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Funktion im Unternehmen, Regeln rationalen Verhaltens in Organisationen ist kein klassisches Sachbuch, sondern ein Regelwerk. Es beschreibt Arbeit und Organisation nicht erklärend oder argumentierend, sondern in klaren, nüchternen Regeln. Das Buch formuliert, wie Organisationen tatsächlich funktionieren und welches Verhalten innerhalb von Unternehmen rational ist, unabhängig von individuellen Erwartungen, Motiven oder moralischen Vorstellungen. Im Mittelpunkt stehen Rollen, Funktionen, Leistung, Loyalität, Anpassung und Austauschbarkeit als systemische Konstanten. Der Titel richtet sich an Leserinnen und Leser, die Unternehmen nicht idealisieren, sondern verstehen wollen, insbesondere an Fach- und Führungskräfte sowie an alle, die in Organisationen Verantwortung tragen oder darin agieren.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2026
„Organisationen lieben Arbeiter – solange sie funktionieren.“(Murat CAPAR)
Inhaltsverzeichnis
Benutzungsanleitung
Regel 1 – Erwartungen streichen
Regel 2 – Vergangenes Verhalten nicht bereuen
Regel 3 – Arbeit nicht personalisieren
Regel 4 – Keine Gegenseitigkeit unterstellen
Regel 5 – Hoffnung ist kein Arbeitsmodell
Regel 6 – Geduld verlängert Abhängigkeit
Regel 7 – Entscheidungen nicht vertagen
Regel 8 – Nur mit Gegenwartsfakten rechnen
Regel 9 – Korrekt arbeiten reicht
Regel 10 – Übererfüllung vermeiden
Regel 11 – Berechenbar bleiben
Regel 12 – Unauffälligkeit bewusst wählen
Regel 13 – Rolle spielen, Person schützen
Regel 14 – Bühne bedienen, ohne Bedeutung zu investieren
Regel 15 – Sprache funktional nutzen
Regel 16 – Nicht erklären, was nicht verlangt wird
Regel 17 – Neutral bleiben
Regel 18 – Schweigen als legitime Option
Regel 19 – Kollegen nicht verwechseln
Regel 20 – Nähe begrenzen
Regel 21 – Distanz kultivieren
Regel 22 – Kontrolle als Normalzustand akzeptieren
Regel 23 – Bewertung einkalkulieren
Regel 24 – Abweichung vermeiden
Regel 25 – HR als Systemfunktion verstehen
Regel 26 – Kultur nicht mit Vertrag verwechseln
Regel 27 – Benefits nüchtern behandeln
Regel 28 – Zeit als begrenzte Ressource schützen
Regel 29 – Flexibilität nicht verschenken
Regel 30 – Verantwortung ohne Macht vermeiden
Regel 31 – Multitasking unterlassen
Regel 32 – Erschöpfung ernst nehmen
Regel 33 – Krankheit nicht moralisch bewerten
Regel 34 – Versicherungen als Vertragsleistungen nutzen
Regel 35 – Erfahrung nicht überschätzen
Regel 36 – Alter als Risiko einplanen
Regel 37 – Frühzeitig vorbereiten
Regel 38 – Ruhig funktionieren
Regel 39 – Hoffnung und Zorn beenden
Regel 40 – Souverän bleiben
Regel 41 – Das Spiel nicht ernst nehmen
Wie dieses Buch zu verwenden ist
Dieses Buch ist kein LesestoU, sondern ein Werkzeug. Es ist nicht dafür gedacht, am Stück gelesen oder emotional verarbeitet zu werden. Es ist dafür gedacht, benutzt zu werden.
Die folgenden Regeln sind keine moralischen Vorgaben. Sie sagen nicht, wie man sein sollte, sondern wie man sich unter gegebenen Bedingungen funktional verhält. Sie beschreiben kein Ideal und keine Haltung, sondern einen Modus, der Schäden reduziert.
Dieses Buch muss nicht linear gelesen werden. Die Regeln bauen nicht logisch aufeinander auf und sie verlangen keine Vollständigkeit. Jede Regel steht für sich. Manche werden sofort relevant sein, andere erst später oder gar nicht. Das ist kein Mangel, sondern Teil der Konstruktion.
Die Regeln sind situativ. Sie gelten nicht immer und nicht überall. Sie sind Werkzeuge, keine Prinzipien. Werkzeuge werden angewendet, wenn sie passen, und nicht, wenn sie es nicht tun. Dieses Buch fordert keine Konsequenz im Sinne von Härte, sondern Angemessenheit.
Es ist weder notwendig noch sinnvoll, alle Regeln gleichzeitig anzuwenden. In der Praxis reicht oft eine einzige Regel, um spürbar Entlastung zu erzeugen. Häufig entsteht der größte EUekt nicht durch aktives Handeln, sondern durch Unterlassen: weniger erklären, weniger investieren, weniger erwarten.
Dieses Buch ist kein Aufruf zur Verweigerung. Es fordert nicht dazu auf, Arbeit zu sabotieren, Regeln zu brechen oder sich dem System zu entziehen. Alles, was hier beschrieben wird, bewegt sich innerhalb bestehender Strukturen. Es ist regelkonform, aber nicht idealistisch.
Die Regeln richten sich nicht gegen Kollegen, Führungskräfte oder Organisationen. Sie richten sich auch nicht für oder gegen Loyalität. Sie richten sich ausschließlich an die eigene Selbststeuerung. Wer sie anwendet, verändert nicht das System, sondern seine Position darin.
