, Eiszeiten und die Dinosaurier überlebt. Mit einem Körperbau, der sich Jahrmillionen kaum verändert hat. Im Gegensatz zu anderen Tieren können sie sowohl durch ihre Haut als auch durch ihre Lunge atmen. Manche von ihnen sind so giftig, um zehn Menschen auf der Stelle zu töten.

Dieses Buch erzählt, wo es Frösche gibt, die springen, aber nicht landen können. Wie Frösche Energie in ihren Sehnen speichern, welche Rolle sie bei Shakespeare spielen und warum ihre Vielfalt größer ist, als wir je geahnt haben. Ob in der Arktis oder Wüste: Noch gibt es sie fast überall, doch auch Frösche haben es zunehmend schwer. Warum wir sie schätzen und schützen sollten – willkommen in der faszinierenden Welt der Frösche!

Zur Autorin

SALLY COULTHARD ist eine britische Bestsellerautorin zahlreicher Design-, Garten- und Naturliebhaberbücher. Nach einem Studium der Archäologie und Anthropologie in Oxford und einem kurzen Ausflug in die Welt der Fernsehproduktionen, zog es sie zurück nach Yorkshire. Mit ihrem Mann und ihren drei Töchtern betreibt sie einen kleinen Bauernhof und schreibt ihre Bücher vorzugweise im Schuppen des Obstgartens.

Sally Coulthard

Frösche

Meister der Anpassung

Aus dem Englischen von Andrea Kunstmann

HarperCollins

Die englische Originalausgabe erschien 2024 unter dem Titel »The Book of the Frog« bei Head of Zeus, Bloomsbury Publishing, London.

© 2024 by Sally Coulthard

Deutsche Erstausgabe© 2026 by HarperCollins in der

Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH

Valentinskamp 24 ∙ 20353 Hamburg

[email protected]

Covergestaltung von wilhelm typo grafisch

Coverabbildung von Dirk Ercken, chrupka / Shutterstock

E-Book-Produktion von GGP Media GmbH, Pößneck

ISBN9783749908851

www.harpercollins.de

Jegliche nicht autorisierte Verwendung dieser Publikation zum Training generativer Technologien der künstlichen Intelligenz (KI) ist ausdrücklich verboten. Die Rechte der Urheberinnen und des Verlags bleiben davon unberührt.

Für Rupert und Edward,

die jüngsten Fröschlein im Familienteich

Einführung

Wenn er erst mal da ist, werden sie schon kommen – diese Hoffnung stand hinter unserem Wunsch, auf unserem kleinen Bauernhof in Yorkshire einen großen Teich anzulegen. Wasser lockt Wildtiere an, wurde uns gesagt, ein Versprechen, das wir unmöglich ignorieren konnten. Die Ecke eines großen Feldes, das verlässlich einmal jährlich überschwemmt wurde, schien uns der ideale Ort dafür, und mit einem Bagger machten wir uns ans Werk. Das Gebiet war in der Nacheiszeit der Grund eines großen Sees, und sobald man einen halben Meter tief buddelt, stößt man auf herrlich klebrigen Lehm. Zusammen mit den in Nordengland üppigen Regenmengen ergab das schnell ein Gewässer, das die Natur nur noch zu entdecken brauchte. Und das ließ sie sich nicht zweimal sagen.

Seit mittlerweile zwei Jahrzehnten wimmelt der Teich nur so vor Leben. Und jedes Jahr, jede Jahreszeit ist ein bisschen anders. Im Frühling besuchen Stockenten, Sumpfhühner und Kanadagänse unseren Teich, eine Oase inmitten vieler Hektar Ackerland, und brüten dort ihre Gelege aus. Nachts kommen Rehe, Füchse und Igel, die im Schutz der Dunkelheit ihren Durst stillen, was man nur an den Spuren erkennt, die sie im Schlamm der Uferzone hinterlassen. Im Hochsommer schießen Mehlschwalben gefährlich dicht über die Wasseroberfläche und schnappen sich die herumschwirrenden Insekten.

Am eindrücklichsten sind jedoch die Frösche und Kröten. Wie treue Fans pilgern sie Jahr für Jahr zu unserem Teich. Nur ein paar Wochen zwischen Ende Februar und Anfang April versammeln sie sich dort, paaren sich und hinterlassen uns ihre Eier. Mich rührt es irgendwie, dass sie ihren Laich ausgerechnet unserem Teich anvertrauen. Die Chancen für eine Kaulquappe, erwachsen zu werden, stehen mit eins zu tausend so schlecht, dass kein Spieler das Risiko eingehen würde. Aber die, die es schaffen, behalten den Teich in Erinnerung und kommen jedes Jahr wieder, um dort selbst Nachwuchs zu zeugen.

In manchen Jahren können wir bestenfalls ein paar Handvoll Laich entdecken, in anderen ist der Teich voll von der gelatinösen Masse. Frösche hinterlassen dicke Klumpen, die an Tapioka-Pudding erinnern, während Kröten gepunktete, durchsichtige Schnüre aus Eiern produzieren, die sich an seichten Stellen durchs Wasser ziehen. Und immer empfindet man eine kindliche Freude, wenn sich diese Pünktchen zuerst in Kommas und dann in Kaulquappen verwandeln. Auch andere Geschöpfe sind davon fasziniert, wenn auch aus den falschen Gründen. Wenn die Brutzeit beginnt, finden wir am Teichrand oft die schaurigen Reste eines Froschs, den eine Saatkrähe oder ein Reiher aufgespießt hat. Wir stoßen auch auf sonnengetrocknete Frösche, als hätte jemand sie mitten in der Bewegung in ein knuspriges Tierpräparat verwandelt. Ich frage mich immer, ob das Männchen sind, die nach tagelanger wilder Paarung zu erschöpft zum Weiterleben sind, oder unglückliche Wesen, die sich an einem heißen Tag zu weit vom Wasser weggewagt haben. In einem denkwürdigen Jahr war die ganze Wiese voller junger Fröschlein – definitiv eine Rekordsaison. Es hatte biblische Ausmaße, wie der ganze Boden geradezu zu zucken schien vor den winzigen Hüpfern. Bei jedem Schritt bestand die Gefahr, Dutzende zu zertreten, doch innerhalb weniger Tage waren sie alle irgendwo im Unterholz verschwunden.

Der Weg vom Ei über die Kaulquappe zum Frosch ist eine der großen Meisterleistungen der Natur, ein radikale und rapide Metamorphose vom Wasserbaby in ein vorwiegend an Land lebendes adultes Tier. Das Kaulquappenstadium bekommen wir Menschen am ehesten zu Gesicht, denn Frösche und Kröten sind ausgesprochen kamerascheu. Es sagt schon viel, dass der in praktisch ganz Europa verbreitete Grasfrosch auf Lateinisch Rana temporaria heißt, also temporärer Frosch, vermutlich wegen seiner geheimnisvollen Angewohnheit, am Ende des Sommers zu verschwinden, um im Frühjahr wieder aufzutauchen.

Frösche und Kröten wissen auch ziemlich genau, wann sie besser nicht unterwegs sein sollten. Meine Begegnungen mit ihnen bestanden aus verstohlen voyeuristischen Blicken auf Paare im Teich während der Balzzeit, oder ich stieß zufällig im Garten auf ein Exemplar, wenn ich einen Terrakottatopf beiseiterückte oder am Komposthaufen herumhantierte. Einmal erwischte ich eine unserer Hennen mit einem kopfüber hängenden Frosch im Schnabel. Sie war so überrascht, dass es ihr gelungen war, ihn zu fangen, und so ratlos, was sie damit anfangen sollte, dass sie ihn praktisch augenblicklich wieder losließ und ihm dabei zusah, wie er davonhüpfte. Die meisten Tiere scheinen sich indes von Kröten fernzuhalten, offenbar wissen sie, dass ihre Haut ganz grässlich schmeckt.